Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

Hier sollten Infos und Besprechungen über Fachliteratur der Brautechnik rein (incl. Onlinematerial).
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Wenn ihr etwas vorstellt, wäre es super, wenn ihr auch eine Meinung dazu habt.

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Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#1

Beitrag von Berliner » Freitag 22. September 2017, 16:40

Heute erscheint das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017 unter braumagazin.de. Das sind die Themen:

brau!kolumne

- Zu dieser Ausgabe

brau!basics

- Der Hobbybrauer und sein erstes eigenes Rezept

brau!stoff

- Der heilige Gral der Hopfenindustrie
- Bierfehler des Quartals: Unangenehme Bittere
- Der große IBU-Schwindel
- Frischer Hopfen – direkt in die Würze
- Flavour-Hopfen aus den USA, Deutschland und Australien

brau!stil

- Der Broyhan
- Projekt Eichelbier, Teil 3

brau!gruppe

- Zu Gast bei Freunden – ein Stralsunder Sommermärchen
- Gemeinschaftsbrauen soll immaterielles Kulturgut werden
- Ein Barrel Doppelbock

brau!tour

- Brauereiwanderung: Bad Staffelstein
- Berliner Bierwege, Teil 2

brau!literatur

- Buchtipp: Craft Bier einfach selber brauen
- Buchtipp: Noch ’n Bier?

brau!event

- 3. Mainzer Craft-Beer-Messe in der Halle 45
- Goldene BierIdee 2017

brau!history

- Das Reichenhaller Reinheitsgebot von 1493

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe des brau!magazin!

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Gruß vom Berliner

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#2

Beitrag von chaos-black » Freitag 22. September 2017, 16:55

Juhu! Es ist schon wieder Weihnachten! :)

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#3

Beitrag von Xacobator » Freitag 22. September 2017, 18:09

Super! Freue mich aufs Lesen!
Viele Grüße
Daniel

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#4

Beitrag von inem » Samstag 23. September 2017, 17:17

Danke!

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#5

Beitrag von Braufried » Dienstag 26. September 2017, 14:35

Schöner Artikel über den IBU Schwindel! Das macht so einiges, was ich die letzten Jahre beim Stopfen beobachtet habe, deutlich erklärbarer!

Gruß
Braufried

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#6

Beitrag von §11 » Dienstag 26. September 2017, 14:53

Braufried hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 14:35
Schöner Artikel über den IBU Schwindel! Das macht so einiges, was ich die letzten Jahre beim Stopfen beobachtet habe, deutlich erklärbarer!

Gruß
Braufried
Danke!

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#7

Beitrag von Seed7 » Dienstag 26. September 2017, 15:45

Zur unangenehmen bittere, einen grund wurde nicht angesprochen und wird auch nicht oft so identifiziert. Ursache "Kahmhefe". Das bier hat keinen koerper mehr und die bittere steht alleine da,

Ingo
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#8

Beitrag von Jomsviking » Dienstag 26. September 2017, 20:42

Wie verhalten sich dann die IBUS bei (großen) Whirlpool gaben, oder beim „Hop Bursting“?
Gruß
Felix

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#9

Beitrag von olibaer » Dienstag 26. September 2017, 21:31

Jomsviking hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 20:42
Wie verhalten sich dann die IBUS bei (großen) Whirlpool gaben, oder beim „Hop Bursting“?
Selbst in ihrer fröhlichsten Natur zeigen "IBUS" kein Verhalten.
Gerne verstecken sich "IBUS", getarnt als Stücklistenkomponente, in Rezepturen. :Wink

Bisher bekannt ist, dass sich die Vermehrungsraten der "IBUS" mit Einfluss von
  • zunehmender pH-Werte
  • zunehmender Dauer
  • zunehmender Temperatur
  • zunehmender Homogenisierung
  • abnehmender Stammwürze
  • abnehmender bereits vorhandener Konzentration
erhöhen.

Alleinige Abhänigkeiten von "Ort, Anlage und Geschehen" sind überdies von "IBUS" nicht dokumentiert.
Ein doch recht durchsichtiges Verhalten der "IBUS", aus dem sich im Selbststudium, die nötigen Schlüsse durchaus ziehen lassen :thumbup


Edith sagt: IBUS als Tier angefügt, wo IBUS als Rohstoff noch nicht war
Gruss
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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#10

Beitrag von §11 » Dienstag 26. September 2017, 21:55

Wer erklärt mit "Hop bursting"?

Jan

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#11

Beitrag von Jomsviking » Dienstag 26. September 2017, 22:13

„...Letztens habe ich einmal selbst die Extremform der späten Hopfengabe, des sogenannten „Hop Bursting“ ausprobiert. Bei Hopfengaben von 10g/l P90-Pellets im Whirlpool bei 70°C...°

Um beim Braumagazin zu bleiben.
http://braumagazin.de/article/der-heili ... industrie/
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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#12

Beitrag von Biermensch » Dienstag 26. September 2017, 22:44

Hmm, merkwürdig. Haben doch viele schon beobachtet und ehrlich gesagt ich auch, dass das Bier durch stopfen eben doch bitterer war genommen wurde. Zwar nicht immer, aber immer wieder.... :puzz
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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#13

Beitrag von olibaer » Dienstag 26. September 2017, 23:23

Hallo Felix,
Jomsviking hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 22:13
„...Letztens habe ich einmal selbst die Extremform der späten Hopfengabe, des sogenannten „Hop Bursting“ ausprobiert. Bei Hopfengaben von 10g/l P90-Pellets im Whirlpool bei 70°C...°

Um beim Braumagazin zu bleiben.
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Ja schon - haben wir ja auch alle gelesen was Brian Schlede dazu ausführt.
Vielleicht hinterfragst Du direkt bei ihm, welche Bitterstoffausbeuten im Rahmen von „Hop Bursting“ zu erwarten sind.

Auch wenn ich von "Hop Bursting" keine Ahnung habe, darf ich für mich erst einmal annehmen, dass die bereits bekannten Gesetztmäßigkeiten zur "Bitterstoffausbeute" durch eine neue Begrifflichkeit nicht ausgehebelt werden und weiter Bestand haben (#9).

Weiter darf ich anmerken, dass im benannten Artikel der Inhalt "Hop Bursting" nicht unter der Überschrift "Ausbeute/IBUs o.ä." auftaucht, sondern unter der Überschrift "Steuerung des Aromas besonders über Menge/Zeitpunkte der Hopfengabe" und an dieser Stelle gehe ich sehr gerne konform mit H.Schlede, dass bei benannten Temperaturen, in diesen Mengen und zu diesem Zeitpunkt, ein gewisser "boost" die Folge sein muss.
Gruss
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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#14

Beitrag von cerveceriasultana » Mittwoch 27. September 2017, 00:17

Biermensch hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 22:44
Hmm, merkwürdig. Haben doch viele schon beobachtet und ehrlich gesagt ich auch, dass das Bier durch stopfen eben doch bitterer war genommen wurde. Zwar nicht immer, aber immer wieder.... :puzz
Wird in anderen Quellen auch so gesagt. Da spielt auch wohl noch viel mehr mit hinein, zB der pH-Wert. Der wird beim Stopfen verändert und dadurch verändert sich auch die Wahrnehmung der Bittere.

Edit: Ein Beispiel... Stan Hieronymous von "the love of hops" hat dazu auch schon einiges gesagt und geschrieben.
Vale más actuar exponiéndose a arrepentirse, que arrepentirse de nunca haber actuado.

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#15

Beitrag von §11 » Mittwoch 27. September 2017, 00:27

Biermensch hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 22:44
Hmm, merkwürdig. Haben doch viele schon beobachtet und ehrlich gesagt ich auch, dass das Bier durch stopfen eben doch bitterer war genommen wurde. Zwar nicht immer, aber immer wieder.... :puzz
Es geht nicht darum ob ein Bier durch Stopfen bitterer wahrgenommen wird, es geht im Artikel darum warum ein Bier mit gemessenen 100 Bittereinheiten, das gestopft ist, nicht so bitter wahrgenommen wird wie 100 Bittereinheiten vermuten lassen wuerden. Ich hoffe das ist verstaendlich ausgedrueckt?

Gruss

Jan

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#16

Beitrag von Biermensch » Mittwoch 27. September 2017, 08:59

§11 hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 00:27
Biermensch hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 22:44
Hmm, merkwürdig. Haben doch viele schon beobachtet und ehrlich gesagt ich auch, dass das Bier durch stopfen eben doch bitterer war genommen wurde. Zwar nicht immer, aber immer wieder.... :puzz
Es geht nicht darum ob ein Bier durch Stopfen bitterer wahrgenommen wird, es geht im Artikel darum warum ein Bier mit gemessenen 100 Bittereinheiten, das gestopft ist, nicht so bitter wahrgenommen wird wie 100 Bittereinheiten vermuten lassen wuerden. Ich hoffe das ist verstaendlich ausgedrueckt?

Gruss

Jan
Ja, schon klar. Ichbin davon ausgegangen, dass wenn sich generell sagen lässt, dass Iso-α-Säure durch die we­ni­ger bit­te­ren Humulinone aus­ge­tauscht werden bei stopfen, dann auch generell die wahrgenommene Bittere abnimmt...Vermutlich ein Versuch von mir, einen komplizierten Sachverhalt in eine einfache Schublade zu pressen. :redhead

@ cerveceriasultana Ok, danke für den Link. Das lese ich mir mal durch. :thumbup
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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#17

Beitrag von Jomsviking » Mittwoch 27. September 2017, 11:29

olibaer hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 23:23
Hallo Felix,
Jomsviking hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 22:13
„...Letztens habe ich einmal selbst die Extremform der späten Hopfengabe, des sogenannten „Hop Bursting“ ausprobiert. Bei Hopfengaben von 10g/l P90-Pellets im Whirlpool bei 70°C...°

Um beim Braumagazin zu bleiben.
http://braumagazin.de/article/der-heili ... industrie/
Ja schon - haben wir ja auch alle gelesen was Brian Schlede dazu ausführt.
Vielleicht hinterfragst Du direkt bei ihm, welche Bitterstoffausbeuten im Rahmen von „Hop Bursting“ zu erwarten sind.

Auch wenn ich von "Hop Bursting" keine Ahnung habe, darf ich für mich erst einmal annehmen, dass die bereits bekannten Gesetztmäßigkeiten zur "Bitterstoffausbeute" durch eine neue Begrifflichkeit nicht ausgehebelt werden und weiter Bestand haben (#9).

Weiter darf ich anmerken, dass im benannten Artikel der Inhalt "Hop Bursting" nicht unter der Überschrift "Ausbeute/IBUs o.ä." auftaucht, sondern unter der Überschrift "Steuerung des Aromas besonders über Menge/Zeitpunkte der Hopfengabe" und an dieser Stelle gehe ich sehr gerne konform mit H.Schlede, dass bei benannten Temperaturen, in diesen Mengen und zu diesem Zeitpunkt, ein gewisser "boost" die Folge sein muss.
Hallo Oli,

das der Artikel einen anderen Sinn hat ist mir völlig klar. Ebenso kann ich Herrn Schlede voll zustimmen in seiner Ausführung.
Mich Interessiert es eher im Bezug auf den "IBU Schwindel" bei gestopften Bieren.

Des öfteren Lese ich immer wieder, dass anstatt von Stopfen, eine Whirlpoolgabe gemacht wird welches ein ähnliches Armoma im fertigen Bier hinterlassen soll, wie ein gestopftes Bier. Das Aroma soll sich zudem länger im fertigem Bier halten.

Das Hop Bursting (dazu habe ich auch keine Erfahrung) ist im Prinzip eine Whirlpoolgabe mit sehr viel Hopfen.

meine Überlegung/frage ist folgende:
Wird ein Bier mit 100 IBUs (Hop Bursted ?!?--> gibts da auch einen anderen begriff?) Bitterer wahrgenommen?
Oder wird dieses dann ähnlich wie beim stopfen milder wahrgenommen?

Bier Normal = 100 IBU --> Referenzbier
Bier gestopft = 100 IBU --> Wird weniger Bitter wahrgenommen als das Normale
Bier Hop Bursted = 100 IBU --> ? Bitterere Wahrnehmung oder milderer Wahrnehmung?
Gruß
Felix

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#18

Beitrag von Alien_TM » Mittwoch 27. September 2017, 11:53

olibaer hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 21:31
Jomsviking hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 20:42
..IBUS ...
... "IBUS" ...
Gerne verstecken sich "IBUS", ... die Vermehrungsraten der "IBUS" ... sind überdies von "IBUS" ...... Verhalten der "IBUS",

Edith sagt: IBUS als Tier angefügt, wo IBUS als Rohstoff noch nicht war
ihr schreibt das falsch :Smile

iBus --> das wird des neue Fahrzeug aus Cupertino :Angel (sry, konnte es mir nicht verkneifen)

...Alex

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#19

Beitrag von tbln » Mittwoch 27. September 2017, 12:32


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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#20

Beitrag von Boludo » Mittwoch 27. September 2017, 12:49

Es kommt auch immer auf den Hopfen drauf an.
Bei Simcoe hab ich zumindest mal eine deutliche Nachbitterung beim Stopfen festgestellt.
Das Thema Bittere ist hochkomplex.

Stefan

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#21

Beitrag von Felix83 » Mittwoch 27. September 2017, 13:44

Der Bericht hier erklärt auch nochmal die Bitterkeitszunahme durch Kalthopfung, aber führt es noch weiter fort.

http://scottjanish.com/increasing-bitte ... y-hopping/

Kurzfassung: Iso-Alphasäuren werden gegen oxidierte Alphasäuren getauscht (so wie es im Braumagazin steht)

Aber das geht nicht 1:1. Bei einem niedrigen IBU Bier (durch Kochzugaben) können nur entsprechend wenige Iso-Alphasäuren entfernt werden, aber es kommen dennoch ordentlich Humulinone rein -> Bier wird bitterer

Beim Hoch-IBU Bier werden, salopp gesagt soviel Iso-Alphasäure entfernt wie Humulinone hinzugefügt werden. Es wird getauscht und das Bier wird milder, da Humulinone nur 2/3 so bitter sind wie Iso-Alphas.

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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#22

Beitrag von olibaer » Mittwoch 27. September 2017, 19:48

Hallo Jomsviking ,
Jomsviking hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 11:29
meine Überlegung/frage ist folgende:
Wird ein Bier mit 100 IBUs (Hop Bursted ?!?--> gibts da auch einen anderen begriff?) Bitterer wahrgenommen?
Oder wird dieses dann ähnlich wie beim stopfen milder wahrgenommen?

Bier Normal = 100 IBU --> Referenzbier
Bier gestopft = 100 IBU --> Wird weniger Bitter wahrgenommen als das Normale
Bier Hop Bursted = 100 IBU --> ? Bitterere Wahrnehmung oder milderer Wahrnehmung?
deine Fragen dürften sich mit dem Post von Felix83(#21) und den zusätzlich im thread verlinkten Artikeln(Brau!Magazin etc.) geklärt haben.

Fasst man zusammen was gesagt wurde und was in den angegebenen Quellen zum Thema formuliert wird, verhalten sich die Abhängigkeiten "Stopfen/Whirlpoolgabe" rund um das Thema "Bitterempfinden/IBU" in etwa so:
  • je kälter die Würze im WP
  • je länger der Hopfen bei diesen "niederen" Temperaturen im WP verbleibt
  • je höher die Grundbittere der WP-Würze
  • je höher die Hopfengabe im WP
  • je älter der Hopfen (->a-Säure zu Humulinonen oxidiert ?)
  • je höher der pH-Wert der WP-Würze
  • je geringer die nachgelagerte Heisstrubausscheidung ausfällt
  • je geringer die nachgelagerte Gäraktivität ausfällt
umso mehr nährt sich eine Whirpoolgabe einer Kalthopfung im Bitterempfinden an.

Aufgemerkt muss allerdings bleiben, dass eine WP-Gabe noch eine Hauptgärung durchläuft, während einer klassischen Kalthopfung vergleichbares erspart bleibt. Diese Unterschiede im Verfahren werden auf eine meßbare Bittere und auf ein wahrnehmbares Bitterempfinden durchschlagen - so oder so.

Jan formuliert "on top" in seinem Arikel noch zwei wesentliche Punkte, die in Richtung Analytik/IBU-Werte zielen - Zitat:

"...Es führt uns aber wie­der zu der Erkenntnis, dass man auch dann, wenn man et­was mes­sen kann, nie ver­ler­nen soll­te, die Ergebnisse kri­tisch zu hin­ter­fra­gen"

"...Um die Fehler der klas­si­schen Hopfen- und Bieranalyse zu um­ge­hen, ha­ben Maye und Smith üb­ri­gens mit HPLC-Analytik (high-performance li­quid chro­ma­to­gra­phy) ge­ar­bei­tet"

Ergo1: Wenn ich in Quellen/Texten Hinweise zur Ausbeute von Hopfen/IBUs lese gehört A einfach dazu, dass ich zusätzlich Hinweise auf Analysenmethoden (HPLC/Photometrisch) erhalte und B, in welcher Probe die IBUs ermittelt wurden (Würze/Bier). Finde ich keine der benannten Angaben ausformuliert, verkommt in meiner Wahrnehmung ohnehin alles zum Geschwafel.

Ergo2: Die Ergebnislage für deinen Fragefall
"Bier Hop Bursted = 100 IBU --> ? Bitterere Wahrnehmung oder milderer Wahrnehmung"
musst Du wohl im Selbstversuch ermitteln. Es hängt zu viel am Hopfen selbst und am Verfahren, als dass man hier eine Antwort formulieren könnte ;-)

"Versuch macht klug" wird hier gerne genommen ;-)
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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#23

Beitrag von olibaer » Donnerstag 28. September 2017, 00:26

Hallo zusammen,

ich wusste, da ist noch etwas rund um die Whirlpoolhopfung bzw. rund um die späte Hopfengabe im Heißbereich:

Neben der Begrifflichkeit "Hop Bursting" gesellt sich ergänzend "HopBack" [BRW] hinzu.

HopBack setzt noch später an und ist in den Würzeweg eingebunden, sitzt zwischen Plattenkühlerauslauf und Zielgefäß und kommt mit einer Bypassregelungen daher, die das wiederholte durchströmen einer Hopfenvorlage möglich macht.

In seiner nüchternen Natur wird im "HopBack-Verfahren", aus dem Heißbereich kommend, "kalt" und vor der Hefegabe - vor der Belüftung und der Hauptgärung, Hopfen in die Würze dosiert und der gleichzeitig eingetragene Unrat(Blätter, Spindeln, ... -> Trub) im Umlauf aussortiert.

Nicht wirklich unschlau - bleiben doch die bekannt widrigen Umstände einer klassischen Kalthopfung erst einmal aussen vor(Oxidation, Aufwand, Ergebniskontrolle), während die Vorzüge einer Kalthopfung ungehindert Einzug halten können.

... kaum schaut man sich um, schon gibts zwei Kalthopfungsklassen: vor der Gärung - nach der Gärung.

Ganz ehrlich:
Ich find die Idee von der "KaltWopfung" (=Hopfendosage in gekühlte Anstellwürze ohne Beisein von Trub, Luft und Hefe) jetzt schon ziemlich geil und so zu interagieren, macht durchaus Sinn :-)


Gruß
Oli

Quellen:
[BRW]: Brauwelt Nr.15-16 (2017) S.453
Gruss
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Re: Das brau!magazin Ausgabe Herbst 2017

#24

Beitrag von Jomsviking » Donnerstag 28. September 2017, 14:26

olibaer hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 19:48
Hallo Jomsviking ,
Jomsviking hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 11:29
meine Überlegung/frage ist folgende:
Wird ein Bier mit 100 IBUs (Hop Bursted ?!?--> gibts da auch einen anderen begriff?) Bitterer wahrgenommen?
Oder wird dieses dann ähnlich wie beim stopfen milder wahrgenommen?

Bier Normal = 100 IBU --> Referenzbier
Bier gestopft = 100 IBU --> Wird weniger Bitter wahrgenommen als das Normale
Bier Hop Bursted = 100 IBU --> ? Bitterere Wahrnehmung oder milderer Wahrnehmung?
deine Fragen dürften sich mit dem Post von Felix83(#21) und den zusätzlich im thread verlinkten Artikeln(Brau!Magazin etc.) geklärt haben.

Fasst man zusammen was gesagt wurde und was in den angegebenen Quellen zum Thema formuliert wird, verhalten sich die Abhängigkeiten "Stopfen/Whirlpoolgabe" rund um das Thema "Bitterempfinden/IBU" in etwa so:
  • je kälter die Würze im WP
  • je länger der Hopfen bei diesen "niederen" Temperaturen im WP verbleibt
  • je höher die Grundbittere der WP-Würze
  • je höher die Hopfengabe im WP
  • je älter der Hopfen (->a-Säure zu Humulinonen oxidiert ?)
  • je höher der pH-Wert der WP-Würze
  • je geringer die nachgelagerte Heisstrubausscheidung ausfällt
  • je geringer die nachgelagerte Gäraktivität ausfällt
umso mehr nährt sich eine Whirpoolgabe einer Kalthopfung im Bitterempfinden an.

Aufgemerkt muss allerdings bleiben, dass eine WP-Gabe noch eine Hauptgärung durchläuft, während einer klassischen Kalthopfung vergleichbares erspart bleibt. Diese Unterschiede im Verfahren werden auf eine meßbare Bittere und auf ein wahrnehmbares Bitterempfinden durchschlagen - so oder so.

Jan formuliert "on top" in seinem Arikel noch zwei wesentliche Punkte, die in Richtung Analytik/IBU-Werte zielen - Zitat:

"...Es führt uns aber wie­der zu der Erkenntnis, dass man auch dann, wenn man et­was mes­sen kann, nie ver­ler­nen soll­te, die Ergebnisse kri­tisch zu hin­ter­fra­gen"

"...Um die Fehler der klas­si­schen Hopfen- und Bieranalyse zu um­ge­hen, ha­ben Maye und Smith üb­ri­gens mit HPLC-Analytik (high-performance li­quid chro­ma­to­gra­phy) ge­ar­bei­tet"

Ergo1: Wenn ich in Quellen/Texten Hinweise zur Ausbeute von Hopfen/IBUs lese gehört A einfach dazu, dass ich zusätzlich Hinweise auf Analysenmethoden (HPLC/Photometrisch) erhalte und B, in welcher Probe die IBUs ermittelt wurden (Würze/Bier). Finde ich keine der benannten Angaben ausformuliert, verkommt in meiner Wahrnehmung ohnehin alles zum Geschwafel.

Ergo2: Die Ergebnislage für deinen Fragefall
"Bier Hop Bursted = 100 IBU --> ? Bitterere Wahrnehmung oder milderer Wahrnehmung"
musst Du wohl im Selbstversuch ermitteln. Es hängt zu viel am Hopfen selbst und am Verfahren, als dass man hier eine Antwort formulieren könnte ;-)

"Versuch macht klug" wird hier gerne genommen ;-)
Hallo Oli,

vielen Dank für die Ausführlich Antwort.
Für die Zukünftige Rezepterstellung werde ich die neuen Erkenntnisse aufjedenfall mit einbeziehen.
Ich finde da Thema sehr interessant und werde mir überlegen solch ein Experiment durchzuführen.
Quasi eine Grundwürze die mit drei unterschiedlichen Hopfungsarten behandelt wird. Wenn es soweit ist, werde ich berichten.

Abgesehen davon finde ich die Idee mit dem HopBack nicht so Dumm. Hat irgendwie was von einer Kaffee Durchlaufmaschine :Bigsmile
Ich könnte mir das vorallem mit Frischen Dolden sehr gut vorstellen. Mal schauen ob ich mir da was Basteln kann.
Einen Eimer mit Läuterhexe, oder ein Wasserrohr mit Sieb...
Gruß
Felix

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