Hopfen über Nacht drin lassen

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supertom
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Hopfen über Nacht drin lassen

#1

Beitrag von supertom » Dienstag 31. Mai 2016, 11:46

Hi,
nach ca. 10 Brauversuchen (immer mit sehr trinkbarem Ergebnis) hatten wir versuchsweise bei Abkühlen über Nacht die Hopfensäckchen dringelassen und erst am nächsten Tag vor der Hefengabe rausgezogen (selbstverständlich steril). Grund war der bislang immer etwas zu milde (nicht bitter genug) Geschmack (für die Mädels sehr ok). Ich persönlich würde jetzt sagen - Bier sehr angenehmes Bitteraroma - allerdings für andere Rezepte (hier ein Kellerbier) fast nur über try-and-error zu dimensionieren.

gibts da eine Hilfestellung bzgl. Menge/Zeit- grundsätzlich benötigt man deutlich weniger Hopfen für das Aroma;
klingt für den Profi-Brauer sicherlich furchtbar - hat aber echt geschmeckt - und spart Geld :-)

LG
TOM

El Gordo

Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#2

Beitrag von El Gordo » Dienstag 31. Mai 2016, 11:57

Warum nimmst du nicht einfach mehr Hopfen?

Stefan

Blancblue
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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#3

Beitrag von Blancblue » Dienstag 31. Mai 2016, 12:01

Verstehe die Frage nicht. Klar kann man das machen und ist sicherlich dem Aroma förderlich. Wenn es bitterer werden soll, dann mehr Hopfen dazu und/oder länger kochen. Wenn mehr Aroma, dann bei Kochende noch mehr Hopfen als bisher nehmen.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#4

Beitrag von OS-Schlingel » Dienstag 31. Mai 2016, 12:24

Hallo TOM

schau doch mal unter

http://www.maischemalzundmehr.de
oder
Müggeland Brauerei

Da findest Du Berechnungsmöglichkeiten.
Bei Müggelland kannst Du auch die Hopfenalterung berechnen, so Du diesen auch zur Bitterung haben möchtest.
Ein oder mehrjährige Lagerung bedeuten in jedem Fall Abnahme der Intensität des Hopfens.

Gruß


Stephen
Ein Mann ohne Bier, ist wie ein Rasenmäher ohne Gras (Konfuzius) :Smile

El Gordo

Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#5

Beitrag von El Gordo » Dienstag 31. Mai 2016, 12:46

Die Hopfenalterung berücksichtigen ist gefährlich. Hagen hat da mal ganz schlechte Erfahrungen gemacht.
Das Thema ist ziemlich kompliziert. Man darf das nicht nur an der Alphasäure festmachen, gibt auch noch andere Bitterstoffe im Hopfen. Am besten rechnet man mit der Angabe auf der Packung, auch wenn der Hopfen schon etwas älter ist.

Stefan

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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#6

Beitrag von tauroplu » Dienstag 31. Mai 2016, 14:00

Stefan, genau so mach ich das seit Jahren. Tja, und wenn dann die IBU Werte des jeweiligen Hopfens abgesunken sind, ja mei, dann wird das Bier halt a weng weniger bitter, das kümmert mich nicht.
Ich bin kein Wissenschaftler, ich bin Hobbybrauer. Gibt auch da genug zu beachten und zu berechnen, aber man muss das nicht übertreiben. Keep it stupidly simple...if possible :Bigsmile
Beste Grüße
Michael michael.plum@arcor.de

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#7

Beitrag von supertom » Mittwoch 1. Juni 2016, 14:30

Hi,

danke für die Antworten/Kommentare
grundsätzlich sehe ich es genau wie tauroplu
bin kein Wissenschaftler - soll schmecken - und ungefähr die Richtung treffen (wir haben schon mal 20l "Reste" gebraut - einfach genial - leider nicht wiederholbar)

Der Hauptgrund für die Frage war einfach - weniger Hopfen - gleiches Ergebnis - BILLIGER

that's it
nochmal Danke - eine Superplattform hier

:Bigsmile

El Gordo

Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#8

Beitrag von El Gordo » Mittwoch 1. Juni 2016, 14:37

Billiges Bier gibt´s im Supermarkt :Greets

Stefan

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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#9

Beitrag von supertom » Mittwoch 1. Juni 2016, 15:03

. . . genau die Antwort fehlte noch - danke

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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#10

Beitrag von Scarabeo » Mittwoch 1. Juni 2016, 15:22

supertom hat geschrieben:Hi,

(wir haben schon mal 20l "Reste" gebraut - einfach genial - leider nicht wiederholbar)

:Bigsmile
Moin,
ist das nicht gerade das tolle am Hobby Brauen? Ich will überhaupt nicht immer das selbe Bier brauen. Viel spannender ist es doch das man immer wieder ander Geschmackserlebnisse hat. Und wenn mal ein Sud besonders gelungen ist kann man den nächsten Sud ja in die gleiche Richtung brauen und sich nicht stur an ein Rezept halten. Für mich sind Rezepte nicht bindent sondern Richtungweisend.

By the Way. Sooo teuer ist Hopfen nicht das man daran sparen muß. Wir geben für unsere Hobbys so wie so schon genug Geld aus, da braucht man die paar Cent für ein wenig mehr Hopfen auch nicht einsparen.
Ist meine Meinung.
Scarabeo
der im wahren Leben Norbert gerufen wird.

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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#11

Beitrag von AndreasMueller » Mittwoch 1. Juni 2016, 17:41

Ich hatte mal aus Unfähigkeit in Kombination mit zu viel Alkohol im Blut den Whirlpool vergessen und die ganze Suppe so vergärt und später abgefüllt. Aus einem Lager wurde etwas änliches wie ein trübes Pils.
Vielleicht hilft dir das...

supertom
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Re: Hopfen über Nacht drin lassen

#12

Beitrag von supertom » Donnerstag 2. Juni 2016, 10:37

Hi,
danke nochmal für die ganzen Tips - der Rechner von Maischemalzundmehr ist absolut TOP - genau das habe ich gesucht;
man kann relativ genau ausrechnen wieviel zusätzliche IBUS rauskommen, wenn man den Hopfen beim Abkühlen drin lässt

Prost
TOM

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