Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehlen?

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Wauhoo
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Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehlen?

#1

Beitrag von Wauhoo » Sonntag 3. Januar 2016, 14:42

'N Abend,

mal unabhängig von den grundsätzlichen, individuellen Wünschen nach eher alkoholarmen Bieren, ist es wohl realistisch anzunehmen, daß der Erstbrauversuch mangels passendem Bierkitangebot nicht zu diesem Ziel führt.

Da "Märzen" eine weitere Wahl darstellt und als Bierkit im Angebot ist, für welches Bierkit würdet Ihr Euch entscheiden? Immerhin darf doch davon ausgegangen werden, daß Bierkits genau solche Qualitäts- bzw. Geschmacksunterschiede haben, wie ein Biertyp von unterschiedlichen Produzenten.

Auf welchen Hersteller würdet Ihr wieder zurückgreifen, auf welchen nicht?

mfg
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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#2

Beitrag von Kanni » Sonntag 3. Januar 2016, 14:52

Was verstehst du unter dem Bierkit?

Ein fertig zusammengestelltes Rezept inklusive der Zutaten?

oder

Ein Bierkit mit Malzextrakt?


Für den ersten Fall finde ich das SNPA aus den einschlägigen Onlineshops gut. Dies war mein erstes Bier seinerzeit und es war gut :thumbup
Beste Grüße
Christoph

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#3

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 3. Januar 2016, 15:01

Das SNPA ist tatsächlich sehr gut, allerdings ist das ein Pale Ale und kein Märzen :-)

Für den ersten Sud ist es auch gar nicht so wichtig welches "Bierkit" du benutzt.
Da solltest du erstmal mit den Abläufen an sich klar kommen. Schmecken wird
das so oder so ganz anders als die üblichen Kaufbiere. Und das erste eigene
Bier ist sowieso das "Beste der Welt".
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#4

Beitrag von Archie » Sonntag 3. Januar 2016, 19:18

Hallo Wauhoo,

mit meiner "Erfahrung" :Ahh von 6 Suden, 3 davon als Bierkit mit gehopftem Malzextrakt, kann ich dir die Gold-Kits von Muntons empfehlen!
Hier: http://www.muntonshomebrew.com/category/gold-range/ ein Link zur Homepage, du kannst das Kit auch in Deutschland kaufen.

Ich habe mich für das Docklands Porter entschieden und ich wurde nicht enttäuscht. Es schmeckte auch diversen Verkostern gut. Eigentlich war es gar kein richtiges Brauen, sondern eher ein Auflösen des "Sirups" (Malzextrakts) in der entsprechenden Menge Wasser, Hefe dazu - fertig, warten, abfüllen, Nachgärung, Reifung.

Bei Muntons bekommst du 2 Büchsen Extrakt und du kannst ohne Zucker arbeiten, allerdings benutze ich Zucker für die Nachgärung.
Die anderen beiden obergärigen Bierkits, ein Altdeutsches Helles und Germania Gold, reichen, meiner Meinung nach, geschmacklich bei Weitem nicht an das Bierkit von Muntons heran. Ich glaube aber auch, dass der Fehler bei mir liegt, da ich recht warm vergoren habe, so um die 21 Grad Celsius und dass sich dadurch fruchtige Aromen gebildet haben. Auch passt das harte Wasser meines Versorgers nicht zu hellen Bieren, aber recht gut zu dunklen.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich war mir dem Bierkit von Muntons sehr zufrieden.

Gruß Archie
Zuletzt geändert von Archie am Sonntag 3. Januar 2016, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#5

Beitrag von schloemi » Sonntag 3. Januar 2016, 19:25

Bin auch kein Extrakt-Brauer, allerdings finde ich gerade für Anfänger neben dem SNPA, auch die Bierpackete von HuM sehr gut, insbesondere das Theresien Ur-Mätzen. Sehr einfach und "idiotensicher" ist auch das dort erhältliche Klosterbier.

Cu schloemi

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#6

Beitrag von Wauhoo » Sonntag 3. Januar 2016, 20:09

Merci für's Feedback

Hab' ich unter "Bierkit" was falsch verstanden?

Hab' bisher einige Anbieter durchgesehen, aber eine direkte Inhaltsangabe zu den einzelnen Kits wurde wohl übersehen. Meist steht doch bei den Beschreibungen bloß, daß alles enthalten ist, um ein Bier anfertigen zu können?

Bei HuM hat es zum Muntons zwar eine Kurzanleitung, doch aus welchen Teilen sich das Bierwürzekonzentrat zusammensetzt, steht auch nicht dabei.

Ist das alles fertiggehopft? Ja, vermutlich, sonst stünde ja in der Anleitung, daß Hopfen noch zuzugeben wäre; so weit ja alles klar. Aber welche Hopfen wurde zu welchen Anteilen dafür verwendet? Gleiche Frage gilt den verwendeten Malzsorten.

Evtl. ist's ja doch auch zu Anfang besser, gleich richtig zu brauen, damit man weiß, was drin ist. :Grübel

mfg
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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#7

Beitrag von Yeffie » Sonntag 3. Januar 2016, 20:34

Ich empfehle, zuerst ein Bierkit (gehopfter Malzextraktsirup) anzusetzen. Das macht die Wartezeit angenehmer, und man kann gleich mal trainieren, ob es mit der Gärkellerarbeit klappt.

Die Muntons Gold Collection Docklands Porter und Imperial Stout haben mir sehr geschmeckt (wenn man diesen Bier-Stil mag..).

Nachher solltest Du auf alle Fälle ein paar Sude mit richtigem Malz ansetzen.
Viel Spass!
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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#8

Beitrag von schnapsbrenner » Sonntag 3. Januar 2016, 20:37

Lieber Wauhoo,

bei der Extrakt-Bierkits steht fast niemals dabei was alles drinne ist.
Wie schon erwähnt sind die Muntons Kits gut.
Bei der Malzkits macht jeder Anbieter/Händler das anders, Kits die ich verkaufe sind durch mich erprobte Rezepten.
Da gibts nur eine Anleitung. Manche Händler schreiben dazu was genau drinne ist.

Bei uns kommt der Preis zusammen als ob du die einzelprodukten bei uns bestellt hattest.

Daher verkaufen wir zB das Klosterbier-Kit für 13,00€ (ca 20 Liter), da kannst du nach meine Meinung nichts falsch machen, falls du mit Malz, Hopfen und Hefe anfangen willst.

VG

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#9

Beitrag von wwwcom » Sonntag 3. Januar 2016, 20:39

Ich habs zumindest nicht bereut gleich mit richtig brauen angefangen zu haben. So kompliziert ist der ganze Vorgang jetzt auch wieder nicht. Ich kann dir nur dazu raten. :thumbsup Danach kannst du es dann zumindest und schmecken wirds auch.

Gruß Manu
Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#10

Beitrag von Grunzi » Sonntag 3. Januar 2016, 20:48

Kann die Muntons empfehlen! Mit denen habe ich auch begonnen.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#11

Beitrag von hoepfli » Sonntag 3. Januar 2016, 21:52

So ein Komplettset mit Malz, Hefe und Hopfen habe ich immer daheim, da man dies prima zu Demonstrationszwecken nutzen kann. Aller 1-2 Jahre endet es dann mal in einem Sud. Von diesen Sets bin ich noch nie enttäuscht worden.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#12

Beitrag von Morena von Nürnberg » Sonntag 3. Januar 2016, 21:57

schnapsbrenner hat geschrieben:
Bei uns kommt der Preis zusammen als ob du die einzelprodukten bei uns bestellt hattest.

Daher verkaufen wir zB das Klosterbier-Kit für 13,00€ (ca 20 Liter), da kannst du nach meine Meinung nichts falsch machen, falls du mit Malz, Hopfen und Hefe anfangen willst.

VG

Simon
Du willst doch nicht etwa was verkaufen ? :Greets
:Drink
Biercalculation Android Rezept und Braudatenverwaltung Android
Import von:
bsmx (beersmith)
beerxml (müggelland)
json (maischemalzundmehr)

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#13

Beitrag von schnapsbrenner » Sonntag 3. Januar 2016, 22:04

Moin Morena von Nürnberg

weil ich dein App Thread beanstandet habe, kannst du jetzt auf jeder meiner Beiträge reagieren.

Aber siehst du hier ein Link zum Produkt?

Anders als in deine Beitrag ein Link zu ein App für 3,45€ wo ehrlich gesagt kein Brauer auf wartet

VG

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#14

Beitrag von Bierolo » Sonntag 3. Januar 2016, 22:08

schnapsbrenner hat geschrieben:Lieber Wauhoo,

bei der Extrakt-Bierkits steht fast niemals dabei was alles drinne ist.
Wie schon erwähnt sind die Muntons Kits gut.
Bei der Malzkits macht jeder Anbieter/Händler das anders, Kits die ich verkaufe sind durch mich erprobte Rezepten.
Da gibts nur eine Anleitung. Manche Händler schreiben dazu was genau drinne ist.

Bei uns kommt der Preis zusammen als ob du die einzelprodukten bei uns bestellt hattest.

Daher verkaufen wir zB das Klosterbier-Kit für 13,00€ (ca 20 Liter), da kannst du nach meine Meinung nichts falsch machen, falls du mit Malz, Hopfen und Hefe anfangen willst.

VG

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Dem kann ich voll zustimmen,
Im Vorfeld habe ich viel hier im Forum gelesen
und mein Fazit war koche ich eine Gemüse-Suppe mit frischen Zutaten oder nehme ich Gemüsebrühe-Pulver?
Und der allg. Meinung dass die Extrakt-Kits keine Geschmacks-Offenbarung bringen sowie das Risiko / die Enttäuschung sehr hoch sein können
mit der Konsequenz eine "Passion" zu canceln, nur weil man Zwiebeln mit Äpfeln verwechselt.

Oder wenn eigene (Craft-)Biere auf einer Skala von 1-10
bei 6-10 liegen
Kaufbiere bei 1-8 liegen
siedle ich Extrakt-Biere mit dem Vorurteil in der Range 2-5 ein.

Daher habe ich mit fertigen Malzmischungen angefangen und es nicht bereut!

VG
Bierolo startet in der 20L Einkocher-Liga.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#15

Beitrag von hyper472 » Sonntag 3. Januar 2016, 22:55

Sehr teuer, aber trotzdem meine klare Empfehlung ist ein Set der Besserbrauer.de:

Dort bekommst Du die Hardware, die man nicht im Haushalt hat oder sich leihen kann.
Du braust richtiges Bier, und löst nicht nur Malzsirup auf.
Die Anleitung ist klar und verständlich.
Es schmeckt.

Bei mir war das der erste Sud, ergab vier Liter und hat mir gezeigt, dass es mir Spaß macht.
Eine sinnvolle Alternative wäre auch, Dich bei einem Brauer in der Nähe einzuladen und ihm zuzusehen. Dabei erfährst Du ganz nebenbei, was Du alles brauchst.

Viel Spaß,
Henning
Zuletzt geändert von hyper472 am Montag 4. Januar 2016, 01:18, insgesamt 1-mal geändert.
Ich braue getreu dem Nürnberger Gerstengebot von 1303 - meistens :Wink

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#16

Beitrag von brewcomer » Sonntag 3. Januar 2016, 23:25

Ich habe meine ersten Erfahrungen auch mit der BrauBox von besserbrauer.de gesammelt.

War zum Glück ein Geschenk da der Preis schon ordentlich ist, dafür kann man richtig brauen.
Maischen, Läutern, Hopfenkochen & Gären.

Um es mal auszuproBIERen oder als Geschenk empfehlenswert,
um sich oder andere mit leckeren Bieren zu versorgen, ist das mit Sicherheit nix.
Wer mehr Bücher liest, als ich Bier trinke - hat ein Leseproblem.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#17

Beitrag von cyme » Montag 4. Januar 2016, 09:34

Yeffie hat geschrieben:Ich empfehle, zuerst ein Bierkit (gehopfter Malzextraktsirup) anzusetzen. Das macht die Wartezeit angenehmer, und man kann gleich mal trainieren, ob es mit der Gärkellerarbeit klappt.

Die Muntons Gold Collection Docklands Porter und Imperial Stout haben mir sehr geschmeckt (wenn man diesen Bier-Stil mag..).

Nachher solltest Du auf alle Fälle ein paar Sude mit richtigem Malz ansetzen.
Würd ich so auch vorschlagen. Dose, Gäreimer, Spindel und Abfüllröhrchen bestellen, evtl noch ein extra Tütchen Trockenhefe und in 4 Wochen kannst du dein erstes Selbstgebrautes trinken, ohne irgendwelche extra Gerätschaften kaufen zu müssen. Bis dahin hast du Zeit, in Ruhe ein paar Dinge zusammenzusammeln und kannst dann mit einem Glas selbstgemachtem in der Hand deine erste Maische rühren. Es geht doch bei diesem Hobby um's Bier, nicht um den Anlagenbau, oder? :Drink

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#18

Beitrag von Ursus007 » Montag 4. Januar 2016, 11:31

Ich hab auch mit fertiggehopften Dosenkits angefangen, dann Extrakt und selbst gehopft und dann Vollmaische.

Bei den Extrakten scheint mir immer ein kunststoffartiger Beigeschmack im fertigen Bier zu sein, kann ich mir auch vorstellen, denn das Eindicken ist nun mal mit Seiteneffekten verbunden.

Man kann sicher mit diesen Kits beginnen, das erste Selbstgemachte schmeckt dann selbstverständlich auch (subjektiv) viel besser, als jedes Gekaufte. Weil es eben selbstgemacht war. Aber richtig gut wird es aus meiner Sicht erst mit Vollmaische. Und hierfür hatte ich noch kein Kit (aus Malz, Hopfen, Hefe), da hab ich mir immer ein Rezept aus den gängigen Datenbanken gesucht und das dann einzeln bestellt. Aber kann mir ganz gut vorstellen, dass die Vollmaische-Kits eine sehr gute Basis sind.

Hab auch wärhern meiner Vollmaische-Zeit hin und wieder ein Dosenkit gemacht oder was anderes aus Extrakt, aber ich bemerke immer wieder den leichten Beigeschmack. Ich denke, wenn jemand z.B. kein regelmäßiger Tripel-Geniesser ist, würde er es nicht bemerken. Aber mir fällt es auf.

Ich stimme auch meinen Vorschreibern zu: Anfangen damit geht immer, dann hat man Zeit, sich in Ruhe auf das Weitere vorzubereiten und kann was lesen und inzwischen seinen ersten Versuch Revue passieren lassen oder gar schon genießen.

Ursus
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#19

Beitrag von AndreasMueller » Samstag 20. Februar 2016, 15:59

Kann mich Archie anschliessen: Nimm die Goldlinie von Muntons. Alles andere, mag ich mich erinnern, war eine grosse Enttäuschung.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#20

Beitrag von AndreasMueller » Samstag 20. Februar 2016, 16:03

Wauhoo hat geschrieben: Ist das alles fertiggehopft?
Wauhoo
Ja ist es.
Wobei ich auch ein Brewferm-Paket entdeckt hatte, das Malzpulver dabei hatte und Hopfen in Pellets in einem Säcken.
Wauhoo hat geschrieben: Aber welche Hopfen wurde zu welchen Anteilen dafür verwendet? Gleiche Frage gilt den verwendeten Malzsorten.
Wauhoo
Ach: Das willst du besser gar nicht wissen.
Wauhoo hat geschrieben: Evtl. ist's ja doch auch zu Anfang besser, gleich richtig zu brauen, damit man weiß, was drin ist. :Grübel
Wauhoo
Das kommt wirklich auf dich drauf an. Einige beginnen direkt richtig, andere mit Dosen und Malzpulver.

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Re: Welches Bierkit von welchem Anbieter würdet Ihr empfehle

#21

Beitrag von AndreasMueller » Samstag 20. Februar 2016, 16:10

Wauhoo, hier eine einfache Liste, oder ein Versuch, über die verschiedenen Stufen/Levels. Fehler natürlich inbegriffen. Jeder kann entscheiden, ob er alles durchmacht, einige Stufen überspringt oder direkt richtig einsteigt. Mir hat es z.B. geholfen, mich gemütlich an alles heranzutasten und dementsprechend langsam "aufzusteigen".

Absolut blutiger Anfänger: Beerkit / Bierkit / Dose / K&K-Brewing
Zutaten: Dose, evt. 1kg Zucker, billige Hefe
Enthält bereits Hopfen, muss nur noch mit Wasser und Zucker vermengt und vergoren werden.
Dauer: Etwa 1h und etwa 1h Flaschen abfüllen
Tätigkeiten: Vergären, Abfüllen, Flaschengärung, Lagerung


Absoluter Anfänger: Beerkit mit Zutaten
Zutaten: Dose, Hefe, Hopfen
Es wird mit einer besseren Hefe wie z.B. der US-05 oder der S-04 experimentiert, oder es werden zusätzlich während einigen Minuten im Teeglass gekochte Hopfen beigegeben
Tätigkeiten: Vergären, Abfüllen, Flaschengärung, Lagerung

Anfänger: Malzextrakt in Pulver mit Hopfen kochen
Zutaten: Malz in Pulverform, Hopfen, billige Hefe
Malz in Pulverform mit Waser vermischen, und mit dem Hopfen auf 100°C für 1h kochen, abkühlen lassen, dann Hefe beigeben.
Der "Brautag" dauert etwa 3h
Tätigkeiten: Hopfenkochen, Vergären, Abfüllen, Flaschengärung


Mittel: Minimaische
Zutaten: Malzextrakt (80%) in Pulverform, richtiges Malz (20%), richtiger Hopfen, Hefe
Kurze Kombirast bei 70°C und High Gravity vereinfachen den Prozess. Weil nur wenig richtiges Malz verwendet wird, wird kein Läuterbottich benötigt, sondern ein normales grosses Küchensieb. Ebenfalls wird nur ein 10l-Topf (für 20l Bier) zum Hopfenkochen benötigt. Am Ende wird ca. 50% kaltes Wasser hinzugefügt. So entfällt das Kühlen und es werden dennoch 20l Bier erreicht.
Der Brautag dauert etwa 4h.
Tätigkeiten: (Maischen), (Läutern), Hopfenkochen, Vergären, Abfüllen, Flaschengärung

Fortgeschritten: Maische-Set
Maische-Set enthält: geschrotetes Malz, Hopfen, Hefe
Der fast komplette Brauprozess wird durchgemacht, der Brautag dauert dementsprechend 7h. Da nach Rezept inklusive mitgelieferten Zutaten gearbeitet wird, wird nur beschränktes Wissen benötigt.
Der Brautag dauert etwa 7h
Tätigkeiten: Maischen, Läutern, Hopfenkochen, Vergären, Abfüllen, Flaschengärung


Weiter Fortgeschritten: Maische (eigenes Rezept)
Zutaten: geschrotetes Malz, Hopfen, Hefe
Das Rezept wird selber zusammengestellt und die Zutaten einzeln bestellt. Das setzt schon grösseres Wissen voraus. Mit Ausnahme vom Schroten des Malzes wird der gesamte Brauprozess durchgemacht.
Vorbereitung (Rezept zusammenstellen): 30min, der Brautag dauert etwa 7h.
Tätigkeiten: Maischen, Läutern, Hopfenkochen, Vergären, Abfüllen, Flaschengärung

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