Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

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Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#1

Beitrag von Dekonstruktivist » Samstag 25. Juni 2016, 21:00

Hallo Leute,

mein Silvercrest ist gerade beim Hopfenkochen (nach 10min wallend kochen) durchgebrannt. Ist ungefähr der 20. Einsatz, ich muss aber zugeben dass ich ihn allen Warnungen zum trotz mit einer Überbrückung "getuned" habe. Egal, jetzt steckt noch ein Tauchsieder drin (1000 Watt) und hält die Temperatur auf 95-96 Grad. Kurze Frage: einfach 80 min weiterkochen lassen als ob nichts gewesen ist und hoffen das kein DMS reinkommt? Wallend ist hier ja nichts mehr...

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#2

Beitrag von Brauwolf » Samstag 25. Juni 2016, 21:10

Mach dir keinen Kopp, DMS wird überbewertet. 93°C reichen zur Isomerisierung des Hopfens und die hast du ja.

Cheers, Ruthard
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#3

Beitrag von Dekonstruktivist » Samstag 25. Juni 2016, 21:13

Ok, danke fürs Mut machen! Das Bier ist fürs Schmöckwitzer geplant, dann hoffe ich das alles gut geht. Ich brings mit wenns trinkbar ist...
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#4

Beitrag von Brauwolf » Samstag 25. Juni 2016, 21:51

Dekonstruktivist hat geschrieben:Ich brings mit wenns trinkbar ist...
Bringe es auf jeden Fall mit, schon um zu belegen, dass meine Aussage zum DMS richtig ist.

Cheers, Ruthard
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#5

Beitrag von liuto » Samstag 25. Juni 2016, 22:02

Dekonstruktivist, würdest du mir einen Link zur Überbrückung geben, bitte. Ich habe den Profi Cook, und der schaltet mir zu früh ab.

Ist das DIng wirklich durchgebrannt oder hat nur die Thermosicherung ausgelöst? Wenn man das richtig liest, ist das eine vorerst finale Abschaltung, die man aber für ca. drei Euro bei 1-2-3 reparieren kann. Vielleicht gibt es die auch auch ein paar Grad höher, ich kann das noch nicht einschätzen.

Gruß liuto

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#6

Beitrag von Dekonstruktivist » Samstag 25. Juni 2016, 22:17

@ Brauwolf: werde ich auf jeden Fall machen.

@ Iluto: werde den Kocher sowieso nochmal aufmachen und genau das überprüfen. Ich denke auch nicht das es sich um das finale grande des Silvercrest handelt. Ich habe damals die Überbrückung mittels dieser Anleitung gemacht: http://hobbybrauer.de/modules.php?name= ... &tid=19127
Aber Vorsicht! Umbau auf eigene Gefahr.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#7

Beitrag von Ursus007 » Sonntag 26. Juni 2016, 00:10

Hatte ich auch beim vorletzten Sud (ich berichtete im Rahmen der blödsten Fehler).

Bei mir war nur ein Flachstecher ab und das Maischen ging nach der Reparatur mit 15Min. Verspätung weiter. Hab aber keine Überbrückung.

Ich hoffe für Dich, dass es nur ein kleiner und schnell behebbarer Ausfall ist.

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#8

Beitrag von Dekonstruktivist » Sonntag 26. Juni 2016, 12:35

Also, gerade den Topf aufgeschraubt. Die Glassicherung ist es nicht, die habe ich geprüft. Ein Kabel war etwas geschmolzen, das habe ich mit Lötkolben und Schrumpfschlauch geflickt. Aber sonst konnte ich nichts finden. Funktionieren tut er aber immer noch nicht. Vlt. liegt der Defekt auch auf der Platine hinter dem Display, die habe ich bisher noch nicht heraus bekommen.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#9

Beitrag von rmax » Montag 27. Juni 2016, 09:40

Von wo nach wo führt denn das geschmolzene Kabel und hast Du mal den Widerstand an der Heizspirale gemessen?

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#10

Beitrag von Flothe » Montag 27. Juni 2016, 09:55

liuto hat geschrieben:Dekonstruktivist, würdest du mir einen Link zur Überbrückung geben, bitte. Ich habe den Profi Cook, und der schaltet mir zu früh ab.
Ernsthaft? In einem Thread, in dem es darum geht, dass der Einkocher - vermutlich wegen dieser Modifikation - durchgebrannt ist, fragst du nach der Anleitung für eben diese Überbrückung?

Spätestens seit rasgekommen ist, dass im Gerät ein angeschmortes Kabel war, würde ich da aber wärmstens von abraten.
Ebenso würde ich dazu raten das defekte Gerät umgehen zu entsorgen und in einen Einkocher oder eine andere Anlage zu investieren, die den Anforderungen ohne Pfuscherei gerecht wird.

LG Florian

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#11

Beitrag von Dekonstruktivist » Montag 27. Juni 2016, 10:00

Das Kabel war nicht wirklich angeschmort, es war nur etwas deformiert. Dunkle Brandstellen hatte es jedenfalls nicht. Ob und wo es Kontakt hatte kann ich nicht nachvollziehen, es war gut mit Kabelbindern am Boden befestigt und gehörte zur Überbrückung. Ich habe die Kabel durch Silikon-Ummantelte ausgetauscht.

Den Widerstand an der Heizspirale habe ich nicht gemessen, ich habe nur die Sicherungen gecheckt. Ein Fachmann kommt hier bestimmt weiter, ich leider nicht. Meine Fähigkeiten mit dem Multimeter sind begrenzt, weswegen ich mir einen Proficook bestellt habe.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#12

Beitrag von rmax » Montag 27. Juni 2016, 10:48

Das durchmessen der Heizspirale ist nicht viel schwieriger als die Durchgangsmessungen, die Du schon gemacht hast: Du stellst das Multimeter auf Widerstandsmessung (meist mit einem Omega-Symbol markiert) und hältst bei nicht eingestecktem Kocher die beiden Meßspitzen an die Enden der Heizspirale. Wird ein Widerstandswert von 30 Ohm oder weniger angezeigt, ist die Heizspirale OK. Wird ein wesentlich größerer Widerstand angezeigt oder die Anzeige ändert sich beim Dranhalten gar nicht, ist die Heizung durchgebrannt.

@Flothe: Der Silvercrest scheint von Hause aus eine Schwachstelle zu haben, meines Wissens sind auch schon ettliche Geräte kaputt gegangen, die nicht manipuliert waren, andere laufen auch nach dem Umbau einwandfrei weiter. Deshalb besteht nicht unbedingt ein Zusammenhang zwischen dem Umbau und dem Defekt bei Dekonstruktivist.

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#13

Beitrag von philipp » Montag 27. Juni 2016, 11:33

Es gibt neben der elektrischen Sicherung AFAIR auch noch eine Thermosicherung, die verhindern soll, dass ein leerer Topf in Flammen aufgeht. Daher würde ich auf alle Fälle nicht nur an der Spirale, sondern auch an den Anschlüssel der Platine (von dort aus gehts erst zur Thermosicherung und dann zur Spirale) messen.

Ansonsten ist mir ein Rätsel, wie du dir den Umbau zutrauen konntest, wenn du keinen Widerstand messen kannst. Da können wir froh sein, dass sich das Gerät auf funktionsuntüchtig gestellt hat und nicht in Flammen aufging.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#14

Beitrag von rmax » Montag 27. Juni 2016, 14:44

Die OT-Diskussion um die mögliche Modifikation des Temperatursensors wird hier weitergeführt.

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#15

Beitrag von Dekonstruktivist » Montag 27. Juni 2016, 17:23

@rmax: Danke für das Aufteilen des Threads!

An Philipp: Ich habe in der Tat schon viel gelötet und in dem Bereich so einiges gemacht. Der Umbau war auch kein Problem und hat super geklappt, es gab bisher nur noch nie den Fall etwas mit nem Multimeter durchzumessen. Das Eine hat mit dem Anderen zwar für den gelernten Handwerker zutun, doch da bisher noch nie etwas in dem Zustand war das ich es durchmessen musste, habe ich mich damit nicht auseinandergesetzt. Natürlich kann ich den Widerstand messen, wenn ich Lust drauf habe. Hatte ich aber noch nicht, werde mich jetzt aber mit dem Multimeter auseinandersetzen, da ich mir doch nochmal die Heizspirale anschauen möchte. Es nagt schon etwas nicht zu wissen wo der Fehler liegt.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#16

Beitrag von hirsch » Montag 27. Juni 2016, 20:45

Hallo Miteinander,

habe meinen Silvercrest ebenfalls zwecks Dauerbefeuerung überbrückt und auch bei mir ist die Kiste daraufhin irgendwann "durchgebrannt" (Bier war trotzdem wunderbar). Die Ursache ist recht trivial: Es gibt zwei (!) Thermosicherungen in der Mitte der Heizplatte (mehr Aufschluss hierzu gibt eine Google Suche mit den Stichworten SEFUSE oder NEC Thermosicherung. Wenn eine davon schmilzt ist die Kiste aus. Wer die Sicherungen entfernt/überbrückt hat einen Silvercrest, der quasi unkaputtbar ist, solange während des Betriebes Wasser im Kessel ist. Nachmachen auf eigene Gefahr.

Viele Grüße

Christian

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#17

Beitrag von philipp » Dienstag 28. Juni 2016, 08:19

Dekonstruktivist hat geschrieben: An Philipp: Ich habe in der Tat schon viel gelötet und in dem Bereich so einiges gemacht. Der Umbau war auch kein Problem und hat super geklappt, es gab bisher nur noch nie den Fall etwas mit nem Multimeter durchzumessen.
Nimms mir nicht übel. Ich hatte die erste Umbauanleitung gepostet mit klaren Warnhinweisen und trotzdem seltsame PMs bekommen - inklusive "an welches Kabel soll ich das jetzt dran machen, da sind so viele". Weil das hier keine Arduino-5V-Schaltung, sondern eine Schaltung an 230V knapp unter 2,2kW Heizleistung ist und man zwangsläufig eine Sicherung überbrückt (die Software hat eine Routine zu erkennen, ob genügend Wasser im Topf ist und schaltet dann sofort ab) bin ich sehr vorsichtig und weise immer bei dem Thema darauf hin, dass nur Personen mit hinreichender Sachkunde den Umbau vornehmen sollten.

Deinen Hinweis, dass du schon viel Elektronik gelötet hast, aber bisher noch nie mit deinem Multimeter einen Widerstand (oder auf Durchgang) gemessen hast, nehme ich mal neutral so hin. Eigentlich sollte man, gerade bei solchen Umbauten, immer kurz den richtigen Anschluss durchmessen.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#18

Beitrag von philipp » Dienstag 28. Juni 2016, 08:25

hirsch hat geschrieben:. Wenn eine davon schmilzt ist die Kiste aus. Wer die Sicherungen entfernt/überbrückt hat einen Silvercrest, der quasi unkaputtbar ist, solange während des Betriebes Wasser im Kessel ist. Nachmachen auf eigene Gefahr.
Du meinst sicher, dass man, sollte eine Sicherung ausgelöst haben, diese durch eine neue ersetzt.

Alter, Leute! Bisher habe ich nur von abgebrannten Brau-Hütten (im Schrebergarten, also auch schon mehrere Tausend Euro Verlust) gehört, aber der ein oder andere wird doch sicher auch im Haus brauen. Es reicht, wenn ihr den Topf leer schüttet und dann mit dem Gärfass nach draußen oder ins Bad zum kühlen geht - bei Rückkehr brennt schon eure Küche.

Die Versicherung wird sich dann auch bei euch melden, wenn die Brandgutachter den Topf als Quelle des Unheils ausmachen konnten.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#19

Beitrag von Bitter » Dienstag 28. Juni 2016, 09:50

Guten Morgen, Bastler und Hobbybrauer,

ich verfolge diesen und andere, ähnliche Threads, schon eine ganze Weile. Ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, dass es eigentlich unverantwortlich ist im Forum Umauanleitungen zu diskutieren und auch noch konkrete Ratschläge für deren Umsetzung zu veröffentlichen, die eine Gefahr für Leib und Leben nicht nur der Hobbybrauer selbst sondern auch für andere Unbeteiligte darstellen. Ich meine konkret nur die Ausserfunktionsnahme von essentiellen Sicherheitsmechanismen von z.B. Thermosicherungen und nicht die Verbesserung technischer Eigenschaften eines Gerätes.Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob derjenige Fachmann ist oder nicht, ein unkonzentrierter Augenblick kann verheerende Folgen haben.

Mit nachdenklichem Gruß

Lothar

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#20

Beitrag von diapolo » Dienstag 28. Juni 2016, 10:02

Hallo Lothar,
genau dieses versuche ich die ganze Zeit zu postulieren.
Anstatt Verständnis für die Gefahr zu entwickeln werde ich angepflaumt.
Ich finde es auch unverantwortlich, dass hier viele ohne fachliche Ausbildung an Geräten "rumschrauben" oder Schaltungen aufbauen, welche nicht mit Schutzkleinspannung betrieben werden und diese dann "freudestrahlend" zu präsentieren. Man weisst auf die Gefahren hin und stösst dann auf Unverständnis.
Ich bin es aber langsam leid immer etwas dazu zu schreiben, die werden es schon richtig machen oder eben halt auch net....

mfg

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#21

Beitrag von uli74 » Dienstag 28. Juni 2016, 13:37

Mein Silvercrest hat auch den Betrieb eingestellt. Zum Öffnen muss man die Schrauben auf der Unterseite lösen, soweit ist mir das kla. Nur: Wie krieg ich den Kunststoffunterbau dann ab? Drücken/ziehen hat bei mir nicht genützt und ich würde mir die Innereien schon gerne mal ansehen, vor allem auch um zu sehen was denn genau an dem guten Stück kaputt ist.

Was muss ich tun um den Unterbau vom eigentlichen Topf zu lösen?
Gruss

Uli

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#22

Beitrag von rmax » Dienstag 28. Juni 2016, 13:50

Schau nochmal nach, ob Du nicht eine Schraube übersehen hast. Soweit ich mich erinnere, kann man den Sockel einfach anheben, wenn alle Schrauben draußen sind. Allerdings sind die Kabel zwischen dem Sockel und den Einbauten am Topfboden recht kurz, deshalb kann man den Sockel nur etwas zur Seite kippen aber nicht komplett abnehmen.

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#23

Beitrag von ggansde » Dienstag 28. Juni 2016, 14:13

Moin,
ich hatte irgendwo einmal gelesen, dass unter einem der Gummifüsschen noch eine Schraube säße.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#24

Beitrag von philipp » Dienstag 28. Juni 2016, 14:52

uli74 hat geschrieben:Mein Silvercrest hat auch den Betrieb eingestellt. Zum Öffnen muss man die Schrauben auf der Unterseite lösen, soweit ist mir das kla. Nur: Wie krieg ich den Kunststoffunterbau dann ab? Drücken/ziehen hat bei mir nicht genützt und ich würde mir die Innereien schon gerne mal ansehen, vor allem auch um zu sehen was denn genau an dem guten Stück kaputt ist.
Es kann sein, dass da noch ein Haken ist.

Hier die Bilder mit farblichen Markierungen der Schrauben. Das betrifft allerdings nicht die aktuellste Version, könnte aber dennoch passen:
http://hobbybrauer.de/modules.php?name= ... &tid=14588
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#25

Beitrag von Spasskrapfen1 » Dienstag 28. Juni 2016, 16:49

Bitter hat geschrieben:Guten Morgen, Bastler und Hobbybrauer,

ich verfolge diesen und andere, ähnliche Threads, schon eine ganze Weile. Ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, dass es eigentlich unverantwortlich ist im Forum Umauanleitungen zu diskutieren und auch noch konkrete Ratschläge für deren Umsetzung zu veröffentlichen, die eine Gefahr für Leib und Leben nicht nur der Hobbybrauer selbst sondern auch für andere Unbeteiligte darstellen. Ich meine konkret nur die Ausserfunktionsnahme von essentiellen Sicherheitsmechanismen von z.B. Thermosicherungen und nicht die Verbesserung technischer Eigenschaften eines Gerätes.Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob derjenige Fachmann ist oder nicht, ein unkonzentrierter Augenblick kann verheerende Folgen haben.

Mit nachdenklichem Gruß

Lothar
Sehr schön, Lothar.

Ein Fachmann würde niemals eine Sicherheitseinrichtung ausser Betrieb nehmen (ausser er arbeitet gerade daran). Ein Fachmann würde in dem Fall den Leitungsquerschnitt vergrößern, andere Kondensatoren einbauen und die Thermosicherung einen Tick träger wählen. Dann ist die Schutzeinrichtung immer noch vorhanden, löst aber später aus.

Im übrigen gibt es eine Prüfvorschrift, ich glaube es ist die BGV-A2 oder BGV-A3 die deutlich die Prüfkriterien beschreibt.

Im übrigen hoffe ich, dass keiner dieser umgebauten Töpfe jemals wieder verkauft werden
Liebe Grüße Robert

Extra Bavariam, non est vita, et si vita, non est ita.

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#26

Beitrag von philipp » Dienstag 28. Juni 2016, 21:28

Spasskrapfen1 hat geschrieben:Ein Fachmann würde niemals eine Sicherheitseinrichtung ausser Betrieb nehmen (ausser er arbeitet gerade daran). Ein Fachmann würde in dem Fall den Leitungsquerschnitt vergrößern, andere Kondensatoren einbauen und die Thermosicherung einen Tick träger wählen. Dann ist die Schutzeinrichtung immer noch vorhanden, löst aber später aus.
Ähm, ich glaube die Thermosicherung löst bei 120 oder 140°C am Topfboden aus. Wenn man den crest nicht gerade zu einer Fritteuse umbauen wollte, kann das eigentlich nur auftreten, wenn man das Wasser vergessen hat.

Da hilft dir eine trägere Sicherung auch nicht weiter.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#27

Beitrag von Bitter » Mittwoch 29. Juni 2016, 08:32

Hallo philipp,
Ähm, ich glaube die Thermosicherung löst bei 120 oder 140°C am Topfboden aus. Wenn man den crest nicht gerade zu einer Fritteuse umbauen wollte, kann das eigentlich nur auftreten, wenn man das Wasser vergessen hat.
Genau dafür ist die ja auch gedacht, wenn der Kessel trocken läuft oder man das Wasser vergessen hat. Ich bin im Übrigen ein eifriger Verfechter von Murphy´s Law, deshalb: "Alles was schief gehen kann, geht irgendwann auch mal schief". Schon deswegen, Finger weg von Umbauten an sicherheitsrelevanten Einrichtungen.

Gruß Lothar

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#28

Beitrag von diapolo » Mittwoch 29. Juni 2016, 09:08

Spasskrapfen1 hat geschrieben:
Im übrigen gibt es eine Prüfvorschrift, ich glaube es ist die BGV-A2 oder BGV-A3 die deutlich die Prüfkriterien beschreibt.
Hi beide Vorschriften sind veraltet seit letztem Jahr heisst die Vorschrift DGUV Vorschrift 3.
Die Beschreibt nur die Prüfung des Gerätes zur Sicherheit des Anwenders. Hat nichts mit internen Sicherheitskreisen zu tun. Sowas regelt im Normalfall die Maschinenrichtlinie bzw. andere Regelwerke (z.B. VDE 0100).
Hierfür gibt es dann die CE Konformitätserklärung, diese bestätigt die Einhaltung der aktuellen (beim Kauf) geltenden Normen.

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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#29

Beitrag von dirk02 » Mittwoch 29. Juni 2016, 12:49

Beim Klarstein Biggie sind offenbar zwei Thermo-Sicherungen verbaut. Zum einen ist einen Thermosicherung auf Bimetallbasis eingebaut, also reversibel. Sie löst aus meiner Sicht zu früh aus und ist für das 'Takten' beim Hopfenkochen verantwortlich. Sie ist direkt auf das Heizelement aufgeschraubt.

Als zweite Absicherung ist eine irreversible Thermosicherung (SEFUSE) verbaut, die verhindert, dass ein Elektrogerät aufgrund von Überhitzung in Brand gerät. Diese gibt es in verschiedenen Temperaturbereichen. Diese Sicherung ist mit in dem Halter für den Temperaturfühler des Thermostats angebracht.

Warum man dort zwei Sicherungen eingebaut hat ist mir nicht verständlich. Traut man dem Bimetall nicht ganz?


Edit: irreversible Termosicherung um Bezeichnung SEFUSE erweitert. Interpunktion verbessert.
Zuletzt geändert von dirk02 am Mittwoch 29. Juni 2016, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#30

Beitrag von Dekonstruktivist » Mittwoch 29. Juni 2016, 13:17

Hallo! Ich wollte mich auch noch mal dazu melden. Die Sicherungen sind noch intakt, die Heizspirale auch. Ich werde den Topf nun entsorgen, da ich den Fehler nicht finden kann. Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und kann und möchte die Möglichkeit eines Brands durch meine Frickelei nicht verantworten.

Zum Öffnen: Alle 4 Gumminippel am Boden des SIlvercrest raushebeln und dann die Schrauben herausdrehen. Mehr hält den Boden nicht fest.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#31

Beitrag von dirk02 » Mittwoch 29. Juni 2016, 15:04

Evtl könnte man mit dem Kocher noch zu einem Repair-Cafe gehen. Da sollte dann auch Leute mit der entsprechenden Sachkunde helfen können.
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Re: Silvercrest nach 10min Hopfenkochen durchgebrannt

#32

Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 29. Juni 2016, 15:19

philipp hat geschrieben:Ähm, ich glaube die Thermosicherung löst bei 120 oder 140°C am Topfboden aus. Wenn man den crest nicht gerade zu einer Fritteuse umbauen wollte, kann das eigentlich nur auftreten, wenn man das Wasser vergessen hat.
Nicht nur! Ich hatte mal, um den SC zu sterilisieren (also quasi mit Wasserdampf auszukochen) nur ca. 2 Liter Wasser eingefüllt (Sensor im Topf war vollständig unter Wasser) und begann zu heizen. Bei 50°C kam nach ganz kurzer Zeit schon das Warn-Gepiepse, dass kein Wasser drin sei.

Ich vermute schwer, wenn die "Intelligenz" in dem Gerät feststellt, dass die Sensortemperatur zu schnell steigt (was bei einer geringen zu heizenden Menge bzw. im Extremfall gänzlich ohne Flüssigkeit ja der Fall ist), dass da schon die Warnung kommt. Und ich gehe auch mal vom Abschalten aus.

Also ich manipulier an meinem Darth Vader nicht rum ...

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