04 - Weizensud 27_10_2018

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Lardaq23
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04 - Weizensud 27_10_2018

#1

Beitrag von Lardaq23 » Donnerstag 22. November 2018, 07:13

Guten Morgen Zusammen,


anbei mal der 4te Sud. Über Ideen, warum das schief gelaufen ist freue ich mich!

Rezept:
Brauwasser:
Hauptguss 18l
Nachguss 12l

Schüttung:
Weizenmalz: 3,00kg
Wiener Malz: 0,66kg
Münchner Malz: 1,44kg

Maischeplan:
Einmaischen: 35°C, hochfahren zur ersten Rast
I. Rast: 47°C, 20min
II. Rast: 66°C, 55min
III. Rast: 72°C, 05min
Abmaischen: 78°C

Würzekochen (75min):
25g Hallertauer Tradition 6,2% Alpha zu Kochbeginn
Schalen von 2 Orangen 10 min vor Kochende
Vergoren mit Wyeast 3068 um die 20°C

Carbonisiert mit Haushaltszucker.

Das Weizen habe ich gemeinsam mit einem Freund gebraut, leider mit „Bierbedingten Konzentrationsschwächen.“ So ist beim Hochfahren zur 2ten Rast eine kleine Menge Maische leicht am Boden angebrannt. Da ich, um die Temperatur schnell zu erhöhen mit einer kleinen (1.700Watt) Kochplatte und Tauschsieder arbeite, wurde das Tauchsieder aufgrund der Dicken Maische ab dem Zeitpunkt des anbrennen weggelassen.

Erreicht wurden 20,5l Sud bei 13 Brix, nach Kochen wurde der Außenmantel des Gärbottich mit kaltem Wasser gekühlt um die Temperatur schnell unter 80°C abzusenken. Hefegabe am 28.10.2018, abgefüllt wurde am 11.11, die Gärung lief sehr langsam.

Im Nachhinein stellt sich mir (aufgrund eines sehr seltsamen Geschmacks) die Frage, ob das Kochen wallend genug war. Ich kann den Geschmack nur schwer beschreiben – wenn ein alter NRW Brauhase Lust hat ist er herzlich eingelagen es zu Probieren um den Fehler einzugrenzen…
Das Bier schmeckt im ersten Moment spritzig frisch, dann fehlen aber die typischen Aromen von Bannane, Nelke, Hefe, stattdessen kommt „obenrum“ eine für mich undefinierbare Note. Nach lesen der Fehlaromaliste am ehesten DMS?

Also eventuell nicht wallend genug gekocht?
Oder können die Orangenschalen das Problem sein?
Das leicht angebrannte?
Oder war die Gärung mit 20°C eventuell zu kalt?

Vielleicht habt Ihr ja Ideen, bisher habe ich auch nur eine Flasche geöffnet. Mega Schade um Geld und Arbeit, vor allem, da das Bier im Glas steht wie eine „1“ (Nach 10 Tagen auch relativ früh…) :crying

vG, Ulf
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danieldee
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Re: 04 - Weizensud 27_10_2018

#2

Beitrag von danieldee » Donnerstag 22. November 2018, 07:29

Das wird sicherlich von allem etwas sein!

Angebrannt ist schonmal schlecht, den Geschmack bekommst du so nicht mehr raus.
Deine Rasten erschliessen sich mir nicht?! Was wolltest du erreichen?

Hast du die kompletten Orangenschalen mit verbraut?
Das Weiße daran hat schon den ein oder anderen Sud ungeniessbar machen lassen :Grübel

Zur mal so als Gedankenstütze --> Gutmann vergärt bei ca. 16°
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dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
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Re: 04 - Weizensud 27_10_2018

#3

Beitrag von matschie » Donnerstag 22. November 2018, 12:15

Das Wiki zu Braufehlern kennst du?

Außerdem ist die Verzuckerungsrast recht kurz, dafür allerdings eine lange Rast bei 66°.. etwas eigenartig. Habt ihr eine Jodprobe gemacht?
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Re: 04 - Weizensud 27_10_2018

#4

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 22. November 2018, 13:52

danieldee hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 07:29
Zur mal so als Gedankenstütze --> Gutmann vergärt bei ca. 16°
Vergärt Gutmann bei 16 °C oder stellen sie dort an? Wenn Letzteres, wird die Gärtemperatur abgefangen und wenn ja, wo?

Gruß
Andy

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Re: 04 - Weizensud 27_10_2018

#5

Beitrag von gulp » Donnerstag 22. November 2018, 13:56

Im Gärkeller hat es 17°, also wird die Gärtemperatur um die 20° haben.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

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Re: 04 - Weizensud 27_10_2018

#6

Beitrag von Lardaq23 » Donnerstag 22. November 2018, 18:47

@danieldee
Die Rasten habe ich aus dem Brauseminar auf dem ich war übernommen, das Weizen war tatsächlich sehr gut! Die 66°C war als Kombirast gedacht.

@matschi:
Das wiki kenn ich, aber ich traue mir bei weitem noch nicht zu, das richtig einzuschätzen. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen DMS. aktuell hoffe ich aber ganz schwer drauf, dass sich das noch irgendwie erledigt - schließlich ist das Bier auch gerade mal 10Tage abgefüllt.

@GulpWieder was dazu gelernt - 3°C nur durch die Hefe?! Das hätte ich nicht gedacht! Dann passt das doch ganz gut, ich habe immer die Raumtemperatur gemessen, die lag bei 19,5 - 20,5°C. Vergärung sollte bei 23 stattfinden.

Vielleicht doch am ehesten DMS...

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Re: 04 - Weizensud 27_10_2018

#7

Beitrag von matschie » Donnerstag 22. November 2018, 19:37

Lardaq23 hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 18:47
@matschi:
Das wiki kenn ich, aber ich traue mir bei weitem noch nicht zu, das richtig einzuschätzen. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen DMS. aktuell hoffe ich aber ganz schwer drauf, dass sich das noch irgendwie erledigt - schließlich ist das Bier auch gerade mal 10Tage abgefüllt.
[...]
Vielleicht doch am ehesten DMS...
Das hatte ich auch mal. Alle anderen haben, auch nachdem ich ihnen gesagt habe, was ich rausschmecke, nicht den typischen DMS-Geschmack geschmeckt. Ich habe bei dem Bier nix anderes mehr geschmeckt - konnte es nicht trinken. :thumbdown

Das lagert sich leider auch nicht raus, daher drück ich dir die Daumen dass es nicht DMS ist :Wink

Wie sieht es mit der Jodprobe aus? Könnte es ein Blausud sein?
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
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Re: 04 - Weizensud 27_10_2018

#8

Beitrag von Lardaq23 » Donnerstag 22. November 2018, 21:37

Jodprobe wurde gemacht und war i.O., das kann definitiv nicht sein.

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