Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

Bitte beschränkt Euch auf das Wesentliche, die Bilder. Nach Möglichkeit langatmige oder ausführliche Textpassagen vermeiden. In der Kürze liegt die Würze.
Antworten
Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#1

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 10. Juli 2016, 00:22

Nachdem mein erster Brautag mit dem Buffalo 40 so richtig in die Hose gegangen ist, habe ich es heute geschafft ein paar Fotos und Videos zu machen.
Gebraut wurde eine "leichte" Abwandlung von "Alt Nr.1". Ich hatte mich bei der Bestellung leider mit der PiMa Menge vertan und 700 Gramm zu wenig auf Lager. Die fehlende Menge habe ich notgedrungen durch 800g dunkles Weizenmalz ausgeglichen, das hier noch zufälligerweise "herumlag". Ich hoffe dieser kleine Notgriff versaut das Bier bei meiner 8,2 Kg Schüttung nicht völlig.

Der Buffalo 40 Liter ist nach ein paar kleinen Umbauten perfekt für meinen Geschmack. Mit leichtem high Gravity bin ich heute auf 44 Liter Anstellwürze mit 12°P gekommen. Das ist meiner Meinung nach ein guter Schnitt für die Einkocherliga.

Verändert habe ich an dem Buffalo nur 3 kleine Sachen.

1.
Der Fühler des Kapillarthermostaten war werksseitig zu dicht an der Heizung und löste durch die Wärmestrahlung zu früh aus. Der Thermostat hat leider keine "Max" oder "Einkochstufe", bei der der Thermostat das Kochen nicht abschaltet. Die angegebenen 110°C schaffte mein Kocher nicht. Er schaltete bereits bei 99,5°C ab.
Um das Problem zu lösen hatte ich den Fühler des Kapillarthermostaten versetzt, damit er nur noch die Behältertemperatur misst, aber kaum Wärmestrahlung von der Heizung abbekommt, und siehe da ... der Kocher kann kochen ... :thumbsup

2.
Der Ablasshahn ist original sehr hoch angebracht. Dadurch liegt die Läuterhexe nicht gut auf dem Boden und beim Maischen sowie beim Hopfen kochen bleiben große Restmengen im Topf. Da die Garantie Aufgrund des umgebauten Thermostaten ohnehin verfallen ist war der Griff zur Bohrmaschine nicht schwer.
Das Loch für meinen Ablaufhahn sitzt jetzt 5 cm tiefer und ist perfekt.
IMG_7657 (2).JPG
IMG_7657 (2).JPG (114.64 KiB) 5029 mal betrachtet
IMG_7658.JPG
IMG_7658.JPG (125.97 KiB) 5029 mal betrachtet
3.
Der Kocher hat eine Wärmeisolation aus 19mm selbstklebendem Armaflex bekommen.
Vom Gefühl her war die 10mm Armaflex Isolation des alten Kochers genauso gut und das 10mm Material lies sich viel leichter und sauberer verarbeiten. Die nächsten Kocher bekommen daher wieder nur eine 10mm dicke "Jacke".

x.1
Last but not least habe ich die Läuterhexe um 2 cm eingekürzt. Die Feder passt seither genau zum Topfdurchmesser, ohne "Brezelschleife" oder hochstehenden Bogen .
IMG_7662 (2).JPG
IMG_7662 (2).JPG (129.97 KiB) 5029 mal betrachtet
---------

Nach diesen kleinen Umbauten startete heute mein Brau- und Backtag.

1. Brauwasser per Umkehrosmoseanlage aufbereiten
IMG_8203 (2).JPG
IMG_8203 (2).JPG (118.24 KiB) 5029 mal betrachtet
2. Rührwerk montieren und Schüttung vorbereiten
IMG_7663.JPG
IMG_7663.JPG (139.39 KiB) 5029 mal betrachtet
IMG_7670.JPG
IMG_7670.JPG (107.28 KiB) 5029 mal betrachtet
3. Aufheizen zum Einmaischen
Die UOA war parallel dazu damit beschäftigt den Topf mit Wasser zu füllen.
(Bitte nicht erschrecken, der Ton ist sehr laut, weil der iPhone direkt unter dem Wischermotor lag. Sorry)

4. Eiweißrast
IMG_8198 (2).JPG
5. Maltoserast

6. zweite Verzuckerungsrast

7. Jodprobe und Abläutern nach dem Aufheizen auf 78°C ...
IMG_8210.JPG
IMG_8210.JPG (93.65 KiB) 5029 mal betrachtet
8. ... und nebenbei die erste Ladung Nachgusswasser vorbereiten
IMG_8213.JPG
IMG_8213.JPG (115.24 KiB) 5029 mal betrachtet
9.1 Hefeteig für die Treberpizza vorbereitet und zum Gehen warm gestellt,
9.2 Kocher gereinigt und Pizza gebacken
9.3 Kocher zum Hopfen kochen befüllt und angestellt.
9.4 Family mit Treberpizza abgefüttert

Von 9.x gibts keine Bilder. Die Materialschlacht möchte ich hier lieber nicht präsentieren :Wink
Vielleicht reicht hier der klägliche Rest von 2 Blechen Treberpizza ...
Mehr hat die Meute nicht übrig gelassen :Wink
IMG_8222.JPG
IMG_8222.JPG (138.1 KiB) 5029 mal betrachtet
10. Die Würze kocht und meine Damen lümmeln sich vollgefuttert auf der Couch, während ich das Schlachtfeld in der Küche beseitigen muss ... :Mad
IMG_8218.JPG
IMG_8218.JPG (95.53 KiB) 5029 mal betrachtet
wallendes Kochen mit dem umgebauten Buffalo

11. Würze auf 16°C kühlen (mit der "50 Liter Braumeister" Kühlspirale)
(leider kein Foto)
38 Liter Anstellwürze bei 15°P ... daher habe ich im Gäreimer schon mal 9,5 Liter eiskaltes Osmosewasser vorgelegt. Laut Mischkreuz sollte ich so etwa auf die gewünschte Stammwürze von 12°P kommen.

12. Währenddessen den Hefeteig für 2 Treberbrote geknetet, gehen lassen und die Brote backfertig gemacht
IMG_8223.JPG
IMG_8223.JPG (185.99 KiB) 5029 mal betrachtet
13. Wirlpool und Hopfenseihen
(sicherheitshalber noch durch den Hopfenfilter, damit kein unnötiger Schmodder in den Gäreimer kommt)
IMG_8220.JPG
14. Laut Refraktometer fast eine Punktlandung bei 12°P - der Gäreimer ist gut gefüllt, die Anstellwürze hat umgerechnet 11,7°P

15. danach habe ich 5 Päckchen Brewferm Top aufgeweckt, die Würze belüftet und die Hefe hinzugegeben
(leider kein Foto)

16. Abschließend musste ich nur noch das letzte Chaos beseitigen und die fertigen Treberbrote aus der Backröhre holen.
IMG_8221.JPG
IMG_8221.JPG (137.17 KiB) 5029 mal betrachtet
IMG_8225.JPG
IMG_8225.JPG (121.23 KiB) 5029 mal betrachtet
Feierabend! :Wink
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Benutzeravatar
Alt-Phex
Moderator
Moderator
Beiträge: 8175
Registriert: Mittwoch 1. Februar 2012, 01:05
Wohnort: Düsseldorf

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#2

Beitrag von Alt-Phex » Sonntag 10. Juli 2016, 00:40

Hups, hört sich nach meinem abgewandelten Hövels Rezept an.

Bei 40L dürften die 700G PiMa oder WeiMa nicht so sehr ins Gewicht
fallen, wird schon schmecken. Viel Spaß damit.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#3

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 10. Juli 2016, 00:43

Danke. Der Sud war schon mal lecker. Ich bin auch davon überzeugt, dass das Bier lecker wird.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Benutzeravatar
JollyJumper
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 642
Registriert: Dienstag 10. November 2015, 19:01
Wohnort: 35764 Sinn

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#4

Beitrag von JollyJumper » Sonntag 10. Juli 2016, 09:13

Hi, schöner Bericht.
Was ist das denn für ein schwarzer Eimer und wieviel Liter fasst der denn?
Gruß Matthias
Grüße aus Sinn,

Matthias

Benutzeravatar
lebowski
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 180
Registriert: Sonntag 6. September 2015, 14:30
Wohnort: Basel

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#5

Beitrag von lebowski » Sonntag 10. Juli 2016, 09:22

Schöner Bericht. Hört sich nach einem leckeren Rezept an.

Grüsse
Rico
Ich frag mal meine Nachbarin, ob sie noch Hefe im Haus hat. Vielen Dank.

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 10. Juli 2016, 10:31

JollyJumper hat geschrieben:Hi, schöner Bericht.
Was ist das denn für ein schwarzer Eimer und wieviel Liter fasst der denn?
Hi Matthias,
das sind 60 Liter Kunststoff Hobbocks. Die gibt es u.a. bei Witt&Co in HH.
Die sind lebensmittelecht, dürfen bis max 70°C gefüllt und bis 30°C transportiert+gestapelt werden.
Gibts ohne UN Stempel für rund 13 EUR und mit UN Zulassung für deutlich mehr. Es sind laut Auskunft genau die gleichen Behälter. Ohne den UN Stempel dürfen sie halt nur nicht "lebensmittelecht" dranschreiben.
Ich habe die Eimer ohne UN Zulassung genommen und die Löcher für Hahn und Gärspund mit passenden Bimetall-Bohrkronen selbst reingemacht.

Gruß
Jens
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Fle4
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 214
Registriert: Freitag 10. Juni 2016, 22:38
Wohnort: Göttingen

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#7

Beitrag von Fle4 » Montag 11. Juli 2016, 21:48

Wie heißt der Einkocher den du benutzt?

Edit:
Lol wer die Überschrift lesen kann ist klar im Vorteil.
Schöne Doku.

Edit2:
Lässt du die Hexe zum würzekochen drinnen?

Danke & Gruß
Flo
Draft beer, not people.

Benutzeravatar
helix
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 340
Registriert: Sonntag 15. Mai 2016, 01:45

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#8

Beitrag von helix » Montag 11. Juli 2016, 22:11

Wow.

Echt ein schöner und interessanter Bericht.

Viele Grüße
helix
GOD SHAVE THE QUEEN

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 11. Juli 2016, 22:18

Moin,
ja, den Namen des Kochers hatte ich extra gut versteckt :P :Bigsmile.
Bei Ebay haben sie inzwischen die max. Temperatur von 110°C auf 100°C korrigiert. Ich hatte dem Händler Bescheid gegeben, dass diese Angabe nicht stimmt.

Die Hexe hatte ich bisher immer zum Würzekochen drin, aber das werde ich ab jetzt ändern. Bisher hatte ich keinen Würzekühler. Da war die Hexe eher vorteilhaft. Mit Kühler setzt sich die Feder sehr schnell komplett mit Malzzucker zu und das Ausschlagen funktioniert echt schlecht. Teilweise musste ich die Feder mit dem Paddel bewegen damit überhaupt noch etwas durchläuft.
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Mittwoch 13. Juli 2016, 07:50, insgesamt 1-mal geändert.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Parleitner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 105
Registriert: Montag 7. März 2016, 14:36
Wohnort: Geisenfeld

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#10

Beitrag von Parleitner » Dienstag 12. Juli 2016, 10:00

Beim Video vom Kochen sieht man, dass ein Kabel (?) in den Topf geht. Hast du da noch einen extra Tauchsieder drin oder kommt das wallende Kochen nur vom Einkocher?

Bin schon am Überlegen ob ich umsteige. Ist die Angabe 40 l bis randvoll oder gibt es einen Füllstrich?

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#11

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. Juli 2016, 02:02

Parleitner hat geschrieben:Beim Video vom Kochen sieht man, dass ein Kabel (?) in den Topf geht. Hast du da noch einen extra Tauchsieder drin oder kommt das wallende Kochen nur vom Einkocher?

Bin schon am Überlegen ob ich umsteige. Ist die Angabe 40 l bis randvoll oder gibt es einen Füllstrich?
Das Kabel ist vom Temperaturfühler des Inkbird 310T. Den Fühler hänge ich auch nach dem Läutern interessehalber immer in den Topf. Das Kochen kommt also nur vom Kocher.

Einen Eichstrich hat er nicht, aber 40 Liter sind etwa 5mm unter dem Rand. Ich berechne die Rezepte immer auf 38 Liter Ausschlagwürze. Beim Läutern ziehe ich mir in der Regel 4-5 Liter "Glattwasser" in Kochtöpfe und fülle den Kocher zum Hopfenkochen bis 2 cm unter den Rand. Das "Glattwasser" in den Töpfen hatte beim letzten Sud noch 5°P. Die Töpfe lasse ich langsam auf dem Herd köcheln. Später fülle ich den Einkocher während des Würzekochens damit auf. Die Stammwürze liegt dann eigentlich zwangsläufig über Soll, so dass man beim Ausschlagen einen Schwung kaltes Wasser im Gäreimer vorlegen kann. Per Mischkreuz kann man die benötigte Kaltwassermenge recht genau ermitteln.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Parleitner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 105
Registriert: Montag 7. März 2016, 14:36
Wohnort: Geisenfeld

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#12

Beitrag von Parleitner » Mittwoch 13. Juli 2016, 08:17

Vielen Dank für deine letzten Erklärungen. Das mit dem Glattwasser mache ich auch immer so um die Verdunstung abzufangen.

Toller Braubericht, der Kocher wird heute noch bestellt :)

Wäre auch noch toll wenn du mir Anhand von einem Bild noch zeigen könntest wie du den Umbau vom Thermostat vorgenommen hast, würde das dann so 1:1 nachmachen.

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#13

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. Juli 2016, 09:22

Parleitner hat geschrieben:Wäre auch noch toll wenn du mir Anhand von einem Bild noch zeigen könntest wie du den Umbau vom Thermostat vorgenommen hast, würde das dann so 1:1 nachmachen.
Teste vor dem Umbau mal etwas Wasser zu kochen. Die Dinger sind überall mit 110°C angegeben und auf Amazon UK steht in den Bewertungen, dass man damit gut Würze kochen kann. Vielleicht hatte ich nur ein Montagsmodell.

Der Umbau ist für dich schneller erledigt, als für mich den Kocher aus dem Keller zu holen und für ein einzelnes Foto aufzuschrauben. Versuchen wir es erstmal per Text? :Wink

Öffnen:

1. Stecker raus, Wasser entleeren, Kocher auf die Seite legen :Wink
2. die Gummis von den 4 Standfüßen mit einem Schlitzschraubendreher entfernen
3. drei Füße sind mit Kreuzschlitzschrauben befestigt und können leicht abgeschraubt werden.
4. Der vierte Fuß ist mit einer Triwing Schraube befestigt. Den habe ich selbst mit einem passenden Bit nicht lose bekommen. Letztendlich hatte ich Erfolg mit einem kleinen Elektronikseitenschneider. Damit kann man den Schraubenkopf gut anfassen und die Triwing Schraube herausdrehen. Ich habe den Fuß beim Zusammenbau mit einer Kreuzschlitzschraube (M4) befestigt und die Triwing Schraube entsorgt.


Umbau:

Der Kapillarthermostat sieht so aus:
Bild
Der Fühler ist mit einer einzelnen Schraube am Behälter gefestigt.

Ich habe 2 Varianten getestet.
1. Den Fühler lösen, so weit es geht in Richtung Außenwand schieben (weg von der Heizung) und wieder leicht festziehen. Der Thermostat löst dann etwa 3°C später aus, würde also bei 103°C abschalten, bzw. anstatt bei eingestellten 70°C bei 73°C.

2. Den Fühler aus der Halterung nehmen und mit Kabelbindern am Netzkabel befestigen. Der Thermostat löst dann etwa 10°C später aus, würde also im Notfall bei 110°C abschalten, bzw. anstatt bei eingestellten 70°C bei 80°C.

Ich bin bei Variante 2 geblieben. Mit Variante 1 hat der Kocher beim Test bereits ohne abzuschalten gekocht. Diese kleine Schalttemperaturdifferenz ist mir aber zu gering gewesen.
Variante 3 wäre vielleicht noch, sich einen Kapillarthermostaten bis 115 oder 120°C zu kaufen und den originalen damit zu ersetzen. Die Thermostaten gibt es überall für 5-20 EUR. Das wäre also keine große Investition.

Zusammenbau:
1. Die Bodenplatte ansetzen und alle 4 Schrauben leicht ansetzen (noch nicht festziehen). Die Bleche mit den Innengewinden muss man ggf. mit einem kleinen Schraubendrehen suchen und positionieren.
2. Die Schrauben können festgezogen werden, nachdem alle 4 Füße angesetzt sind.
3. Die 4 Gummikappen der Füße habe ich weggeworfen. Das Gummi schmiert und hinterlässt überall schwarze Flecken. Ohne Gummikappen ist man dieses Problem auch gleich los. :Wink
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Mittwoch 13. Juli 2016, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Parleitner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 105
Registriert: Montag 7. März 2016, 14:36
Wohnort: Geisenfeld

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#14

Beitrag von Parleitner » Mittwoch 13. Juli 2016, 11:05

Das wegen dem Bild war eigentlich damit es für dich einfacher ist, aber diese Schritt für Schritt Anleitung ist ja noch besser.

Das man das Wasser entleeren muss und den Einkocher auf die Seite legen muss kommt überraschend. Wollte den Umbau während einer Rast machen damit ich pünktlich zum Hopfenkochen fertigt bin. :)

Vielen Dank, ich werde berichten ob es bei mir notwendig war.

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#15

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. Juli 2016, 11:18

Parleitner hat geschrieben:Das man das Wasser entleeren muss und den Einkocher auf die Seite legen muss kommt überraschend. Wollte den Umbau während einer Rast machen damit ich pünktlich zum Hopfenkochen fertigt bin. :)

Vielen Dank, ich werde berichten ob es bei mir notwendig war.
1-2 Sicherheitshinweise muss man immer dazuschreiben, damit hier nicht gleich wieder ein Shitstorm wegen umgebauter Kocher losgeht. :P :Drink
Ich bin gespannt, ob Deiner gleich ab Werk kochen kann. Gib unbedingt bescheid, OK?
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Parleitner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 105
Registriert: Montag 7. März 2016, 14:36
Wohnort: Geisenfeld

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#16

Beitrag von Parleitner » Dienstag 19. Juli 2016, 08:07

Gestern konnte ich den Buffalo 40 Liter ausprobieren. Ich habe nicht schlecht gestaunt als das Wasser sogar sprudelnd kochte. Da ich mich auf 400m befinde brauche ich allerdings keine 100°C was den Unterschied ausmachen könnte. Als ich dann aber kurz am Regler hingekommen bin und diesen um ein Minimum zurückgestellt habe hat der Kocher sofort abgeschalten und ein wieder einschalten war nicht möglich. Deshalb habe ich mich auch für den Umbau entschieden, vielen Dank für die gute Anleitung. Die dreikant-Schraube war schon fieß so ohne passenden Bit. Ein kleiner Torx-Bit hat sich glücklicherweise so gut verkantet das ich damit die Schraube lösen konnte.

Mir ist auch zum ersten mal der Umfang der Wasserausdehnung bewusst geworden. Ich musste über einen Liter wieder abgießen damit es nicht anfängt oben raus zu laufen.

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#17

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 19. Juli 2016, 08:48

Dann passt ja alles so weit. Hast Du den Hahn auch tiefer gesetzt, bzw. hast Du es noch vor?

Ein kleiner Tipp noch für das erste Brauen mit dem Teil:
Schöpfe beim Würzekochen immer schön den gröbsten Eiweißschaum ab, bevor Du den ersten Hopfen reinwirfst. Der Eiweißschaum sorgt dafür, dass die feinen Blasen beim Kochen "länger leben". Das sieht sonst äußerst beeindruckend aus, wenn der giftgrüne Hopfen-Pellet Schaum in Richtung Topfrand quillt. :Wink
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Parleitner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 105
Registriert: Montag 7. März 2016, 14:36
Wohnort: Geisenfeld

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#18

Beitrag von Parleitner » Dienstag 19. Juli 2016, 08:57

Für den ersten Sud lasse ich den Hahn so. Zum Läutern schöpfe ich um.
Da sich die Anlage verändert hat möchte ich nicht zusätzlich auch noch Prozessänderungen vornehmen. Erstmal abwarten wie es läuft. Mit dem Schaum habe ich es immer schon so gemacht weil ja sonst die Pellets teilweise im Schaum hängen bleiben und ihre Wirkung nicht entfalten können :)

Weizenfan
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 13
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 18:11

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#19

Beitrag von Weizenfan » Mittwoch 20. Juli 2016, 14:50

Schöner Bericht. Danke dafür.

Was mich noch interessieren würde - was ist denn das für eine kleine Osmoseanlage und was kostet die bzw. wo bekommt man sowas her?

Achso - auch die Rezepte fürs Treberbrot und die Pizza wären willkommen :P

Viele Grüße

Weizenfan

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#20

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 20. Juli 2016, 15:20

Die UOA ist vom Grundgerüst her dieses Gerät: JG 600 GPD.
Ich nutze sie für das Aquarium und zum Brauen. Wegen des großen Wasserbedarfs im Aquarium konnte ich keine DirectFlow Membran mit der kleinen Druckerhöhungspumpe nehmen. Die kleinen Pumpen sind nur für den Kurzzeitbetrieb (max. 15 Minuten am Stück) ausgelegt. Die großen Pumpen haben zu viel Bums für die DirectFlow Membran.
Ruf den Jörg Gottwald am besten mal an und lass Dir ein passendes Modell empfehlen. Der Mann hat richtig Ahnung davon, stellt die Anlagen auf Wunsch bedarfsgerecht zusammen und berät wirklich ausführlich. Den Shop kann ich guten Gewissens weiterempfehlen. Er ist vielleicht ein paar Euro teurer als 3-2-1. Dafür kauft man kein Gerät, dass nicht 100%ig passt oder wo bewusst zu kurze Membrangehäuse verbaut sind, die dich langfristig an überteuerte Ersatzmembranen vom 3-2-1 Händler binden.
PS: Bin nur zufriedener Kunde von ihm. Kenne den Mann nur vom telefonischen Beratungsgespräch und bekomme keine Provision ... :Smile

Alles über Treberbrot, Treberpizza, Treberknäckebrot, Trebersauerteigbrot usw.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Benutzeravatar
Albtaeler
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 37
Registriert: Montag 9. April 2007, 12:04
Wohnort: D 76307 Karlsbad

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#21

Beitrag von Albtaeler » Mittwoch 20. Juli 2016, 16:10

Gute Idee mit dem Rezept für das Treberbrot.
Würde mich ebenfalls interessieren. Sieht gut aus und schmeckt bestimmt auch gut.
Gruß
Bernd,

Weizenfan
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 13
Registriert: Montag 22. Februar 2016, 18:11

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#22

Beitrag von Weizenfan » Mittwoch 20. Juli 2016, 16:23

Danke für die schnelle Info. Das mit dem Brot werde ich beim nächsten Sud mal ausprobieren.

Wegen der Osmoseanlage wollte ich nur mal wissen, was sowas kostet. Wir haben im Alpenvorland schon sehr hartes Wasser. Weissbier wird authentisch, das ist mir das Wichtigste :Drink

Evtl. bauen wir auch mal eine Hausanlage mit milder Entkalkung ein, damit die Duschen uns Wassersiebe nicht so schnell zu gehen.

Viele Grüße
Rainer

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 5520
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Brau- und Backtag - Alt Nr. 1 mit Buffalo 40 Liter

#23

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 20. Juli 2016, 16:33

Lasst uns hier bitte hauptsächlich über den Buffalo und das Equipment sprechen. Sonst wird es unübersichtlich.
Oben rechts ist die Suche versteckt, Jungs :Greets.
Tippt da mal Teberbrot ein. Es gibt über 200 Treffer, bestimmt 50 Rezepte und 500 gute Tipps. :thumbup
In diesem Thread sind Rezepte für Brot, Pizza, Knäckebrot und Sauerteigbrot in vielen Variationen zusammengetragen. Mein Rezept ist das ganz Einfache, oben im ersten Beitrag. Das Rezept ist laientauglich. Klappt sogar bei mir jedesmal :Bigsmile.
Den Pizzateig habe ich fast genauso gemacht. Anstatt Bier 60% Wasser und 40% Olivenöl. Der Teig reicht locker für 3 Pizzableche.
Postet eure Rückfragen, Ergänzungen und Erfolgsmeldungen zu "Backwaren" bitte in dem verlinkten Thread.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

Antworten