Hanfbier (diverse Fragen)

Alles, was mit dem Thema Historische Biere, Grut- bzw. Kräuterbiere, Gewürzbiere, aber auch mit Sake Brauen oder Brauen mit ungewöhnlichen Fermentationsarten zu tun hat
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#51

Beitrag von philipp » Donnerstag 3. November 2016, 12:28

Oh.

Bitte keine DIskussion über Drogen-(ent)-kriminalisierung. Darum ging es dem Threadersteller nicht. Er wollte ja gerade ein THC-freies Bier herstellen. Bitte diskutiert das woanders.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#52

Beitrag von herbcap » Freitag 5. Januar 2018, 12:28

CBD Ale von Herb's Hopped & Hemped ist ein THC-freies bier

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#53

Beitrag von Boludo » Freitag 5. Januar 2018, 12:33

CBD ist super interessant! Wie viel ist da drin? Wie wurde das löslich gemacht?
Kann man ein paar Details mehr erfahren?

Stefan

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#54

Beitrag von herbcap » Freitag 5. Januar 2018, 12:35

Kochen, genau so wie es geht mit Hopfen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#55

Beitrag von Boludo » Freitag 5. Januar 2018, 12:37

Und wie viel CBD ist dann im fertigen Bier enthalten?
Isomsrisiert beim Kochen in der sauren Wurze das CBD nicht teilweise zu THC?

Stefan

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#56

Beitrag von Chrissi_Chris » Freitag 5. Januar 2018, 12:43

Boludo hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 12:33
CBD ist super interessant! Wie viel ist da drin? Wie wurde das löslich gemacht?
Kann man ein paar Details mehr erfahren?

Stefan
Das finde ich auch, habe hier etwas informatives zu CBD gefunden vielleicht interessiert es den ein oder anderen.


CBD UND THC IM VERGLEICH
Wenn Du im Internet nach Cannabis Samen suchst, bei beliebten Cannabis Gemeinden oder den Mann auf der Straße nachfragst, was im Marihuana das ist, das die Leute "stoned" macht, wirst Du immer den Begriff THC zu hören bekommen. Das ist ein weiteres Cannabinoid, das in Cannabis enthalten ist. Es steht für 9-Tetrahydrocannabinol und ist oft in größeren Mengen vorhanden, als sein Gegenstück, das CBD. Das sind die beiden prominentesten Cannabinoide, die in Marihuana gefunden werden, aber beide spielen verschiedene Rollen. THC ist viel psychoaktiver und bewirkt, daß der Kopf auf eine Reise geht und die lethargische Wirkung hat, wie sie von den heutigen kommerziellen Sorten ausgelöst wird. CBD ist das Cannabinoid, das dem tatsächlich entgegenwirkt, die Wirkung dämpft und den medizinischen Wert der Sorte erhöht.


CBD

Wie bereits erwähnt, kommt CBD in vergleichsweise geringeren Anteilen als sein Gegenstück THC vor und ist das, was medizinische Nutzer wirklich suchen sollten. Bei der Interaktion von CBD mit den Cannabinoid Rezeptoren im Körper aktiviert und steigert es im Nervensystem die natürliche Reaktion des Körpers auf Schmerzen, Angst und Stress usw.; zum Beispiel bewirkt CBD, daß das Nervensystem Entzündungen vermindert und Schmerzen ignoriert, wobei die Schmerzen nicht verschwinden, sie werden vom Körper einfach nicht mehr als so wichtig angesehen. Der Körper reagiert so gut auf das CBD im Marihuana, weil wir unsere eigene natürliche Version CBD produzieren - wodurch das CBD im Marihuana wie eine natürliche Verstärkung oder eine Art Stimulans auf unser Nervensystem wirkt.

Die meisten Cannabis Samen werden heutzutage auf THC und dessen psychoaktive Wirkung, die damit einhergeht, gezüchtet. Das liegt daran, weil es sich so gut verkauft. Die Nachfrage des Marktes diktiert weitgehend den Großteil der Zucht und THC ist eben das, was die Leute wollen. Es gibt jedoch ein paar Züchter und Sorten, die hauptsächlich für medizinische Nutzer gedacht sind, (sieh Dir dazu in unserem Shop ein paar Beispiele in der Kategorie der medizinischen Sorten an). Diese werden so gezüchtet, daß sie ein hohes Maß an CBD enthalten. Wir sollten erwähnen, daß in jeder Cannabis Sorte etwas CBD vorkommt, so daß alle Sorten einen gewissen medizinischen Nutzen haben - nur eben einige mehr, als andere. Ein weiterer interessanter Punkt, den man im Zusammenhang mit CBD erwähnen sollte, ist, daß es dem THC entgegenwirkt, weshalb die wirklich "potenten" medizinischen Marihuana Sorten eine weniger psychoaktive Wirkung haben. Cannabis Sorten, die sowohl ein hohen THC, als auch CBD Gehalt haben, neigen dazu, einen kraftvollen Rausch auszulösen, bei dem man klar im Kopf bleibt - da die psychoaktive Komponente noch vorhanden ist, aber "gezügelt" wird. Dies ermöglicht es dem medizinischen Nutzer, weiterhin normal zu funktionieren, während die psychischen und neurologischen Vorteile des CBD immer noch gefühlt werden.

Quelle Zamnesia.com
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#57

Beitrag von Boludo » Freitag 5. Januar 2018, 12:46

CBD wirkt super entspannend, antidepressiv und entzündungshemmend. Und es macht keinerlei Rausch und ist legal. Leider ist es sau teuer.
Witzigerweise bin ich bei der Besichtigung einer Hopfenextraktanlage darauf gekommen, da wird nämlich auch CBD Hanf extrahiert.

Stefan

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#58

Beitrag von Chrissi_Chris » Freitag 5. Januar 2018, 12:57

Stellt sich nun nur die Frage wie das ganze es in der richtigen Dosierung ins Bier schafft...
Das würde mich nun auch interessieren ...

LG Chris
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#59

Beitrag von chaos-black » Freitag 5. Januar 2018, 13:07

Fragt doch mal beim Gruthaus nach. Deren Münsterländer Hanfbier finde ich sehr lecker. Den Münsterländer Hanf kann man auch einfach so, z.B. als 100g Hanfblüten für 30€ oder Hanfblütentee für 35g 5€ kaufen: https://muensterland-hanf.de/

Wollte ich auch schon immer mal ausprobieren zu brauen.

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#60

Beitrag von Boludo » Freitag 5. Januar 2018, 14:22

Die orale Verfügbarkeit von CBD ist sehr schlecht. Sublingual oder inhalativ ist sie deutlich besser. Da CBD nicht wasserlöslich ist denke ich nicht, dass da bei CBD Bier viel rüber kommt.

Stefan

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#61

Beitrag von Biermensch » Sonntag 7. Januar 2018, 23:52

Ein gewisser Adam Gottlieb hat sich auf Grundlage von Forschungen zweier amerik. Botaniker (Warmke und Davidson) aus den 40ern folgenden Weg genommen ein Hanfbier zu machen: Er hat Hopfenranken auf Hanfunterlagen aufgepfropft, welche normale Dolden ausbilden, aber anstelle Lupulin THC enthalten. Alkoholische Lösung gehe aber genauso.

In einem Rezept wird vorgeschlagen die 50-100 Gramm Hanfblüten (für 20 Liter Bier) in Honiglösung 2 Liter Wasser und ein Kilo Honig zu erhitzen und der Gärung von normalen Bier hinzuzufügen.

Quelle: Dr. Christian Rätsch.....es dürfte also vornehmlich um die Dröhung und nicht um den Geschmack gehen :D Aber Cannabis Aroma mit Honig hört sich sehr gut an....
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#62

Beitrag von grüner Drache » Montag 8. Januar 2018, 06:48

Biermensch hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 23:52
Ein gewisser Adam Gottlieb hat sich auf Grundlage von Forschungen zweier amerik. Botaniker (Warmke und Davidson) aus den 40ern folgenden Weg genommen ein Hanfbier zu machen: Er hat Hopfenranken auf Hanfunterlagen aufgepfropft, welche normale Dolden ausbilden, aber anstelle Lupulin THC enthalten. Alkoholische Lösung gehe aber genauso.

In einem Rezept wird vorgeschlagen die 50-100 Gramm Hanfblüten (für 20 Liter Bier) in Honiglösung 2 Liter Wasser und ein Kilo Honig zu erhitzen und der Gärung von normalen Bier hinzuzufügen.

Quelle: Dr. Christian Rätsch.....es dürfte also vornehmlich um die Dröhung und nicht um den Geschmack gehen :D Aber Cannabis Aroma mit Honig hört sich sehr gut an....
Hallo!

So sehr ich den Rätsch schätze, aber manches klingt eher nach Myhten:

1. Hopfentrieb auf Marihuanaunterlage
- eigentlich ist es beim Propfen so, dass die Art und Beschaffenheit der Frucht durch das aufgepropfte "Fruchtholz" bestimmt werden.
Die Unterlage bestimmt durch Faktoren wie Wuchs, Wasserversorgung und Froststabilität die allgemeine Vitalität der Pflanze.
An Hopfendolden mit THC glaub ich also eher nich, an Marihuana-blüten am Ende einer 5m langen Hopfenranke allerdings ....

2. 50-100 g Marihuna für 20 l Bier

Also, 1,25 / 2,5 g Gras pro Flasche Bier :Grübel
- Beim Kochen löst sich sehr wenig THC. Wenn ich es in heissem Fett lösen wollte, wäre 1g für eine Person ein annehmbarer Richtwert, das Doppelte aber echt zu viel des Guten, weil man mit der oralen Applikation sehr aufpassen muss, was man einmal im Bauch hat spult auch halt den Film ab ...
Aber da es in ner heissen Wasser/Honiglösung gekocht wird, glaub ich eher an "Verschwendung"
( was mir mittlerweile ziemlich egal ist...)

Wenn man allerdings den Geschmack wirklich treffen würde, wäre das schon was feines....
Allzeit gut Sud
:Drink
Ciao,Alex!
Der grüne Drache zu Wasserau - Dort brauen sie ein Bier so braun, dass selbst der Mann im Mond kam schauen ...

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#63

Beitrag von Boludo » Montag 8. Januar 2018, 07:08

Das mit dem Hopfen auf Hanf gepfropft geht zwar, die Dolden enthalten aber kein THC.
Das ist ein Märchen.
Wenn man mal kurz darüber nachdenkt, kommt man auch selber drauf, dass das nicht gehen kann.
Woher sollen denn auf einmal die THC produzierenden Drüsen des Hanfes kommen?
Wenn ich Birne auf Apfel pfropfe, dann wachsen da astreine Birnen und die schmecken auch nicht nach Apfel.
Christian Rätsch erzählt leider nicht immer die Wahrheit und seine Einstellung zu manchen Drogen, vor allem Nachtschattengewächsen, finde ich sehr haarsträubend.

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#64

Beitrag von Biermensch » Montag 8. Januar 2018, 09:16

grüner Drache hat geschrieben:
Montag 8. Januar 2018, 06:48
Biermensch hat geschrieben:
Sonntag 7. Januar 2018, 23:52
Ein gewisser Adam Gottlieb hat sich auf Grundlage von Forschungen zweier amerik. Botaniker (Warmke und Davidson) aus den 40ern folgenden Weg genommen ein Hanfbier zu machen: Er hat Hopfenranken auf Hanfunterlagen aufgepfropft, welche normale Dolden ausbilden, aber anstelle Lupulin THC enthalten. Alkoholische Lösung gehe aber genauso.

In einem Rezept wird vorgeschlagen die 50-100 Gramm Hanfblüten (für 20 Liter Bier) in Honiglösung 2 Liter Wasser und ein Kilo Honig zu erhitzen und der Gärung von normalen Bier hinzuzufügen.

Quelle: Dr. Christian Rätsch.....es dürfte also vornehmlich um die Dröhung und nicht um den Geschmack gehen :D Aber Cannabis Aroma mit Honig hört sich sehr gut an....
Hallo!

........

2. 50-100 g Marihuna für 20 l Bier

Also, 1,25 / 2,5 g Gras pro Flasche Bier :Grübel
- Beim Kochen löst sich sehr wenig THC. Wenn ich es in heissem Fett lösen wollte, wäre 1g für eine Person ein annehmbarer Richtwert, das Doppelte aber echt zu viel des Guten, weil man mit der oralen Applikation sehr aufpassen muss, was man einmal im Bauch hat spult auch halt den Film ab ...
Aber da es in ner heissen Wasser/Honiglösung gekocht wird, glaub ich eher an "Verschwendung"
( was mir mittlerweile ziemlich egal ist...)

Wenn man allerdings den Geschmack wirklich treffen würde, wäre das schon was feines....
Allzeit gut Sud
:Drink
Ciao,Alex!
Sorry hab was vergessen:
hier steht, das die Lösung SAMT der Blüten ins Bier zur Gärung dazugegeben wird. Der Alkohol übernimmt dann wohl das herauslösen von Aroma und THC...

Ob das mit dem Aufpfropfen stimmt kann ich nicht sagen, ich kann nicht mal normalen Hopfen aufpeppeln. Genau heißt es genannter A. Gottlieb "schlägt in seinem Buch "Kochen mit Cannabis" eine ganz andere Methode vor....", es ist hinten auch die Quelle - der Bücher von den beiden Botanikern- eines von 1970, eines von 1991 angegeben.... von Märchenerzählerei würde ich nicht sprechen wollen. Der Autor behauptet auch nicht dass dem so ist, sondern zeigt nur auf, welchen Weg andere gegangen sind.
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#65

Beitrag von Klaus53123 » Montag 8. Januar 2018, 13:31

Thc list sich sehr schlecht in Wasser. Es braucht Öl im in Lösung zu gehen. Auch in Alkohol wird es sich nur sehr bedingt lösen. Zum Rest der botanischen Hintergründe kann ich nichts sagen. Bin außerdem aus dem Alter raus.
Lg
Klaus

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#66

Beitrag von Chrissi_Chris » Montag 8. Januar 2018, 14:18

Hier geht es ja auch nicht wirklich darum THC zu lösen für unser Bier um dann völlig verstrahlt durch die Gegend zu rudern...
Geschweige denn von der legalität, wollen wir ja auf der Legalen Seite bleiben...

Hier geht es ja deshalb auch überwiegend um CBD..

LG Chris
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#67

Beitrag von Klaus53123 » Montag 8. Januar 2018, 19:14

CBD ist wie THC weitestgehend nicht in Wasser löslich. Man kann es sehen wie man will. Das wird ein leckeres Bier. Am besten etwas Butter rein und dann ab damit nach Tibet. Die machen auch Butter in den Tee

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#68

Beitrag von Tozzi » Dienstag 9. Januar 2018, 03:27

Ich denke mal, umgekehrt wird ein Schuh draus: Hanf auf Hopfen pfropfen.
Aber warum will man sowas machen?
Ist doch wesentlich einfacher, gleich Hanf anzubauen?
THC haltige Hopfendolden halte ich für ein Gerücht, das hätte sich sonst längst herumgesprochen.

Egal.
Das THC (auch davon gibt es diverse Isomere und Homologe aber das lassen wir mal) aus der Hanfblüte müsste jedenfalls noch decarboxyliert werden, um überhaupt wirksam zu sein.
Dazu braucht es Hitze. Stopfen brächte also in dem Fall gar nichts; wenn, dann müsste sowas mindestens in den Whirlpool bei 80˚C für ein paar Minuten oder besser Flame-Out.
Keine Ahnung, was die Hefe dann damit anstellt.
Alles natürlich sowieso reine Theorie, denn wie schon angemerkt, ist sowas hierzulande wie meisten-orts strafbar.
Schmecken würde es wahrscheinlich auch grauslig.

Unsere Kollegen in Colorado werden da aber sicherlich demnächst mit praktischen Erfahrungen aufwarten können.
Abgesehen davon enthält das Harz der Hanfblüte weit mehr als 2 physisch und/oder psychisch aktive Inhaltsstoffe; abgesehen von den 2 einigermaßen erforschten sind das vermutlich noch -zig weitere (wie beim Hopfen wahrscheinlich auch).

Ein belgisches Tripel oder Quadrupel hat sicherlich genug Alkohol, um physiologisch aktive Mengen CBD (oder auch Delta-9-THC) in Lösung zu halten.
Dann haben wir aber Mischkonsum, also Polytoxikomanie.
Das führt in Bayern neben anderer unerwünschter Nebenwirkungen zum sofortigen und endgültigen Verlust des Führerscheins.

Don't try this at home.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#69

Beitrag von grüner Drache » Donnerstag 11. Januar 2018, 18:21

Hallo!

Eigentlich wollte ich nur Magnesium-Tabletten im holländischen Drogerieladen kaufen ( Die haben da so einen lecker grasigen Grapefruitgeschmack)
Dann is mir da noch was anderes in die Hände gefallen:
20180111_181102.jpg
Es riecht nach Leinöl/Fensterkitt und Stroh. Im Geschmack hat es etwas von schwarzem Haschisch...

Leider hat es nicht die Aromen von Marihuana, und ich kann mir auch nich vorstellen die leichten Haschischnoten in ein Bier zu kombinieren, dafür hat's eher was von "Schmock" ( ölige Ablagerungen in ner Pfeife)

Zur Wirkung kann ich noch nix sagen...

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#70

Beitrag von Mystic-G » Freitag 12. Januar 2018, 07:23

So, ich hau mich hier auch mal rein, da ich im Februar mein erstes Hanfbier brauen möchte.
Eigentlich wollte ich Üelus Homebrew Rezept dafür nehmen: http://www.uelus-homebrew.ch/rezepte/hanfbier.html
Das war mir dann aber zu wenig genau beschrieben, so habe ich die Zutaten bei MMum reingefüttert und hab dasda erhalten:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... iff=german ale
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2018, 08:15, insgesamt 3.14-mal geändert.

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#71

Beitrag von Mystic-G » Freitag 12. Januar 2018, 07:27

Da ich es nicht allzu bitter mag habe ich den Bitterhopfen (wie Üelu vorschlägt) auf 30g reduziert und werde ich die Aromagaben durch die Hanfblüten ersetzen. Hab da schon ein netter Kollege der mir sein "Chrüsch" von der letzten Ernte zur Verfügung stellt und schon lange mal bei einem Brautag mithelfen wollte. So teilen wir den Sud dann 50/50 auf und er spendet gratis den Hanf (sonst wär sowas ja unbezahlbar)
Ich werde berichten...
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2018, 08:15, insgesamt 3.14-mal geändert.

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