Unterschiedliche Kandis Sirup

Antworten
Benutzeravatar
Kellerbraeu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 145
Registriert: Samstag 11. Dezember 2004, 21:09
Kontaktdaten:

Unterschiedliche Kandis Sirup

#1

Beitrag von Kellerbraeu » Mittwoch 30. März 2016, 15:37

Wo liegen die Unterschiede?
(kopiert von Simon http://www.schnapsbrenner.eu)

Candysirup flüssig dunkel 225 EBC
Kandissirup flüssig dunkel
D-90 Premium Candi Syrup® - dunkel nach belgischer Art 460 ML

Außer im Preis!
1. Antwort gebe ich selber... im EBC
und dann...
Unterscheiden sich die Sirups im Trockensubstanzgehalt?
Muss ich daher unterschiedliche Mengen einsetzen?
Wie hoch muss ich den Vergärungsgrad ansetzen? Alle bei 100%?
Oder haben Sie unterschiedlichen TS Gehalte einen Einfluss?

Gibt es Erfahrung?

Grüße Ulf

Benutzeravatar
marsabba
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 988
Registriert: Samstag 8. Oktober 2011, 22:05

Re: Unterschiedliche Kandis Sirup

#2

Beitrag von marsabba » Mittwoch 30. März 2016, 19:50

Hallo,

ich habe mit beiden schon mal gebraut, und kann zumindest eine subjektive Einschätzung geben.
Die D-90 Candi Syrup ist meines Erachtens ein gutes Stück dünner / wässriger als der mit 225 EBC . Wieviel genau ? Keine Ahnung.
Je dunkler der Sirup, desto mehr unvergärbare Anteile enthält er. 100% würde ich nur bei ganz hellen Varianten ansetzen, ansonsten eher 70..80 %
Nachdem man in der Regel aber eh nur so 10 % des Extraktes mit Zucker bestreitet, sollte es egal sein, ob du hier mit 70 oder 90 % rechnest. So genau muss dat nich sein.
Hier behauptet jemand, der Candi Syrup hat 67 % Extraktausbeute.

Grüße
Martin

Benutzeravatar
Kellerbraeu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 145
Registriert: Samstag 11. Dezember 2004, 21:09
Kontaktdaten:

Re: Unterschiedliche Kandis Sirup

#3

Beitrag von Kellerbraeu » Donnerstag 31. März 2016, 20:32

Vielen Dank für Deine Tipps
Bei Castle Malting bin ich weiter gekommen.
Dort wird von 73℅ Total solide gesprochen. Das ist ja Trockensubstanzgehalt. Macht auch Sinn, dass da noch Restfeuchte drin ist, sonst wären es ja auch Kandis und kein Sirup :Bigsmile

Somit kann ich den Sirup auch nicht 1:1 anrechnen!
2 kg auf 100 Liter Würze sind also nicht 2%stammwürze, sondern nur 1,46%

Liege ich da Richtig?

Benutzeravatar
marsabba
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 988
Registriert: Samstag 8. Oktober 2011, 22:05

Re: Unterschiedliche Kandis Sirup

#4

Beitrag von marsabba » Donnerstag 31. März 2016, 21:48

schätze schon.
Wieviel davon jetzt vergärbar ist weisst du aber immer noch nicht.

Martin

Benutzeravatar
ggansde
Moderator
Moderator
Beiträge: 4701
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 17:25
Wohnort: 63110 Rodgau

Re: Unterschiedliche Kandis Sirup

#5

Beitrag von ggansde » Donnerstag 31. März 2016, 22:10

Moin,
für Candi Syrup schaust Du bitte mal auf deren Webseite. Dort stehen alle diese Informationen.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Benutzeravatar
§11
Moderator
Moderator
Beiträge: 3234
Registriert: Freitag 30. Oktober 2015, 09:24

Re: Unterschiedliche Kandis Sirup

#6

Beitrag von §11 » Donnerstag 31. März 2016, 22:14

Das ist auch gar nicht so leicht "theroretisch" zu beantworten. Bei Karamellisieren gibt es einen ganzen Haufen Reaktionen, unter anderm Isomerisierungs- und Polymerisierungsvorgaenge.

D.h. aber in der Theorie auch ich bastle mir unter Umstaenden aus meiner Saccharose (oder aus der Glucose und der Fructose) irgendein Polysaccharid das durch die Hefe so nicht mehr vergaerbar ist. Aber dann muesste es doch unter Umstaenden einen Unterschied machen wann ich den Sirup zugeben, denn (rein theoretisch) kann es ja sein das ich beim Maischen durchaus in der Lage bin diese Polysaccharide wieder in der Hefe zugaengliche Saccharide zu verhackstuecken :Grübel

Da die Reaktionen teilweise noch gar nicht vollstaendig geklaert sind, koennte ich mir auch vorstellen das sich kleinste Abweichungen im Prozess (Temperatur, pH, Zeit,...) auf das Zuckerspektrum und damit auf die Vergaerbarkeit niederschlagen koennen.

Das schreit doch gerade zu nach einer Versuchsreihe, verschiedene Sirupe mit Gaben zum Maischen und nach dem Maischen im Vergleich zu Saccharose. Dann den EVG bestimmen.... :Grübel

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste