Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

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Jürgen
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Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#1

Beitrag von Jürgen » Montag 20. Mai 2019, 19:46

Zum Hefe einlagern hab ich mir einen 1l Starter aus zwei Bodensätzen Tap7 hochgezogen. Da ich den Rest des Starters nicht verwerfen wollte hab ich ihn in einen Gerstensud (70% PiMa 30%MüMa2) gegeben. Gehopft auf ca. 25 IBU mit Hersbrucker Pure aus dem Garten.

Bei der Gärung war schon ein deutlicher Hefeweizen Geruch da. Logisch eigentlich, da ja die Hefe das Bier macht...

Die Nachgärung oder Karbonisierung in der Flasche ist jetzt seit ca einer Woche durch. Seither steht das Bier bei 5°.
Da ein Weizen ja recht frisch am besten schmeckt, hab ich heute die erste Flasche geöffnet.
20190520_191525-1382x1843.jpg
Was soll ich sagen, Geruch und Optik eindeutig ein Weizen.
Geschmacklich fehlt ein wenig das Mundgefühl, welches man von guten Weizen kennt. Das könnte aber auch vom etwas hohen Vergärungsgrad von 83% kommen.

Auf jeden Fall ein Bier, dass ich wieder braue. Nächstes mal dann mit der Gutmann Hefe. :thumbup


Historisch gesehen war das Dampfbier genau das. Ein Gerstensud mit Weißbierhefe vergoren, gehopft mit dem Hopfen aus dem eigenen Garten.

Grüße

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hyper472
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Re: Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#2

Beitrag von hyper472 » Montag 20. Mai 2019, 21:47

Steht gerade vor mir - lecker!

Wollen wir mal Rezepte tauschen?

Viele Grüße, Henning
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Jürgen
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Re: Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#3

Beitrag von Jürgen » Dienstag 21. Mai 2019, 07:12

Guten Morgen Henning,

können wir gerne machen, ich schau heute Abend mal nach dem Rezept.

Gruß Jürgen

uli74
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Re: Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#4

Beitrag von uli74 » Dienstag 21. Mai 2019, 14:02

Euere Rezepte könnt Ihr aber gerne auch auf MMuM einpflegen oder hier veröffentlichen. Da hätte bestimmt keiner was dagegen.

Ein Dampfbier wollte ich schon immer mal brauen, habs aber irgendwie nie auf die Reihe gekriegt...
Gruss

Uli

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Jürgen
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Re: Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#5

Beitrag von Jürgen » Dienstag 21. Mai 2019, 19:44

Grüß dich Uli,

das Rezept erscheint auf MMuM sobald ich es weiter verbessert habe. Für den ersten Versuch ist es erstaunlich gut aber meiner Meinung nach noch nicht für die Datenbank.

Trotzdem hier das Rezept:

13l
11,5°P
25IBU
RA 0,0

PiMa 1,8kg
MüMa2 0,8kg

Kombirast 67° 60min

Kochen 60min.

Hersbrucker Pure Dolden ca.4,5% 9,5g bei Kochbeginn, 60,8g 10min vor Ende.

Hefe war ein ausgegorener 1l Starter Schneider Tap7 (ausgegoren weil ich den ja eigentlich nur zum einlagern hochgezogen habe)

Angestellt und vergoren bei 17°

sEVG 83%

CO2 7,0g/l

Ich würde beim nächsten mal die Kombirast bei 68-69° halten und mit der Gutmann Hefe vergären.
Den sEVG hätte ich gerne bei ca 75%

Gruß

domingo
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Re: Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#6

Beitrag von domingo » Mittwoch 22. Mai 2019, 15:27

Hallo!

Genau so etwas will ich demnächst auch brauen - ein Weizen ohne Weizen, da ich eine Weizenunverträglichkeit habe.

Ich habe bereits einen Starter aus 2 Bodensätzen Schneider Tap 7 hochgezogen, der momentan im Kühlschrank eingelagert ist. (Der homöopathische Weizengehalt aus den Bodensätzen stört mich nicht im fertigen Bier...)

Um das samtig-weiche Mundgefühl eines Weizens zu bekommen, dachte ich an Hafermalz, welches ich mit ca. 25% mit einmaischen würde. Auf mmum habe ich das irgendwo gelesen. Denkt ihr, das könnte etwas werden mit 25% Hafermalz und 75% Gerstenmalz?

Was ist mir Caramalz? Das gehört eher nicht in ein Weizen, oder?

Viele Grüsse,
Dominik

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flying
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Re: Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#7

Beitrag von flying » Mittwoch 22. Mai 2019, 17:36

Das cremige Mundgefühl beim Weizenbier kommt von den Pentosanen (Schleimstoffe). Roggen enthält etwa 3 x so viel Pentosane wie Weizen. Um das pi mal Daumen auszugleichen dürften etwa 15% Roggen reichen..? Hafer hat einen stärkeren Eigengeschmack und verträgt sich in größeren Mengen m. M. nicht mit Hopfen.
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Re: Ein Weizen ohne Weizen aka Dampfbier

#8

Beitrag von emjay2812 » Donnerstag 23. Mai 2019, 07:06

Ich vergären auf Grund der Temperaturtoleranz mein Helles immer mit einer belgischen Hefe. Momentane Favoriten sind Gestern Blanche und Godzdawa Fruit Blanche.

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