Osterpils mit Läuterproblemen

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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SaltCityBrew
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Osterpils mit Läuterproblemen

#1

Beitrag von SaltCityBrew » Mittwoch 24. April 2019, 20:36

Hallo Hobbybrauerfreunde,
schon seit längerem plane ich eine Braudoku zu erstellen, da ich selbige immer mit begeisterung verfolge.
Nun ist es endlich soweit. Es ist tatsächlich sehr spontan sowohl die Doku als auch das Brauen. Hat sich zufällig ergeben, dass am Ostermontag nix anlag und die Zutaten alle vorrätig waren. Deswegen taufe ich diesen Sud auf den Namen "Osterpils", dessen Vorlage das "Pils fürs Volk" von MMuM ist. Dieses hatte ich bereits schon einmal erfolgreich gebraut.
Ausschlagmenge sollten 26Liter sein, mit 12°P und einer SHA von 65%. Hauptguss 17 Liter, NG 16Liter ca..
Dies ist mein 15 ter Sud.

Und schon gehts los:
Ostersonntag abends das Malz geschrotet, 4,4kg Pilsner und 460g Cara Hell.
IMG_20190422_103551.jpg

Gebraut wurde bei bestem Wetter auf der Westterasse.
Also Maischekessel (Silvercrest mit digital Steuerrung) mit Rührwerk (Eigenbau) und Läuterhexe aufgebaut.
Das Rührwerk ist mit 24V Motor und wird mit einem Labornetzteil (Trafonetzteil) betrieben und zwar im Uhrzeigersinn!!! Die Drehzal lässt sich durch das Netzteil regeln.
10:40UhrMalz eingemaischt bei 65°c so dass die Temp direkt auf 63°c fällt und die erste Rast für 30min direkt beginnt
IMG_20190422_103529.jpg
IMG_20190422_104320.jpg

Es folgt die zweite Rast bei 72^C für 30min und anschließender Jodprobe
IMG_20190422_114934.jpg


Nach erreichen von 76°C wird sofort der Stecker vom Einkocher gezogen.
Jetzt beginnt eigendlich schon mein Läeuterproblem:
Dazu vorweg einige Infos:
Seit ca. 5 Suden schrote ich das Malz selber mit der bekannten "Billigschrotmühle" von Ebay für 20€. Der berühmte Corona Clone.
Die ersten beiden Male ging alles super. Läutern mit der Hexe von hand eingemaischt also ohne Ruhrwerk. Die Mühle hebe ich so justiert, dass ebenso grade keine ganzen Körner hindurchrutschen. Bitte einmal oben das Schrotbild begutachten. Lief beide male super, glasklar nach ca. 2Liter Vorschuss.
Jetzt benutze ich zum dritten mal das neue Ruhrwerk und es wird nicht klar! Läuft zwar gut, aber immer mit Stückchen drin. Weiteres nun im weiteren Verlauf der Doku:

Zwischenzeitlich erstmal den Hopfen abgewogen:
Perle 38g, Perle 22g, Mittlefrüher 10g und 2,5g Irish Moss
IMG_20190422_112744.jpg
... und den Gäreimer ausgelitert. Man oh man, was habe ich mich beim letzten mal geärgert!!
Da wollte ich nach dem Brauen notieren wieviel ich im Gäreimer habe, und dann hat das Teil keine Literscala!!!
Echt ein Unding, das habe ich bisher noch nie gehabt, naja....
IMG_20190422_120210.jpg

Und jetzt weiter mit dem Läutern und den damit verbundenen Problemen:
Wege der oben genannten Probleme hatte ich den Verdacht, dass der Einkocher einfach noch stark nachheizt und deswegen die Würze nicht zur Ruhe kommt. Also habe ich dieses mal nach Flameout das Rührwerk noch 10min laufen lassen, um die Restwärme der Heizung abzuführen. Dann die 20min Läuterruhe. Dann Vorschießen lassen. Trübe Plörre mit Stückchen!!! Nach 5Litern immer noch. Ok, also Läuerruhe um 20min verlängert. Immer noch das gleiche!!! Und nochmal 20min! Und immer noch das gleiche!!! Ich habe hier mal ein Foto von dem Vorschuss zum Ende hin gemacht:
IMG_20190422_131007.jpg
Ich denke die Stückchen sind deutlich zu erkennen.
Dashier verbleibt im Messbecher:
IMG_20190422_131100.jpg
Könnte das an der Schrotung liegen? Ohne Rührwerk hat es bisher immer problemlos funktioniert!
Na was solls, das Leben muss weitergehen, also die Würze durch einen Monofilarmentfilter in den zweiten Kocher abgelassen:
IMG_20190422_131213.jpg
Das funktionierte ganz gut, ich konnte nur den Kocher noch icht einschalten, da ich Angst hatte, dass der Filter unten irgendwie festbrennt.
Das hat den Brautag dann noch weiter verzögert. Egal, weiter gehts mit Nachgüssen
IMG_20190422_132331.jpg

Nach nun ewig langer Zeit ist die Würze nun komplett im Einkocher. 24L mache ich da maximal rein, da es sonst leicht überkocht. den Rest vom Läutern gebe ich dann ab kochbiginn bis max. 30min vor Kochende noch hinzu. die Würze hat 11,2brix.
IMG_20190422_122330.jpg

Und dann schaue ich so auf meine Tisch und sehe so die PH Teststreifen liegen und denke noch:
Irgendwas hast du doch jetzt wieder vergessen. Milchsäure Vergessen :Ahh Kurz noch gemessen PH6. Was nun??? Kurzentschlossen die 2,2ml Milchsäure noch der fast kochenden Würze hinzugegeben. Hoffentlich war das nicht ein Riesenfehler??? PH jetzt 5.5

Und mit dem Kochbeginn folgt auch schon die erste Hopfengabe, 38g Perle
IMG_20190422_144931.jpg
Die weiteren Hopfengaben habe nicht weiter dokumentiert.
IMG_20190422_145640.jpg
Während der Aufheizphase dann noch den Maischekessel ausgetrebert und ab damit auf den Kompost! Das riecht dann in den nächsten Tagen wieder so "lecker" :Bigsmile
IMG_20190422_141133.jpg
Während des Kochens dann schonmal den Maischekessel greinigt....
IMG_20190422_145449.jpg
IMG_20190422_145555.jpg
(Oh nein, ich hatte mir die Haare nicht gemacht :redhead )


... und die Kühlspirale vorbereitet,.......
IMG_20190422_145614.jpg

.....welche dann 10min vor Kochende eingesetzt wird.
IMG_20190422_151817.jpg

Ich kühle direkt nach Flameout (in diesem Fall nach 75min) erst mit Leitungswasser runter.
In diesem Fall ging so ab 25^C kaum noch was. Bis dahin dauerte es genau 30min. Das heisse Wasser fange ich auf und benutze es am nächsten Tag dann als Gießwasser. Man muss ja nix verkommen lassen :Wink
Dann habe ich weiter mit Eiswasser gekühlt. leider habe ich es dieses mal nicht geschafft unter 17°C zu kühlen. Ich pumpe das Eiswasser im Kreis. In dem Weissen Bottich sind haufenweise Eisbrocken und Kühlakkus. Nach 35min waren die Akkus komplett aufgetaut und das Eis komplett aufgelöst. Wirklich kalt war die Würze mit 17°C aber nicht. sehr enttäuschend :crying
Zumal das wirklich nahezu das Maximum war, was ich an Eis in unserem Minieisfach herstellen kann :Shocked
Naja, so musste das ganze dann wohl im Kühlschrank runterkühlen.
Habt ihr da vielleicht einen Tip für mich, wie ich das effizienter gestallten kann??? Wenn ich das Zeug nach dem Kühlen noch stundenlang im Kühlschrank runterkühlen muss, dann kann ich mir das Kühlen zukünftig auch ganz sparen und über nacht im Kühlschrank runterkühlen. Das betrifft ja auch nur untergäriges Bier, obergärig wären 17°C ja ok.
IMG_20190422_155455.jpg
IMG_20190422_155503.jpg
Nach dem Kühlen dann alles durch den Momofilarmentfilter in den Gärbottich abgelassen.
Im Kocher sind nun nach dem Kochen und durch die Zugabe der restlichen Läuterwürze 24Liter mit 14brix. Macht nach meinen Berechnungen eine Sudhausausbeute von 68,8%. Das ist super, gerechnet hatte ich mit 65%
Der Trub hatte sich supergut abgesetzt, der Filter blieb fast komplett frei und das ohne Whirlpool.
IMG_20190422_163935.jpg

Die Würze im Gärbottich jetzt noch mit 1,9Liter Wasser verdünnt, um auf 12,5brix zu kommen. Im Eimer nun 21,5Liter.
Dann das Teil in den schon auf 5°C vorgekühlten Kühlschrank verfrachtet.
So, nun aber endlich mal das nötige Getränk:
IMG_20190422_192115.jpg
4 Stunden später hatte es dann 15°C. Leider noch etwas zu warm, allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt leider schon die Hefe rehydriert. Hatte nicht darüber nachgedacht die Würzetemperatur zu messen. :Ahh Ich nahm an, dass das bei 5°C etwas mehr runterkühlt innerhalb 4 Stunden als nur 2K. Naja, nützt ja nix! Also die beiden Päckchen rehydrierte Gozdawa W34/70 hinzugetan und den Kühli aus 9°C gestellt.

Am nächsten orgen war die Gärung leider noch nicht angekommen.
Nach 24 Stunden immer noch keine Aktivität :Shocked Ich hatte das beim letzten mal mit der W34/70 auch, dass sie lange gebraucht hat zum Ankommen. Das war aber die Fermentis. Diesmal ist es die Gozdawa. Mal sehen.... Den Inkbird mal 1K hüher gestellt.

Am 24.4 (also heute) morgens die erste ganz leicht Aktivität. Gegen 18 Uhr heute war die Gärung dann endlich voll im Gange. Volle Aktivität nach ca. 45 Stunden :Shocked Wow!!! Was für eine Schnarchnase! wenn die weiter so loslegt, dann dauert die Gärung einen Monat :Mad2
Bleibt abzuwarten.... Ich werde berichten.


ENDE

Ich hoffe es hat euch gefallen. Feedback gerne!
Über Anregungen zur Kühlung und Vorschläge bezüglich meines Läuterproblems würde ich mich sehr freuen.
Meine Vorstellung:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 18#p279718
Allzeit gut Sud und lieben Gruß, Dennis.

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#2

Beitrag von Braufex » Mittwoch 24. April 2019, 21:19

Hallo Dennis,
danke für die Doku, ist immer interessant zum Lesen :thumbsup

Deine Kühlspirale ist nicht besonders lange, ich würde mir da eine längere aus Edelstahl zulegen. Ich hab mir meine gebraucht gekauft.
Für mich wichtig:
- Anschlüsse zeigen nach unten und sind ausserhalb des Einkochers (wichtig bei evtl. Undichtigkeit)
- die Spirale hat Zwischenräume; kühlt besser (bessere Vermischung) und ist viel leichter zu reinigen
- praktische Gardena-Anschlüsse
- lieber ein bischen zu lang (ca. 10m) als zu kurz, besser die oberste Windung geht bis zur Oberfläche oder schaut gerade oben raus

Mit meiner komme ich (nur mit Leitungswasser, ohne Eis) in
2 min unter 80°C
10 min 40°C
30 min 18°C (Start Ausschlagen in Gäreimer)
60 min 14°C im Gäreimer, Ende Ausschlagen

Dann in den auf 1°C vorgekühlten Kühlschrank. Nach weiteren 4 Stunden (= 5 Stunden nach Flame Out) hab ich 8,5°C im Gäreimer. Dann wird die rehydrierte Hefe angestellt und der Kühlschrank auf 9°C eingestellt.

Temperatur im Gäreimer wird mit iSpindel überwacht. Sobald die Temperatur steigt, wird die Temperatur des Kühlschranks über Inkbird langsam abgesenkt (auf ca. 8°C), so dass die Temperatur im Eimer trotz aktiver Gärung bei 9°C konstant bleibt.

Gruß Erwin
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Es beantwortet mir Fragen, auf die ich niemals allein gekommen wäre! :puzz
Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#3

Beitrag von Bieryllium » Donnerstag 25. April 2019, 07:23

Dankeschön für den Bericht!
Zu den Problemen beim läutern fällt mir noch folgendes ein: wenn das Malz schon etwas älter ist, sind die Spelzen trockener und im speziellen die Corona Mühlen zerfetzen sie dann richtig, so dass die Läuterwirkung leidet. Wenn du noch einmal mit diesem Malz braust könntest du versuchen es einen Tag vorher noch zu konditionieren. Das kostet nur wenig Zeit. SuFu vom Forum nutzen für ein how to.
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#4

Beitrag von Sura » Donnerstag 25. April 2019, 08:56

Bieryllium hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 07:23
.... einen Tag vorher noch zu konditionieren. Das kostet nur wenig Zeit. SuFu vom Forum nutzen für ein how to.
Ein Tag vorher tut nicht Not! Das kann bei zuviel Wasser auch mal kontraproduktiv werden. Eine halbe bis dreiviertel Stunde vorher mit 2% des Malzgewichtes bewässern. Alle 10 min durchmischen.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#5

Beitrag von CastleBravo » Donnerstag 25. April 2019, 10:21

Schöne Doku und super T-Shirt! 🤘
:Drink

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#6

Beitrag von Bieryllium » Donnerstag 25. April 2019, 13:30

Sura hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 08:56
Ein Tag vorher tut nicht Not! Das kann bei zuviel Wasser auch mal kontraproduktiv werden.
Danke für die Info! Kannst du noch aufklären wieso das kontraproduktiv ist, bzw. auf einen Thread verweisen wo es erklärt wird? Ich würde gern verstehen was da zum Problem wird.
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#7

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 25. April 2019, 13:40

Bieryllium hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 13:30
Sura hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 08:56
Ein Tag vorher tut nicht Not! Das kann bei zuviel Wasser auch mal kontraproduktiv werden.
Danke für die Info! Kannst du noch aufklären wieso das kontraproduktiv ist, bzw. auf einen Thread verweisen wo es erklärt wird? Ich würde gern verstehen was da zum Problem wird.
Weil konditioniertes Malz ein besonders tolles Milieu (Feuchtigkeit, Temperatur, etc) für Mikroorganismen bietet.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#8

Beitrag von Sebasstian » Donnerstag 25. April 2019, 15:20

Bieryllium hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 13:30
Sura hat geschrieben:
Donnerstag 25. April 2019, 08:56
Ein Tag vorher tut nicht Not! Das kann bei zuviel Wasser auch mal kontraproduktiv werden.
Danke für die Info! Kannst du noch aufklären wieso das kontraproduktiv ist, bzw. auf einen Thread verweisen wo es erklärt wird? Ich würde gern verstehen was da zum Problem wird.
Hallo,
Ziel beim Konditionieren ist es, die Spelzen (und nur diese!) zu befeuchten, damit sie 'geschmeidiger' werden und von der Mühle nicht zerissen werden. Was man nicht möchte, ist ein Befeuchten des Mehlkörpers. Das könnte bereits Prozesse in Gang setzen die wir uns schön fürs Maischen aufheben wollen um die Kontrolle zu behalten. Ein zu früh/zu lang konditioniertes, d.h. befeuchtetes Malz saugt die Feuchtigkeit komplett auf und diese gelangt durch die Spelzen bis in den Mehlkörper des Malzkorns. Deshalb nur kurz vor dem Schroten leicht befeuchten.
VG,
Sebastian
Grüße,
Sebastian

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#9

Beitrag von SaltCityBrew » Freitag 26. April 2019, 07:14

Danke für die Hinweise bezüglich des Konditionierens.
Das werde ich beim nächsten Sud auf jeden Fall mal Testen.
Auffällig ist halt nur, dass ich die Probleme erst habe seitdem ich das Rührwerk verwende....

@Erwin:
Danke für deine Hinweise.
Der von dir verlinkte Kühler hat 8,8m Edelstahlrohr mit 10mm Durchmesser. Ich habe in meiner Kühlspirale knapp 7m Kupferrohr mit 15mm Durchmesser verbaut. Das sieht man auf dem Foto wohl nicht so gut. Der Kühler ist im Kocher auch nur ganz knapp mit Würze bedeckt. Bedenkt man die wesentlich bessere Wärmeübertragung von Kupfer gegenüber Edelstahl, so dürfte die Kühlleistung mindestens gleich sein.
Ich werde das dann künftig auch weiterhin im Kühlschrank auf Anstelltemperatur runterkühlen. Denke mal, dass bei niedrigen Temperaturen auch nicht so viel unerwünschtes Zeugs darin wächst als bei obergärigen Temperaturen?
Meine Vorstellung:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 18#p279718
Allzeit gut Sud und lieben Gruß, Dennis.

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#10

Beitrag von Sura » Freitag 26. April 2019, 08:57

SaltCityBrew hat geschrieben:
Freitag 26. April 2019, 07:14
Ich werde das dann künftig auch weiterhin im Kühlschrank auf Anstelltemperatur runterkühlen.
Brauchst du nicht. Stelle einen Tag vorher einen anderen Behälter, der etwas mehr als deinen Ausschlag fasst, gefüllt in den Kühlschrank. Stelle auf 0°C bzw. das unterste was du schaffst. Nicht einfrieren! Dann brauchst du noch zwei Schläuche und eine billige 10€ Pumpe.
Wenn dein richtiger Sud dann schon auf <20°C ist, baust du um, und pumpst das eiskalte Wasser durch die Kühlschlange. Der Rücklauf kommt wieder in den Behälter. Pumpe solange in die Runde, bis du 10°C erreicht hast. nach 10min bist du auf Anstelltemperatur.
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#11

Beitrag von Braufex » Freitag 26. April 2019, 09:50

Hallo Dennis,
bei diesen Daten der Kühlschlange bist Du mit Deiner natürlich besser dran, mehr Fläche und bessere Wärmeleitung bei Kupfer. Außerdem günstiger :Wink Hab ich auf dem Bild nicht erkannt.

@Sura: Klasse Tipp wenn's mal schnell gehen soll :thumbup
Werde mir mal das Equipment zulegen.
Im Normalfall reicht es mir, wenn ich dann um 21:00 die Hefe anstelle. Ist halt auch weniger Aufwand.
Hast du eine Empfehlung für die Pumpe (Link)?

Gruß Erwin
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Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#12

Beitrag von SaltCityBrew » Freitag 26. April 2019, 10:41

Sura hat geschrieben:
Freitag 26. April 2019, 08:57
SaltCityBrew hat geschrieben:
Freitag 26. April 2019, 07:14
Ich werde das dann künftig auch weiterhin im Kühlschrank auf Anstelltemperatur runterkühlen.
Brauchst du nicht. Stelle einen Tag vorher einen anderen Behälter, der etwas mehr als deinen Ausschlag fasst, gefüllt in den Kühlschrank. Stelle auf 0°C bzw. das unterste was du schaffst. Nicht einfrieren! Dann brauchst du noch zwei Schläuche und eine billige 10€ Pumpe.
Wenn dein richtiger Sud dann schon auf <20°C ist, baust du um, und pumpst das eiskalte Wasser durch die Kühlschlange. Der Rücklauf kommt wieder in den Behälter. Pumpe solange in die Runde, bis du 10°C erreicht hast. nach 10min bist du auf Anstelltemperatur.
Also das ist wirklich eine supergute Idee!!!
Danke für diesen tollen Tipp!!!
Das werde ich beim nächsten Untergärigen so machen.
Wenn man schon einen mit Inkbird gesteuerten Kühli hat, kann man den natürlich so nutzen....
Warum bin ich da nicht drauf gekommen?? - manchmal sieht man wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht...
Meine Vorstellung:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 18#p279718
Allzeit gut Sud und lieben Gruß, Dennis.

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#13

Beitrag von HubertBräu » Freitag 26. April 2019, 12:40

Die Idee gefällt mir auch. Eine Empfehlung für eine Pumpe würde mich ebenfalls interessieren.

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#14

Beitrag von SaltCityBrew » Freitag 26. April 2019, 18:40

Mal ein kleines Update an dieser Stelle:
Das Pils steht im Kühli bei 10°C, hochkräusen sind nicht besonders hoch, aber vorhanden.
Die Gärung ist im vollen Gange.....
Die Spindelprobe in der Tür ist keine Schnellvergärprobe sondern quasi meine Glaskugel. Quasi mein Instantblick in das Innere des Eimers. Mach ich immer so.... Der Eimer bleibt erstmal zu!
Die Spindelprobe zeigt 10°P
Dateianhänge
IMG_20190426_173109.jpg
Meine Vorstellung:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 18#p279718
Allzeit gut Sud und lieben Gruß, Dennis.

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#15

Beitrag von irrwisch » Samstag 27. April 2019, 17:20

Braufex hat geschrieben:
Freitag 26. April 2019, 09:50
@Sura: Klasse Tipp wenn's mal schnell gehen soll :thumbup
Werde mir mal das Equipment zulegen.
Im Normalfall reicht es mir, wenn ich dann um 21:00 die Hefe anstelle. Ist halt auch weniger Aufwand.
Hast du eine Empfehlung für die Pumpe (Link)?

Gruß Erwin
Da kann ich was zu beitragen.
Ich benutze dazu eine billige Aquarium Tauchpumpe
Sowas hier:
https://www.ebay.de/itm/Aquarium-Tauchp ... xnt0pvkZwg

Weiß allerdings gar nicht mehr so genau welche Leistungsklasse ich genommen hab. Irgendwas in der Mitte. Hat 14,99EUR gekostet. Ist auch nicht so wesentlich.
Hauptsache sie hat genug Pump um durch den Kühler zu kommen.

Statt Wasser zu kühlen kann man auch Eisblocks nehmen. Habe haufenweise ausgemusterte alte Tupperwaren wo ich mir dann immer Eis im Gefrierfach mache und einfach in einen Topf zur Pumpe schmeiße und etwas kaltes Leitungswasser drauf.
Bis ca 30 Grad kühl ich mit Leitungswasser um, dann steck ich aufs Eiswasser um.
Das runterkühlen geht dann sehr fix.
Wenn man nen untergäriges noch am selben Tag anstellen will gehts mit Eintauchkühler ja kaum anders.
Dateianhänge
IMG_5430.jpg

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#16

Beitrag von Braufex » Samstag 27. April 2019, 22:53

Danke irrwisch, muss ich mal drüber nachdenken.
Wie lange brauchst Du damit von 30 auf 8-10°C?
Gruß Erwin
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Es beantwortet mir Fragen, auf die ich niemals allein gekommen wäre! :puzz
Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#17

Beitrag von irrwisch » Samstag 27. April 2019, 23:15

Weiß nicht genau.
Der letzte Sud war obergärig, da hab ich die Zeit mal gemessen. Von 30° auf 17° waren das 6 Minuten.
Ich schäte mal in 15 Min sollte man auch auf 10 Grad kommen wenn das Eiswasser kalt genug ist (genug Eis hat)

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#18

Beitrag von SaltCityBrew » Freitag 10. Mai 2019, 18:32

Nun ist es soweit:
Seit nun vier Tagen steht der Wert bei ca. 3,9P.
Morgen wird abgefüllt!
Erstmalig werde ich auch ein 5L Fässchen befüllen....ob das gutgeht? :Grübel

Aber heute nun erstmal Flaschen waschen. :Mad
IMG_20190510_173957.jpg
Gewaschen werden die (eigentlich sowieso schon sauberen Flaschen mit ChemiproOxi und anschließend mit Wasser gut ausgespült.
Morgen vor dem Abfüllen werden sie noch mit Starsan behandelt.
Vorgestern hatte ich den Gäreimer schon aus der Kühlung genommen und in den 16 - 17°C warmen Keller gestellt zwecks Diacetyl Rast.
Ich freu mich schon auf morgen..... :Wink
Meine Vorstellung:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 18#p279718
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#19

Beitrag von SaltCityBrew » Samstag 11. Mai 2019, 19:42

Heute abgefüllt!
IMG_20190511_134003.jpg
Zum zweiten mal habe ich das ganze mittels Bierheber abgefüllt und mit der altbewährten Zuckerdosierhilfe Karbonisiert.
Grund war einfach, dass ich keinen Keimanfälligen Hahn mehr am Gärbottich haben wollte. Im Grunde geht das auch ganz gut, mit dem Problem, dass der Heber schlicht zu kurz ist und ich ihn umständlich am Eimer befestigen muss. Zudem muss ich feststellen, dass sich der Heber noch komplizierter reinigen lässt als der Hahn. Ich denke der nächste Eimer hat wieder einen Hahn :P

Erste Probe:
IMG_20190511_141138.jpg
Sieht doch nicht schlecht aus!
Und schmecken tut es schon richtig gut! :Shocked
Hätte ich nicht gedacht nachdem die Hefe extrem geschwefelt hat und der Keller teilweise immer noch leicht danach riecht. :Mad
Mein Ziel war, die Flaschen möglichst voll zu machen. Leider hat mir die extreme Schaumbildung beim Abfüllen einen Strich durch die Rechnung gemacht!
Das hatte ich noch nie! So habe ich nun ordentlich voll gemacht, also immer etwas Schaum herauslaufen lassen, dann schnell Bügelverschluss drauf und die geschlossene Flasche in der Spüle abgespült. Der Schaum sollte doch den Sauerstoff aus dem Flaschenhals ausgetrieben haben??? Was meint ihr??

Und hier die Ausbeute:
IMG_20190511_144351.jpg

Ist es eigendlich normal, dass die W34/70 so stark schwefelt?? Das waren echt harte Tage, trotz geschlossenem Kühlschrank in dem der Gäreimer stand.
Kann man das irgendwie verhindern bzw. reduzieren??
Und dann habe ich noch eine Frage zum Abfüllrörchen (an meinem Bierheber ist auch ein Abfüllröhrchen dran, nur halt am Schlauch):
Wenn man das Röhrchen aus der gefüllten Flasche zieht dann bildet sich wahnsinnig viel Freiraum im Flaschenhals. Füllt ihr den auch manuell nach? So habe ich das bisher immer gemacht, finde ich aber nicht sonderlich optimal. Gibst da was besseres??
Meine Vorstellung:
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#20

Beitrag von Braufex » Samstag 11. Mai 2019, 20:29

SaltCityBrew hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 19:42
So habe ich nun ordentlich voll gemacht, also immer etwas Schaum herauslaufen lassen, dann schnell Bügelverschluss drauf und die geschlossene Flasche in der Spüle abgespült. Der Schaum sollte doch den Sauerstoff aus dem Flaschenhals ausgetrieben haben??? Was meint ihr??
Meiner Meinung nach perfekt :thumbup
SaltCityBrew hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 19:42
Und dann habe ich noch eine Frage zum Abfüllrörchen (an meinem Bierheber ist auch ein Abfüllröhrchen dran, nur halt am Schlauch):
Wenn man das Röhrchen aus der gefüllten Flasche zieht dann bildet sich wahnsinnig viel Freiraum im Flaschenhals. Füllt ihr den auch manuell nach? So habe ich das bisher immer gemacht, finde ich aber nicht sonderlich optimal. Gibst da was besseres??
Wenn das Bier bis Oberkante steht, zieh ich das Röhrchen fast ganz heraus, so dass nur noch die unteren 3cm im Flaschenhals sind.
Dann setz ich das Röhrchen schräg in den Flaschenhals und drück den Ventilstößel gegen die Innenwand, so dass noch Bier nachläuft, bis die Flasche wieder voll ist.
Wenn ich jetzt das Röhrchen herausziehe, habe ich nur noch ca. 5 -6 mm Leerraum.
SaltCityBrew hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 19:42
Ich denke der nächste Eimer hat wieder einen Hahn
Oder von oben mit Tablett?


Gruß Erwin
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#21

Beitrag von SaltCityBrew » Sonntag 12. Mai 2019, 13:14

Braufex hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 20:29
SaltCityBrew hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 19:42
Und dann habe ich noch eine Frage zum Abfüllrörchen (an meinem Bierheber ist auch ein Abfüllröhrchen dran, nur halt am Schlauch):
Wenn man das Röhrchen aus der gefüllten Flasche zieht dann bildet sich wahnsinnig viel Freiraum im Flaschenhals. Füllt ihr den auch manuell nach? So habe ich das bisher immer gemacht, finde ich aber nicht sonderlich optimal. Gibst da was besseres??
Wenn das Bier bis Oberkante steht, zieh ich das Röhrchen fast ganz heraus, so dass nur noch die unteren 3cm im Flaschenhals sind.
Dann setz ich das Röhrchen schräg in den Flaschenhals und drück den Ventilstößel gegen die Innenwand, so dass noch Bier nachläuft, bis die Flasche wieder voll ist.
Wenn ich jetzt das Röhrchen herausziehe, habe ich nur noch ca. 5 -6 mm Leerraum.


Das ist eine super Idee!! Das werde ich beim nächsten mal defenitiv so machen. Wieso kommt man auf sowas nicht von selber???
Und diese Tablettmethode ist auch eine Überlegung wert. Da werde ich wohl mal was basteln. Aber wie saugt man bei dem Tablett am besten an?
Danke für die Tips Erwin. :thumbsup
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#22

Beitrag von Braufex » Sonntag 12. Mai 2019, 20:35

SaltCityBrew hat geschrieben:
Sonntag 12. Mai 2019, 13:14
Aber wie saugt man bei dem Tablett am besten an?
Hallo Dennis,
hier noch ein paar Bilder.

Tablett mit Schlauch. Ich hab ein kurzes Stück (weichen) Silikonschlauch am Ende dazwischen eingesetzt, so dass die Abfüllklemme den Schlauch auch wirklich komplett absperren kann.
IMG_20190512_174858.jpg

Hier ist die Konfiguration beim Ansaugen mit der 100ml-Spritze, die Klemme ist auf dem starren Schlauch geparkt und lässt durch:
IMG_20190512_175457.jpg

Sobald das Bier an der Spritze angekommen ist, wird die Klemme auf den Silikonschlauch gesetzt. Dann wird die Spritze abgezogen und durch das Abfüllröhrchen ersetzt:
IMG_20190512_175220.jpg

Jetzt kann die Klemme über das Röhrchen ganz entfernt werden, oder am oberen Ende des Röhrchens geparkt werden.

Hier die schräge Position des Röhrchens beim Auffüllen des oberen Flaschenhalses:
IMG_20190512_175247.jpg

Und hier noch mein aufwändiges :Wink Equipment für die Karbonisierungs-Dosage:
IMG_20190512_174634.jpg

Ich hoffe, das hilft Dir oder einem anderen Leser
Gruß Erwin
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#23

Beitrag von SaltCityBrew » Montag 13. Mai 2019, 07:04

Danke Erwin für deine ausführlichen Beschreibungen.
Damit kann man was anfangen.
Werde mir auch so ein Tablett basteln.
Der Bierheber war auf jeden Fall eine Fehlinvestition.
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#24

Beitrag von Braufex » Montag 13. Mai 2019, 09:52

Brauchst Du einen Link zum Tablett?
Kann ich Dir bei Bedarf raussuchen wenn ich zu Haus bin. Passt perfekt für die 30l-Gäreimer.
Gruß Erwin
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#25

Beitrag von SaltCityBrew » Montag 13. Mai 2019, 11:18

Braufex hat geschrieben:
Montag 13. Mai 2019, 09:52
Brauchst Du einen Link zum Tablett?
Kann ich Dir bei Bedarf raussuchen wenn ich zu Haus bin. Passt perfekt für die 30l-Gäreimer.
Gruß Erwin
Klar, gerne.
Du bist der Beste, Erwin!
Ich sage schonmal danke im Voraus.
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#26

Beitrag von Braufex » Montag 13. Mai 2019, 12:34

Zuviel des Lobes :redhead
Guckst Du hier
Glückspilz, gibt's grad für ca. 12€ incl. Versand.
Hab selber 17€ bezahlt ...
Gruß Erwin
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#27

Beitrag von SaltCityBrew » Samstag 8. Juni 2019, 12:33

Am 5.6. habe ich das Bier nun in den Kühlschrank gelegt bei 5°C zur Reife.
Das Flaschenmanometer hatte drei Tage lang einen Wert von 2,9bar angezeigt. Die Nachgärung in der Flasche hat sich wirklich ewig hingezogen.... und das obwohl es im Keller bei ca. 17°C stand. Ich habe allerdings auch recht klar abgefüllt. In den Flaschen hat sich kaum was abgesetzt. :thumbsup
Und wie es immer so ist, konnte ich gestern Abend nicht wiederstehen... :redhead
Ich habe schonmal eine Flasche aufgemacht..... und habe eine riesige Überraschung erlebt:
Das Bier schmeckt hervorragend! Karbonisierung ist top und Schaum stabil!!! Und schon sehr klar. (sieht man auf dem Foto unten nicht so gut) :thumbsup
Nach zwei Tagen im Kühlschrank??? :Shocked
Kein Schwefel Geruch oder Gestank, obwohl mir die Hefe bei der Gärung den ganzen Keller vollgestunken hat (bis hoch in die Küche hat man das gerochen). Geschmacklich schon super, so gut wie keine Nebengeschmäcker aus der Gärung, da habe ich schon schlechtere gezapfte Markenbiere getrunken.
Bin von dem Ergebnis der Gozdawa 34/70 überrascht! Ist absolut neutral, werde da wohl im entsprechendem Gozdawa Thread mal was zu schreiben, wenn das Bier ausgereift ist. Ich bin gespannt wie viel besser das Bier noch werden wird.... :Pulpfiction
In einigen Wochen werde ich mich diesbezüglich nochmal melden (wenn dann noch was übrig ist von dem Stoff)
Bis dahin: :Drink
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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#28

Beitrag von Ladeberger » Samstag 8. Juni 2019, 12:48

Glückwunsch zum schmackhaften Ergebnis!
SaltCityBrew hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:33
Kein Schwefel Geruch oder Gestank, obwohl mir die Hefe bei der Gärung den ganzen Keller vollgestunken hat (bis hoch in die Küche hat man das gerochen).
Gut so: Was an unerwünschten Aromen aus dem Sud in den Keller ausstinkt, ist folglich nicht mehr im Bier. Das gilt andersherum leider auch für erwünschte Aromen. Auf diesem Wege verabschieden sich z.B. auch leicht flüchtige Hopfenöle oder erhebliche Mengen Isoamylacetat ("Banane") aus dem Weißbier.

Gruß
Andy

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Re: Osterpils mit Läuterproblemen

#29

Beitrag von Braufex » Montag 10. Juni 2019, 00:31

SaltCityBrew hat geschrieben:
Samstag 8. Juni 2019, 12:33
... und habe eine riesige Überraschung erlebt:
Das Bier schmeckt hervorragend! Karbonisierung ist top und Schaum stabil!!! Und schon sehr klar. (sieht man auf dem Foto unten nicht so gut) :thumbsup
Hallo Dennis,
freut mich, dass sich Deine Mühe gelohnt hat. :thumbsup
Lass Dir's schmecken :Drink

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