1. Sud - Urlaub auf Balkonien

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Malzknecht
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1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#1

Beitrag von Malzknecht » Freitag 16. Juni 2017, 00:56

Hey Leute,
nachdem ich nun selber Stunden lang die schönen Braudokus gestöbert habe, folgt hier mein eigener Beitrag. Heute war es endlich soweit. Eigentlich war der Brautermin erst Freitag geplant, aber das Wetter war heute einfach tauglicher :Smile

Der heutige Sud war auch gleichzeitig mein 1. Sud. Deshalb war ich vorher sehr aufgeregt und bin jetzt am Ende des Tages auch ziemlich kaputt. Nun aber zum Rezept:

Das Rezept kommt von MMuM. Ich habe die Ausschlagmenge auf 14l reduziert und es an meinen 4,3% Hopfen angepasst. Daher die folgenden Werte:

Code: Alles auswählen

SW: 13°P

Hauptguss: 14 L
Nachguss: 10 ½ L
Gesamt: 25 L


Pilsener: 880 g (25%)
Weizen Hell: 1.75 kg (50%)
Wiener: 880 g (25%)
Gesamt: 3.51 kg


Einmaischen: 57 °C
1.Rast: 55 °C für 15 min
2.Rast: 62 °C für 50 min
3.Rast: 72 °C für 20 min
Abmaischen: 78 °C


Würzekochzeit: 90 min
Saphir: 15 g, 90 min
Saphir: 8 g, 15 min
Saphir Wirlpool: 7 g, 0 min 


Wyeast 3068
Außentemperatur heute Mittag: 29°C :Ahh Etwas warm, aber noch OK. Musste zwischendurch die Hendi in den Schatten rücken, da schon komische Töne aus ihr heraus kamen.

Zunächst einmal mein Equipment. Kocher für Nachguss, Waage, Jod, ..., und ganz wichtig: Das Braubuch zur Dokumentation sämtlicher Schritte :thumbup
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Hendi, 37l Pfanne , Gäreimer und Zutaten. Handschuhe habe ich vorsichtshalber mal daneben gelegt.
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Los geht's. Hier ist schon eingemaischt. Hendi aus, um die 1. Rast-Temperatur bei 55°C zu erreichen. (Ist schon etwas komisch gewesen erst auf 57°C einzumaischen und dann direkt wieder 2°C fallen lassen) Da ich die Hendi das erste Mal genutzt habe, ist mir direkt ein Fehler passiert. Die heizt ja wie verrückt. Als ich bei 54°C war, Hendi an, und dann schoss die Temperatur auf 58°C hoch :Waa . Von nun an nur mäßig am Rad drehen.
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Nachguss schon einmal vorbereitet. Etwas zu früh. Beim nächsten Mal reicht es wahrscheinlich erst gegen Ende des Maischens.
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Die Nachbarn lagen alle im Garten am Sonnen und Baden und ich stehe da oben am Brauen :thumbsup Man muss halt Prioritäten setzen :Bigsmile
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Jod-Probe OK, Abgemaischt bei 78°C. Läutern dann wieder im Haus. Die Sonne war einfach zu stark heute gegen Mittags.
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Mit dem Messbecher die Maische in den vorbereiteten Läutereimer mit Strainbuddy umfüllen.
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Dann folgte die 20m Läuterruhe. In der Zeit konnte ich schon einmal den Hopfen auswiegen und portionieren.
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Die ersten 4 Liter waren Trüb, aber dann wurde es klarer. Immer schön auf einen Tupper-Deckel gießen, damit nichts aufwirbelt.
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Dann Hahn auf. Komischerweise schoss die Würze anfangs total schnell und es bildeten sich diese Bläschen. Wenig später lief dann aber alles langsam und (ich denke) normal. (Ich weiß, dass an dieser Stelle das Sieb normalerweise nicht zum Einsatz kommt. Ich wollte aber auf Nummer sicher gehen bei meinem ersten Sud und habe es als keinen Nachteil empfunden :Greets )
Beim Läutern habe ich 3x mit Refrakto gemessen (Probe vorher auf ~20°C abgekühlt).
1. Messung: 16°P
2. Messung: 13,1°P
3. Messung 12,2°P
Nachdem ich 12,2°P erreicht hatte, dachte ich mir, dass beim Kochen ja Wasser entzogen wird. Kurz gegooglet und dann entschieden abzubrechen, da die SW auf ca 13°P ansteigt beim Kochen. (Laut irgendeinem Thread, den ich auf die Schnelle entdeckt hatte). Außerdem war der Nachguss auch schon durch und ich hatte schon sicherheitshalber 2 weitere Liter parallel erhitzt als Backup. Nach dem Läutern hatte ich ca 16 Liter in der Pfanne. Das kam mir in dem Moment normal vor, aber im Nachhinein war das glaube ich zu wenig. (wie auch die weiteren Schritte verdeutlichen)
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Leider war ich einmal kurz unachtsam und es ist mir kurz passiert, dass der Treber fast trocken lief. Um das zu verhindern, habe ich den Hahn zu gedreht um rechtzeitig einen Nachguss drauf zu gießen. Das war ein Fehler. Nachdem ich den Hahn öffnete Schoss die Würze wieder wie zu Beginn. So war innerhalb von wenigen Sekunden ein ganzer Liter durchgelaufen. Natürlich mit etwas Trub (was aber letztendlich dann doch nicht so schlimm war, meiner Meinung nach)
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Kochen beginnen. Treber habe ich entsorgt. Keine Zeit und Lust noch ein Brot zu backen :redhead
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Erste Hopfengabe direkt beim Kochen. Insg. 90m kochen
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Zweite Hopfengabe 15m vor Ende und vor der letzten Gabe, abkühlen lassen auf 80°C, dann Hopfen + Whirlpool
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Während des Kochens ist sehr viel verdampft. Nach 50m waren schon 2l weniger in der Pfanne. Ich habe mich deshalb dazu entschieden 1l Wasser in den Kochvorgang zu schütten. Mal schauen wie sich das auswirkt?! Auf jeden Fall hatte ich trotzdem am Ende nur 12,5L Ausschlagwürze in der Pfanne. Geplant war 14l. Ich vermute, dass ich beim Läutern mehr Nachguss hätte nutzen und die 12,2°P weiter senken müssen.
Natürlich wurde alles in der Zwischenzeit gereinigt und umgebaut. Daher konnte es nach 90m + 20m Whirlpool in den Gäreimer umgefüllt werden.
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Soo.. nachdem alles im Gäreimer war, folgende Werte:
Ausbeute: ~11L
SW: 15°P (Plan: 13°)
Verdünnung ausgerechnet: 1,7L abgekochtes Wasser. Ich habe erst einmal nur 1L genommen um zu schauen, wie es sich verhält.
Neue SW: 13,8°P. Dann gab ich noch einmal 400ml hinzu und erhielt 13,4°P. Damit habe ich mich zufrieden gegeben.

Somit ist mein Sud:
Menge: ~12,4L
SW: 13,4°P

Der Eimer kühlt jetzt über Nacht ab. Die Wyeast hatte ich gestern Abend schon aktiviert und sie ist aufgebläht. Morgen früh kommt die Würze in den Keller zum Gären bei 18,5°C und dann gebe ich die Hefe hinzu.


Ich bin echt einmal gespannt, ob das alles so funktioniert. Der Tag war sehr lange (von 9:15 Uhr bis 16-17 Uhr), aber es hat mir einen riesen Spaß gemacht. Ich bin froh, dass ich eure Unterstützung hatte. Sowohl durch die vielen Threads, aber auch die guten und schnellen Antworten in meinen eigenen Threads.

Viele Grüße
Malzknecht
Als nächstes werde ich von der Gärung berichten.
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#2

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 16. Juni 2017, 01:45

Du hast das läutern zu früh abgebrochen und damit viel Extrakt im Treber verschenkt.
Ruhig auch 2-3% Extrakt weiter läutern oder wenn Pfanne voll ist abbrechen.

Beim ersten Sud klappt das halt alles noch nicht so optimal, das geht jedem so.

P.S.: Ach ja, was die Mengen angeht hast du da noch vie Platz nach oben. Da ist ja nix drin in dem Topf :Greets
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#3

Beitrag von s3b0 » Freitag 16. Juni 2017, 07:45

Schöne Doku, danke dafür! :thumbup

Ich hätte trotzdem einen Verbesserungsvorschlag:

Vermeide die hohe Wassersäule beim Läutern, die durch den Silikonschlauch entsteht.
Durch diese Wassersäule entsteht ein Sog, der einen Unterdruck unter dem Läuterblech entstehen lässt.
Dadurch verdichtet sich der Treber, was man auf diesem Foto schön sehen kann (man sieht die Wandung des Eimers, der Treber hat sich mittig in zylindrischer Form zusammengezogen). Den selben Effekt hatte ich damals auch mal, als ich meinte, das Läutern mit langem Silikonschlauch und in Rekordtempo durchführen zu müssen.

Weiter so!

Stell doch dann mal ein Foto vom Endprodukt in die Doku! :Drink
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#4

Beitrag von Beerbrouer » Freitag 16. Juni 2017, 10:19

Das war dein erster Sud? Respekt! Vor allem deine Ausrüstung. Da war ich vor zehn Jahren deutlich rudimentärer davor... Da gab es noch Stoffwindeln :redhead .

Auch von mir ein Tipp: diesen Plastikeimer mit dem Plastikhahn würde ich möglichstbald durch was besseres ersetzen. Wenn du da heiß reinläuterst, wird der bald undicht. Die sind für solche Temperaturen einfach nicht gemacht. Und dann vielleicht noch ein Kühler aus Edelstahl-Wellrohr. Das kostet nicht die Welt, und du bist auf der sicheren Seite beim Kühlen.

Gruß

Gerald
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#5

Beitrag von heinrich2012 » Freitag 16. Juni 2017, 10:50

Hallo,

ich finde die Doku auch prima. Viele Sachen laufen schon gut.
Das mit dem Nachguss, dem Läutern bis 3P und dem Kochverlust ist auch nicht so schwer.

Ich notiere mir immer die Läutermenge und Stammwürze (mehrere Eimer, immer 15 Liter, unterschiedliche Stw.)
Ich kann dann die Stammwürze in der Pfanne errechnen, z.B. (16+14+12)/3 = 14

Ich fülle nur in Summe so viele Läutereimer in die Pfanne, dass ich nah an der Zielstammwürze bin.

Hätte mein letzter Eimer nur 3P würde ich damit z.B. beim Kochen die Verluste auffüllen.

Weiter viel Erfolg

Klaus

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#6

Beitrag von Malzknecht » Freitag 16. Juni 2017, 12:55

Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 01:45
Du hast das läutern zu früh abgebrochen und damit viel Extrakt im Treber verschenkt.
Ruhig auch 2-3% Extrakt weiter läutern oder wenn Pfanne voll ist abbrechen.

Beim ersten Sud klappt das halt alles noch nicht so optimal, das geht jedem so.

P.S.: Ach ja, was die Mengen angeht hast du da noch vie Platz nach oben. Da ist ja nix drin in dem Topf :Greets
2-3% Extrakt Glattwasser? Oder solange, bis die Gesamtwürze in der Pfanne 2-3% hat? :Shocked Letzteres kann ich mir irgendwie kaum vorstellen. Aber du hast Recht. Beim nächsten Mal werde ich sicher mehr als nur 10L brauen.

s3b0 hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 07:45
Vermeide die hohe Wassersäule beim Läutern, die durch den Silikonschlauch entsteht.
Durch diese Wassersäule entsteht ein Sog, der einen Unterdruck unter dem Läuterblech entstehen lässt.
Dadurch verdichtet sich der Treber, was man auf diesem Foto schön sehen kann (man sieht die Wandung des Eimers, der Treber hat sich mittig in zylindrischer Form zusammengezogen).
Danke für den Tipp. Das mit dem Schlauch habe ich schon häufiger hier gelesen. Kann das vielleicht damit zusammen hängen, dass ich anstatt des Blechs oder Hexe den Strainbudy habe, der nur an einer Seite angebaut ist? :Grübel

Beerbrouer hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 10:19
diesen Plastikeimer mit dem Plastikhahn würde ich möglichstbald durch was besseres ersetzen. Wenn du da heiß reinläuterst, wird der bald undicht. Die sind für solche Temperaturen einfach nicht gemacht. Und dann vielleicht noch ein Kühler aus Edelstahl-Wellrohr. Das kostet nicht die Welt, und du bist auf der sicheren Seite beim Kühlen.
Vielen Dank! :Smile Sicher werde ich meine Ausrüstung in Zukunft noch verbessern. Ich hoffe der hält aber erst einmal noch 1-2 Sude aus, bis ich wieder neues Budget von meiner Regierung für das Hobby bekomme :Wink

heinrich2012 hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 10:50
Ich notiere mir immer die Läutermenge und Stammwürze (mehrere Eimer, immer 15 Liter, unterschiedliche Stw.)
Ich kann dann die Stammwürze in der Pfanne errechnen, z.B. (16+14+12)/3 = 14
Klaus, dein Tipp ist auch super. Das werde ich mal im Hinterkopf behalten, wenn ich mal größere Sude anstelle. Vielleicht eine tolle Alternative.


@Alle:
Um es besser zu verstehen, einmal ganz salopp gefragt: Wie könnten die von euch gefundenen Fehler mein Bier beeinflussen? Ich meine, am Ende habe ich ja jetzt in etwa meine Würzemenge und Stammwürze erreicht. Ich habe zwar den Treber nicht gut ausgewaschen, aber das bedeutet, dass mein Bier einfach nur teurer wird, oder?
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#7

Beitrag von s3b0 » Freitag 16. Juni 2017, 13:19

Danke für den Tipp. Das mit dem Schlauch habe ich schon häufiger hier gelesen. Kann das vielleicht damit zusammen hängen, dass ich anstatt des Blechs oder Hexe den Strainbudy habe, der nur an einer Seite angebaut ist? :Grübel
Mit dem Strainbudy sollte das genauso funktionieren.

Lies Dir mal das hier durch: http://braumagazin.de/article/laeutertechnik/

Wenn Du den Silikonschlauch kürzt, verringerst Du zwar die Wassersäule aber die Würze plätschert beim Läutern in das nächste Gefäß. Plätschern bedeutet Sauerstoffeintrag (ist schlecht, da Oxidation).

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#8

Beitrag von gulp » Freitag 16. Juni 2017, 14:21

Malzknecht hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 12:55
Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 01:45
Du hast das läutern zu früh abgebrochen und damit viel Extrakt im Treber verschenkt.
Ruhig auch 2-3% Extrakt weiter läutern oder wenn Pfanne voll ist abbrechen.

Beim ersten Sud klappt das halt alles noch nicht so optimal, das geht jedem so.

P.S.: Ach ja, was die Mengen angeht hast du da noch vie Platz nach oben. Da ist ja nix drin in dem Topf :Greets
2-3% Extrakt Glattwasser? Oder solange, bis die Gesamtwürze in der Pfanne 2-3% hat? :Shocked Letzteres kann ich mir irgendwie kaum vorstellen. Aber du hast Recht. Beim nächsten Mal werde ich sicher mehr als nur 10L brauen.
Wichtig ist der Wert des Pfannevollvolumens. Schau mal hier: http://stixbraeu.de/tipps-und-tricks/st ... einstellen.

Gruß
Peter
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https://biergrantler.de
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#9

Beitrag von Malzknecht » Sonntag 18. Juni 2017, 18:37

s3b0 hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 13:19
Danke für den Tipp. Das mit dem Schlauch habe ich schon häufiger hier gelesen. Kann das vielleicht damit zusammen hängen, dass ich anstatt des Blechs oder Hexe den Strainbudy habe, der nur an einer Seite angebaut ist? :Grübel
Mit dem Strainbudy sollte das genauso funktionieren.

Lies Dir mal das hier durch: http://braumagazin.de/article/laeutertechnik/

Wenn Du den Silikonschlauch kürzt, verringerst Du zwar die Wassersäule aber die Würze plätschert beim Läutern in das nächste Gefäß. Plätschern bedeutet Sauerstoffeintrag (ist schlecht, da Oxidation).
Genialer Link. Hatte jetzt mal Zeit den Artikel anzulesen. Die Seite kannte ich noch nicht. :thumbup

Übrigens: Die Hauptgärung hat am Freitag 6 Stunden nach Injektion gestartet und es ist immer noch schön viel Schaum auf der Oberfläche. Jetzt lasse ich alles verschlossen erst einmal bis zur ersten Messung am Mittwoch stehen.
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#10

Beitrag von Ursus007 » Montag 19. Juni 2017, 10:00

Moin,

schöne Doku, ich hatte auch am Do. meinen Fichtenfips-Brautag (siehe Doku hier im Bereich).

Zwei Punkte möchte ich anmerken:

1.
Ich hatte früher meine Nachgüsse auch auf einen Tupperdeckel geschüttet. Ja, besser, als direkt reinzuplätschern. Aber auch nicht optimal. Ich hatte damit auch den Malzblock in der Mitte des Eimers und am Eimerrand bildete sich ich ein Kanal. Ich könnte mir vorstellen, dass der Strudel, den der Nachguß bildet, wenn er über den Tupperdeckelrand fließt, diese Kanalbildung begünstigt.

Ich habe mir daher eine Plastikflasche in der Mitte aufgeschnitten, in den Boden kleine Löcher gestochen und hänge diesen Nachgießer/Anschwänzer jetzt mittig über den Läutereimer. Seit dem hab ich die Eimerrandkanäle nicht mehr.
Anschwaenzer_k.jpg

2.
Das mit dem Sog kann man vermeiden, in dem man am Läuterhahn den Schlauch kürzt (oder ganz weg lässt) und einen Trichter knapp unter den Kurzschlauch/Hahn hängt, an dem dann der lange Schlauch angebracht ist, durch die die Würze in den Eimer plätscherfrei fließen kann.

Noch was:
Malzknecht hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 12:55
2-3% Extrakt Glattwasser? Oder solange, bis die Gesamtwürze in der Pfanne 2-3% hat? :Shocked Letzteres kann ich mir irgendwie kaum vorstellen.
Hier ist 2...3% Glattwassergehalt gemeint. Bei 2...3% in der Würzepfanne müsstest Du ja extrem viel Wasser verkochen, um auf deine angepeilte STW zu kommen. Bei Läuterbeginn hast Du ja, wie gemessen 16°P, am Ende 2...3, und so ergibt dann die gesamte zu kochende Würze um die 12°P, die sich denn nach dem Kochen bei den angepeilten 13°P einpendeln würde. Ja, somit hast Du was verschenkt, das kannst Du aber bei den weiteren Suden dann optimieren.

Trotzdem: Fürs erste Mal gut gemacht. Wird sicher ein gutes Bier werden.

Ursus
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#11

Beitrag von Malzknecht » Montag 19. Juni 2017, 22:43

Hi Ursus,

hab deinen Fichtenfips gesehen. Sehr beeindruckend. Ich wusste gar nicht, dass sowas überhaupt so funktioniert :redhead

Auf jeden Fall danke für deine Tipps. Die Plastikflasche ist einfach und genial. Das werde ich beim nächsten Mal ausprobieren. Im Läuter-Artikel vom Braumagazin habe ich das mit dem Trichter auch gelesen. Ich überlege gerade schon, in wie weit ich meine Läuterausrüstung verbessere. Vielleicht ein Thermoport + Trichter-Schlauch Ablauf Kombi :Waa Mal schauen :-)

Das Forum ist echt Gold Wert :thumbsup


Gruß
Malzknecht
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#12

Beitrag von Ursus007 » Dienstag 20. Juni 2017, 11:16

Malzknecht hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 22:43
Ich wusste gar nicht, dass sowas überhaupt so funktioniert :redhead
Weiß ich auch nicht, ist eine Premiere für mich. :Wink
Malzknecht hat geschrieben:
Montag 19. Juni 2017, 22:43
Das Forum ist echt Gold Wert :thumbsup
Auf jeden Fall!
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#13

Beitrag von Miicha » Dienstag 20. Juni 2017, 14:09

@s3b0:

Du stupst mich da aufe einen Denkfehler, den ich vielleicht noch habe:

In dem schönen Buch "yeast" von Chris White habe ich Folgendes gefunden:
IMG_1504.JPG
Daraus hätte ich bisher geschlossen, daß vor der Gärung Sauerstoffeintrag egal, wenn nicht sogar erwünscht ist, nachdem die Empfehlung der Autoren bei 8-10ppm O2 liegen, was ich mit unseren Methoden sicher nicht hinbekomme.

So, wo liegt jetzt mein Fehler?

Danke schonmal,

Micha.
Präzision ist genau genommen völlig daneben.

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#14

Beitrag von Malzknecht » Donnerstag 22. Juni 2017, 23:12

Vollständigkeitshalber schon mal die Werte der ersten Messung nach 5 Tagen:
StW. 13,5°P
Messung: 7,9 Brix. Nach Terrill:
71% SEVG
3.9°P SRE
5,2 Vol.%


Da geht doch bestimmt noch was :Wink Blubbert auch noch.
Ich habe glaube ich aber einen Fehler gemacht. Die Gärung habe ich bei meiner Zimmertemperatur bis 24°C begonnen und nun musste ich aufgrund der Hitzewelle 2 Tage nach Hefegabe bei 19°C im Keller weiter gären. Ich brauche unbedingt eine Gärführung. Das hin und her hier in der Dachgeschosswohnung macht mich verrückt. :puzz
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#15

Beitrag von tommes » Donnerstag 22. Juni 2017, 23:17

Malzknecht hat geschrieben:
Donnerstag 22. Juni 2017, 23:12
Ich brauche unbedingt eine Gärführung. Das hin und her hier in der Dachgeschosswohnung macht mich verrückt.
Billiger Kühlschrank (Gärgefäß muss reinpassen) + Inkbird 308 - da gärt es sich sowas von relaxed - UG, OG, Cold Crash - alles möglich.

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#16

Beitrag von Malzknecht » Montag 26. Juni 2017, 17:04

Hi Leute,
ich brauche einmal euren Rat. Wie ihr seht, habe ich vor 4 Tagen das erste Mal gemessen und 7,9 Brix gemessen. Jetzt 4 Tage später wieder 7,9 Brix.
Also:
StW. 13,5°P
Messung: 7,9 Brix
71% SEVG
3.9°P SRE
5,2 Vol.%

Das würde bedeuten, dass die HG spätestens nach 5 Tagen (1. Messung) durch war. Laut Theorie würde ich jetzt abfüllen und mit Manometer den Druck kontrollieren. Allerdings wurdert es mich, dass bei 71% SEVG zuende ist. Deshalb eine Frage:
In dem Rezept (https://www.maischemalzundmehr.de/index ... faenger=ja) steht "Endvergärungsgrad: 4,5%". Meine Rechnung war: (13,5-4,5)*100/13,5 = 67% SEVG.
Bei der Hefe steht 73-77% SEVG. Das ist aber bestimmt auch nur ein Richtwert, oder? https://www.hobbybrauerversand.de/Wyeas ... -Activator
Meine Vermutung: Längere Maltoserast, oder wegen der höheren StW. und/oder wegen der verschiedenen Hefesorten, die man im Rezept nutzen kann?
Ich bin mir bewusst, dass eine Punktlandung als Anfänger nicht möglich ist, aber ich würde es gerne verstehen.

VG
Malzknecht
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#17

Beitrag von Malzknecht » Sonntag 9. Juli 2017, 21:48

2017-07-09 21.02.03.jpg
Kurzes Update: Heute ist die Nachgärung endlich durch. Ich lasse alles noch 3-4 Tage bei 19 Grad ruhen, dann stelle ich die Flaschen für 2 weitere Wochen in den Kühlschrank. Aber ich konnte es mir nicht verkneifen heute schon zu probieren. :redhead

Ergebnis: Top! Ich bin sehr mit meinen ersten Bier zufrieden. Bananen-Aromen wurden auch von meiner Freundin erkannt und auch geschmacklich spricht es uns beiden an. Mich würde es ehrlich gesagt wundern, wenn das Bier durch die Reifung noch besser wird. Vielleicht ein wenig überkarbonisiert und ich glaube ich bilde mir einen stärker betonten Alkoholgeschmack am Gaumen ein. Wie auch immer, ich bin echt überrascht, dass es so gut geworden ist. :thumbsup

Danke für die Hilfe!

Malzknecht
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#18

Beitrag von coyote77 » Montag 10. Juli 2017, 07:55

Hallo!
Tolle Doku und Glückwunsch zu Deinem Bier! :Drink
So wie ich das verstanden habe sind Endvergärungsgrade etc nur Richtwerte. Mit unseren Hobbybrauergeräten kriegen wir auch nur sehr grobe Messergebnisse. Außerdem ist das jeweils von den Gegebenheiten abhängig (Stammwürze, Gärverlauf, ph-Wert etc). Ich habe mir angewöhnt, OG-Biere etwa 10-12Tage in Ruhe zu lassen und dann eine erste Messung zu machen. Hat sich dann 3 Tage später nichts verändert und passt der Wert einigermaßen, fülle ich ab.
Dass dein Bier überkarbonisiert ist könnte darauf hinweisen, dass du etwas zu früh abgefüllt hast.

@Micha: Sauerstoffzufuhr ist immer zu vermeiden, sowohl im Heiß- als auch im Kaltbereich. Lediglich unmittelbar nach Hefezugabe ist Sauerstoff nötig. Wenn man OG-Trockenhefe nutzt, ist laut einigen hier nicht mal dann Belüftung nötig. Ich ziehe mit einem gereinigten Schöpflöffel auf, bis die Oberfläche Blase hat.

Grüße,
Andreas
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

Valle
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Re: Erste Versuche - Ergebnis fraglich!

#19

Beitrag von Valle » Montag 10. Juli 2017, 17:17

Hallo zusammen!

Nun melde ich mich doch auch mal zu Wort zum goldenen Thema: Bier selber brauen.
Ich lese seit einiger Zeit hier im Forum mit und habe mich auch schon mit meinen Mittel am Brauen versucht.

Aktuell trinke ich meinen 3. Sud. Es hätte ein Pale Ale werden sollen.
Kurze Info zu meinem Rezept:
- 5kg Pale Ale
- 1,3kg CaraPils
-0,5kg Haferfloken (Für die Schaumbildung)
- 27,5g Tettnanger Aromahopfen (3%)
-27,5g Mandarina (Alpha 7,3%)
-Hefe: Nottingham Ale (11g)

Mein Vorgehen schaute folgendermaßen aus:
- Einmeischen bei 54C
- Kombirast bei 67C für 60min
-Abmeischen bei 78C 10min
-Nachguss: 7,4l
-Hopfenkochen (Tettnanger 60min, Mandarina 10min)

Anschließend in einem Kunststofffass vergoren und dann mit Zugabe von etwas Zucker in Flaschen abgefüllt.

Nun zu meinem Problem:
Das Bier hat eine sehr seltsame dunklen Braunton. Das hätte ich bei dem Malz so nicht erwartet. Positiv ist dass die Flaschengärung doch eine angenehme Kohlensäure gebracht hat.
Außerdem schmeckt das Bier sehr stark nach Hefe und der Hopfen kann man eigentlich nicht schmecken.

Nun ist guter Rat teuer. Was habe ich bei meinem Pale Ale falsch gemacht, oder was kann ich besser machen?

Um einen guten Rate wäre ich sehr dankbar, den so schnell lasse ich mich nicht entmutigen.

Grüße Valle

Optisch ist es einfach nicht der Hit:
IMG_2063.JPG

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Re: Erste Versuche - Ergebnis fraglich!

#20

Beitrag von Malzknecht » Montag 10. Juli 2017, 18:05

Valle hat geschrieben:
Montag 10. Juli 2017, 17:17
Hallo zusammen!

Nun melde ich mich doch auch mal zu Wort zum goldenen Thema: Bier selber brauen.
Ich lese seit einiger Zeit hier im Forum mit und habe mich auch schon mit meinen Mittel am Brauen versucht.

Aktuell trinke ich meinen 3. Sud. Es hätte ein Pale Ale werden sollen.
Kurze Info zu meinem Rezept:
- 5kg Pale Ale
- 1,3kg CaraPils
-0,5kg Haferfloken (Für die Schaumbildung)
- 27,5g Tettnanger Aromahopfen (3%)
-27,5g Mandarina (Alpha 7,3%)
-Hefe: Nottingham Ale (11g)

Mein Vorgehen schaute folgendermaßen aus:
- Einmeischen bei 54C
- Kombirast bei 67C für 60min
-Abmeischen bei 78C 10min
-Nachguss: 7,4l
-Hopfenkochen (Tettnanger 60min, Mandarina 10min)

Anschließend in einem Kunststofffass vergoren und dann mit Zugabe von etwas Zucker in Flaschen abgefüllt.

Nun zu meinem Problem:
Das Bier hat eine sehr seltsame dunklen Braunton. Das hätte ich bei dem Malz so nicht erwartet. Positiv ist dass die Flaschengärung doch eine angenehme Kohlensäure gebracht hat.
Außerdem schmeckt das Bier sehr stark nach Hefe und der Hopfen kann man eigentlich nicht schmecken.

Nun ist guter Rat teuer. Was habe ich bei meinem Pale Ale falsch gemacht, oder was kann ich besser machen?

Um einen guten Rate wäre ich sehr dankbar, den so schnell lasse ich mich nicht entmutigen.

Grüße Valle

Optisch ist es einfach nicht der Hit:

IMG_2063.JPG

Hi,
ich kann dir da leider nicht helfen. Aber vielleicht postest du deinen Beitrag mal in einen Haupt-Thread. Hier in meiner Braudoku gucken wahrscheinlich zu wenige rein. (Außdem ist es eh Offtopic :P )

Gruß
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#21

Beitrag von gulp » Montag 10. Juli 2017, 18:36

Hallo zusammen!

Nun melde ich mich doch auch mal zu Wort zum goldenen Thema: Bier selber brauen.
Immer gerne, nur nicht durch Thread kapern. Mach bitte was eigenes auf! :Greets

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

Valle
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#22

Beitrag von Valle » Dienstag 11. Juli 2017, 20:00

gulp hat geschrieben:
Montag 10. Juli 2017, 18:36
Hallo zusammen!

Nun melde ich mich doch auch mal zu Wort zum goldenen Thema: Bier selber brauen.
Immer gerne, nur nicht durch Thread kapern. Mach bitte was eigenes auf! :Greets

Gruß
Peter
Hallo Peter

War nicht meine Absicht diesen thread zu kapern. Ich werde ein eigenes Thema aufmachen.
Vielen Dank für deinen Hinweis

Grüße Valle

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#23

Beitrag von Malzknecht » Samstag 15. Juli 2017, 12:58

Alt-Phex hat geschrieben:
Freitag 16. Juni 2017, 01:45
Du hast das läutern zu früh abgebrochen und damit viel Extrakt im Treber verschenkt.
Ruhig auch 2-3% Extrakt weiter läutern oder wenn Pfanne voll ist abbrechen.

Beim ersten Sud klappt das halt alles noch nicht so optimal, das geht jedem so.

P.S.: Ach ja, was die Mengen angeht hast du da noch vie Platz nach oben. Da ist ja nix drin in dem Topf :Greets
Hi, ich habe inzwischen meinen 2. Sud gebraut und deinen Tipp berücksichtigt.
Auch dieses Mal war beim Läutern der Nachguss längst aufgebraucht und ich hatte noch 5-6°P Nachlauf. Die Pfanne war noch nicht voll und meine SW von 13°P in der Pfanne war auch noch deutlich über dem Zielwert von 10°P. (Im kbh deshalb gleich mal die Ausbeute erhöht für den nächsten Sud)
Deshalb habe ich einfach neuen Nachguss erhitzt und solange geläutert, bis die Pfanne voll war. Dadurch habe ich ja die geplante Ausschlagwürze erhöht, da ich ja trotzdem gleichviel verkoche. Frage: War es richtig, dass ich die Hopfengaben entsprechend der neuen Ausschlagwürze erhöht habe? In dem Moment war es mir zu stressig auch noch im Forum nachzufragen und habe mich deshalb dazu entschieden, das Rezept neu zu berechnen und die Hopfengaben zu erhöhen. Ich dachte mir: Mehr Flüssigkeit, also mehr Hopfen. :Grübel
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#24

Beitrag von Chrissi_Chris » Samstag 15. Juli 2017, 13:14

Ja, die Hopfengaben / Mengen musst du dann der neuen Gesamtmenge anpassen wenn du mehr Nachguss gegeben hast als erstmali berechnet, das hast du richtig gemacht :thumbup

LG Chris

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#25

Beitrag von Malzknecht » Dienstag 8. August 2017, 22:29

Jetzt sind inzwischen 5 Wochen Reifung rum. Da ich eigentlich nur am Wochenende und im Haushalt auch ganz alleine mein Bier trinke, dauert es etwas. Ich habe jetzt die Hälfte getrunken und habe bei jedem Bier den Eindruck, dass es anders schmeckt als die anderen. Am Anfang war es noch ... fruchtiger. Verändert sich der Geschmack tatsächlich so schnell, oder bilde ich mir da einfach was ein? oder können die Flaschen so oder so geschmacklich alle unterschiedlich sein?

VG
MK
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#26

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 9. August 2017, 01:43

Steht es denn warm oder ist es die ganze Zeit im Kühlschrank ?

Grundsätzlich reift unser unfiltriertes und nicht pasteurisiertes Bier immer weiter. Das hört auch nie auf.
Je wärmer desto schneller reift das Bier, was aber schnell in eine Alterung übergeht. Bier braucht Kälte.
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Re: 1. Sud - Urlaub auf Balkonien

#27

Beitrag von Malzknecht » Mittwoch 9. August 2017, 11:07

Mh eigentlich steht es die ganze Zeit im Kühlschrank. Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass man Weizenbier und stark gehopfte Biere schnell verzehren sollte, da die Aromen verschwinden. Die Frage ist halt nur "Was ist schnell verzehren"? ;-)
Viele Grüße,
Tobi

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