Mini Bierbrausets

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Mini Bierbrausets

#1

Beitrag von Nofa » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:26

Hallo liebe Brauer,

ich habe vor, im Rahmen einer kleinen Feier vor, ein paar Leuten ein "Mini Braukit" zu schenken.
Ich würde gerne Biersets mit abgewogenen Zutaten und einem Gärröhrchen verteilen, sodass jeder mit seinem Kochtopf und einem Sieb selbst brauen kann.

Es geht hier um eine menge von 1-1,5l , welche in einer Plastikwasserflasche vergoren werden soll und selbst in 2-3 Bügelflaschen karbonisiert wird.

Was meint ihr? Geht das in so kleinen Mengen gut? Müsste ich ggf etwas beachten?


Danke und Gruß
Nofa

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Re: Mini Bierbrausets

#2

Beitrag von Boromsel » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:36

Bei so kleinen Mengen fand ich das Hopfenseihen problematisch ohne nen gescheiten Filter. Hopfenkochen im Papier-Teebeutel hat aber ganz gut geklappt.

Die Plastikflasche sollte dunkel stehen und genug Platz für die Kräusen haben. Eine 2l Flasche eignet sich da vielleicht besser. Und ein Thermometer wirst du wohl auch dazulegen müssen, sowas hat man ja nicht unbedingt im Haushalt.

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Re: Mini Bierbrausets

#3

Beitrag von TheCK » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:59

Mit einer Malzmischung wird das in der Größenordnung sehr mühsam und der Aufwand steht in keiner Relation zum Ergebnis.

Wenn das eine Art Partygag werden soll würde ich eher auf ein Malzektrakt- und Hopfenkit zurückgreifen.
Also Trockenmalzektrakt (100-120 Gramm pro Liter, je nach gewünschter Stammwürze), ein paar wenige Hopfenpellets, am Besten schon im Teebeutel, eine Portion Trockenhefe (0,5-1g pro Flasche) und eine 2-Liter-Flasche samt Gärröhrchen.
So müssen die Beschenkten nur noch den Malzektrakt auflösen, den Hopfen kochen und anstellen.
Zuletzt geändert von TheCK am Mittwoch 18. Januar 2017, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
LG Chris

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Re: Mini Bierbrausets

#4

Beitrag von Nofa » Mittwoch 18. Januar 2017, 15:00

Ja, ein Thermometer wäre wohl nicht verkehrt - mal sehen ob ich da was günstiges finden kann.
Teebeutel sind schon fest eingeplant :D


Das mit dem Malzextrakt ist ja schon eine Idee, auf die ich gar nicht gekommen wäre. Ich werd das mal überprüfen.

Danke für Eure Hilfe!!

inem
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Re: Mini Bierbrausets

#5

Beitrag von inem » Mittwoch 18. Januar 2017, 16:12

Spindel wird wohl auch kaum einer haben.

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Re: Mini Bierbrausets

#6

Beitrag von Bierokrat » Mittwoch 18. Januar 2017, 16:13

...und kein Jod.

Vielleicht doch eher mit Trockenmalzextrakt. :Wink
Prost!

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Re: Mini Bierbrausets

#7

Beitrag von Nofa » Mittwoch 18. Januar 2017, 16:31

Ich denke , Jod und Spindeln ist nicht wirklich nötig.
Würde einfach ein bisschen mehr Malz nehmen und würde somit schon genug Ausbeute haben.

Trotz allem wird das Malzextrakt seine praktischen Eigenschaften zum Sieger machen! Schön in Ziptüten verpackt (genauso wie den Hopfen) ergibt das ein praktisches Set!
Werde ein helles Volles anpeilen.
Ich denke die Gozdawa Extrakte sind ganz in Ordnung?

Ganz ehrlich hätte ich niemals im Leben mit Malzextrakt angefangen - alleine die Idee hätte mich selbst nie zum brauen gebracht :P

inem
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Re: Mini Bierbrausets

#8

Beitrag von inem » Mittwoch 18. Januar 2017, 17:15

Und wie bestimmst du das Ende der Gärung? Da ist ein Gärröhrchen wesentlich unnötiger.

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Re: Mini Bierbrausets

#9

Beitrag von Nofa » Mittwoch 18. Januar 2017, 17:34

@Inem:
Ich habe die Gärung bei 23l - 27l Stammwürze bis jetzt immer nach 7-10 Tagen abgebrochen, wenn das Gärröhrchen praktisch keinen Ton von sich gab..... habe noch nie Probleme damit gehabt und es kam immer was gescheites raus. (Bis auf einen Fail mit Fremdvergärung)

Meinst Du der Druck steigt nicht zu hoch an, wenn ich die Flasche einfach so verschließe?

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Re: Mini Bierbrausets

#10

Beitrag von Boludo » Mittwoch 18. Januar 2017, 17:39

Wie willst Du die Hefe portionieren?

Mir persönlich wäre die Gefahr zu groß, dass einem meiner Freunde eine Flasche um die Ohren fliegt, wenn komplett im Blindflug vergoren wird.
Aber ich bin da auch ein Schisser.


Stefan

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Re: Mini Bierbrausets

#11

Beitrag von Nofa » Mittwoch 18. Januar 2017, 17:43

Ich habe eine Feinwaage mit der sich die Hefe gut Portionieren lässt.

Bevor ich das ganze verteile, werde ich erstmal einen Probelauf wagen! :D
Ich denke, dass ich die Flasche auch etwas zusammendrücke, damit der Druck am Ende auch keine Probleme macht

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Re: Mini Bierbrausets

#12

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 18. Januar 2017, 17:49

Nofa hat geschrieben: Ich denke, dass ich die Flasche auch etwas zusammendrücke, damit der Druck am Ende auch keine Probleme macht
Ja, nimm mal besser PET Flaschen und drück die sicherheitshalber zusammen. Dann passiert bestimmt nichts. :Ahh
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Re: Mini Bierbrausets

#13

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 18. Januar 2017, 17:56

Bei diesen "Sud"größen muss der Hopfen auf das 10/tel bis 100/tel Gramm genau gewogen werden, sonst gibt das sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Wie wäre es mit vorgehopftem Trockenmalzextrakt? Da muss wirklich nur noch heißes Wasser drauf.
Abkühlen lassen auf Anstelltemperatur, Hefe dazu und den Dingen ihren Lauf lassen.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
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Re: Mini Bierbrausets

#14

Beitrag von Boludo » Mittwoch 18. Januar 2017, 18:18

Wenn du die Hefe in so kleinen Mengen portionierst ist die Gefahr groß, dass sie nichts mehr taugt. Vor allem wenn sie nicht gut verpackt wird.
Aber probier ruhig mal aus.

Stefan

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Re: Mini Bierbrausets

#15

Beitrag von Nofa » Mittwoch 18. Januar 2017, 18:37

Alt-Phex hat geschrieben:
Nofa hat geschrieben: Ich denke, dass ich die Flasche auch etwas zusammendrücke, damit der Druck am Ende auch keine Probleme macht
Ja, nimm mal besser PET Flaschen und drück die sicherheitshalber zusammen. Dann passiert bestimmt nichts. :Ahh
Eigentlich habe ich hier Hilfe und Ideen gesucht.... anscheinend ist das Zusammendrücken wohl keine gute Idee, aber eindeutig kann ich leider nicht aus Deiner Antwort ableiten???


Irgendwie las es sich ein paar Posts vorher so, als ob Gärröhrchen bei so kleinen Mengen eher unnötig sind.

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Re: Mini Bierbrausets

#16

Beitrag von Nofa » Mittwoch 18. Januar 2017, 18:41

Brauwolf hat geschrieben:Bei diesen "Sud"größen muss der Hopfen auf das 10/tel bis 100/tel Gramm genau gewogen werden, sonst gibt das sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Wie wäre es mit vorgehopftem Trockenmalzextrakt? Da muss wirklich nur noch heißes Wasser drauf.
Abkühlen lassen auf Anstelltemperatur, Hefe dazu und den Dingen ihren Lauf lassen.

Cheers, Ruthard

Ich denke hier sollte schon noch ein kleines Kocherlebnis zustande kommen. Daher würde ich das Hopfenkochen noch mit einbeziehen wollen.
Exakt gleiche Ergebnisse, erwarte ich nicht - es soll den Beschenkten nur ein kleiner Spaß sein :D



ich teste das Ganze mal im Kleinformat und berichte gerne.

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Re: Mini Bierbrausets

#17

Beitrag von applican » Mittwoch 18. Januar 2017, 18:55

Nofa hat geschrieben:
Alt-Phex hat geschrieben:
Nofa hat geschrieben: Ich denke, dass ich die Flasche auch etwas zusammendrücke, damit der Druck am Ende auch keine Probleme macht
Ja, nimm mal besser PET Flaschen und drück die sicherheitshalber zusammen. Dann passiert bestimmt nichts. :Ahh
Eigentlich habe ich hier Hilfe und Ideen gesucht.... anscheinend ist das Zusammendrücken wohl keine gute Idee, aber eindeutig kann ich leider nicht aus Deiner Antwort ableiten???


Irgendwie las es sich ein paar Posts vorher so, als ob Gärröhrchen bei so kleinen Mengen eher unnötig sind.
Ich vergäre bei jedem Sud einen Teil in 0.5l PET-Flaschen, da ich in 5l-Fässchen "Flaschen"-Gärung mache und die PET-Flaschen zur Druckkontrolle (von Hand durch Zusammendrücken) und zum Testen vor dem ersten Fass-anstechen nutze. Das klappt bisher gut. Für einen solchen Versuch (ohne Spindel, absolute Anfänger etc) wären also PET-Flaschen statt Glasflaschen eine gute Alternative (sicherer etc). Ausser dass es "stillos" sein, habe ich bisher noch kein Problem mit den PET-Flaschen feststellen können.

Zum Vergären (als Gärfass-Ersatz) wäre evtl so ein 5l-Mineralwasserflasche eine Option? Habe die teilweise schon in einem Getränkeladen gesehen. Damit liessen sich vielleicht statt 1.5l etwa 3 machen, womit ein sixpack PET-Flaschen zu füllen wäre? (Somit wäre evtl auch Malz statt Extrakt wieder vertretbar? Aber das hängt aus meiner Sicht vor allem vom Zielpublikum ab)

Finde das auf jeden Fall eine gute, hinterhältige Idee Leute mit dem Brauvirus zu infizieren.

Gruss Dave

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