Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Alles zum Thema Brauanlagen-Selbstbau. Für Steuerung und Automatisierung bitte das Unterforum "Automatisierung" nehmen.

Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#1  Beitragvon Dreumex0ne » Sonntag 8. Januar 2017, 16:39

Hallo,

ich überlege nun schon seit einigen Monaten hin und her, welche Art Anlage ich mir anschaffen sollte um drei Kisten Bier herzustellen.

Angefangen bin ich mit dem Bier Brauset von besser Brauer. Ich habe zwei Sude erfolgreich in Flaschen abgefüllt und war mit dem Ergebniss mehr als zufrieden.
Also sollte es dann gerne eine Nummer größer werden !

Was ich nicht alles hin und her überlegt habe, könnt ihr euch sicherlich vorstellen :) Töpfe hier, Hahn anschweißen dort, Läutern im Einkocher oder lieber doch in einem Läuterbottich, mit
Läutergrant oder ohne usw. und sofort :)

Nachdem ich mir die hilfreichen Anfängertipps durchgelesen habe, bin ich mir fast sicher, mich zu der Kombination Einkocher und Klarstein Beerfest zu entscheiden.

Das Maischekochen und läutern sollte in dem Einkocher stattfinden, ein Läutersieb würde ich mir aus Edelstahllochblech zuschneiden lassen.
Die Würze wird im Gärbottich aufgefangen,hier würde ich noch mit einem zusätzlichen Filter arbeiten z.b. ein Leinentuch über dem Gärbottich, der Nachguss wird im Klarstein aufgesetzt und mittels Sieb o.ä. in den Einkocher geleitet,damit der NG nicht den Treber "angreift", das alles mit freundlicher Unterstützung der Schwerkraft.

Von dort geht die Reise zum Hopfenkochen im Klarstein weiter. Der Klarstein hat 2580W, im Forum habe ich erfahren, dass der die Würze ohne Probleme zum wallenden kochen bringt.
Nach dem Hopfenkochen möchte ich die Würze runterkühlen, nicht über Nacht, also muss ein Würzekühler her der entweder : Marke eigenbau / Plattenkühler / Würzekühler sein soll, finale Entscheidung steht noch aus. Marke Eigenbau finde ich allerdings am schönsten :)

Die Würze würde ich dann in den Gärbottich laufen lassen und die Hefe hinzufügen. Wenn ich so einen Gärbottich, wie unten aufgelsitet, nehme kann ich den Ablaufhahn nutzen um Proben zu ziehen ?

Ich habe bisher in einem 4 Liter Glasbehälter gären lassen, da hat sich der gesamte Trub immer unten gesammelt, das wird in dem Bottich sicherlich nicht anders sein.
Kann ich eine Probe durch den Hahn nehmen oder ist das eher nicht zu empfehlen ?
Genau wie das umfüllen in Flaschen, wäre durch den Hahn ja eine super Sache, wenn denn diese Trubstoffe nicht daziwschen funken...
Evtl wäre ein Fastferment eine Überlegung wert. Wenn da jemand Erfahrung hat, immer her damit !

Wenn die Gärung abgeschlossen ist geht es über den Abziehhahn (oder den integrierten Hahn) in die Flaschen zur Nachgärung. Erstmal nur im Hausflur und dann in den Kühlschrank (da brauch ich wohl noch einen)

Meine Einkaufsliste:

Einkocher : http://www.bielmeier-hausgeraete.com/de ... 495-4.html

Klarstein: http://www.klarstein.com/Kuechengeraete ... m=Beerfest

Gärbottich : http://www.ebay.de/itm/Maischeeimer-Gar ... 0268983478

Läuterboden : http://www.ebay.de/itm/Lochblech-Rv3-5- ... 2434693424

Abzierohr : https://www.schnapsbrenner.eu/navi.php?qs=Abziehrohr

Fastferment : http://amihopfen.com/Braugeraetschaften ... ::775.html

Zusätzlich : Bierspindel, Jod, Digitalwaage und Thermometer, Sputnikfilter, Leinentuch

Ich denke mit diesem Equipment kann ich mein Ziel von ca. 22 Litern Bier realisieren, das ganze ohne das lästige Töpfe hin und her schleppen. Kostenpunkt bisher ca. 300 € (ohne Kühler)

Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere Erfahrungen oder eine gänzlich andere Meinung vertritt die er oder sie mir nahebringen kann.

Habt einen schönen Sonntag !

Lutz
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#2  Beitragvon Alt-Phex » Sonntag 8. Januar 2017, 17:09

Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du im Einkocher mit dem Lochblech maischen.
Das ist eher ungünstig, da dir unter dem Blech einiges anbrennen kann. Ausserdem wirst
du so keine gleichmäßige Temperaturverteilung hinbekommen.

Idealerweise benutzt du im Einkocher eine Läuterhexe/Läuterfreund/Läuterator und kannst
dann normal maischen und direkt in den anderen Kocher abläutern. Das zwischenbunkern im
Gärbottich macht überhaupt keinen Sinn, du hast ja zwei Geräte. Vergiss bitte sämtliche
Filtertücher, sowas braucht man nicht. Das ist nur unnötiges rumgepansche.

Für das spätere Hopfenseihen kaufst du dir einen Monofilament-Filter. Die gibt es in den
gängigen Hobbybrauer-Shops.

Probenentnahme am Hahn ist sehr umstritten, da man die Dinger nur sehr schlecht reinigen kann.
Infektionsherd Nr.1 bei Hobbybrauern. Besser die Probe von oben entnehmen, z.b. mit einer sauberen
und mit kochendem Wasser oder Isopropanol "desinfizieren" Suppenkelle.
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#3  Beitragvon Dreumex0ne » Sonntag 8. Januar 2017, 17:23

Dann also lieber die Hexe, mit dem Prinzip bin ich vertraut. Ich könnte in der Version auf einen
billigerne Einkocher zurückgreifen, da ich sowieso einen Extra Hahn mit T-Stück für die Hexe anbringen muss.

Vielen Dank für die Tipps !
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#4  Beitragvon Alt-Phex » Sonntag 8. Januar 2017, 17:36

Alternative wäre ein separater Läuterbottich, dann brauchst du keine zwei
beheizten Geräte mehr. Für den Nachguß tut es auch ein großer Topf auf
dem Herd oder eben ein günstiger Einkocher.

Maische ist innerhalb von wenigen Minuten umgschöpft, das ist weder anstrengend
noch tut das weh. Mache ich sogar bei 50L Suden noch so.
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#5  Beitragvon exil_westfale » Sonntag 8. Januar 2017, 17:52

Alles nur keinen Beerfest. :achtung

Der kann nur warmhalten. Mit Strom dran ist man nicht sicher.
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#6  Beitragvon Dreumex0ne » Sonntag 8. Januar 2017, 17:52

Bei einem seperaten Läuterbottich, würde ich einen Gärbottich nehmen wie in der Einkausliste und diesen mit einer Läuterhexe
versehen. Zum Gären würde ich noch einen Gärbottich brauchen... wäre das die Variante die Du vorschlägst ?

Ich stelle mir das brauen mit zwei beheizten Geräten etwas einfacher vor, aus dem Grund das der NG kontrolliert durch einen
Hahn und Sieb über den Treber laufen kann. Bei einem extra Topf müsste ich wieder schütten, was sicherlich auch kein
große Akt ist. Aber mir gefällt die Vorstellung, den Klarsetein anzustellen und den NG locker über den Treber laufen zu lassen.

Was noch wichtiger ist sind die 2580w im Klarstein für das Hopfenkochen, da sehe ich schon einen Vorteil gegenüber den
Einkocher aufgrund der höhren Watt Zahl.

Oder neige ich hier einfach dazu einfache Dinge kompliziert zu machen ?
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#7  Beitragvon Dreumex0ne » Sonntag 8. Januar 2017, 18:05

Exil, wie kommst Du darauf, dass der nicht sicher ist ?

Hast Du mit dem Beerfest mal schlechte Erfahung gemacht ?
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#8  Beitragvon §11 » Sonntag 8. Januar 2017, 18:06

Ich hab für meine Einkocher Brauerei einen günstigen und einfachen Weg gesucht einen Läuterbottich zu bauen ohne viel Gebastel.

Raus kam das hier unter 50 Euro simple, zweckmäßig und läuft sehr gut.

Weithals Gäreimer im Angebot, Edelstahlhahn, zwei 90 Grad Bögen, eine Dichtung und ein Pumpenkorb.

IMG_2032.JPG


In das Gewinde des Gärfasses kommt außen der Hahn rein, dann die Dichtung und von innen dagegen die 90Grad Bögen (um auf den Boden zu kommen) dann der Korb. Vorteil, so ergibt sich auch gleich ein Syphon.

Jan
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#9  Beitragvon §11 » Sonntag 8. Januar 2017, 18:11

Achso, wegen der Gewindegrössen, nachdem es beides im Baumarkt gibt kann man das prima austesten :Pulpfiction

Jan

P.S.: den hab ich in Deutschland gekauft und gebaut, also keine Angst.
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#10  Beitragvon hyper472 » Sonntag 8. Januar 2017, 18:27

Der Läuterbottich von Amihopfen ist günstiger :P
Lutz, sieh Dir dringend mal den Thread zum Klarstein Beerfest an. Fast alle, die das Ding hatten, haben ihn ausgemustert, umgetauscht oder an einen bösartigen Erbonkel verschenkt. Das Ding kann lebensgefährlich sein.
Viele Grüße, Henning
Ich braue getreu dem Nürnberger Gerstengebot von 1303 - meistens :Bigsmile
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#11  Beitragvon exil_westfale » Sonntag 8. Januar 2017, 18:32

Klarsteinerfahrungen:

Fehler treten immer wieder auf und gehen dann wieder.

1. Leakage in die Elektrik. Nicht viel. Hat aber gereicht.
2. Kabelbrandgeruch.
3. Ausschalten beim Würzekochen.
4. Kochen läst sich nicht steuern. Alles oder nichts.

Dazu kommt, dass er zu schmal für einen guten Wirlpool ist.

Ergebnis: Dient als Ersatz für den Thermoport (Sehr gute Isolierung / ein kleines Leak ist da nicht so schlimm).

Koche dann mit Hendi und Topf. Lässt sich super steuern und die Aufheizrate ist auch in ner ganz anderen Liga.

Kostet mehr ... Aber dafür kriegst du auch einiges. :thumbsup
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#12  Beitragvon Dreumex0ne » Sonntag 8. Januar 2017, 18:54

Danke für die Gärbottich Idee, die kann ich mir auch sehr gut vorstellen!

Was den klarsetin betrifft, da hab ich wohl nicht aufmerksam genug gelesen, scheint ja wirklich nicht i.O. zu sein das Ding.
Töpfe und Hendi wären natürlich auch nicht schlecht, der Topf würde es dann wohl auch richten denke ich :

https://www.vega-direct.com/de-de/fleis ... g-10021540

oder sollte es schon ein 36 Liter von Amihopfen sein ? Die waren mir eigentlich etwas zu groß :)

vielen Dank bis hier hin schon mal von mir !
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#13  Beitragvon respect » Sonntag 8. Januar 2017, 19:01

Meine Erfahrung mit dem Beerfest war nicht gut! - Geht beim Hopfenkochen rasch über. Jetzt hab ich zum Kochen einen 47l Topf und eine Hendiplatte - um Welten besser!
Mathias
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#14  Beitragvon quasarmin » Sonntag 8. Januar 2017, 19:22

Moin Lutz

Ich habe vor knapp einem Jahr angefangen Bier zu brauen und habe mit zwei Edelstahleinkochern inzwischen 13 Sude gebraut. Die hergestellte Biermenge liegt meist zwischen 21-22 Litern.
Ein Einkocher ist mit Rührwerk und Läuterhexe ausgestattet und wird zum Maischen und Läutern verwendet. Der zweite Einkocher hält den Nachguss vor und wird dann nach dem Läutern für das Hopfenkochen verwendet. Während dem Kochen reinige ich dann den Maischekocher und Rührwerk.
Zum Auffangen der Würze verwende ich zwischendurch einen 30l Emailetopf den ich schon seit Jahren rumstehen hatte. So braucht der Gäreimer nicht dafür herhalten. Für die Temperatur/Raststeuerung beim Maischen verwende ich eine selbstgebaute Arduino AiO-Steuerung, die wird hier im Forum beschrieben und zur Zeit von Lothar (Bitter) fürsorglich unterstützt. Ich bin mit dieser Ausstattung und dem Ergebnis sehr zufrieden, dachte nach wenige Suden an eine Vergrösserung, das geht wohl den meisten so. Aber wenn ich ehrlich zu mir bin sind die Mengen dann für die Handhabung schon etwas aufwendiger und ausserdem will ich nach 20 Liter auch mal was Neues probieren. Für das sichere Kochen habe ich mir ausserdem einen Rommelsbacher 2000W Tauchsieder zum Geburtstag schenken lassen, damit kann dann nichts mehr schiefgehen. Mit den Einkochern (bei mir sind es Klarstein Biggi) bin ich recht zufrieden. Sie waren günstig (ca.95 Euro), haben einen nahtfreien Edelstahltopf und kochen vernüftig. Beim Maischen gibt es überhaupt keine Probleme, beim Kochen kam schon mal der Temperaturbegrenzer. Diesen habe ich zwar schaltbar überbrückt, das wäre aber durch die Anschaffung des Tauchsieders nicht unbedingt nötig gewesen. Die Kocher sind einfach mit einem Edelstahlschwamm zu reinigen, sehen innen noch aus wie neu. Durch die externe Temperatursteuerung beim Maischen kann ich die Temperatur auf +- 0,5°K genau halten. Die Kochplatte des Einkochers hat nur wenig Masse und heizt kaum nach, ich bin was das angeht sehr begeistert. Die eingebauten Bimetall-Thermostate sind nur eine Notlösung, damit habe ich allerdings die ersten 3 Sude auch erfolgreich gebraut. Dies zu meinen Erfahrungen in der 22Liter Einkocherklasse.

Ich habe übrigens einen Plattenkühler. Den würde ich nicht wieder kaufen, lieber eine Kühlspirale. Die ist viel einfacher handzuhaben und auch sicherer was Infektionen angeht. Ich werde daher auf eine Kühlspirale umsteigen.

Wenn du das Abziehrohr mit Antitrub von Amihopfen holst, dann mit dem Halteklip. Und am besten einen 30l Gäreimer ohne Hahn. Den führen die meisten der gängigen Brauzubehörversender im Sortiment.
Dann wirst du zwar nie erfahren wie man diesen Hahn versucht vergeblich sauber zu halten, aber das ist etwas was ich nicht mehr vermisse :Smile
Für die Messung wird der Deckel kurz geöffnet und mit einer Minipipette eine Probe genommen die ich dann für das Refraktometer verwendet wird. Ich werfe die Pipette danach weg, habe mir bei amazon einen 100er Pack für ca.5 Euro geleistet.
Inzwischen habe ich die Ruhe 12 Tage zu warten um die erste Messung zu machen, die letzten Male war dann 3 Tage später nur eine zweite Messung notwendig.
Anfangs war ich halt noch neugierig und habe früher und öfter gemessen.

Viel Erfolg beim Einstieg in ein tolles Hobby
Armin
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#15  Beitragvon Dreumex0ne » Montag 9. Januar 2017, 20:04

Viel Dank für die ganzen Antworten, der Klarsetin ist dann definitiv gecancelled :)

Die zwei Einkocher Variante plus Topf ist eine sehr gute Alternative. Wenn die Besttelung da ist lasse ich wieder was von mir hören !

Also nochmal vielen Dank an euch alle, dass hat mir doch sehr geholfen und nun heißt es endlich mal ANFANGEN :)

Grüße Lutz
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#16  Beitragvon Hannes2310 » Dienstag 10. Januar 2017, 12:09

Hey Lutz,

zwei Einkocher sind klasse. Hier wird ja manchmal berichtet, dass die Einkocher einfach abschalten. Und das passiert wohl häufig beim Hopfenkochen.
Der Grund liegt oft in der Reinigung nach dem Maischen, so haben wir das gestern in Köln diskutiert. Wenn du nach dem Miaschen den Kessel reinigst und nur ein wenig Wasser in die Steuerung kommt, dann kann er sich schonmal beim Kochen abschalten.
Aber der Vorteil bei 2 Einkochern: Du kannst einfach umschütten und weitermachen.

Gruß Hannes
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#17  Beitragvon BierTouristMS » Dienstag 10. Januar 2017, 13:09

Ich hab nen EInkocher 2000 W mit ner Isomate versehen. Zum Maischen völlig ausreichend. Fahre die Temperatur mit Volllast und rühren hoch und ziehe 2 Grad vor der Zieltemperatur den Stecker.
Die Version hält die Rasttemperatur innerhalb der vorgegeben Grenzen sehr gut (einmal nachheizen).
Läutern klappt mit der Hexe super. Hab mir dazu von nem befreundeten Koch einen lebensmittelechten 30 l Eimer besorgt und den umgebaut. Umschöpfen der Maische ist von Hand in Null Komma Nix passiert.

Nachgusswasser erhitze ich in Omas alten Einkochtopf auf unserem Kücheninduktionsfeld sehr zügig. Muss halt dann nur einmal 20 kg in den Keller schleppen. Aber das hält fit.
Was wirklich genervt hat, ist das warten aufs Kochen. Da wäre ein zusätzlicher Tauchsieder oder eine leistungsfähige Induktionplatte doch von Vorteil. Stunden hat es aber auch nicht gedauert.

Sollte ich mich vergrössern/verändern wollen, würde ich Richtung Hendi und nem zusätzlichen Pott gehen. Damit wäre ich flexibel in alle Richtungen und der Investitionsaufwand ist ähnlich dem Aufwand mit 2 Einkochern undTauchsieder.

Gruß aus Münster
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#18  Beitragvon mavro » Dienstag 10. Januar 2017, 14:18

H Lutz,

für den Einstieg kannst Du auch erst einmal so einfach anfangen, wie ich: Es reicht ein Einkocher (Biggie) und ein Platsikgäreimer.

Schau mal hier: viewtopic.php?p=184267#p184267

Alles andere kannst Du auch danach noch dazu kaufen, wenn Du unbedingt möchtest...

Grüße Andreas
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#19  Beitragvon Dreumex0ne » Dienstag 10. Januar 2017, 23:17

Hey Ho,

ich habe heute meine Bestellungen abgeschickt.

Mir hat die Variante mit den zwei Einkocher sehr gut gefallen. Hendy und Töpfe sind auch echt super aber man muss ja noch Träume haben :Smile

Läuterhexe, Jod, Spindel, Spindelzylinder, Sputnikfilter, Waage, Thermometer, Gärbottich und Auffangbottich. Ein Rührwerk werd ich mir nochmal
selber zusammen basteln.
Die erwähnte Brausteuerung soll dann auch noch kommen!

Also ist meine Bier brau Geschichte um ein Kapitel größer aber noch nicht abgeschlossen :Bigsmile

Grüße Lutz
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#20  Beitragvon Michael Wendt » Mittwoch 11. Januar 2017, 00:37

Hallo Lutz,

ich würde den zweiten Einkocher nicht für die Nachgüsse nutzen, sondern fürs Hopfenkochen. Wenn du erst in einen weiteren Behälter läuterst und bis zum Ende der Nachgüsse warten musst, ehe der Einkocher frei ist, kühlt die Würze so sehr ab, dass es ewig dauert, bis sie kocht. Für den Nachguss reicht auch ein größerer Topf - falls du die Möglichkeit hast, den zu erhitzen (kleine Induktionsplatte?).

Aber was kaum diskutiert wurde, ist die Würzekühlung. Ich bin mit meinem Gegenstromkühler Marke Eigenbau sehr zufrieden. Kühlt spielend auf Anstelltemperatur (zumindest für Obergäriges) herunter.

Sie mal hier (meine Gerätschaft): viewtopic.php?f=20&t=12052&view=unread#unread
und hier (die Bauanleitung): http://www.bierbrauerei.net/bierbrauere ... uehler.pdf

Und wenn du dich für einen Kunststoff-Gäreimer entscheidest: Die gibt es auch transparant (bei ebay). Dann muss man den Deckel nur zum Messen abnehmen, nicht zum neugierigen Beobachten des Gärfortschritts.

Viel Spaß mit deiner Ausrüstung :Drink
Michael
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#21  Beitragvon Dreumex0ne » Mittwoch 11. Januar 2017, 08:46

Hey Michael,

Die NG haben in der Einkocherklasse, soweit ich gelesen hab, einen Umfang von 13-16 Liter. So einen großen Topf habe ich nicht, Da wäre eine Variante mit zwei Töpfen denkbar. Ich habe gelesen, dass der NG nicht zu lange dauern sollte. Wenn ich den NG aufkoche und dann in einem Guß über den Treber gebe, natürlich über einen Sieb o.ä. Frage ich mich ob das damit okay ist ? Der zweite Kocher wäre somit frei. Oder verfehlt der NG so seine Aufgabe den Treber ordentlich durchzuwaschen?

Die Kühlung, ja die soll auch gerne noch dazu :)

Marke eigenbau wäre mir auch da, wie beim Rührwerk, am liebsten.

Guten Start in den Tag euch!

Grüße Lutz
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#22  Beitragvon mamalu » Mittwoch 11. Januar 2017, 21:50

Wir haben mit einem Weck Einkochtopf angefangen ging alles prima, bis er von einem Meter, höhe Gott sei dank leer auf den Boden viel.
Dann haben wir uns für den entschieden https://www.amazon.de/Syntrox-Germany-v ... ochautomat Damals um 89 euro im Angebot!
Hat bei uns Zwei Jahre einwandfrei funktioniert jetzt wollen wir aber was größeres! :Bigsmile
der Weckautomat funtioniert noch so dass mann problemlos hopfenkochen kann!
Ein System mit 2 Automaten, einem 30 liter Gäreimer oder Topf, ist zum Beginnen sicher am besten und am zeitsparensten!
lG Max
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#23  Beitragvon schollsedigger » Mittwoch 11. Januar 2017, 22:44

Hi Lutz,

Dreumex0ne hat geschrieben:Die NG haben in der Einkocherklasse, soweit ich gelesen hab, einen Umfang von 13-16 Liter. So einen großen Topf habe ich nicht, Da wäre eine Variante mit zwei Töpfen denkbar.


Alternativ kannst Du einen Wasserkocher nehmen und mit kaltem Wasser verdünnen. Wenn Du kochendes und zimmerwarmes Wasser 1:1 mischst kommst Du auf ca. 60°C. Das sollte für denn NG ausreichen. Oder Du nimmst halt warmes Wasser aus der Leitung, mit 50°C Wasser 1:1 dürftest Du bei 70 - 75°C landen.

Dreumex0ne hat geschrieben:Ich habe gelesen, dass der NG nicht zu lange dauern sollte. Wenn ich den NG aufkoche und dann in einem Guß über den Treber gebe, natürlich über einen Sieb o.ä. Frage ich mich ob das damit okay ist ? Der zweite Kocher wäre somit frei. Oder verfehlt der NG so seine Aufgabe den Treber ordentlich durchzuwaschen?


Der NG dauert so lange wie die läuterst, d.h. Du gibst oben das drauf, was unten abläuft bzw. lässt den Treber nicht trocken laufen.

Der andere Weg wäre dann "batch sparging". Leerlaufen lassen, kompletten NG drauf, Maische gründlich aber langsam aufrühren, Läuterruhe !!!, zurückkippen bis die Würze wieder klar läuft und dann in die Pfanne laufen lassen.

Wenn den Treber trocken laufen lässt und dann ohne Aufrühren den kompletten NG zu gibst, könnten sich Kanäle bilden oder der Treber verdichtet sich. Dann musst du eh aufhacken.

Versuch macht kluch, probier einfach aus, was für Dich beser ist.

Grüße

Matze
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#24  Beitragvon Michael Wendt » Mittwoch 11. Januar 2017, 22:52

Dreumex0ne hat geschrieben:Wenn ich den NG aufkoche und dann in einem Guß über den Treber gebe, natürlich über einen Sieb o.ä. Frage ich mich ob das damit okay ist


Ja, das frage ich mich als Anfänger auch. Meines Erachtens sollte es okay sein. Du kannst dann natürlich nicht mehr den Nachguss verlängern, um - falls nötig - die Würze zu verdünnen. Aber das kann man ja auch später noch.
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#25  Beitragvon Dreumex0ne » Samstag 14. Januar 2017, 18:30

Halli Hallo,

die meisten Sachen meines Setups sind schon geliefert, fehlen tun nur noch die beiden Einkocher. Kugelhähne müssen auch noch besorgt werden :Smile

Das Rührwerk ist auf meiner Projektliste ganz oben. Ich wollte mir heute bei Conrad einen Motor kaufen, gibts leider nicht. Daher die Pollin.de alternative.
Ich habe nun einiges im Forum gelesen, welchen Motor etc. und bin der Meinung, dass dieser hier
http://www.pollin.de/shop/dt/OTA2OTg2OT ... 16_03.html
oder der
http://www.pollin.de/shop/dt/NDQ2OTg2OT ... _7030.html
die richtige Wahl ist, der Denso soll wohl der bessere sein wenn ich nicht irre ?!

Als Netzteil (wobei ich da ja mal überhaupt keine Ahnung habe, Forum muss noch durchforstet werden, bin aber auch für Antworten dankbar) würde ich ein PC Netzteil nehmen.
Sowas hier z.B

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 9-228-9502


Das NG "problem" werde ich dann wohl mit heißem Wasser aus der Leitung umgehen. Irgendwie nich ganz so tolle, aber in der Einkocherklasse darf man das wohl :)

Grüße Lutz
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#26  Beitragvon hyper472 » Samstag 14. Januar 2017, 19:09

Dreumex0ne hat geschrieben:Das NG "problem" werde ich dann wohl mit heißem Wasser aus der Leitung umgehen. Irgendwie nich ganz so tolle, aber in der Einkocherklasse darf man das wohl :)

Grüße Lutz


Du darfst schon so einiges :thumbsup
Ich manage den Nachguss so, dass ich heißes (im Winter: kochendes) Wasser im Gärbottich zwischenlagere. Bis ich mit dem Maischen fertig bin, hat das Wasser den Gärbottich etwas entkeimt und sich auf eine Temperatur unterhalt von 78°C abgekühlt (musst Du aber prüfen!). So brauchst Du keinen Extra-Topf.
Grüße,
Henning
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#27  Beitragvon Chrissi_Chris » Samstag 14. Januar 2017, 19:54

Für kleine Nachgüsse bis 10 L hab ich so einen 2000watt Heißwasserbereiter gesehen im Handel für 29,90€ abso 10L ist etwas spärlich.
Ich selber mache meine ca. 13L Nachguss mit Wasserkocher und Topf auf dem Herd. Ist umständlich aber ich möchte die Investition zu Beginn im Rahmen lassen.

LG Chris
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#28  Beitragvon Schumsen » Sonntag 15. Januar 2017, 14:46

Servus zusammen

Also ich nutze den Karstein Beefest zusammen mit einem Inkbird 308 und es funtioniert sehr gut bei mir.
Hatte bis jetzt noch keine Probleme. Allerdings sollte man beachten das wenn man nicht anständig rührt es sehr schnell sein kann das etwas anbrennt.
Auch habe ich gesehen, das es eine neuere Version gibt. Wäre mal interessant ob es jemanden hier gibt der damit erfahrungen hat.
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Re: Anlage Einkocher plus Klarstein Beerfest

Post Nr.:#29  Beitragvon 16erBlech » Sonntag 15. Januar 2017, 15:55

Servus zusammen,

Bin auch gerade erst mit dem Brauhobby gestartet und möchte gerne meine Erfahrung zum Klarstein Beerfest weitergeben.

Zunächst dachte ich auch für 120€ is das ein ideales Einsteigergerät. Ich hab es mit einer Umwälzpumpe gepimpt Maischen mit Temperaturführung perfekt, danach abläutern via beiliegenden Bech auch gut. Hopfenkochen ging nur einmal gut beim zweiten mal Mal nach 40 min aus mit dem Heizen nur noch ein grünes Lämpchen nix mehr mit den wallend kochen...

Leider recht frustrierend, der Wirlpool funktioniet wegen geringen Durchmessers auch nicht zudem setzt sich der Metallgazefilter am Ablaufhahn trotz Hopfensack sofort zu und ich musste die Würze umgießen nich so witzig mit 25 l heißer Brühe...

Na ja kann den Klarstein jedenfalls nicht empfehlen das er nach nur zwei Nutzungen nicht mal das allerwichtigste tut heizen.

Lg M
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