Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

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handgebraut
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Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#1

Beitrag von handgebraut » Freitag 9. Januar 2015, 20:36

Hallo in die Runde,

vor gut einer Woche habe ich mich mal an 25L des "Pliny the Elder" Klons mit 17,1% Stw. heran getraut.
Vom brauen her und er der HG war / ist alles TOP gelaufen. Zum Einsatz kam die WLP001
und jede Menge Hopfen: 125g Columbus, 110g Simcoe & 20g Centennial... und das nur während der Kochung.

Nach der HG wurde nochmal ordentlich mit 100g MIX aus Centennial, Simcoe & Columbus zum ersten Mal gestopft.
Eine 2te Stopfung wird es iin ca 14 Tagen geben.

Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, wie immer nach der HG, einmal zu probieren:

Da ich Pliny im Original noch ncht probieren konnte bin ich also extrem Neugierig an den ersten Schluck herangegangen.
Ein sehr genialer Malzkörper mit einer angenehmen leichten Süße machte sich breit... und es folgte DER Hopfenhammer!
Hui, das wird zum Ende bitter! Unbeschreiblich... ich glaube nur Magensäure ist noch ein klein wenig bitterer (entschuldigt bitte diesen Vergleich).
Aber die errrechneten 90IBUs müssen sich ja irgendwie geschmacklich zeigen.

Ich hoffe jetzt nur, dass durchs Stopfen und der Nachgärung das Ganze etwas trinkbarer wird!
Hat hier schon jmd gleiche Erfahrungen mit dem Pliny Klon gemacht ?

...ich werde weiter berichten. Geschmackliche Infos aber erst frühestens in 2 Wochen ;)


Cheers, Lars
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Kurt
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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#2

Beitrag von Kurt » Freitag 9. Januar 2015, 20:50

Das Bier wird trinkbar - keine Sorge! Habe das schon einigen Frauen erfolgreich andrehen können ;)

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Ladeberger
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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#3

Beitrag von Ladeberger » Freitag 9. Januar 2015, 20:54

Beim Pliny the Elder werden die Bittergaben m.W. mit Hopfenextrakt gemacht, um eine saubere Bitterkeit ohne (adstringierendes) Beiwerk zu bekommen. Das schafft dann etwas Beinfreiheit für die großen Stopfmengen. Das wirst du zur Abrundung wohl einfach eine Weile lagern müssen.

Gruß
Andy

uli74
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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#4

Beitrag von uli74 » Freitag 9. Januar 2015, 20:57

handgebraut hat geschrieben: Eine 2te Stopfung wird es iin ca 14 Tagen geben.
Wieso erst in 14 Tagen?
Gruss

Uli

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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#5

Beitrag von handgebraut » Freitag 9. Januar 2015, 21:01

uli74 hat geschrieben:Wieso erst in 14 Tagen?
Ich hatte an 3 Wochen Lagerung gedacht und das letzte Stopfen ca 1 Woche vor dem abfüllen.... so mein Plan ;)

uli74
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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#6

Beitrag von uli74 » Freitag 9. Januar 2015, 21:11

Gestopft wird nach Ende HG, idealerweise in mehreren Etappen. Das dauert dann schon ein paar Tage, aber nichtsdestotrotz würde ich das Stopfen so zügig wie möglich durchführen und dann postwendend abfüllen. Hopfenaroma wird durch entweichendes CO2 ausgetrieben, eine sehr lange Lagerung im Gärfass wird da eher kontraproduktiv sein.

Edit on:

Eine sehr lange Verweildauer des Stopfhopfens im Gärfass ist nicht gleichbedeutend mit einer sehr hohen Auslaugung des Armaöls, bei sehr langer Verweildauer des Stopfhopfens werden auch unerwünschte Aromen aus den Pflanzenteilen ausgelaugt.

Edit off

Was ich aber unbedingt sagen wollte: Geile Farbe hat Dein Bier. Sieht cool aus! :thumbsup
Gruss

Uli

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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#7

Beitrag von handgebraut » Freitag 9. Januar 2015, 21:49

vom stopfen her halte ich mich an diverse Artikel / Rezepte aus allerlei Quellen... dort wird am Ende der HG mit 80% gestopft, die restlichen 20% folgen ca 5Tage vor dem abfüllen...

Ja, die Farbe ist Top. Auf jedenfall wird das ganze nochmal mit max 40 IBUs nachgebraut

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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#8

Beitrag von uli74 » Freitag 9. Januar 2015, 22:04

handgebraut hat geschrieben:...die restlichen 20% folgen ca 5Tage vor dem abfüllen...
Ich dachte Du hast einmal gestopft (dann wäre die HG vor ein paar Tagen abgeschlossen) und willst nach 14 Tagen das zweite Mal stopfen? Wieso wartest Du zwei Wochen zwischen der ersten und zweiten Stopfung? Ich würde Stopfen, 5 Tage warten, Stopfen, 5 Tage warten und dann Abfüllen.
Gruss

Uli

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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#9

Beitrag von Kurt » Montag 12. Januar 2015, 19:50

Ich hab mrin Pliny mit Gelatine geklärt, kann ich sehr empfehlen. Wem dad Pliny zu heftig ist möge sich am Blind Pig versuchen...

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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#10

Beitrag von Roman » Montag 12. Januar 2015, 20:11

Hallo Lars,

entweder die Bitterhopfung mit Hopfenextrakt (Hopshot) einbringen oder mal eine andere Hefe einsetzen.

Ich habe letztes Jahr ein DIPA mit Magnum auf 90 IBU eingebraut und anschliessend noch Unmengen Aromahopfen zugefuegt. Rein rechnerisch hatte das Bier ca. 130 IBU. Vergoren habe ich das ganze mit der Conan-Hefe.
Das ganze ist der absolute Hammer. Keineswegs zu Bitter. Duerfte an der Hefe liegen da diese absolut dafuer ausgelegt ist.

Komerziell bekommst Du die Hefe als ECY-029 von East Coast Yeast, YG001 von Yeastgeek oder als OYL-052 von Omega Yeast. Die Hefen bekommst Du ab und an in der Bucht oder von Brewshops in Uebersee.

Gruss Roman

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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#11

Beitrag von cerveceriasultana » Montag 14. September 2015, 23:43

Roman hat geschrieben:Vergoren habe ich das ganze mit der Conan-Hefe.
Schon ziemlich alt der Beitrag, aber man kann ja nie wissen. Eventuell kann ja wer helfen :redhead
Gehe ich richtig in der Annahme, dass du damit die Hefe des "Heady Topper" (D)IPA meinst? Wenn ja: Wo hast du dir die besorgt? Kennt jemand eine aktuelle Bezugsquelle in Deutschland?

Danke :Drink
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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#12

Beitrag von cerveceriasultana » Donnerstag 24. September 2015, 12:40

Kennt denn echt keiner unserer 3000 Mitglieder eine gute Bezugsquelle? Würde die Conan Hefe echt gern mal testen.

Gruß
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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#13

Beitrag von Johannes_Bernhard » Donnerstag 24. September 2015, 14:47

Moin,

In Deutschland bisher nicht bekannt. Aber the yeast bay hat einige Shops in Europa die die führen. Heißt dort dann Vermont Ale. Zum Beispiel: the malt Miller (UK), maltbazaaren (dk)

Es gibt auch noch eine schwedische Hefebank: Saccharoliceus gibts zum Beispiel in Schweden und Norwegen.

VG Jan

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Re: Pliny Klon (I.P.A.) nach der HG

#14

Beitrag von Kurt » Freitag 6. November 2015, 13:25

Moin Leute,

Bertus Brewery hat ein Update zum Pliny veröffentlicht: http://www.bertusbrewery.com/2015/10/pl ... er-40.html

Das reizt mich natürlich schon sehr, da mal wieder tätig zu werden. Aber ich denke das nächste IPA wird eins von the Alchemist. Heady Topper wäre natürlich geil, aber mich reizt das "Focal Banger" fast noch mehr. Da sind zumindest die Hopfensorten bekannt (Citra und Mosaic). Als Basismalz nehmen die Pearl von Thomas Fawcett, aber eine 1:1 Mischung aus Maris Otter und Pilsner soll dem wohl nahekommen. Die Conan Hefe wurde übrigens jüngst hier getestet:

http://brulosophy.com/2015/11/02/yeast- ... t-results/

Sie schneidet im Vergleich zur US-05 nicht so gut ab! Die WYeast London Ale III soll ein sehr guter Ersatz für Conan sein. Ich kenne die Hefe und mag sie sehr - das wäre meine Hefe für einen Focal Banger Clone:

https://whitepointerbrewery.wordpress.c ... n-ale-iii/

Außerdem sagt John Kimmich (the Alchemist), das sie das Läutern bei 6°P abbrechen um keine Tannine aus dem Malz zu exptrahieren. Mein Vorschlag für 15L wäre:

16,5°P
65 IPU
7 Vol.-%

2500 g Maris Otter
2500 g PiMa
200 g Cara Amber

25 g Apollo 70 Minujten
30 g Citra Whirlpool (80°C)
30 g Mosaic Whirlpool (80°C)

30 g Citra Stopfen (4 Tage nicht länger!)
30 g Mosaic Stopfen (dito)

London Ale III bei 18°C

Weg mit dem Sauerstoff! Zum Stopfen CO2 vorlegen.

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