Imperial Stout - diesmal ohne Oma

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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liuto
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Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#1

Beitrag von liuto » Montag 21. November 2016, 13:51

Ich war beim gleichen Stammtisch wie Philipp und habe das gleiche Imperial Stout probiert. Großartig. Das wollte ich als meinen 5. Sud nachbrauen und habe mir das Rezept besorgt (ist nicht meins, darum stelle ich es nicht ein).
Kerndaten: angestrebte SW 21,5°P, 6,8 kg Schüttung, dabei je 500 g Hafer- und Gerstenflocken sowie Chocolate-Malz und Röstgerste. Hefe ist die Wyeast 1084 Irish Ale.

Vorgestern abend ging es los: Brauplatz aufräumen, Gärfaß und Thermoport säubern mit Oxi. Dazu ein Bitter aus dem letzten Sud.
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Gestern morgen dann Malz konditionieren. 5,6 kg Malz sind eine Menge
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Schroten. Dauer gut 4 Minuten im Handbetrieb. Die Chinaschrote ist ziemlich effizient.
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4 geschrotet.JPG (113.01 KiB) 5819 mal betrachtet
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Bei 65°C 6,6 kg (mit den Flocken) eingemaischt und erste Rast. Ganz schön dicke Maische und voller Maischbottich. Das Rührwerk hat aber nicht mit der Wimper gezuckt.
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5 eingemaischt.JPG (89.28 KiB) 5819 mal betrachtet
Zur zweiten Rast bei 72°C kam 0,2 kg Röstgerste dazu:
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Abläutern. Nach 5 Litern lief die Würze klar
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Abläutern. Ja ich weiß, mein Rohr. Muß mir echt ein besseres besorgen. Das vorhandene hat aber schon so viel warmes Wasser gesehen, daß ich mir keine ernsten Sorgen mache.
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Ganz schön viel Treber
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Kalt ist es in der Garage:
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Um die SW zu erhöhen, habe ich erst einmal 2h eingedampft
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Zwei Hopfengaben, 38g Pilgrim mit 10,2% Alpha für 90 min und 29g East Kent Golding mit 5,2% Alpha für 30 min. Das sollten ungefähr 58 IBU werden.
Whirlpool. Man sieht, daß in 3 1/2h kochen ordentlich etwas verdampft wurde. Zu viel, ich bin schließlich bei über 23°P gelandet und mußte gut 1 l Wasser hinzufügen, um auf die 21,5°P zu kommen.
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Mit 77° durch einen Monofilamentfilter in den Gäreimer
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Beachtlicher Trubkegel
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Genutzt hat es nicht viel. Das ist der Hopfenschmodder aus dem Monofilamentfilter:
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Jetzt ruht die Würze mit der Hefe im Gäreimer.
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17 Gäreimer.JPG (63.1 KiB) 5819 mal betrachtet
Insgesamt habe ich inklusive Aufräumen fast 13h gebraucht, fast doppelt so lange wie sonst. Aber das Bier wird ja auch doppelt so stark. Es sollte bei fast 10% ABV landen, wenn alles klappt. Ich bin gespannt!

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#2

Beitrag von HrXXLight » Montag 21. November 2016, 13:59

Sehr cool scheint ja echt ein feines Tröpfchen zu sein.
Nur eine Frage stellt sich mir.
Warum fährst du keine Kombirast im Thermoport und läuterst direkt in den Kocher, um schon etwas früher mit dem Kochbeginn zu starten.
Trinkbar: Dark Impact, Oatmeal Stout
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#3

Beitrag von liuto » Montag 21. November 2016, 14:03

Weil ich den Leuterator im Kocher habe und weil das Rezept zwei Rasten vorsieht. Aber ich verstehe den Gedanken. Das geht dann die 15 Minuten schneller, die ich zum Kesselreinigen brauche. Mal überlegen.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#4

Beitrag von Paule » Montag 21. November 2016, 14:22

Wieder sehr schöne Doku, da will ich am liebsten gleich selber mal wieder brauen!
Schade übrigens, dass Omi diesmal nicht dabei war, was gabs dann zu Essen? :Shocked :Bigsmile
brewers make wort, yeast makes beer
http://friediesbrauhaus.blog

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#5

Beitrag von liuto » Montag 21. November 2016, 14:26

Forelle.
Ich weiß aber auch nicht, ob Philipps Oma mir geholfen hätte...

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#6

Beitrag von Hannes2310 » Montag 21. November 2016, 14:32

die Oma fehlt... was soll das denn für ein Bier werden ohne Oma?

Nein, Spaß bei Seite! Schöne Doku!

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#7

Beitrag von Schlinsermändle » Dienstag 22. November 2016, 07:24

Zervus

sehr schöne doku super, vielen dank ! :thumbup

Frage:
"Schroten. Dauer gut 4 Minuten im Handbetrieb. Die Chinaschrote ist ziemlich effizient"

Woher hast du die Chinaschrote bezogen und how mutch?

Gruss
Thomas
Gruss Thomas :Smile

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#8

Beitrag von liuto » Dienstag 22. November 2016, 08:12

Ich habe die von candirect/malzmuehle.eu
189,90 mit der Plastekiste, aber ist wohl nicht mehr im Programm, nur noch das Zweiwalzenmodell, das vermutlich genauso gut funktioniert und 40€ billiger ist.

P.S. Hefe ist jetzt angekommen. Ich hatte ja einen Starter mit Bio-Malzbier gemacht, der ein völliger Mißerfolg war und hatte mir Sorgen gemacht.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#9

Beitrag von Brausau » Dienstag 22. November 2016, 08:30

Klasse Doku. Immer wieder schön, beim Brauen zuzusehen. ;-)
Aber eine Frage: Spindelst Du direkt in der kochenden Würze? Packt die das?

VG
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#10

Beitrag von liuto » Dienstag 22. November 2016, 09:09

Das ist eine Läuterspindel, für 70°C. Und sie hat kein Thermometer drin. Die hat das Kochen prima überstanden. Man muß bloß die Dichte korrigieren. Wenn die Spindel z.B. 15°P anzeigt, sind es in Wirklichkeit 19,8°P.
Normalerweise mache ich das nicht, in diesem Fall wollte ich ja gerade die Platos hochkochen. Man hätte aber genauso gut einfach das Volumen messen können. War einfach Spielerei.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#11

Beitrag von klostersander » Dienstag 22. November 2016, 09:14

Schöne Braudoku. Da bekommt man Lust den Kessel anzuwerfen. :thumbsup

Beim Saccharimeter befürchte ich auch das du bis jetzt Glück gehabt hast.
Ist es wenigstens ein Läutersaccharimeter? Da hast du aber auch eine Bezugstemperatur von 70°C. Das heißt deine Werte sind sehr ungenau.
Sicherer wäre eine Messung über ein Refraktometer.

Gruß Matze

EDIT: Okay, du warst schneller.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#12

Beitrag von h2opolo » Dienstag 22. November 2016, 09:27

Mahlzeit,
eine Frage hab ich: Das Anmaischen mit Rührwerk findet im Kocher/Proficook statt?? Am Boden liegt aber schon die "Läuterhexe" bereit für das Läutern??? Gibt es keinen Konflikt mir dem Rührwerk???
Was für einen Ablasshahn hast Du am start, 1 " ?????
Gruß und allzeit guten Sud

Michael

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#13

Beitrag von hutschpferd » Dienstag 22. November 2016, 09:53

Ich glaub deine ?-Taste klemmt.


Schöne Doku!

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#14

Beitrag von liuto » Dienstag 22. November 2016, 10:25

@h2opolo:
Das klappt problemlos. Die Rührwerksflügel sind nicht so lang.
Der Hahn ist glaube ich ein 3/8". Der Hahn war bei dem Leuterator dabei. Weil da nur die Flüssigphase durchgeht, ist der groß genug.

Gruß von
liuto

Edit: Bild dazu. Ist ein DN15-Hahn. Den habe ich mit den Adapterteilen und dem Leuterator von Adams Hardware gekauft.
hahn.jpg
hahn.jpg (22.38 KiB) 5317 mal betrachtet
Zuletzt geändert von liuto am Dienstag 22. November 2016, 12:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#15

Beitrag von wwwcom » Dienstag 22. November 2016, 11:02

Das Rezept scheint ja wirklich sehr gut zu sein, wenn es jetzt schon zwei bebilderte Braudokumentationen darüber gibt. :Smile Könnte man es dann nicht doch online stellen? Was könnte der Urheber schon dagegen haben?

Gruß Manu
Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#16

Beitrag von PSJaeger » Dienstag 22. November 2016, 11:17

wwwcom hat geschrieben:Das Rezept scheint ja wirklich sehr gut zu sein, wenn es jetzt schon zwei bebilderte Braudokumentationen darüber gibt. :Smile Könnte man es dann nicht doch online stellen? Was könnte der Urheber schon dagegen haben?

Gruß Manu
In meinem Thread (viewtopic.php?f=10&t=11032)
ist die Schüttung angegeben, Rasten, Hopfen und Hefe auch.

Das originale Rezept ist etwas anders, da muss man mal den Kollegen fragen ob der mit dem Veröffentlichen einverstanden ist.
Vllt stellt er es bei Zeiten ja mal auf MMuM.

Gruß

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#17

Beitrag von liuto » Donnerstag 24. November 2016, 22:01

Hmm. Bin leicht beunruhigt. Es hat jetzt zwei Tage wie blöd geblubbert, seit gestern ist aber eher Ruhe im Schacht. Weil ich als meßaffiner Physiker ganze drei Spindeln mit in den Gäreimer gegeben habe (was warte ich sehnsüchtig auf die iSpindel!), weiß ich, daß im Moment noch ca. 10° P anstehen. Das wären nur 54% EVG statt der angepriesenen 70%. Ich bin eigentlich nicht ungeduldig und lasse das Bier normalerweise 3 Wochen durchgären, aber jetzt werde eben doch nervös.
Ich habe am Ende der Rasten mal die Temperatur gemessen und die waren 2-3°C höher als angepeilt, Also eher 74°C statt 72°C. Ob das eine Rolle spielt?
Ich habe jetzt ein paar Mal ordentlich herumgeschwenkt, quasi geschüttelt. Danch blubbert es eine Minute wie blöd, um dann wieder einzuschlafen.

Ach was, ich warte einfach mal ab.
Oder soll ich die Geschichte statt bei 19° im Keller mal hochholen, 21°C hier? Oder kann ich der Hefe sonstwie in den Hintern treten?

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#18

Beitrag von chaos-black » Freitag 25. November 2016, 08:57

Blubbern ist immer schön anzusehen, aber wenns verschwindet muss das nicht bedeuten, dass nix mehr gärt. Manchmal stellt sich die Hefe auf andere Zucker um. Was für ne alk Toleranz hat die irish ale Hefe denn?

Btw, schade dass die oma nicht dabei war, fand das so nice in der letzten doku. Vlt kannste daraus ja ne kleine Sud Reihe machen. Mit Liebe gebraut, von Enkel und Oma.
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#19

Beitrag von liuto » Freitag 25. November 2016, 09:27

Wie gesagt, das war nicht meine Oma, sondern Philipps in seinem Thread :)

Wyeast gibt 12% ABV als Toleranz an. Und 71-75% EVG. Ich warte einfach weiter, das sollte schon werden.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#20

Beitrag von borzy » Samstag 26. November 2016, 18:58

Super Braudokumentation!

Wegen dder Nachfrage des Rezepts:

http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... tte=recipe

Hab es geschafft. Aber sechs Monate musste ich einfach vergehen lassen ;-)

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#21

Beitrag von liuto » Samstag 26. November 2016, 22:51

Danke, borzy.

Meins steht leider nach knapp einer Woche immer noch auf fast 11°P. Da werden demnächst Maßnahmen fällig. Bloß welche! Ich werde mich morgen noch einmal durch die vielen "Hefe eingeschlafen"-Threads kämpfen.


Danke nochmal für das Rezept.

inem
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#22

Beitrag von inem » Samstag 26. November 2016, 23:42

Wärmer stellen.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#23

Beitrag von liuto » Sonntag 27. November 2016, 12:34

Leider kaum möglich, bei uns im Keller ist es schon 20°C und in der Wohnung auch nur 21°. Das wird den Kohl nicht fett machen.

Ich habe jetzt erstmal das Braupaddel 30 min mit Heißdampf behandelt und die Hefe ordentlich aufgerührt.

Ich hasse das, im Kaltbereich herumfummeln.

inem
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#24

Beitrag von inem » Sonntag 27. November 2016, 13:18

Dann eine Heizdecke oder ähnliches., Eventuell neue Hefe.

borzy
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#25

Beitrag von borzy » Sonntag 27. November 2016, 14:23

ruhig bleiben.
die hefe hat mit 22 plato zu käpfen. da geht das nicht so schnell. meins stand fast zwei wochen. habe das gärfass aber auch einmal geschüttelt wie ich gerade im protokoll sehe. da geht sicher noch was.

wie gesagt: bei mir waren es 6,1 restextrakt und 71% EVG.

nur um es auszuschließen: refraktometer benutzt und vergessen umzurechnen? :redhead

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#26

Beitrag von liuto » Sonntag 27. November 2016, 17:06

Das wäre was? Nicht wahr?
Nein. Ist leider ein Spindelwert und seit 4 Tagen unverändert. Neuerdings gebe ich immer eine Spindel mit in den Gäreimer, weil ich ja noch keine iSpindel habe. Das Teil wird der Hammer. Immer Bescheid wissen, ohne ständig den Eimer aufzumachen.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#27

Beitrag von Braubär23858 » Montag 28. November 2016, 08:07

Korrektur für den Alkoholgehalt angebracht?

Peters

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#28

Beitrag von liuto » Montag 28. November 2016, 22:38

Beim Spindelwert? Das Refraktometer habe ich nicht benutzt.

Nachdem ich gestern mal kräftig die Hefe aufgerührt habe und immer noch nullkommagarnichts passiert ist, habe ich heute ein rehydriertes Tütchen Notti dazu getan. Ich hatte auch noch S-04 und T-58, aber irgendwie hatte ich mehr Vertrauen in das alte Arbeitspferd. Nachdem die Gärung zu 2/3 durch ist, kann sie den Charakter nicht mehr groß verändern. Go, Notti, go! Oder hätte ich doch zwei Tütchen nehmen sollen? Bierbrauen formt den Charakter. Ich weiß jedenfalls, daß ich nichts weiß.

Bier wird's hoffentlich werden.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#29

Beitrag von liuto » Samstag 17. Dezember 2016, 22:30

EIn aktueller Status. Ich habe das Stout jetzt noch drei Wochen stehen gelassen. Und wieder etwas gelernt.

Die 7-14°P Spindel zeigte immer noch 10,5°P an. Verdammich. Ich habe jetzt meinen 250 ml-Zylinder herausgesucht, mit Isopropanol geduscht, trocknen lassen und die 7-14°-Spindel sauber gemacht und hereingegeben. Oh Wunder, unter 7°P. Jetzt die 0°-7° Spindel sauber gemacht und hereingetan. Temperaturkorrigiert lande ich bei 6,5°P = knapp 70% EVG. Alles ist gut, könnte ein bißchen besser sein, aber was soll's. Morgen werde ich das zusammen mit meinem letzen Sud, Ordinary Bitter, abfüllen. Also in separate Flaschen, versteht sich.

Was ich gelernt habe: die Spindel mit hereinzugeben bringt nicht viel, eher überhaupt nichts. Die Dinger müssen sauber sein. Die Hefe- und was-weiß-ich-Reste verfälschen das Ergebnis entscheidend.

Ich habe ein bißchen probiert. Ohne CO2, daher ein bißchen lasch, aber so etwas von LECKER!

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#30

Beitrag von liuto » Donnerstag 23. Februar 2017, 22:33

Mal ein Zwischenbericht. Die erste Pulle war sehr lecker. Zwei weitere habe ich nach ein paar Schlucken entsorgt=weggeschüttet, weil sie so penetrant widerlich geschmeckt haben. Ich habe mir dann einen Braukühlschrank gekauft und die Pullen erst einmal ein paar Wochen bei 2°C ruhen lassen. Jetzt geht es langsam, d.h. gerade das Fläschchen war ziemlich lecker. Die Karbonisierung in der Probeflasche war wie üblich bei mir, also viel mehr Druck als berechnet. Vielleicht ist das Manometer einfach Fratze, denn die sensorische Erfahrung ist durchaus ok.
Ich werde das mit einer weiteren Flasche noch einmal überprüfen. Gute Nacht liebe Brauer.

P.S. hier mal ein Bildchen. Sehen tut man nicht viel, ist halt ein pechschwarzes Bier.
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#31

Beitrag von PSJaeger » Freitag 24. Februar 2017, 09:01

liuto hat geschrieben:Die erste Pulle war sehr lecker. Zwei weitere habe ich nach ein paar Schlucken entsorgt=weggeschüttet, weil sie so penetrant widerlich geschmeckt haben.
Moin,

das verstehe ich nicht ganz. Die erste Flasche war okay, als das Bier noch sehr jung war?
Und dann nach etwas Lagerzeit wurde es schlechter? Oder waren das Ausrutscher?
Und was bedeutet widerlich penetrant? Nach Kaffee/Röstaromen oder Alkohol?

Gruß
Philipp

liuto
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#32

Beitrag von liuto » Dienstag 28. Februar 2017, 10:40

Gute Frage, Philipp. Ich kann sie nicht beantworten, ich weiß nur, daß mir der Geschmack einfach zuwider war. Das mag aber auch an der Tagesform gelegen haben. Das Imperial Stout ist so dicht und kräftig im Geschmack, dergleichen bin ich noch nicht gewohnt.
Die beiden Flaschen letzte Woche waren jedenfalls köstlich. Bin mal gespannt, wie es nach der Fastenzeit schmeckt.

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#33

Beitrag von Butterbrot » Dienstag 28. Februar 2017, 20:32

Da Rezept reizt mich auch irgendwie, allein schon wegen der Kurzbeschreibung auf maischemalzundmehr :D
Allerdings habe ich noch nie ein Imperial Stout getrunken und weiß garnicht so wirklich, wie ich mir das konkret vorstellen soll. Wenn ich das richtig sehe, sind einige Vertreter dieses Stils ja recht rauchig, was dieses hier nicht zu sein scheint (?). Welches (gekaufte) Imperial Stout kommt dem Rezept denn am nächsten?

PSJaeger
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#34

Beitrag von PSJaeger » Dienstag 28. Februar 2017, 23:05

Butterbrot hat geschrieben:Da Rezept reizt mich auch irgendwie, allein schon wegen der Kurzbeschreibung auf maischemalzundmehr :D
Allerdings habe ich noch nie ein Imperial Stout getrunken und weiß garnicht so wirklich, wie ich mir das konkret vorstellen soll. Wenn ich das richtig sehe, sind einige Vertreter dieses Stils ja recht rauchig, was dieses hier nicht zu sein scheint (?). Welches (gekaufte) Imperial Stout kommt dem Rezept denn am nächsten?
Versuch mal das Noctus 100 von Riegele.

Gruß

liuto
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#35

Beitrag von liuto » Dienstag 26. Juni 2018, 00:19

Ich habe das Bier heute zum dritten Mal gebraut. Beim zweiten war die Hefe leider tot und ich mußte mich mit einer Notdosierung T-58 begnügen. War ziemlich gut, aber nicht so gut wie das Original.

Aus Anlaß des Kölner Braufestivals und der dort ausgeschenkten IS, welche in mir ein dringendes Bedürfnis nach eigenem Schaffen weckten, mußte das Originalrezept noch einmal ran, nur ganz leicht abgewandelt, weil ich nicht mehr genug von den Spezialmalzen übrig hatte. Aber dunkel ist dunkel, jetzt ist halt mehr Chocolate Malt drin, das wird das Bier nicht schlechter machen. Und ich habe direkt einen Doppelsud gemacht, weil das Ergebnis immer so gut und die Pullen immer so schnell leer waren.

So wahnsinnig viel Hopfen ist da gar nicht drin, ich hatte ca. 90g Magnum und Perle zum Bittern und 60g EKG bei 10 min auf 44l Vorderwürze. Irgendwo müssen die 58 IBU ja herkommen. Trotzdem gab es auch dieses Mal wieder eine Riesensauerei, weil der Monofilamentfilter quasi direkt mit Hopfenschmodder zu war.
Hier habe ich offensichtlich ein derbes Technikdefizit. Meine Pfanne hat keinen Hahn, ich pumpe mit einer kleinen Tauchpumpe mit dem Mono in ein Gärfaß um, um die Mumpe größtenteils zu entfernen, die mir beim letzten IS den Plattenkühler gründlich zugesetzt hat. Dann schlauche ich mit dem Kühler ohne Pumpe in ein zweites Gärfaß. So der Plan, in der Praxis habe ich stundenlang den Mono ausgespült und mir beim Versuch, die nicht verstopften Stellen zu nutzen ordentlich die Pfoten verbrannt.

Egal, jetzt ist es drin im Faß. Immerhin 29l, immerhin unter 30 Grad, alles nicht so richtig befriedigend. Aber eine 24er-Platobombe, das war das Ziel. Mein Kühlwasser ist zu dieser Jahreszeit 16 Grad warm, müßte trotzdem besser gehen. Aber nur 11h für einen Doppelsud statt 13h für nur einen wie letztes Mal.

Morgen früh kommen zwei teure Smack Packs Irish Ale rein. Hefe vermehren kann ich auch noch nicht. Aber ich werde dabei die iSpindel eines Braukollegen kalibrieren. Meine bleiben weiterhin unkalibriert. Bringt mir nichts.

Gute Nacht
g

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#36

Beitrag von Lardaq23 » Donnerstag 22. November 2018, 07:15

Guten Morgen,

mal eine doofe Anfängerfrage - ich finde aber leider keine Antwort: Die Hafer- und Gerstenflocken müssen aber nicht zusätzlich geschrotet werden, oder? Verkleistert habt Ihr für das Rezept auch nicht, korrrekt?

vielen Dank und viele Grüße

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#37

Beitrag von CastleBravo » Donnerstag 22. November 2018, 07:34

Kannst direkt so verwenden, wie sie sind.
Viele Grüße

Lardaq23
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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#38

Beitrag von Lardaq23 » Donnerstag 22. November 2018, 07:35

Super Danke, dann werde ich mich am Wochenende mal dran versuchen :)

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Re: Imperial Stout - diesmal ohne Oma

#39

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 22. November 2018, 11:35

Lardaq23 hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 07:15
mal eine doofe Anfängerfrage - ich finde aber leider keine Antwort: Die Hafer- und Gerstenflocken müssen aber nicht zusätzlich geschrotet werden, oder? Verkleistert habt Ihr für das Rezept auch nicht, korrrekt?
Flocken sind dadurch dass sie mit Temperatur und Druck zu Flocken verarbeitet wurden immer vorverkleistert, kann man sich gut merken :)

Beste Grüße,
Alex
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