Graff, mein Sommertrunk?

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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docpsycho
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Graff, mein Sommertrunk?

#1

Beitrag von docpsycho » Montag 2. April 2018, 17:20

Gude,

nachdem beim letzten Stammtisch 2 experimentelle Biere besonders herausgestochen und so ziemlich alle Anwesenden begeistert haben, hatte ich auch mal wieder Lust auf etwas extravagantes. Vor einer Weile habe ich mal von Graf oder Graff gehört. Ein Fantasiebier aus dem Reich von Stephen King. Wie die Amis eben so sind haben die das ganze natürlich schon in allen möglichen Versionen gebraut. Da es so viele verschiedene Versionen gibt und Rezepte en masse im Netz herum schwirren, habe ich mich selbst an die Arbeit gemacht und meine eigene Interpretation gefunden und weil das Thema bis auf 2 Threads hier im Forum ziemlich unterrepräsentiert ist, dachte ich mir ich dokumentiere das mal. Ob das ganze schmeckt, ist natürlich noch unklar aber ich bin guter Dinge.

Hier also das Rezept.
Es wird ein Hybrid aus 50% Bier und 50% Apfelwein.

StW: 13°P (sowohl im Saft als auch in der Anstellwürze)
IBU: 20 (damit im Endprodukt 10 IBU ankommen)
Menge: 10l Würze + 10l Apfelsaft

Angestrebtes Aroma:
Es soll wie gesagt eine Mischung sein aus Apfelwein und Bier. Also ein malzig, süßlicher Apfelwein bzw ein fruchtig, säuerliches Bier. Also eigentlich eine Mischung aus dem Ganzen und oben drauf als Sahnehäubchen eine feine Hopfennote.

Zutaten

Schüttung:
Pale Ale Malz: 88%
Caramünch II: 9%
Pale Cocolate Malz: 3%

Hopfen:
(60g) Monroe Dolden 5 Minuten

Hefe:
Diese Entscheidung fiel mir reichlich schwer. Eigentlich dachte ich initial an etwas belgisches, ich dachte die Phenole kommen zusammen mit Apfel sicher gut, allerdings hatte ich etwas Angst den Apfel damit zu übertünchen. Auch dachte ich an etwas rel. neutrales, oder vielleicht sogar untergärig. Am ende ist es dann die S-33 geworden. Warum? Ich wollte die malzigkeit noch weiter unterstreichen, außerdem erhoffe ich mir von dem rel. geringen EVG der S-33 eine gewisse Süße, die gut passen sollte.

Wasser:
Das habe ich ausnahmsweise mal gelassen wie es ist. Aufgrund des "Verschnitts" mit Saft und der Ungewissheit was da alles drin ist, habe ich mein Wasser einfach mal gelassen wie es ist. Grundlegend ist es vielleicht nicht das optimalste Wasser aber durchaus zum brauen geeignet.


Sonstige Zutaten:
Ja, damit sind wir auch schon bei des Pudels Kern. es wurden 10 Liter naturtrüber Apfelsaft vom Biobauern, den mag ich besonders gerne.

Prozess

Maischprogramm
69°C Kombirast für 60 Minuten
Das ganze dann auch noch im BIAB-Verfahren. Das war mein erstes Mal und wahrscheinlich auch das letzte Mal. Dieses Geplätscher macht mich nervös. Ich hatte den Sack mal zu meinem Topf im Brouwland geschenkt bekommen und mir gedacht, in meinem 38l Termoport könnte es mit einer knapp 2kg Schüttung ein recht dünnes Treberbett geben und bevor ich mich stresse, kann ich ja mal was neues ausprobieren. Das ganze wurde dann ein reines Vorderwürzbier, wie angestrebt.

Kochen
60 Minuten

Gärung
bei 20°C Würzetemperatur

So und dann hau ich mal ein Paar Bilder raus.
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Das kann man alles zusammen gebrauchen??
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irgendwie komisch so einen Wäschesack in der Pfanne hängen zu haben.
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Dann kann man auch schon mal den Hopfen abwiegen.
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Hopfendolden mach ich lieber klein. Ein bisschen Hefenärsalz sollte bei dem hohen Saftanteil nicht schaden und ein bisschen Irish Moss schadet (fast) nie
29939716_573175969722877_1007497146_n.jpg
Läutern ist dann schon denkbar einfach.
29995070_573175936389547_946806015_o.jpg
Wenn mein gefühlt winziger Eintauchkühler doch noch zu groß ist. :)
auf den letzten Metern mach ich meistens so viel gleichzeitig, dass es dann doch nicht mehr Bilder geworden sind.
Ach so und dank BIAB und Kombirast war ich dann auch nach knapp 4 Stunden vom schroten bis zum aufräumen mit allem fertig, das ist auf jeden Fall ein persönlicher Rekord.

Grüße, Felix
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#2

Beitrag von afri » Montag 2. April 2018, 23:15

Daumen hoch für den Versuch. Apfelwein mag ich nicht so gern, auch wenn ich bislang noch nicht viel davon probiert habe. Aber die Kombi mit "richtigem" Bier klingt verlockend. Bitte weiter berichten.

Ich habe noch ein paar viele Liter Apfelsaft im Keller, der lange abgelaufen, aber vielleicht für solcherlei Versuche noch brauchbar ist? Dunkel und in braunen Flaschen gelagert sollte ja nicht allzuviel daran passieren.
Achim
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#3

Beitrag von Micha Ale » Montag 2. April 2018, 23:30

Hey Doc,
supercooles Projekt!
Bin ein grosser Fan der Turm-Reihe, fand Graff auch super Interessant,
und wie du weisst hab ich auch schon in der Richtung experimentiert.
Mein Hybrid mit Wilder Apfelweinhefe war sehr garstig, und sicher nicht das, was Jake (im Buch) in seinen jungen Jahren so gut geschmeckt hat :Shocked
Komplett runter auf 0°Plato, sauer und trocken, mit lieblichen Klebstoffaromen
Als "Biercider" mit ordentlich Xylit schon wesentlich besser, aber eben mehr nach Cider, kaum nach Bier.
Mein nächster Versuch wäre auf jeden auch mit der 33er gewesen, bin aber noch nicht dazu gekommen.
Bin sehr gespannt auf dein Ergebnis!
LG,
Micha

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#4

Beitrag von flying » Dienstag 3. April 2018, 08:19

Von "Apfelbier" ist in historischen Braubüchern eigentlich häufiger zu lesen. Meistens wurde getrockneter Apfel mit verbraut. Echte Cider- Bier Mischungen gab es in Amerika auch schon früher. Das Magazin "Obstbau; Fachzeitschrift für Obstbau, Weinbau und Baumschule" berichtete in einer Ausgabe von 1969 von einer amerikanischen Brauerei die ein Bier Apfelwein- Bier herstellt und gute Geschäfte damit macht. Der dunkle Turm ging wohl 1882 los. Gut möglich das Stephen King in seiner Jugend schon echtes, gebrautes Apfelbier getrunken hat und es in sein Universum eingebaut hat..?
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#5

Beitrag von Bronkhorst » Dienstag 3. April 2018, 09:17

Schöne Idee, gefällt mir! Wie auch deine Lederschürze - das hat was!

Jens

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#6

Beitrag von docpsycho » Dienstag 3. April 2018, 18:32

afri hat geschrieben:
Montag 2. April 2018, 23:15
Daumen hoch für den Versuch. Apfelwein mag ich nicht so gern, auch wenn ich bislang noch nicht viel davon probiert habe. Aber die Kombi mit "richtigem" Bier klingt verlockend. Bitte weiter berichten.

Ich habe noch ein paar viele Liter Apfelsaft im Keller, der lange abgelaufen, aber vielleicht für solcherlei Versuche noch brauchbar ist? Dunkel und in braunen Flaschen gelagert sollte ja nicht allzuviel daran passieren.
Achim
Als Wahlhesse, liebe ich Apfelwein (ist natürlich Teil der Integration). Allerdings muss ich sagen, dass der Terminus Apfelwein wohl eher falsch ist, Apfelwein ist sauer, trocken und traditionell wild vergoren. Es sollte wohl besser Cider heißen.
Was deinen Saft angeht denke ich, Versuch macht kluch. Solange der Saft deinen Ansprüchen entsprechend gut schmeckt.
Einen Verkostungsbericht lasse ich natürlich folgen. Eins kann ich schon sagen. Die Gärung ist im vollen Gange und riecht sehr geil nach Apfel.
Micha Ale hat geschrieben:
Montag 2. April 2018, 23:30
Hey Doc,
supercooles Projekt!
Bin ein grosser Fan der Turm-Reihe, fand Graff auch super Interessant,
und wie du weisst hab ich auch schon in der Richtung experimentiert.
Mein Hybrid mit Wilder Apfelweinhefe war sehr garstig, und sicher nicht das, was Jake (im Buch) in seinen jungen Jahren so gut geschmeckt hat :Shocked
Komplett runter auf 0°Plato, sauer und trocken, mit lieblichen Klebstoffaromen
Als "Biercider" mit ordentlich Xylit schon wesentlich besser, aber eben mehr nach Cider, kaum nach Bier.
Mein nächster Versuch wäre auf jeden auch mit der 33er gewesen, bin aber noch nicht dazu gekommen.
Bin sehr gespannt auf dein Ergebnis!
LG,
Micha
Ja klar kann ich mich an deine Versuche erinnern, deswegen habe ich mich zunächst auch erstmal gegen Brett und für etwas eher süßlichen entschieden.
Vielleicht schaffen wir es ja endlich mal dieses Jahr, uns mal zu treffen. Denn bringe ich ein paar Flaschen mit.

flying hat geschrieben:
Dienstag 3. April 2018, 08:19
Von "Apfelbier" ist in historischen Braubüchern eigentlich häufiger zu lesen. Meistens wurde getrockneter Apfel mit verbraut. Echte Cider- Bier Mischungen gab es in Amerika auch schon früher. Das Magazin "Obstbau; Fachzeitschrift für Obstbau, Weinbau und Baumschule" berichtete in einer Ausgabe von 1969 von einer amerikanischen Brauerei die ein Bier Apfelwein- Bier herstellt und gute Geschäfte damit macht. Der dunkle Turm ging wohl 1882 los. Gut möglich das Stephen King in seiner Jugend schon echtes, gebrautes Apfelbier getrunken hat und es in sein Universum eingebaut hat..?
Sehr interessant, ich gebe zu wirklich viel Zeit uf Historienforschung habe ich nicht verwandt, ich fand den Gedanken eines Fantasiebieres zu schön.
Denkbar ist es aber durchaus, dass der Stephen irgendwann mal so ein Bier getrunken hat und es später in seinem Buch aufgegriffen hat und zugegeben, Apfelbier ist jetzt nichts so wildes, dass man nicht auch schon vor ein paar hundert Jahren drauf hätte kommen können.
Hast du zufällig ein paar Quellen flugs zur Hand?
Bronkhorst hat geschrieben:
Dienstag 3. April 2018, 09:17
Schöne Idee, gefällt mir! Wie auch deine Lederschürze - das hat was!

Jens
Ohne Lederschürze geht gar nix. Eine zum Kochen/Grillen und eine zum Brauen.


Ach und bevor ich es vergesse. Das Anchor Steam Beer vom ersten Bild, kann mal wenig bis nix. Entweder war meine Pulle zu alt oder es ist einfach nicht meins. Eine lange nachhaltende Bittere und geschmacklich einfach unangenehm, schwer zu beschreiben aber unangenehm.


Grüße, Felix
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#7

Beitrag von afri » Dienstag 3. April 2018, 22:26

docpsycho hat geschrieben:
Dienstag 3. April 2018, 18:32
Was deinen Saft angeht denke ich, Versuch macht kluch. Solange der Saft deinen Ansprüchen entsprechend gut schmeckt.
Das war ein Stichwort für mich. Da ich gerade gestern ein Bier anstellte, habe ich heute zwei Liter hochaktives Jungbier mit der gleichen Menge besagten Apfelsafts geimpft, allein um zu sehen, was herauskommt. Ich liebe dieses Hobby :-) Hefe ist die Notti, der Saft schmeckt normal süß, also nicht übermäßig fruchtig oder herb, MHD war 2010 oder 2011, gelagert an der dunkelsten Stelle im Haus (wie auch mein Bier). Das Bier selbst ist nix besonderes (Pi, Wie und Wei, Tettnanger), ein Rezept das ich oft mache.
Achim (sehr gespannt seiend)
Dsc_1621.jpg
So sehen die 0,04 hl zur Zeit aus.
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#8

Beitrag von Micha Ale » Mittwoch 4. April 2018, 00:51

Hey Doc,
immer gerne!
Am besten, wenn wir beide was aufregendes im Keller haben.
Da ists bei mir grad eher Mau... abgesehen evtl. von dem Cider und nem Cascade Saison.
Aber im Ideal würde ich vorher noch nen Graff hinbekommen... mal sehen!
Bekomm ich grad wieder schwer bock drauf ;)
Lg,
Micha

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#9

Beitrag von afri » Mittwoch 4. April 2018, 12:25

Nur mal so zur Orientierung, wie lange im Vergleich zu Bier gärt denn so ein Hybrid? Braucht die Hefe für den Fruchtzucker länger oder weniger Zeit?
Achim
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#10

Beitrag von docpsycho » Mittwoch 4. April 2018, 15:16

afri hat geschrieben:
Dienstag 3. April 2018, 22:26
docpsycho hat geschrieben:
Dienstag 3. April 2018, 18:32
Was deinen Saft angeht denke ich, Versuch macht kluch. Solange der Saft deinen Ansprüchen entsprechend gut schmeckt.
Das war ein Stichwort für mich. Da ich gerade gestern ein Bier anstellte, habe ich heute zwei Liter hochaktives Jungbier mit der gleichen Menge besagten Apfelsafts geimpft, allein um zu sehen, was herauskommt. Ich liebe dieses Hobby :-) Hefe ist die Notti, der Saft schmeckt normal süß, also nicht übermäßig fruchtig oder herb, MHD war 2010 oder 2011, gelagert an der dunkelsten Stelle im Haus (wie auch mein Bier). Das Bier selbst ist nix besonderes (Pi, Wie und Wei, Tettnanger), ein Rezept das ich oft mache.
Achim (sehr gespannt seiend)
Da bin ich auch mal sehr gespannt. Gut finde ich auch 0.04hl :Bigsmile
Micha Ale hat geschrieben:
Mittwoch 4. April 2018, 00:51
Hey Doc,
immer gerne!
Am besten, wenn wir beide was aufregendes im Keller haben.
Da ists bei mir grad eher Mau... abgesehen evtl. von dem Cider und nem Cascade Saison.
Aber im Ideal würde ich vorher noch nen Graff hinbekommen... mal sehen!
Bekomm ich grad wieder schwer bock drauf ;)
Lg,
Micha
Klar, versuchs doch nochmal mit Most und wilder Gärung, vielleicht klappt es ja diesmal.
afri hat geschrieben:
Mittwoch 4. April 2018, 12:25
Nur mal so zur Orientierung, wie lange im Vergleich zu Bier gärt denn so ein Hybrid? Braucht die Hefe für den Fruchtzucker länger oder weniger Zeit?
Achim
Da Fruktose kürzer als Maltose ist, würde ich zumindest mal behaupten, dass die Gärung nicht länger dauert, sondern vielleicht eher kürzer aber da lehne ich mich lieber nicht zu weit aus dem Fenster. Kann natürlich auch sein, dass die Hefe nachdem sie die ganze einfache Fruktose weggeknuspert hat, keinen Bock mehr auf die schwierige Maltose hat. Ich lasse es drauf ankommen, am Sonntag mach ich mal den Eimer auf und ziehe eine Probe.

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#11

Beitrag von afri » Mittwoch 4. April 2018, 22:28

Nun, nach einem Blick auf mein Experiment, so recht scheint sich mein Jungbier über den Zuwachs an Apfelsaft nicht zu freuen, von der Notti bin ich ansonsten andere Gärzeiten gewöhnt. Der Hybrid scheint eher lustlos an den Fruchtzuckern herumzulutschen... Aber wir werden sehen, was morgen ist, für einen Versuch ist es mir zwei Liter Jungbier wert.
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#12

Beitrag von Micha Ale » Donnerstag 5. April 2018, 09:53

Klar, versuchs doch nochmal mit Most und wilder Gärung, vielleicht klappt es ja diesmal.
Guude,
das Problem war ja vermutlich die Kahmhefeinfektion.
Mein Vater meinte aber,
das er das quasi gar nicht anders kennt vom Apfelwein machen,
da hast du bei der wilden Gärung wohl sehr häufig eine solche.
Im Apfelweinfass kannst du ja immer von unten abziehen, da ist das nicht so tragisch (ich zitiere hier nur, er hat das jedenfalls so gemacht).
Ich hatte auch bei vorsichtigem abziehen aus dem Gärfass die Infektion in der Flasche...
und wüsste nicht, wie ich dem vorbeugen soll.

Nochmal Aufkochen vor der Flaschengärung und ne extra NG Hefe drauf...
wär viel Arbeit, und ob das dann besser schmeckt weiss ich auch nicht.
Und ich will ja auch nicht mein Equipment mit irgendwas verseuchen, das ich dann nicht mehr rausbekomm :Grübel

LG,
Micha

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#13

Beitrag von docpsycho » Sonntag 15. April 2018, 20:52

Gude,

kurzes Update:

Gestern habe ich den/das Graff mit einem sEVG von 88% abgefüllt. Das ist etwas mehr als ich erwartet habe. Das Jung"bier" hat schon sehr gut geschmeckt, normal koste ich von dem was nicht mehr in die Flasche passt einen kleinen Schluck hat und verwerfe den Rest, diesmal habe ich das ganze Glas schneller getrunken als ich schauen konnte. Es war kaum merklich sauer, allerdings auch weniger süß als erwartet, leider auch weniger malzig als erwartet alles in allem aber sehr sehr trinkbar. Ich bin mal gespannt was das am Ende gibt. Ich melde mich dann in ein paar Wochen mit einem Verkostungsbericht.

Vorm Abfüllen habe ich noch mit Kieselsol und Gelantine geklärt, ich fürchte aber, wirklich klar wird die ganze Sache zum einen wegen der Hefe und zum anderen wegen dem trüben Apfelsaft nicht aber wenigstens schauts schon mal nicht mehr wie ein NEIPA aus. :Bigsmile

Grüße, Felix
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#14

Beitrag von afri » Sonntag 15. April 2018, 22:14

Ich habe das ganze am 12.4. mit Stevia als unvergärbare Süßung und Zucker als Carbo abgefüllt, aber irgendwie gärt da nix nach. Das Zeug ist aber auch wirklich glasklar, vielleicht hatte sich alle Hefe schon schlafen gelegt. Was nun? Ein paar Krümel Hefe pro Flasche geben? Bodensatz gibt es ganz leicht, den habe ich soeben etwas aufgeschüttelt, aber ich vermute, hier tut sich nicht mehr viel.
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#15

Beitrag von afri » Montag 16. April 2018, 23:04

Noch immer keine Verbesserung, könnte vielleicht das Stevia-Zeug schuld sein? Immerhin sollen 98% von den Pillen irgendwas sein und nur 2% Stevia, das ist die einzige Konstante. Das zugrunde liegende Bier nachgärt im Keller (wie gewohnt), an der Hefe sollte es also nicht liegen. Vielleicht ist das "irgendwas" in den Pillen die Ursache.

Irgend jemand eine Idee? Anyone, anyone, Bueller?
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#16

Beitrag von flying » Montag 16. April 2018, 23:24

Die 98% sind vermutlich Maltodextrin, also unvergärbare Mehrfachzucker. Ähnlich dem üblichen "Restextrakt" im Bier. "Glasklar" heißt für mich, es ist keine Hefe mehr aktiv im dem Stoff. 100% keine Hefe mehr ist natürlich so gut wie unmöglich aber das sie nicht mehr anspringt liegt IMHO daran, dass keine- oder kaum noch essentiellen Nährstoffe mehr vorhanden sind.
In einem Gemisch aus dest. Wasser und Zucker ohne Nährstoffe sollte sich Hefe weder vermehren noch gären. Solche "isotonischen" Gemische aus Wasser und Zucker ohne Nährstoffe sind zur Konservierung von Reinzuchthefen seit über 100 Jahren bekannt. Emil Hansen lagerte seine Reinzuchthefen in solchen Lösungen...über Jahrzehnte!

m.f.g
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#17

Beitrag von afri » Montag 16. April 2018, 23:43

Ja, aber es ist hier Bier(würze) sowie Fruchtsaft teilvergoren worden. Dass da kaum noch vergärbarer Extrakt vorliegt, erscheint mir schlecht vorstellbar. Nochmals, könnten hier ein paar Krümel Hefe helfen?

Extrakt ist da, Nährstoffe sollten ebenfalls vorhanden sein, vielleicht ist die nurmehr spärlich vorhandene Hefe auch einfach nur beleidigt schlafen gegangen? Fragen über Fragen...
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#18

Beitrag von flying » Dienstag 17. April 2018, 00:02

Woher weißt Du das noch Nährstoffe vorhanden sind? Ich rede hier nicht von Extrakt, sondern von essentiellen Nährstoffen für die Hefe. Die kommen vielleicht erst wieder wenn die ersten Geläger sich auflösen und ihre Last freisetzen...?
Entweder Geduld oder du probierst es mit der Zugabe. Schaden wird es vermutlich nicht außer Trübungen oder Hefegeschmack?

Ich will es mal so erkären. Reine Zuckerlösung ohne essentielle Nährstoffe kann die Hefe nicht verknuspern. Also ohne die ganzen Mineralien, Vitamine und Spurenelemente. Die können auch in natürlichen Würzen/Säften verbraucht sein.Ist wie ein fettes Schnitzel vor der Nase ohne Besteck und mit zusammengebundenen Händen und zugeklebten Mund...
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#19

Beitrag von Paule » Dienstag 17. April 2018, 07:53

Moin Felix!

Schönes Projekt. hab den Thread gerade erst entdeckt.
Das Zeug ist ja jetzt schon in der Flasche. Ich denke, beim nächsten Treffen wirds mit dabei sein? :Bigsmile
docpsycho hat geschrieben:
Montag 2. April 2018, 17:20
nachdem beim letzten Stammtisch 2 experimentelle Biere besonders herausgestochen und so ziemlich alle Anwesenden begeistert haben, hatte ich auch mal wieder Lust auf etwas extravagantes. (...)
Bin neugierig, welche meinst du hier?
docpsycho hat geschrieben:
Dienstag 3. April 2018, 18:32
Ach und bevor ich es vergesse. Das Anchor Steam Beer vom ersten Bild, kann mal wenig bis nix. Entweder war meine Pulle zu alt oder es ist einfach nicht meins. Eine lange nachhaltende Bittere und geschmacklich einfach unangenehm, schwer zu beschreiben aber unangenehm.
Ich denke, es lag an der Flasche. Finde das Steam Beer klasse. Sehr ausgewogen und gut trinkbar. Hatte mich damals angespornt auch ein California Common zu brauen. :Greets
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#20

Beitrag von docpsycho » Dienstag 17. April 2018, 08:19

Paule hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 07:53
Moin Felix!

Schönes Projekt. hab den Thread gerade erst entdeckt.
Das Zeug ist ja jetzt schon in der Flasche. Ich denke, beim nächsten Treffen wirds mit dabei sein? :Bigsmile
docpsycho hat geschrieben:
Montag 2. April 2018, 17:20
nachdem beim letzten Stammtisch 2 experimentelle Biere besonders herausgestochen und so ziemlich alle Anwesenden begeistert haben, hatte ich auch mal wieder Lust auf etwas extravagantes. (...)
Bin neugierig, welche meinst du hier?
docpsycho hat geschrieben:
Dienstag 3. April 2018, 18:32
Ach und bevor ich es vergesse. Das Anchor Steam Beer vom ersten Bild, kann mal wenig bis nix. Entweder war meine Pulle zu alt oder es ist einfach nicht meins. Eine lange nachhaltende Bittere und geschmacklich einfach unangenehm, schwer zu beschreiben aber unangenehm.
Ich denke, es lag an der Flasche. Finde das Steam Beer klasse. Sehr ausgewogen und gut trinkbar. Hatte mich damals angespornt auch ein California Common zu brauen. :Greets
Gude,

joar mal sehen wann das nächste Treffen sein wird aber ich denke ich habs dabei.

Beim schreiben des Beitrags dachte ich hauptsächlich an die beiden Biere von Simon. Wobei natürlich auch das Brett Bitter von Chris und das Uralte Grand Cru von Markus dazu zählen könnte.

Zugegeben meine Flasche stand zwar kalt aber eben knapp 2 Monate im Keller, ich sollte dem vielleicht nochmal ne Chance geben.

Grüße, Felix
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#21

Beitrag von afri » Dienstag 17. April 2018, 09:33

flying hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 00:02
Woher weißt Du das noch Nährstoffe vorhanden sind? Ich rede hier nicht von Extrakt, sondern von essentiellen Nährstoffen für die Hefe.
Da hast du natürlich recht, das weiß ich nicht. Ich werde es mal mit zusätzlich Hefe geben probieren, schaden tut's sicher nicht. Und wenn nix mehr gären will, ist die Flüssigkeit halt leergefressen, dann ohne CO2 trinken oder verwerfen, mal sehen.
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#22

Beitrag von Paule » Dienstag 17. April 2018, 14:32

docpsycho hat geschrieben:
Dienstag 17. April 2018, 08:19

Beim schreiben des Beitrags dachte ich hauptsächlich an die beiden Biere von Simon. Wobei natürlich auch das Brett Bitter von Chris und das Uralte Grand Cru von Markus dazu zählen könnte.
An das Flanders hatte ich auch gedacht. :Bigsmile

Na dann lass ich mich mal überraschen.
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#23

Beitrag von Bumbel » Montag 9. Juli 2018, 09:19

Gude,

ich hänge mich mal an. Vor 2 Wochen habe ich 2,3kg Restemalz verwertet. Ich braue mit dem Grainfather und verbraue gerne meine Reste. Dabei mache ich mir wegen des Ergebnisses weniger Gedanken und lasse mich einfach überraschen. Auch Hopfen und Hefe kommt relativ ungeplant rein. Das Einzige was diesmal geplant war, wenig Alkohol, sowie die Hinzugabe von Apfelsaft zur Würze.

Malz hatte ich: 1kg Pilsner, 0,5kg Pale Malt, 0,5kg Carahell und 0,3kg Vienna

Hopfen: 20g Saphir mit Beginn des Kochens, 10g Saphir und 10g Centennial 10min vor Kochende

Ins Gärfass kamen 14l Würze sowie 4l Rio D'oro Direktsaft vom Aldi sowie Safale US-05 Hefe

Nach einer Woche tat sich im Gärfass nicht mehr viel. Nach zwei Wochen, am gestrigen Sonntag habe ich in Flaschen abgefüllt und probiert. Trotz des 3,5:1 Würze/Apfelsaft Verhältnisses schmeckt das Graf deutlich apfelig und nicht trocken. Hopfen kommt nicht unbedingt im Antrunk, sondern erst etwas später was ich ganz nett finde. Wollte es auch nicht bitter haben. Meine Frau hat ein wenig das gesicht verzogen, fand es beim zweiten Schluck aber dann doch nicht so schlecht.
Bin gespannt wie es sich weiter entwickelt. Kalt bestimmt ein nettes Sommergetränk mit ca. 3,3% Alkohol. Wobei ich als Offenbacher ziemlich sicher bin, daß Nicht-Apfelweintrinker schreiend flüchten werden :Bigsmile

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#24

Beitrag von gaelen » Sonntag 2. September 2018, 14:20

Hallo Zusammen,

mich als ineressierten Leser würde eine kurze Rückmeldung zu den Ergebnissen freuen.
Der Sommer ist ja nun schon irgendwie rum und ich würde mich im kommenden Sommer an eine Graff trauen wollen....

vg,alexander

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#25

Beitrag von afri » Sonntag 2. September 2018, 22:06

Hat so lala geschmeckt, eine Flasche hebe ich jedoch auf, um nach relativ langer Zeit urteilen zu können. Nach der Meinung einiger hier soll Apfelwein von langen Lagerzeiten profitieren. Die Verkostung nach nur ein paar Wochen war nicht übel, aber auch nicht entzückend. Aber vielleicht mag ich das einfach nicht so, ich hatte keine besonderen Erwartungen und bin also nicht enttäuscht worden.

Wenn du nächsten Sommer was davon trinken willst, solltest du vielleicht jetzt sowas ansetzen. Sollte es stimmen, dass Cider/Graff/whatever lange liegen muss, dann wäre jetzt der passende Zeitpunkt. Das ist wie mit dem Weihnachts/Silvesterbier, das wird ja vielfach auch erst im Oktober realisiert. Meine Jahresendbiere werden im Mai oder Juni gemacht und sind dann pünktlich fertig. Hätte ich Gelüste nach mehr von dem Zeug, ich hätte jüngst kein Bier mit Lemongras, sondern Bier mit Apfelwein gemacht, um es dann ab dem Frühsommer genießen zu können.
Achim (dessen Lemongrasbier zur Zeit bei ca. 1° lagert, um die Kohlensäure gut zu binden)
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#26

Beitrag von Neubierig » Dienstag 4. September 2018, 08:34

Hi Felix,

wie ist dann deine Variante geworden? Es steht bei mir nämlich noch auf meiner Todo-Liste.

Cheers,

Keith :-)
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#27

Beitrag von docpsycho » Dienstag 4. September 2018, 08:59

Neubierig hat geschrieben:
Dienstag 4. September 2018, 08:34
Hi Felix,

wie ist dann deine Variante geworden? Es steht bei mir nämlich noch auf meiner Todo-Liste.

Cheers,

Keith :-)
Gude Keith,

ja ich lese mit, bin auch selbst schon ganz nervös, hatte den Graff schon fast im Keller vergessen. Ich mache die Tage eine Flasche auf und berichte.

Durstige Grüße, Felix
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#28

Beitrag von gaelen » Mittwoch 5. September 2018, 15:07

Hallo Achim,
Hallo Felix,

@Achim: Dann werde ich Deinen Rat annehmen und demnächst mal mit den Experiment "Graff" beginnen; parallel zu einem Versuch zum Burbon-Bock....
Ich warte aber noch die Rückmeldung von Felix ab... Vielleicht kann ich ja ein Rezept (mehr oder weniger) übernehmen.

@Felix: über eine Rückmeldung würde ich mich freuen!! :Smile

gruß,alexander

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#29

Beitrag von docpsycho » Freitag 7. September 2018, 18:59

Gude,

ich bin also endlich dazu gekommen und habe den Graff nach 4,5 Monaten erneut gekostet. Die Farbe gefällt mir sehr gut. Ein dunkles Gold, beinahe orange.
Ansonsten ist es recht trocken und fruchtig apfelig. Wie ich hier schon geschrieben habe, ist es deutlich mehr mit Äppler verwandt als mit Bier, allerdings ist es kaum sauer, daß ist schon mal ganz gut. Ich habe das Gefühl, dass die malzigkeit immer mehr zurück geht. Das ganze ist echt nicht schlecht aber von Bier hat es nicht viel. Beim nächsten Mal würde ich unbedingt weniger Apfelsaft nehmen, so viel steht fest. Ich hoffe ich konnte etwas helfen. Bei Fragen, als raus damit.

Ps. : gerne können wir auch die ein oder andere Flasche tauschen.
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#30

Beitrag von gaelen » Samstag 8. September 2018, 15:38

Hallo Felix,

Danke für Deine Rückmeldung.
Was das Verhältnis Apfelsaft / Würze angegeht, hätte ich 1/3 // 2/3 geplant; geht also in Deine Richtung.
Ich werde mich wohl dann Dein oben beschriebenes Rezept als Grundlage für meinen Versuch hernehmen.

gruß,
alexander

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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#31

Beitrag von docpsycho » Samstag 8. September 2018, 16:24

gaelen hat geschrieben:
Samstag 8. September 2018, 15:38
Hallo Felix,

Danke für Deine Rückmeldung.
Was das Verhältnis Apfelsaft / Würze angegeht, hätte ich 1/3 // 2/3 geplant; geht also in Deine Richtung.
Ich werde mich wohl dann Dein oben beschriebenes Rezept als Grundlage für meinen Versuch hernehmen.

gruß,
alexander
Gude Alexander,

ich würde tatsächlich eher auf höchstens 25% Apfelsaft gehen. Gib dem Bier nach der Gärung Zeit zum entwickeln, davon profitiert es ganz ungemein. Ich lasse meinen Rest jetzt auch noch mal ein paar Monate stehen.

Grüße Felix
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Re: Graff, mein Sommertrunk?

#32

Beitrag von gaelen » Samstag 8. September 2018, 22:03

Hallo Felix,

Was die Zeit angeht... Ich würde das Graff "zwischen den Jahren" brauen wollen, damit es zu einer Veranstaltung Ende Juli mitnehmen kann. Das sollte genug Zeit zum reifen sein.
Was das Mischungsverhältnis angeht, lasse ich mir Deinen Rat nochmal durch den Kopf gehen; ist ja noch etwas Zeit bis zum Brautag.

gruß, alexander

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