Meine erste Doku - ein Weizen

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Patrick
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Meine erste Doku - ein Weizen

#1

Beitrag von Patrick » Montag 27. April 2020, 22:17

Hi zusammen,

ich erfreue mich immer sehr an den Braudokus und wollte auch mal eine eigene erstellen - das ist daraus geworden:

Gebraut wurde ein helles Weizen nach dem Hermann-Verfahren. Das wollte ich unbedingt mal testen um viele Bananenaromen im Bier zu bekommen.

Daten zum Bier:

Stammwürze 13°P
Bittere 12 IBU
Farbe 8 EBC
Alkohol ca. 6%

Schüttung:
50% Weizen hell
25% Pilsener Malz
25% Wiener Malz

Hopfen:
Amarillo (eigentlich Saphir aber den hatte ich zu meinem erschrecken nach langer suche doch nicht da ... ich hoffe das geht auch einigermaßen )

Hefe:
Schneider in 3-ter Führung

So genug jetzt kommen die Bilder :Smile
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Basismalze sind eigentlich immer in ausreichender Menge vorhanden.
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Beim Schroten wird das Malz direkt in die Malzmühle eingewogen, diese wird von einem Scheibenwischermotor angetrieben. Der Walzenabstand ist auf das berühmte "CD-Maß" eingestellt.
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Schrotbild.
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Da beim Hermann-Verfahren zu beginn nur die Hälfte des Schrotes benötigt wird habe ich alles nochmal gut vermischt um alle Malze gleichmäßig zu verteilen.
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Braugerät, links oben ein Wecktopf mit Rührwerk und Lauterhexe, oben rechts ein Topf auf einer Hendi zum Kochen und unten steht ein Teil einer ausgedienten RIMS Anlage der nun den Nachguss erwärmt und nach oben Pumpt.
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Innenansicht Maischbottich
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Einmaischen der ersten hälfte
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Die Maische läuft schön im Kreis... leider ist das Störblech nicht lang genug für diese kleine Menge ...
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Gesteuert wird die ganze Anlage mit CraftBeerPi
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nachdem die zweite hälfte Eingemaischt wurde ist die Welt im Bottich wieder in Ordnung, das Störblech tut seinen Dienst und die Maische fährt nicht mehr Karussel. Die Restlichen Malznester werden schnell noch mit dem Paddel untergemischt.
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Jodprobe
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Nach 20min Läuterruhe ist oben schon klare Würze zu erkennen.
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Vorschiessen mit voll geöffnetem Hahn
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Danach läuft die Würze schön klar, der Ablass ist nur zum Teil geöffnet um ein festziehen des Trebers zu vermeiden.
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Der Nachguss wird durch einen gelochten Ring verteilt dieser wird durch eine kleine Pumpe am Nachgusskessel gespeist
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Währenddessen schon mal die drei Hopfengaben vorbereitet
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Vor Kochbeginn 32l Würze mit 12 Brix
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Kochbeginn der Würze
Kurzer abstecher in die Küche, ich habe 3,5l dünne Würze mit ca 4Brix leicht gehopft und 60 min Gekocht um damit die Hefe zu wecken und eine Art Starter für den nächsten Tag zu haben.
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Kochen der Starterwürze
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kühlen der Starterwürze
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die geertete Schneider Hefe wird in die Starterwürze gegeben.
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Das ganze bleibt nun gut verpackt bis morgen stehen
Nun zurück in den Braukeller

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Kochen ist beendet und der Wirlpool angedreht
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Abgelassen wird mittels Silikonschlauch ohne Heber und co.
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Die Würze läuft schön klar in den Gärbehälter
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Der Trubkegel kommt zum Vorschein
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Leider zerfällt der Kegel bei mir so gut wie immer, was mache ich nur falsch ... ich ware nach dem WP immer ca 20 min. Und mach während des WP den Deckel auf den Topf
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Es bleiben "nur" 23,5l Würze mit immerhin 18Brix es wurde im Anschuss mit Wasser verdünnt um auf 13Brix zu kommen
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Da steht nun die innerhalb von 24h abgekühlte Würze im großen Topf um Ausreichend Steigraum zu haben. Angestellt wurde bei 21°C.
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So sah der Starter nach 24h aus, ich habe ihn vollständig in die Würze geschüttet von weit oben um noch etwas Sauerstoff mit einzubringen.
Das war meine Braudoku, ich hoffe ihr habt spaß beim Bilderschauen gehabt. Falls jemand nocht Tipps hat bitte reinschreiben.

Ach ja, das wichtigste fehlt noch ... während ich hier draussen sitze und die Doku schreibe wird natürlich Bier getrunken ... :Drink
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Das wohlverdiente Doku-Bier ...
Ich wünsche euch allen einen schönen aben, ich werde mir nun noch ein neues Bier holen und gespannt auf die ersten Kommentare warten.

Gruß und Prost Patrick

Kristoffer
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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#2

Beitrag von Kristoffer » Dienstag 28. April 2020, 09:54

Moin, das sieht du echt gut aus!!! Also bei mir zerfällt der Kegel auch immer :D Ich weiß nicht was ich da Falsch mache. Habe mal den Tip bekommen einfach einen Tortenring zu nehmen und sobald der Kegel nur leicht zum Vorschein kommt, diesen rumzulegen. Der Ringe muss natürlich Sauber sein ;)

Patrick
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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#3

Beitrag von Patrick » Dienstag 28. April 2020, 10:13

Hi,

ja das mit dem Ring kenne ich auch, will aber nach dem Kochen möglichst wenige Komponenten "in die Würze werfen".
Ich kenne hier im Forum Bilder da liegt der Trubkegel immer schön in der mitte und am Rand kann man den Topfboden sehen, es ist keine Würze zurückgeblieben...
Das würde ich mir auch mal wünschen, so gehen jedes mal locker 3-4l verlohren. Vor Kochbeginn hatte ich 32l nachher noch 23.6l.

Gruß Patrick

Kristoffer
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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#4

Beitrag von Kristoffer » Dienstag 28. April 2020, 11:35

hmm vielleicht hat das ja was mit der Ablaufgeschwindigkeit zu tun.. kein plan :D

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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#5

Beitrag von Decas » Montag 4. Mai 2020, 23:46

Kristoffer hat geschrieben:
Dienstag 28. April 2020, 11:35
hmm vielleicht hat das ja was mit der Ablaufgeschwindigkeit zu tun.. kein plan :D
Das ist meines Erachtens der Fall. Ich habe früher immer zu schnell geläutert und am Ende zerfällt der Trubkegel. Vielleicht mal etwas langsamer läutern. Auch kleine Erschütterungen können den schon instabil werden lassen.

Noch eine Frage: Oben hast du geschrieben dass du den Hahn am Anfang voll aufdrehst. Aus welchem Grund? Auch zu Anfang drehe ich den Hahn nur minimal auf damit sich der Treber nicht zusetzt.

Merci

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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#6

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 5. Mai 2020, 06:04

Bei mir zerfällt der auch idR.
Das Schlauchende muss aber grundsätzlich weiter außen anliegen.
Habe mal bei Moritz aka bierjunge in einer Doku oder war's im Braumagazin? gesehen, dass er einfach den Siphonschlauch an ein Kupferrohr anschließt, das verrutscht dann weniger.
Muss ich endlich auch probieren..
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#7

Beitrag von Malzknecht » Mittwoch 20. Mai 2020, 08:57

Tolle Doku und danke fürs Zeigen!

Zum Trubkegel:
Bleibt der Kegel überhaupt bei irgendwem so lange stabil, dass nur minimal Würze zurückbleibt z.B.< 1L? Bei mir zerfällt der Kegel seit eh und je immer, sobald die Würze auf Höhe des Trubkegels ist und dann kleiner wird. Der Kegel zerfällt zu den Seiten. Ich glaube das ist normal, denn die Alternative wäre, dass der Trubkegel plötzlich aus der Würze herausschaut (wie eine Insel :Bigsmile ). Kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Der Trub ist ja nur locker in der Mitte zentriert und nicht zu einem Block komprimiert.

Da das bei mir noch nie anders war, egal ob langsam oder schnell abgeseiht wurde, dachte ich das wäre normal. Bitte melden, falls das bei irgendwem anders funktioniert. Dann muss ich das optimieren :thumbsup
Viele Grüße,
Tobi

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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#8

Beitrag von uli74 » Mittwoch 20. Mai 2020, 21:20

Decas hat geschrieben:
Montag 4. Mai 2020, 23:46
Kristoffer hat geschrieben:
Dienstag 28. April 2020, 11:35
hmm vielleicht hat das ja was mit der Ablaufgeschwindigkeit zu tun.. kein plan :D
Das ist meines Erachtens der Fall. Ich habe früher immer zu schnell geläutert und am Ende zerfällt der Trubkegel. Vielleicht mal etwas langsamer läutern. Auch kleine Erschütterungen können den schon instabil werden lassen.

Noch eine Frage: Oben hast du geschrieben dass du den Hahn am Anfang voll aufdrehst. Aus welchem Grund? Auch zu Anfang drehe ich den Hahn nur minimal auf damit sich der Treber nicht zusetzt.

Merci
Beim Läutern zerfällt kein Trubkegel, wenn dann höchstens nach dem Whirlpool...
Gruss

Uli

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Re: Meine erste Doku - ein Weizen

#9

Beitrag von Decas » Mittwoch 20. Mai 2020, 23:15

In der Tat, mein Fehler, ich meinte natürlich beim Hopfenseihen bzw. nach dem Whirlpool. Da habe ich auch festgestellt, dass eine zu schnelle Flussgeschwindigkeit nicht förderlich für den Trubkegel ist. Am Anfang vielleicht etwas schneller aber sobald er zu sehen ist, fahre ich die Geschwindigkeit runter.

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