Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

#1

Beitrag von Malzundhopfen » Mittwoch 6. März 2019, 15:08

Hallo zusammen! :Smile

Sonntag habe ich wieder ein Weizen gebraut.
Das Rezept war das gleiche wie beim letzten Mal, allerdings habe ich dieses Mal ohne Dekoktion und Maltaseverfahren gebraut, sondern mit einstufiger Infusion!

Bis auf die geringere Hopfengabe habe ich wirklich nur das Maischverfahren geändert & bin gespannt, wie sich das auf das fertige Bier auswirkt.

Das ganze habe ich übrigens gefilmt und während des Brauens auch ein Bier von Hoppebräu und Bräugier verköstigt! :Bigsmile
Hier gehts zum Video:
https://youtu.be/-OYviGKxHrI
Bereits jetzt bemerke ich aber, dass während der Gärung deutlich weniger Bananenaromen aus dem Gäreimer austreten, als beim letzten Mal.

Ich hoffe das Video gefällt euch!

Viele Grüße aus Duisburg,

Dave
Liebe Grüße,
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Re: Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

#2

Beitrag von jojo5 » Donnerstag 7. März 2019, 11:17

Bzgl Thermometer, analgo und zum Einhängen: https://de.aliexpress.com/item/12-Therm ... 71347.html
Digital: https://de.aliexpress.com/item/Digital- ... 09611.html
Bin gespannt ob die Kombirast Weizentauglich ist, hoffe du bekommst hinsichtlich freiem Aminostickstoff (FAN) keine Probleme.

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Re: Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

#3

Beitrag von schlupf » Donnerstag 7. März 2019, 12:40

Moin,

Ich muss sagen, das Video hat mir ausnehmen gut gefallen, also besonders von Schnitt, Ton und Musikauswahl her. Wieviele Kameras hast du simultan benutzt und womit hast du den Ton aufgenommen? Könnte höchstens noch ein bisschen heller ausgeleuchtet sein.

Nicht so schön fand ich die beschleunigte Sequenz. Ich dachte schon, ich wäre auf irgendeinen Button gekommen und hätte die Abspielgeschwindigkeit aus Versehen verstellt. Schöner hätte ich es gefunden, wenn du die langweiligen Stellen rausgeschnitten hättest und das, wo du was zwischendrin erzählst, drinnen und verständlich gelassen hättest.

Deine unterirdische Sudhausausbeute könnte an der Läutertechnik liegen oder, was ich eher denke, an einem Rechenfehler.
Die SHA errechnet sich aus dem Ausschlagvolumen, das heißt inklusive Trub und Hopfen und so, wie es in der Würzepfanne ist und nicht nach dem, was schlussendlich im Gäreimer landet.

Ansonsten wie gesagt, schönes Video; ich habe 20min schon wesentlich schlechter verbracht.

Viele Grüße
Sebastian

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Re: Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

#4

Beitrag von Malzundhopfen » Freitag 8. März 2019, 12:20

jojo5 hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 11:17
Bzgl Thermometer, analgo und zum Einhängen: https://de.aliexpress.com/item/12-Therm ... 71347.html
Digital: https://de.aliexpress.com/item/Digital- ... 09611.html
Bin gespannt ob die Kombirast Weizentauglich ist, hoffe du bekommst hinsichtlich freiem Aminostickstoff (FAN) keine Probleme.

Danke für die Links, schau ich mir gleich mal an. Hast du mit dem zum Einhängen gute Erfahrungen gemacht?

Ja ich auch! Im Buch von Ferdi steht es sogar mit der Kombirast drin, wenn auch ne andere Schüttung.
schlupf hat geschrieben:
Donnerstag 7. März 2019, 12:40
Moin,

Ich muss sagen, das Video hat mir ausnehmen gut gefallen, also besonders von Schnitt, Ton und Musikauswahl her. Wieviele Kameras hast du simultan benutzt und womit hast du den Ton aufgenommen? Könnte höchstens noch ein bisschen heller ausgeleuchtet sein.

Nicht so schön fand ich die beschleunigte Sequenz. Ich dachte schon, ich wäre auf irgendeinen Button gekommen und hätte die Abspielgeschwindigkeit aus Versehen verstellt. Schöner hätte ich es gefunden, wenn du die langweiligen Stellen rausgeschnitten hättest und das, wo du was zwischendrin erzählst, drinnen und verständlich gelassen hättest.

Deine unterirdische Sudhausausbeute könnte an der Läutertechnik liegen oder, was ich eher denke, an einem Rechenfehler.
Die SHA errechnet sich aus dem Ausschlagvolumen, das heißt inklusive Trub und Hopfen und so, wie es in der Würzepfanne ist und nicht nach dem, was schlussendlich im Gäreimer landet.

Ansonsten wie gesagt, schönes Video; ich habe 20min schon wesentlich schlechter verbracht.

Viele Grüße
Sebastian

Vielen lieben Dank für dein Feedback Sebastian!

Also ich hab für die Sprachsequenzen zwei Kameras genommen (Sony A7R III und Alpha 6000) und diese dann auch für die Zwischensequenzen verwendet. Ton über nem 7 € Lavelliermikrofon von Amazon und nem Zoom H4N :)

Vom Licht finde ich es auch noch nicht optimal, das wird das erste sein, was ich verbessern werde. Leider liegen hochwertige Videolichter auch bei mindestens 400€, eher 600 € :thumbdown Naja, aber das kommt auf jeden Fall noch irgendwann :Bigsmile

Okay, ja stimmt, hab ich auch sonst so in dem Video gemacht.Werde ich beim nächsten Mal auch umsetzen, danke!

Wie die SHA berechnet wird weiß ich. Das Problem ist, ich habe leider erst ab dem Gäreimer eine Skalierung im Behältnis und kann so nur Rückschlüsse ziehen. Je nach dem wie viel ich für Trub und verkochen einrechne komme ich dann auch auf ca. 60%, was ja völlig im Rahmen liegt.
Tatsächlich habe ich die beiden Male, in der ich mit Kombirast gemaischt habe, immer weniger Ausbeute, als mit Dekoktion zum Beispiel.
Liebe Grüße,
Dave

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Re: Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

#5

Beitrag von bwanapombe » Freitag 8. März 2019, 13:14

Hallo Dave,

ein interessanter Versuch. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

Zur SHA: Das verkochte/verdampfte Volumen ist unerheblich, weil Extrakt nicht verdampft.

Nur was im Hopfentreber oder sonst in der Pfanne an Extrakt zurückbleibt, führt zu einer abweichenden SHA, wenn man nach dem Abseihen das Würzevolumen mißt, statt in der Pfanne. Wenn Du das Volumen des Trub schätzen oder messen kannst, addiere es zum Volumen der Würze im Gäreimer.

Die Dekoktion ist tätsächlich auch ein Faktor, mit dem man Ausbeute erhöhen kann. Die größeren Hebel wurden aber z.T. schon genannt: Läutern und Schrotbeschaffenheit.

Dirk

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Re: Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

#6

Beitrag von Malzundhopfen » Freitag 8. März 2019, 14:37

Ja das ist richtig das Extrakt nicht verdampft. Trotzdem ist ja dann das Volumen der Würze am Ende weniger, weil das Wasser während des kochen verdampft. Ich läutere aber mittlerweile auf 2 Grad unter Zielstammwürze und bin die letzten beiden Sude eigentlich auch immer gut damit klargekommen.
Zum Läutern: Ich Lege seit dem letzten Sud ein bisschen Nachgusswasser in den Läutereimer vor & Maische dann durch Umschöpfen ab. Sobald ich den Einkocher sauber hab (ca 15 Minuten) öffne ich den Hahn so weit, das die Würze gerade anfängt zu laufen. Die Würze wird für ca 3 Liter wieder oben hinzugegeben, danach läutere ich in den Einkocher. Ab und an Hacke ich den Treber vorsichtig auf, merke da aber bislang keinen Unterschied.

Das Malz kaufe ich geschrotet bei Candirect. Würde sagen dass das Schrot recht grob ist, aber besser als zu fein.
Liebe Grüße,
Dave

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Re: Hefeweizen im Vergleich: Dekoktion und Maltaseverfahren vs. Kombirast

#7

Beitrag von bwanapombe » Freitag 8. März 2019, 15:10

Malzundhopfen hat geschrieben:
Freitag 8. März 2019, 14:37
Ja das ist richtig das Extrakt nicht verdampft. Trotzdem ist ja dann das Volumen der Würze am Ende weniger, weil das Wasser während des kochen verdampft. Ich läutere aber mittlerweile auf 2 Grad unter Zielstammwürze und bin die letzten beiden Sude eigentlich auch immer gut damit klargekommen.
...
Wenn Du vom Volumen redest, daß sinkt natürlich beim Kochen, beeinflußt aber die SHA nicht. Ich hatte Dich so verstanden, daß Du zum Ermitteln der SHA aus dem Volumen im Gärbehälter, den Volumenverlust beim Kochen miteinrechnst: "Je nach dem wie viel ich für Trub und verkochen einrechne komme ich dann auch auf ca. 60%" Ich wollte darauf hinaus, daß sich die SHA durch das Kochen nicht ändert. Es nimmt das Volumen ab und der Extraktgehalt nimmt in dem Maße zu, daß am Ende diesselbe Menge Extrakt im Gärbehälter landet und sich damit diesselbe SHA einstellt. Du hast weniger Würze durch das Kochen, aber dafür höheren Extraktgehalt.

Dirk

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