Grainfather oder skalierbare Anlage

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Grainfather oder skalierbare Anlage

#1

Beitrag von User-Michi » Dienstag 16. Januar 2018, 08:24

Hallo zusammen,

nach langem lesen in diesem tollen Forum habe ich mich nun angemeldet und brauche euren Rat.
Angefixt durch zwei Braukits möchte ich nun "richtig" einsteigen.

Ich bin der Typ "wenn dann, dann gscheid". Aus diesem Grund bin ich am überlegen ob ich
einen Grainfather, Braumeister oder eine Anlage anschaffen soll?

Der Braumeister ist eigentlich schon raus, da ich der Meinung bin, wenn ein "Vollautomat" dann
reicht auch der Grainfather. Das P/L Verhältnis ist einfach besser.

So nun habe ich hier aber einige tolle Anlagen mit Hendi und Töpfen gesehen. Da ich einen
passenden Keller (Frischwasser, Abwasser, gefliest, Abluft usw.) zur Verfügung habe spielt die
Größe der Anlage erstmal keine Rolle. Also ein platzsparender Vollautomat muss nicht sein.

Das Geld spielt natürlich immer eine Rolle aber ich bin bereit das auszugeben was nötig ist.

Warum kein Vollautomat? Ich denke mir, bei einer selbstgebauten Anlage ist die Skalierbarkeit
einfach für die Zukunft gegeben. Zum Beispiel ein Hendi kann immer wieder verwendet werden.
Egal ob 20 Liter oder 50 Liter. Auch preislich ist hier nicht viel um. Sollte es zum Wiederverkauf
kommen hat man hier auch gute Chancen. Eine logisch aufgebaute Anlage macht auch nicht mehr Arbeit.
Was mich auch etwas abschreckt ist die Tatsache dass bei einem Grainfather ein Gerät angeschafft wird,
welches nicht wieder verändert / verbessert werden kann.

Sind meine Gedanken richtig oder befinde ich mich auf dem Holzweg?
Mit welcher Größe würdet ihr Anfangen?
Welche Mindestausstattung an "Großgeräten" würdet Ihr empfehlen? (z.B. am Anfang nur ein Hendi oder gleich zwei?)

Ich denke dies reicht fürs erste und weitere Fragen werden folgen. Grundsätzlich geht es erst einmal darum
mit welchem System ich starte.

Vielen Dank für eure Unterstützung.

Schöne Grüße
Michael

fg100
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#2

Beitrag von fg100 » Dienstag 16. Januar 2018, 09:40

Der Grainfather ist ja momentan in. Aber wie du schon selbst festgestellt hast hat das auch seine Einschränkungen. Wenn man sich den "Grainfather Tipps und Tricks (oder so ähnlich) Thread" durchliest dann bekommt man schnell eine Ahnung was da eher nicht geht als geht.
Deshalb meine Empfehlung:
Einkocher mit Rührwerk und Leuterfreund zum Maischen. Abläutern direkt in einen induktionsgeeigneten Topf (z.B. 34l) mit Hendi und Kochen. Da bist du dann bei Preisen deutlich unter Grainfather und Co. und hast alle Optionen offen.
Du kannst auch die dicksten Böcke und Dekoktion problemlos brauen. Zudem ist das immer erweiterbar.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#3

Beitrag von User-Michi » Dienstag 16. Januar 2018, 11:04

Hallo,

Danke für deine Antwort. Ich denke ich gehe den Weg abseits von Grainfather. Nur auch hier schon wieder. Soll ich nicht gleich eine zweite Hendi nehmen mit Topf und Rührwerk (gibt auch hier skalierbare) oder vorerst einen Einkocher?

Gruß

fg100
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#4

Beitrag von fg100 » Dienstag 16. Januar 2018, 11:43

Das ist wie vieles Ansichtssache. Ich persönlich bevorzuge einen Einkocher aus mehreren Gründen.
Er ist kompakt und alles ist in einem Gerät vereint. Zudem ist er leichter automatisierbar. Wenn du z.B. eine Proficook oder ähnlichen nimmst ist die Automatisierung eigentlich schon eingebaut. Solltest du später wirklich erweitern wollen dann ist der immer noch für Nachgüssse usw. einsetzbar.
Wobei Erweiterung würde mir das aber gut überlegen. Bedenke, dass für die erzeugte Biermenge auch Kühlmöglichkeiten brauchst. Und das ist üblicherweise eher der Punkt auf den man sich konzentrieren soll.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#5

Beitrag von OS-Schlingel » Dienstag 16. Januar 2018, 12:35

Hallo Michi,
ich habe ein mobiles Equipment. Angefangen habe ich mit einem Einkocher, zum Maischen, Läutern und Hopfenkochen.
20180113_142739.jpg
Arbeitsfläche mit Malz und Einkocher
20180113_143418.jpg
Maische - Malz/Wasser / 2,5 - 1
20180113_171023.jpg
Maische umgeschöpft in Thermoport, Läuterhexe
Nach dem Umschöpfen, Nachgußwasser in den Kocher und auf 80°C aufheizen.
Ist der Kocher entleert, Läuterwürze in den Kocher und aufheizen!

...und wie man auch noch erkennen kann, eine Hendi 3500 und ein 68 L Topf.
Da geht alles....10 - 60 L Ausschlagwürze...auch zeiteffektiv!



Gruß

Stephen
Or kindly when his credit's out
Surprise him with a pint of Stout
:Smile

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#6

Beitrag von hyper472 » Dienstag 16. Januar 2018, 12:46

Ich sehe es ähnlich wie Franz. Mit seinem Vorschlag kannst Du ideal wachsen. Wenn Dir die Maischepfanne (=Einkocher) zu klein wird, machst Du die bisherige Sudpfanne zur Maischepfanne und rüstest um eine zweite Hendi und eine größere Sudpfanne auf. Den Einkocher nimmst Du dann wie schon gesagt für die Nachgüsse. Das Rührwerk kannst Du vielleicht sogar weiter verwenden, ggf. mit einer längeren Stange. Anderenfalls verkaufst Du es eben mit geringem Wertverlust.
Aber gerade für die Anfängerfehler willst Du doch sicher nicht jedes Mal 50l Bier verbraten?
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#7

Beitrag von User-Michi » Dienstag 16. Januar 2018, 14:03

Hallo zusammen,

ich denke auch, dass ich in Richtung Franz tendiere.
Profi Cook mit Rührwerk und Läuterfreund. 34 Liter Braukessel mit Hendi.

Folgende Fragen.

Vor- oder Nachteile gleich im Einkocher zu Läutern oder in z.B. einen Thermoport?
Um den Nachguss nicht wieder im Einkocher zu erhitzen könnte ich mir noch einen weiteren Kocher oder Tauchsieder mit Topf gönnen?

Eine Frage stellt sich mir. Ich möchte eine "Anlage" bauen um beim brauen keine Töpfe umstellen oder etwas schöpfen muss.
Bekomme ich das über Schwerkraft überhaupt hin? Oder müsste Einkocher unter der Decke hängen? Fehlt dafür vielleicht noch eine Pumpe?

EDIT: In diesem Beitrag https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ft#p241001 hatte jemand soetwas vor. Wie ich sehe muss er sich nun auch mit einer Pumpe behelfen.

Gruß

fg100
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#8

Beitrag von fg100 » Dienstag 16. Januar 2018, 14:42

Bei 20l geht das locker ohne Pumpe mit Schwerkraft.
Bau den Leuterfreund direkt in den Einkocher und läutere direkt daraus in den etwas tiefer stehenden Kochtopf. Nach dem Durchfahren der Rasten Rührwerk ausschalten. 10 min. warten und in den Kochtopf abläutern. Weshalb den Thermoport?
Der Kochtopf sollte halt so hoch stehen dass du noch in den Gärbehälter ablassen kannst.

Wie du den Nachguss warm machst ist eigentlich egal.
Küchenherd, weiterer Einkocher oder Tauchsieder in einem separaten großen Topf (hast du ja ggf. schon für die Küche) -wie es dir gefällt. Es geht auch Warmwasser aus der Leitung prima. Muss nicht zwingend 78°C haben.
Ich selbst mache gar keine Nachgüsse mehr. Nur Vorderwürzbier.
Das schöne an 20l Braumenge ist dass du da eben keine Pumpe, Hebewerkzeuge usw. brauchst. Den Nachguss schöpfst du einfach mit einem Messbecher einfach auf den Treiber. Tut dir das mit Pumpe nicht an.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#9

Beitrag von fg100 » Dienstag 16. Januar 2018, 14:48

Zum Nachguss fällt mir noch eine schöne Lösung ein, so wie es Stefan (Bierbauer) macht.
Während des Maischens parallel im 34lTopf auf der Hendi das Nachgüsse erwärmen. Das dann vor dem Läutern in den Gärbehälter ablaufen lassen. Von dort aus dann mit Messbecher auf den Treiber geben. Sind ja meistens nur so zwischen 10 und 15l.
Du bräuchtest dann eben nur Einkocher mit Rührwerk und Leuterfreund, Topf mit Hendi und Gärbehälter.
Grüße Franz

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#10

Beitrag von User-Michi » Dienstag 16. Januar 2018, 15:30

Pumpe gestrichen. Du hast das sehr gut erklärt und das macht Sinn.
Auch den Nachguss bekomme ich warm. Kocher kann ich noch anschaffen wenn es sein muss.

Hier mal vorab eine Liste. Diese kann ich sicherlich (auch preislich) noch optimieren.
Hat jemand Anregungen oder Vorschläge? Habe ich etwas vergessen?

Rührwerk https://www.brauhardware.de/rührwerke/ 109,00 €
Läuterfreund https://www.brauhardware.de/läutern/#cc ... 3413295222 27,90 €
Motor https://www.ebay.de/itm/172173924059?ul_noapp=true 21,99 €
Netzteil https://www.ebay.de/itm/12V-5A-60W-Netz ... 0011.m1850 9,26 €
Proficook https://www.ebay.de/itm/Profi-Cook-PC-E ... .l4275.c10 89,90 €
Hahn für Einkocher https://www.brauhardware.de/läutern/ 20,90 €
Braukessel 34 Liter https://www.amihopfen.com/Braugeraetsch ... ::835.html 105,00 €
Hahn für Braukessel https://www.brauhardware.de/läutern/ 26,90 €
Hendi https://www.gastrostore.com/induktions- ... Y4QAvD_BwE 148,75 €
Würzekühler https://www.ebay.de/itm/WURZEKUHLER-Gar ... SwZjJU2Nyy 65,99 €
Maischepaddel aus Edelstahl https://www.hobbybrauerversand.de/Grain ... tahl-60-cm 17,99 €
Monofilament Filterbeutel 150µ https://www.hobbybrauerversand.de/Monof ... -1-8-Liter 7,99 €
Refraktometer https://www.amazon.de/HH-TEC-Refraktome ... bier&psc=1 22,99 €
Gärfass 30 Liter https://www.hobbybrauerversand.de/Gaerf ... Liter-rund 33,32 €
Gärspund und Stopfen https://www.hobbybrauerversand.de/Gaers ... d-60-Liter 4,76 €
Brauerjod https://www.hobbybrauerversand.de/Brauerjod-50-ml 3,59 €
Tischverkorker https://www.amihopfen.com/Abfuellen-und ... :2041.html 24,95 €
Hopfenwage https://www.ebay.de/itm/Digitale-Portab ... rmvSB=true 11,56 €
Oxi https://www.amazon.de/Brewferm-Chemipro ... emipro+oxi 12,95 €
Pipetten https://www.amazon.de/Leisial-Transpare ... egpipetten 1,20 €
Messbecher 3 l https://www.amazon.de/Contacto-Bander-M ... sbecher+3l 10,97 €
Kronenkorken https://www.amihopfen.com/Abfuellen-und ... ::891.html 2,96 €
Flaschenmanometer https://www.hobbybrauerversand.de/Flasc ... l-MattMill 39,99 €
Flaschen 60x https://www.flaschenbauer.de/glasflasch ... braun?c=58 19,20 €

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#11

Beitrag von PPGauer » Dienstag 16. Januar 2018, 15:43

Mein "Proficook", den ich im November gekauft habe ist schon hinüber,
der Grainfather arbeitet bisher gut und zuverlässig.

Gruß, Patrick
Grüße,
Patrick

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der Mensch der findet Bier feiner!

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#12

Beitrag von hyper472 » Dienstag 16. Januar 2018, 15:51

fg100 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 14:48
Zum Nachguss fällt mir noch eine schöne Lösung ein, so wie es Stefan (Bierbauer) macht.
Während des Maischens parallel im 34lTopf auf der Hendi das Nachgüsse erwärmen. Das dann vor dem Läutern in den Gärbehälter ablaufen lassen. Von dort aus dann mit Messbecher auf den Treiber geben. Sind ja meistens nur so zwischen 10 und 15l.
Du bräuchtest dann eben nur Einkocher mit Rührwerk und Leuterfreund, Topf mit Hendi und Gärbehälter.
Grüße Franz
Schon wieder Zustimmung. Ich erhitze das Nachgusswasser zusammen mit dem Filter auf 100°C und lasse es heiß in den Gärbottich laufen. So werden die Teile gleich noch etwas gereinigt. Dann genau so wie von Fran beschrieben.
Viele Grüße, Henning

P.S.: Patrick, der Grainfather ist sicher ein schönes Gerät, ich schiele da auch schon drauf. Neben meinen Einkochern mit Rührwerk habe ich auch einen BM10 und schätze die Vorteile einer Automatik sehr. Aber hier geht es mehr um Flexibilität als um Bequemlichkeit. Und da müssen die Vollautomaten zurückstehen.
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#13

Beitrag von User-Michi » Dienstag 16. Januar 2018, 16:06

Für mich ist die Entscheidung gefallen. Der Grainfather ist bestimmt eine tolle Geschichte aber irgendwie kann ich mich damit nicht anfreunden.

Was mich beim Profi Cook etwas abschreckt sind die 1800W und die unterschiedlichsten Erfahrungsberichte.
Gibt es noch eine Alternative?

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#14

Beitrag von Roofio » Dienstag 16. Januar 2018, 16:19

Bin selber Grainfather-Nutzer, allerdings primär aus Platzgründen. Die Automatisierung und damit einhergehend die Entspannung am Brautag mag ich nicht mehr wissen, aber:
Wenn Du keine Platzprobleme hast, würde ich auch eher auf Eigenbau gehen. Wegen der Flexibilität und weil Du viele Prozesse einfach näher mitkriegst, was beim Lernen hilfreich ist.

Zum Einkocher gibt es sicherlich diverse Alternativen wenn Du einfach mal in der Suchfunktion stöberst. Mein bielmeyer leistet mir immer noch treue Dienste für das Nachgusswasser.
Viele Grüße,
Robert

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#15

Beitrag von hyper472 » Dienstag 16. Januar 2018, 16:21

Bei mir tuts der Klarstein Biggi zuverlässig.
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#16

Beitrag von Kleinenhainer » Dienstag 16. Januar 2018, 16:30

Hi!
Die Liste ist ja schon lang aber ein gutes Thermometer fehlt noch und die Kaltseite solltest Du auch im Auge behalten. Lecker wird eigenes Bier egal ob OG oder UG meist erst dann wenn man die Gärung mit Kühlschrank oder Kühltruhe mit Inkbird steuern kann. Und auch für Cold Crash und Lagerung ist das wichtig. Mir fehlen außerdem immer gerne mal wieder die ganzen Reinigungsschwämme, Bürsten, usw. Da hab ich an meinen ersten Brautagen die meiste Zeit mit verloren...
Viel Spass beim Brauen

Thoma

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#17

Beitrag von User-Michi » Dienstag 16. Januar 2018, 16:40

Hi Thoma,

Thermometer habe ich. Einen freien Kühlschrank auch.

Reinigungsmaterial werde ich noch aufschreiben. Ich werde am Anfang meinen Gärbehälter wohl in einen Wohnraum stellen müssen,
da es im Keller teilweise zu kalt ist. Aktuell 16°C. Für später fällt mir da schon etwas ein. Z.B. alte Kühltruhe mit "heizung"

Bielmeyer und Biggi schau ich mir mal noch an.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#18

Beitrag von odin23 » Dienstag 16. Januar 2018, 16:42

fg100 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 14:42
Bei 20l geht das locker ohne Pumpe mit Schwerkraft.
Bau den Leuterfreund direkt in den Einkocher und läutere direkt daraus in den etwas tiefer stehenden Kochtopf. Nach dem Durchfahren der Rasten Rührwerk ausschalten. 10 min. warten und in den Kochtopf abläutern. Weshalb den Thermoport?
Der Kochtopf sollte halt so hoch stehen dass du noch in den Gärbehälter ablassen kannst.

Wie du den Nachguss warm machst ist eigentlich egal.
Küchenherd, weiterer Einkocher oder Tauchsieder in einem separaten großen Topf (hast du ja ggf. schon für die Küche) -wie es dir gefällt. Es geht auch Warmwasser aus der Leitung prima. Muss nicht zwingend 78°C haben.
Ich selbst mache gar keine Nachgüsse mehr. Nur Vorderwürzbier.
Das schöne an 20l Braumenge ist dass du da eben keine Pumpe, Hebewerkzeuge usw. brauchst. Den Nachguss schöpfst du einfach mit einem Messbecher einfach auf den Treiber. Tut dir das mit Pumpe nicht an.
Hi,
wie berechnest du die Mengen beim Vorderwürzebier. Ich möchte mir auch gerne den Nachguss ersparen.

lg.Horst

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#19

Beitrag von Roofio » Dienstag 16. Januar 2018, 17:05

User-Michi hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 16:40
Hi Thoma,

Thermometer habe ich. Einen freien Kühlschrank auch.

Reinigungsmaterial werde ich noch aufschreiben. Ich werde am Anfang meinen Gärbehälter wohl in einen Wohnraum stellen müssen,
da es im Keller teilweise zu kalt ist. Aktuell 16°C. Für später fällt mir da schon etwas ein. Z.B. alte Kühltruhe mit "heizung"

Bielmeyer und Biggi schau ich mir mal noch an.
Einen Inkbird und beispielsweise eine Heizmatte für Terrarien zum Kühlschrank besorgen, dann brauchst Du auch nichts hochstellen und hättest direkt Heiz- und Kühlmöglichkeit für eine gute Gärführung. Stichwort Gärkühlschrank.
Viele Grüße,
Robert

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#20

Beitrag von hyper472 » Dienstag 16. Januar 2018, 17:31

User-Michi hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 16:40
Keller teilweise zu kalt ist. Aktuell 16°C. Für später fällt mir da schon etwas ein. Z.B. alte Kühltruhe mit "heizung"
Für Weizen und manche belgische oder französische Saison-Biere ist das zu kühl, aber ideal für Kölsch, Alt und diverse Ales. Bei mir gärt gerade ein Ale mit der Notti bei 15°C. Das ist nicht das erste Mal und gibt keine Probleme. Die meisten obergärigen Hefen sind nach unten weit toleranter als untergärige Hefen nach oben.
Kühli ist natürlich besser, aber so geht´s auch, solange Du die passenden Biere gären lässt.
Viele Grüße, Henning
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"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#21

Beitrag von fg100 » Dienstag 16. Januar 2018, 18:26

Tischverkorker habe ich den hier und finde ich ganz o.K. (Dann musst nicht extra in einen anderen Shop bestellen).
https://www.hobbybrauerversand.de/Krone ... Revolution
Oder du nutzt vorerst mal auf Bügelverschlussflaschen, dann brauchst vorerst gar keinen Verkorker.

Flaschen gibt es übrigens auch gefüllt beim Getränkemarkt.

Meiner Meinung nach fehlt noch ein Silikonschlauch
https://www.hobbybrauerversand.de/Silik ... 10-x-15-mm

Wenn du Rührwerk nutzt brauchst eigentlich auch kein Maischepaddel. Höchstens zum Wihrpool andrehen. Aber da tuts ein Kochlöffel oder Buchenholzlatte auch.

Kühlschlange nutze ich zur Zeit auch nicht mehr, sondern gehe eher wieder auf Übernachtabkühlen. Aber das muss halt jeder für sich selber rausfinden.

Ansonsten müsste es passen.
Zum Proficook kann ich jetzt nichts sagen, da ich den selbst nicht nutze. Aber da du darin ja nicht kochst sondern nur maischst wird er ja auch nicht übermäßig belastet. Er hat halt schon eine gute Temperaturregelung dabei.
Alternativ normaler Edelstahleinkocher mit Handregelung (geht auch) oder Selbstbausteuerung (z.B. AiO) oder einen Inkbird Temperaturregler.
Ich selbst nutze Bielmeier Edelstahleinkocher mit Selbstbausteuerung zum Maischen und einen zweiten auch zum Kochen und bin vollstens zufrieden damit. Wüsste nicht weshalb ich eine Hendi bräuchte.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#22

Beitrag von fg100 » Dienstag 16. Januar 2018, 18:46

odin23 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 16:42
fg100 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 14:42
.... Ich selbst mache gar keine Nachgüsse mehr. Nur Vorderwürzbier. ....
Hi,
wie berechnest du die Mengen beim Vorderwürzebier. Ich möchte mir auch gerne den Nachguss ersparen.

lg.Horst
Da ich ja meinen Einkocher beim Maischen randvoll machen möchte habe ich mir Formeln abgeleitet und mir eine (Excel)Berechnungstabelle in OpenOffice erstellt. Da gebe ich dann nur noch die erwünschte Stammwürze ein und ich erhalte die Werte für das nötige Einmaischwasser, die benötigte Malzmenge und wieviel Bier ich dann nach dem Kochen (für die Hopfenberechnung) erhalte. Da habe ich tatsächlich zum ersten mal die Mathekenntnisse aus Schule und Studium für lineare Gleichungen praktisch Umsetzen können.
Die Genauigkeit der Berechnung und die Punktlandungen damit überraschen und freuen mich jedesmal wieder. Aber dazu musst du deine Anlage gut kennen. Wichtig ist Verdampfungsrate und SHA.

Aber so ganz grob geht es auch, wenn du bei den Rezepten bei maischemalzundmehr.de die SHA entsprechend herabsetzt und als Wassermenge dann die Summe von Haupt- und Nachguss verwendest. Ich läutere mit Leuterfreund direkt aus dem Einkocher und komme mit Nachgüssen auf ca. 65%SHA. Wenn ich reines Vorderwürzbier mache dann komme ich bei gleichem Läutersystem auf 55%SHA. Gilt für "normale" Stammwürzen so um die 12°P.
Solltest du ähnliche Werte haben, dann also für den ersten Versuch einfach 55%SHA rechnen und Haupt- und Nachgussmenge der Rezepte als Einmaischwasser verwenden. Spätestens beim zweiten mal kannst du das dann an deine Anlage anpassen.
Man hat damit zwar weniger Ausbeute (stört mich nicht) aber dafür braucht man halt keine Nachgüsse, was das Läutern schon deutlich vereinfacht.

Henning (hyper472) und ich haben vor einiger Zeit mal parallel gebraut. Er mit Braumeister und ich wie oben beschrieben mit meinen beiden Einkochern (einen zum Maischen, einen zum Kochen). Zeitlich waren wir genau gleichzeitig fertig.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#23

Beitrag von odin23 » Dienstag 16. Januar 2018, 19:10

fg100 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 18:46
odin23 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 16:42
fg100 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 14:42
.... Ich selbst mache gar keine Nachgüsse mehr. Nur Vorderwürzbier. ....
Hi,
wie berechnest du die Mengen beim Vorderwürzebier. Ich möchte mir auch gerne den Nachguss ersparen.

lg.Horst
Da ich ja meinen Einkocher beim Maischen randvoll machen möchte habe ich mir Formeln abgeleitet und mir eine (Excel)Berechnungstabelle in OpenOffice erstellt. Da gebe ich dann nur noch die erwünschte Stammwürze ein und ich erhalte die Werte für das nötige Einmaischwasser, die benötigte Malzmenge und wieviel Bier ich dann nach dem Kochen (für die Hopfenberechnung) erhalte. Da habe ich tatsächlich zum ersten mal die Mathekenntnisse aus Schule und Studium für lineare Gleichungen praktisch Umsetzen können.
Die Genauigkeit der Berechnung und die Punktlandungen damit überraschen und freuen mich jedesmal wieder. Aber dazu musst du deine Anlage gut kennen. Wichtig ist Verdampfungsrate und SHA.

Aber so ganz grob geht es auch, wenn du bei den Rezepten bei maischemalzundmehr.de die SHA entsprechend herabsetzt und als Wassermenge dann die Summe von Haupt- und Nachguss verwendest. Ich läutere mit Leuterfreund direkt aus dem Einkocher und komme mit Nachgüssen auf ca. 65%SHA. Wenn ich reines Vorderwürzbier mache dann komme ich bei gleichem Läutersystem auf 55%SHA. Gilt für "normale" Stammwürzen so um die 12°P.
Solltest du ähnliche Werte haben, dann also für den ersten Versuch einfach 55%SHA rechnen und Haupt- und Nachgussmenge der Rezepte als Einmaischwasser verwenden. Spätestens beim zweiten mal kannst du das dann an deine Anlage anpassen.
Man hat damit zwar weniger Ausbeute (stört mich nicht) aber dafür braucht man halt keine Nachgüsse, was das Läutern schon deutlich vereinfacht.

Henning (hyper472) und ich haben vor einiger Zeit mal parallel gebraut. Er mit Braumeister und ich wie oben beschrieben mit meinen beiden Einkochern (einen zum Maischen, einen zum Kochen). Zeitlich waren wir genau gleichzeitig fertig.
Danke werde ich mal so versuchen. :Drink

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#24

Beitrag von Michael Wendt » Dienstag 16. Januar 2018, 21:20

Ich habe den Proficook zum Maischen und die Hendi zum Kochen genutzt - bis der Grainfather kam :Bigsmile Den finde ich irgendwie praktischer, vor allem den Gegenstromkühler mit Pumpe möchte ich nicht mehr missen. Ob du wirklich dauerhaft mehr als 25 Liter Bier pro Sud brauen willst (muss ja auch gelagert und getrunken werden), weißt du besser als ich. Besonders, wenn man viele Rezepte ausprobieren möchte, braucht es sicher nicht immer 50 Liter. Aber ich kenne das: Man will flexibel bleiben. Ich für mich habe gemerkt, dass ich gar nicht flexibel sein muss und der Grainfather mehr als genug ist. (Hendi, Proficook & Co. habe ich behalten - um flexibel zu bleiben :P)

Aber zur 1800-Watt-Frage: Das reicht m.E. zum Maischen völlig. Damit haben ich bei 20-Liter-Suden immer 1 Grad Erhitzung pro Minute geschafft, bei randvoll dauerte das rund 90 Sekunden pro Grad. Ich würde das Ding nur isolieren, schnell geht's mit der Steba-Manschette, günstig mit einer Isomatte.

Viel Spaß mit deiner Ausrüstung, welche auch immer es wird!
Michael
„Ah, das schmeckt wie ein richtiges Vierzehnzwanziger“

Meine Anlage: viewtopic.php?f=20&t=12052
Meine Vorstellung: viewtopic.php?f=50&t=11885
Haus, Auto und Frau zeig ich nicht.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#25

Beitrag von fg100 » Dienstag 16. Januar 2018, 21:46

Michael Wendt hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 21:20
Aber zur 1800-Watt-Frage: Das reicht m.E. zum Maischen völlig. Damit haben ich bei 20-Liter-Suden immer 1 Grad Erhitzung pro Minute geschafft, bei randvoll dauerte das rund 90 Sekunden pro Grad. Ich würde das Ding nur isolieren, schnell geht's mit der Steba-Manschette, günstig mit einer Isomatte.
Genau wie Michael schreibet. 1800W reichen. Aufheizraten sollten so in etwa bei 1°C/min liegen. Ob das mit dem 1°C/min stimmt weiß ich jetzt auch nicht. Ich hab das auch nur vom Hörensagen. Isolierung hab ich vom Maischebottich verbannt. Zum einen geht das auch ohne und zum anderen "sabbert" man doch irgendwie immer etwas Würze irgendwo hin. Und wenn das zwischen Topf und Isolierung kommt klebt das Zeugs fest wie sonst noch was.

Und noch kurz offtopic zum GF
Michael Wendt hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 21:20
.... vor allem den Gegenstromkühler mit Pumpe möchte ich nicht mehr missen....
Der funktioniert wirklich sehr gut. Aber ich wette fast auf die ersten Beiträge in denen die Reinigung und Desinfektion von den Dingern zum großen Thema wird. So etwas ist nur mit viel und intensiver Chemie und vor allem vieeeel Wasser richtig sauber zu halten.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#26

Beitrag von hyper472 » Dienstag 16. Januar 2018, 22:11

Flaschenmanometer bekommst Du übrigens bei Braupartner für weniger als die Hälfte. Handwerklich geschickte Leute können die auch selber basteln. Ich also nicht...
Viele Grüße, Henning
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#27

Beitrag von sb11 » Montag 29. Januar 2018, 10:14

hyper472 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 15:51
fg100 hat geschrieben:
Dienstag 16. Januar 2018, 14:48
Zum Nachguss fällt mir noch eine schöne Lösung ein, so wie es Stefan (Bierbauer) macht.
Während des Maischens parallel im 34lTopf auf der Hendi das Nachgüsse erwärmen. Das dann vor dem Läutern in den Gärbehälter ablaufen lassen. Von dort aus dann mit Messbecher auf den Treiber geben. Sind ja meistens nur so zwischen 10 und 15l.
Du bräuchtest dann eben nur Einkocher mit Rührwerk und Leuterfreund, Topf mit Hendi und Gärbehälter.
Grüße Franz
Schon wieder Zustimmung. Ich erhitze das Nachgusswasser zusammen mit dem Filter auf 100°C und lasse es heiß in den Gärbottich laufen.
Hallo Henning,

überprüfst du dann noch die Temperatur des Nachgusswassers? Hast du das zeitlich so getaktet, dass das Nachgusswasser wieder bis auf unter 78 Grad abgekühlt ist?

Danke und viele Grüsse,
Sebastian

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#28

Beitrag von hyper472 » Montag 29. Januar 2018, 12:04

sb11 hat geschrieben:
Montag 29. Januar 2018, 10:14
überprüfst du dann noch die Temperatur des Nachgusswassers? Hast du das zeitlich so getaktet, dass das Nachgusswasser wieder bis auf unter 78 Grad abgekühlt ist?
Zweimal ja. Meistens kühlt es sogar zu schnell ab.
Viele Grüße, Henning
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#29

Beitrag von contraste » Montag 29. Januar 2018, 19:03

Also mal ehrlich Jungs, hallo Michi,

wenn mir jemand sagen würde, „besorg dir was ordentliches, Geld spielt keine Rolle“, dann würde ich mir als Traumanlage kein Plastik-kleinklein und Puzzlekram raussuchen. Hier eher Grainfather als Teil einer skalierbaren Anlage.

Bei mir wäre die Entscheidung folgendermaßen ausgefallen: Ich hätte mir den GF oder den BM20plus geholt. Bei beiden hätte ich das Malzrohr genommen, und oben auf den Schrank gestellt. So hätte ich auf jeden Fall eine handwerklich gute Pfanne, mit anschließend guter Würzekühlung. Falls mir einmal die Zeit fehlen sollte, kann ich ja immer noch die Option Malzrohr ziehen, die auf dem Schrank steht. Und habe innerhalb 5 Minuten ein All-in-one-Gerät.

Zusätzlich hätte ich mir einem großen Topf mit Hahn geholt, und eine analoge (!) Hendi druntergetan. Damit kann man alles machen – zwischen 20 und 50l: Nachgußwasser, (aufgemotzt mit Rührwerk oder auch nur) mit Paddel als Maischepfanne, als Dekoktionspfanne oder als Sudhaus. Einfach universell. Und immer auch als Backup da.
Als drittes Gefäß würde ich mir einen großen Thermoport mit Hexe dazustellen.
Damit wäre ich komplett variabel in alle Richtungen, und kann meines Erachtens so gut, wie fast jeden Spieltrieb ausleben. Rasten, Infusion, Dekoktion, Zwischenlagerung. Und immer noch im unteren 4-stelligen Bereich.

Was mir in Michis Liste zu einer sinnvollen Anlage jedoch fehlt ist die Malzmühle.

Beim Fermenter würde ich bei „Geld spielt keine Rolle“ auf keinen Fall ein Plastikfaß holen, selbst wenn Speidel drauf stände. Es gibt mittlerweile Edelstahl-Fermenter ab 65€ aufwärts – da würde ich Kunststoff immer für stehen lassen. Dürfte ich frei aussuchen, ich hätt mich hier für einen amerikanischen ZKG mit Kühlung entschieden, oder zwei.

Bei der Gärkontrolle ist bei mir dann auch ganz klar die I-Spindel als „must-have“ zu nennen.

Und auch beim Abfüllen. Mit der offenen Ansage, „wenn, dann gscheid" würde ich komplett auf Flaschenmanometer verzichten, und gleich mit KEG-Karbonisierung und GDA starten.

Als Traum-Orientierung wäre hier für mich auch JollyJumpers Anlage ganz klar eine Art Referenz: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... &start=150.

Ja. Das ist nun laut getrommelt, denn da „Geld bei mir eine Rolle spielt“ backe ich weiterhin kleinere Brötchen – aber träume dennoch vom Großen, wenn man mich fragt.

Liebe Grüße,
und ich meine Michi,
überdenke deinen GF-Ausschluß noch einmal.

joerg
Zuletzt geändert von contraste am Montag 29. Januar 2018, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#30

Beitrag von sb11 » Montag 29. Januar 2018, 19:32

Also "Geld spielt keine Rolle" kann ich Eingangsbeitrag nicht heraus lesen...

cicero85
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#31

Beitrag von cicero85 » Montag 29. Januar 2018, 19:45

Hallo Michael,

wenn du schreibst von wo du bist, kannst du sicher mal verschiedene Setups in deiner Umgebung anschauen.

Anschauen und mal mit brauen ist doch deutlich besser als sich nur hier im Forum theoretisch zu informieren.

Kilian

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#32

Beitrag von contraste » Montag 29. Januar 2018, 19:51

Yep, sb11

vielleicht magst du Recht haben, und ich habe in „... spielt die Größe der Anlage erstmal keine Rolle“, „wenn, dann gscheid", „möchte ich nun "richtig" einsteigen“, „ich bin bereit das auszugeben was nötig ist“ geirrt und es ging tatsächlich um eine Mindestausstattung.
Dann sorry, und ich reduziere „wenn, dann gscheid" auf Metall-Fermenter (bessere Wärme/Kältesteuerung) und I-Spindel (bessere Gärkontrolle), die ich auch bei kleinem Etat unbedingt nutzen würde.

Alles Liebe,

joerg
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User-Michi
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#33

Beitrag von User-Michi » Montag 29. Januar 2018, 22:16

Hallo zusammen,

hier ist ja was los! :thumbsup :Pulpfiction

Das "wenn, dann schon gscheid" ist schon richtig. Das "Geld spielt keine Rolle" ist dann schon etwas zu weit herbeigeholt. :Bigsmile
Ich möchte einfach für mich das Beste für das nötigste an Geld herausholen. Ich denke niemand ist bereit sein Geld aus dem Fenster
zu schmeißen und dann festzustellen, dass ein Sparbuch der richtige Weg gewesen wäre. :Drink

In der letzten Woche hatte ich wenig Zeit, sodass meine Informationsbeschaffung etwas zu kurz kam. Trotzdem bin ich für jeden Tipp
dankbar und freue mich über jede Anregung. Ich weiß nicht recht warum aber mit dem GF oder BM kann ich mich nicht recht anfreunden.
Ganz ausser acht lassen werde ich dies aber nicht.

Ich bin übrigens mit einem User aus dem Forum in Kontakt, welcher mir seine "gesamte" Anlage auf Hendi Basis verkaufen würde.
Hier bin ich gerade dabei zu überlegen, ob dies für mich das Richtige ist.

Rührwerk von brauhardware
Läuterhexe von MattMill
Motor
Netzteil
Maischbottich 47 Liter inkl. Hahn von amihopfen
Braukessel 68 Liter inkl. Hahn von amihopfen
2x Hendi
Würzekühler
MatMill Student

Der Name des Users wird natürlich nicht verraten. :P

Ach ja und zu der Frage woher ich komme. Ich wohne im Allgäu.

Schöne Grüße
Michael
Zuletzt geändert von User-Michi am Montag 29. Januar 2018, 22:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#34

Beitrag von hyper472 » Montag 29. Januar 2018, 22:24

contraste hat geschrieben:
Montag 29. Januar 2018, 19:03
Es gibt mittlerweile Edelstahl-Fermenter ab 65€ aufwärts
Welche und wo?
contraste hat geschrieben:
Montag 29. Januar 2018, 19:03
da würde ich Kunststoff immer für stehen lassen.
Warum?

Ist beides nicht provokativ gemeint. Ein Edelstahl-Fermenter für 65€ würde mich schon interessieren.

Viele Grüße, Henning
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Re: Grainfather oder skalierbare Anlage

#35

Beitrag von contraste » Montag 29. Januar 2018, 22:51

Moin Henning,

Bei google: Fermenter 25 Fermentierkessel
oder bei google: Fusto fermentatore inox 30 L
Lehrling in der 20l-Klasse: 2 doppelwandige 30l Edelstahl-Pfannen als e-BIAB-HERMS + NC-Keg/GDA

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