über 200l

Antworten
Benutzeravatar
Balu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 225
Registriert: Mittwoch 14. Mai 2014, 13:48

über 200l

#1

Beitrag von Balu » Mittwoch 18. März 2015, 09:57

Hey,
da es mir dieses Jahr vllt passiert dass ich über die 2hl komme, frage ich mich ob die Steuer direkt nach Fertigstellung des Bieres zu zahlen hab, oder aber gebündelt am Ende des Jahres für alles.
Bin aus der Zoll-Homepage nicht ganz schlau geworden.

Danke im Voraus ;)
Am Ende ist es jedoch Geschmackssache und ein wenig Lebenseinstellung, ob man Bier trinkt … und welches man trinkt.

Es ist ein Grundbedürfnis der Deutschen, beim Biere schlecht über die Regierung zu reden.
-Otto von Bismarck-

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3257
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: über 200l

#2

Beitrag von philipp » Mittwoch 18. März 2015, 10:00

Ruf bitte dein HZA an und kläre das mit denen.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

Benutzeravatar
Nansen
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 400
Registriert: Dienstag 26. März 2013, 08:12
Wohnort: Märkisch Oderland

Re: über 200l

#3

Beitrag von Nansen » Mittwoch 18. März 2015, 10:05

Ich hab es im vergangenen Jahr erst am Ende komplett gemeldet.
Die Dame beim Zoll hat mir telefonisch durch die Blume zu verstehen gegeben, dass es sinnloser Arbeitsaufwand für beide Seiten wäre, jeden einzelnen Sud über 200l einzeln zu melden und zu bezahlen.
Am Telefon lassen sich viele Fragen besser klären als per Mail oder Brief.

Grüße,
Marco
Du kannst es Dir vorstellen. Also kannst Du es auch brauen.

Benutzeravatar
Balu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 225
Registriert: Mittwoch 14. Mai 2014, 13:48

Re: über 200l

#4

Beitrag von Balu » Mittwoch 18. März 2015, 10:08

Gesprochenes Wort am Telefon ist im Fall der Fälle dann leider auch nichts Wert.
Hoffe auf ein bisschen Erfahrungswerte von euch.
Aber beim Zoll werde ich trotzdem dann wohl mal Kontakt suchen, wenns soweit kommen sollte.
Trotzdem danke.´

Der Zoll schreibt dann auch noch:

Diese Tätigkeiten kann der Zoll nicht wahrnehmen:
Die Zollverwaltung kann keine rechtliche Beratung durch Rechtsanwälte und Steuerberater ersetzen oder die dienstlichen Entscheidungen anderer Fachbehörden beeinflussen.
Alle Auskünfte können aus rechtlichen Gründen nur unverbindlich erteilt werden und beziehen sich ausschließlich auf die in Deutschland geltenden Zollbestimmungen.
Die Zollvorschriften anderer Länder liegen der deutschen Zollverwaltung nicht vor.
Quelle: http://www.zoll.de/DE/Service/Auskuenft ... _node.html Stand: 18.03.2015
Am Ende ist es jedoch Geschmackssache und ein wenig Lebenseinstellung, ob man Bier trinkt … und welches man trinkt.

Es ist ein Grundbedürfnis der Deutschen, beim Biere schlecht über die Regierung zu reden.
-Otto von Bismarck-

JanBr

Re: über 200l

#5

Beitrag von JanBr » Mittwoch 18. März 2015, 10:31

Gesprochenes Wort am Telefon ist im Fall der Fälle dann leider auch nichts Wert.
Hoffe auf ein bisschen Erfahrungswerte von euch.
Allerdings sind Erfahrungswerte aus dem Forum im Fall der Fälle halt noch weniger wert :P

Jan

Benutzeravatar
Balu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 225
Registriert: Mittwoch 14. Mai 2014, 13:48

Re: über 200l

#6

Beitrag von Balu » Mittwoch 18. März 2015, 10:35

Oi's gloa :Sorry
Am Ende ist es jedoch Geschmackssache und ein wenig Lebenseinstellung, ob man Bier trinkt … und welches man trinkt.

Es ist ein Grundbedürfnis der Deutschen, beim Biere schlecht über die Regierung zu reden.
-Otto von Bismarck-

Benutzeravatar
chemograph
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 52
Registriert: Mittwoch 16. April 2014, 20:28
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#7

Beitrag von chemograph » Mittwoch 18. März 2015, 10:48

Dann geb ich mal einen Erfahrungswert weiter:

2014 Zoellner1: Die zu versteuernden Sude am Ende des Jahres bezahlen.
2015 Zoellner2: Jeden zu versteuernden Sud einzeln versteuern.

Obs hilft? :puzz

MfG
Christoph
Geographen torkeln nicht, sie mäandrieren!
SUCHE: -Speidel Gärfass 30l (gebraucht)

Mein Blog: Hackelsteiner Hausbräu

Benutzeravatar
tauroplu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 13171
Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 18:04
Wohnort: 58453 Witten
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#8

Beitrag von tauroplu » Mittwoch 18. März 2015, 10:53

Leute, lasst gut sein, es ist alles gesagt, Balu hat's verstanden.
Beste Grüße
Michael michael.plum@arcor.de

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

peka76
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 202
Registriert: Donnerstag 12. September 2013, 10:26
Wohnort: Leipzig

Re: über 200l

#9

Beitrag von peka76 » Mittwoch 18. März 2015, 21:06

Auch wenn Micha mein, das Thema wäre beendet, muss ich mich hier kurz noch mal melden:

Nach meiner Anmeldung als Hobbybrauer habe ich eine Bestätigung und eine entsprechende Rechtsbehelfsbelehrung bekommen. In der heißt es:

"Gemäß §41 Abs.3 Biersteuerverordnung ist die in einem Kalenderjahr entstandene Biersteuer auf amtlichen Vordruck "Biersteueranmeldung" bis zum 07.Januar des Folgejahres beim zuständigen Hauptzollamt anzumelden. Die Biersteuer ist darin selbst zu berechnen. Der Biersteuerbetrag ist bis zum 20. Januar unter Angabe Ihres Namens und der Steuerart (Biersteuer) auf das o.g. Konto des Hauptzollamtes zu überweisen [...]"

Habt ihr so etwas nicht bekommen?

Zwar mögen die Durchführungsbestimmungen in den einzelnen HZA unterschiedlich sein, aber die Biersteuerverordnung ist doch eine Bundesverordnung und damit bindend, oder?

Liebe Grüße
Peter

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3257
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: über 200l

#10

Beitrag von philipp » Mittwoch 18. März 2015, 21:52

peka76 hat geschrieben: Zwar mögen die Durchführungsbestimmungen in den einzelnen HZA unterschiedlich sein, aber die Biersteuerverordnung ist doch eine Bundesverordnung und damit bindend, oder?
Dann schau doch mal rein und lies dir den zitierten Paragraphen durch. Dann siehst du, was dein HZA vorgeschrieben bekommt und was Auslegung ist.

Und doch, das Thema hier ist beendet, Balu hat doch seine Antwort; und der Rest ist in den anderen Threads zig mal nachlesbar.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#11

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 18. März 2015, 22:27

"Gemäß §41 Abs.3 Biersteuerverordnung ist die in einem Kalenderjahr entstandene Biersteuer auf amtlichen Vordruck "Biersteueranmeldung" bis zum 07.Januar des Folgejahres beim zuständigen Hauptzollamt anzumelden. Die Biersteuer ist darin selbst zu berechnen. Der Biersteuerbetrag ist bis zum 20. Januar unter Angabe Ihres Namens und der Steuerart (Biersteuer) auf das o.g. Konto des Hauptzollamtes zu überweisen [...]"
Was ist denn das für ein Käse? Es mag ja sein, dass die Frage des Threaderöffners beantwortet ist, wir können dann gerne einen neuen Thread aufmachen - Titel wäre "HZA, das keinen Durchblick hat"

Es ist zwar richtig, dass der §41 Abs BierStV bei Überschreiten der 2hl eine Steueranmeldung verlangt, von Fristen steht da aber nix drin. Die im Bescheid genannten Fristen gelten für Inhaber eines Steuerlagers (das du hoffentlich nicht hast und auch nicht brauchst), die eine Steuererklärung abgeben müssen (§31 Abs.1 BierStV und §15 Abs.1 BierStG)
Für unsereiner gilt §15 Abs.2 BierStG - und das heißt eine Steueranmeldung unverzüglich nach jedem Sud über 2hl (bzw. nicht zuhause gebraut oder nicht zum selber saufen), die Steuer ist sofort fällig.

Das habe ich in diesem Jahr schon 12mal gemacht und gerade vorgestern die 82 Cent für die am Sonntag gebrauten 27 Liter Leichtbier mit 7° Plato überwiesen.

Cheers, Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

A.Stranger
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 42
Registriert: Dienstag 27. Januar 2015, 08:31
Wohnort: Dortmund

Re: über 200l

#12

Beitrag von A.Stranger » Donnerstag 19. März 2015, 07:12

Moin,
Brauwolf hat geschrieben:Das habe ich in diesem Jahr schon 12mal gemacht und gerade vorgestern die 82 Cent für die am Sonntag gebrauten 27 Liter Leichtbier mit 7° Plato überwiesen.
das ist in meinen Augen auch die beste Art und Weise, diese idiotische Hobbybrauer-Steuer loszuwerden. Irgendwann fällt vielleicht mal jemandem da oben auf, dass den Staat diese Steuer mehr Geld kostet, als sie einbringt.

Gruß
Pascal

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#13

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 19. März 2015, 08:30

Genau das ist der Sinn der Übung. Wenn ich in diesem Stil weiter mache, komme ich in diesem Jahr auf 50 Sude. Bei 20 Litern pro Sud zu 12° Plato sind das für den Staat jedesmal 1,06€, im ganzen Jahr 53€. Dafür heißt es 50 mal meine Akte anfassen, 50 mal den Zahlungseingang verbuchen, 50 mal die Zahlung intern weiterbuchen, 50 mal mit meiner Steueranmeldung abstimmen...

Machen das 1000 Hobbybrauer, sind das für den Staat im Jahr 53000€, gegen 50000 mal Akte anfassen, 50000 mal Zahlung verbuchen, etc.

Ziel muss es sein, eine Regelung wie in Österreich (und den meisten anderen EU-Ländern) zu schaffen, die das nichtgewerbliche Brauen vollkommen frei stellt. Glaubt bitte nicht, dass das nicht geht - das Nazigesetz von 1939, auf dem dieser ganze Quatsch beruht, galt damals auch auf dem Staatsgebiet des heutigen Österreichs und die Ösis haben das auch gekickt!

Ich melde und zahle übrigens ab dem 1. Liter im Jahr. Da ich nicht immer garantieren kann, dass ich das Bier selber verbrauche, will ich kein Risiko eingehen und verzichte auf die großzügigen 10€ Steuerersparnis. Schließlich braucht der Staat Geld um seine Aufgaben zu erfüllen, und wenn es darum geht Banken zu retten oder kleinen Kopftuchmädchen am Hindukusch den Schulbesuch zu ermöglichen, will ich doch gerne mein Scherflein dazu beitragen!

Cheers, Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

Benutzeravatar
purudin
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 232
Registriert: Samstag 30. November 2013, 09:15

Re: über 200l

#14

Beitrag von purudin » Donnerstag 19. März 2015, 08:43

:goodpost: :goodpost: :goodpost:

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3257
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: über 200l

#15

Beitrag von philipp » Donnerstag 19. März 2015, 09:09

Brauwolf hat geschrieben: Es ist zwar richtig, dass der §41 Abs BierStV bei Überschreiten der 2hl eine Steueranmeldung verlangt, von Fristen steht da aber nix drin
Genau darauf versuchte ich den Fragensteller hinzuweisen als ich schrieb "lies den Paragrafen doch mal durch".

Der wievielte Zoll-Thread ist das hier? Und wenn man sich mit den Leuten mal unterhält, stellt man fest, dass die meisten nicht einmal ins Gesetz oder in die Verordnung geguckt haben. Das Dingen ist mit "Haus und Hobbybrauer" überschrieben, man findet es bei jeder Google-Suche und die genaue Stelle wird in jedem Zollthread 10mal genannt (§41 BierStV, nur zur Sicherheit). Rage: Das Dingen ist damit sogar besser verlinkt und leichter zu finden als die passende Seite dazu in unserem Wiki. Oder gar das Wiki selber.

Es lohnt einfach nicht mehr, mehr auf die Fragen einzugehen als mit "Forensuche und ins Gesetz gucken."
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3257
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: über 200l

#16

Beitrag von philipp » Donnerstag 19. März 2015, 09:14

Vielleicht sei noch angemerkt: Deinen Kurs kennen wir ja auch zur Genüge. Dein Kurs mag auch für dich in Ordnung sein, ist aber nicht der, dem sich die Meisten hier im Forum anschließen würden (wage ich mal so zu behaupten). Das Problem ist nämlich, dass zu dem "ich kenne mein Recht und nutze es" sich häufig noch ein "und den Beamten wische ich noch eins aus!" dabei kommt - vielleicht nicht von dir, wohl aber dann oft von den Mitdiskutanten. Und das ist etwas, das ich nicht unterschreiben würde. Und weswegen man mich auch damit triggern kann.

Es gibt auch Mitarbeiter der Zoll- und Finanzbehörden hier im Forum. Vor allem, weil sie privat auch Hobbybrauer sind. Ich schäme mich regelrecht dafür, wie hier manchmal Tipps ausgetauscht werden, denen die Arbeit so kompliziert wie möglich zu machen. Inklusive dem Tipp, einen Cent mehr zu überweisen und danach auf Rückerstattung zu bestehen.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#17

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 19. März 2015, 10:09

Nein Phillipp, die meisten kennen ihre Rechte nicht und spätestens wenn der Zöllner vor der Tür steht, ist es mit der staatsbürgerlichen Courage vorbei. Das ist leider so in Deutschland und deswegen werden sich die meisten meinem Vorgehen nicht anschließen - da muss ich dir, wenn auch ungern, recht geben.

Ich frage mich nur, warum die vielen selbst brauenden Zöllner hier im Forum sich nicht zu erkennen geben und sich für die Belange der Hobbybrauer einsetzen. Es ist nur ein Beispiel bekannt, wo sich in einer unsinnigen Petition zu einem Nebenkriegsschauplatz verausgabt wurde und zusätzlich noch mit einem negativen Ergebnis.

Ich fordere übrigens nicht auf, zuviel zu zahlen und den überzahlten Betrag zurückzufordern. Meine Überweisungen stimmen centgenau mit meinen Steueranmeldungen überein und sind so eindeutig gekennzeichnet, dass sie ohne Mehrarbeit meinen Anmeldungen zugeordnet werden können. Es ist nicht notwendig, das Verfahren unnötig zu komplizieren - es ist schon aufwändig und unwirtschaftlich genug.

Ich mache nichts anderes als Dienst nach Vorschrift und das tun Beamte (die bekanntermaßen nicht streiken durfen) auch, wenn sie ihre Forderungen durchsetzen wollen. Bisher hat das immer geklappt.

Also bitte immer schön an die Regeln halten!


Cheers, Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3257
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: über 200l

#18

Beitrag von philipp » Donnerstag 19. März 2015, 10:23

Brauwolf hat geschrieben:Nein Phillipp, die meisten kennen ihre Rechte nicht und spätestens wenn der Zöllner vor der Tür steht, ist es mit der staatsbürgerlichen Courage vorbei. Das ist leider so in Deutschland und deswegen werden sich die meisten meinem Vorgehen nicht anschließen - da muss ich dir, wenn auch ungern, recht geben.
Achja, du kennst ja auch meine Meinung: Auf sein Recht zu bestehen und anderen das Leben bewusst schwer zu machen sind zwei absolut verschiedene Dinge. Aber gut, dass wir da einer Meinung sind ;-)

Als Mitarbeiter der Finanzbehörden würde ich mich hier auch nicht zu erkennen geben. Es ist spannend, was ich im "alten" Forum alleine für meinen Nickname damals für Schelte bezogen hatte, das wird mit dem Beruf nicht anders sein - und den Stempel kann man nicht einfach ablegen. Außerdem wäre man plötzlich Ansprechpartner für alles. Und wäre auch früher oder später genötigt, ein Statement für oder gegen seinen Dienstherrn zu erbringen.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#19

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 19. März 2015, 10:25

Genau darauf versuchte ich den Fragensteller hinzuweisen als ich schrieb "lies den Paragrafen doch mal durch".
Das Problem ist aber, dass die Paragrafen zwar eindeutig aber so unverständlich formuliert sind, dass sie selbst der gewöhnliche Zollhauptsekretär trotz artgerechter Haltung nicht versteht.

Ein gutes Beispiel ist hier der Beitrag von chemograph:
Dann geb ich mal einen Erfahrungswert weiter:

2014 Zoellner1: Die zu versteuernden Sude am Ende des Jahres bezahlen.
2015 Zoellner2: Jeden zu versteuernden Sud einzeln versteuern.
Antwort 1 ist falsch.
Antwort 2 ist richtig.

Cheers, Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#20

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 19. März 2015, 10:31

Und wäre auch früher oder später genötigt, ein Statement für oder gegen seinen Dienstherrn zu erbringen.
Es würde vollig genügen, wenn sie bei ihrem Dienstherren vorstellig würden und die aktuelle Handhabung als unwirtschaftlich anprangerten. Hilfreich wäre dabei eine möglichst große Anzahl von (völlig vorschriftsgerechten) Kleinstanmeldungen.

Es wäre nicht das erste mal, dass eine Bagatellsteuer in den Orkus gekickt worden wäre.


Cheers, Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

Benutzeravatar
Elia
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 231
Registriert: Freitag 27. Juli 2012, 18:23
Wohnort: Sarnen (CH)

Re: über 200l

#21

Beitrag von Elia » Donnerstag 19. März 2015, 10:35

Bin schon froh, dass in der Schweiz 400 l pro Jahr sind :Drink :Drink :Drink :Drink
(Umgerechnet mehr als 1 Liter pro Tag :puzz :puzz )

Grüsse Elia

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3257
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: über 200l

#22

Beitrag von philipp » Donnerstag 19. März 2015, 10:36

Brauwolf hat geschrieben: Es würde vollig genügen, wenn sie bei ihrem Dienstherren vorstellig würden und die aktuelle Handhabung als unwirtschaftlich anprangerten. Hilfreich wäre dabei eine möglichst große Anzahl von (völlig vorschriftsgerechten) Kleinstanmeldungen.
Haben die wahrscheinlich auch schon gemacht. Und nein, eine möglichst große Anzahl von Kleinstanmeldungen führt zu gar nichts. Unter Umständen wird dann einfach nur nich kontrolliert, ob du tatsächlich bezahlt hast.
Der einzige Weg wird der über das Bundesfinanzministerium sein. Dort kannst du (bzw. jeder) einen Brief hinschicken oder dort mal anrufen und fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, die Verordnung an die Gegebenheiten anzupassen.

Seine Unzufriedenheit dadurch zum Ausdruck zu bringen bewusst einen hohen Arbeitsaufwand für die Sachbearbeiter zu generieren ist Mumpitz. Dann muss man sich auch nicht wundern, wenn mal nachgeforscht wird, welcher Heimbrauer alle 2 Tage 2l Bier anmeldet.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

Benutzeravatar
Brockmann24
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 120
Registriert: Dienstag 5. August 2014, 13:46

Re: über 200l

#23

Beitrag von Brockmann24 » Donnerstag 19. März 2015, 11:06

Brauwolf hat geschrieben:
Und wäre auch früher oder später genötigt, ein Statement für oder gegen seinen Dienstherrn zu erbringen.
Es würde vollig genügen, wenn sie bei ihrem Dienstherren vorstellig würden und die aktuelle Handhabung als unwirtschaftlich anprangerten. Hilfreich wäre dabei eine möglichst große Anzahl von (völlig vorschriftsgerechten) Kleinstanmeldungen.

Es wäre nicht das erste mal, dass eine Bagatellsteuer in den Orkus gekickt worden wäre.


Cheers, Ruthard
Leider ist der Gedanke, wirtschaftlich zu arbeiten, noch nicht in allen Behörden verbreitet. Im Gegenteil, da geht es häufig noch darum, möglichst viele Dienstposten zu erhalten. Denn je mehr Dienstposten im Sachgebiet oder der Abteilung, desto höher ist die Bewertung (Bezahlung) des Sachgebiets- oder Abteilungsleiters.Da ist das Interesse, wirtschaftlich zu arbeiten, also eher gering. Und die Notwendigkeit zum Sparen, die inzwischen viele Behörden betrifft, ist in der Finanzverwaltung noch nicht so dringend, man sitzt ja schließlich an der (Steuer)Quelle.
Gruß von der Mosel
Wolfgang

"Two beer or not two beer?"
frei nach William Shakespeare (1564 - 1616)

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3257
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: über 200l

#24

Beitrag von philipp » Donnerstag 19. März 2015, 11:21

Brockmann24 hat geschrieben: Leider ist der Gedanke, wirtschaftlich zu arbeiten, noch nicht in allen Behörden verbreitet. Im Gegenteil, da geht es häufig noch darum, möglichst viele Dienstposten zu erhalten. Denn je mehr Dienstposten im Sachgebiet oder der Abteilung, desto höher ist die Bewertung (Bezahlung) des Sachgebiets- oder Abteilungsleiters.Da ist das Interesse, wirtschaftlich zu arbeiten, also eher gering. Und die Notwendigkeit zum Sparen, die inzwischen viele Behörden betrifft, ist in der Finanzverwaltung noch nicht so dringend, man sitzt ja schließlich an der (Steuer)Quelle.
:Shocked :Mad2 :Shocked
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

uli74
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5108
Registriert: Mittwoch 21. September 2011, 19:43

Re: über 200l

#25

Beitrag von uli74 » Donnerstag 19. März 2015, 11:35

Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts schreiben weils immer auf dasselbe hinausläuft...

Ich möchte an dieser Stelle nur mal an ein ehemaliges Mitglied* erinnern. Der hatte wirklich Ahnung vom Brauen und gab gerne sein Wissen weiter, vor allem was Roggenbier betraf. Seine plötzliche Kündigung hier seh ich eindeutig in Zusammenhang mit den ewigen Zoll-Threads, in denen indirekt oft er (als Zollbeamter) kritisiert und beleidigt worden ist.

Das mag man als dünnhäutig ansehen, ich hatte für seine Entscheidung seinen Account hier zu löschen absolutes Verständnis.

Edit: Name* auf Wunsch des Moderatoren geändert
Zuletzt geändert von uli74 am Donnerstag 19. März 2015, 13:26, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss

Uli

Benutzeravatar
Boludo
Moderator
Moderator
Beiträge: 16193
Registriert: Mittwoch 12. November 2008, 20:55

Re: über 200l

#26

Beitrag von Boludo » Donnerstag 19. März 2015, 12:01

So viel ich weiß gab es da aber andere Gründe...

Stefan

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#27

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 19. März 2015, 14:26

Der einzige Weg wird der über das Bundesfinanzministerium sein. Dort kannst du (bzw. jeder) einen Brief hinschicken oder dort mal anrufen und fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, die Verordnung an die Gegebenheiten anzupassen.
Das ist doch alles schon versucht worden. Es scheiterte bisher immer daran, dass man auf Ministeriumsebene nicht gewillt ist, mit dem einzelnen Bürger zu reden, das ist unter deren Niveau. Man muss schon als Verband auftreten oder eine entsprechende Lobby hinter sich haben.
Seine Unzufriedenheit dadurch zum Ausdruck zu bringen bewusst einen hohen Arbeitsaufwand für die Sachbearbeiter zu generieren ist Mumpitz. Dann muss man sich auch nicht wundern, wenn mal nachgeforscht wird, welcher Heimbrauer alle 2 Tage 2l Bier anmeldet.
Man kann einem Bürger nicht vorwerfen, dass er sich vorschriftsmäßig verhält. Wenn eine Behörde sich darauf beruft, irgendwelche Vorschriften einhalten zu müssen, dann bitte richtig. Und es geht nicht um 2 Liter Bier alle 2 Tage, es geht um 20 Liter Bier pro Woche - das ist durchaus realistisch.
Die Dame beim Zoll hat mir telefonisch durch die Blume zu verstehen gegeben, dass es sinnloser Arbeitsaufwand für beide Seiten wäre, jeden einzelnen Sud über 200l einzeln zu melden und zu bezahlen.
Solche Sachen gehen nicht. Es mag zwar vernünftig sein, aber das ist nicht durch die Vorschriften gedeckt. Der Grundsatz lautet: "Es zählt nicht der gesunde Menschenverstand, es zählt der Buchstabe des Gesetzes". Und wenn jemand meint, das Gesetz sei unvernünftig oder nicht mehr zeitgemäß, dann muss erst das Gesetz geändert werden, dann das Verhalten. Es heißt aktuell: unverzüglich nach jedem Sud und sofort fällig (§15 Abs. 2 BierStG), punktum.

So schwierig ist es nicht, eine 2075 auszufüllen und die 1,06€ Steuer zu überweisen. Das ist einfacher als die Auflagen zur Steuerbefreiung für Hobbybrauer zu erfüllen und sich dem permanenten Kontrollwahn einzelner Beamter hinzugeben. Und Rücksicht auf Sachbearbeiter nehmen, weil sie ach so überlastet sind, kann wohl nicht die Aufgabe des Bürgers sein, wenn die Vorschriften so sind wie sie sind. Dann sollen die Sachbearbeiter uns doch bitte sehr unterstützen, die Vorschriften den heutigen Zeiten anzupassen.

Cheers, Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

maloep
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 237
Registriert: Dienstag 9. Dezember 2014, 13:51
Wohnort: Essen

Re: über 200l

#28

Beitrag von maloep » Donnerstag 19. März 2015, 14:59

Brauwolf hat geschrieben: So schwierig ist es nicht, eine 2075 auszufüllen und die 1,06€ Steuer zu überweisen.
Eine Zwischenfrage: Schickst Du das Formular dann jedes Mal per Post dorthin oder wird das auch per Mail akzeptiert?

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#29

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 19. März 2015, 15:30

Anfangs hatte ich das noch per Post geschickt (0,62€ Porto). Nach einem Telefonat mit dem freundlichen Sachbearbeiter, der sich auch noch entschuldigt hat, dass die Vorschriften so sind wie sie sind, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich das Formular als Emailanhang schicken darf. Wichtig ist, dass die 2. Seite eigenhändig unterschrieben wird, also nur online ausfüllen und direkt abschicken geht nicht - ausdrucken, unterschreiben, einscannen ist angesagt.
Er hat mir dann noch Tipps gegeben, welche der zahlreichen Nummern auf den Zollschreiben ich auf das Formular übertragen muss, damit es mir eindeutig zugeordnet werden kann (die 5-stellige Hobbybrauer-"Unternehmens"-Nummer). Wir haben uns dann noch abgesprochen, was ich sinnvollerweise auf den Überweisungsträger schreibe, damit auch hier eine eindeutige und möglichst unaufwändige Zuordnung zu meiner jeweiligen Steueranmeldung möglich ist.

Das Formular kann online hier ausgefüllt (bzw. als Blankoformular runtergeladen) werden:

https://www.formulare-bfinv.de/ffw/acti ... do?id=2075

Die erste Seite ist immer gleich, die dritte bleibt frei für die interne Bearbeitung.
Lediglich die Seite zwei enthält die Angaben des jeweiligen Sudes.
Ich habe mir die Seiten 1 und 3 abgespeichert und montiere nur die ausgedruckte und unterschriebene Seite 2 von Fall zu Fall dazu.

Cheers, Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

Benutzeravatar
Nansen
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 400
Registriert: Dienstag 26. März 2013, 08:12
Wohnort: Märkisch Oderland

Re: über 200l

#30

Beitrag von Nansen » Donnerstag 19. März 2015, 17:25

Brauwolf hat geschrieben:...
Die Dame beim Zoll hat mir telefonisch durch die Blume zu verstehen gegeben, dass es sinnloser Arbeitsaufwand für beide Seiten wäre, jeden einzelnen Sud über 200l einzeln zu melden und zu bezahlen.
Solche Sachen gehen nicht. Es mag zwar vernünftig sein, aber das ist nicht durch die Vorschriften gedeckt. Der Grundsatz lautet: "Es zählt nicht der gesunde Menschenverstand, es zählt der Buchstabe des Gesetzes". Und wenn jemand meint, das Gesetz sei unvernünftig oder nicht mehr zeitgemäß, dann muss erst das Gesetz geändert werden, dann das Verhalten. Es heißt aktuell: unverzüglich nach jedem Sud und sofort fällig (§15 Abs. 2 BierStG), punktum.

So schwierig ist es nicht, eine 2075 auszufüllen und die 1,06€ Steuer zu überweisen. Das ist einfacher als die Auflagen zur Steuerbefreiung für Hobbybrauer zu erfüllen und sich dem permanenten Kontrollwahn einzelner Beamter hinzugeben. Und Rücksicht auf Sachbearbeiter nehmen, weil sie ach so überlastet sind, kann wohl nicht die Aufgabe des Bürgers sein, wenn die Vorschriften so sind wie sie sind. Dann sollen die Sachbearbeiter uns doch bitte sehr unterstützen, die Vorschriften den heutigen Zeiten anzupassen.

Cheers, Ruthard
Es ist sicher nicht schwierig, sich so toll korrekt zu verhalten und jeden Süd zu melden...
Aber ich habe besseres zu tun. Es gibt genug hässliche Sachen, mit denen man sich so schon im Alltag abplagen muss, da kann ich auf solchen Bürokratieirrsinn privat gern verzichten.
Wenn ich konkret etwas gegen den Zollirrsinn machen kann: kein Problem. Aber nicht per Dienst nach Vorschrift.
Ausdrucken, unterschreiben, einscannen, Email... wenn ich das schon lese! Ist ja wie auf Arbeit.

Danke,
Marco
Du kannst es Dir vorstellen. Also kannst Du es auch brauen.

Benutzeravatar
Beerbrouer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 977
Registriert: Freitag 23. November 2012, 18:29
Wohnort: Radevormwald

Re: über 200l

#31

Beitrag von Beerbrouer » Donnerstag 19. März 2015, 18:35

Brockmann24 hat geschrieben:Leider ist der Gedanke, wirtschaftlich zu arbeiten, noch nicht in allen Behörden verbreitet. Im Gegenteil, da geht es häufig noch darum, möglichst viele Dienstposten zu erhalten. Denn je mehr Dienstposten im Sachgebiet oder der Abteilung, desto höher ist die Bewertung (Bezahlung) des Sachgebiets- oder Abteilungsleiters.Da ist das Interesse, wirtschaftlich zu arbeiten, also eher gering. Und die Notwendigkeit zum Sparen, die inzwischen viele Behörden betrifft, ist in der Finanzverwaltung noch nicht so dringend, man sitzt ja schließlich an der (Steuer)Quelle.
Oh man, da merkt man gleich, dass hier jemand schreibt, der wahrscheinlich jahrelang selbst diese Erfahrungen am eigenen Leibe machen musste. Besonders der letzte Satz strotzt ja so von Insiderwissen.

Nichts für ungut, aber...

Gruß

Gerald
Die Würze des Bieres ist unantastbar!

uli74
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5108
Registriert: Mittwoch 21. September 2011, 19:43

Re: über 200l

#32

Beitrag von uli74 » Donnerstag 19. März 2015, 18:40

Mann, mann, mann... Sagt mal, habt Ihr nichts wichtigeres zu tun als das Zollthema zum x-ten mal durchzukauen?

Morgen ist Sonnenfinsternis, was wenn die Sonne nicht wieder aufgeht? Dann wirds dieses Jahr nix mit Hopfenernte!

Denkt mal drüber nach!
Gruss

Uli

Benutzeravatar
Brauladi
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 308
Registriert: Montag 12. Mai 2014, 20:01

Re: über 200l

#33

Beitrag von Brauladi » Donnerstag 19. März 2015, 18:46

Es ist sicher nicht schwierig, sich so toll korrekt zu verhalten und jeden Süd zu melden...
Aber ich habe besseres zu tun. Es gibt genug hässliche Sachen, mit denen man sich so schon im Alltag abplagen muss, da kann ich auf solchen Bürokratieirrsinn privat gern verzichten.
Wenn ich konkret etwas gegen den Zollirrsinn machen kann: kein Problem. Aber nicht per Dienst nach Vorschrift.
Ausdrucken, unterschreiben, einscannen, Email... wenn ich das schon lese! Ist ja wie auf Arbeit.

Danke,
Marco[/quote]

Aber "leider" korrekt.

Hans Dieter

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5451
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: über 200l

#34

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 19. März 2015, 18:51

Brauladi hat geschrieben:Es ist sicher nicht schwierig, sich so toll korrekt zu verhalten und jeden Süd zu melden...
Aber ich habe besseres zu tun. Es gibt genug hässliche Sachen, mit denen man sich so schon im Alltag abplagen muss, da kann ich auf solchen Bürokratieirrsinn privat gern verzichten.
Wenn ich konkret etwas gegen den Zollirrsinn machen kann: kein Problem. Aber nicht per Dienst nach Vorschrift.
Ausdrucken, unterschreiben, einscannen, Email... wenn ich das schon lese! Ist ja wie auf Arbeit.

Danke,
Marco
Aber "leider" korrekt.

Hans Dieter
Es tut mir leid, wenn ich euch den Sinn und Zweck der Übung nicht verständlich rüberbringen konnte. Aber wenn man Veränderungen will, muss man sich auch mal auf die Hinterfüße stellen.

Und Tschüß
Ruthard
Solum duri in hortum veniunt
Mein Blog: Brew24.com

reib
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 165
Registriert: Sonntag 18. November 2012, 08:34

Re: über 200l

#35

Beitrag von reib » Donnerstag 19. März 2015, 19:03

Brauwolf hat geschrieben: Machen das 1000 Hobbybrauer, sind das für den Staat im Jahr 53000€, gegen 50000 mal Akte anfassen, 50000 mal Zahlung verbuchen, etc.
Irgendwann werden die deswegen eine Bearbeitungsgebühr o.ä. einführen. :Smile

Benutzeravatar
Brauladi
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 308
Registriert: Montag 12. Mai 2014, 20:01

Re: über 200l

#36

Beitrag von Brauladi » Donnerstag 19. März 2015, 19:04

Hallo Ruthard,

Du weißt, ich bin da Deiner Meinung. Zievieler Ungehorsam hat schon häufig zum Ziel geführt, zievieler Gehorsam nicht minder. Ich werde ebenfalls alles melden und zahlen.
Irgendwann muss der verordnete Wahnsinn mal aufhören.

Gruß
Hans Dieter

Benutzeravatar
Boludo
Moderator
Moderator
Beiträge: 16193
Registriert: Mittwoch 12. November 2008, 20:55

Re: über 200l

#37

Beitrag von Boludo » Donnerstag 19. März 2015, 19:20

reib hat geschrieben: Irgendwann werden die deswegen eine Bearbeitungsgebühr o.ä. einführen. :Smile
Eine Gebühr für das Erstellen von Zollbeiträgen hier wär auch was Feines und wir wären reich!

Stefan

Benutzeravatar
Nansen
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 400
Registriert: Dienstag 26. März 2013, 08:12
Wohnort: Märkisch Oderland

Re: über 200l

#38

Beitrag von Nansen » Donnerstag 19. März 2015, 19:41

@Ruthard
Ich habe dich schon verstanden. Aber ich habe keine Energie für den Quatsch.
Du kannst es Dir vorstellen. Also kannst Du es auch brauen.

Benutzeravatar
Bilbobreu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 806
Registriert: Samstag 16. März 2013, 12:32

Re: über 200l

#39

Beitrag von Bilbobreu » Donnerstag 19. März 2015, 19:53

Boludo hat geschrieben:
reib hat geschrieben: Irgendwann werden die deswegen eine Bearbeitungsgebühr o.ä. einführen. :Smile
Eine Gebühr für das Erstellen von Zollbeiträgen hier wär auch was Feines und wir wären reich!

Stefan
Da müsste dann aber auch noch die obligatorische gebührenfreie Freimenge von 200 Beiträgen im Jahr festgeschrieben werden. :Bigsmile :Pulpfiction
Da käme außer Ruthard sowieso keiner drüber. :P

Gruß Stefan

maloep
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 237
Registriert: Dienstag 9. Dezember 2014, 13:51
Wohnort: Essen

Re: über 200l

#40

Beitrag von maloep » Freitag 20. März 2015, 08:56

Brauwolf hat geschrieben: Anfangs hatte ich das noch per Post geschickt (0,62€ Porto). Nach einem Telefonat mit dem freundlichen Sachbearbeiter, der sich auch noch entschuldigt hat, dass die Vorschriften so sind wie sie sind, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich das Formular als Emailanhang schicken darf. Wichtig ist, dass die 2. Seite eigenhändig unterschrieben wird, also nur online ausfüllen und direkt abschicken geht nicht - ausdrucken, unterschreiben, einscannen ist angesagt.
Ok, danke für die Info. Dann werde ich das auch so versuchen. Ich werde demnächst eine Kiste 0,3er aus der Hand geben und muss dafür ca 30 Cent Steuern zahlen. Dafür dann das doppelte an Porto zu bezahlen, macht die ganze Aktion noch sinnloser als sie ohnehin schon ist.

Benutzeravatar
Balu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 225
Registriert: Mittwoch 14. Mai 2014, 13:48

Re: über 200l

#41

Beitrag von Balu » Mittwoch 1. April 2015, 07:40

Um diese Diskussion mit einem nagelfestem Ende zu versehen habe ich es nun schriftlich, und tippe euch das mal ab:

"Sehr geehrter Herr .....,
künftig ist sofort eine Steueranmeldung nach amtlichen vorgeschriebenem Vordruck (2075) abzugeben, wenn die Menge von 200 Liter überschritten ist §41 Abs. 1 Biersteuerverordnung.
Die Ansammlung der überschrittenen Menge an hergestelltem Bier bis zum Jahresende ist gem. §41 Abs. 3 BierStV nicht mehr zulässig.
Eine Steueranmeldung ohne die Menge von 2hl Bier überschritten zu haben ist ebenfalls entbehrlich.
Mfg"
Am Ende ist es jedoch Geschmackssache und ein wenig Lebenseinstellung, ob man Bier trinkt … und welches man trinkt.

Es ist ein Grundbedürfnis der Deutschen, beim Biere schlecht über die Regierung zu reden.
-Otto von Bismarck-

Benutzeravatar
afri
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3209
Registriert: Donnerstag 17. Januar 2013, 21:19
Wohnort: 31840 Hessisch Oldendorf

Re: über 200l

#42

Beitrag von afri » Mittwoch 1. April 2015, 22:24

Balu hat geschrieben:Um diese Diskussion mit einem nagelfestem Ende zu versehen habe ich es nun schriftlich
Sehr schön, aber leider unbrauchbar. Jedes Zollamt fährt auf seiner eigenen Schiene. Was für dich nun festgeschrieben steht, sieht für andere hier möglicherweise ganz anders aus. Selbst für dich kann es nächstes Jahr wieder anders sein, je nachdem wer fortan für dich zuständig ist.

Danke dennoch, vielleicht hilft ja die Sammlung an widersprüchlichen Aussagen der Ämter irgendwann mal, um diesen Unsinn zu beenden. Die Hoffnung stirbt nie!
Achim (Beamter)
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

nobody2k
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 686
Registriert: Montag 23. Juni 2014, 18:33
Wohnort: Niederösterreich

Re: über 200l

#43

Beitrag von nobody2k » Donnerstag 2. April 2015, 09:57

Brauwolf hat geschrieben:[...]
Ziel muss es sein, eine Regelung wie in Österreich (und den meisten anderen EU-Ländern) zu schaffen, die das nichtgewerbliche Brauen vollkommen frei stellt. Glaubt bitte nicht, dass das nicht geht - das Nazigesetz von 1939, auf dem dieser ganze Quatsch beruht, galt damals auch auf dem Staatsgebiet des heutigen Österreichs und die Ösis haben das auch gekickt!
[...]
Cheers, Ruthard
Du mußt die Verhältnisse sehen, wir dürfen Bier brauen ohne Ende (und ohne Steuern dafür zu zahlen), ihr (Deutsche) dürft dafür auf der Autobahn Gas geben ohne Ende :Bigsmile

Wobei ich schon sagen muß, mir ist unser Gesetz lieber :P

Grüße,
Christoph
Grüße,
Christoph

Benutzeravatar
Boludo
Moderator
Moderator
Beiträge: 16193
Registriert: Mittwoch 12. November 2008, 20:55

Re: über 200l

#44

Beitrag von Boludo » Donnerstag 2. April 2015, 09:59

Es gibt nichts angenehmeres als auf österreichischen Autobahnen dahinzucruisen.
Kommt man zurück nach Deutschland, geht das Gebolze und der ganze stressige Wahnsinn wieder los und man möchte am liebsten wieder umdrehen.

Stefan

Benutzeravatar
Lehabraeu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 213
Registriert: Donnerstag 19. Februar 2015, 15:00

Re: über 200l

#45

Beitrag von Lehabraeu » Donnerstag 2. April 2015, 10:03

Vielleicht sollten wir jetzt den Thread in "über 200 PS" umbenennen??
:Drink
Bierige Grüsse,
Hans

Am Morgen ein Bier und der Tag gehört dir.

nobody2k
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 686
Registriert: Montag 23. Juni 2014, 18:33
Wohnort: Niederösterreich

Re: über 200l

#46

Beitrag von nobody2k » Donnerstag 2. April 2015, 10:27

Lieber in "über 200 km/h", geht ja um Geschwindigkeit :P

Oder noch besser, in "über 200 sinnlose Gesetze" :Smile
Grüße,
Christoph

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast