Schwund

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Schwund

#1

Beitrag von pezi67 » Dienstag 27. Oktober 2015, 18:43

Servus zusammen,
Ich hab am WE einen dunklen Weihnachtsbock gebraut:als Ausschlagswürze waren 35L geplant,Hauptguss 30L,Nachguss 20L.Schüttung 9Kg.Nach dem Läutern hatte Ich 37,5L und nach dem Hopfenkochen blieben 26,5L+2,8L Speise mit 14°Plato übrig! :thumbdown ,Kochzeit war 90 min. :Grübel
Was hab Ich evtl. falsch gemacht?

gruß pezi67

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Ladeberger
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Re: Schwund

#2

Beitrag von Ladeberger » Dienstag 27. Oktober 2015, 19:12

Welchen Extraktgehalt hatten denn Vorderwürze und Pfannevollwürze?

Gruß
Andy

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Re: Schwund

#3

Beitrag von Fauntleroy » Dienstag 27. Oktober 2015, 19:21

Hallo Andy,

wahrscheinlich hast du nichts falsch gemacht. Wie war denn die Zusammensetzung deiner Schüttung? Wieviel Plato waren denn angepeilt? Meinst du wirklich Ausschlagwürze oder eher Anstellwürze (wg. Speise)? Welches Equipment hast du verwendet? Wie hast du gemessen? Mein Tipp wäre die Verwendung einer Software zur Unterstützung und Kontrolle, z. B. kleiner-Brauhelfer oder der Brew Recipe Developer.

Gruß - Martin
Eigentlich ist alles schon gesagt - aber noch nicht von jedem! (frei nach K. Valentin)

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gulp
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Re: Schwund

#4

Beitrag von gulp » Dienstag 27. Oktober 2015, 19:31

Das wären etwa 46 % Sudhausausbäute. Das ist Grottenschlecht. Was für eine Anlage hast du? Rezept? Wie wurde das Malz geschrotet?

Gruß
Peter
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Re: Schwund

#5

Beitrag von olibaer » Dienstag 27. Oktober 2015, 19:33

Hallo Pezi,

wenn ich für einen Weizenbock mal eine Zielstammwürze von 17 °P annehme und das den 9 kg Malz für 35 L gegenüber stelle, musst Du eine Sudhausausbeute von 70% erreichen. Schon alleine das kann bei einem Verhältnis von 1:0,65 HG:NG im Bockbereich nicht funktionieren. Du wirst einen Großteil Deines Extraktes unfreiwillig mit dem Treber entsorgt haben und warst mit der Annahme Deiner Sudhausausbeute zu mutig. Möchtest Du Dein Verhältnis HG:NG so beibehalten, musst Du zur Berechnung der Schüttung eine Sudhausausbeute von max. 50 % annehmen - dann klappts.

Gruß
Oli


P.S.: Dein Rezept wäre nett gewesen.
Gruss
Oli
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Re: Schwund

#6

Beitrag von pezi67 » Dienstag 27. Oktober 2015, 20:15

Ich hab das Rezept von MMUM, Bock dunkel von Tauropu genommen, Meine Anlage:Hendi,70L Pot zum Maischen,70L Pot zum Läutern mit Läuterblech, gemessen mit Spindel.Malz war von Hopfen und Mehr.Ich hab das Rezept im kbh eingegeben und so gebraut wie vorgegeben.

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Re: Schwund

#7

Beitrag von Muffin » Dienstag 27. Oktober 2015, 21:27

Hast du auch die Parameter im Reiter "Ausrüstung" berücksichtigt? Ohne die zur eigenen Brauanlage passenden Parameter funktioniert die Berechnung nicht wirklich gut...

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Re: Schwund

#8

Beitrag von olibaer » Dienstag 27. Oktober 2015, 21:54

pezi67 hat geschrieben:Ich hab das Rezept von MMUM, Bock dunkel von Tauropu genommen,[...]
ich hab das Rezept im kbh eingegeben und so gebraut wie vorgegeben.
Du kannst doch nicht wirklich annehmen, dass ich jetzt anfange mit diesen Angaben bei MMuM rumzugruschteln, hm ?
Das hier ist Dein Beitrag, deine Frage, dein Ding - lass Dir verdammt noch mal nicht alles aus der Nase ziehen. PotzBlitz !

Wer Rezept liest, muss Anpassung denken - sonst wird das nichts mit der "Nachbrauerei".

Gruß
Oli
Gruss
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Re: Schwund

#9

Beitrag von floflue » Dienstag 27. Oktober 2015, 22:08

Ich würde jetzt vermuten, dass es sich dabei um das Adventinus (http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... rtype=DESC) handelt.

OT: Obwohl ich das Rezept auf meine Anlage angepasst hatte, hab ich mit der Stammwürze dennoch daneben gelegen... Fange aber langsam an zu meinen, dass ich meinen Fehler gefunden habe. :Bigsmile

Dank dieses Forum's :thumbup :thumbsup
Bierbrauen ist ein perfektes Hobby um etwas wichtiges zu lernen: Geduld!

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Re: Schwund

#10

Beitrag von pezi67 » Mittwoch 28. Oktober 2015, 10:41

Hallo zusammen,
also erstmal ein Danke an alle für die schnellen antworten.
@Muffin:Die Parameter hab Ich leider nicht eingegeben,da Ich vor kurzem einen Systemcrash hatte und mein Betriebssystem neu installieren mußte,da hab Ich vergessen alles einzugeben :redhead
@olibaer:warum so aggresiv?,Ich war gestern in der Arbeit,konnte nur vom Handy aus meinen Post schreiben,deshalb konnte Ich nicht so ausführlich beschreiben.
also folgendes Rezept hab Ich gebraut:
Menge:34,5 L
Stammwürze:16,5°
Bittere:30 IBU
Farbe:47,1 EBC
CO2:5 g/L

Schüttung:Wiener Malz:7,09 Kg/Weizenmalz dunkel:1,56 Kg/Caramünch II:0,446 Kg/Caraffa II:0,101 Kg,Gesamt:10,129 Kg
Hauptguss:36,46L
Nachguss:15,94L
Einmaischen bei 60°
1 Rast 57° 10 min.
2 Rast 63° 45 min.
3 Rast 73° 20 min.
Abmaischen bei 78°
Läuterzeit war ca. 50 min.

VWH:48 g Tettnanger
2 Hopfengabe nach 20 min. 10 g Hallertauer Magnum
3 Hopfengabe nach 60 min. 52 g Spalter Select
anschließend noch 10 min. weiterkochen
nach dem kochen Whirlpool erzeugt und 15 min.gewartet,dann die Würze durch einen Filter in den Gärbehälter abgefüllt und runtergekühlt,und die zwischenzeitlich angestellte Hefe(S 04) dazugegeben.
Würzemenge vor kochen 37,5L,nach dem kochen ca.29L,davon 2,8L abgezogen,Stammwürze mit Spindel gemessen bei 20°/14°Plato
so das wars,Ich hoffe Ich hab nichts vergessen

gruß pezi67

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Re: Schwund

#11

Beitrag von Boludo » Mittwoch 28. Oktober 2015, 10:51

Das ist das Problem, wenn man seine Anlage nicht gut genug kennt und sich dann das Rezept mit einem Programm ausrechnen lässt, das die Anlage auch nicht kennt und man der Sache blind vertraut.
Du hast zu dünn eingemaischt. Gerade bei Böcken sollte man maximal 1:3 einmaischen und im Zweifelsfall lieber mehr Nachguß nehmen. Dabei muss man natürlich messen. Die Nachgußmenge blind aus einem errechneten Rezept übernehmen halte ich für gar keine gute Idee.
Rezepte muss man immer anpassen!

Stefan

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Re: Schwund

#12

Beitrag von pezi67 » Mittwoch 28. Oktober 2015, 22:20

ok,danke für den tipp.Das war erst mein 3 eigener Sud.Ich muß noch viel lernen und nicht einfach auf gut Glück losbrauen.Bier wirds trotzdem :Drink

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Re: Schwund

#13

Beitrag von olibaer » Mittwoch 28. Oktober 2015, 23:35

Hallo Pezi,
pezi67 hat geschrieben: @olibaer:warum so aggresiv?
Ich war nicht aggresiv, ganz im Gegenteil: du bist mit dem "Schongang" davon gekommen.

Wenns nur nach mir ginge, hätte ich Dir vor "laufender Kamera", und ob des miserablen Eröffnungsthreads, am liebsten das Fell über die Ohren gezogen - damit Du Dich entlang meiner persönlichen Wahrnehmung auskennst.

An meinem Grundverständnis was "Forum" ist, ändert das freilich nichts - aber ich denke ich werde so bleiben, dass vieles an der Qualität der/einer Frage festgemacht wird.

Gruß
Oli
Gruss
Oli
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Re: Schwund

#14

Beitrag von Bierfel » Donnerstag 29. Oktober 2015, 00:04

Boludo hat geschrieben:Das ist das Problem, wenn man seine Anlage nicht gut genug kennt und sich dann das Rezept mit einem Programm ausrechnen lässt, das die Anlage auch nicht kennt und man der Sache blind vertraut.
Du hast zu dünn eingemaischt. Gerade bei Böcken sollte man maximal 1:3 einmaischen und im Zweifelsfall lieber mehr Nachguß nehmen. Dabei muss man natürlich messen. Die Nachgußmenge blind aus einem errechneten Rezept übernehmen halte ich für gar keine gute Idee.
Rezepte muss man immer anpassen!

Stefan
Welches Verhältnis beim einmaischen von Böckchen fährst du? Hab grad auch meinen ersten Bock gekocht, war ganz gut, aber natürlich gibts "room for improvement", daher mein Interesse..

Servus,
Gerrit

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Re: Schwund

#15

Beitrag von gulp » Donnerstag 29. Oktober 2015, 00:16

1 : 2,6 ist eine gute Idee, ohne jetzt gefragt gewesen zu sein. :Greets

Gruß
Peter
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Re: Schwund

#16

Beitrag von Bierfel » Donnerstag 29. Oktober 2015, 00:33

gulp hat geschrieben:1 : 2,6 ist eine gute Idee, ohne jetzt gefragt gewesen zu sein. :Greets

Gruß
Peter
:Greets zurück

Na super, da wird das nächste Böckchen sicher ne Punktlandung!

Nachdem ich mittlerweile weiß wie viel Suppe wo hängenbleibt war das ne wertvolle Info...

Und wehe wenn nich :Fight

Servus in der späten Stunde,
Gerrit

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Re: Schwund

#17

Beitrag von Boludo » Donnerstag 29. Oktober 2015, 07:20

Also 1:2,75 geht auch :P
Es muss halt noch einigermaßen rührbar sein.
Eine Punktlandung wird es nur, wenn man beim Anschwänzen misst und weiß, wie viel man verdampft. Also lieber etwas verdünnen als zu dünnes Bier.
Von errechneten Nachgussmengen halte ich gar nichts.


Stefan

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Re: Schwund

#18

Beitrag von BlindFish » Dienstag 17. November 2015, 14:01

Boludo hat geschrieben: Von errechneten Nachgussmengen halte ich gar nichts.
Was heißt das denn für mich als Neuling? Wie sollte man hier vorgehen? Ich hab' am Sonntag den ersten Sud auf meiner eigenen Anlage gefahren und mir dazu ein Set von Brewferm genommen. Für den Hauptguß waren 18 l angegeben, weiter war nur die Pfannevollwürze mit 24 l angegeben. Ich habe nach dem Abläutern der ersten 10 - 12 l mit dem gussweisen Anschwänzen begonnen, drei Güsse zu je 4 bis 5 Litern. Nach dem sich knapp 24 l geläuterter Würze gesammelt hatten, habe ich gestoppt und dann mit dem Kochen begonnen. War das dann so korrekt?

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Re: Schwund

#19

Beitrag von gerhard63 » Dienstag 17. November 2015, 14:35

Das sicherste ist halt so lange mit Nachguss (oder Wasser) zu verdünnen bis die gewünschte Stammwürze erreicht ist.
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
Benjamin Franklin (1706-1790)

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Re: Schwund

#20

Beitrag von Fricky » Dienstag 17. November 2015, 15:50

gerhard63 hat geschrieben:... so lange mit Nachguss (oder Wasser) zu verdünnen bis die gewünschte Stammwürze erreicht ist....
....die man unter Berücksichtigung der Verdampfungsverluste vor dem Hopfenkochen haben muss, um nach dem Hopfenkochen dann die gewünschte Stammwürze zu haben.

Wenn Deine Anlage beim Kochen also z.B. 10% verdampft, muss die Stammwürze vor dem Kochen entsprechend niedriger sein, damit sie nach dem Kochen wieder passt.

Gruß, Peter.

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Re: Schwund

#21

Beitrag von afri » Dienstag 17. November 2015, 21:57

BlindFish hat geschrieben: Was heißt das denn für mich als Neuling? Wie sollte man hier vorgehen?
Du läuterst, bis du ungefähr 1,5° unter deiner Zielstammwürze liegst. Die so gewonnene Würze kochst du anderthalb Stunden und hast danach die Zielstammwürze erreicht, oder auch nicht.

Wenn es noch zu dünn ist, verdampfst du nicht genug und du kannst mit dann offenem Deckel noch länger einkochen (schadet nix, kostet nur Energie). Wenn es zu dick ist, kannst du problemlos mit Leitungswasser verdünnen, bis es passt. Wenn du dafür eine Anleitung brauchst, findest du im Netz reichlich Mischungskreuze bzw. -rechner.

Irgendwann kennst du deine Verdampfungsrate recht genau und kannst entsprechend läutern. Feste Nachgüsse halte ich für schlecht, für Anfänger jedoch gar nicht so ungeeignet. Man hat gerade bei den ersten paar Suden meist noch so viel um die Ohren, dass ein in Stein gemeißeltes Nachgusskonzept sicher kein Fehler ist.
Achim
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Re: Schwund

#22

Beitrag von BlindFish » Mittwoch 18. November 2015, 07:08

Danke Euch für die Infos.

Den Verdampfungswert der Anlage kenne ich nach dem ersten Kochen natürlich noch nicht, zudem ist mir die Würze auch erst mal ordentlich übergelaufen, natürlich gerade in den fünf Minuten, in denen ich nicht neben dem Kocher stand, das hat mich sicher 1 - 1,5 l gekostet,

Das Messen habe ich in dieser Phase (leider) auch völlig vergessen, beim nächsten Mal wird es definitiv eine ordentliche Checkliste geben, die erstelle ich gerade beim Lesen diverser Threads. Hier ergaben sich jetzt schon wieder neue Fragen für mich:

- Ich hab' permanent mit offenem Deckel gekocht. Entsprechend war das Klima auch bei geöffnetem Kellerfenster eher so, dass ich für das nächste Mal doch lieber auf die Terrasse wechseln würde. Kann man den Deckel drauflassen? Ich hab' gesehen, dass sich innen kleine Löcher und außen eine Art "Lüftungsgitter" befinden, aber eher klein und ich war mir nicht sicher, ob das ausreichend ist, um die gewünschte Menge zu verdampfen.

- Meine Spindel ist auf 20°C eingestellt, beim Läutern dürften irgendwo zwischen 60 - 75 °C vorherrschen. Mir ist bekannt, dass man den Extraktgehalt für andere Temperaturen umrechnen kann, aber funktioniert das bei so großen Differenzen wirklich gut oder ist es ratsamer, eine Probe zu nehmen und diese erst abzukühlen?

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Re: Schwund

#23

Beitrag von maloep » Mittwoch 18. November 2015, 08:11

BlindFish hat geschrieben: Ich hab' permanent mit offenem Deckel gekocht. Entsprechend war das Klima auch bei geöffnetem Kellerfenster eher so, dass ich für das nächste Mal doch lieber auf die Terrasse wechseln würde. Kann man den Deckel drauflassen? Ich hab' gesehen, dass sich innen kleine Löcher und außen eine Art "Lüftungsgitter" befinden, aber eher klein und ich war mir nicht sicher, ob das ausreichend ist, um die gewünschte Menge zu verdampfen.
Deckel drauflassen ist keine gute Idee. Beim Verdampfen werden auch viele ungewünschte Stoffe ausgetrieben, die Dir dann durch das Kondenswasser wieder zurück in die Würze tropfen.

BlindFish hat geschrieben: Meine Spindel ist auf 20°C eingestellt, beim Läutern dürften irgendwo zwischen 60 - 75 °C vorherrschen. Mir ist bekannt, dass man den Extraktgehalt für andere Temperaturen umrechnen kann, aber funktioniert das bei so großen Differenzen wirklich gut oder ist es ratsamer, eine Probe zu nehmen und diese erst abzukühlen?
Es gibt auch extra Läuterspindeln, die sind auf 70°C geeicht. Ich könnte mir auch vorstellen (weiß es aber nicht), dass die Temperaturkorrektur bei so großen Differenzen ungenau wird. Evtl ist die Spindel auch gar nicht für so hohe Temperaturen ausgelegt, d.h., im blödesten Fall geht sie Dir dann in der Würze kaputt. Ich würde mir auf Dauer entweder eine Läuterspindel zulegen oder die Spindelprobe auf 20°C abkühlen. Das geht bei den kleinen Mengen ja halbwegs schnell. Viele hier nutzen auch ein Refraktometer, das ist glaube ich temperaturunabhängig (das ist aber nur Halbwissen, ich habe selbst kein Refraktometer).

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Re: Schwund

#24

Beitrag von BlindFish » Mittwoch 18. November 2015, 11:18

Mit einem Refraktometer kann ich leider nicht arbeiten, aber Spindeln mit 70 Grad-Aichung habe ich schon gesehen. Vorerst werd' ich versuchen, am Brautag ein paar Bechergläser auf Eis zu legen bzw. sie wenigstens im Kühlschrank zu lagern, um die Würze für die Messung schnell auf Zielgemperatur zu haben.

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