Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#51

Beitrag von cosmophobia » Freitag 20. Januar 2017, 10:14

Da ich das Wochenende brauen möchte wäre meine Meldung jetzt auch dran.
Dann ist mir aber aufgefallen, dass bei meinem letztjährigen Bescheid vom Zoll weder "pro Sud" noch "jährlich" angekreuzt ist. Heißt das, ich brauch mich nicht mehr melden? :Grübel

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Brauwolf
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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#52

Beitrag von Brauwolf » Freitag 20. Januar 2017, 10:20

wenn das da so steht, wird das wohl so sein.

Cheers, Ruthard
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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#53

Beitrag von Bierokrat » Freitag 20. Januar 2017, 10:23

Wenn du dich angemeldet hast, hast du eh deinen Teil erledigt. Brau und gut ist. :Wink
Prost!

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#54

Beitrag von Mödels » Dienstag 31. Januar 2017, 14:41

Hallo Männer

ich habe mal eine Frage an die, die über 200 Liter im Jahr brauen.
Wenn ich zB 100 Liter mehr braue, sprich 300 insgesamt habe aber
4 Sude a 25 Liter mit verschiedensten Plato Gehalten, nehmt ihr dann
den Durchschnitt für die Steuer? Oder alle auflisten die darüber fallen?
Ist ja nicht so viel Aufwand
Kann ich die Auflistung der Sude für das gesamte Jahr per Email schicken?

Liebe Grüße Christian :Drink

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#55

Beitrag von ApfelHans » Dienstag 31. Januar 2017, 14:51

Die Plato des jeweilligen Sudes. Einfach Formular hinschicken und überweisen, jeweils für den Sud. Am Besten telefonierst du mit deinem Sachbearbeiter, der kann dir dann auch sagen (besser: schriftlich geben) ob du auch zusammenfassen darfst oder jeden Sud einzeln anzeigen und versteuern sollst. Vereinfachungen können zugelassen werden, müssen aber leider nicht.

Gruß
Hans

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#56

Beitrag von monsti88 » Dienstag 31. Januar 2017, 15:31

§11 hat geschrieben:
IMG_2074.JPG
Cheers Jan
Das Bild ist ja sooo geil, ich lach mich schon seit geraumer Zeit darüber platt. :thumbsup
Anfänger in der 20l-Klasse

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#57

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 31. Januar 2017, 18:11

Mödels hat geschrieben:Hallo Männer

ich habe mal eine Frage an die, die über 200 Liter im Jahr brauen.
Wenn ich zB 100 Liter mehr braue, sprich 300 insgesamt habe aber
4 Sude a 25 Liter mit verschiedensten Plato Gehalten, nehmt ihr dann
den Durchschnitt für die Steuer? Oder alle auflisten die darüber fallen?
Ist ja nicht so viel Aufwand
Kann ich die Auflistung der Sude für das gesamte Jahr per Email schicken?

Liebe Grüße Christian :Drink
Nein, du darfst keinen Durchschnitt bilden - jeder Sud ist einzeln zu berechnen. So schwer ist das ja auch nicht, 0,4407€ mal volle Grad Plato (z.B.12,99 sind 12,0) mal Menge in Hektolitern (bei deinem Bespiel 0,25hl) auszurechnen.

Da du die vier Sude á 25 Liter vermutlich nicht an einem Wochenende durchziehst, sondern über das Jahr verteilt, musst du auch für jeden Sud eine gesonderte 2075 ausfüllen. Die Steueranmeldung ist nämlich gemäß §15 Abs 2 BierStG unverzüglich anzugeben, da hat der Beamte auch keinen Ermessensspielraum. Die Erleichterung die er dir gewähren darf besteht darin, dass du die 200 Liter übersteigende Menge nur mit 0,4407€ versteuern brauchst statt mit dem Regelsatz von 0,787€.

Du hast aber das Recht, dich in jeder Steueranmeldung um bis zu 10€ zu verrechnen, das steht so explizit im §32 BierStVO. Beträgt z.B. die errechnete Steuer 11,08€ und du vertust dich um eine Kommastelle, setzt also nur 1,11€ in das Formular ein, dann kann der Zöllner noch so sehr das HB-Männchen machen, die 9,97€ Differenz gehören dir.

Würdest du, was sowieso gegen das Gesetz wäre, nur eine zusammengefasste Steueranmeldung pro Jahr abgeben, dürftest du dich auch nur einmal verrechnen. Bei vier Steueranmeldungen halt vier mal.

Bei mir sieht das so aus, dass ich jeden Montag für den vorausgegangenen Wochenendsud eine 2075 abgebe, macht 50 Sude im Jahr (zwischen den Jahren und Karfreitag wird nicht gebraut).

Cheers, Ruthard
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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#58

Beitrag von quasarmin » Dienstag 31. Januar 2017, 18:25

Moin

da dieses Thema gerade wieder hochgepinnt ist. Ich habe letzte Woche meine erste 2075 an den Zoll (HZA Kiel) gesendet.
Irgendwo habe ich gelesen das ich das selbstständig überweisen soll, finde die Quelle aber nicht mehr.
Vom Zoll habe ich nur eine BIC als Bankverbindung. Wird die errechnete Steuer dorthin mit Verwendungszweck Haus-und Hobbybrauernummer überwiesen?
Oder bekomme ich eine gesonderte Zahlungsaufforderung?

Gruß
Armin

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#59

Beitrag von MalteHah » Dienstag 31. Januar 2017, 18:48

quasarmin hat geschrieben: da dieses Thema gerade wieder hochgepinnt ist. Ich habe letzte Woche meine erste 2075 an den Zoll (HZA Kiel) gesendet.
Irgendwo habe ich gelesen das ich das selbstständig überweisen soll, finde die Quelle aber nicht mehr.
Vom Zoll habe ich nur eine BIC als Bankverbindung. Wird die errechnete Steuer dorthin mit Verwendungszweck Haus-und Hobbybrauernummer überwiesen?
Oder bekomme ich eine gesonderte Zahlungsaufforderung?
Eine Zahlungsaufforderung bekommst Du nicht, da es eine Steueranmeldung ist. Bei einer Steueranmeldung überweist man die selbst ausgerechnete Steuer mit Abgabe der Anmeldung.

Auf meiner Eingangsbestätigung vom HZA Kiel ist folgende IBAN angegeben:

DE87 2000 0000 0020 2010 02

Gruß
Malte

Edit fügt an: als Betreff der Überweisung Deine Hobbybrauernummer angeben.

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#60

Beitrag von Mödels » Dienstag 31. Januar 2017, 18:55

Hallo Ruthard,

danke für deine ausführliche Antwort

Ich habe das Glück das ich nicht jeden Sud unter 200 Liter melden muss da ich Haus und Hobbybrauer bin.
Das mit dem rechnen, klar das bekomme ich hin. Bin halt als Neuling vorsichtig und verunsichert aber das legt sich mit der Zeit.

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#61

Beitrag von TheCK » Dienstag 31. Januar 2017, 19:25

Brauwolf hat geschrieben: Nein, du darfst keinen Durchschnitt bilden - jeder Sud ist einzeln zu berechnen. So schwer ist das ja auch nicht, 0,4407€ mal volle Grad Plato (z.B.12,99 sind 12,0) mal Menge in Hektolitern (bei deinem Bespiel 0,25hl) auszurechnen.
Brauwolf hat geschrieben: Du hast aber das Recht, dich in jeder Steueranmeldung um bis zu 10€ zu verrechnen, das steht so explizit im §32 BierStVO. Beträgt z.B. die errechnete Steuer 11,08€ und du vertust dich um eine Kommastelle, setzt also nur 1,11€ in das Formular ein, dann kann der Zöllner noch so sehr das HB-Männchen machen, die 9,97€ Differenz gehören dir.
Heißt das im Umkehrschluss, dass man dann seinen 25-Liter-Sud (Liter 201-225 im Jahr) auch mit 0 Euro (0,4407 * 12 * 0,25 = 1,3221) abrechnen kann? Wenn das tatsächlich so ist müsste ja bei dieser Stammwürze erst Steuer zahlen, wer 2hl oder mehr in einem Sud braut. Nach der Regelung könnte ich also auch täglich 50 Liter Bier brauen und würde trotzdem nie Biersteuer zahlen müssen.
Ich kann mir nicht vorstellen dass das bei der Behörde durchgehen kann. Sind eure Gesetze tatsächlich so schwammig???
LG Chris

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#62

Beitrag von quasarmin » Dienstag 31. Januar 2017, 19:26

Danke für die Info Malte.

Gruß
Armin

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#63

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 31. Januar 2017, 20:08

Ich kann mir nicht vorstellen dass das bei der Behörde durchgehen kann. Sind eure Gesetze tatsächlich so schwammig???
Die Gesetze sind nicht schwammig, sie sind eindeutig. Man muss es halt dem Zöllner manchmal richtig erklären. :Bigsmile
Du kannst dir allerdings nicht automatisch von jeder Steueranmeldung 9,99€ abziehen. Die Differenz zur tatsächlichen Steuerschuld muss sich auf einen Rechenfehler begründen. Wo Bier gebraut wird (sofern mindestens 0,5% Alkoholgehalt), fällt nunmal Steuer an, mindestens 0,01€. Soviele Rechenfehler, dass eine negative Steuerschuld entsteht und du womöglich sogar Geld zurückforden könntest, gehen nicht.

Wenn du es aber geschickt anstellst, kannst du tatsächlich 50x im Jahr je 120 Liter brauen und zahlst insgesamt nur 50€ Steuern dafür.
Die großen Brauereien machen es im Grunde nicht anders. Durch korrekte Anwendung der Gesetze spart eine Brauerei in der Größenordnung der Warsteiner 3 Millionen Euro Biersteuer pro Jahr. Auf die gesamte deutsche Brauindustrie hochgerechnet sind das 70 Millionen Euro, die sich der Staat entgehen lässt.

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#64

Beitrag von Johnny H » Dienstag 31. Januar 2017, 20:21

Brauwolf hat geschrieben:[...]
Die großen Brauereien machen es im Grunde nicht anders. Durch korrekte Anwendung der Gesetze spart eine Brauerei in der Größenordnung der Warsteiner 3 Millionen Euro Biersteuer pro Jahr. Auf die gesamte deutsche Brauindustrie hochgerechnet sind das 70 Millionen Euro, die sich der Staat entgehen lässt.

Cheers, Ruthard
Wie machen die das genau? Das würde mich interessieren.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#65

Beitrag von patty » Dienstag 31. Januar 2017, 20:52

Statt 12° Plato nur 11,99° Plato einbrauen, dann, wie rechtlich gefordert, abrunden, macht 0,78 € Ersparnis pro Hektoliter. Der Ausstoß der Warsteinergruppe liegt so bei 5 Millionen Hektolitern. Wenn wir annehmen, dass davon ca. 80 % biersteuerpflichtige Getränke sind, bist du bei einer Ersparnis von gut 3 Millionen Euro.

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#66

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 31. Januar 2017, 20:53

Johnny H hat geschrieben: Wie machen die das genau? Das würde mich interessieren.
Ich zitiere mich selbst (Posting45):
Im Einzugsbreich des HZA Bielefeld liegen die Brauereien Veltins und Warsteiner. Wenn diese Brauereien ihr Pils mit 10,99° Plato einbrauen, müssen sie nur 10° Plato versteuern. Das spart diesen beiden Brauereien im Jahr 6 Millionen Euro - Begründung: es wäre zu aufwändig und zu ungenau, die Stammwürze auf zwei Stellen hinter dem Komma zu ermitteln (ein Biegeschwinger für 500€ arbeitet auf fünf Nachkommastellen genau). Ich gleichen Atemzug macht man Hobbybrauern mit unsinnigen Auflagen das Leben schwer, obwohl es im günstigsten Fall nur um Centbeträge geht.
Der zugrunde liegende Paragraph ist der §2 Abs.1, 2.Satz,2. Halbsatz BierStG: "Bruchteile eines Grades (Nachkommastellen) bleiben außer Betracht". 10,99° Plato sind also steuerlich 10,0° Plato, 12,99° Plato sind steuerlich 12,0°Plato usw. Einer Brauerei mit 4 Millionen Hekto Ausstoß spart das 3 Mio € im Jahr, für die gesamte deutsche Brauwirtschaft mit 85 Mio Hekto Jahresausstoß sind das 70 Millionen Euro im Jahr.

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#67

Beitrag von Johnny H » Dienstag 31. Januar 2017, 21:00

Danke für die Erklärung, Ruthard. Ich hatte es leider nur vage in Erinnerung, dass Du das mal aufgeschrieben hattest, wusste aber nicht mehr, dass es in diesem Thread war.

Ich will jetzt nicht über Gebühr über den Staat lästern, aber das von Dir beschriebene bestätigt meinen Eindruck, dass unsere Behörden extrem penibel bei Kleinigkeiten und Centbeträgen agieren, dagegen aber bei größeren Missständen gerne mal alle Hühneraugen zudrücken. Es gehört nicht hierher, aber auf meinem Schreibtisch liegt eine Zahlungsaufforderung meiner Krankenkasse, bei der minutiös u.a. monatliche Fehlbeträge von 0,01€ aufgelistet sind!
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#68

Beitrag von Braumal » Dienstag 31. Januar 2017, 23:21

Hallo

Ich wohne in der Schweiz und da gelten andere Bestimmungen als in DE. Dazu vielleicht später mehr.
Meine Frage nun: Ich gehe regelmässig mit meinem Hund in Deutschland zum Training. Da kam die Idee auf, doch mal im Verein ein Bier zu brauen, das nicht verkauft, sondern lediglich verschenkt werden soll.
Ist das ohne weiters möglich, mit einer einfachen Meldung beim HZA?

Grüsse, David

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#69

Beitrag von Braumal » Mittwoch 1. Februar 2017, 00:15

Ebenfalls von der Steuer befreit ist Bier, das:
a.
von Privatpersonen mit eigenen Einrichtungen im eigenen Haushalt hergestellt und ausschliesslich für den Eigenkonsum verwendet wird


Das sagt das Bundesgesetz über die Biersteuer in der Schweiz. Eine Anmeldung und Versteuerung ist also nicht erforderlich. Ich meine auch mal gelesen zu haben, dass das Bier im eigenen Haushalt getrunken werden muss. Also nix mit verschenken und so. :Bigsmile
Dazu kann ich aber im Moment keine Bestätigung finden. Vielleicht weiss jemand mehr?

:Drink

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#70

Beitrag von afri » Sonntag 5. März 2017, 21:26

Brauwolf hat geschrieben:Es genügt, wenn man zum Zeitpunkt der Hefegabe die Mitteilung abschickt.
Genau zu dem Zeitpunkt gestern fiel mir ein, mist, ich habe noch garnicht angezeigt für dieses Jahr.

Das habe ich dann jedoch sogleich nachgeholt, puh, gerade nochmal Glück gehabt. Bei so trivialen und vor allem unnötigen Dingen vergisst man es schon gern. Aber es ist ja nochmal gutgegangen und das HZA Hannover hat wieder ein Stück mehr Daseinsberechtigung bekommen.
Achim (der übrigens beim o.g. HZA nicht klagen kann, kein Herumzicken, Mailadresse vorhanden, alles gut)
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#71

Beitrag von Bierolo » Sonntag 5. März 2017, 21:48

Dank Brauwolf´s hervorragender Steuerkompetenz :thumbsup
liegt die Anzeige bei mir (noch) on hold.
Wenn ich für meinen ersten 2017er Sud geschrotetes Malz bestelle, ist noch genug Zeit für eine E-Mail an mein HZA.
Cheers :Greets
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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#72

Beitrag von helix » Sonntag 5. März 2017, 22:47

Aloha.

Ich möchte hier einmal ein großes Lob an das HZA KA (Außenstelle MA) loswerden.
Immer eine supernette Korrespondenz; wenn man telefonische Fragen hat, wird man zuvorkommender behandelt als beim Radisson Blu.
Da sag ich: Hut ab vor unseren Behörden. Für die geltenden Bestimmungen können die Beamten nichts. Man wird aber selten so wohlwollend und hilfreich unterstützt.

Vielen Dank.

LG
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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#73

Beitrag von philipp » Montag 6. März 2017, 08:33

Bierolo hat geschrieben:Dank Brauwolf´s hervorragender Steuerkompetenz :thumbsup
Sorry, aber da möchte man einfach nicht mehr drauf eingehen. Die Anderen sind das Thema schon leid, vor allem bei dem Mist, der hier verzapft wird.
Als wenn Messgeräte die Stammwürze auf 5 Stellen hinter'm Komma bestimmen könnten (auch wenn sie solche Werte anzeigen) - und als ob man ein Recht hätte, sich bei der Steuer um 10€ zu verrechnen.

Ach Leute, lest doch bitte einfach die BierSteuerVerordnung und das Gesetz selber und macht euch selber ein Bild.

P.s.: Eine "Brauerei" ist in den Steuergesetzen definiert als etwas mit Steuerlager. Ohne Steuerlager braut man zwar, ist aber keine Brauerei im Sinne der Steuergesetze. Aus dem Grund lehnen viele HZAs den ermäßigten Steuersatz für das, was über 2hl/Jahr geht, ab. Das ist strittig, aber soll kurz nur zur Erklärung dienen.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

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Re: Nicht vergessen - Zoll Informieren!!!

#74

Beitrag von philipp » Montag 6. März 2017, 09:06

Brauwolf hat geschrieben: Die großen Brauereien machen es im Grunde nicht anders. Durch korrekte Anwendung der Gesetze spart eine Brauerei in der Größenordnung der Warsteiner 3 Millionen Euro Biersteuer pro Jahr. Auf die gesamte deutsche Brauindustrie hochgerechnet sind das 70 Millionen Euro, die sich der Staat entgehen lässt.
BTW: Hast du dafür eine Quelle. Also dafür, dass Warsteiner bewusst einen falschen Stammwürzegehalt angibt?

Die geben nämlich 11,6°P als Stammwürze an auf der Homepage. Mit den üblichen Schwankungen wird da also reell was zwischen 11,4 und 11,8 raus kommen. Nicht falsch verstehen, aber bis 12 sind das fast noch ein halber Grad Plato. Für eine Hobby/Craftbrauerei vielleicht eng, aber ich glaube doch, dass Warsteiner den Prozess so im Griff hat, regulär bei 12°P zu landen. (AFAIR, aber da fehlt mir die Quelle, dürfte die Streuung max 0,5°P betragen).

Und, bevor weiter auf "die Großen" gedroschen wird: Bei den Limo-Bieren zahlen die auf den Zucker der Limonade volle Biersteuer.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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