Restextrakt nicht niedrig genug?

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Restextrakt nicht niedrig genug?

#1

Beitrag von Silvester » Freitag 25. Mai 2018, 10:54

Hallo zusammen,
ich braue seit gut einem Jahr aus Kits Weizenbier, Anstellwürze ca. 22 - 25 Liter und einen Neuling
im Bierbrauen. Gut 10 Sude habe ich als kleine Erfahrungswerten und folgendes Problem, oder ?
Bei einer Stammwürze von 1060, 22 Liter, Trockenhefe Safbrew S-33 - 17 Gramm, fällt der Restextrakt nicht weiter als 1018, Gärung war insgesammt 13 Tage. Safbrew WB-06 - 11,5 Gramm tut es etwas besser 1058 zu 1010, Gärung war hier 12 Tage. Nun habe ich in Hörstel sehr hartes Wasser, lt. Wasserwerk Karbonathärte von 10,4. Frage zu meinem Brauwasser: Ist es hilfreich um auf 20 Liter Wasser 5 Gramm Braugips zu geben um weicheres Wasser zu bekommen? Trochhefe: zB 10 gr. für 15-25 Liter Anstellwürze. Soll ich die Trockenhefe Menge anpassen an meine Anstellwürze? Wie Fermentis in seiner Hefeanweisung beschreibt??. Ich spindele die Würze jeden Tag und halte die Gärungen in einem Gärdiagramm fest, Ankommen schnell (?) in ca. 6 Stunden nachdem ich die rehydrierte Hefe zu der Würze gegeben habe, aber nach ca. 3 - 4 Tage ist ab 1018 kaum noch eine Änderung festzustellen. Ich würde mich über Tips freuen. Silvester :Drink

heizungsrohr
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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#2

Beitrag von heizungsrohr » Freitag 25. Mai 2018, 11:01

Tipp Nummer eins wäre, sei mir nicht böse, Absätze und Zeichensetzung ein kleines bisschen mehr Beachtung zu schenken. Der Text liest sich wirklich unschön.

Zur Sache: Zieh nicht jeden Tag eine Probe, dadurch hast du eine riesen Infektionsquelle und dein Bier wird schnell mal sauer.

Wenn sich der Restextrakt nicht mehr ändert für mehrere Tage, dann gilt es eigentlich als endvergoren.
Ein Päckchen Trockenhefe reicht bei obergärigen Bieren idR schon für gut 20 Liter.
Erzähl mal was vom Rezept, da kann man evt eher erkennen, warum der Vergärgrad niedrig ist. Wobei ich mit den Angaben in spezifischer Dichte eh kaum was anfangen kann.
Gruß
Magnus

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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#3

Beitrag von Bierwisch » Freitag 25. Mai 2018, 11:11

Stammwürze 15°P und scheinbarer Restextrakt 4,5 ergeben einen scheinbaren Vergärungsgrad von 70%
Das ist nicht viel, kann aber durch die Rasten bedingt sein. Hast Du Dein Thermometer mal geprüft? Eventuell würde ich auch mal die Spindeln eichen.
Gruß
Bierwisch
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Johnny H
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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#4

Beitrag von Johnny H » Freitag 25. Mai 2018, 11:25

Der TO braut mit Kits. Da ist vermutlich nichts mit Rezept oder Rasten.

Und ist die S33 nicht eine der Hefen, die Maltotriose nicht vergären kann? Wenn ja, dann wird es daran liegen.
Jubel erscholl, als sich die Trinker von dem schneidigen, köstlichen, bei dem früher in Pilsen erzeugten nie wahrgenommenen Geschmack überzeugten. Die Geburt des Pilsner Bieres!
(E. Jalowetz, Pilsner Bier im Lichte von Praxis und Wissenschaft, 1930)

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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#5

Beitrag von schlupf » Freitag 25. Mai 2018, 11:39

Moin,

Das liest sich wirklich nicht schön...

Zu deinen Fragen:
Die S-33 kann, soweit ich mich erinnere, keine Maltotriose verstoffwechseln und hat daher von Haus aus einen niedrigen EVG. 70% EVG kommt schon hin.

Zum ständigen Spindeln hat ein Vorposter schon was gesagt.

Zum Wasser: Die Härte des Wassers ist nicht besonders aussagekräftig. Was uns eher interessiert ist die sogenannte Restalkalität. Mit Braugips erhöhst du sogar die Wasserhärte, allerdings die "gute" Nichtkarbonathärte und senkst dadurch die resultierende Restalkalität.

Von der Menge der Hefe (17g auf 22l) solltest du auf der sicheren Seite sein.

Viele Grüße,
Sebastian

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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#6

Beitrag von Boludo » Freitag 25. Mai 2018, 11:56

Da hast Du zwei Extreme. S 33 vergärt extrem niedrig und WB 06 extrem hoch. Das hat wie gesagt etwas mit der Fähigkeit zu tun, Maltotriose zu verstoffwechseln.
Beide sind nicht nicht für ein gutes Hefeweizen geeignet, vor allem die S 33 nicht.

Silvester
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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#7

Beitrag von Silvester » Freitag 25. Mai 2018, 16:30

Danke euch allen für die Tipps.

Nicht jeden Tag spindeln, okay, setzte ich demnächst um.

Trockenhefe für ein gutes Hefeweizen. Hat jemand einen Vorschlag für mich?

Formulierung etc., ich werde es zukünftig beachten und nicht alle Infos und Fragen in einem Satz zu formulieren. Der Holländer ist aber nicht böse wenn jemanden ihm das so sagt. Ich lerne jeden Tag dazu.

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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#8

Beitrag von uli74 » Freitag 25. Mai 2018, 19:03

Die Mangrove Jacks M10 Bavarian Wheat riecht zumindest beim Vergären ziemlich nach Banane. Ich vergäre grad einen Teilsud mit ihr, wie sie dann lettztendlich schmecken wird kann ich noch nicht sagen. Sie soll aber einen eher geringen EVG haben.
Gruss

Uli

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Re: Restextrakt nicht niedrig genug?

#9

Beitrag von Silvester » Samstag 26. Mai 2018, 08:15

Danke Uli

Gruss
Silvester

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