Eine kleine Dosierungshilfe.

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Eine kleine Dosierungshilfe.

#1

Beitrag von Mangaclub » Montag 14. November 2016, 15:33

Ich grüße euch,

Da bei uns eine unbekannte Hopfenstaude wächst und ich diese Jährlich pflücke (Likör und Schlafkissen) hat ein Verwandter mir vorgeschlagen doch Bier zu brauen.
Gesagt getan hab ich ein Bierbrauset von ihm bekommen mit den Worten "Nu mach mal"...
...
Nun stehe ich hier mit:
einem Korb voller Hopfendolden
10g Bierhefe - Gozdawa old german Altbier 9
1,5kg Brewferm Bernstein Malzextrakt
einen Warscheinlich 10 Liter Braubottich (die Aufschrift 1-10 ist an der Seite)
Karbonisierungsdrops und 500gramm Rohrzucker.

Ich habe mich über die nächsten Schritte schon schlau gemacht doch fehlen mir irgendwie nützliche
Mengenangaben wieviel gramm Hopfen und malzextrakt ich nun auf 10 Liter nutzen sollte... Eventuell könnt Ihr mir ja weiterhelfen.

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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#2

Beitrag von chaos-black » Montag 14. November 2016, 15:41

Ich kann dir mit dem Hopfen helfen :) Ich habe kürzlich auch mit Hopfen aus dem Garten gebraut, daher folgende Überlegungen:
1.) Es ist unklar, wie bitter der Hopfen ist. Daher zur Bitterung gekauften mit angegebener Alphasäure verwenden damit du da nicht dein blaues Wunder erlebst ;). Vlt wohnt ja in deiner Nähe jmd aus dem Forum und kann dir da aushelfen, damit du nich für 20g Hopfen irgendwo bestellen musst.
2.) Für die späten Hopfengaben (ich würde sagen ab 10min vor Kochende) sowie ggf. Whirlpool oder Kalthopfung kannst du ruhig den Gartenhopfen nehmen. Du weißt hier aber natürlich auch nicht, wieviel Aromaöl drin ist. Ich hab bei meinem Gartenhopfenbock den eigenen (getrockneten) Hopfen nur in den Whirlpool gegeben, und zwar 5g/L. Das ist allerdings schon ne ganze Menge, du könntest das definitiv auch reduzieren. Getrockneter Hopfen wiegt ja auch nochmal weniger als frischer. Whirlpoolgabe bedeutet, sobald der Sud nach dem Kochen nurnoch 80°C ordentlich umrühren und dann den Hopfen für 20-30min drin lassen (für mehr Infos zur Whirlpool-Hopfengabe einfach mal die Suchfunktion anschmeissen, da findeste sicher was).

Beste Grüße,
Alex

//EDIT: Weißt du ansonsten schon wie man braut? Falls nicht, hat das Wiki eine Brauanleitung parat: wiki/doku.php/anleitung_zum_bierbrauen . Dazu noch der Hinweis, dass du den Gäreimer nur auf ca 2/3 des Volumens füllen solltest, weil die Gärung teilweise nen ganz schönen Steigraum braucht. Ein 10l Eimer ist schon nicht sooo viel....

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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#3

Beitrag von Mangaclub » Montag 14. November 2016, 16:16

Danke! ich wohne in Nordhausen wenn jemand in der nähe ist ?:)

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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#4

Beitrag von flying » Montag 14. November 2016, 16:26

Dort sind die Hobbybrauer recht dünn gesät aber kürzlich hat sich jemand angemeldet. Der suchte auch Kontakt..

viewtopic.php?f=50&t=10444&p=163022&hil ... en#p163022
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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#5

Beitrag von chaos-black » Montag 14. November 2016, 16:26

Ja, also ich wohne im nahen Göttingen und hätte US Cascade mit 6,8% Alphasäure übrig (als nette Aromasorte eigentlich zu schade für nur Bittergabe, aber hab nur von der Sorte was übrig). Habe gerade nachgerechnet, dass du für 10L mit 30 Bittereinheiten davon etwa 17g bräuchtest, wenn du sie 60min mitkochst. Wenn du demnächst nach Göttingen kommst meld dich per PM :)

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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#6

Beitrag von gingerbreadium » Montag 14. November 2016, 16:43

Für die Dosierung des Malzextrakts (falls nix auf der Dose steht) ist das hier ganz gut:

http://www.mathe-fuer-hobbybrauer.de/bierrezepte/

Kommt nun mal drauf an welche Stammwürze du willst. Mit den 1,5kg solltest du bei ca. 11,5° Plato rauskommen.
Hast du denn eine Möglichkeit, die Stammwürze zu messen? Ist ach wichtig für die Überprüfung des Gärprozesses.

Viele Grüße

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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#7

Beitrag von Mangaclub » Montag 14. November 2016, 18:16

nein zum messen habe ich noch nichts bekommen AAAAAAAAAAAAABER ich konnte jetzt herausfinden was das für ein Hopfen ist...:
HERSBRUCKER AROMA Hopfen

Ein Anfang :)

Danke für den link zu Frank!

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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#8

Beitrag von Alt-Phex » Montag 14. November 2016, 18:21

Dann kauf dir erstmal eine Spindel. Ohne Bestimmung der Stammwürze und später
des Restextraktes kann man nicht brauen. Das wird sonst ein gefährlicher Blindflug.
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Re: Eine kleine Dosierungshilfe.

#9

Beitrag von iamsebastian » Montag 14. November 2016, 22:15

Das stimmt, Ale-Phex. 8)

Ich komme aus Nordhausen. Genau wie FrankNDH und JubelDuo.
Falls Du Tipps brauchst, mal quatschen willst, oder ein paar Gramm Hopfen für Dein Extrakt-Brauen brauchst, gib Bescheid.

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