Von der Pfanne in den Gärbehälter

Antworten
Moerchen
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Sonntag 22. Juli 2018, 17:42

Von der Pfanne in den Gärbehälter

#1

Beitrag von Moerchen » Samstag 22. September 2018, 09:53

Guten Morgen,

gestern mal den ersten Sud auf der "neuen" Brauanlage gefahren und am Ende hatte ich dann doch ein Problem.

Aufbau ist wie folgt:

- BIAB Brauverfahren, das gute Wäschenetz zum Testen.
- Hendi 3500, derweil über Inkbird Temperatursteuerung. Raspberry/Funksteckdosen und Co müssen noch zusammengebaut werden. Der Inkbird ist eig. für den Gärschrank gedacht.
- Während des Maischens hatte ich einen Hopfenseiher ("Schwanenhals") im 20l Induktionstopf, darüber von Ikea einen Dünsteinsatz, darauf der Sack mit der Maische. Mit der altbekannten China-Heißwasserpumpe habe ich während des Maischens die Maische über den Hopfenseiher am Boden abgepumpt und oben wieder in den Topf gelassen.

Bis dato lief das ganze auch recht gut. "Läutern" bei dem Verfahren ist ja ein Traum.

Hatte mit einer SHA von 55% gerechnet, gebraut wurde ein obergähriges mit dem, was ich noch hier hatte. War gestern etwas nach dem Prinzip "Die Anlage ist noch nicht fertig, irgendwas an Zutaten ist da, du willst unbedingt Brauen und schauen, ob das so in die Richtung geht, wie du es dir vorstellst." Vorab wurde immer im 68l Amihopfentopf mit Rührwerk und Co, ergo eher klassisch gebraut. Will aber mehr experimentieren, da sind Ausschlagmengen von 10 Liter am Ende doch besser umsetzbar und wenn was leckeres bei rumkommt, wird der 20l halt durch den 68l Topf ausgetauscht, der Rest bleibt ja gleich.

Gab dann 50% Pilsnener, 45% Wiener, 5% Caradunkel, gehopft mit Perle u. Mittelfrüh und die S04.
Angepeilt hatte ich 13 Grad Plato, wurden dann doch fast 15, ergo war die SHA besser als gedacht.

Lange Rede, kurzer Sinn. Nun zu meinem Problem.

Wollte die Würze nun von der Pfanne in den Gäreimer bringen. Nach dem Whirlpool hatte sich ein wunderbarer Trubkegel gebildet, dank Irish Moss war es auch verdammt klar. Wollte nun mit dem Hopfenseiher und der Chinapumpe alles in den Gäreimer pumpen. Der Topf mit der Würze stand auf der Arbeitsplatte, der Gäreimer auf dem Boden, Höhenunterschied rund 1m.

Da die Pumpe nicht selbstansaugend ist, wie bekomme ich das Ganze in Gang gesetzt? Dran saugen und eine Infektion risikieren, ist wohl nicht die elegante Lösung. Nachdem noch rund 2l im Kopf waren, habe ich es auch par tout nicht geschafft, dass die Pumpe weitersaugt. Sie "lag" auf einem Griff des Topfes, musste die Würze ergo rund 40cm hochpumpen, danach ging es rund 1,4m nach unten. Rein logisch hätte das ja auch ohne Pumpe funktionieren müssen. Wo war mein Fehler?

Kühlen, Hefezuhabe klappte allerdings wieder super und ich bin gespannt, ob gleich schon etwas blubbert.

Gruß

Jan

Skaari
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 203
Registriert: Sonntag 4. Januar 2015, 10:07
Wohnort: Braunschweig

Re: Von der Pfanne in den Gärbehälter

#2

Beitrag von Skaari » Samstag 22. September 2018, 18:09

Du könntest den Schlauch mit Wasser füllen und dadurch die Schwerkraft zum ansaugen nutzen.

stefan78h
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 480
Registriert: Sonntag 27. November 2016, 21:09

Re: Von der Pfanne in den Gärbehälter

#3

Beitrag von stefan78h » Samstag 22. September 2018, 20:17

Pumpe brauchst du so nicht.
Schlauchen geht. Aber!
Das ansaugen ist nicht ohne!

Würde dir den Bier/Weinheber empfehlen. Vorteil ist wenn der Fluss unterbrochen wird. Kannst du nochmal pumpen und weiter geht es. Das Teil ist gut.
Hab aber inzwischen einen Hahnen im Gärbottich. ... das ist stressfrei... Aber da hab ich einen Zerlegbaren Hahnen wegen Infektionsgefahr.
Im Sudkessel ist ein Hahnen besser. Heiße Flüssigkeit mag der Heber nicht.
Vg
Stefan
Gruß
stefan

Till
Neuling
Neuling
Beiträge: 7
Registriert: Dienstag 5. Juni 2018, 14:25

Re: Von der Pfanne in den Gärbehälter

#4

Beitrag von Till » Montag 24. September 2018, 08:57

Morgen,

ein Heber wäre mir zu kompliziert (Hitzefestigkeit und Reinigung). Ich nehme einen Silikon-Schlauch und sauge mit einer 100-ml Spritze an. Klappt wunderbar und lässt sich gut reinigen. Die Spritzen werden als "Wund- und Blasenspritze" verkauft (Über den Namen besser nicht länger nachdenken und ungebrauchte Spritzen verwenden ;-)).

Grüße,
Till

stefan78h
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 480
Registriert: Sonntag 27. November 2016, 21:09

Re: Von der Pfanne in den Gärbehälter

#5

Beitrag von stefan78h » Montag 24. September 2018, 10:02

im Sudkessel würde ich einen Hahnen verwenden, wenn du heiße Würze ablassen willst! Wegen Verletzungsgefahr!
Gruß
stefan

Moerchen
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 10
Registriert: Sonntag 22. Juli 2018, 17:42

Re: Von der Pfanne in den Gärbehälter

#6

Beitrag von Moerchen » Montag 24. September 2018, 17:13

Danke für die Antworten. Hatte Samstag Abend spontan noch einen Sud gefahren und dann einfach etwas abgekochtes Wasser in den Schlauch gekippt, sodass die Pumpe anzieht und fertig. Hat super geklappt.

Antworten