Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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deraragorn
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Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

#1

Beitrag von deraragorn » Montag 17. Juni 2019, 10:03

Hallo zusammen.

Nun möchte ich euch auch einmal teilhaben lassen an meinen abenteuerlichen Ausflügen in die bekloppte Welt des Hobbybrauens.
Da in absehbarer Zeit mein Geburtstag ansteht und es da meist auch das eine oder andere Bier gibt, dachte ich mir - Hey, Traugott Simon muss ja nicht immer sein. Ein leeres 50er Keg steht noch im Keller, da lässt sich doch was machen.
Einkocher, Ausschlagmenge 20 Liter... Das wird aber eng.
Egal, machen wir halt zwei Sude. Nee, Moment. Doch besser drei!
Gesagt, getan, alles eingekauft, noch einen zusätzlichen Lagerkühlschrank ausgeliehen und dann ging es gestern los.
Gebraut werden sollte ein Helles wie der Gurgelrutscher.

Genug der Worte, ich will euch nicht langweilen.

Alles vorbereitet:
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Erste Maische läuft:
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Jodprobe sieht gut aus.
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Läutern ist total besch***, das Zeug wollte auch nach 15 Litern nicht so klar laufen wie ich es gewohnt bin. Irgendwann habe ich es dann einfach gelassen und halb trüb laufen lassen... (zu schnell kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dürften so etwa 0,7-1 Liter die Minute gewesen sein)
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Parallel wurde der nächste Sud begonnen
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Das erste Los wandert schonmal in den Gärbehälter
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Die fette Katze ist etwas irritiert ob der Machenschaften auf ihrem Balkon und hält das alles für Teufelszeug
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Weitere Bilder folgen, das Ganze steht jetzt auf zwei Speidel aufgeteilt im Kühlschrank bei 17 Grad und wurde heute Früh um 8 mit US-05 angestellt.

__
Edit: Bilderupload ist immer wieder ein Abenteuer.
§11 - Porro bibitur! Es werde fortgesoffen!

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Re: Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

#2

Beitrag von Eowyn » Dienstag 18. Juni 2019, 04:26

die "fette Katze" ist der Garant für gutes Bier!
Brauen ohne Katze ist wie Symphonieorchester ohne Geige... geht - ist aber völlig sinnlos.

:)
Women have been brewing beer since the days of ancient Egypt, and it was only after the Black Plague that it fell into the hands of men

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Re: Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

#3

Beitrag von Bierbert » Dienstag 18. Juni 2019, 07:30

....oder Triangel.... Aber wie war denn Deine Schüttung?

deraragorn
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Re: Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

#4

Beitrag von deraragorn » Dienstag 18. Juni 2019, 10:56

Die Schüttung, das wichtigste glatt vergessen...

3,4 kg Pale Ale
0,65 kg Weizenmalz
0,65 kg Carapils
0,10 kg Hafermalz
0,05 kg Haferflocken (sollte eigentlich komplett Haferflocken sein, hatte aber wider Erwarten nicht genug -.-)
Macht summa summarum etwa 4,85 kg für 20 Liter, bei einer sagenhaft miserablen SHA von um 50%... Traurige Sache. Trotz reichlichst Nachguss.
Egal, sei's drum, der Drops ist gelutscht oder so ähnlich.

Hopfung war übrigens Centennial, 5 Gramm bei Kochbeginn, 5 Gramm nach 80 Minuten/10 Minuten vor Ende des Kochens.
Und für's Aroma bei Ende des Kochens 30 Gramm Dr. Rudi, wie es das Rezept (fast) vorsieht. Gesamteindruck von Bittere und Hopfenaroma vorm Anstellen war schon etwa wie erwartet.
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Re: Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

#5

Beitrag von Bieryllium » Donnerstag 20. Juni 2019, 10:32

Bei deinen Läuterproblemen könnte eine zu geringe Wartezeit schuld sein. Besonders wenn du schnell angefangen hast zu Läutern um deinen Doppelsud/Dreifachsud an dem Tag unterzubringen. Ich lasse immer 15 - 20 Minuten ruhen und je nach Schüttung läuft es nach 2-3 Litern klar.
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

deraragorn
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Re: Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

#6

Beitrag von deraragorn » Montag 24. Juni 2019, 07:36

Moin Christopher.

Naja, ich hatte ja den ganzen Tag Zeit. Dürften so gute 20-25 Minuten Wartezeit gewesen sein, so in der Ecke jedenfalls.
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Re: Dreifachsud nach Art "Gurgelrutscher"

#7

Beitrag von Bieryllium » Montag 24. Juni 2019, 19:34

deraragorn hat geschrieben:
Montag 24. Juni 2019, 07:36
Moin Christopher.

Naja, ich hatte ja den ganzen Tag Zeit. Dürften so gute 20-25 Minuten Wartezeit gewesen sein, so in der Ecke jedenfalls.
Das sollte reichen. Wie alt war das Malz? Waren die Spelzen recht zerfetzt? Malz konditionieren bevor du mahlst könnte dagegen helfen, falls dies der Fall war. Zu grob gemahlen könnte auch schuld sein. Mit welchem Wasser braust du und sind deine Biere sonst dunkler? Wenn der pH-Wert zu hoch ist leidet die Ausbeute. Bei hellen Bieren mehr als bei dunklen.
https://braumagazin.de/article/von-der- ... rauwasser/
Grüße aus Nürnberg!

Euer Christopher

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