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Autor: Betreff: Die Viertel-Quadratmeter-Brauerei ... mit Einkocher, Umwälzung, Malztopf und Computer ...
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cebulon
Beiträge: 289
Registriert: 17.2.2007
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red_folder.gif erstellt am: 8.6.2007 um 20:15  
Hallo Selbstbauer,

nachdem ich meine „Viertel-Quadratmeter-Brauerei“ fertiggestellt habe und schon einige Informationen an verschiedenen Stellen hier im Forum zu finden sind, habe ich mich entschlossen, eine zusammenfassende Beschreibung der Gesamtlösung zu erstellen:

Grundgedanke war, mit Hilfe üblicher, vergleichsweise preiswerter Haushaltwaren, Baumarkt-Artikeln und einer überschaubaren Werkzeugausstattung eine kleine und leichte Brauanlage herzustellen, die mit möglichst wenigen Gefäßen auskommt. Sie sollte, bewusst für nicht mehr als 25 Liter konzipiert – als Umlaufanlage mit Pumpe und Malztopf ausgeführt werden, ohne Rührwerk auskommen und eine weitgehende Automatisierung mit Hilfe eines Mikrocomputers erreichen, um gut gelungene Biere wirklich reproduzieren zu können. Das ist sie nun, auf 2 Kegs stehend:



Ein Edelstahl-Einkocher bildet die Basis. Entscheidend für die Auswahl war die Möglichkeit, in den Boden ein Loch bohren zu können, ohne die Heizung zu tangieren, denn die Umwälzung sollte prinzipiell so aussehen:



Als Pumpe findet eine wellenlose (und damit dichtungslose) Brauchwasserpumpe Verwendung, die 105°C verträgt. Als Rohrmaterial wird 15 mm Kupferrohr benutzt. Der Dreiwegehahn ist mit einem T-Küken ausgestattet und ermöglicht so Umlauf, Ablauf, Befüllen, aber auch Ansaugen aus einem externem Behälter. Auch eine Dosierung des Würzeflusses zur Versorgung des externen Plattenwärmetauschers funktioniert damit.

Die Verbindungen der Rohrleitungen mit dem Topf des Einkochers sind vorsätzlich nicht als Schweißverbindung konzipiert. Das Ganze soll zerlegbar und partiell ersetzbar bleiben. Die wichtigsten Teile bestehen aus leicht modifizierten Standard-Armaturen:



Das linke Teil war mal ein ½“-Stopfen, der durchgebohrt und nicht ganz ausgedreht später den Einlaufstutzen für den Malztopf aufnimmt. Der O-Ring hat sich nicht bewährt, eine selbstgemachte Dichtung aus einem Fahrradschlauch funktioniert besser. Noch bessere Vorschläge sind willkommen.

In der fertigen Anlage sieht der „Pumpenraum“ im Sockel der Anlage (aus MDF) so aus:



Ohne Werkzeug ist der Antrieb vom Pumpengehäuse zu lösen und nach dem Abziehen des Steckers ganz herauszunehmen. Getrennt sieht das so aus:



Unvermeidliche Würzereste lassen sich also leicht auffangen und richten keinen Schaden an. Wer ihn noch nicht gesehen hat: so sieht der Rotor aus, der allein durch Magnetismus getrieben, die Würze fördert.



Von der Pumpe aus geht die Rohrleitung senkrecht nach oben. Der Blick ins Innere des Topfes ist nicht sehr spektakulär, aber zum Verständnis von Nutzen.



Unten am Bildrand ist der Einlauf zu sehen, weiter oben rechts der Auslauf. Er ist bewusst nicht an die tiefste Stelle gesetzt, damit auf den Boden gesunkene Bestandteile der Würze nicht zwangsläufig erneut umgepumpt werden. Links im Bild ist eine Edelstahl-Hutmutter zu sehen, in der der digitale Temperatursensor untergebracht ist.

Der maximale praxisgerechte Inhalt des Topfes beträgt 28 Liter. Lässt man die Flüssigkeit ab, bleibt 1 Liter im Topf zurück. Kippt man die ganze Einheit in Richtung Ablauf, bleibt ca. ½ Schnapsglas voll zurück – nach dem Abnehmen des Pumpenmotors ist auch der letzte Rest weg.

Die wichtigste Komponente ist der Malztopf:



Getreu der anfangs erklärten Zielsetzung ist auch das ein gewöhnlicher 20 Liter-Edelstahl-Kochtopf. In den Boden ist eine weitere der bereits erklärten Armaturen eingebaut. Ein kurzer Rohrstummel nach unten steckt in der Zulauf-Hülse des Einkochers, hält den Malztopf auf Abstand zum Boden (unter dem die Heizung liegt) und zentriert ihn. Eine Verriegelung ist nicht nötig, man kann ihn einfach herausheben.

Die ursprünglichen Griffe des Topfes waren im Weg und wurden durch Bleche mit Ösen zum Herausheben ersetzt. 4 Distanzbolzen zentrieren den Topf mit etwas Spiel am oberen Rand.

Das Finden der richtigen Siebböden für diese Art des Malztopfes erwies sich als nicht ganz einfach, passend zu kaufen gab es allemal nichts. Letztendlich habe ich mich für 1,5 mm starke Lochbleche entschieden, mit 8 mm–Löchern bei 12 mm Abstand versehen. Sie sind im Format 50 cm x 100 cm zu beziehen, also für 3 Böden ausreichend.

Das Ausschneiden des Edelstahls mit der Stichsäge war schwierig, einen perfekten Kreis mit genauem Durchmesser hinzubekommen, praktisch unmöglich. Mit Hilfe einer extra zusammengebauten „Spezialmaschine“ hat es dann doch geklappt:



Der untere Siebboden steht auf 3 Bolzen, damit die zufließende Würze von unten ungehindert über die gesamte Fläche eintreten kann.



Unter dem Siebboden ist im Zentrum ein Rest des Lochblechs verschraubt, das wie eine Prallplatte wirkt und einer zentralen Kanalbildung in der Schüttung entgegenwirken soll. Auf den stabilen Boden wird ein lebensmittelechtes und temperaturfestes Kunststoffsieb mit 1,5 mm Maschenweite aufgelegt, auf das das Malz geschüttet wird:



Der obere Siebboden liegt auf den Schraubenköpfen auf, die die Distanzbolzen halten:



Nun kommt das 2. Feinsieb drauf:



Dessen Aufschwimmen verhindert das 3. Lochblech, das so präzise geschliffen ist, daß die Löcher mit denen des Bodens 2 genau übereinstimmen.



Eine Zugstange ist nicht nötig, das Niederhalten sichert ein Edelstahl-Profil, das über den Topfrand geschoben wird und den Siebboden so fixiert. Die Würze läuft hier über und durch den Rundspalt zwischen den Töpfen wieder nach unten. Damit ist der Kreislauf geschlossen.





Das „Abläutern“ erfolgt so, dass der Malztopf angehoben und auf dem Einkocher stehend gesichert wird. Jetzt erfolgt der Nachguss. Wenn keine Würze mehr aus dem unteren Stutzen austritt, wird der Malztopf endgültig entfernt.

Vor Beginn des Kochens wird jedoch der „Würze-Jet“ eingesteckt:



Der Pumpenbetrieb hat sich nämlich sowohl für das Aufheizen als auch während der Kochphase als durchaus positiv herausgestellt. Er wirkt sich eindeutig homogenisierend aus.

Gleichzeitig stellt er nach dem Kochen mit Hilfe des „Jet“ den Antrieb für den Whirlpool dar. In dieser Form behindert das Rohrleitungssystem die sich drehende Würze nur minimal und dient darüber hinaus noch als Stopfen, damit der abgelagerte Heißtrub in der Beruhigungsphase nach dem Whirlen nicht in die zentrale Rohrleitung gerät.

Der Deckel des Einkochers ist nicht nur während der Maischerasten aufgelegt, sondern wird es zu Beginn der Aufheizphase „Kochen“ erneut. Dann allerdings um eine „Krone“ erweitert:



Zentrisch im Deckel ist ein Abzweigstück eingebaut, das die entstehenden Schwaden (Brüden) beim Kochen links seitlich abknickend in ein 40er Abwasserrohr umleitet. Dieses Rohr führt beim Einsatz der Brauanlage innerhalb des Hauses leicht steigend aus einem Fenster und verhindert die Kondensation innerhalb des Raumes.

Oberhalb ist der Zuteiler für die vorher abgewogenen Hopfenpellets angeordnet. Er kann maximal 4 verschiedene Portionen mit einem Volumen von jeweils 37 ml automatisch zugeben. Bestimmte Strategien zu Begrenzung des Schäumens bei der Hopfenzugabe sind konzipiert, aber noch nicht auf ihre Wirksamkeit getestet worden.

Die Rohrverbindungen lassen sich beliebig drehen und ohne Werkzeug voneinander trennen.





Der Ablauf der Würze erfolgt per Schwerkraft durch das Dreiwegeventil, das gleichzeitig die Einstellung des Durchflusses erlaubt. Damit wird der externe Gegenstrom-Wärmetauscher mit 30 Platten gespeist, dessen Auslauf dann in CC-Kegs mündet. Erste Experimente haben ergeben, dass die Kühlwassermenge nur in der Größenordnung der Würzemenge liegt. Die Würzetemperatur hinter dem Kühler stellt sich dabei nur wenig höher als die Wassertemperatur ein – umgekehrt erreicht das auslaufende Kühlwasser fast die Temperatur der einlaufenden Würze.

Derzeit arbeite ich noch daran, diese 4 Temperaturen mit Hilfe weiterer Sensoren zur besseren Einstellung der Parameter gleichzeitig numerisch auf dem Display der Brauanlage darzustellen.





Damit ist das Thema Computer erreicht. Einerseits nur Mittel zum Zweck der Brauerei, anderseits aber wesentliches Element im Gesamtkonzept. Nur damit sind bestimmte Ziele erreichbar, die in den käuflichen Lösungen bisher nicht zu finden sind. Die Vielfalt der Aufgaben wird am besten so dargestellt:



Der Einsatz des Brauers ist also nicht entbehrlich, aber wird auf die Aufgaben beschränkt, die man nur mit unangemessen hohem Aufwand automatisieren könnte. Dazwischen liegen lange Zeiträume, wo die Brauanlage wirklich unbeaufsichtigt arbeitet – und das mit einer Präzision, die es bisher nicht gab.

Der „Computerraum“ im Sockel sieht so aus:



Zentrales Element ist die Control Unit, rechts unten. Sie macht ihre Arbeit autark, also ohne den Einsatz eines PC. Für diese Brauanlage ist sie eigentlich überdimensioniert - es geht auch mit kleineren Ausführungen - aber ich hatte sie schon und kann damit umgehen. Komfortable Multi-Threading-Fähigkeiten machen sie für mehrere parallel ablaufende Programme mit bestimmten zeitlichen Anforderungen besonders geeignet.

Die Control-Unit ist auf einem Application Bord untergebracht, das 2 Ergänzungen trägt:

1. Ein Bridge-Modul, das den internen I2C-Bus der Unit auf das Bussystem der Dallas 1-Wire-Sensoren umsetzt. Bis zu 8 davon können mit nur 3 Adern parallel geschaltet und trotzdem unabhängig voneinander einzeln abgefragt werden. Die Auflösung beträgt 0,0625 Grad und ist die Basis für eine hochgenaue Optimierung, Regelung und Siedepunkterkennung. Im Regelbetrieb wird damit eine Abweichung von wenigen Zehntel Grad vom Sollwert erreicht.

2. Eine Zusatzplatine, die neben der Rangierung der Verbindungskabel einen Treiberbaustein für Relais und LEDs trägt. 2 Relais sind für Unvorhergesehenes bereits eingebaut; eine Funkklingel für den „Braumeister-Ruf“ wird derzeit damit ergänzt.

Der Steckverbinder oben stellt die serielle Schnittstelle für Programm-Updates und ggf. für die Übertragung der Protokolldaten des gesamten Prozesses zu einen PC dar.

Ein Netzteil versorgt die Control Unit mit 12 V, das andere den Servoantrieb für den Hopfenzuteiler mit 5 V.

Bedient wird die Brauanlage so:



Die Folientastatur dient zur Eingabe der Rezeptparameter, das Display mit 2 x 16 Zeichen für Statusinformation und Prozessdaten. Links davon sind die (verriegelbaren) Steckverbinder zu sehen, die die Verbindung zu den Temperatursensoren, dem Roboter (Hopfenzuteiler) und noch nicht installierten Sensoren für die Überkoch- bzw. die Schaumerkennung herstellen. Ein Temperatursensor ist übrigens fest verdrahtet am Boden des Einkochers eingebaut, hat sich für Regelzwecke aber nicht bewährt. Der derzeitige „Hauptsensor“ für die Temperatur sitzt in 5 cm Höhe in der Seitenwand – ganz vorn in der innenliegenden Hutmutter platziert und folgt der Würzetemperatur sehr schnell.



Links von den Steckverbindern befindet sich die Not-/Handbetriebsebene. Unten rechts werden Heizung und Pumpe in der Weise bedient, dass man sie definitiv ausschalten, einschalten oder dem Computer die Entscheidung überlassen kann. Die LEDs zeigen, was gerade passiert.

Rechts oben kann auf manuelle oder automatische Hopfenzugabe bzw. auf Simulationsbetrieb schalten. Die LEDs werden situationsabhängig vom Computer angesteuert.

Der Netzschalter links mit der grünen Lampe spricht für sich. Die rote Lampe daneben macht darauf aufmerksam, dass der originale Übertemperaturschalter am Boden des Einkochers angesprochen hat und nicht mehr geheizt wird.

Von unten sieht die (vorher völlig ausgeräumte) Elektroabteilung jetzt so aus:



Rechts befindet die „Niederspannungs-Ecke“, links der „Hochspannungs-Teil“. Neben den bereits erklärten Bauelementen kann man links im „Untergrund“ die beiden kontaktlosen Halbleiterrelais für Heizung und Pumpe erkennen. Sie sind auf einem Kühlkörper montiert, verkraften jeweils 16 A und sind insbesondere für die Heizung die notwendige Basis für eine hohe Schaltfrequenz zur praktisch stufenlosen Leistungsregelung.





Das war’s erst mal. Abschließend bleibt mir nur noch die dringende Empfehlung, daß sich an derart grundlegende Modifikationen eines Einkochers – insbesondere der Elektrik – nur derjenige heranwagen sollte, der sachkundig ist oder entsprechende Fachleute hinzuzieht.

Verbesserungsvorschläge und weitere Anregungen sind willkommen, vielleicht lässt sich der Eine oder Andere sogar zu einem Nachbau hinreißen. Für mich ist das nicht der Endstand der Entwicklung, sondern der Prototyp einer Experimental-Anlage, auf deren Ergebnisse (= Biere) ich sehr gespannt bin. Das Brauen damit wird jetzt in den Vordergrund rücken.

mfg Gerd
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ArminK57
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red_folder.gif erstellt am: 8.6.2007 um 20:41  
@Gerd
Bravo! Das sieht nicht nur optisch sondern auch handwerklich sehr sehr gut aus.
Ach da geht einem das Brauherz auf :thumbup:

Armin
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Jakobus
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red_folder.gif erstellt am: 8.6.2007 um 22:58  
:o - mehr kann ich im Moment nicht sagen!

Wie lange denkst Du darüber schon nach?


____________________
Interpunktion und Orthographie des Postings ist frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
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tauroplu
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red_folder.gif erstellt am: 8.6.2007 um 23:38  
Ufffffffff!!!!

Das ist schier unglaublich, ehrlich. Glückwunsch zu solch einer handwerklichen Meisterleistung! Mir steht der Mund offen.

Ein paar klitzekleine Fragen stellen sich mir dennoch: Bist Du Single? Hast Du Kinder? Was machst Du sonst so den ganzen Tag???

Noch was: ist das eigentlich ein Rommelsbacher Einkocher?

Nimm es mir nicht übel, aber das sieht für mich nach einer Semestearbeit aus! Irre und fantastisch!

Ciao
Michael


[Editiert am 8.6.2007 um 23:41 von tauroplu]



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„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag
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ClaudiusB
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 05:19  
Hallo Gerd :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Es ist wirklich eine Meisterleistung.

Cheers,
ClaudiusB


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Mein Spielzeug
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knallfix
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 07:58  
:thumbup:
@Gerd
Bei uns sagt man "Chapeau" zu einer solchen Leistung oder auf deutsch "Hut ab". Bin auch daran, einen Einkocher umzubauen und zu automatisieren, das braucht halt einfach Zeit.
Da kann man sich freuen, einen Bericht wie den Deinen zu sehen, man sieht, wie andere die Probleme lösen und kann eventuell von den Ideen übernehmen.
Gruss und Gut Sud wünscht Knallfix.
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 10:26  
Ich bin baff.
Alle Achtung. So was mal selbst besitzen, das wär nicht schlecht :-)

Meine Hochachtung,
Svenson
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 11:50  
Ein echtes Sahnestückchen, meine absolute Hochachtung!!

Was mir auffiel, das erste Feinsieb liegt nur lose auf, schwimmt das nicht hoch wenn die Pumpe einschaltet?

Kannst du für das Feinsieb vielleicht eine Bezugsquelle benennen?

Bin mal gespannt auf dein erstes damit gebrautes Bierchen, wäre schön, wenn du berichten würdest.

Viel Erfolg dabei!


Viele Grüße

Urban


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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
(Albert Einstein)
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 14:42  
super


wie lange arbeitest du schon an der anlage? wieviel geld steckt drin???
grüsse
s.
Antwort 8
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tinoquell
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 14:49  
Staunen und Tiefe Verneigung !!

Das Hopfenkarussell solltes du zum Patent anmelden !!!

Starke Leistung!

Allzeit Gut Sud


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cebulon
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 16:27  
Hallo,

erst mal besten Dank für die anerkennenden Worte. Aus den Beiträgen des Forums habe ich eine Fülle von Informationen gewonnen; so war es mir ein Anliegen, mich mit meinen Erkenntnissen zu revanchieren.

Begonnen habe ich (gedanklich) im letzten November, als ich mit Quecksilberthermometer und Kochlöffel bewaffnet die Würze in einem Bierbraukurs der VHS umrührte: das müsste man doch eigentlich auch anders machen können….

Am Schluss des (letztmalig durchgeführten) Kurses habe aus den Restbeständen der Ausrüstung im Vorgriff auf die Zukunft das Feinfilter erworben, nach dem „Buchfelder“ gefragt hat. Woher es stammt, weiß ich nicht. Um dieses Filter herum habe ich halt alles andere gebaut.

Scherz beiseite: die konkrete Entscheidung, das Projekt zu verwirklichen, ist im Februar gefallen. Es war die Fa. Rommelsbacher, die (mit den üblichen Warnungen) als einzige auf meine Umfrage bestätigte, dass man in den Boden prinzipiell ein Loch bohren könnte – und sogar eine Explosionszeichnung mitlieferte. Das war der Startschuss. Die Beschaffung der anderen Teile ging immer nur Schritt für Schritt vor sich, weil man mit den Maßangaben fast nie etwas anfangen konnte. Nun hatte ich keinen Zeitdruck – und immer, wenn ich wegen irgendwelcher Probleme nicht so recht weiter kam, ist mir nach mehr oder weniger langem Nachdenken etwas Einfacheres eingefallen. Der Hopfenzuteiler ist dafür ein gutes Beispiel, wo ich gedanklich schon bei einem 6-Achsen-Knickarmroboter gelandet war und jetzt ein einziges Modellbau-Servo die Aufgabe eigentlich viel besser löst.

Für Einkocher, Pumpe, Kochtopf, Dreiwegeventil, Rohre, Fittings, Edelstahl-Material, Elektrik und Elektronik habe ich größenordnungsmäßig 400 Euro ausgegeben, diverse Kleinteile stammen aus meinen Restbeständen. Das Meiste habe ich über’s Internet gekauft, denn mit dem örtlichen Einzelhandel bin ich bei den genannten Komponenten ziemlich auf die Nase gefallen. Die Control-Unit mit dem Application Board kostet zusätzlich ca. 200 Euro, das kann man aber auch billiger lösen.

Noch eine technische Bemerkung zum Feinsieb: Das Hochschwimmen erwarte ich nicht (ist zumindest beim Probe-Wasserkochen nicht passiert), denn die Schüttung wird zumindest einen kleinen Druck darauf ausüben. Beim Nachguß wird es dann seine Hauptaufgabe erfüllen – und dann kommt der Druck ja von oben.

Auf Patente und die sich daraus ergebenden Folgen bin ich nicht unbedingt scharf – viele verschiedene gute Biere sind mein Ziel! Es wäre einfach schön, wenn auch Andere durch meine Anregungen mit überschaubarem Geldeinsatz etwas auf die Beine stellen könnten, was den käuflichen Produkten ebenbürtig oder sogar überlegen ist – ansonsten erhoffe auch ich natürlich, dass ich aus dem Forum und aus persönlichen Gesprächen weitere nützliche Infos bekomme. Am nächsten Wochenende werde ich wohl in Dortmund sein.

mfg Gerd
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 17:16  
Hallo Gerd,

ich möchte zu meiner Bewunderung für deine tolle Entwicklung noch meinen Dank anfügen, dass du deine -in sicher
vielen Stunden gereiften- Erkenntnisse in dieser hervorragend aufbereiteten Weise dem Forum zur Verfügung stellst!
Das ist ganz sicher nicht selbstverständlich!

Viele Grüße

Urban


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Erst wenn Du im Sarg liegst haben sie Dich das letzte Mal reingelegt.
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stefan9113
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red_folder.gif erstellt am: 9.6.2007 um 19:21  
Hi,

da bleibt einem fast die Spucke weg, toll gemacht.

bis dann ...

Stefan
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red_folder.gif erstellt am: 10.6.2007 um 07:02  
Ich bin hin und weg :pray: :pray: :pray:

hufpfleger
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Samba und Bier
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red_folder.gif erstellt am: 10.6.2007 um 12:51  
Hallo Gerd,

auch von meiner Seite Hut ab für diese einwandfreie Arbeit.
Und vielen Dank für die vielen informativen Fotos :thumbup:
Für viele Hobbybrauer wird ganz sicher der Einsatz Deiner Pumpe von Interesse sein.
Ich kenne diese Pumpe nicht. Wäre die auch für andere Anlagen-Konzepte einsetzbar, mit anderen Worten, welche Förderhöhen/Mengen erreicht diese Pumpe. Wieviel kostet solch eine Pumpe?

Interessant finde ich auch den Würze-Jet. Interessieren würde mich dabei, ob der vor dem Einschalten der Pumpe bereits in die Würze eintaucht, bzw. ob er überhaupt eintaucht.
Ich ziele mit dieser Frage auf das evtl. Einbringen von Sauerstoff ab, sollte sich die Düse des Jet anfangs nicht in der Würze befinden. Aber dieses Thema ist ja auch umstritten.

Wie bereits im Thread "PC gesteuert brauen" erwähnt, ist die Genauigkeit Deiner Temperatur- Regelung nicht erforderlich, aber natürlich auch keineswegs von Nachteil.

Auch mich würde interessieren, ob das untere Kunststoffnetz aufschwimmt.

Grüsse Thomas


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red_folder.gif erstellt am: 10.6.2007 um 13:12  
Hallo Gerd,

ich habe mir den Brauablauf in deiner Konstruktion nochmal durch den Kopf gehen lassen, dabei fielen mir
zwei Dinge auf, die vielleicht etwas problematisch werden könnten.

a) Das Abläutern.
Wenn ich deiner Beschreibung richtig entnehme, hebst du den Malztopf heraus und bringst den Nachguss auf, das heißt,
die Würze verbleibt ungefiltert im Maischetopf, oder sehe ich das falsch?
In der Regel bringt man den ersten Nachguss bis zum Klarlauf wieder zurück in das Läutergefäß.
Das scheint hier offenbar nicht der Fall zu sein, hinzu kommt die durch das spezielle Verfahren eh schon durch das Feinmehl
trübe Würze. Möglicherweise lässt sich aber auch alles durch den anschließenden Whirlpool ausfiltern, vielleicht hast du das
ja schon ausprobiert.

Ich braue ja ebenfalls mit Malztopf/rohr und bringe beim Abläutern die komplette Würze ein.
Dies ist zwar umständlicher, erbringt aber eine klare Würze.

b) Temperaturunterschiede.
Du entnimmst am Topfablauf die Würze und pumpst in der Topfmitte durch den Malztopf wieder ein.
Ich habe Bedenken, dass durch diese Verfahrensweise zu große Temperaturunterschiede in der Maische herrschen.
Es wird sich wohl nicht ein homogener Würzefluss über den gesamten Bodenbereich einstellen,
das bedeutet aber, dass durch die unterschiedliche Verweildauer der Würze am beheizten Boden auch große Temperaturdifferenzen
bestehen.
Dies ist eigentlich nicht im Sinne einer angestrebten homogenen Zieltemperatur in der gesamten Würze für das
jeweilige Rasttemperaturoptimum.

Dieses Problem habe ich durch eine teilweise tangentiale Einleitung der Würze, wodurch eine homogene Drehbewegung und
dadurch gute Mischung der Würze entsteht, gelöst.

Möglicherweise spielen aber meine Bedenken bei deiner Konstruktion auch gar keine Rolle.

Ich hoffe sehr, dass du meine Anmerkungen nicht als Mäkelei, sondern als konstruktiv gemeinte Kritik an deiner tollen Anlage verstehst.


Viele Grüße

Urban


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cebulon
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red_folder.gif erstellt am: 10.6.2007 um 14:34  
Hallo,

ich stehe unter Zeitdruck, weil ich ein paar Tage verreisen will. Vorab aber zumindest soviel:

Die Pumpe ist von „Laing“. Bitte mal googeln, alle Details sind dort zu finden. Unter „Vortex“ ist sehr Ähnliches zu finden, aber wohl nicht ganz so temperaturfest. Ich habe sie für ca. 30 Euro über eBay gekauft.

Der Würze-Jet sollte mit der Mündung eingetaucht werden, funktioniert aber auch oberhalb des Würzepegels. Ich hatte ihn ursprünglich gänzlich „unter Wasser“ geplant, habe dann aber die bremsende Wirkung des (horizontalen) Auslegers bemerkt mit dem negativen Einfluß auf den Trubkegel. Ich denke noch über eine einfache Höhenverstellung nach, um ihn unterschiedlichen Füllständen anpassen zu können.

Die Wirkung des Whirlpools habe ich bei meinen „Wassertests“ mit (ausgelaugtem) losen Tee probiert – das ging wunderbar.

Zum Abläutern: Jetzt habe ich Verständnisprobleme. Das heiße Wasser für den Nachguß wird vorsichtig auf das Malzbett geschüttet und läuft (angereichert) unten aus dem Malztopfstutzen in den Einkocher zurück. Schlichtes Probieren wird zeigen, ob auch der erste Teil des Nachgusses einfach durchlaufen kann oder doch abgefangen und erneut aufgegeben werden muß.

Temperaturunterschiede: Wenn es keine Temperaturunterschiede gäbe, könnte man ein Medium schlichtweg überhaupt nicht auf ein höheres Temperaturniveau bringen. Ich habe das für mein Konzept vorab nicht bis ins Detail erforscht; aber auch deshalb eine Pumpe eingesetzt, weil sie die Würze mit erheblicher Geschwindigkeit an der vergleichsweise großen, beheizten Metalloberfläche des Bodens vorbeiführt (und damit die Temperaturdifferenzen minimiert!) – viel schneller, als ein Rührwerk es vermag und erst recht, wenn man dahingehend gar nichts tut.

Ansonsten: wenn ich überlege, welche Temperaturunterschiede die Würze im direkt beheizten „Braumeister“ von Speidel erfährt… Eine Homogenisierung ist immer gut, wenn das mit simplen Mitteln gelingt, umso besser.

mfg Gerd
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Samba und Bier
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red_folder.gif erstellt am: 10.6.2007 um 15:43  
Hallo Gerd,

Zitat:
Die Pumpe ist von „Laing“. Bitte mal googeln, alle Details sind dort zu finden. Unter „Vortex“ ist sehr Ähnliches zu finden, aber wohl nicht ganz so temperaturfest. Ich habe sie für ca. 30 Euro über eBay gekauft.

Man findet diese Laing-Pumpe, die für Brauchwasser bis 110°C geeignet ist, Überall neu für etwa 75 Euro. leider habe ich noch keine Daten bezüglich Fördermenge gefunden. 25 Watt sind nicht sehr viel. hast du mal Versuche damit gemacht und kannst ggf. beurteilen, wieviel diese Pumpe fördern kann und welche Höhe die schafft? Die Pumpe wäre evtl. interessant für viele Hobbybrauer.

Grüsse Thomas


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red_folder.gif erstellt am: 10.6.2007 um 16:05  

Zitat:
Wenn es keine Temperaturunterschiede gäbe, könnte man ein Medium schlichtweg überhaupt nicht
auf ein höheres Temperaturniveau bringen.

Nun ja, das ist nicht ganz unbekannt, ich denke aber du weißt, dass ich die partiellen großen Temperaturdifferenzen
meine, die nunmal vorhanden sind, wenn man keine Gegenmaßnahmen anwendet.
Ein Anzeichen dahingehend ist ja auch das Bild worauf man den Topfboden erkennen kann, dort ist eine deutlich dunklere, Ringförmige
Zone zu erkennen in der sich die Heizspirale befindet, eindeutiger Hinweis auf höhere Temperaturen gerade in diesem Bereich.


Zitat:
aber auch deshalb eine Pumpe eingesetzt, weil sie die Würze mit erheblicher Geschwindigkeit an der vergleichsweise
großen, beheizten Metalloberfläche des Bodens vorbeiführt (und damit die Temperaturdifferenzen minimiert!)

Nun habe ich Verständnisprobleme, ich bin mir nun nicht mehr sicher wie der Verlauf deiner Würze ist, bisher
hatte ich angenommen, du nimmst seitlich ab und führst durch den Topfboden in den Malztopf ein, die Würze
durchdringt das Malz von unten und tritt oben, sofern das Gerät im Lot steht, gleichmäßig rundum aus dem Malztopf aus.

Dies wird sie bedingt durch den geringen Querschnitt der Eintrittsöffnung und die große Austrittsfläche oben, gemächlich
tun, also keinesfalls für grössere Strömungen am Topfboden sorgen können.
Falls dies zutrifft, kann ich nicht erkennen, wo die hohe Strömungsgeschwindigkeit am beheizten Topfboden herkommen soll?
Sicher nicht durch den 15mm Auslass. Dazu müsstest du eine sehr viel stärkere Pumpe einsetzen, dies ist allerdings
auch nicht sinnvoll z. B. wegen Kanalbildung im Malz, aber selbst dann, wäre ein über die Topfbodenfläche homogen verteilter
Flüssigkeitsaustausch nicht gegeben.
Der "Nachschub" an Würze die am Auslass abgesaugt wird, wird wohl eher durch die "Würzesäule" direkt über dem
Ausgangshahn, als homogen über den Topfboden verteilt kommen.
Deshalb kann ich deine obige Aussage nicht nachvollziehen.



Zitat:
viel schneller, als ein Rührwerk es vermag und erst recht, wenn man dahingehend gar nichts tut.

Wenn man gar nichts tut ganz sicher, aber ein Rührwerk ist zum Zwecke der homogenen Temperaturverteilung
ungleich effektiver, vorausgesetzt die Form und die Leistung stimmt.
Da ein solches aber bei der Malzrohrmethode nicht einsetzbar ist, muss man versuchen hier auf andere Weise zum
gewünschten Effekt zu kommen.



Zitat:
Ansonsten: wenn ich überlege, welche Temperaturunterschiede die Würze im direkt beheizten „Braumeister“ von Speidel erfährt…

Da hast du ganz sicher recht, offenbar wirken sich größere Temperaturunterschiede gar nicht so negativ aus, wenn
überhaupt.
Ich dachte nur, dass du wie ich aus deinen Ausführungen zum Über oder Unterschwingen beim Anfahren
an die Zieltemperatur, entnehme, großen Wert auf exakte Temperaturwerte legst und dies natürlich auf die gesamte
Maische beziehst nehme ich an.

Also, die praktischen Versuche werden dir zeigen ob derartiges überhaupt kritisch ist, warten wirs also ab
und belassen es bis dahin dabei.



Zitat:

ich stehe unter Zeitdruck, weil ich ein paar Tage verreisen will.

Viel Spaß dabei!


Viele Grüße

Urban


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red_folder.gif erstellt am: 10.6.2007 um 17:29  
Hallo Braufreunde,

ich habe bezüglich der Laing-Pumpe nun etwas länger im Internet recherchiert.
Leider bin ich dabei auf weniger schöne Informationen gestossen:

Die Pumpe schafft keine Förderhöhen von 2 Metern, die Grenze liegt bei etwa 1,5 Metern, da geht die Förder-Menge auch gegen Null, Schade, es wäre eine schöne Pumpe gewesen ;(
Naja es sind ja auch nur 25W, die diese Pumpe bringt, und es ist eine Zirkulations-Pumpe, die dafür ausgelegt ist, in einem geschlossenen Wasserkreis zu pumpen, wo es prinzipiell keine Förderhöhen gibt.

Dies könnte für Gerd allerdings auch bedeuten, dass diese Pumpe bei gefülltem Malzrohr versagt, bzw. dass sie nicht das bringt, was erforderlich ist.

Schade, mir hätte diese Pumpe schon gefallen.

Grüsse Thomas


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red_folder.gif erstellt am: 12.6.2007 um 08:35  
Hallo Gerd.

Gratulation zum gelungenem Projekt. :thumbup:

Wann ist Einweihung?


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red_folder.gif erstellt am: 12.6.2007 um 09:53  
@Samba:
Soweit ich weiß, ist das genau die Pumpe, die auch im Braumeister verbaut ist (eine in der 20l- und zwei in der 50l-Version), vielleicht kann das einer der Braumeister-Besitzer bestätigen. Jedenfalls ist es die gleiche Bauform und Leistung (25W).
Die Förderhöhe im Einkocher ist ja nur etwa 30cm, und wenn das Malz erstmal aufgewirbelt ist, setzt es dem Wasserstrom auch keinen Nennenswerten Widerstand mehr entgegen.
Vor einigen Monaten habe ich das Vortex-Modell wegen Klappergeräuschen nach 13 Jahren Dauerbetrieb aus meiner Heisswasser-Zirkulationsleitung ausgebaut und war beim Testen erstaunt, was das kleine Ding, zumal nach dem Verschleiß, noch fördern kann. Ich denke, das macht in Gerds Braumaschine keinerlei Probleme.


[Editiert am 12.6.2007 um 09:55 von Berliner]



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red_folder.gif erstellt am: 12.6.2007 um 13:50  
Hallo Berliner,

nun ja, man hört ja von einigen Braumeister-Besitzern, dass sie die Pumpe mehrmals ein- und ausschalten müssen bis sie richtig arbeitet. Aber wenns damit geht: Warum nicht.

Die Förderhöhe beim Braumeister stellt aufgrund der Anlagengrösse bzw. Topfhöhe sicher kein Problem dar. Ich hatte mich aber auch gefragt, ob diese Pumpe ach für andere Anlagen-Konzepte geeignet wäre, also für die Mehrheit der Hobbybrauer.

Aber man kann ja mal einen Test machen:
Gerd hat ja bereits seinen Würze-Jet inbetriebgenommen.
Einfach mal einen Schlauch an den Jet anschliessen, der mit dem Rohr des Jets eine Gesamtlänge von 1,5 Metern hat, den Schlauch in einer Höhe von 1,5m über Pumpe befestigen, den Topf mit Wasser füllen und die Pumpe einschalten.
Gerd: Kannst Du diesen Test mal machen? Das Ergebnis wäre sicher für viele interessant.

Grüsse Thomas


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red_folder.gif erstellt am: 12.6.2007 um 14:12  

Zitat von Samba und Bier, am 12.6.2007 um 13:50
...dass sie die Pumpe mehrmals ein- und ausschalten müssen bis sie richtig arbeitet...


Im Pumpengehäuse sammelt sich gern Luft, die man erst herausbefördern muss. Durch die spezielle Gehäuseform (der Auslauf ist nicht an der höchsten Stelle) geht das manchmal nur durch mehrfaches ein/ausschalten. Hat aber nichts mit der Leistung zu tun.


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Gruß vom Berliner
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red_folder.gif erstellt am: 12.6.2007 um 14:20  
Hallo Berliner.

Zitat:
Im Pumpengehäuse sammelt sich gern Luft, die man erst herausbefördern muss. Durch die spezielle Gehäuseform (der Auslauf ist nicht an der höchsten Stelle) geht das manchmal nur durch mehrfaches ein/ausschalten. Hat aber nichts mit der Leistung zu tun.


Das mag durchaus sein. Nun habe ich aber keinen Braumeister und mich interessieren die Grenzen dieser Pumpe. Daher die Bitte an Gerd mit dem Förderhöhentest.

Mich interessierts unter anderem, weil ich genau dies hier vorhabe:



Grüsse Thomas


[Editiert am 12.6.2007 um 14:31 von Samba und Bier]



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