Blanche de Namur

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PalmPower
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Blanche de Namur

#1

Beitrag von PalmPower » Dienstag 17. Juli 2018, 09:05

Hallo,

da ich mich gerade den belgischen Bieren nähere und eigentlich damit noch keine Erfahrung habe, frage ich: kennt jemand dieses Bier und kann man es als "wittypisch" einstufen?
Ich habe es gestern erstmals verkostet und bin für mich zu dem Schluss gekommen: wenn das "wittypisch" ist, weiß ich, dass ich mich selbst nicht daran versuchen werde. Für mich schmeckte es nach kaltem, verdünntem Gesundheitstee.

Für sachdienliche Hinweise wenden sie sich bitte ...., Blödsinn: bitte klärt mich auf

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LG Peter

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Re: Blanche de Namur

#2

Beitrag von Till » Dienstag 17. Juli 2018, 10:37

Morgen,

aus meiner Sicht ist das ein ziemlich typisches Witbier. Der Eindruck von Gesundheitstee könnte von Koriander und/oder "strengeren"/"gewürzigeren" Noten der Hefe kommen. Dadurch kommt etwas Komplexität in ein ansonsten frisches, zitroniges (Sommer-)Bier. Das sollte mMn jedes Witbier in einem bestimmten Maß kombinieren. Besorg Dir vielleicht noch mal ein Hoegaarden, das ist nach meiner Erinnerung sehr unkompliziert. Die grobe Richtung ist aber dieselbe.

Grüße,
Till

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schlupf
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Re: Blanche de Namur

#3

Beitrag von schlupf » Dienstag 17. Juli 2018, 10:52

Moin,

Das Netz sagt, dieses Bier hätte mal das Mixology Taste Forum als bestes Wit gewonnen. https://mixology.eu/drinks/blanche-de-n ... ste-forum/

Daher würde ich schon sagen, dass es nicht nur ein typischer, sondern ein sehr guter Vertreter der Gattung ist.

Wahrscheinlich hast du dasselbe Problem wie ich: Ich hätte super gerne beim Wettbewerb in Stralsund mitgemacht, aber als die Wahl auf Wit gefallen ist, war's für mich gelaufen.
Ich kann mit dem Stil einfach nix anfangen. Mal eins im Urlaub trinken, ja; Aber ich mag das Zeug weder genug, um mir davon 20L zu brauen und erst recht möchte ich keine 4 Hektoliter gewinnen, falls es ganz "mies" läuft.

400L Wir muss man auch erstmal loswerden...

Viele Grüße,
Sebastian

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Sura
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Re: Blanche de Namur

#4

Beitrag von Sura » Dienstag 17. Juli 2018, 10:55

Sebastian: dabei sein ist alles, und zur Not kann man damit dann mal ne Badewanne füllen.

Mir geht es mit Wit aber ähnlich...... daher kann ich auch schlecht sagen welches gut ist.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Blanche de Namur

#5

Beitrag von PalmPower » Dienstag 17. Juli 2018, 11:06

schlupf hat geschrieben:
Dienstag 17. Juli 2018, 10:52

erst recht möchte ich keine 4 Hektoliter gewinnen, falls es ganz "mies" läuft.
:Bigsmile :Bigsmile :Bigsmile

da es mein erstes Wit war, kann ich den Stil für mich dann wohl abhaken. Aber GsD gibt es ja noch genug andere Bierstile an denen ich mich versuchen und hoffentlich auch erfreuen kann.
LG Peter

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schlupf
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Re: Blanche de Namur

#6

Beitrag von schlupf » Dienstag 17. Juli 2018, 11:17

Sura hat geschrieben:
Dienstag 17. Juli 2018, 10:55
Sebastian: dabei sein ist alles, und zur Not kann man damit dann mal ne Badewanne füllen.

Mir geht es mit Wit aber ähnlich...... daher kann ich auch schlecht sagen welches gut ist.
Soll ja schön machen... https://bierbad.de/bierbad-wellness/

Hab gerade erst gesehen, dass es auf https://www.hobbybrauer-meisterschaft.de/Home.html jetzt eine ausführliche Kategoriebeschreibung gibt. Ist die da schon länger?

Oberbräu
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Re: Blanche de Namur

#7

Beitrag von Oberbräu » Dienstag 17. Juli 2018, 11:34

:redhead abschweif
kann mir jemand eine witbierhefe empfehlen?

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Rumborak
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Re: Blanche de Namur

#8

Beitrag von Rumborak » Dienstag 17. Juli 2018, 11:41

Oberbräu hat geschrieben:
Dienstag 17. Juli 2018, 11:34
:redhead abschweif
kann mir jemand eine witbierhefe empfehlen?
Hi,

die Forbidden Fruit
http://www.wyeastlab.com/yeast-strain/forbidden-fruit

VG

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Re: Blanche de Namur

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 17. Juli 2018, 12:58

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Blance de Namur mit der W378 vergoren wurde. Die tollen positiven phenolischen Aromen habe ich bisher bei keiner anderen Withefe wieder gefunden.
Ich mag Witbier übrigens. Ob ich 400 Liter davon verdrücken oder mit den Jungs verfeinern könnte bezweifle ich allerdings auch.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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omitz
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Re: Blanche de Namur

#10

Beitrag von omitz » Dienstag 17. Juli 2018, 13:05

Mein letzter Sud war ein Wit und ich bin recht zufrieden damit. Hefe war bei mir die Mangrove Jack’s M21 „Belgian Wit“. Ging von 11,6P auf knapp unter 3P runter. Schüttung war PiMa, Weizenmalz, Weizenrohfrucht und Haferflocken. Das ganze als Single Hop mit Strisselspalter auf 20BU. Kurz vor Kochende noch 1g/L bittere Orangenschale und 0,5g/L Koriandersamen.

Gut Sud!
Timo
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Re: Blanche de Namur

#11

Beitrag von Shenanigans » Dienstag 17. Juli 2018, 15:02

omitz hat geschrieben:
Dienstag 17. Juli 2018, 13:05
Mein letzter Sud war ein Wit und ich bin recht zufrieden damit. Hefe war bei mir die Mangrove Jack’s M21 „Belgian Wit“. Ging von 11,6P auf knapp unter 3P runter. Schüttung war PiMa, Weizenmalz, Weizenrohfrucht und Haferflocken. Das ganze als Single Hop mit Strisselspalter auf 20BU. Kurz vor Kochende noch 1g/L bittere Orangenschale und 0,5g/L Koriandersamen.

Gut Sud!
Timo
Ich habe mein auch "fast" genauso gebraut (Strisselspalter auch).
Habe aber keine Weizenmalz (nur Flocken) und suesse Orangenschale verwendet.
Ist sehr gut gelungen.

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Re: Blanche de Namur

#12

Beitrag von Oberbräu » Mittwoch 18. Juli 2018, 14:14

Rumborak hat geschrieben:
Dienstag 17. Juli 2018, 11:41
die Forbidden Fruit http://www.wyeastlab.com/yeast-strain/forbidden-fruit
Vielen Dank, aber die ist überall ausverkauft - was ist denn da los? :Waa

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Kobi
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Re: Blanche de Namur

#13

Beitrag von Kobi » Mittwoch 18. Juli 2018, 14:48

Moin,
interessant, wie unterschiedlich die Bewertungen zu Wits hier sind...
Ich finde den Stil, wenn er gut gemacht ist, absolut genial, insbesondere für laue Sommerabende wie derzeit. Blanche de Namur ist schon eines der eher sehr guten Wits, finde ich, aber auch sehr dünn, was meistens ganz gut zum Stil past, aber für mich nicht zwingend ist; etwas mehr Körper fände ich auch reizvoll.
Die Kräuternote scheint hier wohl zu polarisieren; Koriander und Bitterorangenschale gehören halt dazu. Vielleicht liegt es auch an der würzigen Note der Withefe oder beidem zusammen?!?
Wir haben gerade ein Wit fertig (Schüttung anscheinend ähnlich wie oben genannt), in dem wir zusätzlich noch etwas Kardamon verwurstet haben; das führte zu einer zitonigen, fast schon in Richtung Kräuterradler gehenden Note, sehr lecker, mein derzeitiges Lieblingsbier.

Zur Hefe:
Withefe lässt sich meistens gut strippen; Blanche de Namur geht sehr gut, auch St. Bernardus funktioniert. Wir haben beide versucht und dann beide zusammen verwendet. Bei der Hoegaarden gibt es unterschiedliche Aussagen: Früher klappte die gut (bis vor 4 Jahren bei mir), mittlerweile wird oft behauptet, AB InBev würde die Nachgärung mit einer anderen, untergärigen Hefe durchführen; mir fehlt aktuell die Erfahrung dazu.
Viele Grüße
Andreas
Das Leben ist zu kurz, um schlechtes Bier zu trinken! :Drink

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Re: Blanche de Namur

#14

Beitrag von emjay2812 » Mittwoch 18. Juli 2018, 18:42

Bei mir ist Bierkonsum auch Jahreszeiten abhängit. Im Sommer trinke ich gerne Wit oder Weizen, im Winter gerne mal einen dunklen Doppelbock.

Es gibt auch sehr leichte Vertreter der Art, ganz nett und unkompliziert ist das "Blanche" aus dem Lidl.
Das hat nur einen Hauch Orange und Koriander, aber für heiße Sommerabende genau richtig.

Ich bin regelmäßig in Luxemburg und Belgien, finde aber gerade das Angebot an Wit sehr überschaubar. Außer Hoegarden findet man in den Supermärkten fast nichts - vielleicht kann mir jemand da eine Marke nennen,
nach der ich Ausschau halten soll.

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Frudel
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Re: Blanche de Namur

#15

Beitrag von Frudel » Mittwoch 18. Juli 2018, 21:08

Ging mir genauso , dachte , vielleicht ist da wo wir waren keine Wit Gegend.
Bei uns gab es Hoegaarden. das weder nach Koriander oder Orange schmeckt.
Für mich was es der fadeste nichtssagende Vertreter seiner Art.
Und das Blanche de Namur. Von der Sauerbierfraktion war auch nicht
viel zu finden vielleicht auch ein Regionsporblem in der Wallonie bzw.
Ardennen.
Dafür war genügend Platz für 5 Orval Kartons
Ich muss das nächste mal besser planen...

LG
Markus
Zuletzt geändert von Frudel am Mittwoch 18. Juli 2018, 23:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Blanche de Namur

#16

Beitrag von gulp » Mittwoch 18. Juli 2018, 21:37

Bei uns gab es Hoegarden. das weder nach Koriander oder Orange schmeckt.
Genau so muss das auch sein. Sobald man die Gewürze zu deutlich herausschmeckt, ist da etwas schiefgegangen. Das ist ein elegantes Bier, bei dem man eben Gewürze ahnt, ohne sie genau identifizieren zu können. Weit weg von drögen Bananen und "pseudo Nelken" Aromen diverser bayerischer Weißbiere, mit denen man Wit Biere auch nicht vergleichen sollte.

Hoegarden wurde von Pierre Celis in den 60er jahren des letzten Jahrhunderts wiederbelebt und wird wohl weitestgehend noch nach seinem Rezept gebraut.

Vor Celis war das Hoegarden Wit ein Sauerbier, aber halt mit den oben genannten Gewürzen.

Für mich ist das Hoegarden Wit immer noch die Referenz in dieser Klasse. :Smile

Gruß
Peter
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https://biergrantler.de
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Re: Blanche de Namur

#17

Beitrag von Shenanigans » Mittwoch 18. Juli 2018, 23:21

Vedett Extra White gefällt mir gut.
Starker citrus noten als anderen Witbieren aber auch ein tick teurer.
Es ist von Duvel Moortgat, also in viele belgische und hollandische Supermärkte zu kriegen.

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Re: Blanche de Namur

#18

Beitrag von Frudel » Mittwoch 18. Juli 2018, 23:40

Ich habe in der Zeit in der ich in Belgien war über 10 Hoegaarden vertilgt und keinen Zugang dazu gefunden.
Ich und mein Freund konnten kein Gewürze erahnen , ich habe den unbestimmten Verdacht , dass von dem
Rezept nicht mehr viel übrig geblieben ist , nach dem sich Anheuser-Busch InBev der Sache angenommen hat.
Aber über Geschmack sollte man und kann man nicht streiten .
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Re: Blanche de Namur

#19

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 19. Juli 2018, 07:03

Frudel hat geschrieben:
Mittwoch 18. Juli 2018, 23:40
Ich habe in der Zeit in der ich in Belgien war über 10 Hoegaarden vertilgt und keinen Zugang dazu gefunden.
Ich und mein Freund konnten kein Gewürze erahnen , ich habe den unbestimmten Verdacht , dass von dem
Rezept nicht mehr viel übrig geblieben ist , nach dem sich Anheuser-Busch InBev der Sache angenommen hat.
Aber über Geschmack sollte man und kann man nicht streiten .
GENAU das habe ich auch gedacht. Ich hatte vor 2 Wochen eins in Holland und es hat mir nicht geschmeckt. Das letzte hatte ich vor Jahren und das hatte ich deutlich besser in Erinnerung.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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