Hopfenkochen im geteilten Sud

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jho
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Hopfenkochen im geteilten Sud

#1

Beitrag von jho » Dienstag 16. Januar 2018, 17:11

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich lese schon eine Weile mit und habe zusammen mit Freunden bisher einen Sud hinter mir (Gurgelrutscher von MMuM). Das Bier und das Brauen ist bei uns gut angekommen, sodass wir in Zukunft mehr Zeit und Energie in das Hobby stecken wollen. Da die Brauanlage noch im Aufbau ist (Vorstellung folgt), habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich die Ausschlagmenge mit vorhandenen Mitteln erhöhen kann.

Die bereits vorhandenen Utensilien sind:
  • 30 Liter Topf + Gas-Hockerkocher
  • 30 Liter Topf + Gussheizplatte
  • 65 l Speidel "Saftfass" mit Läuterhexe als Läuterbottich
  • Beliebig viele Einkocher zum Erhitzen des Nachgusses =)
Die zeitsparendste Methode wäre sicherlich, parallel zwei gleiche Maischen zu erhitzen, beide in den Läuterbottich abzumaischen und nach dem Läutern wieder getrennt zu kochen. Dazu fallen mir zwei Fragen ein.
  1. Sicherlich werde ich es nicht schaffen in beiden Würzepfannen den gleichen Extraktgehalt einzustellen. Vor allem nicht, wenn man die Pfannen nacheinander befüllt. Ist es problematisch den Extraktgehalt der Pfannevollwürze nicht messen zu können? Man könnte ihn ja errechnen.
  2. Ist es egal, ob der Hopfen aufgeteilt wird oder nur in eine der Pfannen gegeben wird?
Vielen Dank schonmal im Voraus und für die vielen bereits verfassten Nachrichten in diesem Forum.
Julian

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Boludo
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Re: Hopfenkochen im geteilten Sud

#2

Beitrag von Boludo » Dienstag 16. Januar 2018, 17:29

Hallo Julian,

dadurch, dass ihr zwei verschiedene Heizquellen habt, wird der ganze Prozess in beiden Töpfen niemals parallel laufen.
So was macht auf Dauer sicher keinen Spaß und erzeugt jede Menge Frust und lange Brautage.
Ein 50 Liter Topf auf dem Hockerkocher wäre sicherlich das Optimum.

Stefan

jho
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Re: Hopfenkochen im geteilten Sud

#3

Beitrag von jho » Dienstag 16. Januar 2018, 23:16

Ok, das klingt plausibel. Es soll auch keine Dauerlösung sein, sondern einmalig, solange der 70 Liter Topf noch auf sich warten lässt.
Wahrscheinlich lasse ich das mit der größeren Ausschlagmenge. Die Fragen interessieren mich dennoch. Weiß da jemand etwas?

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flamberger
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Re: Hopfenkochen im geteilten Sud

#4

Beitrag von flamberger » Donnerstag 18. Januar 2018, 06:41

Ich würde an deiner Stelle zu erst ganz normal einen Sud fahren. So bald du am Abmaischen bist, startest du den nächsten Sud.
Je nach dem kann es sich hier auch noch lohnen (zB bei einem Starkbier) wenn du die zu schwache Würze noch hinüber nimmst in den neuen Sud. Anstelle von frischem Brauwasser versteht sich. So kannst du zusätzlich noch etwas an Plato gewinnen.

Hopfenkochen machst du auch ganz normal mit den nötigen Mengen an Hopfen. Vor dem anstellen mit Hefe vermischst du die beiden Sude zusammen in einem grossen Gärfass.

Ich habe das schon so gemacht, jedoch ohne die zu schwache Würze zu verwenden. Nachteil an der Methode ist, dass du einen sehr langen Brautag haben wirst.
Wenn dich das nicht stört, ist es aber eine gute Methode um mehr aus deiner Anlage heraus zu holen.

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Re: Hopfenkochen im geteilten Sud

#5

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 18. Januar 2018, 11:11

Anstatt dir so einen Aufwand zu machen, brau halt "High Gravity".

Hier habe ich mal erklärt wie ich das jahrelang gemacht habe.
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"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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