Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#101

Beitrag von BigMoz » Freitag 29. Januar 2021, 13:59

Hallo zusammen,

Ich hab mir letztens auch die Philly Sour geholt, aber das Verhalten beim Weiterführen und die Spekulationen dazu (exemplarisch)
flying hat geschrieben:
Montag 7. September 2020, 17:38
Würde mich wundern wenn die Lachancea Maltotriose kann und würde mich nicht wundern wenn man bei der Philly Sour nicht noch ein paar Millifotz Nottingham oder so reingemsicht hat.. :Grübel :puzz
haben mich nicht mehr losgelassen. Ich hatte die Möglichkeit über Ecken Didier Theodore zu fragen, Business Development Manager für Bierhefen bei Lallemand. Laut seiner Aussage ist die kommerzielle Trockenhefe eine Lachancea Reinkultur die Maltotriose verstoffwechseln kann. Laut ihm gehört sie zu einer neuen Subspezies und bald soll dazu eine Veröffentlichung nebst Klassifizierung herauskommen.

Hoffe das hilft weiter,
Matthias

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#102

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 29. Januar 2021, 15:05

BigMoz hat geschrieben:
Freitag 29. Januar 2021, 13:59
Ich hatte die Möglichkeit über Ecken Didier Theodore zu fragen, Business Development Manager für Bierhefen bei Lallemand.
Aah, Grrr! Warum hast du bei dieser Gelegenheit nicht gleich geklärt, wie Lallemand die Philly propagiert, ohne, dass die Hefe die Fähigkeit zur Milchsäuregärung verliert? Bzw., wie man eine Erntehefe, die ihren Stoffwechsel während der Gärung bereits auf alkoholische Gärung umgestellt hat, für die nächste Gärung wieder auf eine initiale Milchsäuregärung umstellen kann.
Oder hast du gefragt? Dann rück bitte die Geheimnisse raus ;-).
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#103

Beitrag von §11 » Freitag 29. Januar 2021, 17:39

BigMoz hat geschrieben:
Freitag 29. Januar 2021, 13:59
Hallo zusammen,

Ich hab mir letztens auch die Philly Sour geholt, aber das Verhalten beim Weiterführen und die Spekulationen dazu (exemplarisch)
flying hat geschrieben:
Montag 7. September 2020, 17:38
Würde mich wundern wenn die Lachancea Maltotriose kann und würde mich nicht wundern wenn man bei der Philly Sour nicht noch ein paar Millifotz Nottingham oder so reingemsicht hat.. :Grübel :puzz
haben mich nicht mehr losgelassen. Ich hatte die Möglichkeit über Ecken Didier Theodore zu fragen, Business Development Manager für Bierhefen bei Lallemand. Laut seiner Aussage ist die kommerzielle Trockenhefe eine Lachancea Reinkultur die Maltotriose verstoffwechseln kann. Laut ihm gehört sie zu einer neuen Subspezies und bald soll dazu eine Veröffentlichung nebst Klassifizierung herauskommen.

Hoffe das hilft weiter,
Matthias
Die Aussage vertehe ich nicht. Um welche Hefe es sich handelt ist doch schon lange bekannt und da es sich um einen Stamm handelt den die University of Science in Philladelphia urspruenglich isoliert hatte (daher der Name), ist dazu wirklich viel in wissenschaftlichen Papieren veroeffentlicht worden.

Gruss

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#104

Beitrag von BigMoz » Freitag 29. Januar 2021, 23:22

§11 hat geschrieben:
Freitag 29. Januar 2021, 17:39
[...] da es sich um einen Stamm handelt den die University of Science in Philladelphia urspruenglich isoliert hatte (daher der Name), ist dazu wirklich viel in wissenschaftlichen Papieren veroeffentlicht worden.
Könntest du die entsprechenden Publikationen vielleicht hier verlinken? In den Methoden Kapiteln müsste doch beschrieben sein wie sich die Philly Sour propagieren lässt, ohne dass sie die Milchsäuregärung einstellt.

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#105

Beitrag von Till » Mittwoch 3. Februar 2021, 23:42

Guten Abend,

wollte mal kurz berichten, wie es mir mit der Philly Sour ergangen ist. Vorab Danke an @Kolbäck für die Hefeversorgung vor der Verfügbarkeit in Deutschland. Ich habe natürlich so lange getrödelt, dass ich sie dann auch hier hätte bestellen können :redhead .

Ich habe in der ersten Januarwoche ein Bier damit angesetzt. 8,5° Plato, 18 IBU, Schüttung aus Pilsener, Weizenmalz und Carahell (60/35/5%), 9 IBU mit Magnum (60 Min), 9 IBU mit Motueka (10 min) und 0,6g/l Motueka in den Whirlpool. Kombirast und bei 20° vergoren.

Am Wochenende habe ich die erste Flasche geöffnet, direkt aus dem warmen (Nach-)Gärkühlschrank, kurz auf Trinktemperatur gekühlt und verkostet. Trotz Weizen und fehlender Lagerung war das Bier schon recht klar, schöner Schaum und geschmacklich tadellos. Es ist ein wunderbares einfaches Sauerbier geworden. Der geringe Alkoholanteil fällt nicht negativ auf, die Säure ist deutlich wahrnehmbar aber angenehm (kein "in die Zitrone beissen" aber auch nicht so diskret wie bei einigen Berliner Weiße für das breitere Publikum) und verträgt sich wunderbar mit dem Hopfen. Deutlich komplexer als ein Versuch von vorletzem Jahr mit Milchsäurezugabe aber auch keine Duchesse. Könnte ein perfektes Sommerbier sein, aber bis dahin ist es bestimmt schon weg :-).

Für richtige Sauerbiere bin ich zu faul, das Theater mit monatelanger Gärung oder KettleSour mag ich mir nicht antun. Umso schöner, dass es mit der Philly Sour nun einen workaround gibt.

Till
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#106

Beitrag von Till » Mittwoch 3. Februar 2021, 23:47

Und so sieht es aus:
IMG_20210131_232628343~2.jpg
:Drink

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#107

Beitrag von hyper472 » Donnerstag 4. Februar 2021, 08:26

Till hat geschrieben:
Mittwoch 3. Februar 2021, 23:42
... war das Bier schon recht klar, schöner Schaum und geschmacklich tadellos. Es ist ein wunderbares einfaches Sauerbier geworden. Der geringe Alkoholanteil fällt nicht negativ auf, die Säure ist deutlich wahrnehmbar aber angenehm (kein "in die Zitrone beissen" aber auch nicht so diskret wie bei einigen Berliner Weiße für das breitere Publikum) und verträgt sich wunderbar mit dem Hopfen. Deutlich komplexer als ein Versuch von vorletzem Jahr mit Milchsäurezugabe aber auch keine Duchesse. Könnte ein perfektes Sommerbier sein, aber bis dahin ist es bestimmt schon weg :-).

Für richtige Sauerbiere bin ich zu faul, das Theater mit monatelanger Gärung oder KettleSour mag ich mir nicht antun. Umso schöner, dass es mit der Philly Sour nun einen workaround gibt.
Perfekt beschrieben, so war es bei mir auch :thumbup

Viele Grüße, Henning
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#108

Beitrag von BigMoz » Mittwoch 10. Februar 2021, 09:06

Guten Morgen zusammen,
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 29. Januar 2021, 15:05
Aah, Grrr! Warum hast du bei dieser Gelegenheit nicht gleich geklärt, wie Lallemand die Philly propagiert, ohne, dass die Hefe die Fähigkeit zur Milchsäuregärung verliert? Bzw., wie man eine Erntehefe, die ihren Stoffwechsel während der Gärung bereits auf alkoholische Gärung umgestellt hat, für die nächste Gärung wieder auf eine initiale Milchsäuregärung umstellen kann.
Ich hatte diesbezüglich nochmal nachgefragt aber darauf direkt keine Antwort bekommen. Stattdessen wurde mir ein Webinar zur Philly Sour angekündigt, welches Lallemand mit der Forschergruppe hält die die Hefe isoliert hat. Das Webinar findet am 26. Februar um 16Uhr statt, wenn die Zugangsmodalitäten feststehen werde ich sie hier posten.

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#109

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 10. Februar 2021, 09:47

BigMoz hat geschrieben:
Mittwoch 10. Februar 2021, 09:06
Stattdessen wurde mir ein Webinar zur Philly Sour angekündigt, welches Lallemand mit der Forschergruppe hält die die Hefe isoliert hat. Das Webinar findet am 26. Februar um 16Uhr statt, wenn die Zugangsmodalitäten feststehen werde ich sie hier posten.
Sehr nett. Danke :Drink
Das wird bestimmt bestimmt super interessant.
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Jens

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#110

Beitrag von Eowyn » Mittwoch 10. Februar 2021, 16:37

BigMoz hat geschrieben:
Mittwoch 10. Februar 2021, 09:06
Guten Morgen zusammen,
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 29. Januar 2021, 15:05
Aah, Grrr! Warum hast du bei dieser Gelegenheit nicht gleich geklärt, wie Lallemand die Philly propagiert, ohne, dass die Hefe die Fähigkeit zur Milchsäuregärung verliert? Bzw., wie man eine Erntehefe, die ihren Stoffwechsel während der Gärung bereits auf alkoholische Gärung umgestellt hat, für die nächste Gärung wieder auf eine initiale Milchsäuregärung umstellen kann.
Ich hatte diesbezüglich nochmal nachgefragt aber darauf direkt keine Antwort bekommen. Stattdessen wurde mir ein Webinar zur Philly Sour angekündigt, welches Lallemand mit der Forschergruppe hält die die Hefe isoliert hat. Das Webinar findet am 26. Februar um 16Uhr statt, wenn die Zugangsmodalitäten feststehen werde ich sie hier posten.
Oh cool, das interessiert mich auch sehr!

Mille Grazie!
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#111

Beitrag von Kolbäck » Samstag 13. Februar 2021, 09:21

Viele Grüße, Thomas
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#112

Beitrag von Frudel » Samstag 13. Februar 2021, 09:38

Kolbäck hat geschrieben:
Samstag 13. Februar 2021, 09:21
http://suigenerisbrewing.com/index.php/ ... illy-sour/
Danke für den Link recht interessant - auch die Möglichkeit der Wiederverwendung ( ob sich der Kauf
der Ausrüstung dafür lohnt sei dahingestellt ) und dass man den Säuregrad über die Sauerstoffzufuhr
regeln kann.
Ich habe die Seite mal ins Deutsche übersetzt ( Gockel ) finde was da rauskommet ist immer mal einen
Lacher wert.....

" Und mit dem Zytometer kommt die Fähigkeit, diese Hefepatentanmeldung zu ficken . "
Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#113

Beitrag von HubertBräu » Samstag 13. Februar 2021, 09:54

Hehe :thumbsup

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#114

Beitrag von Sebasstian » Samstag 13. Februar 2021, 10:03

Frudel hat geschrieben:
Samstag 13. Februar 2021, 09:38
Kolbäck hat geschrieben:
Samstag 13. Februar 2021, 09:21
http://suigenerisbrewing.com/index.php/ ... illy-sour/
Danke für den Link recht interessant - auch die Möglichkeit der Wiederverwendung ( ob sich der Kauf
der Ausrüstung dafür lohnt sei dahingestellt ) und dass man den Säuregrad über die Sauerstoffzufuhr
regeln kann.
Ich habe die Seite mal ins Deutsche übersetzt ( Gockel ) finde was da rauskommet ist immer mal einen
Lacher wert.....

" Und mit dem Zytometer kommt die Fähigkeit, diese Hefepatentanmeldung zu ficken . "
Hm, aber so steht's halt auch im Englischen da. Das hätte ich jetzt auch nicht viel anders ins Deutsche übersetzt. Ich denke genau das wollte der Autor sagen. Über die Ausdrucksweise kann man geteilter Meinung sein. Aber offensichtlich hat er wirklich ein großes Problem mit der Patentanmeldung. :Bigsmile
Grüße,
Sebastian

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#115

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 13. Februar 2021, 13:39

Kann ich verstehen. Die von Lallemand können doch nicht einfach ein schutzloses kleines Lebewesen aus seinem natürlichen Habitat entnehmen, ein Patent auf den putzigen Zwerg anmelden, ihn zur massenhaften asexuellen Vermehrung zwingen und dann die Kinder ausdörren, trocknen und teuer verkaufen! Wie kann man sich über so etwas nicht maßlos aufregen?
Wir brauchen eine Fridays for Philly Initiative, um dem etwas entgegenzusetzen!

Jens (der gerade das Mojito Sour abfüllt und total begeistert ist)
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#116

Beitrag von Kolbäck » Samstag 13. Februar 2021, 17:48

Ich bin da etwas zwiegespalten. Klar klingt es erst einmal schlecht, eine schon existierende Hefe patentieren zu wollen. Andererseits: Wenn es nun so ist wie Bryan scheibt, dass die Philly schnell stirbt und es sehr auf die Anstellrate ankommt, dann profitieren wir, die kein eigenes Hefelabor haben, doch alle davon, dass es sie als Trockenhefe gibt. Und wenn "das System" das nur wirtschaftlich macht, wenn man ein Patent darauf hat, dann kann man das Lallemand nicht wirklich krumm nehmen. Das Patent anfechten und trotzdem PhillySour kaufen widerspricht sich ja auch nicht.

Zumindest wissen wir jetzt in Prinzip, wie man sie wiederverwendet. :Bigsmile
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#117

Beitrag von Bierjunge » Sonntag 14. Februar 2021, 14:15

Kolbäck hat geschrieben:
Samstag 13. Februar 2021, 09:21
http://suigenerisbrewing.com/index.php/ ... illy-sour/
Super-interessanter Artikel, Danke für den Link! :thumbup
Damit dürfte das Rätsel, warum sie in zweiter Führung (zumindest ohne Zellzählung) kaum noch säuert, geklärt sein.
Hochinteressant finde ich auch die Abhängigkeit der Säuereung vom Glucose-Anteil.
Das schreit ja geradezu nach dem Herrmann-Verfahren!

Moritz

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#118

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 15. Februar 2021, 20:17

Mein Mochito Sour mit der Philly ist fertig. Die Karbonisierung ist noch "etwas" schwach, aber das lässt sich im Keg schnell reparieren.
Auch mit relativ wenig Kohlensäure ist das geschmacklich ein Volltreffer geworden. Sogar deutlich besser als erhofft. Das Bier schmeckt schön ausgewogen nach Cachaca und Limetten, mit einem Hauch Orange und ganz leichter Frische von der Minze.

Ich bin echt froh, dass ich auf Kurt gehört habe und Limettenschalenabrieb, Orangenschalenabrieb und Minzblätter jeweils separat in Rum marziert habe. Sonst hätte ich das Bier versaut. Die gewonnenen Extrakte von Orange und Minze waren derart geschmacksintensiv, dass 160ml Orange und 100ml Minze für 60 Liter Jungbier ausgereicht haben. Von der Limette brauchte ich einen ganzen Liter.
Die Philly hat es nur auf pH 3,6 runter geschafft. Das war auch gut. So konnte ich vor dem Abfüllen mit Milchsäure nachsäuern und das Jungbier zwischendrin immer wieder abschmecken, bis sich die richtige Balance zwischen Säure und Limette eingestellt hatte. Final bin ich bei pH 3,4 gelandet.

Ich bin begeistert. Wo bleibt der Hochsommer? :Wink

Das ist mein finales Rezept. https://share.brewfather.app/TGkkxJbRudswwP
Falls es jemand nachbrauen möchte: Bitte auch Limette, Orange und Minze separat Marzieren und die gewonnen Extrakte am Ende der Gärung fein dosiert in den Gäreimer geben, und zwischendrin immer wieder probieren. Sonst wird es schnell zu viel des Guten.

Mojito.jpg
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#119

Beitrag von DerDallmann » Dienstag 16. Februar 2021, 09:09

Danke fürs Teilen.
Schönes Rezept. Schlägt der Rum nicht ziemlich stark durch bei einem so leichten Bier?
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#120

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 16. Februar 2021, 09:42

Nein, die Menge Rum empfinde ich als dezent und genau richtig.
Auf die gesamte Jungbiermenge sind es ca. 5% Cachaca, die maximal in das Jungbier kommen. Eher weniger, weil man beim Verschneiden mit den Fruchtauszügen nicht die gesamte Menge hinzugibt.
Die Menge Rum teilt sich auf. Zirka 2/3 sind zum Marzieren und 1/3 kommt pur ins Jungbier (für das leichte Rum-Aroma). Bei den zwei Dritteln (Auszüge von Limette, Orange und Minze) geht der Rumgeschmack komplett unter. Die schmecken derart intensiv nach Frucht und Minze, dass es einen in Falten legt, wenn man das Zeug pur probiert.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#121

Beitrag von glassart » Dienstag 16. Februar 2021, 09:59

Jens, super Rezept für den Sommer. Leider liegt bei uns dzt. Schnee und es ist saukalt :Pulpfiction
Aber eine Frage zum Mazerieren
- wie lange hattest du den Abrieb im Rum ?
- waren das 26 Stk Limetten?
- könnte man die nicht einfach auspressen und daraus die 200 ml Limettensaft gewinnen ?

Noch 4 Monate dann werde ich das Rezept angehen :thumbup

lg Herbert

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#122

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 16. Februar 2021, 10:30

Das war der Abrieb der Schalen von 26 Limetten, den ich mit Rum auf einen Liter aufgefüllt habe.
Nach einer Woche sind die Aromen fast vollständig im Rum. Genauso bei der Orange. Die Minzblätter habe ich auch nur ein paar mal zusammengedrückt und in Rum eingelegt.

So sah das aus: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 22#p413522
(Die Orange hatte ich nach dem Foto auch noch einmal in eine 1000ml Flasche mit mehr Rum gefüllt.)

Die 200ml Limettensaft aus dem Rezept hätte ich auch weglassen können. Stand hier halt herum und sollte weg ;-).
Den Saft der 26 Limetten wollte ich nicht (anteilig) in die Gärung geben. Am Ende bleibt von der Frucht fast nur Säure und Wasser übrig, und ich hatte auch etwas Bammel vor einer Kontamination mit Fremdhefen.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#123

Beitrag von glassart » Dienstag 16. Februar 2021, 10:35

Ah du hattest 12 Orangen - im Rezept steht 1 Stk :Grübel

Dann werde ich den Saft weglassen.

lg Herbert

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#124

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 16. Februar 2021, 10:40

Ja, das waren bei mir Schalen von 12 Orangen. Am Ende habe ich aber nur 120ml des Orangenextrakts verwendet. Schade um den verschwendeten Rum.
Im Rezept sind die Mengen daher schon korrigiert.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#125

Beitrag von mo* » Mittwoch 17. Februar 2021, 06:45

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 20:17
Das ist mein finales Rezept. https://share.brewfather.app/TGkkxJbRudswwP
Vielen Dank für das Rezept. Das wird sicher bald nachgebraut!
Beste Grüsse, mo

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#126

Beitrag von BigMoz » Mittwoch 17. Februar 2021, 11:09

Hallo Leute,

Die Informationen rund um das Lallemand Philly Sour Webinar sind mittlerweile online, hier ist der link: https://www.lallemandbrewing.com/en/can ... r-webinar/

Falls es jemand versäumen sollte, anscheinend wird die Veranstaltung danach auch auf youtube hochgeladen.

Grüße, Matthias

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#127

Beitrag von Schoki » Freitag 19. Februar 2021, 21:02

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 20:17
Falls es jemand nachbrauen möchte: Bitte auch Limette, Orange und Minze separat Marzieren und die gewonnen Extrakte am Ende der Gärung fein dosiert in den Gäreimer geben, und zwischendrin immer wieder probieren. Sonst wird es schnell zu viel des Guten.
Hast du das Extrakt vorher gefiltert, damit keine Limettenschale etc. mit ins Bier kommt?

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#128

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 19. Februar 2021, 22:42

Ja, Den aromatisierten Rum habe ich aus der Laborflasche durch ein Zellstoffküchentuch in einen Messbecher gegossen. Von dort aus abgemessen in den Gäreimer.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#129

Beitrag von Schoki » Freitag 19. Februar 2021, 23:23

Gut, hörte sich für mich schon danach an. Ich überlege außerdem, das Rezept für den Frühling/Sommer nachzubrauen und dabei zusätzlich mit Motueka zu stopfen. In meinem IPA fand ich den Hopfen echt super. Gegen Stopfhopfen spricht bei der Philly Sour bzw. bei dem Rezept (sind die niedrigen IBU ein Problem?) eigentlich nichts, oder?

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#130

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 19. Februar 2021, 23:50

Geschmackssacke.
Das Grundrezept ist ja ganz grob eine Berliner Weiße, bei der die Philly die Säure produziert. Und da gehören weder Hopfenaromen noch Bittere rein.
Ich würde dieses Bier also nicht stopfen oder mit Hopfenaromen "verschandeln". Da sind so viele subtile Geschmacksnuancen drin, von der Philly, den Orangenschalen, der Minze und dem Cachaca drin. Alles rund eingebunden in Limette. Ich würde nichts davon mit Stopfhopfen übertünchen wollen.
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Samstag 20. Februar 2021, 00:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#131

Beitrag von Schoki » Freitag 19. Februar 2021, 23:56

Dann probier ich es einfach erstmal nah am Rezept und wandle dann nach Geschmack ab. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#132

Beitrag von DerDallmann » Montag 22. Februar 2021, 09:33

Ich mache am Freitag einen Brauquicky mit der Philly.
Eine 9,5°P Berliner Weisse Schüttung, ca. gemäß Moabiter Weisse auf Mmum, ungekocht. Bischen Maischehofen für 6-8 IBUs + eine fette Whirlpoolgabe (Solero, 2020) mit 2,5 g/l + ein paar Orangenschalen. Dann stelle ich bei 21°C mit der Philly an, 2-3 Tage später gebe ich die Belle dazu, bleibe bei der Temperatur. Ich glaube, das wird was.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#133

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 22. Februar 2021, 09:58

DerDallmann hat geschrieben:
Montag 22. Februar 2021, 09:33
2-3 Tage später gebe ich die Belle dazu
Miss den pH, wenn du beim Zeitpunkt auf Nummer sicher gehen willst. Bei meiner Gose war die Philly schon nach einem Tag mit der Milchsäuregärung (auf pH 3,6) fertig. Bei dem Mojito Sour war der Säuresturz deutlich träger (gut 3 Tage) und auch nicht so tief (pH 3,85).
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#134

Beitrag von DerDallmann » Montag 22. Februar 2021, 10:14

Alles klar, mache ich. Danke.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#135

Beitrag von t3k » Samstag 27. Februar 2021, 09:13

Hier noch etwas auf die Ohren zum Thema Philly.

milkthefunk - dr-bryan-heit-of-sui-generis-brewing-blog-joins-us-to-talk-philly-sour

Cheers
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#136

Beitrag von Frudel » Samstag 27. Februar 2021, 14:05

Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#137

Beitrag von DerDallmann » Montag 1. März 2021, 13:18

Wie ist gängiger Weise der Gärverlauf mit der Philly?
Nach 24 Std. tut sich zwar ganz leicht was im Gärspund, aber keine Kräusen und der Ph ist auch noch unverändert.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#138

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 1. März 2021, 14:47

Das ist normal. Erst kommt die Milchsäuregärung, mit wenig oder keinen Kräusen.
Danach startet die alkoholische Gärung. Die läuft recht gemütlich und träge vor sich hin, produziert aber gerne mal etwas mehr Kräusen.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#139

Beitrag von DerDallmann » Montag 1. März 2021, 14:58

Super, danke.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#140

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 3. März 2021, 13:56

Hmm, der Ph steht jetzt bei 4,1. Gärung aber jetzt auch schon bei 70%, das ging zur Sach über Nacht.
Die Belle spare ich mir und lasse die Philly den Rest auch noch vergären. Ich stopfe noch leicht mit Solero.
Test schmecke interessant, aber nur leicht sauer. Ich hoffe, bißchen kommt noch.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#141

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 3. März 2021, 14:33

Innerhalb einer halben Woche auf 70% SVG ist ungewöhnlich schnell. Hast du bei 21°C vergoren oder war es etwas wärmer?
Der pH sinkt anfangs etwas tiefer und steigt mit dem Einsetzen der alkoholischen Gärung wieder um 0,1-0,2 Punkte an. Danach bleibt er stabil bis zum Ende der Gärung. So war es bei mir zumindest bisher immer.

pH 4,1 ist recht wenig. Da hilft nur, am Ende der Gärung so lange Milchsäure nachschütten, bis die Säure im Jungbier angenehm ist. Mein Mojito Sour musste ich auch mit Milchsäure von pH 3,6 auf 3,4 bringen.
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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#142

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 3. März 2021, 14:40

1 Woche? 3 Tage.
Der Eimer steht unkontrolliert im Büro, kann schon etwas mehr gewesen sein. Lt. Lallemand sind 20-25°C ok.
Angestellt hab ich bei 19°C. Ne, nachsäuern werde ich nicht. Bleibt dann so...

Es schmeckt schon angenehm sauer. Eventuell ist auch mein Ph-Meter nicht mehr genau.
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Schnell und Sauer - Philly Sour Hefe

#143

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 3. März 2021, 19:30

Korrektur. Soeben habe ich 4bx gemessen, es waren 10P. 87%.
Mit freundlichen Grüßen,

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