Braunbär Stout

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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JackFrost
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Braunbär Stout

#1

Beitrag von JackFrost » Sonntag 8. März 2020, 21:07

Es sollte eigentlich eine Schwarzbär Stout werden, aber das Pale Choclate Malz war nicht verfügbar, daher hab ich die Schüttung etwas veränder und bin
laut dem KBH 2.x am Ende auf 122 EBC gekommen.

Ich hatte für geplante 20l Ausschlagwürze, mit geplanter 58 % SHA, folgende Schüttung :
  • 2,37 kg Pilsner Malz
  • 1,16 kg Münchner Malz
  • 0,20 kg Carafe II Spezial
  • 0,25 kg Weyermann Special W
  • 0,17 kg Black Malz
  • 0,57 kg Haferflocken
Hauptguss 17 l
Nachguss 13 l

Beide mit dem Mischbettensalzer zu VE-Wasser mit 36 µS Restleitfähigkeit entsalzt und dann mit CaSO4, NaCl und CaCO3 in Sprudel-VE-Wasser aufgesalzt.

Als Hefe hab ich die W100 genommen die in der Früh noch munter gerührt hat
IMG_3137 - Kopie.jpg
Das Malz wurde am Tag vorher geschrotet und mit den Haferflocken gemischt.

Gebraut habe ich im 10G Ss Brewtecht Topf auf einer IDS2 mit meiner Brauregelung. Als Rührwerk kam ein umgebautes Rührwerk von Brauhardware zum Einsatz. Gemessen wurde mit einem PT100 1/3 Din mit 300 mm Länge, welcher direkt im Sud war.
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Um meine Hauptsicherungen (25A) nicht zu überlasten, wurden die Rasten mit 2,7 kW und nicht mit 3,0 kW wie sonst gefahren. Waren aber am Anfang immer noch mehr als 1,5 °C/min.
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In der Steuerung wurde die neue Version 0.96b getestet bei die erste Rast erst nach Bestätigung nach der Zugabe des Malzes erfolgt. Leider war ein kleiner Bug in der Software der kurz behoben werden musste, daher gab es eine ungeplante kurze Rast von 8 Minuten bei 52 °C.
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Geläutert wurde nach dem "Batch Sparge" Prinzip.

"Pfanne voll" waren dann 27l inc. des Volumens und des Rührwerks für das Kochen. Da ich zum schnelleren Kühlen und zum Erkennen des Siedens ein Rührwerk nutze kommt das beim Kochen gleich von Anfang an mit rein.
IMG_3142 - Kopie.jpg
Kurz vor dem Siedepunkt hatte ich dann noch 0,5 °C/min.
IMG_3141 - Kopie.jpg
Die gemessene Siedetemperatur lag 0,8 K über der Berechneten über den gemessen Luftdruck der Steuerung. Bin mir aber nicht sicher ob die Kalibrierung in der Steuerung nach den letzten Updates gemacht wurde oder noch aussteht. Das macht hier dann bis zu 0,6 K Fehler aus.

Gehopft wurde mit Ahtanum und Zeus:
4,6 g Ahtanum in der Vorderwürze
6,3 g Zeus 90 Minuten
12,6 g Ahtanum 5 Minuten

10 Minuten vor Ende kamen noch 2,5 g Irish Moos hinzu und das Rühwerk wieder angeschalten.

Gekühlt wurde mit dem kleinsten Kühler von Braupartner, mit provisorischen Abstandshalter und laufendem Rührwerk.
Ich hatte 5 Minuten vorher den Haupthahn am Kühlwasser aufgedreht, leider war der Hahn zum Regeln nicht ganz dicht, daher ist
mit die Temperatur am Ende vom Kochen etwas abgesackt.
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Zum Kühlen hab ich 16 Minuten gebraucht
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Nach entfernen des Kühlers und des Rühwerks waren es noch 20l mit 15,5 °P was laut dem KBH eine SHA von 69,9 % sind. So gut war meine SHA noch nie, ich denke aber das lag eher an den Haferflocken. DIe Verdampfugszahl war mit 18,5 % recht hoch. Bei den nächsten Suden werde ich eher mit 2 kW beim Kochen fahren und nicht mit 2,7 kW.

Zum Schluss wurde mit 150 µm filtriert.
IMG_3146 - Kopie.jpg
Im Gärbottich waren dann 18,5 l, welche ich dann noch mit 3,6 l Wasser verdünnt habe um auf 13 °P zu kommen.

Wenn die 24h der letzten Hefepropagationsstufe heute abend fertig ist, wird angestellt.

Gruß JackFrost
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Re: Braunbär Stout

#2

Beitrag von Eikonal » Sonntag 8. März 2020, 22:01

Wow, sieht gut aus, vor allem die ganzen Charts sind interessant anzuschauen. Darf ich fragen, wie du die provisorischen Abstandhalter bei der Spirale realisiert hast?

Gruß Tim

JackFrost
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Re: Braunbär Stout

#3

Beitrag von JackFrost » Sonntag 8. März 2020, 22:12

Eikonal hat geschrieben:
Sonntag 8. März 2020, 22:01
Wow, sieht gut aus, vor allem die ganzen Charts sind interessant anzuschauen.
Die Steuerung schickt alle 5s einen Satz Daten über den Hausbus an den Raspi. Der speichert das in der DB wo auch die Daten
der iSpindel landen.

Ist ganz praktisch um den Regler zu optimieren. Ich hab keine automatische Ermittlung der PID Paramter geschrieben. Per Hand war das
schneller.
Eikonal hat geschrieben:
Sonntag 8. März 2020, 22:01
Darf ich fragen, wie du die provisorischen Abstandhalter bei der Spirale realisiert hast?

Gruß Tim
Das sind überig gebliebne Edelstahlschrauben 4,5x60 mit Teilgewinde vom Zaun.
Ist sehr Q&D und auf dem Plan steht auch der richtig Abstandshalter. Damit dürfte der Kühler dann auch stabil stehen.

Gruß JackFrost
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