welche Bierkits

Antworten
Longli
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 84
Registriert: Sonntag 16. Februar 2020, 15:38

welche Bierkits

#1

Beitrag von Longli » Mittwoch 29. Juli 2020, 16:19

Hallo alle zusammen,
ich bin nach wie vor in der "Bierkitphase" und möchte damit auch noch etwas rumexperimentieren.
Ich habe jetzt 5 Biere fertiggestellt und sie sind alle trinkbar.
Mittlerweile lasse ich dem Bier wesentlich mehr Zeit als angegeben und nehme weniger Wasser als angegeben. Dank euren Tip messe ich jetzt mit einer großen Spindel und parallel mit dem Refraktometer.
Allerdings ist es so, dass ein Weizen, ein Märzen und ein Kellerbier alle die gleiche Farbe haben (Bernstein) und auch ziemlich genau gleich schmecken (beim brauen, oder wie ihr sagt "anrühren" bin ich neu, aber beim trinken habe ich 40 Jahre Erfahrung :Bigsmile).
Jetzt habe ich gelesen, dass ein "gutes" Bierkit für 20 Liter 3 kg beinhalten sollte.
Habt ihr da eine Empfehlung für ein gutes Keller oder Märzen?
Des weiteren wurde empfohlen auch beim Bierkit eine Handvoll Hopfenpellets zuzugeben um einen "frischen" Hopfengeschmack zu erreichen. Scheint mir Sinn zu machen.
Was haltet ihr davon?

Benutzeravatar
VolT Bräu
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 900
Registriert: Montag 25. Juni 2018, 23:43

Re: welche Bierkits

#2

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 29. Juli 2020, 16:45

Ich kenne mich nicht wirklich aus mit Bierkits, aber wenn ich eins benutzen würde, dann nur ungehopftes Malzextrakt pur (nicht mit 50% Zucker auffüllen oder sowas) und dann mit Hopfen Pellets selbst kochen. Ist zwar unsportlich nicht selbst zu Maischen, aber mit Hopfenkochen und vor allem auch guter Vergärung kann man sicherlich auch einiges erreichen.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

Benutzeravatar
mavro
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 780
Registriert: Mittwoch 16. März 2016, 16:17
Wohnort: Wiesbaden
Kontaktdaten:

Re: welche Bierkits

#3

Beitrag von mavro » Mittwoch 29. Juli 2020, 19:53

Ich habe auch im ersten Jahr mit allen möglichen Malzextrakten, Bierkits, usw. versucht, was Schmackhaftes herzustellen. Und mich dabei auch mit steeping u. ä. versucht. Ich habe ähnliche Fragen wie Du gestellt....

Einer der alten Hasen sagte mir damals sinngemäß, dass ich auch die Frage stellen könne, welch Maggi Tütensuppe die beste sei.

Ich fand das damals ein bisschen fresch, aber er hatte Recht. :Shocked

Seitdem bin ich über BIAB, Einkocher zu einer 3 Topf, 50 Liter Anlage mit Rührwerk, Yato, usw. gekommen.

Also mein ehrliche Antwort auf Deine Fragen ist: schmeiß die Bierkits weg...nimm die besten Zutaten an Malz, Hopfen, Hefe und Wasser, arbeite mit den bewährten Verfahren für das Maischen, Läutern, Kochen, Gärführung... Und Du wirst die besten Ergebnisse erzielen.

Kann natürlich jeder vollkommen anders sehen, ist aber meine Erfahrung :Drink
Viele Grüße, Andreas

Longli
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 84
Registriert: Sonntag 16. Februar 2020, 15:38

Re: welche Bierkits

#4

Beitrag von Longli » Mittwoch 29. Juli 2020, 20:19

Habe ich für nächstes Jahr geplant. Aber bis dahin werde ich noch ein wenig experimentieren.

Benutzeravatar
mavro
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 780
Registriert: Mittwoch 16. März 2016, 16:17
Wohnort: Wiesbaden
Kontaktdaten:

Re: welche Bierkits

#5

Beitrag von mavro » Mittwoch 29. Juli 2020, 23:03

Dann nimm am besten Muntons
Viele Grüße, Andreas

Longli
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 84
Registriert: Sonntag 16. Februar 2020, 15:38

Re: welche Bierkits

#6

Beitrag von Longli » Donnerstag 30. Juli 2020, 11:08

Dann probiere ich das als nächstes. Danke!

Benutzeravatar
Malzwein
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2802
Registriert: Mittwoch 12. September 2012, 09:39

Re: welche Bierkits

#7

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 30. Juli 2020, 11:34

Das mit den ungehopften Malzextrakten (ohne Zucker) habe ich auch eine zeitlang gemacht und war mit Sicherheit die Lösung, die "Brauen" am nächsten kommt. Mit Hopfenpellets und einer beliebigen Trockenhefe kann man schon gut in das "freie" Brauen eintauchen. Mit Malzextrakt im 5 Liter Kanister war es besser und billiger als mit den fertigen Sets.

Malzextrakte halte ich übrigens nicht für "Maggi", eher für Fleischextrakt oder Tomatenmark.

Guckst du hier: https://braumagazin.de/marktuebersicht-malzextrakte/
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut!

Bierbauch22
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 13
Registriert: Dienstag 7. Juli 2020, 17:06

Re: welche Bierkits

#8

Beitrag von Bierbauch22 » Samstag 1. August 2020, 15:41

Moin,
ich bin auch recht neu in der Bierbrauszene und hatte vor kurzem auch nach einem guten Bierbrauset gesucht. Ich bin dann in einem Ratgeber zu verschiedenen Bierbrausets fündig geworden, dieser hier ist es: [Link entfernt]

Ich fand für Anfänger waren hier gute Sachen beschrieben, vielleicht hilft es ja jemandem :)
Ich hatte mich schlussendlich für ein dunkles Landbier entschieden. Hatte glaube ich keine besondere Marke. Ich bin gespannt was draus wird, es braut nämlich noch.

Muntos werde ich denke ich danach auch mal probieren, danke für den Tipp.

Beste Grüße :thumbsup

Benutzeravatar
mavro
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 780
Registriert: Mittwoch 16. März 2016, 16:17
Wohnort: Wiesbaden
Kontaktdaten:

Re: welche Bierkits

#9

Beitrag von mavro » Sonntag 2. August 2020, 10:27

Hier bin ich übrigens noch über einen sehr schönen Beitrag zu dem Thema gestolpert

- von chrissi_chriss, der inzwischen ja eine eigene komplette Brauerei eröffnet hat :thumbup


https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ve#p221707
Viele Grüße, Andreas

Cohumulon
Neuling
Neuling
Beiträge: 7
Registriert: Freitag 15. Mai 2020, 15:33

Re: welche Bierkits

#10

Beitrag von Cohumulon » Donnerstag 6. August 2020, 15:36

mavro hat geschrieben:
Mittwoch 29. Juli 2020, 19:53
Einer der alten Hasen sagte mir damals sinngemäß, dass ich auch die Frage stellen könne, welch Maggi Tütensuppe die beste sei.

Ich fand das damals ein bisschen fresch, aber er hatte Recht. :Shocked
Finde ich nicht. Maggi Tütensuppe ist vielleicht mit den einfachen Bierkits vergleichbar. Anrühren, gären, fertig. Begrenzte Auswahl, begrenzte Einflussmöglichkeiten.

Wenn man dagegen mit ungehopftem Malzextrakt, steepen von Special Grains, Hopfenkochen und -stopfen arbeitet, ist man eher beim fertigen Fleisch-Fonds als Grundlage für einen Eintopf. Man spart sich viel Zeit und Aufwand durch das fehlende Maischen und Läutern und das Ergebnis muss sich bei richtiger Anwendung nicht verstecken. Ein paar Punkte fallen natürlich weg, gerade das Beeinflussen der vergärbaren und nicht vergärbaren Zucker, aber für Anfänger ist das eigentlich eine gute Möglichkeit um mit wenig Aufwand einzusteigen und trotzdem viel Freiheit zum experimentieren zu haben.

Antworten