Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

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Gandalf15
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Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

#1

Beitrag von Gandalf15 » Donnerstag 20. September 2018, 18:50

Guten Tag Brauerfreunde.

Nachdem Ihr mir schon bei meinem ersten (mit abgelaufenen Materialien) Bierbrauversuch geholfen habt wollte ich mich noch einmal melden.

Ganz nebenbei: Sowohl mein erstes Bier (letzte Flasche gestern getrunken), als auch mein 2ter Versuch mit Mangrove Jacks Cider, haben beide bestens funktioniert :) Der Cider denn ich damals verwässert habe schmeckt trotzdem prächtig ( bei interesse siehe hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread )

Nun aber zu diesem, meinem 3ten Versuch.

Und zwar lag dem IPA die M44 MJ yeast bei. Ganz normal habe ich alles angesetzt und hat auch gut gegärt. Mein Bierspindel meinte direkt zu beginn der Gährung 13.32 (mit Temp korrektur) Plato. Von Tag 2 bis Tag 5 war ich leider abwesend, als ich nach hause kam waren aber kräusel/ schaum am Rand des Gärbottich zu sehen.

Am Tag 8 war das ganze bei 4 Plato (4.18 mit Temp korrektur), da habe ich dann mit Hopfenpellets gestopft (nach Anleitung). Darauf ging die Gährung wieder stark an, jedenfalls hat es wieder geblubbert. Heute, 3 Tage später ( Tag 11 insgesamt), hab ich wieder die Plato gemessen. Seltsamerweise immernoch 4 Plato (4.12 mit Temp korrektur). Da das ganze sich 3 Tage kaum verändert hat und keine gäraktivität mehr da ist, habe ich das ganze abgefüllt. Die 0.06 Plato habe ich als "Messfehler" abgetan. Vom Auge her hat sich wirklich nichts verändert in den 3 Tagen.

Hier einige Daten:
- Angepeilte Karbonisierung 5.75 g/l CO2 (will einmal ein bisschen sprudliges IPA probieren. Der Cider war auf 5.25 und war gut, für ein IPA will ich aber mehr).
- Leider ging das ganze einmal wegen einer Hitzewelle auf 26 Grad hoch, also hab ich mit 9.4g/l Zucker karbonisiert. Temparatur war sicher immer über 20 Grad, aber mehrheitlich zwischen 23 und 26.

Ich hab ein bisschen nachgelesen, leider nachdem ich abgefüllt hatte und habe gelesen, dass die M44 träge ist und auch gerne mal "schläft". Nach der Faustregel (ändern sich Plato 48h nicht, ist alles ausgegärt) habe ich halt abgefüllt. Nun habe ich später aber gesehen das man laut Anleitung erst bei 1.012 SG/ 3.0665 Plato abfüllen sollte.

Was meint ihr? Zu früh abgefüllt? Gefahr von Flaschenbomben? Hefe hat nur ein nickerchen gemacht? Die Flaschen sind 0.5 Liter Bügelflaschen.

Die Flaschen sind zum Nachreifen in Kartonschachteln im Badezimmer, wenn die also hochgehen, halb so schlimm :)

Es geht mir hauptsächlich um eure Meinungen

Vielen Dank!

AxelS
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Re: Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

#2

Beitrag von AxelS » Freitag 21. September 2018, 20:06

Besitzt Du ein Flaschenmanometer, welches an Stelle eines Bügelverschlusses auf eine "Testflasche" montiert wird, um den Druck zu kontrollieren? Damit hast Du die Nachgärung in der Flasche im Blick und kannst ggf. zwischenzeitlich Druck ablassen, sollte es zu viel werden. Seit ich diese Manometer bei der Abfüllung benutze, schlafe ich deutlich ruhiger!
Ansonsten bleibt Dir nur, von Zeit zu Zeit (alle zwei Tage) eine Flasche zu opfern, also kalt stellen und probieren.Wird der Druck nach einer Woche zu hoch, musst Du halt bei allen Flaschen einmal den Verschluss öffnen und Druck ablassen. Platzen können die Flaschen meines Erachtens nicht, da die Gärung beinahe durch war. Schlimmstenfalls bekommst Du ein IPA, das sich für ein Weizen hält...
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.
(John Ruskin 1819-1900)

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Re: Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

#3

Beitrag von Gandalf15 » Freitag 21. September 2018, 23:44

Danke für die Antwort AxelS.

Nein, ein Flaschenmanometer habe ich nicht :) Wieviel ist den "zuviel"? Ich habe hier gelesen Bügelflaschen halten 12 bar aus. Aber wenn ich versucht habe herauszufinden, wieviel CO2 aus 1 Plato entstehen und wieviel Druck das ergibt, wars dann aus und vorbei mit den Informationen :)

Immerhin sollten mir die Flaschen deiner Meinung nach nicht um die Ohren fliegen. Ich denke ich lasse es einfach mal so stehen die nächsten 3 Wochen. Sehe dann beim öffnen ob mir das Bier ins Gesicht springt oder nicht. Ich wollte ja ein IPA mit bisschen mehr Kohlensäure. Wundert mich halt, wie das schmeckt :)

Falls ich wirklich Bierfontänen habe werde, kann ich beim öffenen immernoch vorsichtig Druckablassen, bis ich das Bier dann einschenken kann. Bei den vorherigen 2 Brauversuchen hätte es ruhig mehr Kohlensäure sein können, wobei die Flaschen wunderschön geploppt haben :)

Auf jedenfall Danke für deine Antwort

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Re: Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

#4

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 2. Oktober 2018, 22:28

Hi,

Was ist daraus geworden?
Ich habe mal recherchiert, weil es mich auch interessiert:
1 Grad Plato entsprechen 5 Gramm Extrakt in einer 0,5l Flasche. Vergoren 2,5 Gramm CO2. Also +5g/l Karbonisierung. Davon platzt keine Flasche, aber könnte schön spritzig werden.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

#5

Beitrag von Gandalf15 » Donnerstag 4. Oktober 2018, 10:04

Lustiger weise wollte ich gerade heute ein Feedback geben :)

Obwohl die eingetragene Ruhezeit noch nicht durch ist, habe ich vor 3 Tagen eine Flasche in den Kühlschrank gestellt und gestern Abend mal verköstigt :) Grund dafür war, dass sich das Bier doch schon gut geklärt hat.

Vorsichtig habe ich die Flasche geöffnet über dem Spühlbecken, falls ich tatsächlich überkarbonisiert habe. Schönes Poff, mehr nicht. Kein überschäumen bei der Flasche. Beim Einschenken muss man schon vorsichtig sein, hat gut geschäumt :) Bier ist relativ Dunkel, hat eine schöne Schaumkrone (habe mit dem Pure Malt Enhancer gearbeitet). Geschmacklich richtig gut. Citrus nehme ich wahr, aber relativ bitter. Ich tippe, dass dies vom Hopfenstopfen kommt. Kohlensäure passt für micht perfekt zum Bier. Ob es aber nach Lehrbuch ist, weiss ich nicht. Ich sage mal ich habs gut getroffen für meinen Geschmack!

Alles in allem ein Top Bier geworden. Für nur das 2te selbstvergärte bin ich begeistert! Ich bin mir sicher mit mehr Reifezeit wird das Bier noch besser. Irgendwie schmeckt es noch nicht "rund". Nach der Anleitung bin ich sowieso noch 1 bis 3 Wochen zu früh dran, kann also nur noch besser werden.

Ich würde das gleiche noch einmal brauen, zuerst kommt aber nun ein Bier, welches ich von Grundauf selber mache, mir fehlt momentan nur noch ein Läuterkessel. Falls ich aber das Mangrove Jack Pinkgrapfruit in die Hände bekomme, wirds 100% gekauft und nochma vergärt!

Grüsse

AxelS
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Re: Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

#6

Beitrag von AxelS » Donnerstag 4. Oktober 2018, 17:21

Gratulation! Ein schönes Gefühl, so ein selbst gebrautes Bier zu genießen!
Das mit dem Flaschenmanometer ist eine Anschaffung, die mich damals ungemein beruhigt hat. Wirklich brauchen tue ich es heute nicht mehr. Ich warte halbwegs das Ende der Gärung ab, messe den Zucker ab, und warte halt eine Woche. Der (richtig abgemessene) Zucker schafft es in keinem Fall, bei abgeschlossener Gärung soviel Kohlensäure zu bilden, dass die Flaschen platzen könnten. Dafür braucht es schon eine eingeschlafene oder stockende Gärung, 10°P Reststammwürze und Zucker.
Wenn Du also immer vor dem Abfüllen die Stammwürze misst, kann eigentlich nix groß schief gehen...

Weiterhin viel Freude am Selbstgebrauten!
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Re: Magrove Jacks Pink Grapfruit IPA/ M44 Hefe / Kleine Hilfsanfrage

#7

Beitrag von Gandalf15 » Donnerstag 4. Oktober 2018, 19:18

Vielen Dank!

Ja Messen mach ich sowieso immer :) Ich werd darüber nachdenken, im Moment aber hab ich genug ausgegeben (ja, sie sind nicht teuer, aber trotzdem...) Die Flaschen lagern sowieso im Karton, somit hält sich die sauerei auch in Grenzen wenns paff macht.

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