Extraktbrau ExBIERiment

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#51

Beitrag von Boludo » Donnerstag 6. Juli 2017, 16:13

Ich denke, Sura ist sauer, weil ich hier oft genug selber wertende Beiträge schreibe.
Und da sollte ich mir in der Tat an die eigene Nase fassen.

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#52

Beitrag von Fe2O3 » Donnerstag 6. Juli 2017, 17:01

Ich finde es ehrlich gesagt belustigend, wenn einerseits argumentiert wird, dass Extraktbrauen kein richtiges Brauen ist, weil: "Brauen braucht Zeit und ist Handwerk", aber andererseits wird derjenige gefeiert, der die Anlage mit der geilsten Automatisierung im Keller stehen hat -> der eigentlich nur das Malz durch die (motorisierte) Quetsche laufen lassen muss, den Wasserhahn öffnet und am Ende die Würze aus der Anlage laufen lässt. Hier wird auf keinen Fall gezetert "das hat mit Handwerk nix zu tun!!"
seltsam, oder?

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Chris zum Ergebnis seines "Experiments" zu berichten hat - immerhin macht er sich die Mühe, das auch mal selbst zu probieren (und lässt uns sogar durch seine Dokumentation daran teilhaben - Danke nochmal auf diesem Wege!).

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#53

Beitrag von Sura » Donnerstag 6. Juli 2017, 17:15

.... ich hab mich schon wieder beruhigt.

P.S.: Ich schrote auch von Hand. :P
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#54

Beitrag von mo* » Donnerstag 6. Juli 2017, 17:29

Sura hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 14:27
...Aber mal ehrlich: Was soll das dann für ein Hobby sein, wenn man nur danach sucht es sich leichter zu machen?
Nun ja, für mich ist die ganze Automation an sich auch ein ganz spannendes Feld und nur ein weiterer Grund dem Brauen als Ganzes zu frönen. Weil sich eben viele Interessen in einem gemeinsamen Hobby ausleben lassen. Aber wir wollen diesen Thread ja nicht zu weit vom Thema abkommen lassen...

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§11
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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#55

Beitrag von §11 » Donnerstag 6. Juli 2017, 17:44

Fe2O3 hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 17:01
Ich finde es ehrlich gesagt belustigend, wenn einerseits argumentiert wird, dass Extraktbrauen kein richtiges Brauen ist, weil: "Brauen braucht Zeit und ist Handwerk", aber andererseits wird derjenige gefeiert, der die Anlage mit der geilsten Automatisierung im Keller stehen hat -> der eigentlich nur das Malz durch die (motorisierte) Quetsche laufen lassen muss, den Wasserhahn öffnet und am Ende die Würze aus der Anlage laufen lässt. Hier wird auf keinen Fall gezetert "das hat mit Handwerk nix zu tun!!"
seltsam, oder?

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Chris zum Ergebnis seines "Experiments" zu berichten hat - immerhin macht er sich die Mühe, das auch mal selbst zu probieren (und lässt uns sogar durch seine Dokumentation daran teilhaben - Danke nochmal auf diesem Wege!).

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Die Diskussion hatten wir auch schon zur genuege :Wink

Ich halte es immer nach dem Motto "leben und leben lassen". Im Grunde fuehren doch viele Wege nach Rom und m.M. sollte es soich halt niemand glauben die einzige Wahrheit gefunden zu haben. Ich denke hier muss keiner missioniert warden, oder?

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#56

Beitrag von Chrissi_Chris » Donnerstag 6. Juli 2017, 17:46

Wenn der Versuch beendet ist und für trinkbar befunden wurde durch Test am Menschlichen Objekt (mir).
Lade ich jeden der möchte herzlich dazu ein, sich bei mir vor Ort auf der Terasse ein bei einem kühlen selber ein Bild davon zu machen.

LG Chris :Greets

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#57

Beitrag von schollsedigger » Donnerstag 6. Juli 2017, 20:08

Hi,
Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 00:19
Wenn man sich die Herstellung solcher Extrakte ansieht dürfte auch klar sein das es ohne geschmackliche Einflüsse nicht gehen kann.
Ich glaube, dass das Einkochen unter Vakuum oder das Sprühtrocknen zur Herstellung von Flüssig- oder Trochenmalzextrakt thermisch weniger belastend ist als man denkt. Möglicherweise ist die gesamte Prozess bei Verkürzung der Zeit zum Hopfenkochen auf sagen wir mal 45min sogar in Summe schonender als der Prozess inkl. "handwerklicher" Maischarbeit und Kochzeit von 90 min.

Sprühtrocknung ist die Standardmerthode zur Herstellung von Trockenmilchpuler u. A. für Babynahrung. Bei vernünftiger Prozessführung ist die Methode wg. der sehr kurzer Prozesszeiten schonend für´s Produkt. Das gilt auch für das Eindampfen unter Vakuum bei niedrigeren Temperaturen als 100°C. Im Vakuum brauche ich auch zur Entfernung von DMS keine 100°C.

Grüße

Matze

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#58

Beitrag von Kaso » Donnerstag 6. Juli 2017, 21:24

Hi

Ich habe auch mit Extrakt angefangen. Das erste war trinkbar das zweite schon besser, aber der Schaum war nix. Dann habe ich hier im Forum gelesen was man tun könnte wenn man die Stellschrauben hätte, CaraPils, Haferflocken Hopfen etc.
Weiterhin glaubte ich hier im Forum vermittelt bekommen zu haben, dass die Maischearbeit sich auf mein Endprodukt auswirkt. Will ich ein trockeneres Bier nuss ich anders Rasten, als wenn ich was süsses will. Diesen Einfluss habe ich doch garnicht mehr beim Extraktbrauen.

Wenn wir hier zu dem Schluss kommen, dass Extraktbrauen eigentlich besser ist als selber maischen, hab ich wohl nix gelernt.

Ich finde das Experiment interessant, zumal ich es ja auch schon versucht habe und mein Ergebnis kenne, aber manche Meinung verwundert mich. :Waa

Mfg Thilo

PS erst 12 Sude und somit blutiger Anfänger
don't follow me I'm lost too

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#59

Beitrag von mo* » Donnerstag 6. Juli 2017, 21:43

Kaso hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 21:24
...Wenn wir hier zu dem Schluss kommen, dass Extraktbrauen eigentlich besser ist als selber maischen, hab ich wohl nix gelernt. ...
Diese Schlussfolgerung kann ich nicht erkennen. Meine Interpretation (und auch meine Überzeugung) ist eher: Extraktbrauen ist besser als sein Ruf, kann bezüglich Variabilität aber nicht mit dem Maischeprozess mithalten.

Ich habe auch nirgends herausgelesen, dass das Extraktbrauen grundsätzlich dem Maischen vorgezogen wird (ausser in speziellen Ausnahmen). Jedoch bevorzuge ich Extraktbrauen als gar nicht brauen...

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#60

Beitrag von schollsedigger » Donnerstag 6. Juli 2017, 22:07

Hi,
mo* hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 21:43
Kaso hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 21:24
...Wenn wir hier zu dem Schluss kommen, dass Extraktbrauen eigentlich besser ist als selber maischen, hab ich wohl nix gelernt. ...
Diese Schlussfolgerung kann ich nicht erkennen. Meine Interpretation (und auch meine Überzeugung) ist eher: Extraktbrauen ist besser als sein Ruf, kann bezüglich Variabilität aber nicht mit dem Maischeprozess mithalten.

Ich habe auch nirgends herausgelesen, dass das Extraktbrauen grundsätzlich dem Maischen vorgezogen wird (ausser in speziellen Ausnahmen). Jedoch bevorzuge ich Extraktbrauen als gar nicht brauen...
Korrekt! Ich trinke gerade ein Wolke7, mit Springmaische gebraut. Geiles Bier bei den heutigen Temperaturen. Mit Extrakt bekomme ich das nicht hin bzw. müsste mit Caramalzen und Steeping ziemlcih lange probieren und Aufwand betreiben. Ich bin mir aber sicher, dass man speziell Rezepte mit Kombirast ohne spezielle Rasten mit Extrakt gut kopieren kann. Hmm, das wäre ja mal ein interessanter Ansatz für ein Experiment....

- SHA im Rezept für fl. Extrakt auf 80% einstellen und die Basismalze entsprechend dosieren
- Spezialmalze steepen
- Evtl. die Kochzeiten anpassen

Grüße

Matze

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#61

Beitrag von christianf » Donnerstag 6. Juli 2017, 23:57

schollsedigger hat geschrieben:
Donnerstag 6. Juli 2017, 20:08
Ich glaube, dass das Einkochen unter Vakuum oder das Sprühtrocknen zur Herstellung von Flüssig- oder Trochenmalzextrakt thermisch weniger belastend ist als man denkt. Möglicherweise ist die gesamte Prozess bei Verkürzung der Zeit zum Hopfenkochen auf sagen wir mal 45min sogar in Summe schonender als der Prozess inkl. "handwerklicher" Maischarbeit und Kochzeit von 90 min.

Sprühtrocknung ist die Standardmerthode zur Herstellung von Trockenmilchpuler u. A. für Babynahrung.
Rehydrierte Trockenmilch ist nicht mehr wirklich lecker. Und auch Kaffe verändert seinen Geschmack wahrnehmbar, wenn man ihn dehydriert und anschließend wieder rehydriert. Trotzdem trinken manche Leute Pulverkaffee ohne gleich tot umzufallen (gut, in so einem Fall würde ich dann eher Tee trinken - oder Bier).

Ich denke, Ähnliches passiert auch beim der Herstellung von Malzextrakt: Ein Teil der empfindlicheren Aromen in der Würze geht mit dem Wasser verloren. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass Biere, die ich aus Extrakt gebraut habe, wesentlich "flacher" schmecken, als solche, bei denen ich mit frischer Würze gearbeitet habe.

Ich bin mal auf das Ergebnis dieses Versuchs gespannt :)

LG, Christian

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#62

Beitrag von Labmaster » Freitag 7. Juli 2017, 06:24

Für mich hat Extraktbrauen nicht mit brauen zutun so wenig wie das ausprobieren des Selbigen mit Wissenschaft in Verbindung gebracht werden kann.
Brauen bedeutet doch nicht Zutaten zusammen zuschütten ,sonder ein Rezept zu erstellen und dieses dann in ein Prudukt umzuwandeln.
Wissenschaftlich wäre dieses wenn man Extrakt mit den gleichen Komponenten und Verhälinissen aus Malz vergleichen würden!
So ist diese nur ein Test ob man in der Lage ist Komponenten zusammen zuschütten und einige Parameter wie Temperatur und Zeit einhalten kann um dann zubeurteilen ob dieses nun schmeckt oder nicht.

Grüße Jo

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#63

Beitrag von grüner Drache » Freitag 7. Juli 2017, 06:27

Morgen!

Immer diese philosophischen, moralischen Grundsatz-Diskussionen !
Ich mein, der Sachverhalt ist klar. Es wird Extraktbrauen getestet, und der Experimenteur gibt sich alle Mühe uns alles ganz objektiv zu schildern.
Jetzt bin ich auf die Ergebnisse gespannt. Wat en Hobby is, und wat eigentlich nur das Ergebnis von Zeitdruck oder Faulheit ist, brauch ich nicht zu entscheiden, da ne Diskussion darüber Zeitverschwendung ist, und ich defakto Freizeitstress durch Hobbys habe.
Ich will wissen, was aus dem WC-Reinigergeruch des HopfenPulvers und dem Schwarzbrotgeruch des Extraktes wird. Beim Brauen habe ich für gewöhnlich sehr charmante Gerüche von den Zutaten in der Nase, und es stellt sich eine gewisse Vorfreude ein ...
- sowas könnte man ja noch vergleichen ...
Allzeit gut Sud!
:Drink
Ciao,Alex!
Der grüne Drache zu Wasserau - Dort brauen sie ein Bier so braun, dass selbst der Mann im Mond kam schauen ...

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#64

Beitrag von Chrissi_Chris » Freitag 7. Juli 2017, 09:28

Labmaster hat geschrieben:
Freitag 7. Juli 2017, 06:24
sonder ein Rezept zu erstellen und dieses dann in ein Prudukt umzuwandeln.

Genau und keine feritigen Rezepte zu verwenden, dieses könnte man bis ins unendliche weiterführen... Zum Glück vermälzt du dein Getreide selber und rührst von Hand ( HAND- werk) :Wink


Für alle die sich nun zum wiederholten male so lang und Breit echauffiert haben über die Überschrift...habe ich eine Änderung vorgenommen, somit können nun diejenigen weiter reden die wirklich an dem Thema interessiert sind zu Diskutieren und nicht das Haar in der Suppe gesucht haben.

Ich stehe dem ganzen Thema solange Neutral gegenüber bis ich ein Handfestes Ergebnis vorliegen habe.

Für alle die es interessiert wie es nun weiter geht:

Der Gärspund steht weitestgehend still, die Kräusen sind zusammengefallen.. die stürmische Phase ist nun also vorbei. Am Sonntag werde ich einmal in ruhe Messen mit Refraktometer und Spindel.

Der Geruch aus dem Gärspund hat sich komplett geändert, es riecht nun nicht mehr nach WC Reiniger und scharf nach Ingwer sondern leicht fruchtig sehr aromatisch mit einem leichten Bananen Aroma :Grübel

Aber doch eher deutlich angenehm ..

LG Chris

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Re: Extraktbrauen für die Wissenschaft

#65

Beitrag von reinhold_eins » Freitag 7. Juli 2017, 09:33

Hi,

ich glaube hier fühlen sich durch den Threadtitel einige Leute aus dem wissenschaftlichen Umfeld zu Unrecht etwas auf den Schlips getreten, ich für meinen Teil habe direkt daran denken müssen: http://1.bp.blogspot.com/-LqaQ75JDtlg/V ... 751731.jpg

Entspannte Grüße,

Rey

Edit: Gerade wurde der Titel geändert :)

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#66

Beitrag von gulp » Freitag 7. Juli 2017, 09:38

Für alle die sich nun zum wiederholten male so lang und Breit echauffiert haben über die Überschrift...habe ich eine Änderung vorgenommen, somit können nun diejenigen weiter reden die wirklich an dem Thema interessiert sind zu Diskutieren und nicht das Haar in der Suppe gesucht haben.
Danke! Besser ist das! :Greets

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#67

Beitrag von Labmaster » Freitag 7. Juli 2017, 10:13

Genau und keine feritigen Rezepte zu verwenden, dieses könnte man bis ins unendliche weiterführen... Zum Glück vermälzt du dein Getreide selber und rührst von Hand ( HAND- werk) :Wink


Hopfen und Malz verloren!

Grüße Jo

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#68

Beitrag von Chrissi_Chris » Donnerstag 13. Juli 2017, 21:52

Moin,

Nun nach knapp 2 Wochen warten habe ich die 2. Messung durchgeführt, 1. Messung nach 1 Woche ergab 3,5°P Restextrakt, daraufhin die 2. Messung fast eine Woche später ergab ebenfalls 3,5°P Das ganze hat sich also seit einer Woche nicht weiter animieren lassen irgendwelche Gäraktivitäten aufzunehmen und nun sieht das ganze mit einem sEvg von 65% gar nichtmal so gut aus.
Aber da die Hefe ja unbekannt war nehme ich das so hin, trotz wärmer stellen und Bewegung am Gäreimer tat sich einfach nichts mehr.

Also ging es heute ans abfüllen...
Hier ein kleiner Blick in den Gäreimer
1Gäreimer .JPG
Dann habe ich begonnen das ganze Umzuschlauchen, wie immer in ein sauberes Gärfass
2 umschlauchen.JPG
Während es so vor sich hin lief, hatte ich genügend Zeit um meinen Waschzwang bei den Flaschen auszuleben.
Als erstes das Mundstück mit Iso eingesprüht und anschließend Flaschen heiß von innen und außen abwaschen.
3 Flaschenwaschen.JPG
Dann das ganze noch einmal vernünftig blasten... erst dann bin ich zufrieden...
4 Flaschen blasten .JPG
Nun alles auf dem Flaschenbaum plaziert zum abtropfen.
5 Flaschenbaum.JPG
Ein kurzer Blick in den Gäreimer sagt es ist noch etwas Zeit...
6 Gäreimer fast leer.JPG
Also fange ich an mit Zucker vorlegen mit der bekannten Messeinheit.
Ich habe Speise probiert, Zuckerlösung gemacht und Zucker vorgelegt doch ich bin mittlerweile seit 10. Suden einfach dabei geblieben immer mit Zucker zu arbeiten, es ist einfach, schnell und ein verrechnen ist nahezu unmöglich..
Ich Karbonisiere also alle meine Sude mit Haushaltszucker, kein aufschütteln oder drehen, die Hefe holt sich was sie möchte :thumbup
7 Karbonisieren mittels Zucker.JPG
Der Gäreimer ist leer und die Hefe ist bretthart am Boden
8 Gäreimer Hefe.JPG
Nun starte ich mit dem Abfüllen, ich musste hierbei zu einer nicht ganz so eleganten Lösung greifen, und zwar hatte ich keinen kleinen Hahn mehr, da hier noch 4 weitere Sude in der HG herumstehen war alles belegt.
Deshalb ein kurzes Verbindungsstück aus einem Schlauch geschnitten und einen anderen Hahn genommen.
Nicht schön aber selten und tut was es soll.

Abzufüllen gilt es Heute ein Partyfässchen 5 L / Eine Kiste Bayreuther Flaschen 20x0,5 L und eine Kiste Altenmünster Flaschen 16x 0,5 L ( Bei den Altenmünster Flaschen habe ich immer das Gefühl wenn ich diese in der Hand habe die fühlen sich erst bei 5 Bar druck wohl :Ahh
9 Abfüllen starten.JPG
Fertig... bis auf eine 0,5 L Flasche alle voll bekommen.
10 Abfüllen fertig.JPG
Flaschenmanometer.. auch hier musste ich zu einer Notlösung greifen... Für den Fall wenn einmal alle Manometer besetzt sind hatte ich auf die schnelle mal so eins gebaut, war auch schon ein paar mal im Einsatz wurde aber vor kurzem in den Ruhestand geschickt..
Naja bis heute, nicht schön aber bevor ich einen Sud ohne ein Manometer in die Nachgärung schicke, warte ich lieber bis eins frei wird.
Ohne Manometer geht bei mir nichts mehr...

Wie man gut sieht ist es schon ordentlich klar und hat eine angenehme Farbe.
Zum Geruch kann ich nun absolut nichts mehr von Citrus erkennen und auch Ingwer ist nicht mehr vorhanden.
Hier kommt nun ein leicht Malziges Aroma mit sehr Dominanter Banane... ich bin gespannt was nach der Nachgärung Phase ist.
11 Manometer.JPG

LG Chris :Drink

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#69

Beitrag von Cesco » Montag 31. Juli 2017, 19:19

Also für mich als Anfänger hat Extraktbrauen einen entscheidenden Vorteil, und zwar das Malz ist ja immer gleich vom Aromen her, was es einfacher macht wenn es um das Experimentieren mit Hefen und Hopfen geht.

Dadurch kann ich über einem Jahr hinweg immer wieder was neues versuchen und mein Wissen vertiefen. Ich werde zwar auch "All-Grain" brauen, da dies mir Spaß macht, aber um am eigene Gaunen zu erfahren was für ein Unterschied z.B. Kaltstopfen ausmacht, oder Reinheitsgebot-Verbrecher wie Orangen usw ausmachen, dafür ist Extraktbrauen auch sehr gut geeignet.

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#70

Beitrag von mavro » Montag 31. Juli 2017, 20:12

Hi Chriss,

Hast du schon eine Flasche probiert?
Viele Grüße, Andreas

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#71

Beitrag von Mystic-G » Mittwoch 9. August 2017, 15:36

Los, Köpf die Flasche.
Es ist doch schon ein Monat um seit dem Abfüllen, und ein Extraktbrauer wartet doch niemals so lange bis er sein Bier verköstigt!
Zuletzt geändert von Mystic-G am Sonntag 30. Februar 2019, 08:15, insgesamt 3,14-mal geändert.

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#72

Beitrag von SingleUser » Mittwoch 4. Oktober 2017, 21:53

ALSO....ICH ...habe eine Pulle nunmehr davon runtergeschluckt....passenderweise hat er es "Double Left Hand" genannt .....
O. K., genau genommen habe ich eine halbe Pulle den Hals runtergekippt....

Weil: damit ich auch eine "neutrale" Meinung bekomme (ich bin ja voreingenommen bin), habe ich einen unterhopften Freund als Testkanickel mal ebenfalls an den Versuchstisch drapiert und ihm die andere Hälfte ohne Kommentar kredenzt.

Ich fang mal mit den Kommentaren vom Freund an: "Süsslich", "irgendwie komisch", "unausgewogen". Kurz: er hat deutlich oberhalb der Wahrnehmungsschwelle geahnt, dass ich gerade einen Anschlag auf Ihn verübe. Es hat ihm nicht wirklich geschmeckt, er hat es halt heruntergetrunken

Meine Worte: Tjo ho ....
Das Bräu ist irgendwie unausgewogen, weil die Aromen irgendwie alle parallel nebeneinander stehen. Komisch zu beschreiben. Es ist halt kein "runder" Geschmack. Ja klar, es ist ja schon ein "Bier" aber....da ist eine ziemliche Süße vom Malz, die irgendwie noch an ein Reste eines Dunkelbiers erinnert. Die Bitterkeit ist vorhanden, sie ist durchaus auch ordentlich vorhanden, aber ohne wirkliches Aroma. Halt eher ein reiner Bitterhopfen. Eine geschmacklich Verbindung von Malz und Hopfen hat mir irgendwie gefehlt. Chrissi hat auf der Flasche 4% angegeben, meiner Meinung nach hätte dem Bier etwas mehr Vol-% durchaus gutgetan.

Hm, was soll ich sagen: ein unvoreingenommener Freund hat auf Anhieb irgendwas komisch gefunden. Das ist denke ich mal einfach ein sehr zuverlässiger Indikator. Ich fand es auch nur bedingt tauglich..... ich sag es mal so: im absoluten Notfall, also bevor ich 3 Wochen einsam in Norwegen auf dem Trockenen sitzen müsste, würde ich mir so ein Kit mitnehmen, ansonsten aber lieber in den Supermarkt rennen und mir ein Oetti... kaufen..

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#73

Beitrag von olibaer » Mittwoch 4. Oktober 2017, 22:17

Hallo SingleUser,
SingleUser hat geschrieben:
Mittwoch 4. Oktober 2017, 21:53
Das Bräu ist irgendwie unausgewogen, weil die Aromen irgendwie alle parallel nebeneinander stehen. Komisch zu beschreiben. Es ist halt kein "runder" Geschmack. Ja klar, es ist ja schon ein "Bier" aber....
Ich kann Dich beruhigen:
Ein Bier das "auseinander" schmeckt wird, unabhänig vom Bierstil und selbst begleitend unterstützt von technologischen Finessen, nie ein gutes Bier sein.

Der "runde Geschmack" liest sich zwar wie ein Relikt aus einem längst aufgezehrtem Werbeetat, aber ganz so einfach ist das nicht.
Die Musik die hier spielt kommt selbst unverstärkt und im Heute recht laut daher.
Gruss
Oli
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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#74

Beitrag von SingleUser » Mittwoch 4. Oktober 2017, 23:02

olibaer hat geschrieben:
Mittwoch 4. Oktober 2017, 22:17
Hallo SingleUser,
SingleUser hat geschrieben:
Mittwoch 4. Oktober 2017, 21:53
Das Bräu ist irgendwie unausgewogen, weil die Aromen irgendwie alle parallel nebeneinander stehen. Komisch zu beschreiben. Es ist halt kein "runder" Geschmack. Ja klar, es ist ja schon ein "Bier" aber....
Ich kann Dich beruhigen:
Ein Bier das "auseinander" schmeckt wird, unabhänig vom Bierstil und selbst begleitend unterstützt von technologischen Finessen, nie ein gutes Bier sein.

Der "runde Geschmack" liest sich zwar wie ein Relikt aus einem längst aufgezehrtem Werbeetat, aber ganz so einfach ist das nicht.
Die Musik die hier spielt kommt selbst unverstärkt und im Heute recht laut daher.
Nicht falsch verstehen, ich versuche mit dem Getippsel ja, ein "Bild im Kopf zu erzeugen" ... also ganz werbereingewaschenfrei .... die Kurzform wäre nämlich gewesen: "is nix wirkliches", aber unter so einer Aussage kann sich ja niemand was drunter vorstellen....

Die Nummer ist aber geschmacklich echt schwer zu beschreiben, das ist per Definition klar "Bier" (Sic!), aber irgendwie -echt keine Ahnung wie man es nennen soll- doch irgendwie was anderes.

... wenn ich das so richtig sehe, hat Chrissi mir übrigens noch eine zweite Pulle mitgeschickt ....

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Re: Extraktbrau ExBIERiment

#75

Beitrag von olibaer » Mittwoch 4. Oktober 2017, 23:08

SingleUser hat geschrieben:
Mittwoch 4. Oktober 2017, 23:02
Nicht falsch verstehen
Ganz im Gegenteil, ich verstehe das schon richtig und finde deine Anmerkungen gut - sehr gut sogar.
Gruss
Oli
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