Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

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Septa
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Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#1

Beitrag von Septa » Dienstag 22. Dezember 2015, 11:38

Guten Tag,

Ich und meine Kollegen brauen mit einem Braumeister (50l) von Speidel und verwenden zum Hopfenkochen immer nur Pellets. Seit wir brauen haben wir die Pellets immer einfach nach dem Läutern in den Sud geworfen und dann gekocht. Ist dies "falsch" so? Das rausfiltern war nie ein grosses Problem, aber ich Frage mich ob nicht die Qualität darunter leidet. Denn wie ich gesehen habe machen das viele mit Sieb oder Tuch oder so. Kennt jemand den Braumeister von Speidel oder kann mir sonst sagen wie man das am klügsten macht (am besten inkl. Tipps zum rausfiltern)?


Danke schon im voraus für eure Hilfe

BG Heraklit von Septa

HansMeiser
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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#2

Beitrag von HansMeiser » Dienstag 22. Dezember 2015, 11:41

Hallo,

das einpacken wird in der Regel nur gemacht, um das wieder rausfischen zu erleichtern. Wenn du damit keine Probleme hast und das Gerät nichts spezielles erfordert, ist es ganz normal die Pellets einfach in den Sud zu werfen. Das mach ich so und auch jeder im Forum, der sich zum Thema Whirlpool im Forum informiert.

Hans

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cyme
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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#3

Beitrag von cyme » Dienstag 22. Dezember 2015, 12:02

Einfach rein mit den Pellets. Nach dem Hopfenköchen noch mit Filtern zu hantieren halte ich für überflüssig, die Würze muss nicht glasklar sein.

Septa
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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#4

Beitrag von Septa » Dienstag 22. Dezember 2015, 12:05

Das geht ja schnell hier mit Antworten! Danke!

Also ist es auch normal, dass sich an den Heizschlangen eine Kruste bildet (weiss nicht ob dies Proteine vom Malz sind, oder Hopfenresten)?

Btw. Ich bin ganz neu hier, werde aber in Zukunft sicher ziemlich aktiv sein. Wo kann man sich Vorstellen? Ich habe auf die schnelle keinen passenden Ort gefunden.

BG Heraklit von Septa

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cyme
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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#5

Beitrag von cyme » Dienstag 22. Dezember 2015, 12:14

Dafür gibt's ein Unterforum: Vorstellung neuer Brauer

flip
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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#6

Beitrag von flip » Dienstag 22. Dezember 2015, 12:24

Die "Kruste" ist normal, sofern man sie bei der Reinigung mit einem normalen Schwamm entfernen kann. Alles was darüber geht, ist eingebrannt und sollte nicht vorkommen.
Außer du hast ohne Wasser geheizt. Der BM hat keinen Schutz davor (auch der neue nicht?).

Du kannst die Pellets einfach in den BM werfen. habe ich bis gestern auch immer gemacht.
Dann aber darauf achten, dass du nach dem Kochen etwas rascher herunterkühlst. Sonst steigt deine IBU Anzahl durch die unweigerlich verlängerte Nachisomerisierungszeit. Das ist nicht viel, aber so 5 IBU können da locker noch durch entstehen. Filtern ist in der Tat nicht notwendig. Auch wenn man es anfangs nicht glauben mag. Es bietet sich aber an, den Bodensatz durch ein umschauchen in ein anderes Gefäß/Gärfass vor dem abfüllen zu entfernen.

Eine etwas saubere (wenn auch teurere) Variante ist die Gewürzkugel. Die Größe täuscht auf dem Foto, der Durchmesser beträgt ~10cm. Es gehen also ~200g Hopfen in jede Kugel. Diese wird von einigen Mitgliedern hier im Forum erfolgreich eingesetzt und seit gestern auch von mir. :Bigsmile
Dateianhänge
kugel.jpg

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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#7

Beitrag von tauroplu » Dienstag 22. Dezember 2015, 12:35

Hallo, Septa (heißt Du wirklich so?),

willkommen hier im Forum.

Leider kann ich Aussagen wie diese hier: "Ich habe auf die schnelle keinen passenden Ort gefunden." nicht wirklich nachvollziehen. Wozu denn die Eile? In Deinem Thread kann ich nicht erkennen, dass es ein ganz brennendes Problem bei Dir während des Brauens gibt. In der Anmeldemail wird u.a. empfohlen, sich einfach mal die Zeit zu nehmen und sich einen Überblick über die Forenstruktur zu verschaffen. Warum wird das eigentlich so oft nicht getan? Ich verstehe das einfach nicht. Das führt dann u.a. dazu, dass die Moderatoren oft threads hin- und herschieben müssen, damit es in die richtige Kategorie passt.

Also, nimm Dir doch einfach mal die Zeit und stöbere hier ein wenig herum. Als Nebeneffekt stößt man da z.B. recht häufig auf sehr interessante Themen, die einen schon öfter mal beschäftigt haben :Bigsmile
Beste Grüße
Michael michael.plum@arcor.de

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#8

Beitrag von freeflyer201 » Dienstag 22. Dezember 2015, 12:40

Ich denke das man sich keine großen Gedanken um klare Würze machen sollte.
In den USA ist es sehr verbreitet nach dem Hopfenkochen die gesamte Würze ohne Whirlpool und Filter in den Gärtank zu geben. Auf brulosophy wurden zwei Experimente dazu durchgeführt.
Erstaunlicherweise ist der EVG der Biere mit dem Trub höher und sie sind sogar klarer als die Biere ohne Trub. Man macht sich also mehr Arbeit für ein schlechteres Ergebnis!
http://brulosophy.com/2014/06/02/the-gr ... ts-are-in/
http://brulosophy.com/2015/03/22/the-im ... t-results/

Ich hab bei 2 Suden auch ohne Whirlpool und Hopfenfilter einfach alles in den Gärbehälter laufen lassen und konnte keine Unterschiede zu sonst feststellen. Das einzige ist, dass man wohl nicht direkt aus dem Gäreimer abfüllen sollte. Ich mach das zwar bis jetzt immer so, musste aber feststellen dass dadurch dass mehr Bodensatz im Eimer dieser bei den letzten Litern aufgewühlt werden kann. Wenn man aber vorher umschlaucht wie das hier die meisten eh machen (ich dann in Zukunft auch) dürfte das kein Problem sein oder man lebt damit dass einem am Ende ein Liter fehlt. Im Whirlpool bleibt ja schließlich auch einiges hängen.
Gruß
Yannick

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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#9

Beitrag von Fossy » Dienstag 22. Dezember 2015, 13:03

Moin,

nur damit ich mir sicher bin, dass ich das richtig verstanden habe:

Nach dem Kochen einfach umschütten, abkühlen lassen und dann Hefe zugeben? Ohne Whirlpool oder Filtern sprich mitsamt Hopfen, Trub und Irish Moos?

Wird da nicht der restliche Hopfen "ausgelaugt" ... bzw. was ist dann mit Nachisomerierung?

Wenn das so ist, mach ich mir das nächste mal auch viel weniger Stress... :Drink
MfG Flo

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cyme
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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#10

Beitrag von cyme » Dienstag 22. Dezember 2015, 13:11

Fossy hat geschrieben:Nach dem Kochen einfach umschütten, abkühlen lassen und dann Hefe zugeben? Ohne Whirlpool oder Filtern sprich mitsamt Hopfen, Trub und Irish Moos?
Das will ich dir nicht vorschreiben, das musst du selbst entscheiden. Ich mach's mit Whirlpool, aber sonst genau so wie du es beschreibst. Nachdem ich meist Hefe mehrfach verwende, mag ich nicht zu viel Trub in meiner Erntehefe.
Wird da nicht der restliche Hopfen "ausgelaugt" ... bzw. was ist dann mit Nachisomerierung?
Die Nachisomerisierung geht weiter bis die Temperatur unter ~80°C fällt - du kannst natürlich auch aktiv kühlen, dann passiert das nicht.
Wenn das so ist, mach ich mir das nächste mal auch viel weniger Stress... :Drink
Probieren geht über studieren :Wink

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Re: Hopfenkochen mit Pellets: Sieb, Tuch oder in den Sud?

#11

Beitrag von freeflyer201 » Dienstag 22. Dezember 2015, 13:19

Ja einfach alles rein.
Hier das Bild der beiden Würzen:
http://i0.wp.com/brulosophy.com/wp-cont ... _fresh.jpg
Der Trub setzt sich sehr gut mit der Hefe ab.
Geschmacklich macht es wohl schon einen kleinen Unterschied doch bei den Exbeeriments ist das Bier mit Heißtrub besser angekommen als das ohne...
Vielleicht hat hier jemand schon eigene Experimente dazu angestellt. Ich habe leider keine Vergleichswerte. Ich kann nur sagen das die Biere mit Heißtrub die ich gebraut habe beide sehr gelungen sind (und auch sehr klar).
Einen Vergleichtest möchte ich auch mal machen. Das wird aber wohl noch etwas dauern.
Gruß
Yannick

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