Hopfenseihen dauert ewig

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Hopfenseihen dauert ewig

#1

Beitrag von Braubart » Sonntag 5. August 2018, 14:47

Hallo,

nachdem ich sonst meine Arbeitsschritte soweit optimiert habe, dass ich zufrieden bin stoße ich beim Hopfenseihen doch regelmäßig auf Probleme.
Folgendes Material verwende ich:

Einkocher mit Kugelhahn (1/2 Zoll)
innen am Eckventil ein ca. 10cm langes Stück Panzerschlauch.
Hatte anfangs auch damit experimentiert die Panzerschlauch-Läuterhexe drin zu lassen, aber das ging noch viel weniger.
Hahn am Einkocher.JPG
Hahn am Einkocher.JPG (30.09 KiB) 1044 mal betrachtet
Vom Prozess her sieht das so aus:
Kochen - Whirlpool - warten bis sich nix mehr dreht - Hahn sachte aufdrehen. (Gekühlt wird über Nacht, dass das nciht optimal ist weiß ich)
Nach ca. 10l hört die Würze auf zu laufen.

Gestern hab ich dann abgeschöpft, das war umständlich, ging aber. Zur Gewohnheit wollte ich mir das aber nicht machen.

Habt ihr eine Idee dazu was ich verbessern könnte? Vielleicht den Panzerschlauch weglassen und nen Filter besorgen? Habe nur die Sorge dass sich der Hahn dann zusetzt, der Durchmesser ist ja nicht so groß...?!
Beste Grüße, Jörg

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#2

Beitrag von Boludo » Sonntag 5. August 2018, 16:17

Heizung aus dann warten, Whirlpool andrehen und dann ganz wichtig Deckel drauf. Nach 20 min sollte es blank laufen. Im Einkocher geht das aber nicht so gut, da der lange nachheizt und es zu Konvektionen kommt.
Zuletzt geändert von Boludo am Sonntag 5. August 2018, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#3

Beitrag von gulp » Sonntag 5. August 2018, 16:23

Habt ihr eine Idee dazu was ich verbessern könnte? Vielleicht den Panzerschlauch weglassen und nen Filter besorgen? Habe nur die Sorge dass sich der Hahn dann zusetzt, der Durchmesser ist ja nicht so groß...?!
Entweder Panzerschlauch raus und mit Filter arbeiten, oder mit Panzerschlauch und Dolden brauen, die wirken dann wie Filter und man hat glasklare Würze. Hier:https://stixbraeu.de/brauerei-2/biab-od ... en-brautag ganz unten.

Panzerschlauch und Pellets wird nicht funktionieren.

Gruß
Peter
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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#4

Beitrag von Braubart » Sonntag 5. August 2018, 23:31

Abkühlen hab ich es schon lassen. Deckel war auch drauf. Wollte trotzdem nicht. Beim Weißbier ging's bis jetzt am Besten, aber da waren ja insgesamt unter 20g Pellets drin.

Und der Hahn setzt sich nicht zu?
Ich werde es testen, so ein Filter kostet ja nicht die Welt.
Zur Zeit hab ich noch über ein halbes Kilo Pellets, das wollte ich eigentlich noch verbrauchen.
Beste Grüße, Jörg

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#5

Beitrag von VolT Bräu » Montag 6. August 2018, 17:34

Warum sollte sich der Hahn zusetzen? Mein Einkocher hat keinen Hahn, da nutze ich stattdessen ein Röhrchen, das knapp auf den Boden runter geht (ansaugen). Das Röhrchen ist auch sehr dünn, da gibt es keine Probleme. Da müsste schon sehr viel Hopfen drin sein oder der Whirlpool nicht funktionieren. In dem Fall kann ich es mit dem Röhrchen einfach höher abziehen. Geht natürlich mit dem Hahn nicht wenn der Bodensatz so hoch steht.
Wenn man vorsichtig ablässt, geht das m. E. auch ohne Filter - wobei ich mir auch einen kaufen werde. Sicher ist sicher....und man kann noch mehr raus quetschen.
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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#6

Beitrag von braupaddler » Montag 6. August 2018, 17:55

Das mit dem Panzerschlauch funktioniert schon , nur er ist viel zu kurz , die freie Filterfläche dadurch zu gering .
Am besten legst du ihn wie beim Läutern als Ring an den Rand , durch den Whirlpool befindet sich der Trub in der Mitte und du kannst außen sauber abziehen.

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#7

Beitrag von Helge » Montag 6. August 2018, 21:05

Moin,

ich habe mir einfach einen großen Mesh Filtersack mit 40l Volumen gekauft. Der kommt beim Kochen in die Würze und dort kommt der Hopfen rein. Am Ende nehme ich den Sack raus und der Hopfentrub ist komplett im Sack. Dann noch den Whirlpol andrehen und gut ist es.

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#8

Beitrag von quasarmin » Dienstag 7. August 2018, 22:12

Helge hat geschrieben:
Montag 6. August 2018, 21:05
Moin,

ich habe mir einfach einen großen Mesh Filtersack mit 40l Volumen gekauft. Der kommt beim Kochen in die Würze und dort kommt der Hopfen rein. Am Ende nehme ich den Sack raus und der Hopfentrub ist komplett im Sack. Dann noch den Whirlpol andrehen und gut ist es.
Moin
Nimmst du den Sack gleich nach dem Kochen raus, oder nach der Isometrierungszeit, bzw. wenn die Temperatur unter 80Grad gefallen ist?

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#9

Beitrag von Braubart » Mittwoch 8. August 2018, 08:37

Den Panzerschlauch hatte ich anfangs auch drin, der hat sich allerdings genauso zugesetzt.
Womöglich sollte ich den Trubkegel noch mit ner Springform "einkasteln"?!
Die Variante mit dem Sack ist auch sympathisch. Meinst du die Säckchen die man auch zum Hopfenstopfen nimmt? Was haltet ihr von den Gwürzkugeln? Sind die groß genug?

Die Idee, dass sich der Hahn zusetzen könnte, hab ich da ich beim Reinigen immer wieder im Totraum unter dem Auslauf dicke Placken Hopfen gefunden habe.
Beste Grüße, Jörg

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#10

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 8. August 2018, 10:04

Nochmal kurz sortiert: Im ersten Post steht, dass du direkt nach dem WP abziehst - da solltest du besser etwas warten. Steht ja oben schon. Nur der Vollständigkeit halber.
Wenn ich es richtig verstanden habe, hattest du zwar mal Hopfen im Hahn, aber verstopft war es noch nicht.
Mir ist nicht so recht klar, warum du es nicht erst mal drauf ankommen lassen willst ganz normal mit losen Pellets zu kochen und am Auslauf zu filtern. Das machen ja sehr viele (fast alle?) in der einen oder anderen Ausprägung so.
Wenn du einen schönen Trubkegel hast, dann kommt der Schmodder im Hahn wahrscheinlich schon vorher beim Kochen da rein und bleibt trotz WP. Das kommt m. E. nicht vom abziehen. Solange es läuft ist es doch egal.
Tortenring ist eine gute Idee, habe ich auch schon überlegt.... Andererseits habe ich beim abziehen auf 20L auch ohne Filter nur knapp 1L Verlust (incl. der festen Bestandteile)... Wenn ich das am Ende durch den Filter laufen lasse, sollte es passen. Bei sehr viel Hopfen, macht der Ring schon Sinn, weil dann sicher insgesamt viel mehr im Filter landet und er sich schnell zusetzen kann.
Kochbeutel kann man sicher auch machen, aber da wird dann die Ausbeute speziell bei späteren Gaben nicht so ganz zu den Formeln passen nehme ich an.
Kugeln mit Löchern sind wahrscheinlich nicht so ideal, weil die Pellets sich ja recht fein auflösen... Man benutzt ja zum filtern auch kein Küchensieb, sondern einen sehr feinen Filter.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich würde es erst einmal mit den Standard Verfahren probieren.
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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#11

Beitrag von Braubart » Mittwoch 8. August 2018, 22:37

Danke für die schöne Zusammenfassung :thumbsup

Nach dem WP warte ich schon, vielleicht aber nicht lang genug. Der Hahn selbst war nicht zugesetzt - nur innen unter dem Auslauf, da waren immer Mal Bröckchen.

Also für mich: Filter kaufen und vor dem Hopfenkochen den PS abmontieren. Dann durch den Filter abseihen.

Hab mich immer vor dem Geplätscher gescheut, da das Kühlen doch Recht lange dauert und ich erst lange nach dem Seihen anstellen kann. Vielleicht noch einen kurzen Schlauch anschließen?!
Beste Grüße, Jörg

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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#12

Beitrag von gulp » Mittwoch 8. August 2018, 22:44

Hab mich immer vor dem Geplätscher gescheut, da das Kühlen doch Recht lange dauert und ich erst lange nach dem Seihen anstellen kann. Vielleicht noch einen kurzen Schlauch anschließen?!
Aktiv kühlen mit Kühlschlange und dann direkt auf die vorgelegte Hefe Seihen!

Gruß
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Re: Hopfenseihen dauert ewig

#13

Beitrag von Helge » Donnerstag 9. August 2018, 00:20

quasarmin hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 22:12
Helge hat geschrieben:
Montag 6. August 2018, 21:05
Moin,

ich habe mir einfach einen großen Mesh Filtersack mit 40l Volumen gekauft. Der kommt beim Kochen in die Würze und dort kommt der Hopfen rein. Am Ende nehme ich den Sack raus und der Hopfentrub ist komplett im Sack. Dann noch den Whirlpol andrehen und gut ist es.
Moin
Nimmst du den Sack gleich nach dem Kochen raus, oder nach der Isometrierungszeit, bzw. wenn die Temperatur unter 80Grad gefallen ist?
Ich nehme den Sack nach dem Kochen und einer eventuellen Nachisomerisierungzeit raus.

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