Kombirast Weizen

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
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MST_24
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Kombirast Weizen

#1

Beitrag von MST_24 » Montag 3. Mai 2021, 20:06

Hi zusammen :Greets
Gestern habe ich meinen dritten Sud gebraut, ein Weizen mit Kombirast. Das Rezept ist aus dem Buch "Craftbeer einfach selber brauen" von Ferdinand Laudage.
Dieses mal als Premiere mit Hilfe des KBH kalkuliert, da ich bei meinen ersten beiden Suden ziemlich daneben lag bei der angepeilten Ausschlagsmenge wollte ich dieses Mal auf Nummer sicher gehen .
Hier das Rezept:
Rezept.JPG
Die zweite Premiere des Brautages war das erstmalige Outdoor brauen, da sich die Küche ansonsten in ein Dampfbad verwandelt :Wink  

Bei sonnigem Wetter ging es los mit dem Einmaischen bei 72 Grad und der anschließenden Kombirast bei 67 Grad.
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Den Inkbird habe ich eigentlich für meinen Kühl/Gärschrank angeschafft, aber da er auch rasten kann, dachte ich mir ich probiere ihn mal aus.
Fazit: Funktioniert gut, aber für eine Kombirast sicherlich nicht nötig

Nach einer Stunde war die Maische dann Jodnormal, ich hab allerdings vergessen auf 78 Grad hoch zu heizen :Ahh , aber ein kurzer Blick ins Forum hat gezeigt, dass es kein großes Problem ist also gings mit umschöpfen in den Läuter/Gäreimer weiter.
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Das Läutern funktionierte einigermaßen gut, nach ca. 4 Litern lief die Würze klar, der Treber hat allerdings danach nach einigen Minuten dicht gemacht. Ein rautenförmiges Einschneiden hat aber gut funktioniert und danach war aber alles gut. :Smile
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Mir ist allerdings aufgefallen, dass sich der Schlauch der am Trichter hängt beim Läutern mit Luftbläschen füllt. Könnte das zu Oxidation führen?
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Nachdem die Pfanne voll war und ich bei ca. 10,6° Plato lag, konnte der Einkocher aufgeheizt werden. Das dauert mit meinem Modell leider ewig, trotz Iso-Matte und Hilfe eines Tauchsieders.
Das Hochheizen sowie Würze Kochen ist ein bisschen mein Sorgenkind im Brauprozess. Bis ich auf Kochtemperatur bin, habe ich den Tauchsieder im Einkocher, danach schalte ich ihn ab da ansonsten zu viel verdampft. Der Einkocher alleine schafft aber trotz Isolierung kein wallendes Kochen. Daher plane ich auf einen 10 Gallonen Topf + Induktion umzusteigen.

Direkt nach dem Kochen hatte ich dann 12,6° Plato sowie gut 20 Liter im Einkocher. Was für mich persönlich ein riesen Erfolg war, da ich wie schon erwähnt bei den ersten beiden Suden ziemlich daneben lag mit der Menge.

Nach einer Nachisomerisierungszeit von 28 Minuten war ich unter 80 Grad und der Whirlpool wurde angedreht.
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Am Ende nach gut 7 Stunden waren dann knappe 18 Liter im Gäreimer und ich war mega Happy das ich diese mal mit den Werten (für meine Verhältnisse) gut hinkam :thumbsup . Die effektive SHA lag am Ende bei 56%.
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Der Gäreimer kam dann in den Keller zum abkühlen. Als die Würze ca. 30 Grad hatte kam er in den Kühlschrank der mit Heizkabel und Inkbird ausgestattet ist zum weiter kühlen.
Heute Morgen hatte die Würze dann 20 Grad und somit war die gewünschte Anstelltemperatur erreicht, die Munich Classic wurde rehydriert und hinein gegeben. Jetzt heißt es warten bis sie ankommt. :Drink
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Evtl Stopfe ich noch mit dem übrigen Mandarina Bavaria. Ist optional im Rezept.

Die Erkenntnisse des Brautages:
- Der KBH ist ein super Tool! Gerade für mich als Anfänger ideal um die eigene Anlage besser kennenzulernen.
- Draußen Brauen macht viel mehr spaß als drinnen auch wenn man mehr hin und her rennen muss
- Mein Einkocher hat einfach zu wenig power, da muss ich was dran ändern.

Kritik und Anmerkungen nehme ich gerne entgegen. :Angel
Wünsche euch nen guten Start in die Woche

Matze

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Re: Kombirast Weizen

#2

Beitrag von Bierchem » Montag 3. Mai 2021, 20:22

Ich schließe mich dir an, draußen brauen macht Behr Spaß als drinnen, auch wenn man mehr schleppt.

Ich hatte Anfang Februar draußen gebraut und bei -5 hatte ich etwas Probleme die Temperatur der Kombirast zu halten.
Wie sah das bei dir aus?

Das Heizen im Einkocher könntest du mit einem Tauchsieder beschleunigen, dann sollte das gut gehen. Das halten der Siedetemperatur sollte dann auch bei den noch kalten Temperaturen ohne gehen.

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Re: Kombirast Weizen

#3

Beitrag von dieck » Montag 3. Mai 2021, 20:38

Darf man fragen wieso du die Würze nicht durchgehend im Kühlschrank kühlst, sondern erst im Keller auf 30° langsam runter bringst und dann in den Kühlschrank packst?
Oder lese ich das falsch?
Einsteiger in der Einkocher-Klasse. Läuterhexe im Plastikeimer, Brew Monk Edelstahl Gärfass, umgebaute Gefriertruhe als Gärschrank.

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Re: Kombirast Weizen

#4

Beitrag von MST_24 » Montag 3. Mai 2021, 21:36

Bierchem hat geschrieben:
Montag 3. Mai 2021, 20:22

Ich hatte Anfang Februar draußen gebraut und bei -5 hatte ich etwas Probleme die Temperatur der Kombirast zu halten.
Wie sah das bei dir aus?

Das Heizen im Einkocher könntest du mit einem Tauchsieder beschleunigen, dann sollte das gut gehen. Das halten der Siedetemperatur sollte dann auch bei den noch kalten Temperaturen ohne gehen.
Ich hatte angenehme 15 Grad deswegen war es kein Problem die Temperatur zu halten. Bei Minus 5 würd ich doch die Küche vorziehen :Bigsmile

Den Tauchsieder benutze ich schon zum aufheizen :Wink
Das halten der Temperatur ohne Tauchsieder klappt leider nicht so gut. Das Wasser siedet zwar aber wallendes kochen ist es nicht.
dieck hat geschrieben:
Montag 3. Mai 2021, 20:38
Darf man fragen wieso du die Würze nicht durchgehend im Kühlschrank kühlst, sondern erst im Keller auf 30° langsam runter bringst und dann in den Kühlschrank packst?
Oder lese ich das falsch?
Jep, hast du richtig gelesen. So einen richtigen Grund gibt es eigentlich nicht. Ich hab wahrscheinlich Angst das der Kühlschrank durchdreht. Oder ist das Unbegründet ? :Waa

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Re: Kombirast Weizen

#5

Beitrag von Micha Ale » Dienstag 4. Mai 2021, 07:58

Guude!
Ich habe das schon versucht, aber der Kühlschrank isoliert halt nicht nur die Kälte,
sondern auch die Wärme. Hat jedenfalls Ewigkeiten gedauert.
Ich dachte mir danach, das das wohl kein allzugroßer Beweis meiner Intelligenz war,
und habe es seither unterlassen.
Was übrigens (neben einer Kühlspirale) sehr gut funktioniert, ist ein Kübel/Mörtelwanne etc mit eiskaltem Wasser.
Das beschleunigt das Abkühlen gut.
LG,
Micha

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Re: Kombirast Weizen

#6

Beitrag von aegir » Dienstag 4. Mai 2021, 07:59

MST_24 hat geschrieben:
Montag 3. Mai 2021, 20:06

Mir ist allerdings aufgefallen, dass sich der Schlauch der am Trichter hängt beim Läutern mit Luftbläschen füllt. Könnte das zu Oxidation führen?
Hast du generell Probleme beim Läutern oder warum läuterst du durch den Trichter? Versuch doch mal den Schlauch direkt an den Hahn anzuchließen und dann so zu kürzen, dass er direkt über dem Boden liegt. So hast du weniger Sauerstoffeintrag. Bei mir funktioniert das in Kombination mit der Läuterhexe sehr gut. Ich lass den Hauptguss ziemlich schnell ab und dreh erst für die Nachgüsse den Hahn weiter zu.

Gruß Hotte

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Re: Kombirast Weizen

#7

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Dienstag 4. Mai 2021, 10:14

aegir hat geschrieben:
Dienstag 4. Mai 2021, 07:59
MST_24 hat geschrieben:
Montag 3. Mai 2021, 20:06

Versuch doch mal den Schlauch direkt an den Hahn anzuchließen und dann so zu kürzen, dass er direkt über dem Boden liegt. So hast du weniger Sauerstoffeintrag. Bei mir funktioniert das in Kombination mit der Läuterhexe sehr gut. Ich lass den Hauptguss ziemlich schnell ab und dreh erst für die Nachgüsse den Hahn weiter zu.

Gruß Hotte
Danke für den Hinweis.
Ich hab erst kürzlich auf Läuterhexe umgestellt und an diesen Aspekt gar nicht gedacht.
Werde ich umgehend probieren!

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Kombirast Weizen

#8

Beitrag von dieck » Dienstag 4. Mai 2021, 12:46

Hm, überall wird davon abgeraten, direkt an den Hahn zu gehen mit einem Schlauch, weil man dann halt noch zusätzlichen Unterdruck am Treber erzeugt, was wohl häufiger zum Dicht machen führen kann?
Recht ausführlich zB bei https://braumagazin.de/article/laeutertechnik/ besprochen
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Re: Kombirast Weizen

#9

Beitrag von coyote77 » Dienstag 4. Mai 2021, 12:50

dieck hat geschrieben:
Dienstag 4. Mai 2021, 12:46
Hm, überall wird davon abgeraten, direkt an den Hahn zu gehen mit einem Schlauch, weil man dann halt noch zusätzlichen Unterdruck am Treber erzeugt, was wohl häufiger zum Dicht machen führen kann?
Recht ausführlich zB bei https://braumagazin.de/article/laeutertechnik/ besprochen
Das ist richtig und im größeren Maßstab sicher auch relevant.
Ich habe aus genau dem o.g Grund der Oxidation wieder umgestellt und habe den Schlauch direkt am Hahn. Ich hatte noch keine Probleme beim Läutern.
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
(Frei nach J. W. von Goethe)

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Re: Kombirast Weizen

#10

Beitrag von aegir » Dienstag 4. Mai 2021, 14:16

dieck hat geschrieben:
Dienstag 4. Mai 2021, 12:46
Hm, überall wird davon abgeraten, direkt an den Hahn zu gehen mit einem Schlauch, weil man dann halt noch zusätzlichen Unterdruck am Treber erzeugt, was wohl häufiger zum Dicht machen führen kann?
Recht ausführlich zB bei https://braumagazin.de/article/laeutertechnik/ besprochen
Das kann helfen wenn man Läuterprobleme hat. Wenn man die nicht hat ist so ein System natürlich auch nicht nötig. :Smile

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