Hausfrauen-Sud biab

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Barney Gumble
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Hausfrauen-Sud biab

#1

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 28. April 2020, 17:59

Hi.
hab meinen zweiten biab-Sud gemacht und jetzt hat es halbwegs geklappt. Beim ersten Mal war die Sudhaus Ausbeute unter 45 % und dann hatte ich auch noch ein Dünnbier produziert..
Diesmal lief es besser (50 % SHA und SW von ca 12 °P gut getroffen mit der gewünschten Ausschlagmenge), Bierstil: Saison.
Ist ein Kleinmaßstab (Ziel 10 L in Flaschen), normal erzeuge ich so 50 L mit anderem Equipment.
Ausrüstung (haushaltsmäßig):
2 x 10 L Töpfe (die die immer Mal wieder im Angebot bei Discountern zu erstehen sind), 1 x 8 L Topf (Spargeltopf mit Sieb), zwei biab-Säcke (für wen es interessiert kann ich schauen von welcher Chinafirma die sind..), einer etwas größer, einer etwas kleiner (siehe Fotos), normale Ceranherdplatten, 15 L Speidelfass, Würze-Eintauchkühler (Kupfer), Käsetuch, Löffelsortiment, Magnetrührer, Aquarium-Luftmacher, Spindeln etc
Zunächst musste Hefe 'erzeugt' werden, dazu https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread
ein blend aus Dupont und crossroads, eigentlich war das schon die einzige nennenswerte Hürde, nach ca. 1 Woche war der Starter soweit
Rezept:
12,2 °P Ist-SW
3 kg (95 % Pima, 5 % Mela) aufgeteilt auf 2 kg und 1 kg für einen 10 kg und einen 8 kg Topf
NG 7 L im 10 L-Topf und 4 L im 8 L-Top, Lauretania-Wasser (wie Purania, vgl. Foto), also insges. 11 L Hauptguss, mit 2,4 bzw. 1,2 g H2SO4 (10 %) ersetzt
Wasser mit 55 °C zum Einmaischen, gut rühren (10 L Topf grenzwertig), ergibt ca. 53 °C
aufheizen auf 65 °C, gut rühren, 45 min gerastet, nur wenig nachheizen notwendig, währenddessen Nachguss von 4 L (+1,8 g H2SO4) auf 78 °C im zweiten 10 L-Topf aufgeheizt,
aufheizen auf 72 °C, gut rühren, 15 min gerastet
da war alles iodnormal
kleinen biab-Sack in Nachguss nach 2 min abtropfen gehängt, ca. 10 min eingeweicht, dann in Abtropfsieb
großen biab-Sack genauso in den gleichen Nachguss gehängt, dann alle Haupt- und Nachguss vermischt und gerecht auf beide 10 L-Töpfe verteilt
hierbei 10-10,5 °P erreicht, vorher wies kl. Hauptguss 14 °P, gr. Hauptguss 18 °P und Nachguss 5 °P auf
Hopfenkochen mit 69 g East Kent Goldings im Socken umgehängt von Topf 1 auf 2 (ich weiß, dadurch wird die IBU-Rechnung irgendwie sinnlos..)
nach 65 min Koch aus, 5 min Konvertieren abgewartet, wirlpool, Deckel drauf, 15 min später abgeschlaucht (Siphon) in 8 L Topf wo meine Cu-Schlange (Ergebnis eines Unfalls.. https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread) wartet, auf 28 °C Anstell-T gebracht, wie Starter (ca. 500 ml) auch, der ein bisschen mit Vorderwürze angefüttert wurde
SW war 13,8 °P der ca. 10 L, auf 12,2 verdünnt, somit gingen ca. 11,5 L ins Fass (Speidel 15 L)
Gärung: 8 Tage bei 26-28 °C, nach 3 Tagen war schon fast 90 % Vergärungsgrad erreicht
am 9. Tag mit 91 % Vergärungsgrad kaum Absetzen der Hefe und nach dem zweiten Mal Rühren auch keine Nachkräusen mehr, am 10. Tag sEVG nach Schnellgärprobe mit 91 % erreicht, mit 250 g Hallertauer B. feinste Dosenware (wethop) gestopft, T auf 19-20 °C reduziert,
3 Tage später (auch zweimal Hopfen sanft eingeführt),
dann Hopfensack raus aus dem Speidelfass und über Nacht bei (nächsten morgen) 9 °C "tepid-crash" gemacht (wollte nicht, dass mir die Hefe wegschläft), zur Sicherheit kleines bisschen Hefe aus der Schnellgärprobe noch über Nacht ein bisschen angefüttert und wieder bei 28 °C aktiv gehalten.
Tagesdrauf mit 4 g Zucker und je Flasche à 500 ml mit 50 ml, sollte 5,5 g CO2/L ergeben, dadurch ein bisschen noch den Alkoholgehalt reduziert, weil ich alleine durch den ewigen Starter und ständiges Anfüttern annehme, dass der Alkoholgehalt viel höher als einfach nach Balling berechnet, ausfallen dürfte.
Jetzt kommt das Ganze noch 4 Tage bei wieder 27 °C in die Nachgärung und dann ab in Kühlschrank (10 °C) zum Reifen.
Gut jetzt lasse ich die Bilder sprechen.

Fazit: mit einfachsten Mitteln ganz befriedigender Sud-Ablauf, jetzt Mal schauen was Stripp-Hefe und Hallertauer Blanc so mit der Chose anstellen.
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leichte Aktivitäten durch Erwärmen festzustellen..
VG
Shlomo
Dateianhänge
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Aufgrund des mickrigen Bodensatzes hätte es wohl auch schief gehen können m. M. n.
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So schaut mein gschlamperter Starter aus
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Aber es klappt..
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Trotz Abzug beim Schroten.. eine Sauerei
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Das wird knapp..
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Jetzt vooorsichtig einrühren..
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Juhuuu, ging sich aus.. (nachher)
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vorher
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Erste und letzte Iodprobe
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Abtropfaktion
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hier wird der letzte Rest rausgekitzelt aber nicht gepresst
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Spindelprobe gesamt
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Biab-geschuldete Trübung
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der Aroma+Bitterhopfen in einem
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Wallewalle
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Gewhirle
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Abziehen, Trubkegel naja..
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letzter Startercheck
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die Kühlkombi (wie gesagt zwei Sessions)
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Abschluss-Spindelei (Anm.: Sind 13,4 nicht 3,4, immer drehts den Einser weg..)
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leeres Fass (etc.)..
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volles Fass
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Stopfhopfen-Sack koche
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Messzylinder Ende fast erreicht..
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Stopf-Start
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Deutlich fester als corned Beef..
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ein bisschen Nachhelfen beim Versenken muss auch hier sein
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Versenkt..
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die high-tech-Abfüll-Anlage (nicht im Bild die Pistole)
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Zieleinlauf: mehr als 10 L, sonst hätte ich mich geärgert..
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ich vergaß das Wasser
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Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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