Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schuld

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Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schuld

#1

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:15

Hallo Freunde,

mich plagt schon seit Beginn (2012) das Problem, dass jedes meiner Biere einen Fehlgeschmack hat.
Ich arbeite sehr sauber, daran kann es nicht liegen.
Vor 4 Wochen habe ich mir ein Bierkit gekauft, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Wollte den Fehler eingrenzen, es hat funktioniert, bin zu dem Schluss gekommen, dass es an unserem Leitungswasser hier liegt.
Wenn ich beim Maischen einen Fehler gemacht hätte (Sauerstoff im Bier, zu langsames abkühlen, etc.), dann hätte es ja bei dem Bierkit
besser sein sollen vom Geschmack, denn da entfällt ja die ganze Maischerei mit allem was dazu gehört.
Der Geschmack ist schwefelig würde ich behaupten, das ist nicht ganz leicht zu beschreiben, eventuell auch sprittig.
Vom Geruch auch schwefelig.
Das kann also wirklich nur am Wasser liegen, ich habe im Anhang eine Tabelle unseres Trinkwassers hochgeladen, ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr sie euch mal anseht, vielleicht fällt einem ja sofort auf, was der Auslöser ist.

Wasser.jpg

Beste Grüße
Elmar

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#2

Beitrag von Boludo » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:19

Wie genau und mit welcher Hefe vergärst Du?

Stefan

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#3

Beitrag von GamZuBo » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:22

Joa, mit so nem scheiß Wasser sollte man nicht brauen. Vor allem Natrium und Chlorid, heftig. Die Restalkalität ist eben nicht alles.

3-5 dh ist was man so zum brauen nehmen kann, alles andere ist zu viel. Mit diesem Wert kann man ganz gut mal etwas ansäuern wenn es etwas heller ist. Wenn man ein dunkles Braut brauch man garnichts zu machen.

Wer an das Märchen glaubt, dass Brauereien ihr Wasser bei einem Münchner dunkel auf die alten Münchner Werte bringen.. Naja, der soll eben weiter daran glauben.

Also eine UOA muss her :thumbup

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#4

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:24

Genau, bei "schwefelig" und "sprittig" würde ich auch erstmal bei der Hefe suchen.
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#5

Beitrag von Brewtotype » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:25

Naja, wenn die Gärung nicht optimal geführt wird könnte es auch daran liegen, das die Hefe H2S produziert, woran dein Wasser nicht unbedingt schuld sein muss.
Daran würde ein Bierkit auch nichts ändern.
Gruß Daniel

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#6

Beitrag von ggansde » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:27

Hefetyp oder underpitching oder zuwenig Nährstoffe (FAN) oder alles zusammen.
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#7

Beitrag von GamZuBo » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:27

Brewtotype hat geschrieben:Naja, wenn die Gärung nicht optimal geführt wird könnte es auch daran liegen, das die Hefe H2S produziert, woran dein Wasser nicht unbedingt schuld sein muss.
Daran würde ein Bierkit auch nichts ändern.

Überall das Wasser werde ich dennoch nicht diskutieren. Das ist kein Brauwasser :Wink

Ansonsten stimme ich dir natürlich zu.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#8

Beitrag von Kurt » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:28

Ziemlich viel Kochsalz im Wasser, aber ansonsten unauffällig. Ich tippe auch stark auf die Hefe! Welcher Stamm war´s?

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#9

Beitrag von Boludo » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:30

Da ist wirklich viel Natrium und Chlorid im Wasser. Wohnst Du direkt am Meer :Waa
Aber dass das schweflige Aromen erzeugt, kann ich mir kaum vorstellen.

Stefan

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#10

Beitrag von Brewtotype » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:30

GamZuBo hat geschrieben:
Brewtotype hat geschrieben:Naja, wenn die Gärung nicht optimal geführt wird könnte es auch daran liegen, das die Hefe H2S produziert, woran dein Wasser nicht unbedingt schuld sein muss.
Daran würde ein Bierkit auch nichts ändern.

Überall das Wasser werde ich dennoch nicht diskutieren. Das ist kein Brauwasser :Wink

Ansonsten stimme ich dir natürlich zu.
Da stimmt ich dir natürlich ohne Widerspruch zu, wollte aber die Gärführung auch noch als Knackpunkt erwähnen :Wink
Gruß Daniel

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#11

Beitrag von Boludo » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:37

Leider kann man keine Restalkalität ausrechnen. Aber so wie das aussieht würde ich das Wasser unbedingt behandeln.



Stefan

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#12

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:41

Hefen habe ich verschiedene probiert, beim gären halte ich mich eher am unteren Limit der Temperatur, oder genau dazwischen, höher als angegeben habe ich noch nie vergährt.
Bisher verwendete Hefen: Nottingham Ale von Danster, Saflager W34/70 UG, bei denen hatte ich immer diesen Geschmack.
Einmal habe ich ein helles Weizen mit der White Labs Ale Yeast WLP300 gebraut, da war dieser Geschmack nicht, das Bier hatte sehr gut geschmeckt.
Ob es jetzt am Weizen lag, dass das Bier besser geschmeckt hat, kann ich nicht beurteilen.
So schlecht sind die Hefen doch nicht, die ich zuvor verwendet hatte, oder?
Beim Bierkit war auch eine Trockenhefe, glaube da stand nichts weiter drauf auf dem Tütchen.

Also liegt es an meinem Wasser, oder an der Hefe?
Wie gesagt, die Temperaturen habe ich pingelig eingehalten.

Gruß
Elmar

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#13

Beitrag von ggansde » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:45

Auch wenn das Wasser zum Brauen ungeeignet ist glaube ich kaum, dass es für einen schwefligen Geschmack verantwortlich ist (Es sei denn es schmeckt als Wasser auch schon schweflig). Ich tippe Hefe (Stamm, Gärführung).
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#14

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:49

maxwells78 hat geschrieben: Bisher verwendete Hefen: Nottingham Ale von Danster, Saflager W34/70 UG, bei denen hatte ich immer diesen Geschmack.
Einmal habe ich ein helles Weizen mit der White Labs Ale Yeast WLP300 gebraut, da war dieser Geschmack nicht, das Bier hatte sehr gut geschmeckt.
Wieviele Päckchen Hefe auf wieviel Liter Bier nimmst du denn ?
Wie rehydrierst du die Hefe oder streust du die einfach auf ?
Was war denn das oberere Limit (Temperatur) bei den Hefen ?

Scheint dir ja offenbar nur mit Trockenhefe zu passieren.
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#15

Beitrag von GamZuBo » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:49

Also was auch gerne mal so riecht und schmeckt ist autolyse, wie lange lässt du das Bier da drauf?

Naja, trotzdem auf jeden Fall mal das Wasser bearbeiten.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#16

Beitrag von Boludo » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:54

Bist Du sicher, dass der Geschmack schwefelig ist?
War das ein Bier Kit zum selber Hopfen kochen?
Als ich mein Wasser noch nicht im Griff hatte, gab es immer einen metallischen Kratzer hinten raus. Nur nicht beim schwach gehopften Hefeweizen. So wie bei Dir.
Eventuell leidest Du nur unter zu hoher Restalkalität.

Stefan

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#17

Beitrag von flying » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:56

Restalkalität ca. 3,8° dH. Ist nicht unbedingt viel. Kann man leicht wegbekommen. Das Kochsalz im Wasser halte ich auch für unbedenklich. Auf eine Gose gibt man ca. die 30-fache Menge Kochsalz und das schmeckt auch..

Ich tippe auch auf Mangel an FAN.
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#18

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:58

Ich rehydriere in einem Behälter mit Wasser bis sie aktiv ist und dann wird die Hefe eingebracht, schütte das Bier damit zwischen zwei Gäreimern hin und her, damit genug Sauerstoff reingelangt. Am Anfang mit Schneebesen ging aber auch.
Ich mache immer 20 Liter Sude, habe die Menge genommen die auf der Tüte stand, alles so wie es sein muss.

Gibt es Alternativen zum Wasser, gibt es vielleicht ein Wasser in Flaschen zu kaufen, welches sich sehr gut zum brauen eignet?

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#19

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:04

Menge laut Tüte? Verwendest du so einen 500g Beutel?

Gruß
Andy

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#20

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:12

11 Gramm

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#21

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:16

Beio der Nottingham reicht ein Tütchen auf 20L, bei der 34/70 brauchst du zwei.
Vorausgesetzt du hast die auch in einem Bereich von 10-12°C gären lassen.

Also, wie waren die Temperaturen bei der Gärung ?
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#22

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:18

Bei der Nottingham 18-19°C und bei der 34/70 waren es 10-12°C.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#23

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:18

Und du hast bisher tatsächlich nur Nottingham, W34/70 (als Trockenhefe m.E. sowieso kompliziert) und die WLP300 probiert? Schon dass der Sud mit der WLP300 bei gleichem Wasser gelungen ist, deutet für mich auf Probleme außerhalb der Wasserqualität.

Der Nottingham sagen einige einen leicht muffigen/hefigen Geschmack nach. Vielleicht ist das auch vom individuellen Schwellenwert abhängig: Der eine erkennt es, der andere nicht. Probiere doch z.B. mal die US-05.

Gruß
Andy

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#24

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:19

Aus meinen Protokollen die Daten

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#25

Beitrag von falk » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:21

Kann man Bakterien wirklich ausschließen? Zu glauben sauber zu arbeiten und tatsächlich sauber zu arbeiten sind leider zwei unterschiedliche Dinge. Nichts gegen Dich – niemand denkt an alles. Ich hab’ mal im Krankenhaus gearbeitet. Da war das medizinische Personal auch durchgängig der Meinung ganz besonders hygienisch zu arbeiten und waren auch ausreichend geschult, um das einschätzen zu können. Die regelmäßigen Evaluationen kamen da leider durchweg zu anderen Ergebnissen. Selbst Grundlegendes wie Händedesinfizieren, wurde fast durchweg nicht richtig gemacht …

Vielleicht einmal Kontamination der Brauanlage ausschließen, indem man nen Minisud im Kochtopf und anderem Gärgefäß macht? Nicht dass sich da irgendwo in einem Hahn was eingenistet hat …

Vermute, Du hast das hier schon gelesen, um die üblichen Ursachen ausschließen zu können? http://braumagazin.de/article/bierfehle ... schwefeln/

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#26

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:24

Ich habe schon einjähriges Bier verkostet, welches ich gemacht habe, es war alles okay, wie gerade frisch, denke da habe ich sauber genug gearbeitet.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#27

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:25

Die S-05 ist ja auch Trockenhefe, sollte ich besser mal eine Flüssighefe von White Labs probieren?

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#28

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:27

Aha, interessant. Das einjährige Bier ist also OK und ohne diesen Fehlgeschmack ?

Seit wann tritt dieser Fehlgeschmack denn auf und was ausser den Hefen hat sich
evt. geändert zu damals ?
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#29

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:30

Nein, der Fehlgeschmack war bei dem einjährigen Bier nicht weg, wollte damit sagen, dass es nicht verdorben war im Sinne von Flocken, Schimmel, etc.
Jemand hatte angedacht, dass es an der Hygiene liegen könnte.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#30

Beitrag von falk » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:33

maxwells78 hat geschrieben:Ich habe schon einjähriges Bier verkostet, welches ich gemacht habe, es war alles okay, wie gerade frisch, denke da habe ich sauber genug gearbeitet.
Jo, wollts nur mal angemerkt haben. Da schrillt bei mir alles, wenn jemand (auch oder vorallem wenn ich mich selbst bei sowas ertappe :Bigsmile ) meint eigentlich alles besonders sorgfältig/sauber/… gemacht zu haben und deshalb bestimmte Ursachen ausschließt. So blöd kann man manchmal gar nicht denken. Mit Bierinfektionen hab ich auch keine eigenen Erfahrungen. Bloß angelesenes Halbwissen.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#31

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:36

Eine Kontermination muss sich auch nicht zwingend in Schimmel und verdorbenem Bier auswirken.
Vieleicht hast du auch irgendwo ein Bauteil das nicht geeignet ist und einen Fehlgeschmack abgibt.

Wir versuchen ja nur alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Am einfachsten wäre es wahrscheinlich
wenn du mal deine Vorgehensweise bei brauen, gären und lagern genau beschreibst.
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#32

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 18:43

Ich bin natürlich sehr dankbar und freue mich über eure Tipps, wollte jetzt nicht herablassend klingen.
Gerne beschreibe ich den kompletten Ablauf, aber wie gesagt ist das Aroma ja auch bei dem Bierkit (Sirup) aufgetreten, da kann man ja nichts falsch machen, da man ja nichts braut, sondern nur gären lässt.
Deswegen war ich mir so sicher, den Fehler so eingegrenzt zu haben und es dann auf das Wasser geschoben, aber Hefe kann es ja dann auch in Schuld sein.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#33

Beitrag von Flothe » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:14

Dann brau doch bitte mal ein Bier mit gekauftem Wasser. Von mir aus auch einfach mit destilliertem Wasser - ja, das ist nicht optimal, aber da kann halt nichts drin sein. Am besten mehrere Sude mit verschiedenen Hefen auf die Weise machen.

Dann weißt du obs am Wasser liegt.

LG Florian

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- Zitat: Hildegard von Bingen in ihrem Buch über Heilverfahren "Causae et Curae"

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#34

Beitrag von maxwells78 » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:26

Kann man ein Kaufwasser empfehlen?
Was von den Werten her gut ist?
Von destilliertem Wasser möchte ich Abstand halten, da ist ja gar nichts drin, es könnte dem Körper wichtige Mineralien entziehen.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#35

Beitrag von Tyrion » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:28

maxwells78 hat geschrieben:
Gibt es Alternativen zum Wasser, gibt es vielleicht ein Wasser in Flaschen zu kaufen, welches sich sehr gut zum brauen eignet?
Schau dir doch einfach mal diesen Thread an, da hat jemand, der auch mit genau so einem Problemwasser braut, einige Tips bekommen. :Grübel
viewtopic.php?f=13&t=4905

Gruss
Matthias

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#36

Beitrag von Flothe » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:42

maxwells78 hat geschrieben:Kann man ein Kaufwasser empfehlen?
Was von den Werten her gut ist?
Von destilliertem Wasser möchte ich Abstand halten, da ist ja gar nichts drin, es könnte dem Körper wichtige Mineralien entziehen.
Also Labmaster hier aus dem Forum braut grundsätzlich mit vollentsalztem Wasser. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass die Biere sehr rund und gut werden. Du darfst nicht vergessen, dass die Malze selbst auch Mineralien mitbringen ;) Du bist ja auf Fehlersuche. Da bietet es sich eigentlich an so viele Variablen wie möglich erstmal zu eliminieren. Brau ein Bier mit Dest. Wasser. Es muss ja nicht das beste Bier der Welt werden, sondern soll nur keinen Schwefel Geschmack haben.

LG Florian

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#37

Beitrag von ggansde » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:43

es könnte dem Körper wichtige Mineralien entziehen.
Ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#38

Beitrag von tauroplu » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:48

Pur getrunken stimmt das in gewisser Weise aber: http://www.spektrum.de/frage/darf-man-d ... ken/615244
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#39

Beitrag von Flothe » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:51

Achsoooo, jetzt verstehe ich das erst. Dachte du meinst, dass es dem Körper des Bieres wichtige Mineralien entzieht.

Du meinst also, dass es dir gesundheitlich schaden kann, wenn du Bier mit Dest. Wasser braust? Da musst du dir absolut keine Sorgen machen. Wie gesagt bringen die Malze selbst genug Mineralien mit.

LG Florian

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#40

Beitrag von ggansde » Donnerstag 7. Juli 2016, 20:53

Ich habe mal gelesen, dass die letalen Dosen von mineralhaltigem Wasser und destilliertem Wasser fast gleich sind.
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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#41

Beitrag von Brewtotype » Donnerstag 7. Juli 2016, 21:02

ggansde hat geschrieben:Ich habe mal gelesen, dass die letalen Dosen von mineralhaltigem Wasser und destilliertem Wasser fast gleich sind.
VG, Markus
Solang kein schweres Wasser zum Brauen verwendet wird, sollte die Toxizität nicht am Wasser liegen :Smile
Gruß Daniel

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#42

Beitrag von Freetoast » Donnerstag 7. Juli 2016, 21:31

Deuteriumoxid, 0,75 ml, satte 9,65 € plus 3,80 € Versand. Bei 30 Liter Brauwasser käme der Spass auf 386.003,80 € (...wobei der Händler bei der Summe möglicherweise auf die Versandkosten verzichtet. Da hab ich nu nicht nachgesehen.) :thumbsup :Drink

Edit: Ein Punkt für die Lesbarkeit.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#43

Beitrag von Brewtotype » Donnerstag 7. Juli 2016, 21:58

Vll. sollte man deutiertes Wasser als "energetisiertes Wasser" verkaufen.... :P
Gruß Daniel

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#44

Beitrag von maxwells78 » Freitag 8. Juli 2016, 11:12

Jetzt habe ich keine Angst mehr, ich werde den nächsten Sud mit destilliertem Wasser brauen.
Es gibt ja diese 5 Liter Kanisterchen zu kaufen, wir nehmen das immer für unser Bügeleisen.
Dann bin ich echt mal gespannt, vielleicht sollte ich erstmal 10 Liter versuchen, werde euch dann auf jeden Fall hier in diesem Thread berichten wie es geworden ist.
Aber erst muss ich meinen Biervorrat etwas runterspülen :Drink

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#45

Beitrag von maxwells78 » Freitag 8. Juli 2016, 11:23

Tyrion hat geschrieben:
maxwells78 hat geschrieben:
Gibt es Alternativen zum Wasser, gibt es vielleicht ein Wasser in Flaschen zu kaufen, welches sich sehr gut zum brauen eignet?
Schau dir doch einfach mal diesen Thread an, da hat jemand, der auch mit genau so einem Problemwasser braut, einige Tips bekommen. :Grübel
viewtopic.php?f=13&t=4905

Gruss
Matthias

Ja, das war ich sogar selber, hatte ich vergessen, dass ich diese Frage hier schon mal gestellt hatte.
Mir kam diese Frage wieder auf, als ich mein letztes Bier als Kit (fertigen Sirup) gefertigt hatte, als dann wieder diese Geschmack da war.
Habe ihn nochmal durchgelesen, da wurde auch das Kaufwasser von Real erwähnt.

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#46

Beitrag von Boludo » Freitag 8. Juli 2016, 11:36

100% dest. Wasser ist aber auch nicht gut, zu wenig Calcium.
Ich würde mit ca 20% Rohwasser verschneiden, je nach Bier.

Stefan

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Re: Schwefelgeschmack - definitiv das Leitungswasser in Schu

#47

Beitrag von Kurt » Freitag 8. Juli 2016, 12:58

Kann Chlor im Wasser zu 100% ausgeschlossen werden? Chlorphenole versauen garantiert jeden Bier. Ich habe dadurch leider schon einige Sude verloren bis ich die Ursache gefunden habe.

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