Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

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Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#1

Beitrag von emjay2812 » Donnerstag 10. Dezember 2020, 07:16

Hier der obligatorische Threads für die Verkostung der Wichtelbiere. Bitte nehmt euch die Zeit ein paar Zeilen zu den erwichteltelten Bieren zu schreiben.

Edit: heut morgen beim Frühstück auf dem Tablet eingegeben. Die Korrektur hat wieder zugeschlagen!
Zuletzt geändert von emjay2812 am Donnerstag 10. Dezember 2020, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vermietungsberichte Weihnachtswichteln

#2

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 10. Dezember 2020, 07:53

Wie hoch ist denn die Miete eigentlich? ;)
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch Postleitzahl 21255 und Umgebung, bei Interesse PN

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Re: Vermietungsberichte Weihnachtswichteln

#3

Beitrag von Schlafwagenschaffner » Donnerstag 10. Dezember 2020, 10:05

Meine Mieter sind noch nicht eingezogen.
„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Eisen schmieden und Ziegel formen,
Bier brauen ohne Liebe aber kann man nicht.“ Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#4

Beitrag von waukolino » Freitag 11. Dezember 2020, 18:49

Ich mach mal den Anfang...

Als erstes Bier von meinem Wichtelpartner Volker (VolT Bräu) durfte ich heute ein PALE ALE "Huell Melon" verkosten.
13°P, 13 IBU, 12 EBC und 6,0 % vol.
Sehr schöner, stabiler Schaum, toller Duft.
Im Abgang ein dezentes meloniges Aroma.
Ein leckeres Bier, Danke dafür.
Freu mich auf die nächsten.
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#5

Beitrag von emjay2812 » Freitag 11. Dezember 2020, 18:53

Entweder ist das mein Farbsehschwäche, schlechte Beleuchtung oder - aber das Bier ist grün????

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#6

Beitrag von waukolino » Freitag 11. Dezember 2020, 18:58

:-) nein... das Bier "war" bräunlich... aber nicht grün :-)
Die Belichtung vom Handy ist bestimmt auch nicht optimal.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#7

Beitrag von Brauwolf » Freitag 11. Dezember 2020, 19:10

emjay2812 hat geschrieben:
Freitag 11. Dezember 2020, 18:53
Entweder ist das mein Farbsehschwäche, schlechte Beleuchtung oder - aber das Bier ist grün????
Nunja, mehr grüngrau … ins Bräunliche. Eine Art Braungrau … mit Grün … ein Braungrüngrau … :Bigsmile


Cheers, Ruthard


P.S. Quelle: Loriot, Ödipussi
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#8

Beitrag von hyper472 » Freitag 11. Dezember 2020, 19:15

Brauwolf hat geschrieben:
Freitag 11. Dezember 2020, 19:10
emjay2812 hat geschrieben:
Freitag 11. Dezember 2020, 18:53
Entweder ist das mein Farbsehschwäche, schlechte Beleuchtung oder - aber das Bier ist grün????
Nunja, mehr grüngrau … ins Bräunliche. Eine Art Braungrau … mit Grün … ein Braungrüngrau … :Bigsmile


Cheers, Ruthard


P.S. Quelle: Loriot, Ödipussi
Schuldig geschieden!
Quelle ist nicht Ödipussi, sondern Eheberatung. :Greets
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#9

Beitrag von emjay2812 » Freitag 11. Dezember 2020, 19:18

Gut, das war dann meine Farbsehschwäche, kann braun und grün schwer auseinanderhalten. Nun aber zum wesentlichen.

Ich habe hier das Weizen IPA von dir, lieber waukolino im Glas!
Die Karbonisierung ist etwas zu hoch eingestellt, ich hatte Mühe die 0,33L Flasche in ein 0,5L Glas einzuschenken.
Dafür ist der Schaum wie Schlagsahne, fein und bombenfest.

Schöne "orange" Weißbierfarbe wie es sein soll, weder zu dunkel noch zu hell.

Im Geruch finden sich tolle Hopfenaromen wieder. Laut Beschreibung wurde Hallertauer, Magnum, Amarillo, Citra und Cascade verwendet.
Es ist eine schöne Kombination aus klassischen und zitrusfruchtigen Noten.
Im Antrunk ist das Bier unheimlich weich und geschmeidig. Man schmeckt auch hier hauptsächlich den Hopfen. Der Cascade und Citra paart sich erstaunlich gut mit den harzigen Komponenten des Magnum. Dabei überfordert es den Trinker nicht mit Aromen oder Bitterkeit, alles ist schon ausgewogen, in sich stimmig und rund. Der Malz tritt in den Hintergrund, allein eine feine Säure ist zu schmecken, die ich bei vielen Weißbieren kenne.

Der Abgang ist recht trocken und herb, fast wie bei einem Pils. Auch eine leichte Nussigkeit ist vorhanden.
Eine solide gute Herbe hallt lange im Mund nah.

Ein wirklich tolles IPA, nur leider geht der Weißbiercharakter etwas verloren. Das Bier wurde mit der Schneider Weiße Hefe vergoren,
dieses Bier habe ich als eher nelkig in Erinnerung. Von klassischen Weißbieraromen hat das Bier aber nichts.
Ich habe selten ein so ausgewogenes IPA getrunken. Die meisten erschlagen einen mit Aromen oder sind fast untrinkbar bitter. Das hier ist extrem weich und rund, extrem süffig. Wenn jetzt der Weißbiercharakter etwas hervorgehoben würde wäre es perfekt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Bier im Juni gebraut wurde, und die Nelke/Banane sich mit der Zeit verflüchtigt haben.

Schulnote: 1-

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#10

Beitrag von Brauwolf » Freitag 11. Dezember 2020, 19:24

hyper472 hat geschrieben:
Freitag 11. Dezember 2020, 19:15
Quelle ist nicht Ödipussi, sondern Eheberatung. :Greets
Viele Grüße, Henning
Stimmt, Herr und Frau Blöhmann
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#11

Beitrag von Flohaan » Freitag 11. Dezember 2020, 19:29

Auch ich habe mir Heute das erste aufgemacht:
Hab mich für das 5-Korn Landbier entschieden.
Vorweg: richtig lecker. Vielen Dank dafür Martin (monsti88).

Martin hatte mir ja in seinem Brief geschrieben dass er sich am Rezept von Alt-Phex orientiert hatte.

Schöner Schaum im Glas und Glasklar!
Ich war echt überrascht über den ersten Eindruck in der Nase. Zitrusartig aber nicht fruchtig sondern eher würzig. Dachte vor dem probieren dass das für ein Landbier (wie ich es hier in Franken kenne) eher untypisch ist.
Beim Blick aufs Rezept mit Saphir aus eigener Ernte hat sich das dann ein wenig aufgeklärt.
Ich hab beim probieren tatsächlich dann was anderes erwartet, aber der erste Schluck hat mich echt direkt gehabt, drinkability 5/5.
Null aufdringlich, aber auch nicht „nichtssagend“ sondern so, dass ich direkt nen zweiten und dritten Schluck nehmen musste!

Wenn ich einen Kritikpunkt üben müsste dann der, dass er mich jetzt wohl auf ein neues Rezept angefixt hat. ;)
Wirklich leckeres Bier!
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Flo

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#12

Beitrag von murby81 » Freitag 11. Dezember 2020, 20:19

So, dann mach ich mal weiter:

Ich durfte heute den Nachtwächter von Ulf (Kellerbreu) verkosten. Ich hatte schon im Vorfeld hohe Erwartungen welche nicht entäuscht wurden.

Beim Einschenken bildete sich sofort eine schöne dicke Schaumkrone im dunklen Bier. Ein schöner Malziger- Schokoladenduft steigt in meine Nase. Beim trinken wird die Malzikeit immer mehr von Röstaromen übertroffen und im Abgang begleitet sie der Hopfen nach unten.

Fazit: Wie bereits geschrieben, wurde ich nicht entäuscht. Die 29 IBU passen hervoragend zum starken dunklen Körper und man kann kaum glauben, dass das Spiel nur mit 4,9 Umdrehungen stattfindet. Das Bier erinnert mich ein bisschen an das dunkle Bauernbier der Brauerei Held aus Oberailsfeld, nur mit mehr IBU.

Wirklich toll und das bei meinem verwöhnten "fränkischen" Gaumen.
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#13

Beitrag von Schlafwagenschaffner » Sonntag 13. Dezember 2020, 17:02

Hallo!
Ich hatte gestern Abend das Red Ale vom Stefan im Glas. Da ich Durst hatte, wars auch schnell wieder raus aus dem Glas. Ans Foto habe ich nicht gedacht.
Auch fällt mir im Nachhinein nichts Besonderes mehr ein, außer der anscheinend hohen drinkability.
Ich denke es war super!
Was weg ist brummt nicht mehr.
Danke Stefan
Jens
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#14

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Sonntag 13. Dezember 2020, 18:26

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Da schon ganz guter Verkostungsfleiss ausgebrochen ist, habe ich mich auch schon anstecken lassen und Mal das erste Bier von meinem Wichtel Jörg aufgemacht.
Wie schon Mal geschrieben, der Zufall wollte das ich vom selben Wichtel wie im letzten Jahr versorgt wurde.
Hab mit seinem Taunus Pils angefangen. Ein gutes schlankes Pils ohne große Experimente mit Malz und Hopfen, so wie ich es bei diesem Bierstil erwarte. Anhaltende, gut dosierte Bittere im Gaumen. Der Schaum steht im Glas bis zum letzten Schluck.
Guter Auftakt,
Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#15

Beitrag von Kellerbraeu » Sonntag 13. Dezember 2020, 18:46

Auch ich starte mit der Verkostung.
Wichtel Dieter aus dem Schwarzwald hat mir 6 Köstlichkeiten geschickt.
Bin gespannt was da alles drin steckt.
Der Start ist erst einmal gelungen 😄
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Grüße Ulf

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#16

Beitrag von emjay2812 » Sonntag 13. Dezember 2020, 20:08

Ich habe hier ein Grünhopfenpils von waukolino im Glas, mit frisch geerntetem Doldenhopfen (Perle) gebraut.
Das Bier hat eine schöne helle und goldgelbe Farbe, und kommt naturtrüb ins Glas.

Der Schaum ist fein, aber nicht sehr stabil und auch nicht sehr viel.

Im Geruch hat man sofort die Aromen von frischem Hopfen in der Nase. Schön klassisch "deutsch", kräuterig würzig, duftend.
Im Antrunk bemerkt man zuerst eine schöne Rezens, dann ein gutes Malzgerüst gepaart mit feinen Hopfenaromen.
Das Bier hat eine schöne Balance zwischen einer gewissen Malzigkeit (obwohl nur PiMa verbraut wurde), und den klassichen,
kräuterigen und würzigen Hopfenaromen der Perle. Dabei ist es sehr weich und nur moderat gehopft. Laut Beschreibung hat es
30 IBU, die sich aber gut verstecken.

Der Nachtrunk ist zwar auch vom Hopfen geprägt, aber nur mäßig herb und nicht sehr lange nachhallend.

Ein sehr gutes Bier, aber hier merkt man, dass waukolino Bayer ist. Es ist ein Pilsener vom süddeutschen Typ.
Daher ist es eher ein gut gehopftes Helles. Für eine klassisches Pilsener ist es zu malzig und voluminös. Auch
zu wenig herb, es dürfte deutlich mehr IBUs haben.

Das Fazit fällt aber versöhnlich aus. Es ist ein Bier mit ganz tollen Hopfennoten, die auch nach 3 Monaten nach Braudatum noch
wunderbar zur Geltung kommt. Es ist ausgewogen, es ist rund, es ist enorm süffig. Das könnte man den ganzen Abend trinken,
ohne das es jemals langweilig würde.

Ich sehe gerade auf dem Etikett dass es mit einer Lagerhefe vergoren wurde und auch noch Magnum mit verwendet wurde.
Den bemerkt man aber fast gar nicht, die Perle drückt diesem Bier seinen Stempel auf.

Gut gemacht. Schulnote 1-

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#17

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Montag 14. Dezember 2020, 21:37

Guten Abend,
wir haben uns gestern Abend das Maxironi aus dem Wichtelpaket von Barney Grumble zu Gemüte geführt. Obergärig, PiMa, Cara, Maroni und Honig. Das Rücketikett have wir uns erst nach der Verkostung angesehen. Sonst hätten wir auch gesehen, dass das Bier noch recht frisch ist und noch etwas gewartet.
Im Glas ein schönes Honiggelb, etwas trüb. Erstaunlich stabiler Schaum für ein erst wenige Wochen altes Bier. Die Karbonisierung ist gut. Es perlt angenehm.
In der Nase ein ungewöhnliches Aroma. Sylvia meinte Hustensaft, leicht medizinisch. Und Honig, sehr deutlich. Wenn man weiß, was drin ist, heisst die Lösung: Kastanienhonig. Hustensaft und Honig in einem.
Geschmacklich dominiert ebenfalls der Honig. Maroni kommen kaum durch. Die haben ja auch verhältnismäßig wenig Eigengeschmack. Die 14 IBU sind dezent, eine Hopfenbittere ist kaum wahrnehmbar. Das Bier wirkt recht schlank, wenn da nicht der Honig wäre. Etwas mehr Malzkörper als Gegenpol zum Honig wäre schön. Es kann aber auch sein, dass die Sache mit etwas Lagerung runder wird. Wir mögen kräftige Honige und haben selbst gerade zwei Biere mit Honig gebraut. Deswegen passt das für uns ganz gut. Insgesamt gut trinkbar, aber schon etwas speziell. So eine Dosis Honig hatte ich noch nie im Bier. Etwas Lagerung und vielleicht 2-3 Grad weniger Trinktemperatur könnten dem Bier gut tun.

Viele Grüße
Björn
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Allen wird bekannt gemacht, dass keiner in die Jeetze kackt - denn morgen wird gebraut.
Steht am Bierbrunnen in Salzwedel

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#18

Beitrag von VolT Bräu » Montag 14. Dezember 2020, 23:03

waukolino hat geschrieben:
Freitag 11. Dezember 2020, 18:58
:-) nein... das Bier "war" bräunlich... aber nicht grün :-)
Die Belichtung vom Handy ist bestimmt auch nicht optimal.
Ohoh... Das sieht ja wirklich übel aus auf dem Bild.
Da muss ja die Hefe noch gut in Schwebe gewesen sein.
Anbei ein Vergleichsbild in bunt (gerade aufgenommen).
Aber freut mich, dass es trotzdem geschmeckt hat.
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Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#19

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 15. Dezember 2020, 06:22

Hi Björn, genauso isses bei dem Maronibier der Honig. Der erschlägt irgendwie grad alles. Es waren 300 g auf die ca.13 L Anstellwürze. Ich finde es fast noch Untrinkbar, daher schicke ich Euch zu gegebener Zeit nochmal eine Flasche. Meine Frau befand auch den Honig für ungenießbar, ich hatte die Hoffnung dass die Hefe was Gutes draus macht. Dieses medizinische finde ich auch grenzwertig, nur so eine bestimmte holzige Würze hat mich dann interessiert.
Wenn ich sowas überhaupt nochmal mache, dann mit ordentlich Stammwürze, wie Du es auch siehst.
Da müsste vielleicht auch eine andere Hefe ran und die 30 minütige Maltoserast nochmal verlängert.
VG
Salomon
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#20

Beitrag von waukolino » Dienstag 15. Dezember 2020, 11:23

VolT Bräu hat geschrieben:
Montag 14. Dezember 2020, 23:03
waukolino hat geschrieben:
Freitag 11. Dezember 2020, 18:58
:-) nein... das Bier "war" bräunlich... aber nicht grün :-)
Die Belichtung vom Handy ist bestimmt auch nicht optimal.
Ohoh... Das sieht ja wirklich übel aus auf dem Bild.
Da muss ja die Hefe noch gut in Schwebe gewesen sein.
Anbei ein Vergleichsbild in bunt (gerade aufgenommen).
Aber freut mich, dass es trotzdem geschmeckt hat.
Zur Beruhigung hab ich erstmal alle Flaschen in die Kühlung gesteckt.
Freitag gehts dann mit dem nächsten weiter :-) freu mich schon

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#21

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Dienstag 15. Dezember 2020, 19:22

IMG_20201215_190430.jpg
Meine 2. Probe, Soulless Hop Pale Ale.
Als ich eingeschenkt hatte und fotorafieren wollte hat Handy wegen nur noch 1% Ladung dichtgemacht.
Schönes dunkles gelb, schöner stabiler Schaum. Das schöne Hopfenaroma verbreitet sich im Raum, Nase und später Gaumen. Meine in der Hauptsache Grapefruit- und Tabakaromen zu erkennen die gut abgestimmt sind.
Interessantes Bier mit Seele und starkem Etikett.
Brau, schau wem.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#22

Beitrag von schabse » Dienstag 15. Dezember 2020, 20:02

Swing (Time Dry Hop Mild Lager) von Cristian, Mediterror
20201215_191434.jpg

Ist Strohgelb hell und nur leicht trüb im Glas (entgegen wie im Bild zu sehen).
Feinporiger weißer stabiler Schaum der bald zusammenfällt und nicht mehr beim trinken stört :Wink
Geruch beim Einschenken Frisch, Zitrusfrüchte. Der erste Schluck ausgewogen trocken und angenehm Bitter,
die Bittere bleibt nicht unangenehm auf der Zunge.
Zuletzt für mich mit meiner minderbegabten Sensorik ist der letzte Schluck aus dem Glas oft
ausschlaggebend, wenn man nachschenken will aber leider die Flasche schon leer ist
ist das Bier gelungen, was man hier ohne Zweifel feststellen kann.

Gelungener Anfang ! :thumbsup
Das Entscheidende am Wissen ist, dass man es beherzigt und anwendet.
Konfuzius wahrscheinlich 551 - 479 v.Chr.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#23

Beitrag von afri » Dienstag 15. Dezember 2020, 20:45

Und nun auch ich mit dem Auftakt, einem Wiess von Flohaan.
Das ist ein gutes Bier, ohne Frage, den Stil kannte ich noch nicht. Das Aroma kommt offenbar hauptsächlich von der Hefe, aber ich kann's nicht genau sagen. Über die genauen Zutaten schweigt sich das liebevoll gestaltete Etikett aus, nur die Grundzutaten werden genannt. Das macht aber nichts, wenn's schmeckt und das tut es.

Davon habe ich noch eine zweite gestopfte Version bekommen, darauf freue ich mich bereits jetzt. Das Foto hat auffallend viele Artefakte gebildet, so dass Flasche wie Glas furchtbar dreckig aussehen, da ist in Wirklichkeit aber nicht so!
Achim
Dsc_2216.jpg
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#24

Beitrag von emjay2812 » Dienstag 15. Dezember 2020, 21:18

Ein Wiess ist der Vorläufer des Kölsch.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#25

Beitrag von murby81 » Donnerstag 17. Dezember 2020, 15:30

da ich gerade Zeit hab, gibts den nächsten kleinen Bericht:

Ein IPL, eins meiner Lieblingsbiere, braue ich selbst auch immer gern.

Wie beim Nachtwächter, auch hier wieder ein toller fester Schaum beim Einschenken. Sehr schöne Farbe, wie ein Lager sein muss :thumbsup Die Karbo ist auch perfekt! Und im Geschmack: Malzig und fruchtig zu gleich rutscht gut herunter. Ein wirklich super Bier.

Von Schluck zu Schluck wird mir dann der Hopfen aber doch zu agresiv und ich merke dass was nicht so rund ist. Ein Blick auf das Etikett verrät mir dann, dass das Bier erst im November gebraut wurde.

Zum Glück hab ich noch ne 2te Flasche, welche sich noch 1-2 Monate beruhigen darf :Smile

Dennoch, Hammer Bier, ich freu mich schon auf die 2te Flasche
Dateianhänge
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#26

Beitrag von emjay2812 » Freitag 18. Dezember 2020, 21:01

Und das nächste Bier von waukolino, diesmal ein Prünster Helles.
Eines vorweg, Pils und Helles sind die Königklassen, viele Brauereien produzieren diese Stile auf einem hohen Niveau,
sich als Hobbybrauer sich da ran zu wagen - Chapeau!

Die Optik stimmt. Hellgelb, glasklar, vielfeiner und reinweißer Schaum. So und nicht anders soll ein Helles aussehen.
Der Geruch glasklar, rein, dezent fruchtig/hopfig. Toll überhaupt keine Nebengeräusche, keine Fehlaromen, keine Hefenuancen.
Rein und Klar.

Der Geschmack ist wie schon vorher wunderbar weich. Tolle nussige und leicht karamellige Malzaromen, dazu ein dezenter Hopfen,
der nicht bitter ist, sondern nur sein Aroma einbringt. Enorm süffig.

Das erinnert mich schwer an Tegernseer hell. Enorm süffig, tolle Malzaromen, extrem abegerundet. Der Hopfen als Aroma präsent,
aber wie in diesem Bierstil typisch niemals herb oder bitter. Das ist süffig, das ist rund, das ist - sorry - geil!
Als Hopfen wurde Hallertauer Diamant eingesetzt, kannte ich so nicht - Zitat:
"Mit seinem klassischen hopfig-frischen Aromaprofil ist Diamant besonders für harmonische Lagerbiere mit feinem Hopfenaroma geeignet."
Kann ich so nur unterschreiben!

DAS können die Großen nicht besser - meine echte Bewunderung!

Schulnote: 1*

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#27

Beitrag von Grandes » Samstag 19. Dezember 2020, 20:33

Schönen guten Abend,

auch ich möchte mit der Verköstigung der Biere, meines Wichtelpartners „BrauWastKoeln“ beginnen. Ich habe von Ihm 6 verschiedene Biere bekommen, eine mehr als beachtliche Anzahl, habe leider noch nicht so viele im Repertoire. Heute werde ich von zwei Bieren berichten. Leider habe ich keine Bilder gemacht, bei den restlichen 4 wird dies nachgeholt!!!

CCAA > der römische Name von Köln > Claudia Colonia Ara Agrippinensium (BrauWastKoeln ) wie nicht anders zu erwarten ein Wieß aus Köln. Ein goldenes Wieß mit einer ordentlichen Fruchtnote im Geruch und Geschmack. Ein sehr süffiges Wieß genau so wie erwartet, mit hoher Karbonisierung ( ist so mein Geschmack ). Trinke sehr Wieß/Kölsch, werde als nächstes einmal eins Brauen. Dieses war sehr gut!!! :thumbsup

Fruipa > Maracuja IPA nach MMuM Beim Öffnen der Flasche tritt ein wenig Schaum aus der Flasche. Im Glas bildet sich sehr viel stabiler Schaum. Die Fruchtigen Noten des Bieres sind schon aus einiger Entfernung zu riechen > eine Ware Fruchtbombe….. Das Mundgefühl erscheint uns sehr Herb und extrem Bitter, was nach einem Blick auf die Flasche natürlich ist ( 85 IBU ). Die 7,5 % Vol. kommen sehr schnell an…… Alles zusammen ein sehr interessantes Bier. Es ist zwar nicht unser Geschmack, aber es war gut es mal zu trinken. Für uns sind 85IBU viel Zuviel, aber das ist ja nur unser persönlicher Geschmack. :Drink

Vielen Dank an „BrauWastlKoeln“ für die leckeren Biere, wir freuen uns schon auf die nächste Verköstigung :thumbup
CCAA-Fruipa.jpg
Schöne Grüße von der Mosel

Ralf
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
An der Mosel wird nicht nur guter Wein gemacht sondern auch lecker Biiiieeerrr :Drink

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#28

Beitrag von Schlafwagenschaffner » Samstag 19. Dezember 2020, 20:39

Guten Abend!
Nun habe ich wieder mal ein Bilbobreu geöffnet. Dieses Mal das Steinbier, Entstehungsgeschichte siehe hier:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic ... er#p385749

Bild:
IMG_2652.JPG
Steinbier im PU-Glas
Ich finde es zuerst gewöhnungsbedürftig, da ich anderes erwartete. Ich dachte an ein bernsteinfarbenes, karamellmalzigsüßes, leitesthopfiges UG.
Aber ich bekam ein karamelbonbonfarbenes, leicht saures (nicht zu sehr), doch recht herbes OG/Plus?
Vom benutztem Wacholder sowie vom Rauchmalz schmecke ich nichts.Die Reszens ist gut, weder zu wenig noch zu viel. Kein Hopfenaroma, keine süße Malzigkeit. Wenn ich ganz genau hinschmecke, würde ich auf Weizenmalz tippen.
Fazit: kann man trinken, im Sommer unter Durst auch gern 2. Sauerbier ist aber nicht so meines.
Ich bedanke mich recht herzlich bei Stefan: Dankesehr fürs Kostendürfen!
Jens
„Man kann ohne Liebe Holz hacken, Eisen schmieden und Ziegel formen,
Bier brauen ohne Liebe aber kann man nicht.“ Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#29

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Samstag 19. Dezember 2020, 21:58

Guten Abend!
Wir haben uns das zweite Bier von Barney Grumble schmecken lassen: Panda Såsø. Ein Saison, gebraut während des ersten Lockdowns. Besonderheit: Hallertau Blanc als Wet Hop aus der Dose als Ergänzung zum East Kent Golding. Ansonsten ziemlich unauffällig mit PiMa und etwas Melanoidinmalz. Ziemlich hopfig mit zarten 84 (?) IBU.
Beim Öffnen der Flasche gab es leichtes Gushing. Schnell in die Gläser und den bombastischen Schaum bewundern. Der steht wie Bauschaum! Die Karbonisierung ist recht kräftig, das Bier entsprechend erfrischend mit guter Rezenz. Die Farbe ist ein herrliches goldgelb mit leichter Trübung.
Es ist ein zartes, fruchtiges Aroma zu erschnuppern. Sehr dezent im Hintergrund, was vielleicht an den Monaten in der Flasche liegen könnte. Die Bittere ist ordentlich, aber die 84 IBU halten wir für etwas zu hoch angesetzt. Für uns Norddeutsche ist es gut trinkbar. Die Fruchtaromen mit der Bittere haben was von Grapefruit. Insgesamt durchaus gelungen, wobei die Bittere sicherlich nichts für jeden ist. Uns hat es geschmeckt!

Viele Grüße und einen schönen 4. Advent. Schön zu Hause bleiben und Bier brauen! Wer braut wird nicht zur Virenschleuder :thumbup

Björn
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Allen wird bekannt gemacht, dass keiner in die Jeetze kackt - denn morgen wird gebraut.
Steht am Bierbrunnen in Salzwedel

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#30

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Sonntag 20. Dezember 2020, 14:56

Stockheimer Mandarin.jpg
Gestern war die Verkostung des Stockheimer Mandarin dran
Der Bayr. Mandarin Hopfen hält sich zunächst im Hintergrund, kommt erst nach einigen Minuten richtig zur Geltung. Persönlich hätte uch etwas mehr Milde in der Frucht erwartet, es ist aber für mich schwierig zu beurteilen da ich noch nie Bier mit diesem Hopfen getrunken habe. Im Gesamtcharakter ist das Bier schön trocken gehalten.
Brau, schau wem.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#31

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Sonntag 20. Dezember 2020, 15:08

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Und heute kam das Warschauer Helle dran:
Klares strohgelbes Bier mit schönem Schaum. Es ist schön schlank gehalten. Im Vergleich zum Münchner Original wirkt das Warschauer durch mehr "Prickeleinheiten" lebendiger und frischer.
Brau, schau wem.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#32

Beitrag von waukolino » Sonntag 20. Dezember 2020, 17:54

Nun zu zweiten Bier von Volker (VolT Bräu).
Nach einer "Transport"-Rast im Kühlschrank, hat sich die Hefe gut am Flaschenboden abgesetzt.
Als Ergebnis kam ein tolles, goldgelbes Pale Ale "Braulabor" mit Cascade-Hopfen zum Vorschein.

Sehr schöner und fester, feinporiger Schaum.
Der Cascade-Hopfen dominiert das Bier angenehm positiv im Geruch sowie beim Abgang.
Im Antrunk merkt man die 30IBU, welche jedoch gut zu diesem Bier passen.

Ein leckeres Pale Ale.
Daumen hoch. Schmeckt mir sehr gut.
Freu mich schon auf die weiteren Biere.
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#33

Beitrag von marosh » Sonntag 20. Dezember 2020, 18:36

Ich habe zwar letzte Woche schon angefangen zu verkosten, aber komme erst jetzt dazu ein wenig was zu schreiben.

Ich habe 2 Selbstgebraute Biere und ein Stück selbstgeräuchterten Speck von Sebastian (silversurfer784) bekommen.
Angefangen hatte ich mit dem Speck, da konnte ich einfach nicht lange drauf warten und der muss sich natülich auch nicht von dem Transport erholen:
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Ich habe mich entschieden dazu mein Weizen zu trinken. Das ist diesmal etwas kräftiger geworden, daher passte das ganz gut. Der Speck ist sehr lecker, für meinen Geschmack hätte es allerdings gerne mehr Knoblauch sein können. Davon kann ich nie genug bekommen. :Bigsmile

Während der Tombola letzte Woche habe ich dann zuerst den wilden Bock probiert:
IMG_6862.jpg
Wie man auf dem Foto erkennen kann ist es ein schön dunkler Doppelbock mit einem dazu passenden Schaum.
Zu schmecken war eine deutliche Restsüße, welche dem Bier einen schönen Körper verleiht. Dazu kamen dann Aromen von Kaffee und Karamell.
Die Karbonisierung war genau so, wie ich sie erwartet hatte und somit genau passend. Den hohen Alkoholgehalt merkt man diesem Bier nicht an, was ich durchaus positiv finde. Ich mag es nicht, wenn Biere "alkoholisch" schmecken.
Für mich ein sehr schönes Bier, was ich gerne wieder trinken würde.

Heute habe ich mich dann an das nächste Bier gewagt. Der Weihnachtsbock:
IMG_6933.jpg
Wie auf dem Foto zu sehen fehlt leider der Schaum fast komplett.
Das erste, was mir in die Nase steigt ist ein ausgeprägter Geruch von reifer Banane. Das hätte ich in einem Weihnachtsbock so nicht erwartet.
Die Karbonisierung ist, wie der Schaum schon vermuten ließ, sehr schwach. Hier hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht.
Da mich dieses Bier vom Geschmack her eher an einen Weizenbock erinnert, habe ich nochmal das Rezept geprüft und bin nun etwas verwirrt. Von den angegebenen Gewürzen habe ich leider rein gar nichts schmecken oder riechen können. Es beschleicht mich irgendwie der Verdacht, dass hier ein anderes Bier in das Paket gewandert ist?!
Andererseits kann es natürlich auch an meinen wenig ausgeprägten Verkostungs-Fähigkeiten liegen. :Grübel
Geschmacklich sagt mir das Bier, obwohl es anders schmeckt als erwartet, dennoch sehr zu. Einzig die schwache Karbonisierung würde ich als Kritikpunkt angeben. Aber vielleicht habe ich hier auch einfach nur eine Flasche erwischt, die eine kleine Undichtigkeit am Deckel hat?


Die Kaufbiere werde ich dann nochmal separat verkosten. Auch hier bin ich schon gespannt. Bei so vielen Böcken im Paket sollte man aber sowieso nicht alles auf einmal verkosten.
Für mich ist es immer wieder spannend, Biere von anderen Hobbybrauern zu trinken, daher war die Aktion für mich sowieso ein voller Erfolg!
Danke auch an Sebastian für das super Paket!
Gruß
Marco

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#34

Beitrag von schabse » Sonntag 20. Dezember 2020, 21:00

20201220_202830.jpg
Fruit & Sour von Christian,
ich sollte die Biere bei Tageslicht verkosten , das Photo kommt viel zu Dunkel rüber.
Berliner Weisse Art mit Weizen, Wiener & Caramalz, Weizenbierhefe WB06 und Milchsäure.
Zusätzlich schmeckt man die Brombeeren deutlich heraus, die passen ganz gut zu der Säure.
:Wink Meine liebste ist mit dem Glas schon verschwunden, ich werd wohl mit dem nächsten
weitermachen.
Das Entscheidende am Wissen ist, dass man es beherzigt und anwendet.
Konfuzius wahrscheinlich 551 - 479 v.Chr.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#35

Beitrag von schabse » Sonntag 20. Dezember 2020, 22:12

Gose.jpg
Weiter mit ...
Hang Loose von Christian,
jetzt stimmt die Farbe mit dem Bild gut überein.
Klassisches Gose (Ausnahme Milchsäre) , im Vergleich zu der Berliner Weisse deutlich mehr Schaum.
Mann könnte meinen das Salz oder der Koriander heben den pH Wert, die Gose ist nicht so Sauer wie
die Berliner Weisse oben, oder ist halt weniger Milchsäre drin.
Was mir gut gefällt ist, daß man bei dieser Gose den Hopfen (Polaris) am "Gletschereisbonbon" rausschmeckt.
Klasse Bierstil, sehr gut umgesetzt !
Das Entscheidende am Wissen ist, dass man es beherzigt und anwendet.
Konfuzius wahrscheinlich 551 - 479 v.Chr.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#36

Beitrag von Flohaan » Dienstag 22. Dezember 2020, 12:10

afri hat geschrieben:
Dienstag 15. Dezember 2020, 20:45
Über die genauen Zutaten schweigt sich das liebevoll gestaltete Etikett aus, nur die Grundzutaten werden genannt. Das macht aber nichts, wenn's schmeckt und das tut es.
Es freut mich wenn/ dass dir die erste Version geschmeckt hat. Das Wiess war mein Vierter Sud und dafür bin ich selbst auch ganz zufrieden.
Inhalt grob, da ich meine Unterlagen so gut aufgeräumt habe dass ich sie gerade nicht finde: Schüttung 80% PiMa und jeweils 10% Weizen Hell und Wiener. Hopfen findet sich darin selbstgeernteter aus dem Garten meiner Mutter (Sorte und Alpha unbekannt) und Cascade, auf rechnerisch 25 IBU mit Vorderwürze und Whirlpool. Vergoren mit der S-04 und der Braupartner „Bierhefe Obergärig 7g - ideal für Weizen, Kölsch, Alt usw.“ (hatte von keiner genug, da hab ich mich auf ein Experiment eingelassen).

Damit das ganze aber nicht zu einer reinen Erklärung verkommt habe ich mich an mein zweites erwichteltes Bier von Martin (monsti88) gemacht: ein Pepper Porter.
Da ich bisher zwar ab und zu mal ein Porter getrunken habe, jedoch eher in der Kategorie Helles/ Pale Ale / IPA in allen Farben, Formen und Variationen unterwegs bin muss ich sagen dass ich nicht wirklich eine "Erwartung" hatte. Das Bier wurde laut "Begleitschein" am 18.10.19 gebraut und am 3.11.19 abgefüllt, also ein gutes Jahr alt. Martin schrieb dazu, dass er den Pfeffer im Whirlpool zugegeben hatte und man deshalb den Pfeffer nicht so sehr hervorschmecken würde. Das kann ich bestätigen, man schmeckt ihn wenn man weiss dass er drin ist ;)
Für mich persönlich hätte es mehr Karbonisiert sein können, aber da bin ich wirklich keine Maßgabe. Was ich so gelesen habe scheint das aber auch nicht stiluntypisch zu sein.
Ein insgesamt leckeres Bier, von dem ich auch mehrere trinken könnte oder würde!
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Das Grünschnabel Pale Ale habe ich auch schon probiert, gerade nur keine Muse einen Bericht zu schreiben. Der Folgt also die Tage.
Flo

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#37

Beitrag von Barney Gumble » Mittwoch 23. Dezember 2020, 00:12

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So, ich hab ja schändlicherweise bisher die exquisiten ersten Biere von Dieter (dadr) zu schnell und mit anderen zusammen an einem Abend genossen, als dass ich genug drüber schreiben könnte. Jetzt nehme ich mir mal eines nüchtern vor und berichte.
Leipreachan

Beim Öffnen dezenter Plopp, Malznote aber auch was Fruchtiges. Im Glas prägnanter Schaum, der auf eine Minimalbedeckung zusammenfällt, ist aber für ein IRA richtig so m. M. n.
Beim Schwenken sichtbare Perlung.
Farbe: reines Kupfer
Kopf: deutliche Malznote, Caramel und ein kleines bisschen Kakao, Noten von Stroh (angenehm), Cassis (kann Einbildung sein)
Antrunk: ausgewogene Carbonisierung, wirkt schlanker und leichter als vom Geruch erwartet, trocken
Abgang: angenehm dezent brotig-malzig
Bitterkeit: dezent und gut ausgewogen
Insgesamt ein sehr sauberes Profil, keine Fehltöne, sehr gut geeignet in großen Mengen auch bei wärmeren Temperaturen genossen zu werden.
Danke Dieter, dieses Exemplar ist wie die anderen bisher verköstigen auch, ein Genuss
VG
Shlomo
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#38

Beitrag von afri » Freitag 25. Dezember 2020, 21:03

So, mein zweites Wichtelbier ist im Glas. Es ist ein Fail Ale und laut Waschzettel versehentlich mit viel zu wenig STW, weil im Thermomix geschroten. Der Ausdruck ist jedoch relativ schlecht und das Etikett ebenfalls, so konnte ich nur vermuten, dass die STW zwischen 6 und 8 liegen soll mit entsprechend niedrigem Alkoholgehalt.

Es schmeckt nicht schlecht, aber etwas unausgewogen, weil es viel Bittere gibt, der wenig Körper entgegensteht. Nach dem Einschänken tut sich ein gutes Aroma auf, wobei ich den Hopfen nicht benennen kann, aber es riecht auch viel mehr nach Würze, als nach Hopfen. Irgendwie reizvoll, diese Mischung.

Ansonsten ist es blickdicht trüb, Rezenz absolut OK und bis auf die Bittere ein angenehm frisches Bier. Über die konkreten Zutaten schweigen sich Etikett wie Begleitschreiben aus, damit kann ich leben. Gelungener Weihnachtsabend mit gutem Bier.
Achim
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#39

Beitrag von Räuber Hopfenstopf » Freitag 25. Dezember 2020, 22:08

Hier wird in weihnachtlicher Lockdownstimmung vor dem Ofen das nächste Bier verkostet. Es ist ein „Transporter“, laut Etikett „irgendwas zwischen Stout und Porter“. Bisher kommen uns die Grenzen zwischen diesen beiden Bierstilen auch recht schwammig vor. Insofern beugt diese Definition Missverständnissen vor :thumbup
Das Bier riecht schon beim Einschenken sehr lecker. Mit der Angabe 5,2 g/l CO2 hätten wir mehr Schaum erwartet. Die Farbe ist sehr schön dunkel mit leichten rötlichen Reflexen.
Das Aroma ist leicht röstig, schön malzig, süßlich und rund. Es fehlt jede Brenzligkeit, was sicherlich auch an der längeren Lagerdauer liegt und diesem Bier sehr gut tut.
Geschmacklich ist es deutlich trockener als erwartet (vom Sofa nebenan kommt der Kommentar, dass es evtl. noch ein bisschen zu süß ist). Sehr ausgewogen und rund. Röstnoten kommen schön durch und auch der Kakao ist irgendwo im Hintergrund. Hopfen ist kaum zu finden. Nur Röstnoten, Schoki und Malzaromen. Wieder keine unangenehme Bittere oder Brenzligkeit. Sehr schön, gefällt uns sehr gut. Morgen brauen wir ein Stoutporterirgendwas. Da war das eine schöne Einstimmung. Herr Ober, noch so eins bitte.

Viele Grüße
Björn & Sylvia
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#40

Beitrag von Bilbobreu » Samstag 26. Dezember 2020, 00:23

Moin,
dann will ich auch mal. Ich wurde von meinem Namensvetter Stefan (murby81) bewichtelt.
Heute habe ich das Smokey IPA gekostet. Laut Rezept ein IPA mit 7,9 Vol.%. Aus dem Begleitschreiben schließe ich, dass es seinen Namen nicht etwa von der Verwendung von Rauchmalz hat, sondern daher, dass es zum Grillen (Smoken) im Sommer gebraut worden ist.
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Beim Eingießen zeigt sich ein gleichmäßig trübes Bier mit der Farbe von hellem Kupfer. Es bildet sich reichlich (aber nicht zu viel) fein- bis mittelporiger Schaum, der lange haltbar ist. Die Trübung lässt mich (ohne es getestet zu haben) eher eine Eiweißtrübung als eine Hefetrübung vermuten. Schon beim Eingießen steigt ein kräftig fruchtiger Geruch in die Nase, in dem roter Apfel dominiert, umrahmt von einem tropischen Fruchtkorb. Im Antrunk ist zuerst eine sehr kräftige Bittere präsent, die sich bei schlankem Körper dann wieder mit dem roten Apfel und dem tropischen Fruchtkorb verbindet. Die Bittere hängt etwas nach, ohne unangenehm zu sein. Schön, denke ich, mal wieder ein kantiges IPA und nicht so ein weichgespültes, wie man es auch zunehmend antrifft. Also als Norddeutscher mag ich kräftige Bittere im Bier. Es würde mich interessieren, wie viel IBU das sind. Wenn ich raten soll, würde ich um die 55 IBU schätzen. Vielen Dank für diesen Biergenuss. Wenn das jetzt noch einigermaßen klar wäre, dann wäre es für mich perfekt.
Beste Weihnachtsgrüße an Euch alle
Stefan

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#41

Beitrag von SaltCityBrew » Samstag 26. Dezember 2020, 11:24

Ich habe die ersten drei Biere aus meinem Paket von Kaso probiert.
Vorweg muss ich sagen, alle drei Biere waren geschmacklich richtig gut, ich werde mich aber im Folgenden etwas kurz fassen:

Als Erstes das Mandüvel Öl, ein Baltic Porter mit 8 Monaten Reife und untergärig mit der W34/70 vergoren:
Beim Einschenken fällt sofort der intensive, gute Geruch auf. Es riecht sehr fruchtig und malzig. Zudem sehr süß und nach Schokolade.
Der Schaum ist absolut super, von grob bis feinpoorig ist alles dabei und er ist sehr stabil. Farblich sehr dunkel braun bis schwarz, ist dabei aber trotzdem recht klar.
Der erste Schluck überraschte mich sehr. Entgegengesetzt dem Geruch, ist der Geschmack absolut nicht süß und auch nicht schokoladig. Ist zwar schon etwas malzig aber nicht süß. Hopfen ist present. Viele Obstaromen, die ich sonst nur von obergärigen Hefen kenne und die ich bei der W34/70 nicht erwartet hätte. Es ist absolut nicht bitter und hat ganz leichte Röstaromen die sich hervorragend eingliedern. Im achgeschmack kommt dann die zuvor gerochene Schokolade hervor. Sehr interessant. Auch hier absolut nicht Bitter. Insgesammt ein supergutes Bier!
Tilo war so freundlich und gab mir auf Nachfrage sofort das Rezept (danke nochmals dafür). Das ist defenitiv auch was für mich.
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Als zweites gab es das Saison da Jongh
Ein Saison welches mit einer gstrippten Dupont Hefe vergoren wurde.
Beim Einschenken ist leider zunächst nur ein hefioger Geruch wahrnehmbar. Meine Erwartungen warenleider direkt sehr gering.
Das sollte sich aber als Fehleinschätzung herausstellen. Schaum war aber super.
Der erste Schluck war überraschend: Kein Hefegeschmack wahrnehmbar, trotz des Geruchs.
Stattdessen ist es extrem trocken, frisch, spritzig und etwas säuerlich. Passt alles wahnsinnig gut zusammen und ist fast schon eine Art sommerliches Erfrischungsgetränk. Vom Hopfen ist nichts zu schmecken und die Bitterkeit ist super ausgewogen.
Wirklich superlecker, mir war es allerdings viel zu hoch karbonisiert und es war wirklich sehr viel Hefesatz in der Flasche. (Meckern auf hohem Niveau)
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Nun zum Letzten der vorerst drei verkosteten Biere
Neowise ist ein einfaches Wiess, gadacht als einfaches Feierabend Bier. Dabei ist es viel mehr als das!
Beim Einschenken fällt sofort der intensive fruchtig frische Hopfengeruch auf. Hammer! Der Schaum ist megastabil, der Berg im Glas wächst und wächst und wächst, bis ich ich mit einem Löffel abschöpfen musste (nachdem ich das Foto gemacht habe), dann hatte sich das ganze auch langsam beruhigt. Die Farbe ist schönes dunkles Gold und das ganze kommt nahezu glasklar aus der Flasche.
Geschmachlich ist das Bier absolut super! Schöne Hopfenaromen nach Cascade Hopfen. Cascade Hopfen??? Da ist kein Cascade drin! Ist mit Comet gehopft. Ähneln sich diese Hopfensorten so stark? Wenn ich es mir so genau betrachte: Die Farbe, der Geruch, der Geschmack.... Das ist doch ein SNPA Clon nach dem Rezept von MMuM. Lieber Tilo, bist du dir sicher, dass du hier das richtige Etikett aufgeklebt hast??? (kleiner Scherz :Bigsmile )
Also, der Geschmack ist wie gesagt super, recht Vollmundig, dabei aber nicht zu süß und nicht zu trocken und die Bitterkeit passt super!
Karbonisierung ist super und Fehlaromen nicht vorhanden. Ein Superbier!
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Soviel erstmal zu den ersten drei Bieren und soviel dazu, dass ich mich kurzfassen wollte :puzz
Die nächsten zwei Biere folgen dann später. Ein drittes Bier werde ich dann wohl nicht mehr hier mitteilen, da es frisch ist und noch viele Wochen reifen soll (was ich ganz gut finde, dann bleibt für mich die Vorfreude darauf noch erhalten(genauso wie die Rechtschreibfehler in diesem Beitrag, da ich keine Lust habe mir alles nochmal durchzulesen :redhead ))
Schönen zweiten Weihnachtstag wünsche ich noch....
"Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken"
(Martin Luther)

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#42

Beitrag von Barney Gumble » Sonntag 27. Dezember 2020, 09:14

Heute (edit gestern) sind (edit waren) drei weitere Biere von Dieter (dadr) dran (Beitrag ist mir gestern abgeschmiert daher heute nochmal...):
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1.) Klabauter, Witbier: der Name ist Programm, der Schelm hat mich erschrecken wollen und kam mir entgegen, aber nur wenige Schluck nicht schlimm.
Aussehen: wunderbar hellgelbe Farbe, ca. 5 EBC, klar und ohne Satz, mittelstarke Perlung, Schaum stark, Porung heterogen, bleibt ca. 5 Minuten oberflächenbedeckend
Aroma: fein-säuerlich, Noten von Stroh (positiv), Trauben (Sauvignon?) oder Stachelbeere
Geschmack: im Antrunk ausgewogene Mischung aus einer dünnen Apfelschorle mit dezenter Zitrus- Note, irgendwas erinnert entfernt und positiv an Milch oder Buttermilch, kein Hefegeschmack, ganz bisschen salzig
Carbonisierung perfekt, ich denke nicht deutlich über 6 g/L, kein Kratzen. Beim Öffnen habe ich mich wohl nur irgendwie angestellt..
Fazit: ein sehr ausgewogenes Wit, für mich perfekt weil ich diesen da manchmal leicht breiten an Hefeweizen erinnernden Hefe-Geschmack nicht so mag, dieses hier ist toll. Die Hefe überlässt die Show den dezenten Frucht-(evtl Koriander?) Aromen überlässt
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2.) Red Rooster, India Red Ale:
Aussehen: rotbraun, erster Eindruck wie Spezi, EBC 28, Schaum cremig-gelblich angefärbt, Porung heterogen, nicht ganz so stabil wie beim Wit aber anfänglich dick und m. M. n. stiltypisch, Perlung: relativ verhalten
Aroma: ganz viel Hopfen, geht in Richtung Wald, rote Beeren
Geschmack: deutliche Bitterkeit die etwas Körper sucht, Noten von Harz und Holz, der Hopfen ist hier entgegen des Aromas im Hintergrund, ganz leicht phenolisch im Abgang
Carbonisierung dezent
Fazit: deutlich komplexer als das Wit, welches ich als gefälliger ansehen würde, aber handwerklich gut gemacht, keine Fehltöne

3.) Lord Vader (DARK imperial IPA "das Bier ist mit Dir junger skywalker"):
Aussehen: sehr dunkles Braun, rund 70 EBC, aber das wird ungenau bei so tiefen Tönen, ganz feinporiger Schaum, dezente Perlung, nur leicht ölig
Aromen: Kaffee, Kaffee, Kaffee, etwas noch Richtung Gerstenmalz-Kaffee und entfernt an Dörrobst erinnernd
Geschmack: auch fein Kaffee-artig, aber relativ schlank und relativ trocken, trotzdem malzaromatisch, Alkohol und auch die IBUs sind sehr gut eingebunden
Fazit: ein für die Stärke sehr gut trinkbares Bier, für mich als Kakaofan (Kaffee eher weniger) ein gelungenes Bier eines mir noch nicht bekannten Stils
So jetzt freue ich mich so richtig auf das Finale (barley wine)
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Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#43

Beitrag von jkmanfred » Sonntag 27. Dezember 2020, 12:38

moinsen.
dann bin ich jetzt auch mal dran. :Smile
Ich muss euch aber enttäuschen, da ich kein Biersommelier bin. :redhead

Bewichtelt wurde ich von emjay2812 (der eigentliche "Initiator" dieser Aktion?!) :Grübel

Nachdem das Paket mit 5 verschiedenen Bieren (3 eigene und zusätzlich noch 2 gekaufte) heile bei mir angekommen ist, verschwand es erst einmal im Keller, um sich von der strapaziösen Reise zu erholen.
Ein netter Brief lag noch dabei, in dem die Biere auch beschrieben wurden. Danke dafür.
Habe die Biere irgendwann in den Kühlschrank verfrachtet und gestern Abend war es dann soweit.
zuerst habe ich mir das "Standart Øl" vorgenommen.
Ein helles malziges obergäriges dezent gehopftes Bier.
Standard Ol.jpg
11°P und 4,0 vol%
Es sollte noch bis min. Weihnachten reifen, was hiermit ja auch geschehen ist. :Wink
Es war ein wenig "entgegenkommend" macht aber nix.
Mal sehen,ob es sich bei der 2ten Flasche ähnlich verhält.
Schaum war also reichlich und hat sich auch gut gehalten.
Der Geruch war mMn eher neutral, und im Geschmack wie angedeutet.
Vielleicht nicht sooo malzig, aber gut trinkbar. Halt "Standart"
Ein gutes Bier!
Es soll nach ca. 8 Wochen sehr klar sein.
War dieses nicht, macht aber nix, es war schließlich zwischendurch der Transport und ob die 8 Wochen schon rum sind? :redhead

Als nächstes war ein "Kaufbier" auserkoren.

Treverer Pils von der "Trierer Petrusbräu".
Trierer Petrusbräu.jpg
4,9 vol%
Ein Pils, wie ich es mir vorstelle. Schön schlank mit einer ordentlichen Bittere.
Auf jeden Fall weit vor den Standarts der aus meiner Gegend stammenden: (Warst., Kromb., Velt.) :Wink
Auch ein Gutes Bier. (auch wenns meiner Frau etwas zu herb war... :Bigsmile )

Dann habe ich mir wieder ein Selbstgebrautes vorgenommen.
Diesesmal ein "Sommer-Hell".
"Das gleiche Rezept wie Standart Øl allerdings als Hefe die "Brewferm Blanche".
Sommer-Hell.jpg
12°P und 5,0 vol%
Ich hätte ja nie gedacht, das zwischen den Hefen so ein Unterschied besteht.
Es war auch hell, etwas klarer aber sehr fruchtig. absolut lecker.
Es erinnert mich ein wenig an das Bier aus der Aktion "Campus Bräu" im Sommer.
Allerdings kamen in das Bier relativ viel Cascade-Hopfen rein.
Das man so einen Geschmack auch mit der Hefe erzeugen kann... man lernt nie aus. :Smile
Ein sehr gutes Bier! (schmeckt uns beiden :Wink )

Dann war da noch ein "Kaufbier"

Simon Noel aus Luxemburg.
simon noel.jpg
Ich bin immer wieder begeistert, was in unserer Nachbarschaft (vornehmlich Belgien) an leckeren Bieren erzeugt wird.
Alc: 6,7 vol%
Sehr schöne Farbe, malziger Charakter und leicht süss. einfach klasse.
Auch ein sehr gutes Bier.

übrig bleibt als fünftes ein "BelgeAmi".
Auch selbstgebraut.
"Ein den Trappisten Bieren nachempfundenes Starkbier."
Dunkel, malzig und aromareich.
Das steht noch im Kühlschrank und wartet auf mich. :Angel
Da freue ich mich besonders drauf, aber dazu später mehr.

Vielen Dank an Markus, es war ein Vergnügen deine Biere zu kosten.
und du darfst mir gerne die Rezepte zukommen lassen. :Smile

Gruß und Gut Sud
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Bilbobreu
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#44

Beitrag von Bilbobreu » Sonntag 27. Dezember 2020, 13:50

Moin,
ich habe gestern Abend das White Walker von murby81 verkostet. Laut Etikett und Begleitschreiben ein White Stout nach einem Rezept der "Nordlichter" aus Hamburg, mit dem diese bei der Maisels Home Brew 2020 den 2. Platz belegt hatten. Es enthält Pilsner Malz, Gerstenflocken, CaraPils und Weizemmalz, bringt es auf schlanke 11°P, ist mit East Kent Golding auf 33 IBU gehopft und mit der Wyeast Londen Ale III vergoren. Zusätzlich waren Bourbon Vanille, Kakaonibs, Kaffeebohnen und Milchzucker im Einsatz.
P1000947.JPG
Auch wenn die schlechte Ausleuchtung des Fotos ziemlich täuscht, so ist das Bier doch erheblich dunkler als die auf dem Etikett angegebenen 7 EBC. Ich würde das keinesfalls als hell oder golden einordnen, sondern eher als bernsteinfarben. Wie dem auch sei, jedenfalls eine schöne Farbe mit angemessen haltbarem weißen Schaum. Beim Einschenken steigt mir sogleich Espressoduft in die Nase eingebettet in kräftige getreidige Noten. Der erste Schluck bringt wieder Espresso gepaart mit Schokolade. Ein wenig Hopfenbittere ist spürbar. Spezifische Hopfenaromen vermag ich nicht herauszuschmecken. Daneben ein klein wenig erfrischende Säure, wie man sie von Röstgerste oder Röstmalz kennt, die hier ja aber gar nicht beteiligt sind. Insgesamt sind die verschiedenen Aromaeindrücke sehr gut ausbalanciert.
Ich bin ja immer noch skeptisch, ob der Bierstil White Stout wirklich auch noch hätte sein müssen, aber hier hab ich jetzt (von der zu dunklen Farbe abgesehen) sicher einen sehr guten Vertreter dieses Stils im Glas.
Vielen Dank dafür.
Stefan

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ssegelhorst
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#45

Beitrag von ssegelhorst » Sonntag 27. Dezember 2020, 14:35

SaltCityBrew hat geschrieben:
Samstag 26. Dezember 2020, 11:24
Ich habe die ersten drei Biere aus meinem Paket von Kaso probiert.
Vorweg muss ich sagen, alle drei Biere waren geschmacklich richtig gut, ich werde mich aber im Folgenden etwas kurz fassen:

Als Erstes das Mandüvel Öl, ein Baltic Porter mit 8 Monaten Reife und untergärig mit der W34/70 vergoren:
Beim Einschenken fällt sofort der intensive, gute Geruch auf. Es riecht sehr fruchtig und malzig. Zudem sehr süß und nach Schokolade.
Der Schaum ist absolut super, von grob bis feinpoorig ist alles dabei und er ist sehr stabil. Farblich sehr dunkel braun bis schwarz, ist dabei aber trotzdem recht klar.
Der erste Schluck überraschte mich sehr. Entgegengesetzt dem Geruch, ist der Geschmack absolut nicht süß und auch nicht schokoladig. Ist zwar schon etwas malzig aber nicht süß. Hopfen ist present. Viele Obstaromen, die ich sonst nur von obergärigen Hefen kenne und die ich bei der W34/70 nicht erwartet hätte. Es ist absolut nicht bitter und hat ganz leichte Röstaromen die sich hervorragend eingliedern. Im achgeschmack kommt dann die zuvor gerochene Schokolade hervor. Sehr interessant. Auch hier absolut nicht Bitter. Insgesammt ein supergutes Bier!
Tilo war so freundlich und gab mir auf Nachfrage sofort das Rezept (danke nochmals dafür). Das ist defenitiv auch was für mich.

...

Ohne jetzt den Thread kapern zu wollen - das klingt wirklich großartig und ich würde mich freuen wenn Kaso das Rezept hier rein stellen würde oder es mir per pm schickt. Hoffentlich liest er hier auch mit... ;)
____________________________________________________________________________
Beste Grüße
Sebastian

JackFrost
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#46

Beitrag von JackFrost » Sonntag 27. Dezember 2020, 17:13

Hallo,

ich hab vom Schlafwagenschaffner das Roggenbier getrunken.

Es war ein dunkles und trübes Bier mit grobporigem Schaum.

Im Antrunk war eine deutliche Bittere vorhanden, die aber nicht kratzig oder harsch war.
Die Bitterkeit war auch nicht grasig.
Im Haupttrunkt schmeckt man das brotige leicht heraus.
Der Nachtrunk war mild abklingend.

In sich ein leckeres Bier

Für mich als Oberbayern war die starke Bitterkeit bei den ersten schlucken etwas viel, hat
sich aber mit der Zeit gelegt. Das Bier wäre für mich etwas zu einem deftigen Essen wie Ente oder Schäufele,
vielleicht auch mit Rosenkohl als Beilage, da die Bitterkeit des Bieres sicher mit der Bitterkeit des Rosenkohles harmonieren würde.
IMG_4092 - Kopie.jpg
Gruß JackFrost
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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#47

Beitrag von mariarita » Sonntag 27. Dezember 2020, 19:53

Hallo,
ich habe von SvenLen 2 interessante Biere (seine Sude Nr. 3 und 4) bekommen und verköstigt.
2 sehr interessante, mutige Biere mit hohem Materialeinsatz.
Gleich vorweg:
sie haben mir sehr unterschiedlich gemundet...
Wichtelbier 1.jpg
das 1. war ein Winter Cookie (frei nach dem "Cookie Dude" in MMum):
-beim Einschenken bildet sich ein schöne braune Schaumkrone, die sich allerdings schnell verflüchtigt
-sehr schöne dunkelbraune Farbe
-betörender Geruch nach Schokolade und Hochprozentigem (Whiskey?)
-Antrunk: sehr, sehr gewichtig (14%Alk.!)
-die verschiedenen Ingredienzen sind dadurch leider nicht zu schmecken (Kakaobruch 500g bei ca 30l und 20 g Vanille)
-vielleicht wäre es besser, wenn es nur 8 % Alk. hätte, vielleicht ist es auch noch zu jung....
wie gesagt, sehr interessant, für mich aber nur in homöopatischen Dosen zu genießen,
die 2. Flasche wird eingelagert und an Weihnachten 2021 verköstigt.

Das 2. Bier:

Wichtelbier 2.jpg
ein WeizenDoppelbock:
Fazit vorweg: das hat mir richtig gut geschmeckt!!
-dunkelbraune Farbe mit rötlichen Reflexen
-etwas flüchtiger Schaum (bei längerer Lagerung wird das sicherlich viekl besser)
-angenehme Karbonisierung
-sehr ausgewogene Restsüße (18,5 Brix, 7,6 % Alk)
-Hopfen spielt eine untergeordnete Rolle
-sehr schöne Karamellnoten
-sehr guter Trinkfluss!

Alles in allem, mutige Biere, va . wenn man bedenkt , dass das die Sude 3+4 waren.
Vielen Dank, lieber Sven,
auch für die 2 guten Kaufbiere von der Brauerei BOLTENs und für den netten Austausch

Georg

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#48

Beitrag von Schoki » Montag 28. Dezember 2020, 13:00

Ich berichte dann auch mal. Ich wurde von Carsten (Lev) bewickelt und habe drei hausgebraute Biere und drei selbstgebraute Kaufbiere bekommen. Ich beschränke mich hier auf die hausgebrauten, wir sind ja schließlich im Bereich der Hobbybrauerbierverkostungen. Fotos habe ich leider vergessen :redhead

1. Summer Ale

Ein SMaSH mit Hüll Melon und Pilsener Malz.
Trüb, hell, grobporiger (und üppiger) Schaum.
Wunderbar frisch und spritzig, dabei schlank und ohne viel Bitterkeit.
Ich war echt überrascht, wie deutlich die Melonenaromen der Hopfens sind. Dazu sommerlich zitrusartig.
Irgendein Aroma war auch dabei, das mir nicht hundertprozentig gefallen hat und die Frische ein wenig zurückgedrängt hat. Ich konnte aber bei bestem Willen nicht ausmachen, was genau es war.
Insgesamt aber ein sehr schönes Sommerbier. Den Hopfen werde ich auch mal kaufen.

2. Kettle Sour

Mit Sauerbieren hab ich keine Erfahrung, deshalb fehlt mir hier der Vergleich. Gesäuert wurde wohl mit einer Joghurtkultur.
Wieder trüb und hell, die Milchsäure kann man schon riechen.
Wie zu erwarten schmeckt es sauer und wenig bitter - für meinen Geschmack genau die richtige Menge an Säure.
Ansonsten konnte ich neben Zitrusaromen nicht viel anderes ausmachen - braucht es meiner Meinung nach aber auch nicht.
Ebenfalls ein sehr gutes Bier.

3. BrewDog Jet Black Heart Klon

Tiefschwarz mit eher schnell zerfallender dunkler Schaumkrone - eben nicht mit Stickstoff gezapft.
In der Nase schokoladige Noten, Kaffee, etwas Vanille(?).
Auch auf der Zunge Schokolade und Kaffee, mit schöner Balance aus Röstnoten und Restsüße. Auch die Vanille kann man noch erahnen.
Gute Rezenz, stilgemäß eher niedriger aber nicht zu lasch.
Hat meinen Geschmack sehr gut getroffen und passt gut zum Winter.

Zu den kommerziellen Bieren gibt es noch privat Feedback :P

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#49

Beitrag von emjay2812 » Montag 28. Dezember 2020, 19:23

Heute habe ich die Aroma-Weisse von waukolino im Glas. Ein Weißbier mit Cascade und Polaris gehopft und mit der gestrippten Schneider Hefe vergoren.

Viel sahniger und fester Schaum, ich konnte gar nicht den ganzen Flascheninhalt ins Glas geben!
Die Farbe ist ein schönes goldgelb, relativ klar für ein Weißbier.

Im Geruch sind die Hopfennoten des Cascade präsent, leider ist aber auch ein Unterton zu riechen, der mir nicht so recht gefallen will.
Etwas nach "Uhu" und Lösungsmittel. Wenn das Bier wärmer wird, könnte es auch etwas zitrisches sein - das wiederum spricht für den Cascade. Es riecht ungewöhnlich für ein Weißbier, vielleicht auch deswegen erscheint es mir "fehlerhaft".

Im Antrunk wieder sehr weich, sehr malzig, schöne Nelken und Bananenaromen. Der Hopfen tritt hier deutlich in den Hintergrund,
dass Cascade und Polaris verwendet wurde, kann man bestenfalls erahnen. Oder es geht im fruchtigen Hefeprofil unter.
Sehr ausgewogen und rund, ohne Fehlaromen, wie die Nase zunächst vermuten lässt. Gutes malzig/nussiges Basisgerüst, sehr cremiges Mundgefühl.

Der Abgang ist leicht, nussig, kaum hopfig und ganz leicht medizinisch. Das wiederum können auch nelkige Phenole sein, die assoziert man gerne mit "Zahnarzt". Nur minimal, ein kurzes Auflammen, dann ist es wieder weg. Insgesamt nicht sehr lange anhaltend.

Insgesamt ein sehr rundes und ausgewogenes Weißbier. Schöne Nelken- und Bananenaromen die sich toll die Waage halten,
dazu weich, und harmonisch gehopft - nicht zu bitter. Sehr gutes nussiges Malzgerüst. Der Cascade geht leider unter, oder er bindet sich dermaßen harmonisch in das Hefeprofil ein, dass seine sonst überpräsenten Noten verschwinden. Von einer Frische des Polaris bemerke ich nichts.

Abzüge bekommt das Bier in der B-Note. Der Geruch ist nicht wirklich einladend, und der medizinische Abgang stört etwas.
Das Bier ist trinkbar und harmonisch, es schmeckt.
Vielleicht ist das auch Jammern auf hohem Niveau oder zu geübte Zunge. Ich bin aber auch weißbierverwöhnt, hier in der Bierdiaspora gibt es Gutmann und Karg Hefeweiße. Das sind die Standards.

Ich würde den Cascade durch etwas klassisches ersetzen oder deutlich mutiger Hopfen.

Schulnote: 2

Edit sagt: Deine Biere sind alle extrem süffig. Die gehen runter wie Öl. Ist das Brauwasser von Haus aus so gut, oder tunst du es entsprechend?
Bier3.jpg.jpg
Bier1.jpg
Bier2.jpg
Hier die Bilder zu den bisher getesteten Bieren.

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Re: Verkostungsberichte Weihnachtswichteln

#50

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Montag 28. Dezember 2020, 21:36

Heute war das Bragott Maria Stuart von meinem Wichtel Jörg dran.
Nach dem Einschenken verbreitet sich sofort ein sehr warmer Geruch, in dem man zunächst Mal vorrangig Honig erkennt. Ein schönes klares, dunkles Bier ist im Glas mit stabilem, feinen Schaum. Im Mund setzt sich das fort, was man erwartet: sehr warmes, kräuterartiges Aroma. Es erinnert sehr stark an Lebkuchen. Mit der Zeit gesellt sich Minze in die Vielfalt der aromatischen Erscheinungen. Im Gaumen ergibt sich noch ein kaffeeartiger Nachklang.
Bin begeistert, ein absolut gelungenes rundes Bier, ideal für diese Jahreszeit. Da steckt mit Sicherheit eine saubere Vorarbeit in Sachen Kräuterauswahl und Brauerfahrung dahinter.

Grüßle Dieter
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IMG_20201228_205642.jpg
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