Schneider TAP 05

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Bergbock
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Schneider TAP 05

#1

Beitrag von Bergbock » Dienstag 3. November 2020, 18:35

Mein lieber Herr Gesangsverein, das ist schweres Geschütz. Weizendoppelbock, 18.5% Stammwürze, 8.2 % Alkohol, 40 IBU, kaltgehopft. Halleluja! Für mich Premiere, auch wenn das wohl schon länger auf dem Markt ist.
Je mehr ich davon trinke, desto mehr stelle ich fest, dass für mich persönlich diese Kombi nicht passt. Der Hopfen erschlägt alles, blendet man ihn aus, ergäbe sich ein unglaublich feines Weissbier- und Malzaroma, das eben leider völlig erschossen wird vom Hopfen. Mir geht die Frage nicht aus dem Kopf, wie das mit 25 IBU schmecken würde und ohne Kalthopfung?
Ein handwerklich sensationell gemachtes Bier, zugegeben, für mich interssant zu probieren, mehr aber leider auch nicht.
20201103_173828.jpg

HubertBräu
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Re: Schneider TAP 05

#2

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 3. November 2020, 18:44

Ich finde das Bier super :Pulpfiction

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Boludo
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Re: Schneider TAP 05

#3

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. November 2020, 19:18

Man muss sich mal die Geschichte dieses Bieres anschauen, dann versteht man es besser.

Walter White
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Re: Schneider TAP 05

#4

Beitrag von Walter White » Dienstag 3. November 2020, 19:21

Ich hab, als ich das Bier zum ersten Mal probiert habe, auch echt Probleme damit gehabt, aber es war in dem Fall eher ein Problem, dass das über schlechte Lagerung im Supermarkt hinüber war. Sie hier der Thread dazu:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread

Ich habe nun vor 2 Wochen das Bier zum zweiten Mal probiert und zwar direkt beim Schneider im Tal vom Fass. Arg viel frischer gehts nicht. Es hat meinen Eindruck von damals bestätigt. Das ist einfach in unangenehme Alterungsgeschmäcker abgedrifftet. Ist ja jetzt auch nichts schlimmes bei der Weise wie Bier manchmal behandelt wird.

Also jetzt war das Bier viel besser, aber so richtig begeistert hat es mich nicht und werde es wohl nicht ein drittes Mal trinken. Aber das ist ja auch Ok so, dass es ein stark polarisierendes Bier ist (wie Boludo das ausgedrückt hat). Müssen ja nicht alle alles gleich gut finden.

Komischerweise mag ich die „Nachahmung“ biel besser: Lemke Hopfenweiße ist ein Bier, das ich sogar gerne trinke. Vielleicht liegt es darin, dass es nur Bockstärke hat. Irgenwie ist da die Gratwanderung starke Hopfung viel Hefe irgendwie besser geglückt.

Walter White
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Re: Schneider TAP 05

#5

Beitrag von Walter White » Dienstag 3. November 2020, 19:24

P.S.: Hab an dem Tag auch die TAP 4 Festweisse probiert. Die ist auch stärker gehopft (u.a. Mit Cascasde). Fand ich sehr gelungen wie auch die anderern Standardsachen der Brauerei

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Re: Schneider TAP 05

#6

Beitrag von Bergbock » Dienstag 3. November 2020, 19:53

Boludo hat geschrieben:
Dienstag 3. November 2020, 19:18
Man muss sich mal die Geschichte dieses Bieres anschauen, dann versteht man es besser.
Ja, den IPA-Einfluss merkt man, sehr sogar. Bei einer Blindverkostung wäre es für mich auch als IPA durchgegangen.
Das ist ja genau das, was ich so schade fand, von der Weissbierherkunft merkt man fast nichts. Wobei ich sicherlich absolut keine Referenz für Bierverkostungen wäre.

Ist ja auch nicht schlimm, ein super Bier, das mir eben nicht so wirklich schmeckt.
Frank

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Re: Schneider TAP 05

#7

Beitrag von haefner » Dienstag 3. November 2020, 20:03

So gehen die Geschmäcker auseinander. Mich eher konservativen Weissbiertrinker hat es fasziniert :-).

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Re: Schneider TAP 05

#8

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. November 2020, 22:43

Es war mal mein absolutes Lieblingsbier. Mittlerweile mag ich es nicht mehr ganz so gerne.
Ich bilde mir ein, dass es früher anders geschmeckt hat. Vermutlich hat sich aber auch mein Geschmack in den zehn Jahren, seit ich das Bier kenne, sehr verändert. Keine Ahnung.
Trotzdem cool, dass Schneider sich so was traut.

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Re: Schneider TAP 05

#9

Beitrag von Frudel » Dienstag 3. November 2020, 22:52

Ich finde das Bier gut , war mal vor ein paar Jahren bei einer Weihnachtsbox mit Glas dabei
Aventiuns war auch mit von der Partie.
Ich kaufe es , wenn erhältlich reglmäßig ,mir gefällt die Kombination Weißbier und Hopfen
wenn auch, für mein Empfinden , ein wenig zuviel Hopfen - könnte etwas eleganter daherkommen.
Was eher bedrohlich ist , ist der Alkgehalt , man merkts erst wenns zu spät ist.
Ein Freund vom mir kauft immer einen Kasten und schleppt den nach Düsseldorf ,
wenn er anruft und Verlust der Muttersprache beklagt hatte er eins von denen.
Wenn er nicht anruft hatter we wohl eins zuviel ( nehme ich an )
Viele Menschen benutzen Informationen und Fakten wie ein Betrunkener einen Laternenpfahl :
Vor allem zur Stütze ihres Standpunktes und weniger zum Beleuchten eines Sachverhaltes.

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Re: Schneider TAP 05

#10

Beitrag von Beerkenauer » Donnerstag 5. November 2020, 22:13

Nachdem ich den Faden hier gelesen hatte, habe ich mich wieder dran erinnert, dass ich das Bier ja auch noch im Keller habe.
Heute war es soweit. Leicht gekühlt, habe mich auch ein richtig tollen hopfenbetonten Weizen Bock gefreut. Leider Fehlanzeige.
Keine Hopfennote zu schmecken. Das Bier hat nur sprittig geschmeckt. War echt enttäuscht. Ich gebe dem Umstand, dass ich nicht weiß wie alt das Bier war und ob es vielleicht nicht richtig gelagert wurde ne Mitschuld.Kaufen würde ich es aber trotzdem nicht nochmal.

Stefan

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Re: Schneider TAP 05

#11

Beitrag von rauchbier » Freitag 6. November 2020, 18:27

Da muss auf jeden Fall das Alter eine Rolle gespielt haben. Erst letztens Woche beim Kumpel getrunken, der einen frischen Kasten gerade gekauft hatte. Hopfrn war deutlich schmeckbar. Aber andererseits ist Hopfen immer auch individuelle Wahrnehmung und Vorliebe. Gib ner frischen Flasche nochmal ne Chance

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Re: Schneider TAP 05

#12

Beitrag von Beerkenauer » Freitag 6. November 2020, 18:52

rauchbier hat geschrieben:
Freitag 6. November 2020, 18:27
Da muss auf jeden Fall das Alter eine Rolle gespielt haben. Erst letztens Woche beim Kumpel getrunken, der einen frischen Kasten gerade gekauft hatte. Hopfrn war deutlich schmeckbar. Aber andererseits ist Hopfen immer auch individuelle Wahrnehmung und Vorliebe. Gib ner frischen Flasche nochmal ne Chance
ja denke auch, dass das Alter war. Muss mal schauen wo ich das nochmal herbekomme. Da wo ich es gekauft habe werden wohl alle so sein.
Das TAP 05 hat noch ne 2te Chance verdient :thumbsup

Stefan

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Re: Schneider TAP 05

#13

Beitrag von rauchbier » Montag 9. November 2020, 18:06

Ansonsten kurze Mitteilung und ich schau bei uns, wann wieder frische Kästen aus Kelheim da sind und ich pack zwei Flaschen in ein Paket mit anschließendem Online-Tasting :thumbsup

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Re: Schneider TAP 05

#14

Beitrag von Beerkenauer » Dienstag 10. November 2020, 16:16

Danke für das Angebot.
Falls ich bei uns nix findet, melde ich mich nochmal :thumbsup

Grüsse

Stefan

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Re: Schneider TAP 05

#15

Beitrag von Der Käpn Backfisch » Donnerstag 24. Dezember 2020, 03:30

Ahoi Bergbock,
gib diesem Bier auf jeden Fall noch eine Chance!
Klar muss man auf Hopfenaromen abfahren und nichts gegen hochprozentige Kaliber haben, aber es ist ein intensives und doch ausgeglichenes Bier mit der entsprechenden Malzigkeit, die mir bei den meisten IPA's und Double IPA's komplett fehlt. Eigentlich ist es ein echtes German IPA, die Variante BRLO hat aber auch etwas... Bis jetzt auch das einzige Weizenbier was meinen Gaumen trifft (auch white IPA's).

Jedoch hat dieses Bier große Qualitätsunterschiede bezüglich dem Alter. Oft schmeckt es nach wochen- bis monatelanger Lagerung in einem Supermarktregal unter Neonröhren bei über 20°C einfach, wie schon beschrieben, dumpf und viel zu schwer. Die Stopfaromen gehen schnell verloren und auch das Meiste der Aromahopfung leidet drunter. Da ist dem schweren Körper nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Mir schmeckt das Bier auch nur möglichst frisch, man kann etwa sagen, dass es das beste Aroma 8 Monate vor Ende des MHD enthält. Lagert man es ab diesem Zeitpunkt aber entsprechend, also dunkel bei etwa 8-12°C bin ich sicher das es auch länger mundet.
Ich bin der Meinung, dass hauptsächlich Licht für die Geschmacksbeeinträchtigung zuständig ist. Die Hopfenweisse, die du auf deinem Bild gepostet hast, ist auch viel dunkler als meine letzte , die heute draufging. Abbau von Hopfenölen steht ja im Zusammenhang mit einer Verdunkelung des Bieres, aber eigentlich eher bei Oxidation, oder ist es bei Licht ähnlich? Ich schicke demnächst ein Bild von einer frisch gekauften Hopfenweiße hinterher um den Farbunterschied zu zeigen.

Manchmal wünsche ich mir doch, das Bier direkt vom Brauer kaufen zu können, da viele Bierstile von Frische profitieren, vorallem hopfenbetonte Biere.

Grüße,

der Käptn

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