Brauanlage - Brauche Tipps

Hier können Braubegeisterte ihre selbstgebastelten Heimbrauanlagen in Bild und "Ton" vorstellen.

Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#1  Beitragvon Hackbraten » Mittwoch 5. Oktober 2016, 21:11

Hi liebe Bierbrauer!
Bin kompletter Frischling und sage erstmal hallo :Greets !
Ich brauche euren Rat.
Ich plane bei uns an der Schule einen Seminarkurs für die Oberstufe, bei dem es um Bierbrauen geht (Biologie/Chemie).
Bald ist bei uns Haushaltsschluss und ich habe gerade grünes Licht für mein Vorhaben bekommen. Das heisst ich muss relativ schnell einen Antrag für das Geld machen, damit ich nächstes Jahr starten kann.

Habt ihr mir eine Empfehlung für eine Brauanlage?
Also ich dachte an ne Brauanlage zwecks Platz, Sauberkeit, Zeit sparen und einfacherer Steuerung aber vielleicht ist es auch besser ohne Anlage???

Ich konnte noch nicht sehr viel lesen...im Moment denke ich ich an den Braumeister von Speidel in der 50l Version (Ziel ist es jedes Jahr ein (Abi)-Jahrgangsbier zu brauen)....weil der mir Platzsparend erscheint und man ihn anscheinend per WLAN steuern kann (wohne nicht direkt bei der Schule, deswegen wäre das praktisch).


Bin über jeden Rat dankbar :thumbsup !
Hackbraten
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#2  Beitragvon docpsycho » Mittwoch 5. Oktober 2016, 21:43

Gude,

das könnte ein langer Tröt werden. Wenn du das Budget für einen BM50 hast ist das schon Klasse.
Wenn es allerdings um Platzsparend geht, ist brauen die falsche Idee. In aller erster Linie solltest du dich erstmal genau in das Thema einlesen, mit einem BM50 ist es bei weitem nicht getan.
Besorg dir das hier
hier solltest du auch mal rein schauen

Grüße, der Doc
"Die erste Pflicht der Musensöhne,
ist, dass man sich ans Bier gewöhne."

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#3  Beitragvon uli74 » Mittwoch 5. Oktober 2016, 22:51

Für ne Schule wäre eine manuelle Brauanlage besser geeignet weil man dabei viel mehr lernt als wenn man nen Automaten einschaltet und selbständig machen lässt. Da schlafen Dir Deine Schüler der Reihe nach ein.
Zuletzt geändert von uli74 am Mittwoch 5. Oktober 2016, 23:08, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#4  Beitragvon Fe2O3 » Mittwoch 5. Oktober 2016, 23:00

In meiner alten Schule hat der Biotechnik-LK auch Bier gebraut.
Da hat aber ein Einkochautomat und Gärfass gereicht. Es ging ja v.a. darum, dass die Schüler wirklich "hands on" lernen, was beim Brauprozess passiert - sowohl theoretisch (die Biochemie) als auch praktisch.
Aber vielleicht war für ne gescheite Brauanlage kein Geld da, weil kurz zuvor der neue NaWi-Trakt gebaut wurde und da zu viel Geld für Chemie ausgegeben wurde (andere story ^^)

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#5  Beitragvon Lobopaso » Mittwoch 5. Oktober 2016, 23:56

ich finde auch, dass man mit einfachem Equipment mehr lernt als mit einem Vollautomat. Auch ich habe letztes Jahr einfach mit einem Topf, Herd und Gäreimer begonnen. Geht einwandfrei. Die Schüler bekommen jeweils bestimmte Aufgaben. Malz schroten mit einer Corona oder Victoria mit Handkurbel, Abwiegen und berechnen, Temperatur mit normalem Thermometer messen, oder Handmessgerät, Smartphones haben die fast alle mit Stoppuhr. holzlöffel zum Rühren, naja alles Basic.
in Chemie und Physikfundus gibt es viel brauchbares fürs Brauen, was wegen G8 eingestaubt ist und endlich wieder einer sinnvollen Verwendung zugeführt wird. später kommen die IT Freaks mit einem Arduino o.ä. viel Spaß! :Bigsmile
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#6  Beitragvon Alt-Phex » Donnerstag 6. Oktober 2016, 00:16

Für den Etat eines 50l Braumeisters kaufst du lieber ne Handvoll Edelstahl Einkocher mit 2kW sowie
die passende Anzahl an Läutereimern. Letztere können danach auch zum vergären benutzt werden.
Dazu noch eine Malzmühle, Spindeln, Jod und was man sonst noch so alles braucht.

Vernünftige Stromversorgung vorausgesetzt, können so mehrere Schüler an jeweils einem "Sudwerk"
brauen und sind direkt mitten im geschehen. Lernwert und Spaßfaktor dürften damit gegeben sein.
Ausserdem können die das dann so auch Zuhause nachmachen - Die Eltern werden sich freuen, also
zumindest die Väter...

So könnte auch jede Gruppe ihr eigenes Bier brauen, die einen machen ein Alt und die anderen ein Kölsch.

Auf dem nächsten Schulfest können die Einkocher dann auch noch für heisse Würstchen und Erpsensuppe dienen.
Oder der Koch-LK leiht sie sich für ne Ladung Gulasch aus. Glühwein zur Weihnachtsfeier usw.

So ein Brauautomat ist da eher hinderlich, wie schon gesagt wurde ist das Langweilig, zum anderen ergibt sich
der Eindruck das es ohne so ein Gerät überhaupt nicht geht.

Wie das ganze tatsächlich funktioniert und wie das mit einem Einkocher abläuft, kannst du hier gut sehen.
https://brauanleitung.wordpress.com/
Auch was man so an Equipment braucht. Das so ein Sudtag mal 6-8 Stunden dauern kann sollte auch klar sein.

Und viel Kühlschrank Kapazität wirst du brauchen, oder aber die Schüler nehmen ihr Kontigent mit nach Hause.
Dann wird das aber keine 2 Tage überleben...

Denk nochmal in Ruhe drüber nach was du dir da antun willst. Auch in Anbetracht "moderner" Eltern denen das
mit dem Alkohol ein Dorn im Auge sein könnte.

Bei Fragen, frag ruhig - Ich finde das eine Super Idee. :Greets
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#7  Beitragvon Sura » Donnerstag 6. Oktober 2016, 06:48

Vorweg: Grundsätztlich finde ich die Idee gut.

Aber:
- Du hast keine Ahnung vom brauen, willst es aber deinen Schülern näherbringen? Dann rate ich dir dich damit ordentlich zu befassen und ich hoffe für dich das keiner der Väter braut, ansonsten nimmt der dich und dein nicht vorhandenes Fachwissen bei nächster Gelegenheit sowas von auseinander, daß der Ruf für das Projekt im Arsch ist. Dabei berücksichtige das es man das ganze lernen und studieren kann und es deutlich mehr als 2-3 Bücher darüber gibt. Das zu Hause zu machen, oder anderen zu zeigen wie man es macht, setzt GANZ andere Wissensmaßstäbe voraus.
- Das Abi Jahrgangsbier finde ich auch ne Super Idee. Berücksichtige aber, daß das kochen das kleinste Übel ist. Danach kommt das gären. Deine Schüler wollen aber wissen wie der Stand ist, da kommst du ums messen nicht umzu und das heisst Infektionsgefahr die du bei der gemeinsamen Arbeit mit deinen Schüler eh schon ohne Ende hast. Abi heisst auch Sommer, und da heisst es auch: Kühlmöglichkeit zur Gärführung.
- Dann möchstest du vielleicht in KEGs abfüllen und zapfen, was auch wiederum eine Wissenschaft für sich und auch eine Kostenfrage ist.

Alles in allem hast du dir da echt was vorgenommen und offizielle angeleiert ohne das du da eine Ahnung von hast was auf die zukommt oder wie der Kostenrahmen am Ende sein wird. Ich will dir das weder aus- noch schlechtreden, aber ein geplantes Projekt ist das nichtmal ansatzweise.

Gruß,
Kai
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#8  Beitragvon hyper472 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 07:23

Guten Morgen,

auch ich finde, dass Du eine sehr gute Idee hast. Die Hinweise hier sind auch alle so, dass ich mich da vollumfänglich anschließe: das Projekt nicht unterschätzen, lieber manuell als automatisch, überkorrekte Eltern rechtzeitig einbinden etc.
Wenn Du trotzdem einen Braumeister von Speidel kennenlernen willst, kannst Du hier einen mieten:
http://www.hobbybrauerversand.de/Leihge ... r-10-Liter
Persönlich empfehle ich aber, Dich erst einmal selber mit ein paar Grundlagen vertraut zu machen. Gibt es einen Hobbybrauer in Deiner Gegend, dem Du über die Schulter gucken kannst? Wo wohnst Du?

Viel Erfolg,

Henning
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#9  Beitragvon Hackbraten » Donnerstag 6. Oktober 2016, 08:21

Sura hat geschrieben:Vorweg: Grundsätztlich finde ich die Idee gut.

Aber:
- Du hast keine Ahnung vom brauen, willst es aber deinen Schülern näherbringen? Dann rate ich dir dich damit ordentlich zu befassen und ich hoffe für dich das keiner der Väter braut, ansonsten nimmt der dich und dein nicht vorhandenes Fachwissen bei nächster Gelegenheit sowas von auseinander, daß der Ruf für das Projekt im Arsch ist. Dabei berücksichtige das es man das ganze lernen und studieren kann und es deutlich mehr als 2-3 Bücher darüber gibt. Das zu Hause zu machen, oder anderen zu zeigen wie man es macht, setzt GANZ andere Wissensmaßstäbe voraus.
- Das Abi Jahrgangsbier finde ich auch ne Super Idee. Berücksichtige aber, daß das kochen das kleinste Übel ist. Danach kommt das gären. Deine Schüler wollen aber wissen wie der Stand ist, da kommst du ums messen nicht umzu und das heisst Infektionsgefahr die du bei der gemeinsamen Arbeit mit deinen Schüler eh schon ohne Ende hast. Abi heisst auch Sommer, und da heisst es auch: Kühlmöglichkeit zur Gärführung.
- Dann möchstest du vielleicht in KEGs abfüllen und zapfen, was auch wiederum eine Wissenschaft für sich und auch eine Kostenfrage ist.

Alles in allem hast du dir da echt was vorgenommen und offizielle angeleiert ohne das du da eine Ahnung von hast was auf die zukommt oder wie der Kostenrahmen am Ende sein wird. Ich will dir das weder aus- noch schlechtreden, aber ein geplantes Projekt ist das nichtmal ansatzweise.

Gruß,
Kai


Erstmal danke für eure Antworten :thumbsup !
Ihr habt natürlich recht, ohne sich einzulesen ist sowas immer sehr schwer.
Vielleicht habe ich auch ne andere Vorstellung davon wie man Projektmanagement betreibt. Aber bevor ich mich monatelang mit einem Thema beschäftige mich einlese, Zeit und Geld in die Hand nehme, muss ich erstmal wissen, ob so etwas offiziell genehmigt wird.
Was den Haushalt angeht bin ich da eben an feste Termine gebunden, deswegen ja meine Anfrage ohne mich vorher wirklich eingelesen zu haben.
Die Schüler können sich ja auch noch nicht anmelden. Frühestens startet das Projekt im September 2017.
Ok soweit so gut.
Habe jetzt erfahren, dass es wohl doch eine Hintertür gibt, und ich notfalls im April nächstes Jahr ordern könnte, Geld dürfte wohl genug da sein.
Ich will das Thema auf keinen Fall unterschätzen und ich glaube dass das eine Wissenschaft für sich ist.
Es ist aber auch nicht schlimm das Projekt über Jahre zu optimieren. Es gibt da ja keinen wirklichen Druck.

Und das Ganze ist ein heikles Thema...das weiss ich, daher muss ich das ja mehrfach genehmigen lassen. Thema Sucht/Gesellschaft wird hier auch eine Rolle spielen. Alkoholische Gärung ist aber im Lehrplan sowohl in Bio als auch in Chemie zu finden und meine Schüler sind zwischen 18 und 19 Jahren. Dazu kommt dass das eine freiwillige Geschichte ist, die man als Schüler nicht machen muss.

Ich werde mich in nächster Zeit mal durch den Brauvorgang lesen und hier im Forum stöbern. Ich kenne privat auch einen pensionierten Braumeister, der mich evtl. beraten kann. Zu einer Fortbildung zu dem Thema habe ich mich schon angemeldet.

Zum Brauvorgang an sich. Der Kurs findet immer Freitag nachmittags statt, was evtl. etwas ungünstig ist falls man die Sache nicht an einem Tag abschließen kann...daher meine Frage,, ob da vom Brauvorgang an sich der Braumeister nicht praktischer wäre. Den könnte man ja vielleicht auch nen Tag früher anwerfen.
Aber ja....muss mich einlesen :redhead .
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#10  Beitragvon hyper472 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 08:53

Hackbraten hat geschrieben:Ich will das Thema auf keinen Fall unterschätzen und ich glaube dass das eine Wissenschaft für sich ist.


Ja, das ist es... Auch, wenn ich mir jetzt scheinbar selbst widerspreche: Dass man das Thema ernst nehmen sollte heißt ja noch nicht, dass es nicht schaffbar ist. Sicher ist das eine eigene Wissenschaft - um ein Bratwurst in die Pfanne zu werfen muss man aber auch nicht Trophologie studieren. Jetzt ist Bier Brauen schon auf einem anderen Niveau als die besagte Bratwurst, aber wer es z.B. mit einer Weihnachtsgans aufnehmen kann, kann auch ein einfaches Bier brauen.
Mein Einstieg vor einem Jahr war vergleichsweise teuer und das Paket ist hier nicht unumstritten, aber sieh es Dir mal an:
http://www.besserbrauer.de
Dazu brauchst Du noch eine einfache Bierspindel, die nicht zuviel Würze braucht:
http://gastro-brauen.de/de/Brauereiarti ... -40ml.html
Das ist dann tatsächlich rudimentär. Ich kann mir vorstellen, dass sich 2 Schüler um je einen Topf auf einer günstigen Kochplatte kümmern und am Ende des Kurses jeder 2 Liter selbstgebrautes erhalten. Da ist auf jeden Fall mehr Praxis dabei als wenn jeder das (gute) Buch von Hanghofer lernt und nachher zusieht, wie Du am Braumeister auf einen Knopf drückst. Für 20 Kursteilnehmer sind das 10 Doppelplatten (die 2. für Nachgusswasser), 20 Töppe, 10 Gärgefäße und jede Menge Kleinkram, Schläuche, Reinigungsmittel, Rohstoffe etc. Das lernst Du mit der genannten Braubox gut kennen, falls Du keinen Hobbybrauer in der Gegend hast.

Grüße,
Henning
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#11  Beitragvon Sura » Donnerstag 6. Oktober 2016, 09:11

Als Buch für den ersten Einblick empfehle ich dir den Hanghofer. Ab dann gibts meiner Meinung nach wenig brauchbare deutsche Bücher, von Narziss mal abgesehen. Englisch gibts viel mehr, und auch viel mehr Brauchbares. John Palmer und Randy Mosher haben für den Einstieg recht gut geschrieben, wobei ich Palmer besser finde.

Ansonten lernst du das meiste(!) indem du selbst braust. Dann bekommst du auch ein Gefühl dafür.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#12  Beitragvon Bitter » Donnerstag 6. Oktober 2016, 09:23

Denke aber bitte auch daran, die Brautätigkeit beim Hauptzollamt anzumelden. In dem Zusammenhang ist es natürlich interessant zu wissen, auf wen die Steuernummer ausgestellt wird! Auf Deinen Namen, auf die Schulleitung, auf den Schulträger oder auf jeden teilnehmenden Schüler persönlich? Wenn Du den Antrag gestellt hast, könntest Du Deine Erfahrungen hier ja mal posten!

Gruß Lothar
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#13  Beitragvon Scarabeo » Donnerstag 6. Oktober 2016, 09:27

Moin,
wenn Du soviel Zeit hast versuch doch ob sich ein Hobbybrauer in Deiner Nähe befindet bei dem Du mal einen Brauvorgang mitmachen kannst.Ich denke dann kannst Du besser abschätzen ob das was für Deine Schüler ist. Der Brauvorgang dauert rund 6 Std. am Stück und dann sind es "nur noch" ein paar kurze Tätigkeiten die gemacht werden müßen. Auch denke ich das Deine Schüler mehr vom Brauen mitbekommen wenn Du keinen Automaten kaufst sondern per Hand braust. Vielleicht findest Du in Deiner Gegend einen Brauer der Dich an die Hand nimmt und Dich beim brauen mit den Schülern unterstüzt. Ich bin z. B. Mitglied im Förderverein unserer Grundschule. OK, für die 6 - 12 jährigen ist Bierbrauen noch kein Thema aber dafür z. B. der Schulzirkus den ich versucht zu unterstützen.
Ist vielleicht ein genbarer Weg.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#14  Beitragvon Fe2O3 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 09:55

Hackbraten hat geschrieben:daher meine Frage,, ob da vom Brauvorgang an sich der Braumeister nicht praktischer wäre. Den könnte man ja vielleicht auch nen Tag früher anwerfen .


Die Frage ist, was soll das Ziel dieses Projektes sein?
A) erster Einblick in die Mechanismen des Bierbrauens (wie wirds gemacht, was passiert dabei?)
B) die Herstellung des eigenen Bieres (in größeren Mengen) für die Abiparty/Schulfest.
C) einfach NUR die praktische Veranschaulichung der alkoholischen Gärung.

Bei a) sollte es schon eine möglichst einfache Brauanlage sein mit viel Handarbeit. Brauen ist schließlich nicht umsonst ein Handwerk :Smile ein BM vermittelt da in meinen Augen nicht dir ganzen Mechanismen, die beim brauen ablaufen. Wäre eher so, als wenn der Hauswirtschaftslehrer zum Thema Tortenbacken kommt und sagt “ja, Buttercreme machen ist kompliziert und dauert, daher hab ich die schon vorher im thermomix gemacht und wir klatschen die nun einfach auf die Tortenböden.“

Bei b) wäre wohl ein BM praktisch und das einfachste. Dann bleibt aber meiner Meinung mach die Lernkurve etwas auf der Strecke. Ich wage zu behaupten, dass die meisten, die hier mit nem Braumeister arbeiten, vorher trotzdem mit ner einfacheren Anlage begonnen haben.

Bei c) - warum nicht einfach mit Malzextrakt ne Würze anrühren, ggf nöch Hopfenkochen, und soch eben v.a. auf den Vorgang der alk. Gärung beschränken? so werden alle anderen bio-chemischen Vorgänge ausgeblendet, es geht schneller, aber es bleibt Zeit sich eingehender mit der Hefe zu beschäftigen (Mikroskopieren, Lebenszyklus der Hefezelle, Vermehrung, etc.)

Je nach Ziel gibt es meiner Meinung nach eben unterschiedliche Herangehensweisen und benötigte Technik. aber wohin der weg gehen soll, müsste eben vorher schon einigermaßen klar sein.

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#15  Beitragvon Kobi » Donnerstag 6. Oktober 2016, 10:01

Also mir sind manche der Beiträge hier doch etwas zu pessimistisch, auch wenn sie inhaltlich richtige Hinweise geben.
Etwas OT: Erst einmal muss ich feststellen, dass Du anscheinend ein vorbildlicher Pädagoge bist, wenn Du ein solches Engagement für Deine Schüler an den Tag legst, Respekt und Hochachtung! Die beste Lehrerin, die ich je hatte - vor mittlerweile 31 Jahren :redhead - war auch eine von Deinem Kaliber; sie hat uns, die wir vorher von schlechten Chemielehrern abgeschreckt waren, für die Chemie gewonnen, als sie alle möglichen Themen der Organik mit entsprechenden praktischen Versuchen kombinierte (Fette --> Margarine gemischt; Seifen --> Seife hergestellt; Alkohole --> Kirschwein!). Vor dieser Frau, die leider viel zu früh gestorben ist, habe ich immer noch Hochachtung!
Jetzt zum Thema: Ich finde auch, dass man einfacher als mit einem Braumeister starten kann. Die Tipps zu Einkocher, Läuterbottich und Spindel sind gut. So habe ich auch vor 15 Jahren angefangen und bin dort weitestgehend hängen geblieben, weil man auf einfache Weise gute Biere herstellen kann und trotzdem das Handwerk ausübt. Richtig sind auch die Ausführungen zur Temperatursteuerung bei der Gärführung - trotzdem kann man auch im Sommer gute Biere brauen, ohne die Temperatur zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind dann natürlich etwas weniger vorhersehbar und reproduzierbar, aber wir brauen seit 15 Jahren obergärig ohne jede Temperatursteuerung - geht alles!
Vielleicht sollte der Sud mit den Schülern nicht gerade Dein erster sein, damit wenigstens einer dort etwas Ahnung hat, aber auch das hätte zumindest den Spaß- und Aha-Faktor - kann natürlich auch nach hinten losgehen (Läuterkatastrophen, Blau- oder Sauersude). Trotzdem halte ich für mich fest: In der Regel wird es auf jeden Fall Bier, meist sogar ein sehr gutes!
Falls Du etwas weniger als 8 Stunden investieren willst, gibt es natürlich auch Alternativen, die jedem echten Bierbrauer hier Tränen in die Augen treiben werden:
1. Extraktbrauen - im Prinzip Tütensuppen für Bierbrauer, aber trotzdem etwas Braufeeling :thumbdown
2. Fruchtwein aus Extrakten bzw. Apfelsaft (-->Cider) oder Honigwein :thumbsup
Letzte sind einfacher herzustellen, brauchen deutlich weniger Zeit, weil Du nicht erst eine Würze produzieren musst und keine lange Kochphase mit Hopfen hast, und sind zum Anfixen für die Bierbraujunkies in spe auch geeignet, wie Du an meinem Beispiel erkennen kannst. :Drink

Viele Grüße
Andreas
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#16  Beitragvon Hackbraten » Donnerstag 6. Oktober 2016, 10:16

Fe2O3 hat geschrieben:
Hackbraten hat geschrieben:daher meine Frage,, ob da vom Brauvorgang an sich der Braumeister nicht praktischer wäre. Den könnte man ja vielleicht auch nen Tag früher anwerfen .


Die Frage ist, was soll das Ziel dieses Projektes sein?
A) erster Einblick in die Mechanismen des Bierbrauens (wie wirds gemacht, was passiert dabei?)
B) die Herstellung des eigenen Bieres (in größeren Mengen) für die Abiparty/Schulfest.
C) einfach NUR die praktische Veranschaulichung der alkoholischen Gärung.

Bei a) sollte es schon eine möglichst einfache Brauanlage sein mit viel Handarbeit. Brauen ist schließlich nicht umsonst ein Handwerk :Smile ein BM vermittelt da in meinen Augen nicht dir ganzen Mechanismen, die beim brauen ablaufen. Wäre eher so, als wenn der Hauswirtschaftslehrer zum Thema Tortenbacken kommt und sagt “ja, Buttercreme machen ist kompliziert und dauert, daher hab ich die schon vorher im thermomix gemacht und wir klatschen die nun einfach auf die Tortenböden.“

Bei b) wäre wohl ein BM praktisch und das einfachste. Dann bleibt aber meiner Meinung mach die Lernkurve etwas auf der Strecke. Ich wage zu behaupten, dass die meisten, die hier mit nem Braumeister arbeiten, vorher trotzdem mit ner einfacheren Anlage begonnen haben.

Bei c) - warum nicht einfach mit Malzextrakt ne Würze anrühren, ggf nöch Hopfenkochen, und soch eben v.a. auf den Vorgang der alk. Gärung beschränken? so werden alle anderen bio-chemischen Vorgänge ausgeblendet, es geht schneller, aber es bleibt Zeit sich eingehender mit der Hefe zu beschäftigen (Mikroskopieren, Lebenszyklus der Hefezelle, Vermehrung, etc.)

Je nach Ziel gibt es meiner Meinung nach eben unterschiedliche Herangehensweisen und benötigte Technik. aber wohin der weg gehen soll, müsste eben vorher schon einigermaßen klar sein.

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Also Bier wie ne Tütensuppe anrühren kommt nich in die Tüte :puzz . Dann kann ichs auch lassen...
Ok, also was soll Ziel des Ganzen sein? Im Prinzip etwas von a) und b). Alkoholische Gärung machen wir sowieso im Unterricht. Da wird immer bissel Most hergestellt und zu Schnaps verarbeitet....das heisst es wird schon mehr ins Detail gehen.
Ein Seminarkurs läuft so ab, dass die Schüler sich mit einem Sachverhalt um das Seminarkursthema beschäftigen, dazu eine Ausarbeitung und eine Präsentation erstellen. Dazu gibt's am Ende von Klasse 13 auch eine Prüfung (zählt zum Abi). Die Schüler müssen mit jedem Thema vertraut sein. Wir haben also ein ganzes Schuljahr Zeit. So eine Situation habe ich im Unterricht praktisch nie....man hetzt von einem zum nächsten Thema.
Themen könnten z.B sein: "Wie können Hefepilze genetisch verändert werden, um höhere Erträge zu liefern?", "Wie funktioniert der Brauvorgang", "Marketingstrategien der Bierindustrie", " Wie funktioniert Sucht?"
Die Themen werden von den Schülern zuhause selbstständig bearbeitet und der Seminarkurs liefert den Rahmen drum rum. Also z.B: Bier brauen, Brauerei besichtigen, Design des späteren Etiketts, Hefepilze mikroskopieren/behandeln. Da bin ich recht frei.

Die Schüler sollen natürlich das Handwerk und die naturwissenschaftlichen Hintergründe lernen, aber mein Ziel ist es eben auch für jeden Abijahrgang ein besagtes Jahrgangsbier zu brauen dass dann als "Souvenier-Bier" in Flaschen am Abiball gekauft werden kann. Wir haben jedes Jahr rund 5 Klassen....also locker um die 100 Schüler. Das Ergebnis sollte also auch dementsprechend gut sein (nach Optimierung).
Nach den Büchern schaue ich gleich mal! Danke!
Man muss das beim Hauptzollamt anmelden? Klingt irgendwie kompliziert.
Dachte da kann man so loslegen :redhead .
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#17  Beitragvon cyme » Donnerstag 6. Oktober 2016, 10:23

Hackbraten hat geschrieben:Man muss das beim Hauptzollamt anmelden? Klingt irgendwie kompliziert.

Wenn's hinterher in den Verkauf geht, wird's erst richtig lustig. Möglicherweise will da die Gewerbeaufsicht involviert werden oder es könnten diverse lebensmittelrechtliche Vorschriften auf euch zukommen.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#18  Beitragvon Kobi » Donnerstag 6. Oktober 2016, 10:35

OT: Auch wenn ich mein Abi schon habe: Darf ich bei Dir noch einmal zur Schule gehen?

Die Anmeldung beim Zoll ist kein Problem und kein großer Aufwand. Verkaufen darfst Du das allerdings dann nicht. Eigentlich darf jeder biersteuerfrei 200 Liter im Jahr für den Eigengebrauch brauen, muss es nur anmelden. Ob der Zoll das mitbekäme, wenn Du das nicht anmeldest, kann sich jeder selbst stellen, bei Dir würde ich es nicht darauf ankommen lassen. Im Zweifelsfall machst Du Dich auch beim Zoll schlau, ob so ein Gemeinschaftssud auch unter die Steuerbefreiung fällt. Es könnte sein, dass Ihr biersteuerpflichtig wärt, aber auch da geht es nicht um große Summen, eigentlich fast zu vernachlässigen.

Viele Grüße
Andreas
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#19  Beitragvon Sura » Donnerstag 6. Oktober 2016, 10:41

cyme hat geschrieben:
Hackbraten hat geschrieben:Man muss das beim Hauptzollamt anmelden? Klingt irgendwie kompliziert.

Wenn's hinterher in den Verkauf geht, wird's erst richtig lustig. Möglicherweise will da die Gewerbeaufsicht involviert werden oder es könnten diverse lebensmittelrechtliche Vorschriften auf euch zukommen.


Das wäre wohl auch mal der erste Schritt: Klären wie du da Zoll und Lebenmittelrechtlich aktiv werden muss. Wenn das abgeklärt ist, dann kannst du schauen wieviel du machen willst. Mit 50l kommst du da aber nicht hin, da würde ich höher planen oder das eben zwei Sude angesetzt werden. Und wenn du da schon mehr als einen machen musst/willst, dann kannst du auch gleich 5-6 kleine Sude mit Einkochern machen.....
In den meisten Fällen ist ein Post von mir ganz ruhig, entspannt und mit interessiertem Gesichtsausdruck geschrieben.... und darf auch gerne so gelesen werden :Greets
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#20  Beitragvon flensdorfer » Donnerstag 6. Oktober 2016, 10:57

Gegen Spende verschenken?
Gruß, Arne

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#21  Beitragvon DevilsHole82 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 11:10

Super Idee, die ich mir in meiner Schulzeit gewünscht hätte.

Das Thema "Bierbrauen" kann mit einiger Vorbereitung und Aneignung von Wissen in sämtlichen naturwissenschaftlichen Bereichen der Schule "ausgeschlachtet" werden. Wenn man nur an ein paar Prozesse denkt, stelle ich mir das für die Schüler höchst interessant vor. Und vor allem an praktischen Beispielen veranschaulicht.

Biologieunterricht -> Enzymatische Umwandlung in der Maische (Was sind Amylasen?, Was machen Alpha- und Betaamylasen?), Hefen und deren Eigenschaften, die Welt des Hopfens, usw.
Chemie -> Brauwasser, Aufbereitung, usw.
Physik -> fällt mir grad nix ein :Wink ... Evlt. Thermodynamik am Kochtopf (isoliert, nicht isoliert) oder Druckberechnungen für Flasche/Fass.

Der Aufwand und die Vorbereitungszeit sind wie mehrfach geschrieben nicht zu unterschätzen, aber ich sehe es nicht so pessimistisch. Mein erster Sud hat auch mit nur zwei Wochen Vorbereitung und der www.brauanleitung.de prima geklappt. Und es wurde ein super Bier.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#22  Beitragvon Fe2O3 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 12:04

Kobi hat geschrieben:OT: Auch wenn ich mein Abi schon habe: Darf ich bei Dir noch einmal zur Schule gehen?

Die Anmeldung beim Zoll ist kein Problem und kein großer Aufwand. Verkaufen darfst Du das allerdings dann nicht. Eigentlich darf jeder biersteuerfrei 200 Liter im Jahr für den Eigengebrauch brauen, muss es nur anmelden. Ob der Zoll das mitbekäme, wenn Du das nicht anmeldest, kann sich jeder selbst stellen, bei Dir würde ich es nicht darauf ankommen lassen. Im Zweifelsfall machst Du Dich auch beim Zoll schlau, ob so ein Gemeinschaftssud auch unter die Steuerbefreiung fällt. Es könnte sein, dass Ihr biersteuerpflichtig wärt, aber auch da geht es nicht um große Summen, eigentlich fast zu vernachlässigen.

Viele Grüße
Andreas


Hallo Andreas

Das mit den 200l biersteuerfrei im Jahr stimmt - aber wie du auch schon schriebst ist das nur für den EIGENverbrauch. Der Seite des Deutschen Zolls ist aber zu entnehmen, dass ein Brauen im Unterricht nicht unter die Freimenge zum Eigenverbrauch fällt:
Im Gegensatz zum Haus- und Hobbybrauen ist die Herstellung von Bier zu Demonstrationszwecken (z.B. bei Messeauftritten, Dorffesten, zu Unterrichtszwecken in Schulen) nicht steuerfrei.

Sie müssen als Hersteller dem zuständigen Hauptzollamt Zeitpunkt, Ort und voraussichtliche Menge vor der Bierherstellung formlos anzeigen.

Nach Abschluss der Veranstaltung müssen Sie eine Biersteueranmeldung (Formular 2075) über die Menge und den Stammwürzegehalt des erzeugten Bieres abgeben und die Steuer sofort entrichten.
Das zuständige Hauptzollamt kann bei kleinen Biermengen und hohem Aufwand für die Ermittlung des Stammwürzegehalts eine Anmeldung mit einem pauschalen Stammwürzegehalt von 12 Grad Plato zulassen.


Anmeldung beim Zoll sollte also wirklich stattfinden.

lG
Martin
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#23  Beitragvon Griller76 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 13:49

Hallo Hackbraten,

ich finde Deine Projektidee prima. Jedoch solltest Du ein paar Mal für Dich selber Bier gebraut haben, bevor Du Dich der Meute Deiner Schüler stellst und die dann merken, dass Du gar keine Ahnung hast.
Woher bist Du denn? Evtl. kann Dich ein erfahrener Hobbybrauer hier an Deinem Projekttag unterstützen. Ich würde Dir gerne helfen, komme aber aus dem südlichsten Zipfel Bayerns. Also bis ins Gebiet Göppingen, oder München, Augsburg würde ich Dir gerne helfen.
Eine voll automatisierte Brauanlage, z.B. Speidel Braumeister 20, oder 50 geht zwar am krisensichersten, vermittelt aber den Eindruck, dass Bierbrauen garnicht so kompliziert und arbeitsintensiv ist. Durch die arbeitsintensivere Töpflesbrauerei entsteht dann im Schweiße des Angesichtes auch mehr Interesse unter Deinen Schülern, da permanent etwas zu tun ist und so das gewünschte Gefühl entsteht, dass Bier ein Genussmittel mit viel Arbeits- und Hygieneaufwand ist. Dadurch hoffe ich, steigt dieses Genussmittel vom emotionalen Wert her bei Deinen Schülern.

freundliche Grüße

Alexander
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#24  Beitragvon Hackbraten » Donnerstag 6. Oktober 2016, 15:03

Griller76 hat geschrieben:Hallo Hackbraten,

ich finde Deine Projektidee prima. Jedoch solltest Du ein paar Mal für Dich selber Bier gebraut haben, bevor Du Dich der Meute Deiner Schüler stellst und die dann merken, dass Du gar keine Ahnung hast.
Woher bist Du denn? Evtl. kann Dich ein erfahrener Hobbybrauer hier an Deinem Projekttag unterstützen. Ich würde Dir gerne helfen, komme aber aus dem südlichsten Zipfel Bayerns. Also bis ins Gebiet Göppingen, oder München, Augsburg würde ich Dir gerne helfen.
Eine voll automatisierte Brauanlage, z.B. Speidel Braumeister 20, oder 50 geht zwar am krisensichersten, vermittelt aber den Eindruck, dass Bierbrauen garnicht so kompliziert und arbeitsintensiv ist. Durch die arbeitsintensivere Töpflesbrauerei entsteht dann im Schweiße des Angesichtes auch mehr Interesse unter Deinen Schülern, da permanent etwas zu tun ist und so das gewünschte Gefühl entsteht, dass Bier ein Genussmittel mit viel Arbeits- und Hygieneaufwand ist. Dadurch hoffe ich, steigt dieses Genussmittel vom emotionalen Wert her bei Deinen Schülern.

freundliche Grüße

Alexander


Danke Alex, das ist ein super Angebot, da würde ich evtl. mal drauf zurückkomen :) . Ich bin Aus Baden-Württemberg, Raum Stuttgart/Schwäbisch Gmünd/Göppingen.

Habe mich ein wenig umgeschaut, und die Sets wie z.B von Bielmeier bieten lediglich eine Größe von 27L des Suds an. Könnt ihr andere Hersteller empfehlen, die größeres Material haben?
50 L sollte das Fassungsvermögen ja mindestens haben oder? Klar ich könnte alles doppelt kaufen. Das Platzangebot wird dadurch natürlich nicht besser. Wir haben in der Schule allerdings sogar einen Raum der mit "Gärraum" betitelt ist. Wenn das kein Omen ist :) . Ist allerdings mini klein.

Im Moment warte ich noch auf das Urteil der Schulleitung. Die Idee wurde bisher super aufgenommen, allerdings ist nichr klar, ob daraus ein Seminarkurs oder nur eine AG werden kann. Eine AG wäre zeitmäßig nicht optimal....mal schaun.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#25  Beitragvon Griller76 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 15:23

Hallo Hackbraten,

Du könntest in einen 70-Liter-Topf auf einer manuellen Hendi-Induktionsplatte maischen und die Würze kochen. Aber warum müssen das unbedingt 50 Liter sein? Zur Veranschaulichung des Brauprozesses genügen ja auch 20-25 Liter Ausschlagswürze. Oder Du machst zwei Brauvorgänge an einem Tag. Jedenfalls müsstest Du beim Maischen immer einen Schüler abwechselnd umrühren lassen, oder Du brauchst ein Rührwerk, damit unten nichts anbrennt.
Außerdem brauchst Du noch wirklich viele weitere Sachen, wie Braupaddel, Brauerjod, einen passenden Schlauch, Thermometer, Möglichkeit zum Malz quetschen vor den Schülern, Gäreimer, oder -fass, etc....
Nicht zu vergessen Flaschen und Abfüllpistole für die Nachkarbonisierung in Flaschen.
Was ist denn genau bitte das für ein Gärraum bei Euch?
Ich helfe Dir dann gerne bei Deinem Projekt, wenn Du mich brauchst. Ich braue derzeit mit Hilfe von zwei Proficook Einkochern zum Maischen/Nachguss und einem 36-Liter-Topf auf einer Hendi zum Würzekochen. Ich vergäre in 50-Liter-Gärfassern von Speidel und ziehe das fertige Bier mit Zuckerlösung zur Nachkarbonisierung versehen dann auf Flaschen.

freundliche Grüße

Alexander
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#26  Beitragvon Hackbraten » Donnerstag 6. Oktober 2016, 18:48

Na ich brauche für mindestens 100 Schüler eine Flasche Abijahrgang. Dazu werden das sicher noch Lehrer probieren. Da wäre ich gut bei 150 Flaschen.

In dem Gärraum wurde gegärt :) Ich denke da haben die Hauswirtschaftlichen Schulen Most etc. gemacht. Es stehen zumindest noch ein zwei Kunststofftanks rum mit Gäraufsatz.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#27  Beitragvon dpjBrau » Donnerstag 6. Oktober 2016, 19:09

Du brauchst also in der Einkocherklasse vier Sude ..... in einem Schuljahr ist das machbar. Auf vier hintereinanderfolgenden Tagen brauen und dann in vier Gäreimern gären lassen. Das Bier sollte nahezu gleich schmecken, wenn Du die gleiche Malzmischung und das gleiche Brauwassern verwendest zum brauen und jeweils die gleiche Hefe und die Temperaturen (es ist ja ein Gärraum vorhanden) ungefähr gleich sind.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#28  Beitragvon Griller76 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 22:26

Ich habe zwar auch Abi gemacht, aber einen Gärraum, das gab es bei uns nicht, dafür einen defekten Keramikbrennofen, da ein Kunstlehrer einmal vergessen hatte diesen auszumachen.

Bei der von Dir benötigten Menge wirst Du ums mehrfache Brauen des gleichen Sudes wohl nicht herumkommen.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#29  Beitragvon DerDerDasBierBraut » Donnerstag 6. Oktober 2016, 23:05

Wird das Seminar ganzjährig laufen? In welchen Abständen (wöchentlich, monatlich)?
Das gebraute Bier könnt ihr sicher aus rechtlichen und moralischen Gründen nicht innerhalb des Jahres an Schüler oder Kollegen weitergeben. Daher wird sich in einem Jahr auch mit 1-2 Einkochern schon eine größere Menge Bier in eurem Lager ansammeln, das zum Abifest gut durchgelagert sein dürfte.
Bei vielen kleinen Suden kann auch mal ein Versuch anbrennen, sauer werden, infizieren oder einfach nicht schmecken. Wenn man hingegen versehentlich seinen 100 Liter "4 Wochen vor Party" Sud versaut, dann wird es echt eng noch rechtzeitig Ersatz zu brauen.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#30  Beitragvon Alt-Phex » Donnerstag 6. Oktober 2016, 23:13

kann auch mal ein Versuch anbrennen, sauer werden, infizieren oder einfach nicht schmecken.


Wenn man weiß was man da tut, passiert das eher selten. Aber Grundsätzlich schon richtig.

Ich kann nur nochmal auf meinen Post weiter oben hinweisen, das du mit mehreren kleinen
Anlagen wesentlich besser da stehst. Mehr Brauerlebnis für die Schüler, mehr Biervielfalt usw.

Wenn du natürlich nur eine geile Brauanlage haben willst und der dazu gehörige Kurs eher so
eine Art Alibi Funktion darstellt um sich das Ding finanzieren zu lassen... Dann nimm den BM50.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#31  Beitragvon 1stBaseMaik » Donnerstag 6. Oktober 2016, 23:35

Ich glaube, dass das größte Problem darin liegt, einen Braugang zeitlich in so eine Art AG zu packen. In der Regel läuft das dann neben der Schule und es sind 1,5 Stunden dafür pro Woche zur Verfügung. Das funktioniert natürlich nicht. Projekttage bzw. Projektunterricht eignet sich dafür besser. Meine Brautage (und ich bin einigermaßen geübt bzw vertraut mit meiner "Anlage") dauern immer ca. 6 Stunden.

Aber interessante Idee. Schade, dass ich das mit meinen Schülern nicht machen kann...die sind in der Regel zwischen 6 und 11 :Bigsmile
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#32  Beitragvon t3k » Freitag 7. Oktober 2016, 08:04

Moin Moin,

Wenn du im Raum Stuttgart Unterstützung brauchst kann ich dich unterstützen, wenn es zeitlich passt.

Oder du fragst mal im Sub-Forum "Lokales/Regionales" - > Stuttgart nach.
Vielleicht macht auch eine Kooperation mit dem Stuttgarter Verein "Kesselbrauer" (ist grad neu gegründet worden) Sinn. Ggf. brauchst du dann gar keine eigene Anlage. Es sind schon hier u da mal kleine Seminare gegeben worden bei denen auf verschiedenen Anlagen zeitgleich gebraut wurde. So könntest du verschiedene Möglichkeiten Bier zu brauen in deinem Seminar aufzeigen (Infulsion/BiBab/Malzrohranlage ...)

Cheers
T3K

Edit: Wollte noch anmerken, dass es im Raum Stuttagrz auch eine private Bibliothek gibt. Wenn du also noch Literatur benötigst um ins Thema ein zu steigen bist du herzlich Willkommen mal vorbei zu schauen ;) weitere Infos auch im Sub-Forum
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#33  Beitragvon Hackbraten » Dienstag 11. Oktober 2016, 19:34

t3k hat geschrieben:Moin Moin,

Wenn du im Raum Stuttgart Unterstützung brauchst kann ich dich unterstützen, wenn es zeitlich passt.

Oder du fragst mal im Sub-Forum "Lokales/Regionales" - > Stuttgart nach.
Vielleicht macht auch eine Kooperation mit dem Stuttgarter Verein "Kesselbrauer" (ist grad neu gegründet worden) Sinn. Ggf. brauchst du dann gar keine eigene Anlage. Es sind schon hier u da mal kleine Seminare gegeben worden bei denen auf verschiedenen Anlagen zeitgleich gebraut wurde. So könntest du verschiedene Möglichkeiten Bier zu brauen in deinem Seminar aufzeigen (Infulsion/BiBab/Malzrohranlage ...)

Cheers
T3K

Edit: Wollte noch anmerken, dass es im Raum Stuttagrz auch eine private Bibliothek gibt. Wenn du also noch Literatur benötigst um ins Thema ein zu steigen bist du herzlich Willkommen mal vorbei zu schauen ;) weitere Infos auch im Sub-Forum


Heute kam das "GO" von der Schulleitung, ich kann mich also ins Thema wühlen/trinnken :Bigsmile .
Also jetzt erstmal Danke für die vielen hilfreichen Tipps!! Mir war nicht bewusst, dass es um mich herum so viele Hobbybrauer gibt! TOP !
Ich tendiere im Moment dann doch zu den Handbraugeräten auch/vor allem nach euren Meinungen.

Das mit der Bibliothek wäre doch super. Ich werde mir sicher ein oder zwei Bücher bestellen, aber sicher nicht alles was es an Material gibt. Meine Schule ist in Göppingen, und ich wohne im Raum Schw. Gmünd.

Ich werde jetzt so vorgehen, dass ich mich in die einzelnen Schritte einlese (Maischen, Läutern und co.) und mir eine Liste mache, was ich an Geräten brauchen kann bzw welche Themen ich in den Kurs packe und welche nicht.
Ohne bisher sehr viel gelesen zu haben würde ich aber wert darauf legen, dass ich meine Temperaturbereiche genau einstellen und halten kann (mit Thermostat?), ohne permanent hoch oder tunerregeln zu müssen , denn ich denke mir jede Schwankung ob beim Gären oder beim Kochen verändert das Ganze Biochemisch ergo geschmacklich.
Welche Geräte empfehlt ihr zum Kühlen? Nen normalen Kühlschrank??? Also zum Gären bzw. Reifen...
-->Zum Brauen schaue mir gerade die Bielmeier-Geräte an. Könnte die richtige Mischung aus Handbrauen und Geräten sein?

Achso. Der Seminarkurs findet immer Freitag-Nachmittag statt. Eigentlich 3x45 Minuten. Da bin ich aber zum Glück sehr frei in der EInteilung. Das heisst ich kann einen Brautag einschieben der länger dauert, dafür aber zwei Wochen lang mal Pause machen.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#34  Beitragvon Hackbraten » Dienstag 18. Oktober 2016, 15:37

Ist das Thema schon tot?

Habe mir mittlerweile den Hanghofer geholt und schmökere bereits darin.
Alles sehr leicht zu lesen, und scheint wirklich durchdacht.


Nochmal zum Thema kühlen. Mir ist noch nicht klar wie ihr beim Gären kühlt?
Beim Reifen nen Kühlschrank, das is klar. Aber für die Gärung brauche ich ja teilweise zwischen 12-20°C
Kühlt ein normaler Kühlschrank nicht zu stark ab?
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#35  Beitragvon Alt-Phex » Dienstag 18. Oktober 2016, 15:41

Für viele obergärige Biere brauchst du nicht zwingend eine Kühlung.

Ansonsten gibt es Temperatursteuerungen, die den Kühlschrank
entsprechend ein/aus schalten, um die Temperatur zu halten.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#36  Beitragvon Hackbraten » Dienstag 18. Oktober 2016, 16:48

Das heißt ich kann nen normalen Kühlschrank kaufen und extra dazu ne Temperatursteuerung?
Sowas hier: https://www.poolshop123.de/Temperaturre ... GwodY9wGpQ


Noch ne Frage....
ich habe mich mittlerweile für ein Handbrausystem entschieden.
Das Bielmaier System wäre mir was das Volumen angeht ein bissel zu klein. Was meint ihr, es ist docmöglich zwei Heizer zb von Bielmaier zu benutzen, zweimal zu läutern, und dann einen größeren Gärtank zusammen zu benutzen oder? Dann hätte ich mehr Volumen und es sind sicher alleam sschaffen.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#37  Beitragvon hyper472 » Dienstag 18. Oktober 2016, 18:21

Hackbraten hat geschrieben:Das heißt ich kann nen normalen Kühlschrank kaufen und extra dazu ne Temperatursteuerung?
Sowas hier: https://www.poolshop123.de/Temperaturre ... GwodY9wGpQ


Viele kaufen sich eine gebrauchte TK-Truhe. Da "fällt" die Kälte nicht raus beim öffnen, sondern bleibt drin liegen. Ansonsten eine Temperatursteuerung, die An-Aus schaltet.

Zur 2. Frage: leider keine Ahnung :Waa

Grüße,
Henning
Ich braue getreu dem Nürnberger Gerstengebot von 1303 - meistens :Bigsmile
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#38  Beitragvon Bitter » Dienstag 18. Oktober 2016, 18:41

Du solltest Dich vorher erkundigen, wie Dein zukünftiger Brauraum (elektrotechnisch) abgesichert ist! Wenn Du mit zwei Einkochern je 2000W arbeiten möchtest, dann springt Dir die Sicherung raus. Antisynchrones Brauen (nur jeweils ein Einkocher eingeschaltet) wirst Du nicht hinbekommen. Mit einer Hendi 3600W wird es soeben funktionieren. Falls zwei getrennte Stromkreise vorliegen, sieht das natürlich schon anders aus. Also, erkundige dich vorher.

Gruß Lothar

Edit: sprongt -> springt
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#39  Beitragvon der_dennis » Dienstag 18. Oktober 2016, 18:43

Wieviel l willst du denn brauen? Bevor ich an zweimal läutern denke, würde ich mir eher eine hendi-Platte und nen größerer Topf kaufen. Sonst wird das doch ein gedeppe.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#40  Beitragvon Hackbraten » Dienstag 18. Oktober 2016, 22:10

Das habe ich natürlich auch schon gedacht, also mit nem größeren Topf zu kochen. Für mich spielt aber auch ne Rolle wie gut man damit die Temperatur halten bzw. einstellen kann...is das mit so nem großen Topf nicht schwierig hinzubekommen?

Kochen kann ich prinzipiell in einem Chemie Praktikumsraum.
Da gibt's an jedem Tisch nen Stromanschluss. Die Hoffnung is also groß dass die Leitung da höher abgesichert is.
Sonst könnte ich parallel im Gärraum gegenüber des Praktikumsraum kochen.
Ich sollte pro Sud ca 50l hinkriegen. Mit 35-40l wäre es vielleicht bissel knapp.

Frage is auch wieviele Flaschen in nen großen Kühlschrank bzw ne Truhe passen.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#41  Beitragvon der_dennis » Dienstag 18. Oktober 2016, 22:20

Naja im 50er Topf sicher einfacher als in 2 Einkochern. Da ist ja mehr Masse, das schwingt nicht so leicht in die eine oder andere Richtung. Wie beim Aquarium, je mehr Wasser, desto stabiler ist es.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#42  Beitragvon Hackbraten » Mittwoch 19. Oktober 2016, 14:52

Bitter hat geschrieben:Du solltest Dich vorher erkundigen, wie Dein zukünftiger Brauraum (elektrotechnisch) abgesichert ist! Wenn Du mit zwei Einkochern je 2000W arbeiten möchtest, dann springt Dir die Sicherung raus. Antisynchrones Brauen (nur jeweils ein Einkocher eingeschaltet) wirst Du nicht hinbekommen. Mit einer Hendi 3600W wird es soeben funktionieren. Falls zwei getrennte Stromkreise vorliegen, sieht das natürlich schon anders aus. Also, erkundige dich vorher.

Gruß Lothar

Edit: sprongt -> springt


Ganz normal 16A abgesichert. Allerdings ist vor meinem Praktikumsraum die Chemiesammlung (die Dosen sind extra abgesichert), heisst mit nem Verlängerungskabel kein Problem. Außerdem gibt es wohl ne Steckdose für die Putzfrauen, die ist auch extra abgesichert. Das wäre also ok.

Hab mir die Induktionsplatten mal angeschaut, die sind ja eigentlich alle zu klein, zumindest bei nem 50L Topf.
Was spricht gegen die Methode zwei Einkocher zu benutzen bei gleichem Rezept?
Man könnte dann ja auch zusammen in einem Behälter Läutern oder? Oder ist das ein Umfüllprozess zu viel (also zwecks Oxidation)?
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#43  Beitragvon DevilsHole82 » Montag 24. Oktober 2016, 14:53

In Deinem Chemieraum sind doch sicher auch Gasanschlüsse, oder? Dann würde ich überlegen einen Hockerkocher mit 70 L Edelstahltopf plus Einkocher für den Nachguss zu verwenden. Ist für mich die sinnvollste Lösung bei gewünschten 50 L Ausschlag.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#44  Beitragvon Hackbraten » Dienstag 25. Oktober 2016, 22:18

DevilsHole82 hat geschrieben:In Deinem Chemieraum sind doch sicher auch Gasanschlüsse, oder? Dann würde ich überlegen einen Hockerkocher mit 70 L Edelstahltopf plus Einkocher für den Nachguss zu verwenden. Ist für mich die sinnvollste Lösung bei gewünschten 50 L Ausschlag.


Daran habe ich noch nicht gedacht. Allerdings sind die Kocher für Propan oder Butan. Ich tippe dass wir da eher Erdgasanschlusse haben. Muss ich mal abchecken. Habe aber selbst ne Gasflasche die könnte ich auch benutzen. Is da die Temperatursteuerung nicht ziemlich schwierig bzw. ungenau?
Waren sonst echt ne Alternative.
Sorry dass ich nochmal nachhake....wo wären denn die Nachteile wenn ich zwei Bielmaier Kocher nehmeuund dann einen Gäransatz?
Wir werden das Ganze wie gesagt zu zweit betreuen und ca. 20 Schüler haben.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#45  Beitragvon Alt-Phex » Dienstag 25. Oktober 2016, 22:54

Wenn da 10 Leute um einen Einkocher rumstehen haben 2/3 nichts zu tun und beschäftigen
sich mit ihrem Smartphone. Was dann sogar Verständlich wäre. Daher nochmal mein Tipp:

Nimm mehrere "Sudanlagen", in diesem Fall halt vier Einkocher und Läuterbottiche. Dann können
jeweils 5 Schüler an einem Gerät rumpanschen, das macht dann auch viel mehr Spaß.

Die Läuterbottiche könnten auch gleich als Gärbottiche dienen. Alternativ zwei größere Bottiche und
jeweils ein Rezept auf zwei Einkochern brauen und gemeinsam vergären. Das wären dann ungefähr
40-45l fertiges Bier pro 2 Einkocher. Die Menge hängt natürlich auch von anderen Faktoren ab.
Du kannst auch 4x das gleiche Rezept brauen, wäre aber langweilig.

Grobe Rechnung:
Edelstahl Einkocher ~150,- EUR
Läuterbottich ~25,- EUR (Hier )
Dazu noch etwas Kleinkram wie Meßbecher, Maischepaddel, Thermometer, Silikonschlauch, Spindel und
Co kämst du auf 200-250,- EUR pro Braueinheit.

Um zwei Sude zusammen zu vergären kannst du diese Gärfässer benutzen. Gibt es auch im Baumarkt (Gartenabteilung)

Und mach dich frei von dem Gedanken an die Thermstate dieser Einkocher. Die nützen dir ohne Rührwerk rein gar nichts.
Und selbst dann sind die meisten relativ ungenau. Man muss halt schon selber mit dem Thermometer messen und dann
die Heizung ein bzw. ausschalten. Beim heizen natürlich ordentlich rühren, sonst brennt das an.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#46  Beitragvon Hackbraten » Mittwoch 26. Oktober 2016, 07:51

Alt-Phex hat geschrieben:Wenn da 10 Leute um einen Einkocher rumstehen haben 2/3 nichts zu tun und beschäftigen
sich mit ihrem Smartphone. Was dann sogar Verständlich wäre. Daher nochmal mein Tipp:

Nimm mehrere "Sudanlagen", in diesem Fall halt vier Einkocher und Läuterbottiche. Dann können
jeweils 5 Schüler an einem Gerät rumpanschen, das macht dann auch viel mehr Spaß.

Die Läuterbottiche könnten auch gleich als Gärbottiche dienen. Alternativ zwei größere Bottiche und
jeweils ein Rezept auf zwei Einkochern brauen und gemeinsam vergären. Das wären dann ungefähr
40-45l fertiges Bier pro 2 Einkocher. Die Menge hängt natürlich auch von anderen Faktoren ab.
Du kannst auch 4x das gleiche Rezept brauen, wäre aber langweilig.

Grobe Rechnung:
Edelstahl Einkocher ~150,- EUR
Läuterbottich ~25,- EUR (Hier )
Dazu noch etwas Kleinkram wie Meßbecher, Maischepaddel, Thermometer, Silikonschlauch, Spindel und
Co kämst du auf 200-250,- EUR pro Braueinheit.

Um zwei Sude zusammen zu vergären kannst du diese Gärfässer benutzen. Gibt es auch im Baumarkt (Gartenabteilung)

Und mach dich frei von dem Gedanken an die Thermstate dieser Einkocher. Die nützen dir ohne Rührwerk rein gar nichts.
Und selbst dann sind die meisten relativ ungenau. Man muss halt schon selber mit dem Thermometer messen und dann
die Heizung ein bzw. ausschalten. Beim heizen natürlich ordentlich rühren, sonst brennt das an.



Moin Alex !
Das war ja genau mein Gedanke. Wenn ich sowieso mehr Schüler habe, könnte ich einfach zwei Sude ansetzen.Ich dachte nur da gibt es von einigen Bedenken :Shocked .
Rührwerk habe ich doch.....die Schüler :thumbsup .
Habe schon angefangen mir mal ne Einkaufsliste zu erstellen.... :)
Würde am liebsten gleich loslegen :) .
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#47  Beitragvon SingleUser » Mittwoch 26. Oktober 2016, 08:34

...wobei die Gärfässer in der Gartenabteilung deutlich günstiger sind als in der Bucht ....

Zum rechtlichen Aspekt: Da Du als Pädagoge ja die Schüler nicht zu rechtswidrigen Handlungen auffordern darfst...denk mal scharf nach....
a) Brauen zu Unterrichtszwecken, also als schulische Veranstaltung. Hier musst Du beim HZA anmelden, weil es keine Freigrenze gibt.
b) Brauen als außerschulische Veranstaltung. Dann meldet jeder Braumeister "seinen" Sud als privat gebraut an. Da er unter der Freigrenze bleibt, keine Steuer.
c) Sponsoren zahlen Anlage und kaufen die für Schule, Ihr "mietet" Euch dann die Anlagen privat für eine außerschulische Veranstaltung gegen eine kleine Gebühr...
... Ist halt eine Frage, wie man es sauber bastelt....

Die Idee mit den 3 - 5 Einkochern finde ich auch richtig, wenn 80% arbeitslos rumstehen, geht die Sache in die Hose
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#48  Beitragvon DevilsHole82 » Mittwoch 26. Oktober 2016, 09:30

Hackbraten hat geschrieben:Daran habe ich noch nicht gedacht. Allerdings sind die Kocher für Propan oder Butan. Ich tippe dass wir da eher Erdgasanschlusse haben. Muss ich mal abchecken. Habe aber selbst ne Gasflasche die könnte ich auch benutzen. Is da die Temperatursteuerung nicht ziemlich schwierig bzw. ungenau?
Waren sonst echt ne Alternative.
Sorry dass ich nochmal nachhake....wo wären denn die Nachteile wenn ich zwei Bielmaier Kocher nehmeuund dann einen Gäransatz?
Wir werden das Ganze wie gesagt zu zweit betreuen und ca. 20 Schüler haben.


Bin mir nicht sicher, denke aber, dass aus den Gasanschlüsse in den Chemieräumen kein Erdgas kommt. Damals in der Schule hatten wir eine große Flasche Butan oder Propan Versorgungsraum stehen, die über einen Druckminderer elektronisch geschaltet wurde und die Gashähne an den einzelnen Plätzen versorgt hat.

Eine Temperatursteuerung brauchst Du nicht. Vom Prinzip arbeitet Einkocher und Gaskocher gleich. Entweder man heizt (EIN) oder man heizt nicht (AUS). Und das beim Einkocher mit voller Leistung. Je nach eingestellter Temperatur schaltet der Einkocher dann ab. Mit dem Gaskocher machst Du es dann genauso:
EIN bis 1-2°C unter Zieltemperatur -> AUS ... Vorteil beim Gaskocher ist, dass Du die Flamme dosieren kannst. Das kann der Einkocher nicht.

Thermometer vorausgesetzt. Und rühren während der Heizphase nicht vergessen.

Aber Alt-Phex hat da schon den richtigen Einwand gebracht. Bei nur einem Gerät wird es für die anderen Schüler langweilig.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#49  Beitragvon Ursus007 » Mittwoch 26. Oktober 2016, 09:39

Noch eine Idee, um Dich selbst aufzuschlauen:

Schau mal, ob Deine VHS einen Braukurs anbietet. Geh hin und mach Dir ein Bild, auch im Sinne von: Was könntest Du für Dein Projekt übernehmen und was läuft bei einer gewissen Anzahl von Leuten nicht so optimal. Auch kannst Du den Kursleiter sicher zu diversen Deiner Fragen löchern ...

Finde es aber eine gute Idee, sowas anzubieten. Ich sag ja auch immer: Brauen ist nur angewandte Chemie.

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#50  Beitragvon Hackbraten » Mittwoch 26. Oktober 2016, 10:02

SingleUser hat geschrieben:...wobei die Gärfässer in der Gartenabteilung deutlich günstiger sind als in der Bucht ....

Zum rechtlichen Aspekt: Da Du als Pädagoge ja die Schüler nicht zu rechtswidrigen Handlungen auffordern darfst...denk mal scharf nach....
a) Brauen zu Unterrichtszwecken, also als schulische Veranstaltung. Hier musst Du beim HZA anmelden, weil es keine Freigrenze gibt.
b) Brauen als außerschulische Veranstaltung. Dann meldet jeder Braumeister "seinen" Sud als privat gebraut an. Da er unter der Freigrenze bleibt, keine Steuer.
c) Sponsoren zahlen Anlage und kaufen die für Schule, Ihr "mietet" Euch dann die Anlagen privat für eine außerschulische Veranstaltung gegen eine kleine Gebühr...
... Ist halt eine Frage, wie man es sauber bastelt....

Die Idee mit den 3 - 5 Einkochern finde ich auch richtig, wenn 80% arbeitslos rumstehen, geht die Sache in die Hose


Die Veranstaltung ist def. eine schulische Veranstaltung. Die Seminararbeiten und Präsentationen zählen zum Abi...
Sprich eine Anmeldung muss dann wohl erfolgen.

Ich besuche zwar keinen VHS-Kurs aber eine 3-tägige Fortbildung zum Thema Bierbrauen in Chemie...da werde ich sicher auch ein paar Fragen klären können.

Noch zum Thema Gasanschlüsse. Ich weiss was du meinst, an meiner Ausbildungsschule gab es auch einzelne Gasflaschen. Das scheint hier aber nicht zu sein (zum. habe ich in den letzten Jahren noch keine Gasflasche gefunden). Deswegen gehe ich von einer festen Erdgasverbindung aus....

Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten.... :Bigsmile
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#51  Beitragvon Henry5 » Dienstag 7. Februar 2017, 16:40

Alt-Phex hat geschrieben:Wenn da 10 Leute um einen Einkocher rumstehen haben 2/3 nichts zu tun und beschäftigen
sich mit ihrem Smartphone. Was dann sogar Verständlich wäre. Daher nochmal mein Tipp:

Nimm mehrere "Sudanlagen", in diesem Fall halt vier Einkocher und Läuterbottiche. Dann können
jeweils 5 Schüler an einem Gerät rumpanschen, das macht dann auch viel mehr Spaß.

Die Läuterbottiche könnten auch gleich als Gärbottiche dienen. Alternativ zwei größere Bottiche und
jeweils ein Rezept auf zwei Einkochern brauen und gemeinsam vergären. Das wären dann ungefähr
40-45l fertiges Bier pro 2 Einkocher. Die Menge hängt natürlich auch von anderen Faktoren ab.
Du kannst auch 4x das gleiche Rezept brauen, wäre aber langweilig.

Grobe Rechnung:
Edelstahl Einkocher ~150,- EUR
Läuterbottich ~25,- EUR (Hier )
Dazu noch etwas Kleinkram wie Meßbecher, Maischepaddel, Thermometer, Silikonschlauch, Spindel und
Co kämst du auf 200-250,- EUR pro Braueinheit.

Um zwei Sude zusammen zu vergären kannst du diese Gärfässer benutzen. Gibt es auch im Baumarkt (Gartenabteilung)

Und mach dich frei von dem Gedanken an die Thermstate dieser Einkocher. Die nützen dir ohne Rührwerk rein gar nichts.
Und selbst dann sind die meisten relativ ungenau. Man muss halt schon selber mit dem Thermometer messen und dann
die Heizung ein bzw. ausschalten. Beim heizen natürlich ordentlich rühren, sonst brennt das an.


Hallo, eine Frage zu den Gärfässern: Ich informiere mich nämlich gerade, was ich so als Anfänger benötige. Da steht Weinfässer in der Beschreibung, Das habe ich nun schon häufiger gesehen. Ist es quasi egal, ob ich Gärfässer für Wein oder Bier benutze? Also gibt es da keinen Unterschied oder kann ich das nicht einfach quasi synonym verwenden? Danke für Rat.
Henry5
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#52  Beitragvon Liquidminer » Dienstag 7. Februar 2017, 17:05

Henry5 hat geschrieben:Hallo, eine Frage zu den Gärfässern: Ich informiere mich nämlich gerade, was ich so als Anfänger benötige. Da steht Weinfässer in der Beschreibung, Das habe ich nun schon häufiger gesehen. Ist es quasi egal, ob ich Gärfässer für Wein oder Bier benutze? Also gibt es da keinen Unterschied oder kann ich das nicht einfach quasi synonym verwenden? Danke für Rat.

Nein, die Gärfässer sind auf jeden Fall nur zur Herstellung von Wein zugelassen. Für die Verwendung von Bier ist eine entsprechende Ausnahmeregelung im jeweiligen Bundesland zu beantragen. In Bayern wirds aber schwierig..
Beste Grüße,
Torsten

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#53  Beitragvon Braumal » Mittwoch 8. Februar 2017, 11:21

Liquidminer hat geschrieben:
Henry5 hat geschrieben:Hallo, eine Frage zu den Gärfässern: Ich informiere mich nämlich gerade, was ich so als Anfänger benötige. Da steht Weinfässer in der Beschreibung, Das habe ich nun schon häufiger gesehen. Ist es quasi egal, ob ich Gärfässer für Wein oder Bier benutze? Also gibt es da keinen Unterschied oder kann ich das nicht einfach quasi synonym verwenden? Danke für Rat.

Nein, die Gärfässer sind auf jeden Fall nur zur Herstellung von Wein zugelassen. Für die Verwendung von Bier ist eine entsprechende Ausnahmeregelung im jeweiligen Bundesland zu beantragen. In Bayern wirds aber schwierig..

? Redest du vom gewerblichen Brauen? Der Hobbybrauer kann doch nehmen, was er will. Ich habe schon Bilder von blauen Regenfässern oder Mayonnaisekübeln gesehen, die zum Gären verwendet wurden. Da wird bestimmt keine Ausnahmeregelung beantragt, geschweige denn bewilligt.

Grüsse, David
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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#54  Beitragvon Liquidminer » Mittwoch 8. Februar 2017, 12:56

Ist die Ironie so schwer zu erkennen?

Der Kollege Henry ist eher in Sachen Suchmaschinenoptinierung unterwegs. Ich konnte mir den Kommentar nicht verkneifen.
Beste Grüße,
Torsten

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Re: Brauanlage - Brauche Tipps

Post Nr.:#55  Beitragvon Braumal » Mittwoch 8. Februar 2017, 23:35

Liquidminer hat geschrieben:Ist die Ironie so schwer zu erkennen?

Der Kollege Henry ist eher in Sachen Suchmaschinenoptinierung unterwegs. Ich konnte mir den Kommentar nicht verkneifen.

Ich hatte ja den Verdacht, dass es Ironie sein könnte, du hast das aber so sachlich und trocken geschrieben, dass ich den Verdacht verworfen habe.
In der Schweiz musst du nämlich nachweisen können, dass du Bier braust, wenn du ein entsprechendes Gärfass oder andere Brauutensilien kaufen willst. Und das ist jetzt gar überhaupt nicht, keinesfalls und nie und nimmer ironisch gemeint. :Angel

In dem Sinne, Prost :Drink und Gruss, David
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