Weihnachswichteln - Verkostungsthread

Benutzeravatar
schwarzwaldbrauer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1391
Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 21:01

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#101

Beitrag von schwarzwaldbrauer »

20211229_Marsabba_Saison_du_Foret[1].jpg
Nächstes Bier von marsabba war:

Saison du Foret 2022
Saison
Goldenes Bier, stabiler weißer Schaum, ganz leichte Trübung, die Hefe ist gut sedimentiert.
Nach dem Einschenken hat man den Geruch von Birnen, oder vielleicht auch etwas grapefruitiges in der Nase. Im ersten Antrunk wirkt das Bier etwas sauer-adstringierend, das verfliegt aber nach einigen Minuten. Den Honig als Zutat kann ich nicht herausschmecken.
Nachdem sich die bereits erwähnte Sauernote nach dem Einschenken gelegt hat findet man im Gaumen ein weiches, lang anhaltendes Orangenaroma. Ich kann keinerlei Fehler feststellen, als Gesamteindruck bleibt ein ausgewogenes, frisches Bier in Erinnerung.
Brau, schau wem.
Benutzeravatar
schwarzwaldbrauer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1391
Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 21:01

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#102

Beitrag von schwarzwaldbrauer »

Dann habe ich von marsabba als Drittes probiert:

iBock
Obergäriges Bockbier,
Orangefarben, wieder der gewohnte schöne feinporige weiße Schaum der lange hält. Der Geruch ist malzig. Im Geschmack ist das Bier ebenfalls malzig, hat süße, honigartige Noten.
Da eine obergärige Hefe verwendet wurde, hatte ich die Anwesenheit fruchtiger Ester erwartet - diese sind nicht vorhanden. Die Hefe US05 hat hier wohl sehr neutral gearbeitet. Von den Hopfennoten her geht das Ganze am ehesten in Richtung Kräuter. Aber auch hier sind Hopfen und Malz sauber ausbalanciert. I
20211230_Marsabba_iBock[1].jpg
m Gaumen bleibt ein honigartiger Abgang.
Vielen Dank schon mal an den Brauer für diese sauberen Biere,
der Rest wird in Kürze probiert und beschrieben,

Grüßle Dieter
Schreibfehler bereinigt
Zuletzt geändert von schwarzwaldbrauer am Freitag 31. Dezember 2021, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
Brau, schau wem.
Benutzeravatar
emjay2812
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2868
Registriert: Sonntag 27. März 2005, 14:39

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#103

Beitrag von emjay2812 »

Danke mediterror. Das Standard-Öl ist ein einfaches Feierabend Bier. Einfach aber gut. Das BelgeAmi ist eher was für den Winter. Als Franke ist man mit belgischen Bieren sicherlich überfordert. Lass das Bier ein Jahr im Kühlschrank stehen, dann schmeckst du auch die 40 IBU, weil die Hefe dann allen Zucker aufgegessen hat.
Benutzeravatar
Vestenrunner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 117
Registriert: Samstag 11. November 2017, 12:42
Wohnort: Zirndorf

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#104

Beitrag von Vestenrunner »

emjay2812 hat geschrieben:
Dienstag 28. Dezember 2021, 19:47

Peter, es würde mich brennend interessieren, welche Hefen und Hopfen du eingesetzt hast.
Das Weizen ist mit Mandarina Bavaria gehopft (Vorderwürze, 45 min von 90 min, Kochende, leichtes Stopfen).
Als Hefe habe ich die W3068 genommen. Gärtemperatur 16-18°C. Zusammen mit der Schüttung von nur 52% Weizenmalz gibt das weniger Banane. So habe ich jedenfalls den Styleguide Weizen im Braumagazin verstanden.
Das vollständige Rezept kann ich ja nochmal schicken, wenn gewünscht.
emjay2812 hat geschrieben:
Dienstag 28. Dezember 2021, 19:47

Edit sagt, dass mein Vater der Quittenschnaps an Weihnachten sehr gut geschmeckt hat! "Mal etwas anderes, sehr weich".
Das ist schon hierzulande ein großes Lob. "Nicht schlecht" = "sehr gut"
Fast Fränkische Verhältnisse: Bassdscho! :thumbup
1. Es gibt nix Bessers wäi wos Gouds!
2. Die Frauen schimpfen immer nur über das Saufen. Über den Durst sagen sie nichts.
Benutzeravatar
beercan
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 781
Registriert: Freitag 19. Februar 2016, 12:57
Wohnort: Prenzlau
Kontaktdaten:

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#105

Beitrag von beercan »

Hatte gestern das IPA von cesc im Glas. Alles was ich dazu weiß, ist das es mit C-Hopfen gebraut wurde.
Im Glas hatte ich ein bernsteinfarbenes sehr klares Bier. Der Schaum war sehr grobporig und zerfiel relativ schnell.
In der Nase hatte man den typischen Zitrusgeruch des C-Hopfen ich denke Citra und Cascade. Geschmacklich spiegelt sich dieser in den Zitrusnoten wieder. Die Herbe passt perfekt. Einzig die Karbonisierung hätte etwas höher ausfallen können.
Alles in Allem ein gutes IPA.

Gruss Robert
Dateianhänge
IPA von cesc
IPA von cesc
Gruß Robert
Pappelbräu
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 121
Registriert: Donnerstag 23. April 2020, 16:26

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#106

Beitrag von Pappelbräu »

Helles von TajHanson

Optik: Sehr schön klar (ist mit Irish Moss), vielleicht etwas zu dunkel für ein Helles. Guter Schaum.
Geruch: Angenehmer Geruch, eine leichte Säure ist zu merken. Ein kleine Note stört mich, d.h. die hatte ich auch bei einigen anderen Bieren gehabt, so leicht Homebrew/Microbrauerei mäßig, also nicht ganz so clean wie bei einem kommerziellen Hellen.
Geschmack: Gut! Merkbare Bittere, gut zu trinken, Hopfennote (Hüll Melon, Brewers Gold) ist da. Die Säure aus dem Geruch ist nicht da, aber diese kleine störende Note ist schon drin. Ansonsten aber gut, auch die Karbonisierung.
Fazit: Ich finde es echt sehr gelungen, dafür dass das erst der vierte Sud war, und dann gleich in der Königsklasse! Ich habe mich an so etwas noch nicht gewagt. Es ist noch ziemlich jung (abgefüllt 20.11.21), vielleicht lagert sich da auch noch etwas aus...

Hefe war die W34/70.
IMG_20211231_175311846.jpg
Tobias
Benutzeravatar
TajHanson
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 67
Registriert: Sonntag 25. Juli 2021, 19:47
Wohnort: Kiel

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#107

Beitrag von TajHanson »

Pappelbräu hat geschrieben:
Freitag 31. Dezember 2021, 18:11
Helles von TajHanson

Optik: Sehr schön klar (ist mit Irish Moss), vielleicht etwas zu dunkel für ein Helles. Guter Schaum.
Geruch: Angenehmer Geruch, eine leichte Säure ist zu merken. Ein kleine Note stört mich, d.h. die hatte ich auch bei einigen anderen Bieren gehabt, so leicht Homebrew/Microbrauerei mäßig, also nicht ganz so clean wie bei einem kommerziellen Hellen.
Geschmack: Gut! Merkbare Bittere, gut zu trinken, Hopfennote (Hüll Melon, Brewers Gold) ist da. Die Säure aus dem Geruch ist nicht da, aber diese kleine störende Note ist schon drin. Ansonsten aber gut, auch die Karbonisierung.
Fazit: Ich finde es echt sehr gelungen, dafür dass das erst der vierte Sud war, und dann gleich in der Königsklasse! Ich habe mich an so etwas noch nicht gewagt. Es ist noch ziemlich jung (abgefüllt 20.11.21), vielleicht lagert sich da auch noch etwas aus...

Hefe war die W34/70.

IMG_20211231_175311846.jpg
Vielen Dank für das für mich wirklich positive Feedback. :thumbsup
Ich habe mich bisher selbst noch nicht wirklich mit dem Bier anfreunden können. Irgendwo zwischen ganz gut und eher nicht so.
Nordisch by nature - der echte Norden.
Durst wird durch Bier erst schön. :Drink
Benutzeravatar
schwarzwaldbrauer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1391
Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 21:01

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#108

Beitrag von schwarzwaldbrauer »

Heute das Bier Nr. 4 von marsabba, Ein American Amber Ale - Horchamoll 2.
Schöne Bersteinfarbe, glanzfein im Glas, oben ein feinporiger, weißer Schaum der sehr anhaltend ist. Die Hefe in der Flasche ist sehr gut sedimentiert.
Sehr reiner Geruch, malzig, blumig, ganz dezente Orange. Diese findet man im Gaumen auch sehr gering wieder. Nachhaltiger im Gaumen ist ein weiches Schokolandenaroma. Die Karbonisierung finde ich etwas gering, muß allerdings dazusagen dass ich mit diesem Bierstil keine großen Verkostungserfahrungen habe.
Sehr sauber gemacht.
Martin hat mir damit die Beta-Version für seine Vorstellung beim Maisels-Wettbewerb kredenzt. Ich denke mit dieser Qualität kann er dort wirklich gut in Erscheinung treten und wünsche ihm viel Erfolg!

Grüßle Dieter
Dateianhänge
20220102_Marsabba_Horchamoll2[1].jpg
Brau, schau wem.
waukolino
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 57
Registriert: Sonntag 20. November 2016, 14:29
Wohnort: Bay.Wald/Lkr Regen

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#109

Beitrag von waukolino »

Heute gabs das zweite Bier von Colindo
Ein Woodforde's Nelson-Clone
IMG_20220103_163819_HDR.jpg
Aussehen:
dunkel, sehr stabiler Schaum
Geruch:
Karamell, süßlich mit einer würziger Hopfennote
Antrunk:
Angenehmer Antrunk. Die leichten 4,1% sind zu spüren und machen das Bier sehr süffig
Nachtrunk:
leichte bittere Note

Fazit: Leckeres dunkles britisches Bier mit tollem Schaum. Zum Glück ist noch eine zweite Flasche vorhanden.
Dieses Bier schmeckt sehr lecker.
Colindo
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 431
Registriert: Dienstag 16. Februar 2021, 16:36

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#110

Beitrag von Colindo »

Hi waukolino,

super, dass es dir geschmeckt hat! Ich finde auch, dass es eine schöne Balance aus süffig und herb ist.
Auf Youtube: The British Pint
Benutzeravatar
monsti88
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 746
Registriert: Mittwoch 12. Oktober 2016, 21:42
Wohnort: Gauting

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#111

Beitrag von monsti88 »

Moin!

Krankheitsbedingt musste ich ein paar Tage leider aussetzen, daher mein etwas verspäteter Verkostungsbericht des zweiten Biers von meinem Wichtelpartner Patrick.

Im Glas ist das ALDA FALDA-Altbier. Aus Düsseldorfer Party-Zeiten ist mir das Altbier nicht so gut in Erinnerung ("schmeckt so, wie es heißt"). Mittlerweile habe ich aber durch ausgiebige Expeditionen ins Bierreich meinen Geschmackshorizont deutlich erweitert, so dass ich auch den dunkleren, malzigeren Bieren durchaus gegenüber aufgeschlossen bin. Tatsächlich hat mir Das Bier von Patrick doch sehr gut geschmeckt:

Schaum eher grobporig und schnell zusammenfallend.
Kaum trüb, schöne dunkle Färbung.
Geruch unauffällig.
Geschmack: schöner Malzkörper, trotzdem nicht zu mastig, angenehme fast Pils-Artige Hopfenbittere ohne blumige/fruchtige Nebengeräusche einzutragen.

IMG_6932.jpeg
20l Bottichmaischer mit 25l Thermobehälter und 34l Pfanne :Smile
Benutzeravatar
InFlames77
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 100
Registriert: Freitag 10. Juli 2020, 09:44
Wohnort: Stettfeld / Baden

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#112

Beitrag von InFlames77 »

Hallo Martin,

auch hier nochmals danke für dein ehrliches Feedback. Schön zu lesen das es sogar geschmeckt hat. :Bigsmile
Das Altbier kam bisher auch ganz gut im Bekanntenkreis an.
Ich will davon demnächst eine Variante mit einem Rauchmalzanteil brauen. Mal schauen wie das ankommt.
Gruß
Patrick
:Drink
Benutzeravatar
Grandes
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 75
Registriert: Freitag 11. September 2020, 22:42
Wohnort: Schweich

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#113

Beitrag von Grandes »

Ein Frohes neues Jahr an alle Hobbybrauer :Bigsmile

Heute habe ich die letzten beiden Biere meines Wichtelpartners Fabian ( aka Spittyman ) verköstigt.

Als erstes ein NEIPA mit der Verdant IPA vergoren
Als erstes kommt einem der sehr gute Duft der Maracuja entgegen, der aber während des Trinkens nur unterschwellig eine Rolle spielt. Die Farbe ist wie bei einem NEIPA Stiltypich ein trübes helles gelb. Es hat eine feine Schaumkrone, die jedoch leider zu schnell zerfällt Auffällig ist hier eine etwas zu hohe Karbonisierung. Über allem steht eine vor allem nachhängende Bitterung. Die dominierende Bitterung kommt evtl. von den 6g/L Moutere Stopfhopfen von wahrscheinlich mehr als 16% Alphasäure. Insgesamt ein sehr gutes NEIPA > habe die Verdant IPA schon vorrätig, wird spätestens im Sommer/Herbst gebraut.
Wichteln NEIPA Spittyman.jpg

Als zweites ein Sauerbier vergoren mit der Philly Sour
Ein Sauerbier haben wir bis jetzt noch nie getrunken. Gelesen habe ich darüber schon öfters, aber vorstellen konnte ich mir nichts darüber. Vom Geruch her kommt es uns fast Sekt ähnlich vor, die sehr hohe Karbonisierung sieht man schon von außen am Glas. Der Eindruck beim Trinken ist einfach nur Sauer, Sauer, Sauer. Den Hopfen merken wir überhaupt nicht, er wird von der Säure total überdeckt. Leider ist dies überhaupt nicht unser Fall, aber unsere 16-jährige Tochter, die mit Bier eigentlich nichts zu tun hat findet es sehr lecker. Alles in allem ein sehr interessantes Bier, bei dem ich leider erkennen musste, dass es nicht auf den Brauplan kommt.
Wichteln Sauerbier Spittyman.jpg
Fazit : Insgesamt haben uns deine Biere gut geschmeckt. Wir sind sehr Froh das wir von Dir diese Biere bekommen haben. Beim Wichteln geht es nicht nur darum einfache Biere zu verköstigen, sondern auch darum seinen Horizont bzgl. Außergewöhnliche Bierstile zu erweitern. Bei uns in der Gegend bekommt man sonst nirgends solche Biere angeboten. Super tolle Aktion > mit sehr interessanten Bierstilen. :thumbsup

Wir hoffen das dieser ganze Coronasch…ß mal irgendwann zu ende ist und man sich vielleicht einmal auf einer Bierveranstaltung trifft….. in diesem Sinne :Greets

Schöne Grüße aus Schweich an der wunderschönen Mosel

Ralf

Grandes
Est. 2020
Schöne Grüße von der Mosel

Ralf
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
An der Mosel wird nicht nur guter Wein gemacht sondern auch lecker Biiiieeerrr :Drink
Benutzeravatar
emjay2812
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2868
Registriert: Sonntag 27. März 2005, 14:39

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#114

Beitrag von emjay2812 »

Der Vestenrunner hat es geschafft sich ein Gegenwichtelpaket zu verdienen.
Nachdem ich voll Lobeshymnen von seinem Quittenschnaps war hat er mir noch eine Flasche Zwetschgenschnaps zukommen lassen.
UND ist Gegenwichtel für einen armen Tropf der kein Wichtelpaket erhalten hat! Peter, damit hast du dir das goldene Wichtelabzeichen verdient. Habe kein frisches Bier mehr im Haus. Sobald mein nächstes Bier trinkreif ist, wirst du belohnt.

Dann muss ich nun wohl oder übel über den Zwetschgenschnaps einen Bericht schreiben, nachdem dein Bier verkostet wurde-
Zwetschgenschnaps im Ex-Bourbonfass. Es leuchtet goldgelb im Glas.

Der Geruch ist überwältigend. Zwetschge pur. Mit einer ganz dezenten Vanillenote.
Im Antrunk geschmeidig, weich, sanft. Schöne süße mit einer tollen Zwetschghennote.
Bourbon ist nicht so mein Fall, wenn Whiskey dann Single Malt. Davon ist im Antrunk überhaupt nichts zu merken.
Tolle Süße, tolle Frucht. Extrem rund, extrem weich, extrem süffig.

Der Bourbon kommt im Abgang. Kräftig, Vanilig, Malzig, leicht bitter, trocken, erdig.

Interessanter Zwitter. Der Bourbon hält sich im Hintergrund mit vanilligen und holzigen Note.
Die Zwetschge ist omnipräsent. Erstaunlich, ich habe schon Zwetschgen getrunken, da musste man raten,
dass da Pflaume drin ist. Enorm weich, überhaupt nicht kratzig, viel zu süffig. Für Schnaps. Läuft, hat Aroma,
ist interessant und facettenreich.

Gibt es diesen Brenner auch käuflich zu erwerben. Der kann sein Handwerk.
Benutzeravatar
Vaninger
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 89
Registriert: Sonntag 19. Oktober 2014, 15:34
Kontaktdaten:

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#115

Beitrag von Vaninger »

Hallo zusammen,

allen ein gesundes und erfolgreiches Braujahr 2022...

Ich hatte folgende Biere von Schlafwagenschaffner bekommen:

Pils:
Pils.jpg
Farbe: Strohfarben
Schaum: Weiß, feinporig, gute Haltbarkeit, Anhaftung deckend, Trübung: glanzfein
Geruch: getreidig, würzig, Gesamteindruck: ausgewogen

Geschmacklich schön frisch und ausgewogen, hat mir gut gefallen

Dunkles:
Dunkles.jpg
Farbe: Bernstein, super Farbe
Schaum: gelblich, leider sehr grobporig und sehr schnell weg, Trübung: opak
Geruch: nussig, malzig, Gesamteindruck: rein

Sehr malzbetont und leider kaum CO2, Bittere kaum wahrnehmbar.
Hatte aber eine sehr gute Drinkability und bis auf das geringe CO2 auch ein gutes Bier.

Schwarzbier:
Schwarzbier.jpg
Farbe: Schwarz
Schaum: bräunlich, gute Menge an feinporigem Schaum, Trübung: klar
Geruch: nussig, leicht röstig, Gesamteindruck: angenehm

Schöne Aromen nach Rosinen, Bitterschokolade und ganz wenig röstig.
Schönes Schwarzbier, das auch nicht zu röstig daher kommt und daher sehr schön zum trinken ist...

Roggenbier:

Hier habe ich leider keine Notizen und auch kein Bild...

Insgesamt alles sehr schöne Biere, vielen Dank, dass ich diese probieren durfte...

Schöne Grüße
Daniel
Benutzeravatar
Schlafwagenschaffner
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 573
Registriert: Montag 10. März 2014, 10:20
Wohnort: Sachsen

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#116

Beitrag von Schlafwagenschaffner »

Danke der Blumen.
Ich freu mich ja immer, wenns schmeckt.
Jens
„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Eisen schmieden und Ziegel formen,
Bier brauen ohne Liebe aber kann man nicht.“ Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi
Benutzeravatar
P.B.
Neuling
Neuling
Beiträge: 6
Registriert: Freitag 6. November 2020, 17:40
Wohnort: Frankfurt (Oder)

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#117

Beitrag von P.B. »

Guten Abend,
ich wünsche allen noch ein gesundes neues Jahr.
Heute das dritte Bier von Georg (mariarita), ein Belgisches Dubbel.
Das Bier ist sehr dunkel und klar, mit einer kleinen Schaumkrone, Reste verbleiben längere Zeit im Glas.
Der Geruch ist leicht röstig und malzig.
Im Antrunk schöner Malzkörper, etwas Bittere (27 IBU) ist spürbar, dann kommt ein Hauch von Kaffee und auch etwas leicht fruchtiges, vermutlich von der Hefe( M47). Schöne komplexe Aromen, trocken im Abgang, ein sehr leckeres Bier. Dieses Bier schmeckt mir von den Bieren von Georg am besten.
Die anderen beiden waren auch sehr gut, aber das hier ist Spitze!!
Vielen Dank noch einmal an Georg für seine Biere.
Und Danke noch einmal für die Organisation der Aktion, ist immer wieder Klasse ich freue mich schon auf die nächste Wichtelaktion.

Viele Grüße
Peer
Dateianhänge
Belgisches Dubbel 2.jpg
Benutzeravatar
schwarzwaldbrauer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1391
Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 21:01

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#118

Beitrag von schwarzwaldbrauer »

Heute habe ich das Royal Kveik von Marsabba probiert:
Goldgelb, klar im Glas mit feinporigem weißem Schaum der sehr stabil ist.
Muß dazusagen, dass ich hier mein erstes Bier probiert habe, das mit einer Kveik vergoren wurde. Deshalb war für mich der erste Geruchseindruck bisher unbekannt, nämlich Ananas. Im gesamten roch es sehr fruchtig, etwas Nelke war auch wahrnembar.
Nach einem angenehmen Mundgefühl finde ich die Ananas auch im Gaumen wieder, evtl. auch Aprikose. Als das Bier sich im Glas dann etwas erwärmt hatte spürte ich ein leichtes Basilikumaroma.
Die Karbonisierung war mir persönlich einen Tick zu stark.
Insgesamt ein top-Bier äußerst trinkbar!

Grüßle Dieter
Dateianhänge
20220108 Marsabba Royal Kveik.jpg
Brau, schau wem.
Benutzeravatar
Vestenrunner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 117
Registriert: Samstag 11. November 2017, 12:42
Wohnort: Zirndorf

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#119

Beitrag von Vestenrunner »

Hallo Wichtelgemeinde,

heute komme ich mal dazu, meine Eindrücke der Wichtelbiere von JackFrost zu schildern. Dieser hat sich, nachdem sich mein eigentlicher Wichtel bis zum Schluss nicht bei mit gemeldet hatte, als Ersatzwichtel zur Verfügung gestellt. Ich muss mich nochmal ausdrücklich dafür bedanken. Da auch ich kein Bier Sommelier bin schildere ich einfach meine subjektiven Eindrücke, in chronologischer Reihenfolge der Verkostungen.

1. Bier: Bündner Lager
Helles Bier, schöne Farbe, leichte Trübung, jedoch kein wirklicher Schaum. Das leichte „Pft“ beim Öffnen hat schon vermuten lassen, dass der CO2 Gehalt nicht all zu hoch sein wird. Geruch leicht nach Hefe, leicht fruchtig, erinnert etwas an Federweisen oder Cidre. Geschmacklich gut, Citrusfrüchte sind da, nicht bitter. Leider fehlt mir die Kohlensäure.
BündnerLager.jpg

2. Bier: OG Märzen
Schöne Bernsteinfarbe, etwas stärkere Trübung. Schaum vorhanden aber kurzlebig. Geschmack malzig mit Fruchtaromen vom Hopfen (eventuell gleiche Hopfensorten wie im Bündner Lager?). Etwas Hefegeschmack, wahrscheinlich von der OG Hefe. Leichte Bittere im Abgang. Karbonisierung niedrig. Erster Gedanke war an Altbier – obwohl ich eigentlich kein Altbier-Kenner bin – Gesamteindruck: sehr süffig.
OG-Märzen.jpg

3. Bier: Braunbär – Stout
Schöne schwarze Farbe, glänzend, klar. Schaum vorhanden aber nicht sehr langlebig. (Das ist aber bei Flaschen-Guinness genauso).
Herrliche Kaffee- und Röstaromen. Stout-typisch weniger Kohlensäure. Die bei manchen Stouts vorhandene Säuerlichkeit ist zum Glück nicht da.
Läuft! Mein Favorit aus dem Wichtelpacket, da hätte ich gerne noch ein zweites gehabt!
Braunbär.jpg

4. Bier: Maibock
Hat zunächst beim Öffnen nicht mal ein kleines „Pft“ gemacht. Trotz schwungvollen Einschenkens kein richtiger Schaum. Keine Kohlensäure, Bier sehr trüb. Geschmack röstig, malzig, süß wie frische Würze, leider gar nicht mein Ding, Sorry. Vielleicht ist da mit der Flasche was schief gegangen oder es liegt an meinen Geschmacksnerven.
Maibock.jpg

5. Bier: Watschnbaum - Weizenbock
Schaum vorhanden aber kurzlebig. Hefetrüb. Geruch und Geschmack malzbierartig. Dezentes Bananenaroma, Nelke ist für mich nicht erkennbar. Brotige und Röstaromen eindeutig im Vordergrund. Weizengeschmack eher zurückhaltend. Alkoholgeschmack nicht dominierend, aber Wirkung ist vorhanden. Karbonisierung ist für Weizen sehr niedrig. Ein interessanter Weizenbock, für mich aber wegen der vielen Röstaromen eher schwer zu trinken, bei dem Alkoholgehalt noch dazu.
Watschnbaum.jpg

Zudem hat mit JackFrost noch ein par selbst gebackene Lebkuchen eingepackt, die schon vor dem ersten Bier verdrückt waren. Sehr gut!
Ich bedanke mich hier nochmal ganz herzlich für das Packet. Ein interessanter Einblick in welche Richtung andere Hobbybrauer ihre Biere entwickeln.
1. Es gibt nix Bessers wäi wos Gouds!
2. Die Frauen schimpfen immer nur über das Saufen. Über den Durst sagen sie nichts.
Benutzeravatar
Vestenrunner
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 117
Registriert: Samstag 11. November 2017, 12:42
Wohnort: Zirndorf

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#120

Beitrag von Vestenrunner »

emjay2812 hat geschrieben:
Freitag 7. Januar 2022, 00:00

Gibt es diesen Brenner auch käuflich zu erwerben. Der kann sein Handwerk.
Leider nicht, das ist die Abfindungsbrennerei der Gartenbauvereins Wilhermsdorf. Da muss man seine eigene Maische mitbringen. Da kostete es einen Kessel (120l) brennen zuletzt 30€. Und natürlich die Steuer.

Ansonsten freut es mich, wenn es schmeckt!

Gruß
Peter
1. Es gibt nix Bessers wäi wos Gouds!
2. Die Frauen schimpfen immer nur über das Saufen. Über den Durst sagen sie nichts.
Benutzeravatar
Kellerbraeu
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 409
Registriert: Samstag 11. Dezember 2004, 20:09
Kontaktdaten:

Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#121

Beitrag von Kellerbraeu »

Teil 3 Bier 8+9

Caramel Quadrupel
45 IBU 10%
Belgisch 9 Monate gereift
F80FE30A-B54F-40C8-85FA-981497A72D9F.jpeg
F80FE30A-B54F-40C8-85FA-981497A72D9F.jpeg (70.1 KiB) 405 mal betrachtet
Geruch: malzig, fruchtig belgische Hefe, etwas Mandarine in der Nase
Farbe: leicht trüb, verwundert mich nach der Lagerzeit
Schaum feinporig, cremig, mittel stabil, passt für den Alkoholgehalt
Bittere leicht wahrnehmbar, schön eingebunden
Geschmack caramellbombe, etwas fruchtig phenolische Ester, passt sehr schön
Gesamt schickes belgisches, genau meins. 9/10

Champagnerweizen Orangenbock
20 IBU 10%
Weißbier meets Schampus meets Orangenlikör

Ich bin gespannt
2D09DF57-F4B2-4BF2-998C-A3B26775A1E0.jpeg
Geruch malzig, leicht phenolisch, keine Banane, keine Nelke, leicht Süße, ich wollte gerne Sekt/champus schwefelig riechen, meine Frau kam Blind aber nicht drauf
Farbe leicht Trüb, Richtung orange unterwegs
Schaum feinporig, mittel haltbar
Bittere dezent, passt
Geschmack ist unterwegs Richtung belgisch Trippel
Gesamt
die Idee des Bieres habe ich nicht ganz verstanden, insgesamt aber rundes Bier. 8/10

Jetzt habe ich noch echte Schwergewichte
Eisbock, ein Sauer und ein Brett
Benutzeravatar
schwarzwaldbrauer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1391
Registriert: Donnerstag 4. Januar 2018, 21:01

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#122

Beitrag von schwarzwaldbrauer »

Die letzte Flasche aus marsabbas Wichtelpaket war die Krönung.
Hols der Teufel - Imperial Stout
Ein total dunkles Bier, aber klar. Etwas wenig feiner weißer Schaum, der nicht allzu lange hält.
Aber geschmacklich eine Bombe. Es riecht zunächst angenehm nach Kaffee. Im Gaumen bleibt ein lang anhaltender Eindruck von Bitterschokolade.
Das Bier mit annähernd 10% Vol. Alkohol ist sauber mit einer dezenten Hopfung abgerundet.
Eins ist klar: So was muss ich dieses Jahr auch mal machen.
Vielen Dank an meinen Wichtel Martin für das super Paket!

Grüßle Dieter
Dateianhänge
20220116 Marsabba Hols der Teufel.jpg
Brau, schau wem.
Benutzeravatar
jbrand
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 195
Registriert: Dienstag 13. August 2019, 08:32
Wohnort: Ludwigsau

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#123

Beitrag von jbrand »

Ich habe nun auch die letzten beiden Biere von meinem Wichtelpartner LionCosta verkostet. Es war ein Stout mit ca 45 IBU / 13,5 Plato, als Split-Sud, einmal normal und einmal mit Kokos- und Holzchips gestopft. Wie von LionCosta vorgeschlagen, habe ich die Biere noch ein bisschen lagen lassen, daher der Verkostungsbericht erst jetzt.
Ich muss voranstellen: Stout ist leider so gar nicht mein Bierstil. Umso überraschter war ich dann von den beiden Bieren. Doch im einzelnen:
Zuerst habe ich das ungestopfte Bier probiert.

Aussehen: schwarz
Schaum: etwas grobpoorig, bleibt aber trotzdem recht lange stehen
Geruch: Hier kann ich nur eins sagen: Kaffee. Sehr intensiv.
Antrunk: Überraschend anders als erwartet. Leichte Säure, viel Röstaroma aber überhaupt nicht unangenehm bitter!
Kohlensäure: absolut stiltypisch, nicht zu viel und gut eingebunden
Abgang: die Bittere bleibt zusammen mit den Kaffeearomen noch eine ganze Zeit im Mund. Ich meine auch etwas dunkle Schokolade zu schmecken.
Insgesamt ein sehr leckeres Bier, die 45 IBU kommen einem eigentlich weniger vor,also auf alle Fälle sehr stimmig.
20220109_163236_1.jpg
Nun noch die gestopfte Variante. Eigentlich könnte ich den ganzen Text von oben kopieren, klar, ist ja auch das gleiche Bier. Vom Stopfen habe ich so gut wie kaum etwas gespürt, vielleicht etwas mehr Säure und es kam mir auch ein klein bisschen bitterer vor, aber ansonsten das gleiche Bier.

Ja,was soll ich sagen, ich bin immer noch kein großer Stout- Fan, aber trotzdem hat mich das Bier überzeugt. Handwerklich gut gemacht, vom Rezept her ausgewogen und ein toller Geruch.

Vielleicht noch ein Verbesserungsvorschlag, erstell dir doch ein paar einfache Etiketten, das macht einfach mehr her und würde deine wirklich guten Biere zusätzlich aufwerten.
Trotzdem vielen Dank für die Kostproben.
Viele Grüße

Jens
Sebas
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 17
Registriert: Dienstag 27. Januar 2015, 21:04
Wohnort: Hamburg

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#124

Beitrag von Sebas »

marsabba hat geschrieben:
Dienstag 28. Dezember 2021, 20:49
Hallo,

ich habe mich in den letzten Tagen durch die Biere von Sebas durchgearbeitet, und will euch die Ergebnisse nicht vorenthalten. Ich bin leider nicht so der wortgewandte Rezensierer, man möge mir das verzeihen.

Hammerhop Forty One
Landbier
fourty-one.jpg
Bier sehr klar, Eher wenig , dafür dauerhafter Schaum.
Geruch hopfenwürzig, minimal schweflig, sonst sauber.
Karbonisierung eher stark, für ein Landbier einen Tick zu viel.
Antrunk minimal süsslich, sehr süffig. Nicht dünn, aber etwas mehr Malzigkeit hätte es evtl vertragen.
Insgesamt sehr sauber, keine Nebengeräusche oder Fruchtigkeit.
Ein sehr gelungenes Bier, mit Hopfencharakter, aber dennoch gut für den normalen Biertrinker.
Ein Bier, das man gerne den ganzen Abend trinken mag.


Hopfenweisse
Bier trüb, mit gewaltigem, dauerhaftem, überbordendem Schaum. Die Karbonisierung ist recht hoch.
Der Geruch ist fruchtig, grasig, IPA-like. Man riecht den Stopfhopfen deutlich.
Im Antrunk setzt sich das fruchtige, zitronige Hopfenaroma fort, die Bittere ist deutlich vorhanden, irgendwo zwischen Pale Ale und IPA.
Die Malzigkeit hält gut dagegen, insgesamt recht ausgewogen.
Am Anfang war ich etwas irritiert, habe ich doch eher was Weissbier-ähnliches vermutet. Aber als (White) IPA ist das Bier absolut stimmig.
Ich sehe gerade, das das Bier schon im Juni gebraut wurde. Beeindruckend, wie stark das Hopfenaroma noch präsent ist; bei mir baut sich das meist schneller ab.

Hammerhop Saison 2021
Bier trüb, hellgelb, Schaum eher zurückhaltend.
Geruch würzig, pfeffrig, getreidig.
Das Bier ist sehr spritzig durch die sehr hohe Karbonisierung, durchaus passend für ein Saison. Antrunk würzig, phenolisch, leicht säuerlich. Das Bier ist insgesamt eher leicht. Sehr zurückhaltende Bittere, in Balance mit dem Phenolischen Eindruck.
Die Belle Saison dominiert ja gerne , aber hier wurde sie perfekt in Schach gehalten; ich hatte anfangs auf eine ganz andere Hefe getippt.
Ich ziehe meinen Hut vor diesem Bier (bzw dessen Erzeuger). Perfekt ausgewogen !

Brombeer Saison
(Obiges Saisonbier mit Brombeersaft)
brombeer-saison.jpg
Bier rot & trüb , Schaum eher zurückhaltend.
Geruch eher neutral, leicht fruchtig.
Antrunk fruchtig, Brombeere ist deutlich schmeckbar. Es ist erstaunlich, wie stark die Aromen des Basisbieres in den Hintergrund treten: das Phenolische, das Würzig-Getreidige sind kaum mehr wahrnehmbar.
Das Bier wird - speziell im Sommer - viele begeisterte (vermutlich überwiegend weibliche) Abnehmer finden. Ich bevorzuge aber das deutlich subtilere Basisbier ohne Brombeere.

Maracuja Philly Sour
maracuja-philly-sour.jpg
Bier etwas trüb, helle gelbe Farbe,wenig Schaum
Geruch neutral, minimal fruchtig.
Antrunk deutlich sauer, dann fruchtig... Maracuja. Die Säure dominiert aber etwas.
Das Bier könnte etwas mehr Spritzigkeit vertragen.
Insgesamt sehr sauber, keine Störgeräusche, aber leider auch etwas eindimensional.


Philly Sour Saison Blend
sour-saison-blend.jpg
Blend aus Brombeer Saison und Philly Sour Maracuja
Bier leicht trüb, orange-rötliche Farbe. Schaum gut.
Geruch leicht fruchtig, aber auch würzig-getreidig.
Sehr hohe Karbonisierung. Antrunk leicht, fruchtig. Schmeckt wie Brombeer-Maracuja Limonade.
Säure ist zu erahnen, aber ist sehr schön in die Fruchtigkeit eingebunden.
Ein sehr rundes, leichtes und erfrischendes Sommerbier.
Im übrigen bilde ich mir ein, hier wieder mehr vom Basisbier (Saison 2021) zu schmecken als beim Brombeer Saison.

Meine klaren Favoriten sind das Saison und das Sour Saison Blend. In beiden Fällen ist es dir gelungen, eine beeindruckende Balance zwischen den verschiedenen Geschmacksträgern (Malz - Hefe - Säure - Frucht) herzustellen.
Danke für die sehr ausführliche Bewertung, mein Lieber! Freut mich, dass die Biere gut ankamen. Gut Sud in 2022!

Sebastian
bergro
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 135
Registriert: Donnerstag 11. Oktober 2018, 22:57

Re: Weihnachswichteln - Verkostungsthread

#125

Beitrag von bergro »

Nun die letzte Sorte von marosh.

Das war ein krönender Abschluss. Hat mir sehr gut geschmeckt. Wenn möglich, hätte ich gerne das Rezept dazu.

Münchner Hell
11,4 °P
5 % Alc.
Malz: Pilsener, Caramel Hell
Hopfen: Perle, Saazer
IMG_20220117_133344.jpg
Aussehen: strohgelb, klar
Schaum: wenig, vorhandener löst sich schnell auf
Geruch: frisch, süßlich
Geschmack: leicht säuerlich, ausgewogene Bitterkeit, schlank, würzig, süffig, lecker

Da trinkt man gern ein zweites...

Ich bin froh und dankbar, beim Wichteln mitgemacht zu haben.
Antworten