Ein Helles Ale mit der neuen Mini-Anlage (13l)

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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haefner
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Ein Helles Ale mit der neuen Mini-Anlage (13l)

#1

Beitrag von haefner » Sonntag 1. Dezember 2019, 15:28

Servus zusammen,

ich dachte mir gestern beim Brauen, dass ich mal aus Spaß an der Freude mal wieder ne Braudoku schreibe und meine neue "Anlage" vorstelle. Ich braue nun schon ne Weile immer um die 30-40l und habe eigentlich gar keinen großen Sinn darin gesehen, kleinere Mengen zu machen. Erst hier im Forum das Thema von Sascha/Brauhardware hat mich dazu gebracht mich so einer Größe zu widmen. In der Theorie viel weniger Arbeit, Zeitaufwand und die Möglichkeit Experimentelles mal eben zu brauen und nicht unnötig viel davon rumstehen zu haben.

Das Rezept könnte nicht einfacher sein und kam mir spontan in den Sinn:

13°P, 26 IBU, 9 EBC

Stil: Irgendwas zwischen Helles, Pale Ale und Kölsch wobei aufgrund der verwendeten Zutaten wohl am ehesten das Pale Ale als Kategorie in Frage kommt.

75% Pilsner Malz
20% Wiener Malz
5% CaraHell
+ ne Hand voll Haferflocken für den Schaum

57° 10min
67° 60min
Abmaischen


Danstar Nottingham als Hefe die bei 18° angestellt wird und nicht wärmer wie 20° werden soll.

17g Spalter Select 70min
15g Mandarina Bavaria 0min
10 Minuten Nachisomersieren

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Die günstige Mühle funktioniert auch nach dutzenden Suden immer noch perfekt. Ich bin damit zufrieden.
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Das DVD-Spaltmaß ist echt ideal, wie man sieht.
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Mein relativ unproblematisches Wasser (8°dh) muss ich meistens nur kurz mit Milchsäure einstellen.
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Die "Anlage" im Ganzen.
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Meine Tauchhülse ist leider noch nicht da, aber man weiß sich zu helfen. Ich sehe gerade, die Eddingmarkierung muss noch vom Rührwerk weg. Das Rühwerk habe ich mit Hilfe von Kollegen aus Resten selbst gemacht. Bisschen biegen, bohren und sägen.
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Habe ich mehr oder weniger aus dem Müll weil es einen kleinen optischen Schaden hatte. Hat auch so fast nichts gekostet, die Materialien sind billig.
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Jodprobe nach ner Stunde schon gut.
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Ein großer Vorzug der kleinen Anlage. Einfach alles in den Läutereimer rüberkippen wo die Läuterspriale drin liegt. Kein Gespritze usw.. Unkosten keine 30€ insgesamt und gleichzeitig Gäreimer!
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Läutern bis es klar wird. Hm.. recht trüb das alles. Habe erst 3x vorgeschossen und jetzt lass ich laufen bis es klar wird.
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Jetzt schaut's gut aus.
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Gelernt durch Zufall von 3rz1 hier aus dem Forum. Echt ne gute Lösung mit dem Deckel. Habe davor immer nen Braupaddel drüber gehoben.
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Hier muss man mit dem kleinen Topf und der Hendi höllisch aufpassen. Die ist da schon etwas überdimensioniert. Maximal 1600 Watt sonst kocht es über.
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Nach Verdünnen mit abgekochtem Glattwasser 14l mit 13°P auf 18° C. Kann man anstellen. Temperatur gemessen und Spritze für Schnellvergärprobe bereit gelegt. Mache ich auch obergärig.
Vom Kochen und Hopfen habe ich keine Fotos gemacht. Wollte erst einen Hahn kaufen, habe aber hier in einem anderen Thema die Idee mit dem Filter direkt in der Würzepfanne und dem Bierheber gesehen. Habe ich probiert (keine Hand zum fotografieren frei gehabt) und funktioniert bestens! Den Hahn spare ich mir. Nun habe ich nach Verdünnen mit 30min gekochtem Glattwasser insgesamt sogar 14l reine Würze im Gärfass. Das ist ne recht gute SHA, toll. Insgesamt habe ich 3:59 inkl. Schroten und Reinigung gebraucht - das war ein gemütlicher Tag.


Fazit:

Diese kleine Brauanlage macht mir richtig Spaß. Alles ist leicht zu heben man kann sich relativ spontan und ohne riesen Aufwand ein zwei Kisten Bier fabrizieren. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber von nem schweren IPA oder Imperial Stout reichen mir 20-40 Flaschen (je nach Größe). Die Zeitersparnis mit ca. 2 Stunden ist enorm und der Reinigungsaufwand ist minimal. Ich werde nächstes Jahr definitiv viel mehr brauen und viel variieren. Außerdem habe ich hier kaum Geld investieren müssen - ich bin sehr zufrieden mit der Anlage.

Gruß Micha
Zuletzt geändert von haefner am Sonntag 1. Dezember 2019, 17:33, insgesamt 1-mal geändert.

daleipi
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Re: Ein Helles Ale mit der neuen Mini-Anlage (13l)

#2

Beitrag von daleipi » Sonntag 1. Dezember 2019, 17:24

Hi Micha,

vielen Dank für die BrauDoku! ich schau/les sowas wirklich gern.

der Bericht damals von Sascha hat mich auch begeistert. würd ich neu anfangen, dann nur so.

wenn ich meinen Prozeß mal so richtig im Griff hab - und das Brauzimmer nicht mehr so wüst aussieht - mach ich auch mal eine Bilderdoku.

im Vorweihnachts-/BlackFridayWeek-Wahnsinn hab ich bei einem Möbelhaus einen 14-Liter-Induktionstopf für €19,- bekommen.
werde das dann mal ähnlich testen.

LG
stefan

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Re: Ein Helles Ale mit der neuen Mini-Anlage (13l)

#3

Beitrag von integrator » Dienstag 3. Dezember 2019, 13:52

haefner hat geschrieben:
Sonntag 1. Dezember 2019, 15:28
Diese kleine Brauanlage macht mir richtig Spaß. Alles ist leicht zu heben man kann sich relativ spontan und ohne riesen Aufwand ein zwei Kisten Bier fabrizieren. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber von nem schweren IPA oder Imperial Stout reichen mir 20-40 Flaschen (je nach Größe). Die Zeitersparnis mit ca. 2 Stunden ist enorm und der Reinigungsaufwand ist minimal. Ich werde nächstes Jahr definitiv viel mehr brauen und viel variieren. Außerdem habe ich hier kaum Geld investieren müssen - ich bin sehr zufrieden mit der Anlage.
Das war auch ein Grund warum ich mich für den Grainfather inkl. Micropipe entschieden habe. Es gibt Versuche oder Bierstile, da braucht man kein vollen Kühlschrank.
Glückwunsch und weiterhin viel Spass mit deiner kleinen Anlage :Drink
Ich :Drink du ... läuft.

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