Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

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Smeg
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Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#1

Beitrag von Smeg » Donnerstag 25. Februar 2016, 09:50

Ich braue mit einem BM 20 und zwischenzeitlich kommt es vor, dass eine viel höhere Temperatur angezeigt wird, als eingespeichert wurde (69 °C statt 63 °C). Um meine Brauprozesse besser auswerten/optimieren zu können, bin ich nun auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Temperaturverlauf aufzuzeichnen zu können und grafisch darstellen zu lassen. Da Speidel keinen Bedarf sieht, die WLAN-Steuerung auch als Temperaturlogger nutzen zu können, suche ich nun einen externen Logger.

Im Forum wurde der Arduino-Controller angesprochen, aber durch meine nicht vorhandenen Kenntnisse solcher Controller will ich diese eher (vorerst) meiden.

Hat sonst jemand Erfahrungen sammeln können, oder Tipps die er/sie mit mir teilen möchte?

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tommes
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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#2

Beitrag von tommes » Donnerstag 25. Februar 2016, 10:11

Sollte auch mit dem Speidel WLAN funktionieren. Man müsste sich ein kleines Skript oder Programm schreiben, das regelmäßig die Datei "bm.txt" anfordert (so wie die web-Site von Speidel selbst auch), dort steht der aktuelle Zustand und auch die Temperatur drin.
Das dann abspeichern als CSV und du kannst dich mit Excel austoben.

Schaue bei Gelegenheit mal ob ich da was basteln kann.

Prost!

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Einkoch-Theo
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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#3

Beitrag von Einkoch-Theo » Donnerstag 25. Februar 2016, 10:12

Moin,

als jemand, der beruflich mit Temperaturmessungen/-Aufzeichnungen zu tun hat:
Datenlogger sind kleine, meist sauteure Geräte, die man mittels Lesegerät startet und dann ohne Kabel irgendwo hin verfrachtet um zu messen. Nach der Messung werden diese Geräte ausgelesen und man erhält ein Temperatur-Zeit-Diagramm. Vorteil: keine Kabel, Messung in den "hintersten" Ecken möglich; Nachteil: sehr teuer (Logger, Lesegerät, Software, spezielle Batterien), man hat keine direkte Anzeige, d.h. man sieht die Temperatur erst wenn es zu spät ist.
Ich denke, du bist mit einem Temperaturschreiber deutlich besser bedient. Vorteil: deutlich günstiger (vielleicht sind sogar gebrauchte Teile erhältlich), man sieht direkt was im Kessel passiert; Nachteil: Kabel.
Es macht Sinn, nicht nur an einer Stelle zu messen, sondern an mehreren. Wenn man die Anzeige sieht, kann man ja regieren und woanders messen. Bei Loggern sieht man während der Messung nix.
Ich werde öfters gefragt, ob ich eine Loggermessung machen kann, ganz oft benutze ich aber ein einfaches Thermometer mit Papier und Bleistift.

Gruß,
Theo
Wieso ist Leergut?

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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#4

Beitrag von Smeg » Donnerstag 25. Februar 2016, 10:30

tommes hat geschrieben:Sollte auch mit dem Speidel WLAN funktionieren. Man müsste sich ein kleines Skript oder Programm schreiben, das regelmäßig die Datei "bm.txt" anfordert (so wie die web-Site von Speidel selbst auch), dort steht der aktuelle Zustand und auch die Temperatur drin.
Das dann abspeichern als CSV und du kannst dich mit Excel austoben.
Schaue bei Gelegenheit mal ob ich da was basteln kann.

Prost!
Excel kann ich bedienen, Skripte schreiben dagegen nicht! Alles was mit Elektronik und Programmierung zu tun hat meide ich lieber :redhead

Einkoch-Theo hat geschrieben:Moin,

als jemand, der beruflich mit Temperaturmessungen/-Aufzeichnungen zu tun hat:
Datenlogger sind kleine, meist sauteure Geräte, die man mittels Lesegerät startet und dann ohne Kabel irgendwo hin verfrachtet um zu messen. Nach der Messung werden diese Geräte ausgelesen und man erhält ein Temperatur-Zeit-Diagramm. Vorteil: keine Kabel, Messung in den "hintersten" Ecken möglich; Nachteil: sehr teuer (Logger, Lesegerät, Software, spezielle Batterien), man hat keine direkte Anzeige, d.h. man sieht die Temperatur erst wenn es zu spät ist.
Ich denke, du bist mit einem Temperaturschreiber deutlich besser bedient. Vorteil: deutlich günstiger (vielleicht sind sogar gebrauchte Teile erhältlich), man sieht direkt was im Kessel passiert; Nachteil: Kabel.
Es macht Sinn, nicht nur an einer Stelle zu messen, sondern an mehreren. Wenn man die Anzeige sieht, kann man ja regieren und woanders messen. Bei Loggern sieht man während der Messung nix.
Ich werde öfters gefragt, ob ich eine Loggermessung machen kann, ganz oft benutze ich aber ein einfaches Thermometer mit Papier und Bleistift.

Gruß,
Theo
Kabel dürfen schon sein, immerhin will ich keine Raum- bzw. Lufttemperatur messen sondern die Maische. Zudem müssen die Messungen auch nicht auf +- 0,1 °C genau sein. Die Anforderungen an industrielle Logger sind weitaus höher als meine privaten. Im Netz findet man einfache Geräte für unter 100 €, jedoch sind die nur für Temperaturen bis 60 °C ausgelegt und oftmals zur Messung der Luft.

Theoretisch reicht ein einfacher Temperaturfühler und ein Controller, der die Temp dann alle x Sekunden speichert und als Tabelle auswirft, aber dazu fehlen mir - wie gesagt - die Kenntnisse.

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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#5

Beitrag von oliver0904 » Donnerstag 25. Februar 2016, 15:59

Alkohol ist keine Lösung sondern ein Destillat

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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#6

Beitrag von Smeg » Freitag 26. Februar 2016, 13:12

oliver0904 hat geschrieben:Wie währe es mit so etwas:

http://www.ebay.de/itm/Wasserdicht-USB- ... SwsB9WEMjz


Oliver
Preislich wird es nicht zu schlagen sein, jedoch habe ich gehofft, dass das Gerät die Daten selber speichert und nach dem Brauvorgang die Daten an den PC übermittelt (WLAN, USB o.ä.). So müsste ich immer einen Laptop daneben stellen.

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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#7

Beitrag von nonik » Freitag 26. Februar 2016, 21:17

Hallo Smeg,

ich setze das PCE-T390 ein, einfach mal googlen liegt bei ca. 190,- also nicht ganz billig, ich bereue die Anschaffung aber nicht im Gegenteil würde das immer wieder kaufen.

Ich verwende hier Typ-K Sensoren welche ich mir im sensorshop24 gekauft habe, hier gibt es eine große Auswahl und die Beratung ist auch sehr gut.

Das Gerät hat eine große Temperaturbandbreite, 4 Kanäle für Typ-K Sensoren und einen integrierten SD-Card Slot auf der Card können im zu definierenden Intervall
die Temperaturwerte im Excel-Format gespeichert werden. SD-Card ins Notebook und einfach im Excel weiter verarbeiten. Gerät kann mit Batterien oder auch mit Netzteil für langzeit Aufzeichnungen betrieben werden.

Ich habe das Gerät ursprünglich für den Grill/Smoker angeschafft (1x Temperatur Garraum, 3x Temperatur Grillgut Kerntemperatur) ist ne tolle Sache fürs BBQ,
hier interessiert mich zwar in der Regel die aktuelle Temperatur jedoch kann es z.B.: auch mal bei einem 4kg Roastbeef interessant sein wie denn die Entwicklung
der Kerntemperatur bei entsprechender Temperratur im Garraum ist.

Dann verwende ich das Thermometer fürs SousVide, auch mal interessant wie sich die Temperatur im Zeitlichen Verlauf entwickelt bei z.B.: einem 2kg Stück Roastbeef direkt aus dem Froster ins Wasserbad.

Als weitere Anwendung habe ich mit entsprechendem Sensor meinen Holzbackofen kennengelernt indem ich damit in Abhängigkeit der Außentemperatur die komplette Aufheizphase, Nutzung und Abkühlphase aufzeichnen konnte.

Und jetzt verwende ich das natürlich auch fürs Hobby Bierbrauen, Analyse Leistungsfähigkeit von Brauequipment oder Gärverlauf (1x Würze, 1x Umgebungstemperatur, 1x Außentemperatur) ...

Beste Grüße

Oliver

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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#8

Beitrag von emilio » Freitag 26. Februar 2016, 21:50

Ich hab seit vielen Jahren ein Voltcraft K202. Die serielle Schnittstelle ist halt nicht mehr so ganz die modernste.

Gruß,
Andreas

Miicha
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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#9

Beitrag von Miicha » Samstag 27. Februar 2016, 08:47

Guten Morgen Oliver,

ist zwar völlig OT, aber kurz sei die Frage erlaubt, welchen Sensor Du für deinen Backofen (innen) benutzt und ob der auch am K204 funzt.

Danke und LG Micha.

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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#10

Beitrag von marinali29 » Samstag 27. Februar 2016, 09:33

Hi, PID-Temperaturregler + K sensor ist besser oder andere wie ITC-1000?
nonik hat geschrieben:Hallo Smeg,

ich setze das PCE-T390 ein, einfach mal googlen liegt bei ca. 190,- also nicht ganz billig, ich bereue die Anschaffung aber nicht im Gegenteil würde das immer wieder kaufen.

Ich verwende hier Typ-K Sensoren welche ich mir im sensorshop24 gekauft habe, hier gibt es eine große Auswahl und die Beratung ist auch sehr gut.

Das Gerät hat eine große Temperaturbandbreite, 4 Kanäle für Typ-K Sensoren und einen integrierten SD-Card Slot auf der Card können im zu definierenden Intervall
die Temperaturwerte im Excel-Format gespeichert werden. SD-Card ins Notebook und einfach im Excel weiter verarbeiten. Gerät kann mit Batterien oder auch mit Netzteil für langzeit Aufzeichnungen betrieben werden.

Ich habe das Gerät ursprünglich für den Grill/Smoker angeschafft (1x Temperatur Garraum, 3x Temperatur Grillgut Kerntemperatur) ist ne tolle Sache fürs BBQ,
hier interessiert mich zwar in der Regel die aktuelle Temperatur jedoch kann es z.B.: auch mal bei einem 4kg Roastbeef interessant sein wie denn die Entwicklung
der Kerntemperatur bei entsprechender Temperratur im Garraum ist.

Dann verwende ich das Thermometer fürs SousVide, auch mal interessant wie sich die Temperatur im Zeitlichen Verlauf entwickelt bei z.B.: einem 2kg Stück Roastbeef direkt aus dem Froster ins Wasserbad.

Als weitere Anwendung habe ich mit entsprechendem Sensor meinen Holzbackofen kennengelernt indem ich damit in Abhängigkeit der Außentemperatur die komplette Aufheizphase, Nutzung und Abkühlphase aufzeichnen konnte.

Und jetzt verwende ich das natürlich auch fürs Hobby Bierbrauen, Analyse Leistungsfähigkeit von Brauequipment oder Gärverlauf (1x Würze, 1x Umgebungstemperatur, 1x Außentemperatur) ...

Beste Grüße

Oliver

schollsedigger
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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#11

Beitrag von schollsedigger » Samstag 27. Februar 2016, 11:25

Hi,

wieso denn nicht die Konfirguration DS18B20 Sensor, DS9097 USB-Adapter und Digitemp? Eine detailierte Anleitung findest Du, wenn Du nach "Brausoft MashIt" suchts. Da findest Du eine Zip-Datei, die eine detailierte Anleitung zur Verkbelung enthält. Keine Angst, man muss nur 3 Kabel zusammendrillen und fertig. Dürfte < 50€ kommen.

Grüße

Matze

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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#12

Beitrag von iamsebastian » Samstag 26. März 2016, 09:35

Ich löse das Ganze per DS18B20 Sensor und Raspberry Pi.
Je nach dem, welches Modell vom Raspberry man nimmt, kommt man da auch günstig bei weg (und man kann die Temperatur nebenbei direkt anzeigen lassen - via Display, 7-Segmentanzeige, Webserver auf Handy, etc.))

stella
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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#13

Beitrag von stella » Dienstag 3. Januar 2017, 21:56

Ein Datenlogger wäre sehr nützlich.

sfida
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Re: Temperaturaufzeichnung mittels Datenlogger

#14

Beitrag von sfida » Mittwoch 4. Januar 2017, 17:03

Ich habe einen hochwertigen Datenlogger bei [Link entfernt] gekauft. Ich habe verschiedene Angebote verglichen und muss gestehen, dass dieser Online Shop viele Vorteile hat. Der Datenlogger funktioniert sehr gut. Die Anwendung ist auch leicht. Ich bin mit dem Kauf sehr zufrieden. Der Datenlogger ist auf der Seite vorhanden, man muss aber USB berücksichtigen.
Zuletzt geändert von philipp am Mittwoch 4. Januar 2017, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt. Verdacht auf Werbung.

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