1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#1

Beitrag von Proximus » Sonntag 5. November 2017, 15:43

Als ich am 25.09.2016 Fichtenspitzen in meinen Sudkessel geworfen habe, waren mir die "Konsequenzen", die diese Tat haben sollte, nicht bewusst.

Das Resultat habe ich dann auf der Craftbeermesse in Mainz zum Wettbewerb eingerecht.
viewtopic.php?f=9&t=9835&p=180023
Ebenso unerwartet wie hocherfreut traf mich dann die Nachricht, dass die Jury meinen "Needlejuice" auf Platz 1 gevotet hat!

10 Monate später, am 23.09.2017 war es dann soweit. Dank Wendelin Quadt und Hans Wägner von Kuehn Kunz Rosen wurden in Mainz 1.500 Liter Needlejuice als Messe für die kommende Mainzer Craftbeermesse gebraut.

Hier ein paar Bilder vom Brautag.
Danke auch an Michael Hay für einige der Bilder, sowie die grundsätzliche "Möglichmachung" durch den Veransalter.

Schroten ...
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... viel Schroten
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Die (fast noch) nigelnagelneue 15HL Anlage (Kaspar Schulz) von KKR in Mainz - ein wundervolles Teil!
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Mal ein anderer Eindruck im Vgl. zum BM20 :Wink
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Ein Blick ins Schauglas, schon schön klar ... ein paar Spelzen und Keimline treiben noch in der Würze
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Austrebern ... auch hier ein "bisschen" mehr als üblich
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Hans nimmt eine Spindelprobe
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Der Chinook ist an der Reihe
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Ein Bruchteil der Fichtennadeln. Die genaue Kiloanzahl der Nadeln (und Sprossen) weiß ich gar micht mehr genau
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Aber alle grob durch den Handmixer zu schreddern war nicht in 10min erledigt. Der Mixer roch und klang am Ende sehr bemitleidenswert
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Ca. 1.525 Liter im Whirlpool warten auf die Fichtennadeln
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Die "Hop Rocket" wird heute eine "Needle Rocket". Vom Whirlpool durch die Rocket durch den PWT in den ZKG.
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Wir haben quasi "heißgefichtet". Man könnte so natürlich auch "kaltfichten" :thumbsup
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PS: Das Saubermachen war eine F*?%!-Arbeit

Die Würze ist mit 13,6°P im Gärtank angekommen. Die Hefe hat sie dort schon in Empfang genommen
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Ich glaube in den linken Tank kam der Needlejuice
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Ein Ausblick auf den Flaschenabfüller (Etikettierung in Aktion: siehe Video auf Facebook weiter unten)
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Ein Flaschenprototyp um die Etiketten zu begutachten
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Hinten oder "hinne" ... sacht mer bei uns
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Geiler Brautag, coole Jungs bei KRR, stolzer Hobbybrauer :Bigsmile
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Die lokale Presse war auch da:

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokale ... 203412.htm

https://merkurist.de/mainz/craftbeer-bi ... -zweck_GX6

Letzte Woche ging's dann in die Flasche:
https://www.facebook.com/hashtag/needle ... 2145320233

Ich hoffe ich sehe viele von Euch am 17./18.11. in Mainz auf der Messe auf einen "Needlejuice".

Beste Grüße
Heiko

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#2

Beitrag von docpsycho » Sonntag 5. November 2017, 18:15

Gude

und Glückwunsch Heiko. Schaut nach einer großartigen Erfahrung aus, für dieses Bier hast du das aber auch zu 100% verdient. Ich freue mich schon darauf es bei der Messe wieder kosten zu können.
Man sieht sich und bis zum 18.11.

Grüße, der Doc
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Die Brausportgruppe e.V. Rhein-Main

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#3

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 5. November 2017, 18:21

Da schließe ich mich gerne an. Ich durfte das Bier auf der Camba verkosten. Für mich das beste Bier auf dem Event.
Würde mir jemand ein Sixpack Richtung Norden schicken? :Wink
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#4

Beitrag von Kurt » Sonntag 5. November 2017, 20:05

Ich konnte das Bier bei Camba ebenfalls verkosten und der Sieg war hochverdient! Idee und Umsetzung sind beneidenswert gut gelungen - Respekt!

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#5

Beitrag von Blancblue » Sonntag 5. November 2017, 22:33

Schöne Doku und noch mal Glückwunsch zum Gewinn. Werde in Mainz mal proBieren.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#6

Beitrag von Boludo » Montag 6. November 2017, 06:42

Von mir auch Glückwunsch, tolle Aktion!
Hab das Bier bei Camba leider nicht probiert. :crying

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#7

Beitrag von Brauonkel » Montag 6. November 2017, 06:50

Herzlichen Glückwunsch und Danke für die schöne Doku!
Dann werde ich dem Lob zur Folge gerne mal ein Schlückchen auf der Craftbeer Messe Mainz zu mir nehmen ;-)
"In vino veritas - im Bier ist auch sowas..."

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#8

Beitrag von chaos-black » Montag 6. November 2017, 11:02

Das sieht doch mal nach einem gelungenen Brautag aus :) Klingt auch echt ziemlich interessant das Bier. Hast du die ganzen Nadeln dafür sammeln müssen oder wo habt ihr die her? Das könnte auch echt ein Haufen Arbeit sein :D
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#9

Beitrag von gulp » Montag 6. November 2017, 11:13

Coole Sache, da hat mal der Richtige gewonnen! Gratulation!

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#10

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 6. November 2017, 11:35

chaos-black hat geschrieben:
Montag 6. November 2017, 11:02
Das sieht doch mal nach einem gelungenen Brautag aus :) Klingt auch echt ziemlich interessant das Bier. Hast du die ganzen Nadeln dafür sammeln müssen oder wo habt ihr die her? Das könnte auch echt ein Haufen Arbeit sein :D
Heiko hat oben geschrieben, dass die Nadeln für den großen Sud gekauft wurden.

Ganz toll wäre es, wenn ihr eure Bezugsquellen posten würdet. Beim Googlen nach Fichtennadeln wird man von 1000 Produkten erschlagen, aber als Rohstoff findet man kaum etwas. :puzz

Ich habe inzwischen zwei Quellen aufgetan.

Ein Weihrauch-Shop, der getrocknete Fichtennadeln anbietet. Da bin ich mir nur nicht sicher, ob bei dem Produkt auf Lebensmittelkonformität geachtet wird:
https://www.incense-shop.net/epages/787 ... htennadeln

Regional rund um Hamburg:
Ein Weihnachtsbaumzüchter, kleine Mengen (gegen bisher unbekannten Preis) zum Selbstabholen. Cool ist, dass man Ende März zur Fichtenblüte hinfahren kann.

Der heimische Förster wird möglicherweise auch helfen können. Ggf. mit etwas Bestechungsabgaben vom Needlejuice. :Wink
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#11

Beitrag von Proximus » Montag 6. November 2017, 11:48

Moin zusammen,

danke für die Rückmeldungen. :redhead
Ja die Nadeln (und Sprossen) waren gekauft. Den Versandhändler weiß ich gerade nicht mehr, kann ich aber rausfinden.
Reiche ich nach ...

Für eine private Neuauflage hatte ich meine Zutaten aus der Herbathek:
https://www.herbathek.com/bio-heilkraeu ... htennadeln
https://www.herbathek.com/bio-heilkraeu ... ensprossen
Damit war ich sehr zufrieden.
Um das Ergebnis zu reproduzieren würde ich ein Verhältnis von 2/3 Nadeln zu 1/3 Sprossen empfehlen.

Das Ergebnis des Messe Needlejuice konnte ich leider noch nicht selbst probieren.
Aktuell hat mich ein Infekt von den Beinen geholt.

Beste Grüße
Heiko

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#12

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 6. November 2017, 12:12

Proximus hat geschrieben:
Montag 6. November 2017, 11:48
Aktuell hat mich ein Infekt von den Beinen geholt.
Trinke einen Needlejuice und danke für die Links. :Drink
Damit ist entschieden, was als nächstes gebraut wird. :Wink
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#13

Beitrag von Blancblue » Montag 6. November 2017, 12:28

Echt witzig, habe mir gerade mal Dein Rezept angeschaut. Ich habe noch von Juni Fichtenspitzen eingefroren, die ich ebenfalls für Fichten IPA verbrauen wollte und mein Rezept sieht sehr ähnlich aus - harzige Hopfen, Pilsner, MO, CaraAroma und ne englische Hefe. Werde ich nach Mainz mal brauen :-)
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#14

Beitrag von Proximus » Montag 6. November 2017, 13:05

Blancblue hat geschrieben:
Montag 6. November 2017, 12:28
... harzige Hopfen, Pilsner, MO, CaraAroma und ne englische Hefe. Werde ich nach Mainz mal brauen :-)
Ja das harmoniert grundsätzlich gut finde ich. 👍🏻

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#15

Beitrag von Proximus » Montag 6. November 2017, 15:42

Proximus hat geschrieben:
Montag 6. November 2017, 11:48
Den Versandhändler weiß ich gerade nicht mehr, kann ich aber rausfinden.
Reiche ich nach ...
http://www.kraeuterschulte.de

@Jens
Dann lass uns doch einen Tausch machen.
Ich schicke Dir einen Sixpack Needlejuice und Du lässt mich von Deinem Ergebnis kosten. :Wink

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#16

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 6. November 2017, 16:03

Bin dabei. Hast gleich eine PN :Bigsmile
Ich will das Rezept aber geringfügig modifizieren, weil mein Malzlager wirklich voll ist und ich momentan nicht noch mehr Sorten horten kann. Das MO ersetze ich durch Pale Malz und das BelgischCara durch Cara Hell (beides von Bestmalz). Nadeln und Sprossen habe ich gleich für 3 Sude bestellt. Sobald Platz in den Malzkisten ist folgt noch ein Sud mit MO und den Weyermann Malzen.
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#17

Beitrag von DerDallmann » Montag 6. November 2017, 16:08

Hammer Aktion! :thumbsup

Fichtennadeln/sprossen fetzen. Hatte ich kürzlich in einem Weizen.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#18

Beitrag von afri » Montag 6. November 2017, 21:34

Warum hat sich Hopfen als Wurzung durchgesetzt, wenn doch der Fichtenspross so genial schmeckt/riecht?

Bitte nicht falsch verstehen, ich mag solcherlei Experimente gern und pfurze herzhaft aufs RHG, aber ich würd's gern verstehen.
Achim
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#19

Beitrag von haefner » Montag 6. November 2017, 22:14

afri hat geschrieben:
Montag 6. November 2017, 21:34
Warum hat sich Hopfen als Wurzung durchgesetzt, wenn doch der Fichtenspross so genial schmeckt/riecht?

Bitte nicht falsch verstehen, ich mag solcherlei Experimente gern und pfurze herzhaft aufs RHG, aber ich würd's gern verstehen.
Achim
Naja, da müßte man zum Vergleich erst mal ein Bier ganz ohne Hopfen brauen :Wink

Hier ist es ja nur ein Zusatz.


Danke für die geteilten Bilder und Eindrücke. Freue mich für Dich. Das Rezept macht mich jetzt noch neugieriger..

Gruß Micha

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#20

Beitrag von Proximus » Montag 6. November 2017, 22:15

Ist ja auch hier kein Konkurrent zum Hopfen, sondern eine Ergänzung. Insbesondere zu Hopfen wie Simcoe oder Chinook, die von Haus aus in sie harzige Richtung gehen.
Zudem weckt das waldige, nadelige, holzige (zumindest bei mir) unzählige, positive Assoziationen nach Natur, Wald, Spazierengehen, frisch geschnittenem Holz, ...
Warum also nicht diese beiden wundervollen Dinge mal verbinden.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#21

Beitrag von universam » Montag 6. November 2017, 22:26

@Proximus Ich bin schon extrem gespannt dein NJ auf der Messe Mainz zu probieren!
Wenn du todesmutig bist kann ich dir gerne auch von meinem Nachbrau mitbringen, habe allerdings den Hopfen durch Polaris ersetzt in der Hoffnung noch mehr „Wald“ rein zu bekommen - und er erschlägt mich schier der Nadelbaum!! :puzz

Wie lange hast du reifen lassen, vielleicht liegt da das Geheimnis? :Wink

Gruß Sam
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#22

Beitrag von Proximus » Montag 6. November 2017, 23:13

universam hat geschrieben:
Montag 6. November 2017, 22:26
@Proximus Ich bin schon extrem gespannt dein NJ auf der Messe Mainz zu probieren!
Wenn du todesmutig bist kann ich dir gerne auch von meinem Nachbrau mitbringen, habe allerdings den Hopfen durch Polaris ersetzt in der Hoffnung noch mehr „Wald“ rein zu bekommen - und er erschlägt mich schier der Nadelbaum!! :puzz

Wie lange hast du reifen lassen, vielleicht liegt da das Geheimnis? :Wink

Gruß Sam
Todesmutig sind wir doch alle ein Stück weit. :Wink
Würde mich sehr freuen, Deine Version zu probieren.
Die Reifezeit empfand ich als gar nicht so ausschlaggebend. Zwischen 6 Wochen und rund 3 Monaten hat sich "der Wald" wenig geändert. Das Bier darunter durchaus.

Ich glaube unterschiedliche Naden aus unterschiedlichen Regionen zu unterschiedlichen Jahreszeiten liefern ein großes Spektrum an Resultaten.
Auch der Sprossenanteil ist wichtig denke ich. Der liefert mehr das holzige-harzige.
Mit der o.g. erwähnten bestellten Ware war ich wie gesagt sehr zufrieden. Leider habe ich aktuell keinen Needlejuice mehr im Bestand. Den habe ich komplett bei der Camba ausgeschenkt. Die Version für die Messe wird sicherlich auch etwas vom "Ur-Sud" abweichen.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#23

Beitrag von Exedus » Mittwoch 15. November 2017, 09:33

Sehr coole Doku, vielen Dank fürs Teilhaben :thumbup

Das Rezept klingt aufjedenfall super interessant, werde ich direkt auch mal ausprobieren :Greets

Du gibst die Fichtennadeln / Sprossen zerkleinert bei 80°C in den Whirlpool und hälst die 80°C dann für 10 Minuten und kühlst dann direkt auf Anstelltemperatur oder wie genau bist Du bei deinem Homebrew original vorgegangen?

Und wie klappt das Hopfen, bzw. Fichten saihen? Gibts da auch noch nen Trick, dass der Auslaufhahn / das Monofilament nicht völlig zusetzen?
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#24

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 15. November 2017, 09:45

Moin Steven,
bei MMuM steht in den Anmerkungen zum Rezept:
Nachisomerisierungsdauer insgesamt 15 Minuten (mit den Fichtenspitzen, die bei Kochende in den Sudkessel kommen.)
Also kommt die Fichte nach meiner Auffassung direkt nach Flameout rein und wird 15 Minuten über 80°C gehalten.
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#25

Beitrag von Exedus » Mittwoch 15. November 2017, 09:49

Wer lesen kann... :redhead

Bleibt noch die Frage mit den Fichtennadeln, schwimmen die in der Würze oder legen die sich beim Kühlen auch wie Trub ab :Grübel

Hab ein wenig Angst, dass der 3/4" Auslaufhahn verstopft :Grübel
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#26

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 15. November 2017, 10:00

Ich glaube die Nadeln schwimmen recht lange oben. Wann willst du es brauen? Am 25.11. weiß ich mehr.
Kann eigentlich nicht schlimmer werden als die Pimentkörner und Nelken in meinem Pumpkin Ale. :-)
Falls der Hahn wieder verstopft wird von oben geschlaucht.
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#27

Beitrag von Exedus » Mittwoch 15. November 2017, 10:06

Ich werde es auch am 25. brauen :Greets
Meine Anlage

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#28

Beitrag von Neubierig » Mittwoch 15. November 2017, 10:06

Hi Heiko,

habe erst diesen Thread gesehen - sieht ja super aus, es freut mich, dass der Brautag Dir soviel Spaß gemacht hat! Ich fand dein Bier bei Camba als durchaus Gewinnberechtigt, und werde mir die Kuehn Kunz Rosen Flaschen hoffentlich im Laden irgendwo finden können ...

Kann leider nicht an der Messe dabei sein - muss nach England :-(

Cheers,

Keith
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#29

Beitrag von Proximus » Mittwoch 15. November 2017, 11:36

Exedus hat geschrieben:
Mittwoch 15. November 2017, 09:49
Wer lesen kann... :redhead

Bleibt noch die Frage mit den Fichtennadeln, schwimmen die in der Würze oder legen die sich beim Kühlen auch wie Trub ab :Grübel

Hab ein wenig Angst, dass der 3/4" Auslaufhahn verstopft :Grübel
Beim ersten Mal habe ich die Nadeln auch einfach und unbekümmert in Braumeister geworfen. Der Großteil setzt sich ab. Der Hahn war dann schnell dicht und das ganze Gebrösel ist mir dann auch bis in die Pumpe gesickert. Das war ziemlich ungeil :thumbdown . Beim zweiten Mal habe ich mich dann entschieden, Teebeutel für losen Tee zu verwenden. Das Ergebnis war das, was ich mit bei Camba hatte. Aromatisch prima und reinigungstechnisch viel besser. :Smile

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#30

Beitrag von Proximus » Mittwoch 15. November 2017, 11:37

Neubierig hat geschrieben:
Mittwoch 15. November 2017, 10:06
Hi Heiko,

[...]

Kann leider nicht an der Messe dabei sein - muss nach England :-(

Cheers,

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Hey Keith ... schade, dass Du nicht zur Messe da bist.
Viel Spaß auf der Insel :Greets

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#31

Beitrag von Exedus » Mittwoch 15. November 2017, 12:35

Ah, klasse :thumbup

Dann also noch Teebeutel besorgen :thumbsup
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

Steven

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#32

Beitrag von haefner » Mittwoch 15. November 2017, 12:56

Wollte das Bier am Montag nachbrauen. Leider scheint's nirgends mehr 100g Fichtensprossen zu geben :-(. Ich weiß schon, was ich im Frühling zu tun habe :Smile

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#33

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 15. November 2017, 16:38

Exedus hat geschrieben:
Mittwoch 15. November 2017, 12:35
Dann also noch Teebeutel besorgen :thumbsup
Ich probiere es mit einem Monofilamentfilter. Das ist im Endeffekt auch nur ein großes Teesieb, hat Luft nach oben und ist vor allem vorhanden.
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#34

Beitrag von Exedus » Mittwoch 15. November 2017, 16:56

Klasse Idee, wird direkt geklaut :Drink
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#35

Beitrag von Neubierig » Mittwoch 15. November 2017, 17:12

Hopfensäcke sollten auch gehen

Cheers,

Keith :-)
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#36

Beitrag von universam » Mittwoch 15. November 2017, 18:41

Ich habe ein Feinwäschenetz von DM für die Nadeln verwendet, die 200g sind garnicht so wenig! :Shocked
Stelle mir gerade vor ob man an Teebeuteln 100 oder doch mehr bräuchte :Wink

Was sehr gut geht ist eine Spaziergang im Wald mit einem eingepackten Referenzbild einer echten Fichte (falls man nicht so bewandert ist wie ich) und schneidet ein halbes Kilo Zweige oder so ab. Dann daheim in Ofen damit, bei 75 Grad für 30min waren die Nadeln so f.-trocken dass sie schon von alleine vom Stängel fielen.
Ach noch ein Tipp, die Stängel über Hundehöhe abschneiden :P
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#37

Beitrag von afri » Mittwoch 15. November 2017, 21:41

Nur mal ganz nebenbei, müsste das nicht richtiger Needlejuice Spruce Pale Ale heißen? Ich meine ja nur, wenn schon Englisch, dann doch bitte durchgehend.
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#38

Beitrag von Ursus007 » Donnerstag 16. November 2017, 11:05

universam hat geschrieben:
Mittwoch 15. November 2017, 18:41
... halbes Kilo Zweige oder so ab. Dann daheim in Ofen damit, bei 75 Grad für 30min waren die Nadeln so f.-trocken dass sie schon von alleine vom Stängel fielen.
Warum denn so eine Vergewaltigung? In den Nadeln sind doch ätherische Öle, die beim Erhitzen verfliegen. Würde ich nicht machen, die Aromen hätte ich lieber im Bier.

Die im Frühling gesammelten frischen Sprießer hab ich bei mir eingefroren. Mein "Fichtenfips" ist damit super geworden. Die bebilderte Braudoku von meiner Version gibt's auch genau hier in der Rubrik.

Ach ja: Ich hatte die Sprießer am Ästchen in die Würze geworfen, da haben sich die Nadlen auch nicht abgelöst. Und da diese am Ende oben schwammen, hab ich sie mir einem Sieb abgeschöpft und dann mit dem Seihen begonnen. So verstopft nichts ...

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#39

Beitrag von universam » Donnerstag 16. November 2017, 11:23

Ursus007 hat geschrieben:
Donnerstag 16. November 2017, 11:05
Warum denn so eine Vergewaltigung? In den Nadeln sind doch ätherische Öle, die beim Erhitzen verfliegen. Würde ich nicht machen, die Aromen hätte ich lieber im Bier.
Warum? Weil ich am gleichen Tag noch brauen wollte!
Hab jetzt ganz und gar nicht den Eindruck dass Aromen verflogen - aber klar wenn man die Zeit hat geht's auch schonender. :thumbup
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#40

Beitrag von Ursus007 » Donnerstag 16. November 2017, 11:39

Warum nicht in die Würze so, wie sie sind? Noch dazu, da sie sogar am selben Tag noch frisch sind? Das Trocknen zur Aufbewahrung hätte ich ja auch noch verstanden ...

Naja, jeder hat eben seine eigenen Gedanken und wenn das Resultat passt, stimmt auch das Vorgehen.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#41

Beitrag von universam » Donnerstag 16. November 2017, 11:44

Wenn das Rezept explizit getrocknet vorschreibt, unterstelle ich dass jemand mehr weiß als ich... Kann nicht abschätzen was der geschmackliche Unterschied von "grünen" Nadeln bewirkt, kannst du?
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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#42

Beitrag von Ursus007 » Donnerstag 16. November 2017, 11:57

Nein, kann ich sicher nicht. Kann mit aber schwer vorstellen, dass das blumig-waldig-harzige Aroma von frischen Nadeln, die man zwischen den Fingern zerreibt, unverändert auch in getrockneten erhalten bleibt.

Wenn ich die Möglichkeit habe, mit frischen Zutaten zu arbeiten, ist mir das liebe, als mit getrockneten und konservierten.

Ich nehme an, dass das Rezept davon ausgeht, dass nicht jeder immer Zugang zu frischen Nadeln hat und der Brauer die Zutaten im einschlägigen Handel bezieht. Und da sind sie nun mal getrocknet erhältlich wegen Haltbarkeit und ggf. Volumen und Gewicht. Ist ja ok so.

Nur ist eben meine Meinung, dass man diese Konservierungsmethode nicht anwenden muß, wenn man frische Zutaten hat und auch gleich verarbeiten kann. Anders wäre es, wenn man eine neue Qualität reinbringen wöllte (z.B. für nussiges, karamelliges Aroma beim Anrösten von Haferflocken). Sehe ich bei den Nadeln aber nicht.

Egal, wenn Du damit ein tolles Bier gemacht hast, hast Du ja alles richtig gemacht.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#43

Beitrag von Proximus » Donnerstag 16. November 2017, 21:16

Ich denke, dass das so ähnlich wie bei Frischhopfen vs. Hopfenpellets ist. Die Frischefacette fehlt vermutlich bei der getrockneten Variante, aber man müsste das mal wirklich gegenüber stellen. Ich habe noch keinen Vergleich, aber das ändern wir ja bald Ursus. :Smile
Darüber hinaus gibt es ja noch mehr Variablen in der Gleichung: Jahreszeit, Region, Böden, Klima, Fichtenart, Anteil Nadeln/Sprossen, ...

Ich denke zudem, dass schonendes Trocknen die ätherischen Öle größtenteils unangetastet lässt und eher der Wasser Anteil verringert wird. 75Grad scheint da ein akzeptabler Kompromiss. Vor Allem wenn’s schnell gehen muss. Schnell heißt immer Kompromiss.
Wir vergleichen hier vielleicht zwar nicht Àpfel mit Birnen, aber zumindest „Granny Smith“ mit „Jonagold“ 😉. (Bitte keine Kommentare von Hobbyapfelzüchtern hierzu.)
Was ich damit meine ... ich sehe hier keinen Königsweg sondern eher Variationen des Produkts. Mit der getrockneten Version habe ich es intuitiv versucht und war happy.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#44

Beitrag von Ursus007 » Freitag 17. November 2017, 09:46

Ich bin da ganz bei Dir, Heiko. Drum schrieb ich ja auch: Wenn - mit welcher Methode auch immer - ein gutes Bier draus wurde: Alles richtig gemacht!

Ein paar Variablen der Gleichung kann ich für meinen Fall konkretisieren:

Jahreszeit: Spätfrühling (Mai. Die ganz hellgrünen Spitzen hab ich gezupft.) Ich wurde sogar von Wanderern angesprochen, was ich da mache und wozu ich sie brauche. Die Überraschung war einigermaßen groß, als sie von der Zutat für Bier erfuhren.
Region: Alpen, Valepp, Nähe Spitzingsee
Klima: gemäßigtes Gebirgsklima
Fichtenart: Keine Ahnung (na, eben die mit den grünen Nadeln ;-) )
Anteil Sprossen/Nadeln: Die ganzen Spitzen, wo auch das Ästchen noch weich und grün war

Kann noch ergänzen, dass das frische, blumige Aroma der Sprossen mit der Zeit (Brautermin war vor 5 Monaten) abbaut, das harzige tritt im Abgang in den Vordergrund. Und im Vergleich zu Dir hatte ich ug vergoren.

Bin auch auf den Vergleich gespannt.

Mein nächstes Experiment: Zugabe von Douglasiennadeln. Beim Sammeln im Wald und Zerreiben zwischen den Fingern gab das ein sehr mandariniges Aroma.

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#45

Beitrag von Ursus007 » Montag 4. Dezember 2017, 10:36

So, hab jetzt das Originale Gewinnerbier geniessen dürfen. Muß sagen: Hut ab, sehr, sehr lecker!!

Viel intensiver und blumiger als meine Version, ist ja auch kein Wunder: Heiko hat 200g Fichtenzutat auf 20l im Rezept (bei MMuM) stehen, ich hatte 100g auf 24l. Ich werde das nächste Mal auch mehr wagen. Ich bin aber überrascht, diese blumige Frische aus den getrockneten Nadeln heraus zu bekommen, ich hätte genau diese Aromen eher den frischen Nadeln zugetraut. Auch die Harzigkeit ist gut eingebaut, ohne zu intensiv zu sein, sie stützt das ganze Geschmacksgerüst und rundet das Bier ab.

Den Rauchmalzanteil hab ich gar nicht wahrgenommen, da muß ich nochmal genau bei der 2. Flasche hinschmecken, naja, sind ja auch durch 2% Schüttungsanteil nur Nuancen. Aber wie gute Köche immer sagen: Wenn man schmeckt, was es ist, war‘s zuviel. Beim Rauchmalz definitiv nicht.
Was mich aber noch interessieren würde: Wie unterscheidet sich Dein Bier, gebraut bei Dir (20l), zu dem aus der Brauerei (1500l)?
Nochmal vielen Dank, ich finde das Bier genial, eben mal was anderes als die Standard-Rezepte. Und die besondere Zutat war sehr gut eingearbeitet, ein wahres Gewinnerbier!

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Re: 1.500 Liter Needlejuice Fichten Pale Ale

#46

Beitrag von Proximus » Montag 4. Dezember 2017, 19:57

Ursus007 hat geschrieben:
Montag 4. Dezember 2017, 10:36
Den Rauchmalzanteil hab ich gar nicht wahrgenommen, da muß ich nochmal genau bei der 2. Flasche hinschmecken, naja, sind ja auch durch 2% Schüttungsanteil nur Nuancen. Aber wie gute Köche immer sagen: Wenn man schmeckt, was es ist, war‘s zuviel. Beim Rauchmalz definitiv nicht.
Was mich aber noch interessieren würde: Wie unterscheidet sich Dein Bier, gebraut bei Dir (20l), zu dem aus der Brauerei (1500l)?
Genau „wenn man schmeckt, was es ist, war‘s zuviel“. Das ist genau die Devise. Habe das auch so sehr häufig von Braumeistern gehört und war selbst verwundert in welchen Bieren alles kleine Rauchmalzanteile drin sind.

Meine Version hatte etwas mehr Körper finde ich. Die Kuehn Kunz Rosen Version ist etwas schlanker geworden. Zudem kommt die Bittere im Bier aus dem großen Sud etwas knackiger daher. Kommt mir auch spürbar mehr vor als die anvisierten 36 Bittereinheiten. Die Würze war auch etwas länger im Whirlpool als geplant, weil wir etwas länger gebraucht haben, bis alle Nadeln zerkleinert in der Rocket waren.
Alles in Allem liegen die Versionen aber recht nah beieinander.

Gruß. Heiko

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