Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

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Der Titan
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Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#1

Beitrag von Der Titan » Samstag 29. Oktober 2016, 10:44

IMG_0166.JPG
Konnte nach abgeschlossener NG nicht mehr abwarten und habe gestern mal die ersten Flaschen geöffnet. Die Schaumkrone ist leider nicht besonders beständig, Kohlensäuregehalt in jedem Fall ok. Insgesamt war auffällig, dass das Bier nicht wirklich den vollmundigen Körper hat, den man vom deutschen Standard-Pils gewohnt ist, dafür im Abgang hopfig/herb. Ändert sich das durch die Lagerung noch? Ansonsten konnte man 2-3 Tuborg später eine leichte, fruchtige Note feststellen (war zu neugierig, musste einfach noch eins probieren nach dem Konsum von Markenbier, alles für den Vergleich :thumbsup ).

e: Wieder mal das Problem mit dem gedrehten Bild. Ich denke einfach nicht daran, wenn ich mit dem Handy fotografiere. :Mad2

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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#2

Beitrag von Migu0001 » Samstag 29. Oktober 2016, 10:47

Sollte sich nach meiner Erfahrung in den nächsten 4 Wochen noch merklich verändern.
Obergäriges Helles, Pils, Maibock, Samba Pale Ale, Freds Ginger Beer, Michas OG Märzen, Altes Helles, Champagnerweizendoppelbock, Doppelnelson, Nelsons Summer, Trappist 2009, Belga Belga 6, Oatmeal Dry Stout, IPA Simcoe, Heicardo Hell, Pils fürs Volk

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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#3

Beitrag von Der Titan » Samstag 29. Oktober 2016, 10:51

Dann bin ich ja schonmal gespannt.

Falls noch jemand wissen will, was das eigentlich ist:
Habe ca. 38l Sud herausbekommen, Schüttung: 4,5kg Pilsner Malz; 0,6kg Carapils; 0,2kg Sauermalz auf 22l Leitungswasser. Einmaischen bei 60 Grad, 1. Rast 20 Min. bei Einmaischtemperatur; 2. Rast 60 Min. bei 65 und 3. Rast 25 Min. bei ca 74; Abmaischen 78 Grad. Hopfengabe: 20 Gr Saazer Vorderhopfung; 18 g Cluster für 90 Min Kochen und nochmal 16 Gr Saazer für 20 Min mitkochen. Hefe: Brewferm Lager (ich weiss, hat hier nicht den super Ruf), HG war nach 14 Tagen bei 12-13°C abgeschlossen, NG bei Zimmertemperatur jetzt genau 7 Tage, geht demnächst in die Kühlung (ca. 4°C).

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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#4

Beitrag von gulp » Samstag 29. Oktober 2016, 11:07

dass das Bier nicht wirklich den vollmundigen Körper hat, den man vom deutschen Standard-Pils gewohnt ist, dafür im Abgang hopfig/herb.
Mit Verlaub, aber "deutsches Pils" ist alles andere als vollmundig. Das da auf dem Foto sieht aus wie ein Zwickl, was ja auch in Ordnung ist, Pils ist nicht trüb.

Gruß
Peter
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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#5

Beitrag von schuett-master » Samstag 29. Oktober 2016, 11:19

gulp hat geschrieben:
dass das Bier nicht wirklich den vollmundigen Körper hat, den man vom deutschen Standard-Pils gewohnt ist, dafür im Abgang hopfig/herb.
Mit Verlaub, aber "deutsches Pils" ist alles andere als vollmundig. Das da auf dem Foto sieht aus wie ein Zwickl, was ja auch in Ordnung ist, Pils ist nicht trüb.

Gruß
Peter
Genau das war auch mein Gedanke :-D

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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#6

Beitrag von Migu0001 » Samstag 29. Oktober 2016, 11:21

Also mein selbstgebrautes Pils ist nach der NG auch noch trüb und klärt nur sehr langsam über lange Standzeiten etwas auf.
Obergäriges Helles, Pils, Maibock, Samba Pale Ale, Freds Ginger Beer, Michas OG Märzen, Altes Helles, Champagnerweizendoppelbock, Doppelnelson, Nelsons Summer, Trappist 2009, Belga Belga 6, Oatmeal Dry Stout, IPA Simcoe, Heicardo Hell, Pils fürs Volk

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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#7

Beitrag von Der Titan » Samstag 29. Oktober 2016, 11:32

schuett-master hat geschrieben:
gulp hat geschrieben:
Mit Verlaub, aber "deutsches Pils" ist alles andere als vollmundig. Das da auf dem Foto sieht aus wie ein Zwickl, was ja auch in Ordnung ist, Pils ist nicht trüb.

Gruß
Peter
Genau das war auch mein Gedanke :-D
Gut, ich bin kein Bier-Sommelier, erwischt. Wenn man ein typisches Pils mit anderen Bieren vergleicht ist es sicher nicht vollmundig. Im Vergleich mit dem Zwischenergebnis, um das es hier geht, könnte man jedoch durchaus von "Vollmundigkeit" sprechen. Ich habe damit versucht, zu verdeutlichen, dass der Körper Stand jetzt eben noch sehr, sehr schlank daherkommt.

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re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#8

Beitrag von Sura » Samstag 29. Oktober 2016, 15:11

Was hast du denn für eine Stammwürze gehabt, wenn du aus knapp 6kg Malz 38l raus bekommst?
Zuletzt geändert von Sura am Samstag 29. Oktober 2016, 20:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: hobbyst08nd

#9

Beitrag von Alt-Phex » Samstag 29. Oktober 2016, 16:24

Sura hat geschrieben:Was hast du denn für eine Stammwürze gehabt, wenn du aus knapp 6kg Malz 38l raus bekommst?
das habe ich mich auch gerade gefragt. :Grübel

38L aus 5,3kg Malz mit 12°P wären 90% Sudhausausbeute. Das kann nicht sein.
Bei 10°P wäre man immer noch bei knapp 75%. Für einen Profi schon schwer, für
einen Anfänger auch eher unwahrscheinlich. Bei 8°P kommen wir auf ~60%, das
wäre schon realistischer.

Bei niedriger Stammwürze muss man sich natürlich auch nicht wundern wenn es
dem Bier an Körper und Geschmack fehlt. Aber lasst mich raten, es war überhaupt
keine Spindel vorhanden. Brauchen die in den Youtube Videos ja auch nicht...
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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#10

Beitrag von Der Titan » Samstag 29. Oktober 2016, 18:02

Genau und ich hab natürlich das Gärende einfach ins blaue geraten oder wie stellst du dir das vor? :puzz Ich kann mich nicht erinnern, hier jemals geschrieben zu haben, dass ich nach YT-Videos braue...

Was hier tatsächlich vorliegt ist ein Schreibfehler meinerseits. Es waren natürlich keine 38l, sondern 18l. Sorry für die Verwirrung.

Wen es interessiert: Die Stammwürze war zunächst ziemlich hoch (14,5-15°P wenn ich mich recht erinnere). Da ziemlich viel Flüssigkeit beim Kochen flöten gegangen ist, habe ich den Sud auf 13,5°P verdünnt, waren dann laut Gäreimer 20l Sud, daraus sind 18l in Flaschen geworden, der Rest war Bodensatz bzw zu trüb. Restextraktgehalt zum Ende der HG: 4,5

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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#11

Beitrag von Sura » Samstag 29. Oktober 2016, 19:41

Der Titan hat geschrieben:Genau und ich hab natürlich das Gärende einfach ins blaue geraten oder wie stellst du dir das vor? :puzz Ich kann mich nicht erinnern, hier jemals geschrieben zu haben, dass ich nach YT-Videos braue...

Was hier tatsächlich vorliegt ist ein Schreibfehler meinerseits. Es waren natürlich keine 38l, sondern 18l. Sorry für die Verwirrung.

Wen es interessiert: Die Stammwürze war zunächst ziemlich hoch (14,5-15°P wenn ich mich recht erinnere). Da ziemlich viel Flüssigkeit beim Kochen flöten gegangen ist, habe ich den Sud auf 13,5°P verdünnt, waren dann laut Gäreimer 20l Sud, daraus sind 18l in Flaschen geworden, der Rest war Bodensatz bzw zu trüb. Restextraktgehalt zum Ende der HG: 4,5
Komm mal wieder runter. Ich habe gefragt um deiner Kritik an deinem Bier "es sei zu dünn" auf den Grund zu gehen. Ehrlich gesagt interessierts mich persönlich kein Stück wie deine Stammwürze war, ich wollte dir helfen. Und Alt-Phex ist ein wenig angespannt, weil hier viele gerade ohne sich richtig vorzubereiten oder zu messen Fragen posten. Das kann mal auch mal nachsehen und es nicht gleich persönlich nehmen, vor allem weil es eben als Grund für "zu dünn" durchaus naheliegt.
Zurück zum Thema: Restextrakt finde ich relativ hoch. Sollte dann aber (wenn es denn ausgegoren war, was ich hoffe, sonst fliegen dir die Flaschen irgendwann um die Ohren) eher sehr vollmundig bis süsslich werden.


edit:
Momentchen, ich hab grade mal nachgeschaut:
Gebraut am 8.10. -> vor 21 Tagen 13,5°P
Hauptgärung UG bei ~9-10°C abgeschlossen(?) am 22.10. -> nach 14 Tagen mit 4,5% Restextrakt und ~65% SVG
Nachgärung bei Raumtemperatur abgeschlossen am 29.10- -> heute. Bier schäumt und ist dünn.

Ich weiss das Geduld immer eine schwierige Sache ist. Aufgrund der Daten würde ich empfehlen, daß du deine Flaschen da lagern solltest, wo eine Sauerei gut aufwischbar ist.....
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Re: Erster Sud: Pils? Lager? Bier.

#12

Beitrag von Der Titan » Sonntag 30. Oktober 2016, 16:48

Sura hat geschrieben: Komm mal wieder runter.
Glaub mir, ich nehme nichts persönlich. Kann sein, dass meine Formulierung ein wenig flapsig war, aber ich wollte das eigentlich nur kurz richtigstellen, weil die These aufgestellt wurde, dass ich ohne Spindel braue. Das Missverständnis geht auf meine Kappe und ich bin sicherlich nicht hier um zu streiten/Dampf abzulassen oder wie immer man es nennen möchte, sondern um Tipps für das Bierbrauen zu bekommen.
Sura hat geschrieben:
edit:
Momentchen, ich hab grade mal nachgeschaut:
Gebraut am 8.10. -> vor 21 Tagen 13,5°P
Hauptgärung UG bei ~9-10°C abgeschlossen(?) am 22.10. -> nach 14 Tagen mit 4,5% Restextrakt und ~65% SVG
Nachgärung bei Raumtemperatur abgeschlossen am 29.10- -> heute. Bier schäumt und ist dünn.

Ich weiss das Geduld immer eine schwierige Sache ist. Aufgrund der Daten würde ich empfehlen, daß du deine Flaschen da lagern solltest, wo eine Sauerei gut aufwischbar ist.....
Nett von dir, dass du nochmal nachgeschaut hast. Kann sein, dass ich voreilig war, aber Restextrakt war über 3 Tage konstant (Hefe vielleicht eingeschlafen?). Werde nun wohl abwarten müssen und dann wieder berichten, wenn das Bier gelagert hat, oder wenn es eine Sauerei gegeben hat.

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