1. Sud Pale Ale

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Manuel_PI
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1. Sud Pale Ale

#1

Beitrag von Manuel_PI » Donnerstag 16. August 2018, 08:49

Hallo zusammen!
Zuerst möchte ich mich vorstellen - ich heiße Manuel, bin 45 und aus Niederösterreich... nachdem ich gerne Bier trinke, ich vor 2 Monaten die Idee hatte, das mal selbst zu versuchen, im Juli ein Brauseminar in Wien besucht habe und mich für eine Bielmeier Anlage entschieden habe, war es gestern soweit und ich hab meinen ersten Sud (nach dem leicht abgeänderten Rezept vom Brauseminar) gebastelt:

Hauptguss 16 l, Nachguss 15 l
Malzschüttung: 4,5 kg Wiener Malz + 0,5 kg Karamellmalz hell
Hopfenkochen: 20 g Chinook + 20 g Cascade
Hefe: Safale US-05
Hopfenstopfen: 35 g Chinook + 50 g Cascade
Ziel Stammwürze: 12,0° Plato
Alkohol Ziel: 5,0 % Vol
Bittere Ziel: 40 IBU

Am Vorabend bereits das Malz geschrotet:
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Alles vorbereitet:
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Einmaischen (Hauptguss 16 Liter):
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1. Jodprobe:
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25 min Eiweißrast bei 53°C, 45 min Maltoserast bei 63°C & 50 min Verzuckerungsrast bei 72°C, danach jodnormal:
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Danach Aufheizen auf 78 Grad, ca. 5 l vom Nachguss in den Läuterbottich (bis zum Sieb), danach Abläutern mit Trichter & Silikonschlauch:
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Nach Abkühlen der Probe auf ca. 20°C wurde die Stammwürze ermittelt (13,5 Grad):
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weitere 10 Liter Nachguss mit Kinder-Gießkanne über den Treber:
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80 min Hopfenkochen bei knapp über 99°C:
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Die erste Hopfengabe zu Beginn des Kochens mit 20 g Chinook:
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Das Hopfenseihen während des Hopfenkochens:
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2. und 3. Hopfengabe - nach 78 min 10 g Cascade und nach 80 min nochmals 10 g Cascade:
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Kurz abkühlen lassen und Whirlpool:
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Überführung der Würze in den Gärbottich durch einen abgekochten Maischesack:
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Trubkegel kommt zum Vorschein:
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1. Vom Whirlpool in den Swimmingpool - Kühlung auf ca. 30°C:
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2. Kühlung mit Gartenschlauchschlange und danach noch mit Wanne voll Eiswasser (nächste Anschaffung: Kühlspirale!):
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Rehydrierung der Hefe 'Safale US-05' mit ca. 110 ml abgekochtem, auf 30°C abgekühltem, Wasser:
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Platzierung des Gärbottichs im Weinkeller (ca. 21°C), Desinfizierung & Aufsetzen des mit Vodka gefüllten Gärspundes und letztendlich Zugabe der 30 min lang rehydrierten Hefe:
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Wenn die Hauptgärung beendet ist, möchte ich noch 7 Tage lang Hopfenstopfen (mit Hopfensack und abgekochten Glasmurmeln), danach Abfüllung in 0,5 l Bügelflaschen und Flaschengärung bei ca. 5°C für 10 Tage!

Ein paar Fragen haben sich für mich allerdings ergeben:

* Wie kann ich die Stammwürze und den Alkoholgehalt feststellen, wenn ich die Probe vor dem Nachguss genommen habe? :Waa
* Wann sollte die Gärung einsetzen? Ich hab gestern Abend gegen 18:00 Uhr die Hefe hinzugegeben (oben aufgegossen) und heute in der Früh tat sich noch immer nichts... :Shocked

Vielen Dank für Antworten sowie Tipps & Hinweise, was ich alles falsch gemacht hab..... :Smile

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Re: 1. Sud Pale Ale

#2

Beitrag von beercan » Donnerstag 16. August 2018, 09:07

Hallo Manuel,
die Stammwürze im Nachhinein zu bestimmen wird schwierig denke ich. Für wieviel Liter war das Rezept den ausgelegt? Wieviel Liter in etwa hattest du nach dem Läutern im Kessel?
Du kannst ja mal hier schauen http://www.brumas.com/wassergabe.html Evtl. hilft dir das ja etwas weiter.

Die Nachgärung in der Flasche musst du auch bei der selben Temperatur machen wie die Hauptgärung und das Ganze am besten mit einem Flaschenmanometer. Erst wenn die Nachgärung durch ist in die Kühlung.

Gruß Robert
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Re: 1. Sud Pale Ale

#3

Beitrag von Enfield » Donnerstag 16. August 2018, 09:15

Guten Morgen und herzlich Willkommen hier im Forum!

Sehr schöne Braudoku und für den ersten Sud gut gemacht!!!

Wie viel Liter Bier hast Du denn gebraut (von den Güssen würde ich auf 20 Liter tippen)? Je nachdem kann eine Tüte S-05 etwas wenig sein, da kann es schonmal 24 h dauern, bis sich im Gärspund was rührt. Aber keine Panik! Das wird schon.

Du hast die Vorderwürze gespindelt und nach dem Kochen nicht mehr? Die genaue Stammwürze hier festzustellen könnte schwierig werden.

Zum genauen Vorgehen:
jeder hat da so seine eigenen Methoden. Ich zum Beispiel stopfe immer ohne Hopfensäckchen, einfach rein mit den Pellets, die Reste sinken eh zu Boden - grade wenn man noch einen ColdCrash macht. So ist die Ausnutzung deutlich besser.
Genauso das Überführen der Würze in den Gärbottich. Da nehme ich nach dem Whirlpool nie einen Filter dazwischen. Aber das ist Geschmacksache. Was ich unbedingt empfehlen kann ist ein Würzekühler. Und Kühlen im Kochgefäß und dann erst in den Gärbottich, da sinkt noch jede Menge Heißtrub zu boden.
Gärspund mit Wodka füllen ist auch nicht notwendig.

Schöne Ausrüstung, gefällt mir übrigens sehr gut deine Anlage!

lg aus Oberösterreich!

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Re: 1. Sud Pale Ale

#4

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 16. August 2018, 09:20

Hallo Manuel und herzlich Willkommen bei diesem wunderschönen Hobby!
Viele Dinge die du da tust sehen sehr gut aus! Ich werd erstmal auf deine Fragen eingehen:

Zu deiner Frage zur Stammwürzemessung: Normalerweise misst man um mit der Messung nach der Gärung den Alkoholgehalt zu bestimmen die Stammwürze direkt vor Gärbeginn, also entweder aus dem Gärgefäß oder auf dem Weg dorthin nach dem Kochen. Messen vor den Nachgüssen ist eher unüblich, eigentlich wird mit einer Läuterspindel die Flüssigkeit die du durch das Läutern sammelst gemessen so dass du mit den Nachgüssen aufhören kannst wenn dein Zielextraktgehalt vor dem Kochen erreicht ist. Da du vor dem Kochen weißt wie lange du kochst (und im Idealfall die Verdampfungsrate deiner Anlage auch schon kennst) kannst du dann so auf deine Wunschstammwürze kommen. Für diesen Zweck gibt es extra Läuterspindeln die auf 70°C geeicht sind.

Zu deiner Frage zum Gärungseinsatz: Deine Gärung wird vermutlich relativ schnell starten, der aktuelle Zeitpunkt ist noch völlig im Rahmen. Hast du zur Kontrolle dein Gärgefäß geöffnet und auf Schauminseln untersucht? Oder hast du nur aufs Gärröhrchen geschaut? Beides hat seine Nachteile. Das Gärgefäß zu öffnen gibt bierschädlichen Mikroorganismen die Möglichkeit hineinzugelangen und sollte daher nur sehr vorsichtig und sehr selten passieren. Gerade Anfängern mangelt es oft an Geduld und wir hatten deswegen schon sehr viele Threads hier die Infektionen dokumentieren. Das Gärröhrchen hat insofern Nachteile als dass es kein zuverlässiger Indikator für die Gärung ist. Erstmal muss die Hefe ihren Stoffwechsel auf Anaerob umstellen und dann genug CO2 entstehen, dass er durchs Gärröhrchen entweicht. Und dann darf das Gärfaß keine Undichtigkeit am Deckel oder so aufweisen (was allerdings öfter mal vorkommt)
Übrigens: Dein Keller mit 21°C befindet sich am oberen Ende der problemlosen Temperaturen, bei der Gärung entsteht nämlich noch Wärme im Fass!

Hier noch ein paar Anstöße die ich dann noch erwähnen möchte:
-Deine geplante Nachgärung bei 5°C für 10 Tage würde zu schalem Bier führen. Die wenigsten Hefen arbeiten bei 5°C, du möchtest ja Kohlensäure haben, also gib der Hefe eine Temperatur bei der sie den Zucker umsetzen kann den du ihr dafür gibst (ich nehme einfach mal an dass du für die Nachgärung extra Zucker in die Flaschen vorlegst). Anschließend kannst du die Flaschen z.B. bei 5°C kalt lagern.

-Sehr gut gefallen mir deine Ansätze zum Kühlen! Sehr kreativ! :)

-Außerdem sehr gut dass du die Würze nach dem Kochen ordentlich ins Gärfass plätschern lässt. Direkt vor Gärbeginn ist der einzige Moment an dem Sauerstoffeintrag gewünscht ist da er der Hefe beim Vermehren bei Gärbeginn hilft.

- Hopfenseihen während des Hopfenkochens ist ungewöhnlich. Ich nehme an du schöpfst die Eiweiße oben ab? Das kann man sich eigentlich sparen.

-Außerdem ist eine Jodprobe direkt nach dem Einmaischen nicht nötig, es ist klar dass die Enzyme noch nicht alle Stärke aufgespalten haben. Ich nehme an wahrscheinlich hast du das aus Spaß gemacht um zu sehen wie es aussieht wenn es noch nicht so weit ist?

-Zum Spindeln ist es sinnvoll den Spindelzylinder abzustellen, damit man zuverlässiger ablesen kann. Aber womöglich hast du es auch nur fürs Foto hochgehalten.


Das wärs auch schon von meiner Seite. Im Großen und Ganzen sieht das sehr vielversprechend aus :) Viel Spaß mit deinem neuen Hobby!

Beste Grüße,
Alex
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Re: 1. Sud Pale Ale

#5

Beitrag von Manuel_PI » Donnerstag 16. August 2018, 10:06

Okay, vielen vielen Dank erstmal für die positiven Rückmeldungen... das mit dem Zeitpunkt des Spindelns hab nun auch ich verstanden! :-) Kann man dann auch noch beim fertigen Bier irgendwie den Alkoholgehalt feststellen?

Betreffend der vermeintlich noch nicht eingesetzten Gärung: Nein, ich hab viel über die möglichen Infektionen gelesen und mich daher nur nach dem Gärspund gerichtet... und da sich da auch heute Früh noch nix getan hab, bin ich nun doch etwas nervös geworden!

Zur Nachgärung in den Flaschen - ups, da hab ich mich vertan, es ist natürlich auch bei diesem "Rezept" eine Flaschengärung bei Zimmertemperatur von 4 Tagen vorgesehen. Und ja, dafür werde ich Zucker in den Flaschen vorlegen (oder was haltet ihr von den Karbonisierungs-Drops?). Erst danach ist die Kühlung von 10 Tagen zwischen 1°C und 6°C an der Reihe! :-)

Auch richtig - die 1. Jodprobe hab ich nur genommen, um zu sehen, wie es nach den Rasten NICHT aussehen soll und den Spindelzylinder hab ich nur für's Fotografieren hochgehalten! :-)

Nochmals herzlichen Dank dafür, einem blutigen Anfänger wie mir ein wenig auf die Sprünge zu helfen!!

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Re: 1. Sud Pale Ale

#6

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 16. August 2018, 10:21

Moin,
das nachträgliche Feststellen des Alkoholgehalts lässt sich dann soweit ich weiß noch in einem Labor vornehmen lassen, ich würde aber diesen Sud dann in dieser Hinsicht eher als Blindflug akzeptieren.
Eine Nachgärung lässt sich wie die Hauptgärung nicht auf eine feste Menge Tage festlegen. Ob die Hauptgärung durch ist wird durch zwei etwa drei Tage voneinander entfernte Messungen mit der Spindel festgestellt, die Nachgärung, wie bereits genannt, mit einem Flaschenmanometer. Vier Tage erscheint mir doch recht kurz und damit die Wahrscheinlichkeit von schalem Bier hoch. Wenn du noch kein Flaschenmanometer hast würde ich eher empfehlen mit zwei Wochen zu rechnen.
Die Karbonisierungsdrops hab ich persönlich nie verwendet, aber habe auch nichts schlechtes über sie gehört. Ich arbeite wenn ich Flaschengärung mache allerdings mit Haushaltszucker und der Dosierhilfe https://www.hobbybrauerversand.de/Dosie ... uer-Zucker

Beste Grüße,
Alex
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Re: 1. Sud Pale Ale

#7

Beitrag von Manuel_PI » Donnerstag 16. August 2018, 10:34

Okay, die Werte vom 1. Sud sind dann mal nachrangig, Hauptsache es schmeckt! :-)

Jep - Dosierhilfe und Flaschenmanometer warten bereits auf den Einsatz... bei welchem Wert kann ich die Nachgärung als beendet betrachten?

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Re: 1. Sud Pale Ale

#8

Beitrag von FloNRW » Donnerstag 16. August 2018, 10:46

Moin Manuel und herzlich willkommen!
Ich kann dir auf jeden fall ein Refraktometer empfehlen. Ich habe es nicht gekauft wegen der Bedienbarkeit oder genauigkeit, sondern in erster Linie weil ein Refraktometer bereits mit einem kleinen Tropfen auskommt.
Viel Spaß weiterhin!
Gut Sud Florian
Mit Biersinnlichen Grüßen
Florian :Drink

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Re: 1. Sud Pale Ale

#9

Beitrag von SingleUser » Donnerstag 16. August 2018, 11:35

Sieht super aus, wird schon!

Auf Dieese Idee zum Kühlen ist echt :thumbsup

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Re: 1. Sud Pale Ale

#10

Beitrag von Sura » Donnerstag 16. August 2018, 12:28

Für die Bestimmung der ursprünglichen Stammwürze brauchst du nur ein Refraktometer und eine Spindel. Nach dem vergären misst du nun mit beiden Intrumenten. Angenommen die Spindel zeigt 3% Restextrakt an, und das Refraktometer 7 Brix:
Nun gibtst du hier bei "Extract Jungbier" "7" ein, und änderst "Stammwürze" solange, bis bei "Scheinbarer Restextrakt" 3°Plato steht.
(Ob du das jetzt nach Terril oder Standard machst, ist eine Glaubensfrage.)

Ansonsten sehr schön. Die Nachgärung ist beendet, wenn sich der Zeiger vom Flaschenmanometer nicht mehr bewegt. Temperatur von 21°C zum anstellen ist eher hoch, aber am Anfang und im Sommer kann man das halt als "so isses" hinnehmen. Im Winter, mit sinkenden Temperaturen, wirst du merken das eine niedrigere Anstell- und Vergärungstemperatur deutliche geschmackliche Vorteile bringt.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: 1. Sud Pale Ale

#11

Beitrag von ohoerold » Donnerstag 16. August 2018, 13:03

Hej Manuel,

geile Sachen mit dem Pool zum Kühlen! Ich brauch sowas auch!

Gruß O.
Life is bitter, so is my beer.

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Re: 1. Sud Pale Ale

#12

Beitrag von Manuel_PI » Donnerstag 16. August 2018, 14:06

Vielen Dank für die ganzen Tipps und Antworten (neben der Kühlspirale steht jetzt auch ein Refraktometer auf der Einkaufsliste)... :-)

Was ich jetzt noch gelesen hab und bisher überhaupt nicht im Plan hatte: Muss ich wirklich vor der Flaschenfüllung das Jungbier vom Gäreimer wieder in den Maischekessel überführen?? Ich dachte immer, wenn das Hofpenstopfen und die Nachgärung beendet ist - Zucker in die Flaschen und Jungbier drauf - fertig!

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Re: 1. Sud Pale Ale

#13

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 16. August 2018, 14:24

Ne da muss nix wieder in den Maischekessel. Wenn die Gärung durch ist (und du sonstwie auch fertig bist mit dem behandeln des Sudes mit Früchten oder Kräutern, etc) dann kommts mit Zucker in die Flaschen zur Nachgärung.
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Re: 1. Sud Pale Ale

#14

Beitrag von SingleUser » Donnerstag 16. August 2018, 18:18

Du musst halt nur aufpassen, dass Du beim Abfüllen den Schmodder, der sich im Gärbehälter am Boden absetzt (Hefe, Hopfenreste etc.) nicht mit abfüllst. Hat auf die Qualität keinen Einfluss, sieht aber nicht so toll aus .... --> Hierfür gilt ein einfacher Grundsatz: "beweg den Gärbehälter nicht, um es aufzuwühlen".

Ich ziehe das Bier z. B. meist (wenn es nicht direkt ins KEG geht) LANGSAM in einen zweiten Behälter und gebe dort den Zucker dazu (-> vorsichtig umrühren).
>> Wenn Du den Zucker direkt mit der Dosierhilfe in die Flasche gibst, kannst Du Dir diesen Schritt sparen. Nur am Ende halt aufpassen (-> der Schmodder ...)


Zur Menge der Zuckergabe:
> Dosierlöffel erklärt sich selbst
> Ansonsten: fabier.de. -> Dort der Rechner. Am einfachsten ist Haushaltszucker. Zur Menge: Die Temperatur die Du vorgeben musst bei fabier ist die höchste Jungbiertemperatur bei ENDE der Gärung (ein Rest CO2 bleibtz ja immer im Jungbier). Dann gibst Du den gewünschten CO2 Wert ein und als Ergebnis bekommst Du dann die Zuckermenge PRO Liter. Wenn Du es etwas "blubberiger" magst, nimm 5,5-5,6, sonst was weniger (ca. 5,2). Zum Vergleich: Weizen hat so um die 6,0 CO2
> Notfall: Wenn Du damit gar nicht hinkommst und keinen Dosierlöffel hast: Pauschal kommst Du bei ca. 20 Grad Gärtemperatur im Notfall mit 7,5 Gramm / Liter immer irgendwie hin.


Refraktometer: macht SINN. Ich habe das günstige aus der Bucht. Reicht vollkommen aus (Brix in Plato umrechnen -> dafür gibts Tabellen, ist ziemlich easy)

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Re: 1. Sud Pale Ale

#15

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 17. August 2018, 07:37

Vielen Dank auch für die Abfülltipps - hier bekommt man wirklich auf alles eine Antwort! :-) Diesbezüglich werde ich ganz einfach die Dosierhilfe für den Haushaltszucker nutzen und danach direkt in die Flaschen abfüllen!

Noch eine letzte Frage zum Gärprozess: Die Hefegabe ist jetzt 38 Stunden Stunden her und im Gärspund ist immer noch keine Bewegung auszumachen... kann das daran liegen, dass im Keller exakt 21,5°C vorherrschen? Ich hab jetzt wohl einmal - vorsichtig und sehr auf Sauberkeit bedacht - den Deckel gehoben und einen ordentlichen Schaumteppich auf der Oberfläche gesehen! Zusätzlich riecht man in dem Kellerraum jetzt auch, dass sich irgendwas tut... heißt das "alles gut"? Hab ich das, was Alex geschrieben hat, richtig verstanden und es kann sein, dass ich im Gärspund überhaupt nie eine Bewegung erkennen kann? Wenn ja - wie stelle ich dann genau fest, dass die Hauptgärung abgeschlossen ist? Und wenn ich dafür Proben ziehen muss - kann ich das über den Ablasshahn machen?

Mein Gott, Fragen über Fragen........

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Re: 1. Sud Pale Ale

#16

Beitrag von beercan » Freitag 17. August 2018, 07:45

Moin,
also wenn keine Aktivität im Gärspund ist kann es natürlich sein, dass dein Gärbehälter nicht komplett dicht abschließt. Laut deiner Beschreibung ist aber alles gut im Gärbehälter (du hast eine Schaumteppich und es riecht ich dneke mal angenehm!?). Warte noch ein paar Tage und nimm dann eine Probe von oben ... niemals aus dem Hahn, da sich dort sonst allerlei Zeugs bilden kann was du nicht möchtest.

Das Wichtigste überhaupt.....habe Geduld


Gruß Robert
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Re: 1. Sud Pale Ale

#17

Beitrag von chaos-black » Freitag 17. August 2018, 08:30

Die 21,5°C sind noch lange nicht so hoch dass die Hefe den Geist aufgibt. Sie wird dir aber eventuell ein anderes Geschmacksprofil produzieren als geplant ist, aber der erste Sud schmeckt für einen selbst normalerweise immer perfekt :). Der Schaum zeigt dass die Hefe arbeitet, also alles gut.
Wenn du Proben ziehen möchtest für die Spindel dann kannst du das über den Ablasshahn machen. Beachte aber dass du den Hahn vorher und nachher so gut es geht von außen desinfizieren musst. Das geht ganz gut mit Starsan oder Isopropanol in einer kleinen Spritzpistole. Ein "versiffter Hahn" ist nämlich auch ein beliebter Infektionsherd. Am besten du lässt den Sud jetzt erstmal wie ich schon geschrieben hab anderthalb Wochen stehen und misst dann das erste mal, drei Tage später nochmal. Sind die Werte gleich, dann kannst du abfüllen. Hier gibt es zu beachten dass die Spindel auf 20°C geeicht ist, also wirst du bei Temperaturschwankungen ganz leicht unterschiedliche Ergebnisse haben.
Wenn du dann später etwas routinierter bist (insbesondere mit dem Desinfektionsmittel) kannst du theoretisch auch jeden Tag eine Probe nehmen und Geschmackstest machen. Es ist schon interessant wie sich das Bier von Tag zu Tag verändert. Aber ich denke bei dem ersten Sud geht es um das Erfolgserlebnis am Ende ein infektionsfreies, leckeres Bier selbstgemacht zu haben. Also gehs hier besser vorsichtig an.

Beste Grüße,
Alex
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Re: 1. Sud Pale Ale

#18

Beitrag von SingleUser » Freitag 17. August 2018, 08:52

Am besten du lässt den Sud jetzt erstmal wie ich schon geschrieben hab anderthalb Wochen stehen und misst dann das erste mal, drei Tage später nochmal
Kurz zum HIntergrund: dem Bier passiert dabei nichts, wenn es mal ein paar Tage nach Ende der Hauptgärung noch steht. Das gebildete CO2 und der Hopfen wirken antibakteriell, d. h. "das Bier schützt sich quasi selbst vor einer Infektion" .

Bei der US-05 und 21,5 Grad sollte die Gärung bei Dir nach ca. 12 Tagen eigentlich durch sein (auch ohne Messen -> mach es aber besser, Wissen schadet ja nie ...).
> Such mal nach Fotos hier, am Ende sinkt die Hefe zu Boden und oben sollte eine klare Oberfläche zu sehen sein. Ggf. schwimmen da noch Hefe / Hopfenreste rum, die musst Du dann abheben (mit einem "sterilen" Kochlöffel)

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Re: 1. Sud Pale Ale

#19

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 17. August 2018, 08:54

Vielen Dank, das beruhigt mich sehr... :Smile

Aber wann kann ich dann in diesem Fall mit dem Hopfenstopfen beginnen? Erst, nachdem sich die Werte nicht mehr verändern?

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Re: 1. Sud Pale Ale

#20

Beitrag von chaos-black » Freitag 17. August 2018, 09:09

Das kannst du genau so machen.
Übrigens ist gerade die US-05 eine Hefe die nach der Gärung gern mal in einem dicken Teppich auf dem Bier schwimmt. Lass dich davon nicht beunruhigen, früher oder später sinkt der auch zu Boden. Im Zweifelsfall mal an den Gärbottich klopfen.

Beste Grüße,
Alex
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Re: 1. Sud Pale Ale

#21

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 17. August 2018, 09:59

Vielen Dank!! :thumbup

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Re: 1. Sud Pale Ale

#22

Beitrag von Adrian S » Freitag 17. August 2018, 12:27

Sehr schick deine Anlage! Und sowas gleich zu beginn... :thumbsup
Hast du das Regal mit den Gitterböden selbstgemacht, oder gibts das irgendwo zum kaufen?

Grüsse aus der Schweiz
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Re: 1. Sud Pale Ale

#23

Beitrag von ctiedtke » Freitag 17. August 2018, 23:31

Sehr schöne Braudoku! Und Glückwunsch zum ersten selbst gebrauten :thumbup . Wodka in den Gärspund ist nicht nötig. Wasser reicht. Dein Bier hat ja wahrscheinlich 40 IBU´s und bildet ja mit der Zeit Alkohol das sollte zur "Sicherung" gegen andere Microorganismen die dem Jungbier schädlich sein könnten einen ausreichenden Schutz zu bilden (siehe auch Beitrag #18 von SingleUser). Nur nicht immer den Deckel aufmachen, dann passiert da auch nichts. Den Wodka kanns Du besser für was anderes verwenden :Bigsmile :Greets .

edit: Was mir noch einfällt wäre noch mal einen Augenmerk auf die Gärführung zu legen! Das erscheint einem am Anfang der Braukarriere nicht so wichtig. Ist auch nicht so schlimm. Man möchte es erstmal versuchen mit dem Brauen und das erste Selbstgebraute schmeckt so oder so am besten :Wink . Aber wenn man dann tiefer einsteigt und sich damit beschäftigt ist die Gärführung ein wichtiges Thema. Spätestens dann wenn man das erste mal UG brauen möchte.
---
Gruß Christian

Bier ist nicht die schlechteste Variante um Wasser zu sich zu nehmen :Drink

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Re: 1. Sud Pale Ale

#24

Beitrag von Manuel_PI » Montag 20. August 2018, 08:16

Adrian S hat geschrieben:
Freitag 17. August 2018, 12:27
Sehr schick deine Anlage! Und sowas gleich zu beginn... :thumbsup
Hast du das Regal mit den Gitterböden selbstgemacht, oder gibts das irgendwo zum kaufen?

Grüsse aus der Schweiz
Vielen Dank... nein, zu kaufen gibt's das nicht - ich hab mit den Töpfen und den Ablasshähnen hin- und herprobiert, die Maße einem Arbeitskollegen übermittelt und der hat mir das dann zusammengeschweißt! :Wink

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Re: 1. Sud Pale Ale

#25

Beitrag von Manuel_PI » Montag 20. August 2018, 08:56

Nochmals vielen Dank für Eure ganzen Tipps und Hinweise... nachdem ich den Gärbottich nun 3 Tage lang überhaupt nicht beachtet habe, hab ich heute Früh mal wieder einen Blick riskiert! Der (Gär)Geruch im Kellerraum ist schwächer geworden, ein dünner Schaumteppich schwimmt allerdings noch auf der Oberfläche!

Aber gut - auch wenn ich keine einzige Bewegung im Gärspund ausmachen konnte (ich aber nicht glaube, dass der Gärbottich undicht ist) gehe ich jetzt trotzdem mal davon aus, dass alles so passt...

Eine letzte Frage noch zur Gärführung: Wenn ich dann in ein paar Tagen die erste und 3 Tage danach die zweite Probe entnehme und mit der Bierspindel messe - welche Werte (+-) sollten hier rauskommen? Bei welchem Wert kann ich sicher sein, dass die Gärung abgeschlossen ist, damit ich mit dem Hopfenstopfen beginnen kann?

Danke danke danke!

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Re: 1. Sud Pale Ale

#26

Beitrag von Bronkhorst » Montag 20. August 2018, 09:11

Der Wert ist zweitrangig. Wichtig ist, dass sich der 2. Wert gegenüber dem 1. nicht verändert hat.

Der scheinbare Endvergärungsgrad ist von so vielen Faktoren abhängig, dass man so aus der Hüfte geschossen nichts seriöses sagen kann.

Gruß
Jens

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Re: 1. Sud Pale Ale

#27

Beitrag von Manuel_PI » Dienstag 21. August 2018, 09:09

Bronkhorst hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 09:11
Der Wert ist zweitrangig. Wichtig ist, dass sich der 2. Wert gegenüber dem 1. nicht verändert hat.

Der scheinbare Endvergärungsgrad ist von so vielen Faktoren abhängig, dass man so aus der Hüfte geschossen nichts seriöses sagen kann.

Gruß
Jens
Alles klar - vielen Dank! :thumbup

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Re: 1. Sud Pale Ale

#28

Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 21. August 2018, 14:00

Langsam, langsam. Der Wert ist schon wichtig, denn der sollte zum Maischprogramm und zur Hefe passen.

Hier gibt es eine Übersicht der gängigen Hefen und ihrer Vergärungsgrade. Das snd natürlich keine festen Werte, geben einem aber ein ungefähre Hausnummer wo man sich am Ende der Gärung befinden sollte.
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Re: 1. Sud Pale Ale

#29

Beitrag von Manuel_PI » Mittwoch 22. August 2018, 17:39

Sodala - ich habe soeben die 1. Probe (über den desinfizierten Ablasshahn) genommen und gemessen: der Wert mit der Spindel war 5°Plato und das Refraktometer zeigte 8 Brix!

Keine Ahnung, ob das jetzt gute/normale Werte sind oder nicht :Waa , jedenfalls werde ich in 3 Tagen die gleichen Messungen nochmals durchführen und die Werte vergleichen...

Der Geruch ist gut, die Optik ist doch ziemlich trüb und der Geschmack ist zwar noch etwas hefig, lässt aber nach dem Hopfenstopfen, der Nachgärung und der Reifung auf ein gutes Ergebnis hoffen! :Drink

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Re: 1. Sud Pale Ale

#30

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 22. August 2018, 18:11

Für die US-05 ist der Wert noch viel zu hoch, die vergärt normalerweise deutlich höher. Kommt aber natürlich auch darauf an wie du gemaischt hast.
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Re: 1. Sud Pale Ale

#31

Beitrag von SingleUser » Mittwoch 22. August 2018, 22:07

Vergleich in 3 Tagen ist gut. Wenn da nix mehr passiert ist, abfüllen.

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Re: 1. Sud Pale Ale

#32

Beitrag von Manuel_PI » Donnerstag 23. August 2018, 11:09

Hier sind noch Bilder von den Messungen
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Bild

und von der Probenentnahme
Bild

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Re: 1. Sud Pale Ale

#33

Beitrag von Manuel_PI » Donnerstag 23. August 2018, 13:32

SingleUser hat geschrieben:
Mittwoch 22. August 2018, 22:07
Vergleich in 3 Tagen ist gut. Wenn da nix mehr passiert ist, abfüllen.
Nö, zuvor möcht ich noch 5 - 7 Tage Hopfenstopfen..... :Greets

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Re: 1. Sud Pale Ale

#34

Beitrag von Damasus » Montag 27. August 2018, 17:16

Manuel_PI hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 08:56
Aber gut - auch wenn ich keine einzige Bewegung im Gärspund ausmachen konnte (ich aber nicht glaube, dass der Gärbottich undicht ist) gehe ich jetzt trotzdem mal davon aus, dass alles so passt...
Hallo Manuel,

ich habe die gleiche Anlage von Bielmeier und in der Tat hatte ich auch bei den ersten Suden keine Aktivität im Gärspund. Die Dichtung vom Deckel schließt nicht zu 100%, daher entweicht das entstehende CO2 nicht über den Gärspund. Seit 3 Suden drücke ich den Gärdeckel mehrmals ringsum mit den Daumen fest und schon blubbert es im Gärspund. Zumindest bei mir... Du kannst es ja mal probieren :thumbsup

Viele Spaß beim weiteren Brauen!
Bier kalt stellen ist auch irgendwie kochen.

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Re: 1. Sud Pale Ale

#35

Beitrag von Manuel_PI » Dienstag 28. August 2018, 11:28

Damasus hat geschrieben:
Montag 27. August 2018, 17:16
Manuel_PI hat geschrieben:
Montag 20. August 2018, 08:56
Aber gut - auch wenn ich keine einzige Bewegung im Gärspund ausmachen konnte (ich aber nicht glaube, dass der Gärbottich undicht ist) gehe ich jetzt trotzdem mal davon aus, dass alles so passt...
Hallo Manuel,

ich habe die gleiche Anlage von Bielmeier und in der Tat hatte ich auch bei den ersten Suden keine Aktivität im Gärspund. Die Dichtung vom Deckel schließt nicht zu 100%, daher entweicht das entstehende CO2 nicht über den Gärspund. Seit 3 Suden drücke ich den Gärdeckel mehrmals ringsum mit den Daumen fest und schon blubbert es im Gärspund. Zumindest bei mir... Du kannst es ja mal probieren :thumbsup

Viele Spaß beim weiteren Brauen!
Oh, vielen herzlichen Dank für diese Information - beim nächsten Sud werde ich darauf achten und wenns dann im Spund blubbert, kann ich bestimmt auch beruhigter schlafen! :Drink

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Re: 1. Sud Pale Ale

#36

Beitrag von Xaider » Donnerstag 30. August 2018, 10:37

Hi Manuel,

ich würde dir empfehlen auch deine Spindel einmal zu kontrollieren. Meine Spindel (eine günstige) hatte einen ziemlichen Offset und daher war zum Anfang meiner Braukarriere mein Restextrakt viel zu hoch. Daher einfach mal die Spindel in 20°C warmes Wasser stellen und kontrollieren ob die da auch 0°P anzeigt. Gegebenenfalls noch mit einer definierte Zuckerlösung wiederholen.

Gruß Simon

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Re: 1. Sud Pale Ale

#37

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 31. August 2018, 07:25

Xaider hat geschrieben:
Donnerstag 30. August 2018, 10:37
Hi Manuel,

ich würde dir empfehlen auch deine Spindel einmal zu kontrollieren. Meine Spindel (eine günstige) hatte einen ziemlichen Offset und daher war zum Anfang meiner Braukarriere mein Restextrakt viel zu hoch. Daher einfach mal die Spindel in 20°C warmes Wasser stellen und kontrollieren ob die da auch 0°P anzeigt. Gegebenenfalls noch mit einer definierte Zuckerlösung wiederholen.

Gruß Simon
Hi Simon!

Vielen Dank - ich habe Deinen Rat gestern Abend natürlich gleich befolgt und festgestellt, dass die Spindel millimetergenau anzeigt! :thumbsup

Schöne Grüße,
Manuel

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Re: 1. Sud Pale Ale

#38

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 31. August 2018, 07:35

Da die Kalthopfung (mit Hopfensack) nun für mich erledigt ist (6 Tage), ist heute Nachmittag die Flaschenabfüllung dran... gibt's da noch irgendwelche Tipps oder Dinge, die ich beachten muss? Dass ich die (neuen) Flaschen lediglich mit heißem Wasser ausspülen muss, hab ich ja bereits herausgefunden... aber ein paar Fragen hätte ich trotzdem noch:

* Muss ich den Hopfensack vor der Abfüllung rausholen?
* Soll ich das Abfüllröhrchen (https://www.hobbybrauerversand.de/Abfuellroehrchen) mit einem Silikonschlauch am Ablasshahn des Gärbehälters befestigen oder wie wird das normalerweise gehandhabt?
* Wie soll ich das Abfüllröhrchen vor der Benutzung reinigen (hitzebeständig nur bis 50°C)?
* Wie soll ich die Gummidichtungen von den Verschlüssen nach dem Abkochen auf den Verschluss stecken - genügen desinfizierte Finger/Hände?
* Soll ich das Jungbier nochmals filtern beim Abfüllen? Wenn ja, womit?

Fragen über Fragen über Fragen... :Waa

Schon jetzt vielen Dank für Eure Tipps!! :Greets

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Re: 1. Sud Pale Ale

#39

Beitrag von Malzknecht » Freitag 31. August 2018, 09:12

Hopfensack drin lassen wenn du ganz ruhig arbeitet und nicht viel am Bottich wackelst. Funktioniert bei mir immer so. Kannst ihn aber auch vorsichtig herausnehmen wenn dir das lieber ist

Kannst das Röhrchen auch direkt auf den Hahn stecken wenn es passt. Silikonschlauch geht auch aber es muss komplett dicht sein, sonst hast du eine Sauerei :-) bei mir passt das nicht ganz.

Hast du Chemipro Oxi, isoprop oder starsan könntest du verwenden zum desinfizieren.

Desinfizierte Dichtungen etc befestige ich auch mit desinfizieren Händen.

Filtern brauchst du es nicht wenn du kein Hopfen drin verteilt hast. Das mache ich zB nur wenn ich den Hopfen ohne Sack stopfe.

Viel Erfolg :-)
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud Pale Ale

#40

Beitrag von Malzknecht » Freitag 31. August 2018, 09:21

Achso noch ein Hinweis der oft falsch gemacht wird:
Für die Karbonisierung bzw der Berechnung des Zuckers, bitte darauf achten, dass du nicht die Angabe CO2/l mit Zucker/l vertauscht. Bei 5g CO2/l nicht 5g Zucker/l dosieren. Dafür bitte Rechner zB den auf Maischemalzundmehr verwenden. :thumbup
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud Pale Ale

#41

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 31. August 2018, 10:17

Malzknecht hat geschrieben:
Freitag 31. August 2018, 09:12
Hopfensack drin lassen wenn du ganz ruhig arbeitet und nicht viel am Bottich wackelst. Funktioniert bei mir immer so. Kannst ihn aber auch vorsichtig herausnehmen wenn dir das lieber ist

Kannst das Röhrchen auch direkt auf den Hahn stecken wenn es passt. Silikonschlauch geht auch aber es muss komplett dicht sein, sonst hast du eine Sauerei :-) bei mir passt das nicht ganz.

Hast du Chemipro Oxi, isoprop oder starsan könntest du verwenden zum desinfizieren.

Desinfizierte Dichtungen etc befestige ich auch mit desinfizieren Händen.

Filtern brauchst du es nicht wenn du kein Hopfen drin verteilt hast. Das mache ich zB nur wenn ich den Hopfen ohne Sack stopfe.

Viel Erfolg :-)
Wow, alle Fragen auf ein Mal beantwortet - vielen Dank!!! :thumbsup

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Re: 1. Sud Pale Ale

#42

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 31. August 2018, 10:20

Malzknecht hat geschrieben:
Freitag 31. August 2018, 09:21
Achso noch ein Hinweis der oft falsch gemacht wird:
Für die Karbonisierung bzw der Berechnung des Zuckers, bitte darauf achten, dass du nicht die Angabe CO2/l mit Zucker/l vertauscht. Bei 5g CO2/l nicht 5g Zucker/l dosieren. Dafür bitte Rechner zB den auf Maischemalzundmehr verwenden. :thumbup
Denkst Du, es genügt in diesem Fall, mit der Dosierhilfe (4 g / 0,5 l) zu arbeiten? Ich hab es auch beim 1. Sud verabsäumt, so manche Messungen vorzunehmen, damit ist dieses erste Bier von den Werten her sowieso ein 'Blindflug'... es soll eigentlich nur noch lecker schmecken! :Drink

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Re: 1. Sud Pale Ale

#43

Beitrag von Malzknecht » Freitag 31. August 2018, 10:34

Dosierhilfe klingt schon mal gut :-) wenn das Bier bei Zimmertemperatur ausgegoren ist, wird das mit 4gZucker/0,5 zu keinem Problem werden. Noch ein Tipp: Leg den Zucker mit einem kleinen Trichter in den Flaschen vor und schlauche das Bier dann als letzten Schritt drauf. Erst Bier und dann Zucker rein und das fängt an zu Schäumen. Letzteres ist eigentlich nicht so verkehrt, da so die Luft im oberen Teil der Flasche ausgetrieben wird, aber es geht auch ohne und ist weniger stressig :-)
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud Pale Ale

#44

Beitrag von Manuel_PI » Freitag 31. August 2018, 10:55

Malzknecht hat geschrieben:
Freitag 31. August 2018, 10:34
Dosierhilfe klingt schon mal gut :-) wenn das Bier bei Zimmertemperatur ausgegoren ist, wird das mit 4gZucker/0,5 zu keinem Problem werden. Noch ein Tipp: Leg den Zucker mit einem kleinen Trichter in den Flaschen vor und schlauche das Bier dann als letzten Schritt drauf. Erst Bier und dann Zucker rein und das fängt an zu Schäumen. Letzteres ist eigentlich nicht so verkehrt, da so die Luft im oberen Teil der Flasche ausgetrieben wird, aber es geht auch ohne und ist weniger stressig :-)
Vielen Dank - genau so war der Plan! :Smile

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Re: 1. Sud Pale Ale

#45

Beitrag von Manuel_PI » Montag 3. September 2018, 09:36

Wieder ein Update:
Am Freitag Nachmittag stand nach 6 Tagen Kalthopfung die Abfüllung in die 0,5er Flaschen mit Bügelverschluss am Programm!
Zuerst hatte ich mithilfe der Dosierhilfe in jeder Flasche Haushaltszucker vorgelegt. Die Abfüllung machte ich mithilfe des Abfüllröhrchens, was super funktioniert hat. Allerdings war es so, dass ich von den 48 bereitgestellten Flaschen lediglich 29 (also 14,5 Liter) füllen konnte (bei 16 Liter Hauptguss und 15 Liter Nachguss)! Ist das ein normaler/akzeptabler Wert? Ich hatte eigentlich schon mit zumindest 20 Litern gerechnet... :Shocked
Ursprünglich war es geplant, die Flaschen - nach der Nachgärung bei 21°C - aus Platzgründen in 2 verschiedenen Kühlschränken reifen zu lassen (was aufgrund der geringen Menge nun nicht notwendig ist), daher habe ich auch 2 Flaschen-Manometer besorgt! Diese hab ich bei der 13. und der 25. Flasche montiert und jetzt ist es so, dass ich vom Druck her 2 unterschiedliche Werte habe - bei Flasche 13 waren es gestern Abend (ca. 48 Stunden nach der Abfüllung) 0,6 bar, bei Flasche 25 zeigte das Manometer 0,9 bar. Ich nehme mal an, dass gegen Ende der Abfüllung einfach mehr Hefe in die Flasche gelangte, aber ist das ein Problem? Hätte ich vor Beginn der Flaschenfüllung irgendwas tun müssen, damit sich die Hefe gleichmäßiger im Gärbottich verteilt? :Waa
Unter welchem Wert am Manometer ist es zu wenig Druck, was ist normal und ab wann sollte ich belüften? Und wie kann ich erkennen, dass die Nachgärung abgeschlossen ist und die Reifung bei 1 - 6°C beginnen kann?

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Re: 1. Sud Pale Ale

#46

Beitrag von chaos-black » Montag 3. September 2018, 09:59

Moin, es ist schwer da was qualifiziertes zu zu sagen weil die Messergebnisse fehlen. Du hast nur vor dem Läutern die Dichte gemessen. Daraus lässt sich leider nicht deine Sudhausausbeute ableiten, was man jetzt zur Einordnung bräuchte. Miss mal beim nächsten Sud nach dem Kochen, und zwar Stammwürze und Literzahl, dann kannst du dir hier ( https://www.maischemalzundmehr.de/index ... usausbeute ) deine Sudhausausbeute ausrechnen und weißt wo du stehst :) Es kann theoretisch sein dass du jetzt halt einfach weniger Liter aber stärkeres Bier hast als geplant.
Viel Hefe in den Flaschen ist kein Problem für die Nachgärun, höchstens für denjenigen der das Bier trinken möchte wenn sie mit ins Glas kommt :P
Wenn dein Bier ausgegoren ist und du die Zuckermenge wie berechnet zugegeben hast brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
Nur für die Begrifflichkeiten: Wenn man die Ploppflaschen öffnet nennt man das entlüften (nicht belüften :P ).
Ich hab grad nicht im Kopf bei wieviel Bar bei Zimmertemperatur Schluss ist, aber das hängt ja auch ggf. von deiner Zuckergabe ab. Ansonsten fürs Sicherheitsgefühl google mal wie viel Druck eine Bierflasche in Deutschland aushalten muss (hab ich auch nicht im Kopf).

Beste Grüße,
Alex
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Re: 1. Sud Pale Ale

#47

Beitrag von Malzknecht » Montag 3. September 2018, 12:30

Du hast nichts falsch gemacht (es sei denn, du hast bei einer Flasche zu viel Zucker dosiert ;-) ), sondern das ist normal. Die Hefe auch bitte nicht aufrühren vor dem Abfüllen. Es ist genug Hefe in den Flaschen. Durch Sedimentation und der verschiedenen Schichten im Gäreimer, sind mal mehr mal weniger aktive Hefe im Bier. Daher wird eine Probe wohl einfach langsamer vergären, da sich die Hefe in der anderen Probe schneller vervielfacht. Am Ende sollten die beiden Manometer allerdings gleiche Werte anzeigen, wenn Füllhöhe und Zuckermenge richtig dosiert wurde :-)

Du kannst nach dem Hopfenseihen und vor dem Anstellen die Würze in der Regel verdünnen, wenn Plato zu hoch und Flüssigkeitsmenge nicht wie geplant. Abgekochtes Wasser verwenden. (für diesen Sud zu spät :-), wobei ich schon gelesen habe, dass einige auch nachher verdünnen. Damit habe ich aber keine Erfahrung.)
Tipp: Schau dir mal den kleinen-brauhelfer an. Super Tool. Er errechnet vieles und du kannst deine Sude managen.
Viele Grüße,
Tobi

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Re: 1. Sud Pale Ale

#48

Beitrag von Manuel_PI » Montag 3. September 2018, 15:19

chaos-black hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 09:59
Moin, es ist schwer da was qualifiziertes zu zu sagen weil die Messergebnisse fehlen. Du hast nur vor dem Läutern die Dichte gemessen. Daraus lässt sich leider nicht deine Sudhausausbeute ableiten, was man jetzt zur Einordnung bräuchte. Miss mal beim nächsten Sud nach dem Kochen, und zwar Stammwürze und Literzahl, dann kannst du dir hier ( https://www.maischemalzundmehr.de/index ... usausbeute ) deine Sudhausausbeute ausrechnen und weißt wo du stehst :) Es kann theoretisch sein dass du jetzt halt einfach weniger Liter aber stärkeres Bier hast als geplant.
Viel Hefe in den Flaschen ist kein Problem für die Nachgärun, höchstens für denjenigen der das Bier trinken möchte wenn sie mit ins Glas kommt :P
Wenn dein Bier ausgegoren ist und du die Zuckermenge wie berechnet zugegeben hast brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
Nur für die Begrifflichkeiten: Wenn man die Ploppflaschen öffnet nennt man das entlüften (nicht belüften :P ).
Ich hab grad nicht im Kopf bei wieviel Bar bei Zimmertemperatur Schluss ist, aber das hängt ja auch ggf. von deiner Zuckergabe ab. Ansonsten fürs Sicherheitsgefühl google mal wie viel Druck eine Bierflasche in Deutschland aushalten muss (hab ich auch nicht im Kopf).

Beste Grüße,
Alex
Alles klar - in Zukunft wird entlüftet, nicht belüftet! :Bigsmile Ansonsten vielen Dank für die Informationen! :thumbup

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Re: 1. Sud Pale Ale

#49

Beitrag von Manuel_PI » Montag 3. September 2018, 15:22

Malzknecht hat geschrieben:
Montag 3. September 2018, 12:30
Du hast nichts falsch gemacht (es sei denn, du hast bei einer Flasche zu viel Zucker dosiert ;-) ), sondern das ist normal. Die Hefe auch bitte nicht aufrühren vor dem Abfüllen. Es ist genug Hefe in den Flaschen. Durch Sedimentation und der verschiedenen Schichten im Gäreimer, sind mal mehr mal weniger aktive Hefe im Bier. Daher wird eine Probe wohl einfach langsamer vergären, da sich die Hefe in der anderen Probe schneller vervielfacht. Am Ende sollten die beiden Manometer allerdings gleiche Werte anzeigen, wenn Füllhöhe und Zuckermenge richtig dosiert wurde :-)

Du kannst nach dem Hopfenseihen und vor dem Anstellen die Würze in der Regel verdünnen, wenn Plato zu hoch und Flüssigkeitsmenge nicht wie geplant. Abgekochtes Wasser verwenden. (für diesen Sud zu spät :-), wobei ich schon gelesen habe, dass einige auch nachher verdünnen. Damit habe ich aber keine Erfahrung.)
Tipp: Schau dir mal den kleinen-brauhelfer an. Super Tool. Er errechnet vieles und du kannst deine Sude managen.
Ja, Füllhöhe und Zuckermenge sollte eigentlich passen! :Smile
Und für die Zukunft merke ich mir: Einfach zur richtigen Zeit messen und - bei Bedarf - die Flüssigkeitsmenge rechtzeitig anpassen - vielen Dank! :thumbsup

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Re: 1. Sud Pale Ale

#50

Beitrag von Manuel_PI » Donnerstag 4. Oktober 2018, 11:29

Ein kurzes Resumee zu meinem ersten Versuch: Das Pale Ale ist echt verdammt süffig und lecker geworden und mit jedem Tag Reifung wird es noch besser! Der Schaum ist perfekt und sehr stabil, lediglich ein wenig trüb ist es (was mich jetzt aber nicht allzu sehr stört)!

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Ich hoffe, dass mein 2. Bier, welches bereits im Gärkessel vor sich hingärt, genau so gut wird... diesmal soll's ein "normales" Ale werden! :Drink

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