Boil Down - Erfahrungswerte?

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dpiet80
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Boil Down - Erfahrungswerte?

#1

Beitrag von dpiet80 » Mittwoch 27. April 2016, 09:48

Guten Morgen in die Runde,

unter anderem durch diesen Thread angeregt

http://hobbybrauer.de/modules.php?name= ... &tid=15126

würde ich gerne ein SMaSH (Single Malt/Single Hop) brauen und einen Teil der Vorderwürze "downboilen". Schüttung 100 % Wiener.

Hat hier jemand Erfahrungswerte, inwiefern sich die angepeilte Stammwürze ungefähr durch das einkochen ändert?

Konkreter gefragt:
Ich plane mein Rezept mit dem kleinen Brauhelfer.
Ausschlagmenge von 20 Litern.
11° Stammwürze
100 % Wiener Malz

3 Liter der Vorderwürze wollte ich gerne zu Sirup einkochen.
Dadurch ändert sich ja meine Ausschlagmenge auf etwas über 17 Liter.

Die fnale Stammwürze ändert sich dann auch, auf grob überschlagen, 20 (l) x 11(°) / 17(l) = 12,9°

Richtig oder totaler Quatsch?

Viele Grüße,

Dominik

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Ladeberger
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Re: Boil Down - Erfahrungswerte?

#2

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 27. April 2016, 10:49

Linear ist der Zusammenhang schon, insofern kannst du bei Kochende einfach die Würzekonzentration messen und dann genau so viel einkochen, wie du für die angepeilte Stammwürze brauchst.

Aber zur genauen Beantwortung musst du erstmal deine Einheiten und Bezeichnungen sortieren. Gerade packst du Vorderwürzemenge und Ausschlagmenge, sowie Vorderwürzekonzentration und Stammwürze in einen Topf. Werden nun 3 l Vorderwürze mit 11 %mas Vorderwürzekonzentration eingekocht oder 3 l der Ausschlagwürze mit 11°P Stammwürze? Und welche Konzentrationen/Volumina haben dann die fehlenden Angaben?

Gruß
Andy

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Re: Boil Down - Erfahrungswerte?

#3

Beitrag von dpiet80 » Mittwoch 27. April 2016, 17:52

Hallo Andy,

ich hab mal korrekturgelesen, aber ich konnte keinen Fehler finden.

Ich zitiere mal Daniel aus dem alten Forum zum Thema "Boil Down":

"Ich habe nach dem Läutern die ersten 7l (bei geplanter Gesamtmenge von 25l) in ein separates Gefäß abgezapft.
Während ich die anderen 18l wie gewohnt gekocht (inkl. Hopfengaben) habe, habe ich die 7l Vorderwürze in der Küche in zwei Töpfen so lange gekocht, bis diese auf ca. 2l geschrumpft sind.
Es entsteht eine dickflüssige Substanz, die dann karamellisiert.
...
Heraus kamen die besagten 2l, die wirklich richtig angenehm, aber intensiv karamellig (vgl. Grafschafter Zuckerrübensirup) schmeckten. Diese habe ich dann die letzten zwei Minuten der Hopfenkochzeit komplett hinzugegeben."

Machen meine Angaben jetzt mehr Sinn?

Viele Grüße,

Dominik

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Re: Boil Down - Erfahrungswerte?

#4

Beitrag von Sura » Mittwoch 27. April 2016, 19:35

Du hast da nur die restliche 17l berücksichtigt. Da fehlt da Volumen des Sirups. Ansonsten ist das ok, da ja nur Wasser verdampft.

Gruß, Kai
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Re: Boil Down - Erfahrungswerte?

#5

Beitrag von dpiet80 » Mittwoch 27. April 2016, 19:43

Hallo Kai,

ja, das stimmt, ich wollte es nur grob überschlagen. Korrekterweise hätte ich also irgendwas um die 17,2 oder 17,5 Liter schreiben sollen, da hast du recht.

Viele Grüße,

Dominik

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Re: Boil Down - Erfahrungswerte?

#6

Beitrag von Sura » Mittwoch 27. April 2016, 20:50

In dem Link steht, das ca. ein viertel der Würze als Volumen bleibt. Ich will ja nicht kleinlich werden, aber wenn du das vorher schon so genau ausrechnen willst.....
Ich finde den Ansatz aber interessant, schreib auf jeden Fall wie es weitergeht!

Gruss,
Kai
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Re: Boil Down - Erfahrungswerte?

#7

Beitrag von dpiet80 » Mittwoch 27. April 2016, 21:15

Naja, genau ausrechnen will ich es nicht, aber vorher ungefähr zu wissen, ob am Ende eher 12 oder eher 15° Stammwürze rauskommen finde ich schon interessant.
Ich glaub, ich hab's jetzt aber soweit, dass mein geplantes Wiener Ale beim Anstellen mit Hefe um die 12,5° haben sollte.

Wie dem auch sei, ich denke ich werd's Freitag mal testen und dann was dazu schreiben.

Dank euch und schöne Grüße,

Dominik

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