Vorschlag für ein Weihnachtsbier

Fragen und Diskussion rund um Rezepturen.
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Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#1

Beitrag von bbkhacki » Dienstag 3. Oktober 2017, 18:06

Hallo zusammen,

nachdem mein erster Sud mit dem Grainfather super geworden ist, habe ich mir überlegt ein Weihnachtsbier zu brauen. Dieses soll großenteils in der Familie und im Freundeskreis zur Weihnachtszeit verschenkt werden.

Als Rezept habe ich mir das " Sternenglanz" von MMuM ausgesucht.

Hat das schon jemand gebraut und kann mir weiterhelfen? Mein nächster Brautag ist am 21.10. geplant. Rechne ich mit zwei Wochen Hauptgärung, so würde das Bier bis Weihnachten ca. 7 Woche in der Flasche nachgären. Passt das so?

Im Rezept ist die Rede von frischen Orangenschalen. Kann ich hier auch getrocknete verwenden? Vielleicht hat schon jemand beide Varianten ausprobiert und kann mir hier einen Tipp geben? Wie würdet ihr denn dann die Menge umrechnen (frisch zu getrocknete Schale)?


Danke & Grüße
Felix
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#2

Beitrag von bbkhacki » Montag 9. Oktober 2017, 16:40

Nachdem ich mich wegen der Gewürze im Bier ein bisschen informiert habe, bin ich doch von oben genannten Rezept abgewichen.

Wie in einem anderen Thread gelesen, sollte auf Grund der "kurzen Zeit" bis Weihnachten die Wahl geschickt getroffen werden, da ansonsten ein unrundes und kantiges Bier an Weihnachten verschenkt wird...

Mein derzeitiger Favorit ist ein Stout nach folgenden Rezept:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... torha1=9.4

Pilsener: 2.94 kg (58.3%)
Münchner: 490 g (9.7%)
Weizenmalz: 490 g (9.7%)
Gerstenflocken: 490 g (9.7%)
Röstgerste (ungeschrotet): 490 g (9.7%)
Sauermalz: 150 g (2.9%)

Gibt es hier Erfahrung und Tipps für das Rezept?

Kann die gewählte Hefe durch eine "Danstar Nottingham Ale" ersetzt werden? Hier hätte ich noch Päckchen bei mir, welches ich gerne verwenden würde.
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#3

Beitrag von Xacobator » Montag 9. Oktober 2017, 19:05

Ich hatte mal dieses Stout gebraut: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... absteigend und mit der Nottingham vergoren, was m.E.sehr gut gepasst hat.
Vorsichtig wäre ich bei der pauschalen Berücksichtigung von Sauermalz. Wenn dein Wasser es nicht unbedingt benötigt, würde ich verzichten.
Viele Grüße
Daniel

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#4

Beitrag von klostersander » Montag 9. Oktober 2017, 20:08

Ich hatte dieses einmal zu Weihnachten gebraut.

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Gruß Matze

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#5

Beitrag von rayman » Montag 9. Oktober 2017, 20:36

Die 1007er kann aber auch etwas Lagerzeit gebrauchen. So war es zumindest bei meinem Altbier...

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#6

Beitrag von klostersander » Dienstag 10. Oktober 2017, 09:46

Ja, das sehe ich auch so. Je länger ich es lagerte umso besser wurde es.

Ich habe noch ein 9 Liter Keg in der Lagerung. Gebraut wurde das Bier im Oktober 2014! Mal sehen was nach der langen Lagerung mit dem Bier passiert ist.

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#7

Beitrag von bbkhacki » Mittwoch 11. Oktober 2017, 08:37

Vielen Dank für die Tipps und Vorschläge! :)

Ich habe mich nach zusätzlicher Recherche im Forum für das Winterbier von Phex entschieden: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... griff=phex

Hoffentlich kommt hier bis Weihnachten noch ein leckeres trinkbare Bier raus. Meint ihr die Zeit ist hierfür zu knapp oder geht das noch gut? :)
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#8

Beitrag von s3b0 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 14:51

Faustformel aus dem Lehrbuch Brauer und Mälzer:

>> Je °P Stammwürze ist eine Woche Reifezeit zu empfehlen.

Ich hätt Dir das Dark Impact empfohlen - aber in dieser Zeitspanne unmöglich.

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#9

Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 15:11

s3b0 hat geschrieben:
Mittwoch 11. Oktober 2017, 14:51
Faustformel aus dem Lehrbuch Brauer und Mälzer:

>> Je °P Stammwürze ist eine Woche Reifezeit zu empfehlen.

Ich hätt Dir das Dark Impact empfohlen - aber in dieser Zeitspanne unmöglich.
Das ist aber wirklich nur 'ne Faustformel. Kommt immer auch auf die Hefe, den Hopfen, dessen Menge und auch die Gär- und Reifetemperatur an. Und wahrsch. noch diverse weniger bedeutende Parameter.

Mein Dark Impact war über ein Jahr nach Abfüllung zu hopfenbetont, bis es jetzt nach fast 21/2 Jahren genial, rund und ausgewogen ist. Aber leider auch rar, nur noch 5 Flaschen übrig ...

Aber klar, ein nicht allzu starkes oder extrem gehopftes oder gewürztes Bier bekommst Du gerade noch so zu Weihnachten hin.
Bei mir gärt fürs W-Fest gerade ein ganz normales Stout.

Ursus
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#10

Beitrag von NiCoSt » Mittwoch 11. Oktober 2017, 19:31

Zur Not halt auf nen Weizenbock ausweichen. Dafür reichts noch allemal.

NiCoSt,
der sein Weihnachtsbier voraussichtlich am Sonntag in die Reife schickt
~~~Bier wird's immer!~~~
~~~Der Brauer macht die Würze, die Hefe macht das Bier~~~

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#11

Beitrag von Doemensianer » Donnerstag 12. Oktober 2017, 13:59

Bei mir wird`s ein Untersee-Bomber :Shocked

am 25. Okt. wird gebraut

3kg Pilsner
2kg Cara
250gr Röstmalz
500gr Zuckercouleur selbergebrannt und mit Zitronensaft katalysiert

14.5% Stammwürze
24 Bittereinheiten, Hallertauer Northbrewer

gären und reifen im 20Liter Container
untergärig mit der Hürlimann-Hefe
beim Abfüllen in 2 Literflaschen wird mit selbstgebranntem Whiskey auf 10 vol% hochgebüxt
:Drink

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#12

Beitrag von NiCoSt » Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:11

Uhhhh das klingt schon nach Sibirischen Winter.
Aber ist da 25. Oktober nicht wirklich zu spät? Aus mehr als 3...5 Wochen Reife kommst du da nicht.
~~~Bier wird's immer!~~~
~~~Der Brauer macht die Würze, die Hefe macht das Bier~~~

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#13

Beitrag von Mjoelnir » Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:17

NiCoSt hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:11
Aber ist da 25. Oktober nicht wirklich zu spät? Aus mehr als 3...5 Wochen Reife kommst du da nicht.
Einfach eine Turboreifung in der Sauna.
6 Monate bei 4 °C oder halt 1 Woche bei 120 °C :Bigsmile
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#14

Beitrag von Doemensianer » Donnerstag 12. Oktober 2017, 22:16

NiCoSt hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:11
Uhhhh das klingt schon nach Sibirischen Winter.
Aber ist da 25. Oktober nicht wirklich zu spät? Aus mehr als 3...5 Wochen Reife kommst du da nicht.
mit 8 wochen komme ich schon dahin
die Bittere aus dem gebrannten Zucker und der Whiskey regeln das :Bigsmile
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#15

Beitrag von bbkhacki » Dienstag 17. Oktober 2017, 07:36

Also die Wahl ist getroffen und der Malz ist schon bestellt für das phex Winterbier.
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... griff=phex

Jetzt stellt sich mir nur die Frage welche Art von Bier dem phex Winterbier am nächsten kommt. Irgendwie muss ich das Wasser ja aufbereiten und hierfür benötige ich eine "Ziel-Biersorte" auf die ich die Wasserparameter tune. Ich würde hier wahrscheinlich auf die Wasserwerte für ein Dunkelbier setzen, oder ist das weit daneben?
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#16

Beitrag von Bierjunge » Dienstag 17. Oktober 2017, 10:57

bbkhacki hat geschrieben:
Dienstag 17. Oktober 2017, 07:36
Also die Wahl ist getroffen und der Malz ist schon bestellt für das phex Winterbier.
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... griff=phex

Jetzt stellt sich mir nur die Frage welche Art von Bier dem phex Winterbier am nächsten kommt. Irgendwie muss ich das Wasser ja aufbereiten und hierfür benötige ich eine "Ziel-Biersorte" auf die ich die Wasserparameter tune. Ich würde hier wahrscheinlich auf die Wasserwerte für ein Dunkelbier setzen, oder ist das weit daneben?
Sollte passen.
Nachdem Du mit 33% MüMa und 12% Mela berits einiges an aziditätsfördernden Malzen an Bord hast, wage ich die Mutmaßung, dass Du selbst bei Deinem relativ alkalischen Augsburger Wasser (RA=9,4°dH, oder?) und der ausgewogenen Hopfung (von ungefähr der doppelten Stammwürze) wahrscheinlich gar nicht groß etwas am Wasser wirst verändern müssen.

Moritz

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#17

Beitrag von bbkhacki » Dienstag 17. Oktober 2017, 13:31

Bierjunge hat geschrieben:
Dienstag 17. Oktober 2017, 10:57
Sollte passen.
Nachdem Du mit 33% MüMa und 12% Mela berits einiges an aziditätsfördernden Malzen an Bord hast, wage ich die Mutmaßung, dass Du selbst bei Deinem relativ alkalischen Augsburger Wasser (RA=9,4°dH, oder?) und der ausgewogenen Hopfung (von ungefähr der doppelten Stammwürze) wahrscheinlich gar nicht groß etwas am Wasser wirst verändern müssen.

Moritz
Hallo Moritz,

vielen Dank für deine Tipps. :)
Kann ich die Auswirkungen von MüMa und Melanoidinmalz auf das Wasser berechnen? Bestimmt ist das doch näherungsweise irgendwie möglich, aber leider fehlt mir hier wahrscheinlich die notwendige Literatur. Alle auffindbaren Brauwasser-Rechner bieten, wenn überhaupt, nur die Möglichkeit einen Sauermalzanteil der Schüttung zu berücksichtigen.

Anbei mal ein Vorschlag zur Wasseraufbereitung. Ich würde die RA etwas nach unten bringen, aber noch knapp überhalb des Zielbereichs von 3-6°dH belassen. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann sollte durch die Schüttung ja die RA dann in den gewünschten Bereich rutschen.

wasser_dunkles.png
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#18

Beitrag von Doemensianer » Dienstag 17. Oktober 2017, 14:27

darf ich Fragen ?
Warum nimmst du Kochsalz um den Anteil Nichtkarbonate zu erhöhen ?
Weil du kein Calciumchlorid oder Gips hast ?
Aber ich sehe, du hast Milchsäure 80%, warum nimmst du nicht mehr Milchsäure und treibst die Kohlensäure aus ihren Salzen ?
Hast doch so einen schönen Wasserrechner, der sagt dir doch wie viel Säure du zugeben musst, resp. welche RA du bekommst.

Jedenfalls für mein Empfinden wäre es besser den Karbonatanteil mit der Säure zu senken als den Nichtkarbonatanteil mit Kochsalz zu erhöhen

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#19

Beitrag von bbkhacki » Dienstag 17. Oktober 2017, 14:35

Natürlich darfst du fragen! Nur so lerne ich ja schließlich auch hinzu! :thumbup

Braugips wäre auch vorhanden.

Gebe ich 4 ml Milchsäure hinzu, so würde sich eine RA von 4,15°dH ergeben.
Allerdings ist der Anteil der Chlorid-Anionen in meinem Wasser mit 7,1mg/l sehr niedrig. Hierfür das Kochsalz um den Anteil der Chlorid-Anionen in den vorgeschlagenen Bereich von 50-150 mg/l zu bekommen. Das Kochsalz also nur um den Chlorid-Anteil in den Zielbereich zu bekommen.

Habe ich hier einen Denkfehler? Sind die Anteile der Kationen und Anionen gar nicht so wichtig?
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#20

Beitrag von Doemensianer » Dienstag 17. Oktober 2017, 14:52

Dein Denkapparat funktioniert bestens :thumbsup

Chloride für einen harmonischen Rundengeschmack ok
mache ich persönlich mit Salzsäure
Natrium, da habe ich immer im Ohr, möglichst keines im Wasser zu haben und schon gar keines, das an Sulfate oder Karbonate gebunden ist
aber Natriumchlorid - ok

ich habe mal schnell nachgerechnet
um den pH wert der Maische um 0.1 zu drücken, brauchst du bei 5kg Schüttung, 3.6 gr Milchsäure80%
also ich würde, an deiner Stelle, die 4ml Milchsäure zugeben und das Kochsalz sein lassen und den Rest erledigt die Phosphatreaktion vom Malz

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#21

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 17. Oktober 2017, 15:39

Freut mich das du dich für mein Rezept entschieden hast. Das wird auch bis Weihnachten fertig, wenn du jetzt zügig braust.

Als Anhaltspunkt fürs Wasser, meine Wasserwerte auf MMuM:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... s1=Pilsner

Ich mache auch nichts an meinem Wasser ausser evt. etwas Sauermalz um die RA auf etwa die hälfte zu senken. Bei dem Bier habe ich aber nicht gemacht. Da ist ja genug dunkles Malz drin.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#22

Beitrag von smartin » Dienstag 17. Oktober 2017, 22:45

Ich habe mich auch jetzt auch für Dein Winterbier entschieden - nachdem Dein Alt Nr. 1 sowie das Weizen 2016 schon sehr gut geraten waren, das Phex Winterbier steht für den kommenden Sonntag auf meinem Programm. Ich spiele bislang mit ca. 20 Suden im Braumeister 20+ noch in der Kreisliga, gehöre auch eher zu den stummen Lesern als zu den aktiven Postern in diesem Forum, habe aber hier sehr viel gelernt-insbesondere das Aufbringen von Zeit und Geduld, die von Dir ja regelmäßig und auch zurecht eingefordert wird. Herzliche Grüße aus Scharbeutz, Martin.

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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#23

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 17. Oktober 2017, 23:00

Danke Martin. Wäre schön wenn ihr dann auch einen (hoffentlich positiven) Kommentar zu meinen Rezept auf MMuM hinterlassen würdet.
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#24

Beitrag von bbkhacki » Freitag 20. Oktober 2017, 08:12

Natürlich kommt eine Bewertung auf MMuM! :)

Ich glaube mir ist jetzt ein doofer Fehler unterlaufen. Gestern habe ich das Malz schonmal hier im Keller geschrotet mit der gekauften Barley Crusher Malzmühle. Leider war ich irgendwie abends nicht ganz so fit und habe das Malz mit 1mm Walzenabstand geschrotet... Das ist bei der Barley Crusher wohl die Standardeinstellung.

1mm Walzenabstand ist wohl, wie ich gelesen habe, für den Grainfather um einiges zu fein. Hier im Forum werden ja eher 1,2 - 1,3 mm empfohlen. Sollte ich lieber neu bestellen oder es mit dem eigentlich zu feinen Malz probieren?
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#25

Beitrag von bbkhacki » Sonntag 22. Oktober 2017, 12:02

Hallo zusammen,

ich habe den Brautag nun hinter mir und kann sagen, dass der Walzenabstand von 1mm gar nicht so schlimm war. Sogar das Läutern hat super funktioniert und es hat, meiner Meinung nach, alles super geklappt.

Hab gleich gestern Abend noch ein leckere Treberbrot gebacken und ich freue mich schon auf in 2 Wochen wenn ich die 0,33l Fläschchen abfülle.

Danke ans Forum, wie immer gerade für Anfänger wie mich eine super Hilfe! :)
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#26

Beitrag von afri » Sonntag 22. Oktober 2017, 22:01

bbkhacki hat geschrieben:
Freitag 20. Oktober 2017, 08:12
habe das Malz mit 1mm Walzenabstand geschrotet... Das ist bei der Barley Crusher wohl die Standardeinstellung.
Seit ich diese Mühle habe, hat sie die Einstellung, die der Herr (oder Frau?) Barley vorgesehen hat (also offenbar 1mm). Bislang habe ich da nix verstellt und jeder Sud wurde ordentlich geläutert, also stimmt die Einstellung zumindest bei Auslieferung für die Standardmalze recht gut. Ausbeute könnte besser sein, ist mir in meinem Maßstab aber relativ mumpe.
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#27

Beitrag von bbkhacki » Montag 23. Oktober 2017, 08:11

afri hat geschrieben:
Sonntag 22. Oktober 2017, 22:01
Seit ich diese Mühle habe, hat sie die Einstellung, die der Herr (oder Frau?) Barley vorgesehen hat (also offenbar 1mm). Bislang habe ich da nix verstellt und jeder Sud wurde ordentlich geläutert, also stimmt die Einstellung zumindest bei Auslieferung für die Standardmalze recht gut. Ausbeute könnte besser sein, ist mir in meinem Maßstab aber relativ mumpe.
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Hallo Achim,

danke für die Rückmeldung. Wenn die Justierschrauben links und rechts auf dem eingravierten Strich stehen, dann ist der Walzenabstand bei der Barley 1mm.

Bei mir waren halt die Spelzen nicht vollständig erhalten und relativ viel mehlartiges Malz vorhanden. Ich glaube ich werden den Walzenabstand mal etwas erhöhen auf ca. 1,2 mm. Die Spelzen sollten ja nach dem Schroten eigentlich nahezu vollständig erhalten sein, oder?
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Re: Vorschlag für ein Weihnachtsbier

#28

Beitrag von afri » Montag 23. Oktober 2017, 21:40

So sollte es sein. Irgendwo hier liest man die Empfehlung, eine CD/DVD solle die Walzen auf den perfekten Abstand von 1,2mm justieren können, Häändling etc. kenne ich dazu nicht.

Aber warum schrotet dann meine so gut? Entweder die Markierung bzw. Werkseinstellung ist tatsächlich mit 1,2mm vorgegeben oder 1mm ist ebenso gut, wie 1,2mm, so viel Unterschied ist das ja auch nicht.
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